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Allgemein Polizeiarbeit

Autobahnpolizei – ein Luxus?

Sonntag, später Nachmittag bis Abend. Ich hatte einen schönen Tag in der Pfalz hinter mich gebracht und fuhr auf der A61 gen Norden. Gerade passierte ich Frankenthal.

Plötzlich fiel mir an dem Wagen, hinter dem ich fuhr, etwas auf.

Hä? Was hat der denn unterm Auto hängen?

Vorsichtig nahm ich das Ganze näher in Augenschein, nicht ohne den Verkehr und die Autobahn generell aus den Augen zu lassen.

Gehört das so, oder kann das gefährlich sein? Ein Fall für die 110?

Eine Baustelle.

Der Fahrer vor mir scherte plötzlich auf die linke Spur, ich blieb rechts, weg war er.

Kurz vor Gau-Bickelheim, also fast 50 Kilometer weiter, hatte ich ihn wieder vor mir. Dort gibt es eine Autobahnpolizeistation.

Wäre ja günstig.

Entgegen der hier und da in den Sozialen Netzwerken laut werdenden Unterstellungen bin ich auf Grund meiner Vereinstätigkeit nicht zur Oberverdachtschöpferin vor dem Herrn mutiert. Im Gegenteil. Mein Wissen um die personelle Lage einer „auf Kante genähten“ Polizei macht mir wenig Lust, die Damen und Herren für nichts in den Einsatz zu jagen. Also schaute ich noch einmal ganz genau hin.

Der Unterboden hängt halb auf dem Asphalt. Geht gar nicht…

Also Polizeinotruf. Über Freisprechanlage übrigens, aber das nur am Rande.

„Polizeinotruf.“

Ich nannte meinen Namen, dann: „Ich bin auf der A61 unterwegs Richtung Köln. Ich bin kurz vor Gau-Bickelheim. Vor mir fährt ein niederländisches Fahrzeug, dem der Unterboden halb auf dem Asphalt hängt.“

Polizist: „Ein niederländisches Fahrzeug?“

Ich: „Ja, folgende Zulassung..“
Ich diktierte die Zulassung.

Der Beamte wiederholte die Zulassung, nannte dabei eine 93[*].

Als er fertig war, korrigierte ich noch einmal: „Nein, Zwoundneunzig. Der Rest stimmt.“ Dann schob ich nach: „Renault, dunkelblau, soweit ich das unter dem Dreck erkennen kann.“

Polizist: „Fährt der Wagen schnell?“

Ich: „Ja, wir fahren beide 140!“

Polizist: „Sind Sie schon an Gau-Bickelheim vorbei?“

Ich: „Nein, wir passieren gerade den letzten Parkplatz vor Gau-Bickelheim.“

Polizist: „Alles klar, ich schicke sofort eine Streife!“

Ich: „Danke! Tschüß!“

Ich entschied, hinter dem Fahrzeug zu bleiben, falls es die Autobahn verlassen sollte. Dann hätte ich noch einmal bei der 110 durchgeklingelt. Allerdings hielt ich das Szenario für unwahrscheinlich, da ja die A61 geradewegs in die Niederlande führt, aber man weiß nie.

Zehn Minuten später (ich war schon echt nervös), sah ich dann im Rückspiegel Blaulicht. Mit hoher Geschwindigkeit kam der Mercedes der Autobahnpolizei RLP näher. Ich sofort rechts eingeschert. Die flogen an mir vorbei, ich zog hinter ihnen raus. Ich gebe offen zu, ich wollte möglichst sehen, was passiert!

Das Fahrzeug war auch vor dem Streifenwagen auf die rechte Spur gezogen, die Polizei setzte sich sofort vor das Fahrzeug und warf „FOLGEN“ an. Bei der nächsten Anschlussstelle verließen sie die Autobahn.

Meine Helden!!!

Ich nehme nicht an, dass sie meinen Daumen hoch gesehen haben…

Im Grunde könnte mit meinem Erleichterungsgefühl und meinem Dank an die Autobahnpolizei dieser Artikel enden. Tut er aber nicht…

Die nächste PASt (Polizeiautobahnstation) hinter Gau-Bickelheim ist Emmelshausen. Dazwischen liegen etwa 58 Autobahnkilometer. Die nächste nach Emmelshausen ist Mendig, ca. 45 Autobahnkilometer weiter.

Wenn es nach dem Willen des Innenministers von Rheinland-Pfalz geht, wird die PASt Emmelshausen wohl demnächst geschlossen. Dann wären insgesamt 103 Autobahnkilometer ohne PASt.

Was, wenn ich den Wagen erst kurz nach Gau-Bickelheim aufgelesen hätte anstatt bei Frankenthal und genau so lange gebraucht hätte, mir klar zu werden, dass ein Notruf sinnvoll ist? Ich hätte den Entschluss mitten im autobahnpolizeimäßigen Niemandsland gefasst.

Aus beiden Richtungen zwischen 30 und 45 Minuten Anfahrt – bei normalen Verkehrsverhältnissen. Fragt sich halt, was auf deutschen Autobahnen normal ist… Die Anfahrtszeiten passen aber nur, wenn die fraglichen Streifen nicht gerade am anderen Ende des Dienstgebietes sind, was bei Gau-Bickelheim beispielsweise auch bedeuten kann, dass sie auf der A63 schon ganz schön weit Richtung Kaiserslautern unterwegs sein können. Auch müssen alle Mitautofahrer bei Sinnen sein, wenn das Polizeifahrzeug mit Blaulicht von hinten kommt. Zu der Thematik des Verhaltens von uns Bürgern, wenn ein Blaulichtfahrzeug mit Sondersignalen unterwegs ist, kann man ja mal mit Polizisten Gespräche führen…

In meinem Fall waren sie innerhalb von zehn Minuten da. In dem von mir konstruierten Beispiel hätten sie bis zu vier Mal so lang gebraucht. Was hätte in der Zeit alles passieren können? Der Unterboden kommt runter und fliegt dem nachfolgenden Fahrzeug in die Windschutzscheibe. Oder zwingt das nachfolgende Fahrzeug bei rappelvoller Autobahn in wilde Ausweichmanöver. Oder…

Übrigens – außer mir hatte wohl niemand angerufen. Was in mir mal wieder die Frage aufwirft, wo meine Mitbürger beim Autofahren ihre Augen haben. Aber das wäre ein anderer Artikel.

Laut Innenminister wird übrigens das Anfahrtsproblem dadurch gelöst, dass ununterbrochen im aktuellen Dienstgebiet der PASt Emmelshausen eine „Hunsrückstreife“ unterwegs sein soll.

Liest sich gut.

Heißt das aber, dass da zwei Beamte eine Achtstundenschicht ununterbrochen im Auto verbringen sollen? Holla, die Waldfee! Mein Rücken ist ja schon nach spätestens drei Stunden komplett bedient und ich sitze noch nicht mal mit einem schweren Waffengürtel an der Hüfte im Auto.

Kaffee trinken gestrichen? Oder soll das dann in den Raststätten stattfinden? Wäre sicherlich eine schöne Erfahrung, wenn man bedenkt, wie viele meiner Mitbürger Schnappatmung von dem Gedanken bekommen, ein Polizeibeamter könne ernstlich eine Pause machen wollen. Und wer bezahlt die raststättentypischen Mondpreise?

Und was ist eigentlich für den Schichtwechsel vorgesehen? Für mindestens eine Stunde keine Hunsrückstreife, oder ein überlappender Schichtwechsel?

Meiner Meinung nach wird es am Ende darauf hinauslaufen, dass die Inspektionen im Dunstkreis der Autobahn das mit abdecken. Abgesehen davon, dass sie weniger stark motorisiert sind (ok, „mein“ Fall war mit 140 km/h unterwegs, aber es geht ja auch schneller), müssen sie auch erstmal zur Autobahn kommen.

Wenn es darum geht, den Fahrer in eine Ausfahrt zu ziehen, mag das ja noch angehen. Aber was, wenn der Verkehr auf einer Autobahn komplett zum Stehen gebracht werden muss. Dafür haben Autobahnpolizisten eine spezielle Ausbildung. Oder was, wenn es um noch speziellere Einsätze geht?

Irgendwann ist einfach mal Schluss mit „auf Kante nähen“. Insbesondere, wenn die Kante sowieso schon nur noch aus sehr fadenscheinigem Stoff besteht und jeden Augenblick zu reißen droht.

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[*] Aus Datenschutzgründen wurden sämtliche Daten des KfZ verändert.

Allgemein Verein

Danke-Polizei-Tag 2017 – Bilanz

Wie jedes Jahr bin ich beim Schreiben dieser Bilanz am Tag danach genau so glücklich wie ich erschöpft bin. Sehr happy und einfach nur müde. Und einfach nur froh,  dass wir daran arbeiten, diesen Tag in Deutschland einzuführen.

Ich höre und lese sehr oft, dass es dieses Tages nicht bedürfe, weil man doch der Polizei täglich danken könne. Den zweiten Teil des Satzes unterschreibe ich zu 100%. Es gibt einen Polizisten, der hat noch eine Mail, die ich vor vier Jahren seinem Dienststellenleiter geschrieben habe, in der ich mich für einen Routineeinsatz bedankt habe. Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer. Mit Sicherheit war ich nicht die einzige Person in all seinen Dienstjahren, bei der er seine Arbeit gut gemacht hat. Offensichtlich war ich aber die einzige Person in all seinen Dienstjahren, die ihm dafür Danke gesagt hat.

Soweit zum Thema, was man nicht alles könnte…

Wir, also der Verein Keine Gewalt gegen Polizisten e.V., wollen erreichen, dass es dieses Tages tatsächlich eines Tages nicht mehr bedarf, weil das Bewusstsein dafür geschärft wurde, dass man der Polizei nicht nur danken kann – sondern es auch tut. Gerne auch einmal anlasslos, denn selbst wenn gerade keine Polizeibeamtin oder kein -beamter an uns dienstlich tätig wird, so können wir doch noch weitgehend ruhig schlafen, weil diese Menschen rund um die Uhr ihren Dienst für uns verrichten. Sie geben uns Sicherheit, sie helfen uns, wenn wir Opfer werden, sie schützen die Meinungsfreiheit. Selbst wenn man die Polizei 40 Jahre lang nicht zu Gesicht bekommen hat, wie eine Dame, mit der ich mich neulich unterhalten habe, so zeigt das doch, dass diese Dame in den 40 Jahren die Polizei auch nicht bewusst brauchte. Sie lebte 40 Jahre lang sicher und ohne Opfer zu werden. Warum? Weil viele Männer und Frauen ihre Arbeit tun und uns Sicherheit geben. Diese Dame konnte ich überzeugen. Sie sagte schließlich danke, mit einer Postkarte.

Selbst wenn wir mit diesem Tag nichts erreichen außer den leuchtenden Augen unserer Gesprächspartner, die sich freuen, dass da anlasslos Menschen in ihre Dienststelle kommen, um sich für ihren täglichen Dienst zu bedanken – dann ist das schon sehr viel. Mir persönlich bedeutet diese Freude, die wir damit bereiten, jedenfalls eine ganze Menge. Hier eine Auswahl der Worte, die wir im Zusammenhang mit diesem Tag zu hören bekamen:

„Ich weiß, es ist Danke-Polizei-Tag, aber wir wollen Euch für Eure Arbeit danken.“

„Das gibt Rückhalt, dass es Menschen gibt, die versuchen, diesen Tag zu etablieren.“

„Ich hoffe, dass dieser Tag sich einbürgert. Nicht, weil ich unbedingt ein Danke bräuchte, aber etwas mehr Anerkennung wäre schön.“

„Ich lese immer, dass die Mehrheit der Bevölkerung hinter uns steht – zu sehen war davon bisher sehr wenig.“

„Anlassbezogen kommt schon mal ab und zu ein Danke, aber sehr selten. Anlasslos gar nicht. Das freut uns jetzt sehr.“

 

Der Tag selbst

Auch dieses Jahr war Nadine meine Begleiterin für den Tag selbst (und am Tag davor – dazu komme ich noch). Er begann um acht Uhr bei der Bundespolizeiinspektion in Kaiserslautern. Wir wurden herzlich empfangen und bekamen den ersten Kaffee des Tages. Der tat sehr gut, insbesondere, weil der Morgen kalt und neblig angefangen hatte – da ist so eine Tasse Heißgetränk genau das Richtige.

 

Um neun Uhr ging es weiter mit der Polizeiinspektion Kaiserslautern 2, direkt um die Ecke. Der Tag wurde übrigens ab hier von Frau Walz von der Pressestelle des PP Westpfalz begleitet. An dieser Stelle ein herzlicher Dank für die kontinuierliche Abdeckung unseres Einsatzes auf Twitter und Facebook. Ich bin wirklich froh, dass dadurch so viele Polizistinnen und Polizisten sehen konnten, dass wir uns bedanken, und auch viele Mitbürgerinnen und Mitbürger vielleicht auf diese Idee gekommen sind. Danke!

Die Inspektion befindet sich in einem Gebäude mit dem Polizeipräsidium Westpfalz. Dort stieß ein Journalist der Rheinpfalz zu uns, mit dem wir erst einmal zu einem Informationsgespräch zusammenkamen.

Wir bedankten uns bei den Herren der Schutzpolizei sowie beim Kriminaldauerdienst – repräsentiert von den beiden Herren in Zivil links im Bild unten. Meinem Eindruck nach waren alle, die vor Ort im Dienst waren zuerst ein wenig verwirrt, weil sie es nicht gewohnt waren, anlasslos gedankt zu bekommen. Aber zuguterletzt tauten sie auf, als sie merkten, dass wir das ernst meinen. „Wir sind über diese Wertschätzung und Würdigung sehr froh.“

Nach einem weiteren Kaffee ging es von hier zur Polizeiinspektion Kaiserslautern 1. Auch hier war der Empfang sehr herzlich. Mittlerweile hatte sich der Nebel gehoben und die Sonne strahlte von einem tiefblauen Himmel. Hier stieß ein Team des SWR zu uns und drehte einen sehr schönen Kurzbeitrag (ab 10:36), den ich auch abends im Fernsehen gesehen habe. Übrigens an dieser Stelle ein Dank an den SWR für die Erwähnung des Tages auf Facebook!

Auch hier freuten sich die Anwesenden Polizistinnen und Polizisten über unser Kommen. Ein junger Mann dankte mir im Gespräch für eine Genesungskarte, die er einmal vom Verein bekommen hatte.

Insgesamt stieß die Idee des Tages auf positive Resonanz. Unser Ziel ist ja nicht, dass die Menschen NUR an diesem Tag ihrer Polizei danken, sondern dass sie es irgendwann überhaupt einmal tun. Insgesamt kam bei uns an, dass die Arbeit des Vereins Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. bekannt ist und auch gewürdigt wird. „Es ist toll, dass es diese Initiative gibt, hoffentlich etabliert sich der Tag bundesweit.“

Von diesem Ort, an dem die Sonne in den Herzen lachte, ging es zuerst in eine kleine Kaffee- und Kuchenpause:

 

Von hier ging es zur Autobahnpolizei. Auch dort war der Empfang sehr herzlich und unser Danke wurde positiv aufgenommen. Autobahnpolizisten sind in der Regel bei den Bürgern, mit denen sie zu tun haben, willkommen, da sie in einer helfenden Rolle auftreten. Da hören sie schon hier und da mal ein Danke, aber im Großen und Ganzen wird ihre Anwesenheit als selbstverständlich aufgenommen. Wir haben mal stellvertretend gedankt!

 

Von hier ging es nach Kusel, als Landdienststelle ein gewisser Kontrast zu den Dienststellen in Kaiserslautern. Dort herrschte eine hohe Geschäftigkeit bei unserem Eintreffen, da ein kleiner Demoeinsatz anstand und zudem zwei Parteien dort Wahlkampfveranstaltungen abhielten. Dennoch nahm man sich kurz für uns und unseren Dank Zeit. Der stellvertretende Dienststellenleiter bezeichnete unser Engagement als eindrucksvoll und sagte „Das gibt Rückhalt!“ Das tat uns auch gut. Danke!

 

 

Zuguterletzt ging es nach Zweibrücken. Auch dort wurden wir erst einmal misstrauisch beäugt, dann jedoch auf das Liebenswürdigste empfangen. Ich denke, das Lächeln in den Gesichtern der Herrschaften spricht für sich. „Es geht mir nicht darum, dass mir gedankt würde. Aber es ist schön, die Wertschätzung der Bevölkerung, von der ich in der Zeitung lese, auch mal zu erfahren“, sagte einer der Herren. Damit fasste er sehr gut zusammen, worum es mir mit diesem Tag geht.

 

Von dort ging es dann nach Hause.  Egal, wo in Deutschland ich mich befinde – selbstverständlich besuche ich an diesem Tag noch die Polizeiinspektion Remagen. Das ist ein Muss – keine Frage. Dort waren schon wieder alle im Einsatz, bis auf zwei nette Menschen, von denen einer das Foto von uns machte, während der andere Funk und Telefon bewachte.

 

Unsere Mitglieder:

Netterweise waren auch noch andere Mitglieder aktiv. Unser Mitglied Silvia Gutermuth war in Mönchengladbach unterwegs:

 

 

 

Unsere Mitglieder Steffi Poth und ihr Mann waren bei der Polizei in Braunschweig: „Da saßen sechs oder sieben Polizeibeamte m/w hinterm Tresen… das war sooooo unglaublich COOL! Die waren alle so LIEB (obwohl sie still blieben und nur einer sprach) und ich sah in deren Gesichtern, dass sie sich wirklich gefreut haben, so verhalten es auch immer gewirkt haben mag.“

 

Majonna, Mitglied in Berlin:

 

Ein Neumitglied besuchte zwei Dienststellen:

 

 

 

Unser Mitglied Bea Müller besuchte zwei Dienststellen. Vorgesehen waren fünf, bei dreien traf sie aber niemanden an und steckte die Post in den Briefkasten:

Mannheim-Neckarau:

Mannheim-Käfertal:

 

Weitere Mannheimer Dienststellen:

 

Nichtvereinsmitglieder:

Zu meiner großen Freude sind viele Nichtvereinsmitglieder zur Polizei gegangen, um den Danke-Polizei-Tag zu begehen. So viele, dass es viel zu viel wäre, die alle hier aufzulisten. Deswegen nur beispielhaft dieser Besuch hier:

Mein herzlicher Dank an diese Menschen!

 

Rückmeldungen aus der Polizei:

Eine Rückmeldung aus Sachsen:

„Huhu, ich habe gestern aus der Revierpost eure Karte herausgefischt. Schön, dass ihr an uns gedacht habt!“

 

Eine Rückmeldung aus Norddeutschland:

„Danke für die Karte! Toll das es euch gibt!“

 

Polizei Mannheim auf Twitter und auf Facebook:

 

Polizei Mönchengladbach auf Twitter und auf Facebook:

 

Auch ein Dank von der Wasserschutzpolizei war dabei: „Eure Karte kam an. Vielen dank dafür und für eure Arbeit.“

Insgesamt sind wieder 4.800 Karten auf die Reise gegangen, an alle Polizei- und Zolldienststellen der Republik! Dabei wurde ich von einigen Mitgliedern unterstützt. Danke dafür! Ihr seid großartig!

 

Im Vorfeld:

Einige Tage vor dem Danke-Polizei-Tag wurde schon dieses Plakat an einer von uns, Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. gekauften, Plakatwand angebracht:

Schon letzten Sonntag (10.09.) haben einige Mitglieder von uns die Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler, der Kreisstadt des Vereinssitzes, besucht. Unglücklicherweise waren auch hier gerade alle im Einsatz, so dass wir zwar unser Foto bekamen, aber niemand mit uns aufs Bild konnte.

 

Mittwoch, den 13.09., war ich zufällig in Linz am Rhein und nutzte die Gelegenheit, mich auch dort für den täglichen Einsatz zu bedanken:

 

Freitag, den 15.09., starteten Nadine und ich gen Süden, weil wir in Kaiserslautern übernachten wollten, um am 16.09. selbst die stressige Autobahnfahrt zu vermeiden, und um schon mal ein wenig Freizeit zu genießen. Da am Weg zu unserer Freizeitgestaltung zwei von mir häufig frequentierte Dienststellen liegen, habe ich mir erlaubt, mich auch dort schon einmal zu bedanken.

PI Ludwigshafen 1:

 

PI Frankenthal:

An dieser Stelle ein herzliches Danke an unser Frankenthaler Mitglied Claudia Berg, dass sie auch dabei war.

Danke auch an den Dienststellenleiter, Thomas Lebkücher, der uns im Zusammenhang mit dem Strohhutfest (das ist ein einmal im Jahr in Frankenthal stattfindendes Volksfest) erzählte, dass dieses Jahr viel mehr Bürger danke gesagt haben als sonst: „Das ist mit ein Verdienst von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.“ – Ich war an dieser Stelle gerührt und ehrlich gesagt auch ein bisschen stolz – und ich hatte feuchte Augen.

Anschließend genossen wir in der Tat ein wenig Freizeit und besichtigten das Hambacher Schloss, das 1832 beim Hambacher Fest zu einem der Schauplätze früher Demokratiebewegungen in Deutschland wurde. Aus unserer Sicht ein durchaus passender Programmpunkt, wenn man gerade dabei ist, seiner demokratisch legitimierten und rechtsstaatlich verfassten Polizei zu danken.

 

 

Von hier ging es nach einem kleinen Schlenker über Frankreich zur Polizeiinspektion Pirmasens. Die Dienststelle umrundeten wir vier bis fünf Mal. Schließlich rief Nadine verzweifelt dort an, weil wir keinen Parkplatz fanden.

„Parken Sie einfach bei uns im Hof!“

Und schon öffnete sich das Gitter!

Danke!

Wir wurden vom Dienststellenleiter, Herrn Bauer, in Empfang genommen. Nachdem er uns erst noch einmal ein wenig über den Verein und unsere Motivation ausgefragt hat, kamen nach und nach einige seiner Mitarbeiter aus dem Einsatz und gesellten sich zu uns. Das Gespräch wurde sehr offen und ausführlich. Vermutlich würden wir jetzt noch reden, wenn Nadine und ich nicht noch einen Folgetermin in Waldfischbach-Burgalben gehabt hätten. Ich komme aber in jedem Fall noch einmal wieder. Pirmasens scheint mir eine Nachtschicht wert.

 

Die Polizeiinspektion in Waldfischbach-Burgalben ist ein recht kleine Dienststelle. Dennoch hielten wir uns da am längsten auf. Der Empfang war sehr freundlich. Ich selbst war ja schon um Ostern herum anlässlich eines Urlaubs in der Pfalz dort gewesen, um den Verein kurz vorzustellen. Dieses Mal war das Willkommen nicht minder herzlich, man hatte uns sogar einen Kuchen besorgt. DANKE!

Wir bekamen die Dienststelle gezeigt, viel über das Dienstgebiet erzählt und machten schon einmal ein Foto. Anschließend, nach dem Schichtwechsel, zeigte uns der Dienstgruppenleiter der Nachtschicht den Gewahrsam, wo wir uns – neben der Toilette einer Zelle – ausführlich unterhielten. Das Gespräch war so spannend, dass wir alle erst im Nachgang merkten, wo wir gestanden hatten.

 

Irgendwann kurz vor dem Tag selbst klappte auch die Plakatwand „um“, d.h. unser Motiv war für eine ganze Weile auf der anderen Seite zu sehen:

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Im Nachgang:

Am 19.09. besuchte ich die Polizeiinspektion Neuwied. Dort war schon jemand vor mir gewesen, der einen viel schöneren Dank abgegeben hat als ich, deswegen gibt es nur ein Foto von seinem Kunstwerk. Das Bild wurde übrigens äußerst liebevoll in einer Plastikhülle am Dienstgruppenschrank aufgehängt:

 

Last but not least besuchten unser Mitglied Andrea Eickhoff und ich noch am 22.09. die Polizeiinspektion Adenau – im selben Landkreis wie der Vereinssitz, aber 50 Minuten mit dem Auto von dort entfernt. Danke für den sehr herzlichen Empfang dort.

 

Unsere Schatzmeisterin Erdmute Wittmann besuchte ebenfalls die Polizei Remagen – offenbar zur Frühschicht. Das ist gut, denn Nadine und ich waren zur Spätschicht da – so hatten zwei Schichten etwas davon!

 

Unser Mitglied Susan Walsh-Nass hat folgende Dienststellen besucht: 16.09.: Polizei Kleve, 18.09.: Polizei Geldern, 19.09. Polizei Neukirchen/Vluyn und am 20.09. Polizei Krefeld-Nord.

Unser Mitglied Michaela B. berichtete Folgendes:
Da ich im Vorfeld zu Besuch in anderen Städten war, habe ich auch dort die örtlichen Polizeidienststellen besucht, um anlässlich des bevorstehenden Danke-Polizei-Tages einen Dank auszusprechen.
  • Am 29. August besuchte ich die Wache Nord in Gelsenkirchen. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Danke-Polizei-Karte hatte, habe ich eine von den allgemeinen Karten mitgenommen. Der diensthabende Beamte war über die Existenz eines Vereins wie den KGGP erstaunt und fragte mich nach meinen Beweggründen dafür, mich auf diese Weise zu engagieren.
  • Am 30. August war ich in der Polizeiinspektion Lüdinghausen. Die diensthabenden Beamten waren sehr erfreut über meinen Besuch und darüber, dass sie einen Dank ganz ohne Grund erhalten. Einen Dank bekomme man normalerweise sowieso nie zu hören, aber auch das respektvolle Miteinander habe insgesamt stark nachgelassen, auch in ländlichen Gebieten. Daher sei jede freundliche Geste besonders willkommen.
  • Am 8. September war ich an der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried. Die Pforte war jedoch nicht persönlich  besetzt, sodass ich die Karte in den Postkasten geworfen habe.
  • Am 9. September war ich an der Polizeiinspektion in Kitzingen. Dort war man gerade sehr gestresst, nahm sich jedoch trotzdem ein paar Minuten Zeit für mich. Die Überraschung war groß, dass es überhaupt einen Verein wie den KGGP gibt und dann auch noch einen Danke-Polizei-Tag.
  • Am 13. September stieß ich beim Einwerfen der Karten vor der Post auf eine Streife der Wasserschutzpolizei. Auch diesen sprach ich meinen Dank aus und zeigte ihnen die Karten, die ich gleich einwerfen würde. Sie waren sehr erfreut darüber, dass es eine solche Initiative gibt.
  • Am 16. September suchte ich die Wachen in Nürnberg auf.
    • Zuerst besuchte ich die Polizeiinspektion Nürnberg-Süd. Die beiden anwesenden Polizisten waren zuerst etwas skeptisch, gaben mir jedoch Gelegenheit, über die Arbeit des Vereins zu berichten und gaben anschließend auch einige Einblicke in ihre Arbeit. So berichteten sie, dass es zwar oft Beschwerden gäbe, selten aber einmal einen Dank, weshalb man auch etwas erstaunt über meinen Besuch sei. Schließlich dankten sie mir im Namen der Dienststelle und versprachen, die Dankesbotschaft an die gesamte Dienststelle weiterzuleiten.
    • Anschließend machte ich Halt bei der Bereitschaftspolizei. Dem diensthabende Beamten an der Pforte war der KGGP bislang auch noch nicht bekannt. Er freute sich über meinen Dank dafür, diesen Beruf trotz aller Gefahren auszuüben. Bescheiden erwiderte er, dass ja jeder letzlich immer Gefahren ausgesetzt sei, auch zu Hause könne man sich schließlich tödlich verletzen. Auch half er mir mit einem Tesastreifen aus, um ein Foto von der Karte vor dem Dienststellenschild machen zu können. Er erwies sich somit als ein pragmatisch denkender und handelnder Zeitgenosse, somit genau richtig bei der Polizei :) Er informierte auch seinen Vorgesetzten über meinen Besuch, dieser ließ seinen herzlichen Dank an den Verein ausrichten.
    • Danach besuchte ich die Polizeiinspektion Nürnberg-Ost. Die diensthabenden Beamten waren sehr zurückhaltend, da auch sie noch nie etwas vom Verein Keine Gewalt gegen Polizisten oder vom Danke-Polizei-Tag gehört hatten. Nachdem ich über die Hintergründe berichtet hatte, freuten sie sich jedoch, dass es solche Initiativen gibt.
    • Im Anschluss besuchte ich die Polizeiinspektion Nürnberg-West. Die anwesenden Polizisten nahmen mein Anliegen zunächst etwas ungläubig entgegen, zeigten sich dann jedoch sehr interessiert, und ich bekam Gelegenheit, ausführlich über den Verein und seine Arbeit zu berichten.
    • Als nächstes stattete ich der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte einen Besuch ab. Nach einer kurzen Erläuterung  meines Anliegens durfte ich die Glaspforte passieren und den diensthabenden Beamten „Auge in Auge“ für ihre Arbeit danken. Mir wurden viele Fragen gestellt, auch zu meiner persönlichen Motivation, mich für die Polizei zu engagieren. Die mitgebrachte Karte wurde von allen Anwesenden genauestens inspiziert und man versprach, hierfür einen guten Platz in der Dienststelle zu finden.
    • Abschließend schlenderte ich noch über das Nürnberger Altstadtfest, das an diesem Tag von der Polizei Schwabach gesichert wurde. Insgesamt sprach ich dort mit etwa 10 Polizisten, dankte ihnen für ihre Arbeit und überreichte ihnen jeweils eine Karte. Einige dieser Polizisten kannten den Verein bereits, unter anderem, weil sie schon einmal eine Genesungskarte bekommen hatten. Die anderen zeigten sich sehr an den Hintergründen des Vereins interessiert.
An den Dienststellen in Nürnberg habe ich überall auch noch ein von befreundeten Kindern gemaltes und eingerahmtes Bild hinterlassen, was auf positive Resonanz gestoßen ist. Auch der Polizei Schwabach, die auf dem Altstadtfest Nürnberg anwesend war, habe ich ein solches Bild überreicht.
Insgesamt war es eine schöne, aber auch anstrengende Aufgabe, der Polizei einmal einen Dank auszusprechen. Schön war, dass man die Polizisten auf diese Weise positiv überraschen konnte. Anstrengend war, dass man fast immer zunächst auf eine gewisse Skepsis gestoßen ist. Dies zeigt leider, dass eine explizit  positive Haltung gegenüber der Polizei wohl eher die Ausnahme ist. Ich freue mich, wenn ich durch den Verein und den Danke-Polizei-Tag ein wenig dazu beizutragen kann, diese Situation ein wenig zu ändern.
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Unser Mitglied Bea Müller besuchte noch im Nachgang das Revier Schwetzingerstadt:
Bericht unseres Mitglieds Kerstin Wenninger:
Den Anfang machten unsere Dietenheimer Polizisten :-) Sie hatte dieses Jahr viel Zeit für mich und den Verein. Es entstand ein schönes Gespräch und natürlich der Wunsch das mehr Menschen einfach mal DANKE sagen.
Als nächstes besuchte ich die Polizei in Memmingen – ein etwas kürzeres Gespräch mit Vorstellung des Vereins, aber auch alle sehr freundlich und freuten sich über den Besuch – teilweise kennt man uns aus Facebook :-)
Illertissen war nun dran, wobei wir auf später vertröstet wurden da Sie gerade Stress hatten.
In Weißenhorn kannte man uns noch nicht war aber auch erfreut dass mal jemand DANKE sagt :-) auch hier der Wunsch das dies öfter passieren könnte das jemand einfach mal Danke sagt. Desweiteren bemängelte man die Übergriffe auf Beamte da auch dies erst neulich in der Dienststelle Thema war und zwei Beamte bei einer Widerstandshandlung verletzt worden waren.
Als wir in Senden waren wurden wir fast schon übermäßig begrüßt da der Beamte dort KGgP von Facebook kennt. Wir wurden herein gebeten und bekamen zu trinken wärend wir eine informative Unterhaltung führten :-D
Wieder zurück in Illertissen wurden wir etwas kurz empfangen und konnten gerade noch erklären was wir wollten.
Auf Bitte eines Beamten aus Dietenheim fuhren wir den Polizei Posten in Ulm-Wiblingen an wo leider keiner vor Ort war und wir somit mit dem Briefkasten vorlieb nahmen.
In Neu-Ulm war heute wohl auch viel Stress angesagt da es auch hier recht kurz von statten ging.
Als wir nach Ulm wollten stellten wir fest, dass an diesem Tag der Einstein-Marathon stattfindet und ganz Ulm abgeriegelt ist.
Wir kämpften uns wieder zurück und fuhren erstmal nach Laupheim . Dort wurden wir freundlich begrüßt und man freute sich auch hier über unseren Besuch der auch etwas kürzer war.
In Biberach angekommen wurde ich in den Besucherraum gebeten und der Dienststellenleiter kam persönlich zu mir. Ich meinen geübten Spruch gesagt und schon ging es in ein super tolles Gespräch über. Er kennt die Kartenaktion vom letzten Jahr und freut sich im Namen der Kollegen. Er teilte mir mit, dass ich die Kollegen aus Ochsenhausen eher nicht erreichen kann (einsatzbedingt).
Nach einer kurzen Pause fuhren wir wieder zurück nach Ulm ins Polizeipräsidium. Bedingt durch den Marathon war man dort heute auch sehr kurz, aber die Freude war auch hier groß.
Im Anschluss und mit viel Stau verbunden kämpften wir uns zum Bahnhof um die Bundespolizei Ulm zu besuchen. Ein kurzes, freundliches Gespräch war auch hier da es heute sehr stressig bei Ihnen zugeht. Gefreut hat man sich auch hier :-D

Alles in allem gesehen war die Runde sehr erfolgreich und die Gespräche super :-D Im Prinzip wünschen sich alle das selbe – ein besseres Ansehen in unserer Gesellschaft, mehr Bürger die mal eben nur Danke sagen wollen, mehr Respekt und Anerkennung.

Einen Tag später habe ich den Polizeiposten in Ochsenhausen besucht. Ich hatte Glück, denn die Beamten waren da. Es ist wieder ein wunderbares Gespräch entstanden, wobei auch hier die gewaltbereite und respektlose Gesellschaft zu Sprache kam. Auch diese Beamten würden sich mehr Respekt und Anerkennung wünschen. Das war der letzte Besuch dieses Danke Polizei Tages 2017.
Per Post gingen Karten nach Günzburg, Krumbach, Kempten Polizeipräsidium sowie die Bundespolizei, Lindau BUPO Und Polizeiinspektion und Ravensburg.
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Nadine ging im Nachgang auch noch zur Anlaufstelle GABI in Bonn. Die Herrschaften hatten einsatzbedingt wenig Zeit, aber für ein Danke reichte es.

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Was uns stolz macht:

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte teilte die Polizei Rheinland-Pfalz unsere Inhalte auf ihrer Facebook-Seite. DANKE!

Was uns außerdem das Herz erwärmt, ist, wenn wir in eine Dienststelle kommen und sehen auf einer Einsatztasche das:

 

Oder auf einem Ärmel in trauter Zweisamkeit dies hier:

Danke dafür!

 

Fazit:

Unsere Polizistinnen und Polizisten leisten jeden Tag für uns alle hochprofessionelle Arbeit. Zeigen wir ihnen, dass wir sie dafür wertschätzen!!! Sicher, man kann mit einem Danke-Polizei-Tag nicht die Besoldungssituation verbessern, man kann keinen Respekt bei jenen erzwingen, die keinen haben, man kann damit nicht mehr Polizisten herzaubern, man kann damit keinen Rückhalt da erzwingen, wo er fehlt und man kann es sicherlich nicht allen Recht machen. Man kann damit allerdings langfristig das gesellschaftliche Klima dahingehend verändern, dass sich diese Probleme leichter anpacken und vielleicht sogar lösen lassen – wenn man denn am Ball bleibt.

Wenn man es ganz ohne Emotionen betrachten möchte, kann man sich sagen, dass die Beziehung zwischen Bürger und Polizist ein Stück weit eine Arbeitsbeziehung ist, in der der Polizist für den Bürger arbeitet. Professionelle Arbeitgeber loben ihre Mitarbeiter regelmäßig. Professionelle Mitarbeiter wissen Lob anzunehmen. Auf dieser sachlichen Ebene waren wir alle hochprofessionell.

Professionelle Menschen schämen sich auch nicht ihrer Gefühle und deswegen möchte ich damit enden, dass ich immer wieder sehr berührt davon bin, wie viel Freude dieser Tag allen Beteiligten immer wieder macht. Allein dafür werden wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. diesen Tag immer wieder begehen.

 

 

 

 

Allgemein Danke-Polizei-Tag Verein

„Danke-Polizei-Tag“ am 16. September 2017

Polizistinnen und Polizisten: „Menschen im Dienst für Menschen“

Der „Danke-Polizei-Tag“ findet 2017 – der angelsächsischen Tradition folgend – am Samstag, 16. September, statt. An diesem „“Say thank you to a police officer day“ sind Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, „ihre“ Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten auf den Dienststellen aufzusuchen und ihnen für deren Einsatz zu danken.

Einen „Danke-Polizei-Tag“ hat die Vorsitzende des Vereins „Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.“, Gerke Minrath-Grunwald, vor drei Jahren erstmals initiiert. In den Jahren 2015 und 2016 folgten weitere Aktionen in den Bereichen der Polizeipräsidien in Mainz und Rheinpfalz. Und dieses Jahr wird dieser besondere Tag beim Polizeipräsidium Westpfalz stattfinden. Auftakt dazu war die heutige Pressekonferenz in Kaiserslautern, an dem der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz teilgenommen hat, der Schirmherr des „Danke-Polizei-Tages“ ist, sowie der Behördenleiten des Polizeipräsidiums Westpfalz, Michael Denne, sowie die Vereinsvorsitzende Gerke Minrath-Grunwald.

Polizeipräsident Michael Denne machte in seinem Statement deutlich, dass die allermeisten den Polizeiberuf gewählt hätten, weil sie anderen Menschen helfen wollen. Polizistinnen und Polizisten seien Menschen im Dienst für Menschen, stellte er heraus. Dass sie dabei respektlos behandelt, beleidigt oder manchmal schwer verletzt werden, könne nicht hingenommen werden. „In den Polizeiuniformen stecken Menschen – Frauen und Männer mit Gefühlen und Verletzlichkeit!“, konstatierte er.

Seit Jahren stellt die Polizei bundesweit und landesweit einen permanenten Anstieg von Gewaltdelikten unterschiedlichster Art und Weise gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten fest. Auch in der Westpfalz ist die Anzahl der Straftaten gegen Polizeikräfte in den letzten Jahren gestiegen.

Mit dem „Danke-Polizei-Tag“ könne man gut ein Signal gegen die steigende Respektlosigkeit und die zunehmende Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten setzen, das sei seine Überzeugung, so der Polizeichef. Dieser Tag sei eine tolle Sache: Bürgerinnen und Bürger könnten auf diesem Wege mit ihrer Polizei ins Gespräch kommen und die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte erhielten ein Dankeschön, ein Zeichen der Wertschätzung ihrer Arbeit. Michael Denne bedankte sich herzlich für das Engagement der Initiatorin, Gerke Minrath-Grunwald, und allen Mitgliedern ihres Vereins.

Innenminister Roger Lewentz, Schirmherr des „Danke-Polizei-Tages“ 2017, stellte heraus, dass man den Einsatz der Vorsitzenden des Vereins „Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. gar nicht hoch genug einschätzen könne. Ein großes Dankeschön richtete er an alle, die die Zielsetzung des Vereins mittragen.

„Ich freue mich, wenn Bürgerinnen und Bürger hinter unserer Polizei stehen!“, so der Minister. Der größte Teil der Bevölkerung habe Vertrauen in die Polizei und stehe hinter ihr. Sie sei nicht der Fußabstreifer der Nation. Seit Jahren sei eine konstant hohe Zahl von Angriffen auf Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte auch in Rheinland-Pfalz zu beklagen: In 2016 seien insgesamt 2.421 Straftaten registriert worden, darunter 1.398 Gewaltdelikte, wie Körperverletzungen oder Widerstände sowie 1.023 Beleidigungen. Dies bedeute eine Steigerung von beinahe 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Um unsere Polizistinnen und Polizisten besser zu schützen, seien Investitionen getätigt worden, und zwar in die polizeiliche Schutzausstattung sowie in Aus- und Fortbildung. Beispielhaft nannte Roger Lewentz den landesweiten Einsatz von Bodycams oder die Beschaffung von Titanhelmen.

Gerke Minrath-Grunwald stellte ihren Verein „Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.“ vor, der zurzeit 130 Mitglieder zähle. Genau zwei Ziele verfolge ihr Verein: „Gewalt gegen Polizei: Wir wollen, dass darüber gesprochen wird! Und außerdem wollen wir den Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten Rückhalt geben.“, erklärte die Vorsitzende die hehren Ziele.

Einblicke in den Polizeialltag, insbesondere im Umgang mit Gewalt gegen Polizeikräfte, hatten der Leiter der Polizeiinspektion 1 in Kaiserslautern, Polizeirat Thorsten Mayer, und Polizeioberkommissar Ben Witthaus, ein erfahrener Polizist im Wechselschichtdienst, der seit Jahren in der Kaiserslauterer Altstadt unterwegs ist, geben können. Dabei wurde herausgestellt, dass der Faktor ALKOHOL eine zentrale Rolle bei der Gewaltbereitschaft und -ausübung spiele. Die Gesprächsrunde mit den beiden Polizeibeamten führte die Leiterin der Pressestelle, Kriminalhauptkommissarin Angela Walz.

Bildquelle: PP Westpfalz

Am Ende der Pressekonferenz waren sich alle einig: Ein großartiges Engagement im Ehrenamt, das gar nicht hoch genug geschätzt werden kann, so wie es Innenminister Roger Lewentz heute treffend formulierte.

PM des PP Westpfalz vom 01.09.2017

Allgemein Verein

Rock am Ring 2017 – liebe Polizei, Ihr wart klasse!

Liebe Polizistinnen und Polizisten, die in der vergangenen Nacht in Sachen Rock am Ring im Einsatz waren,

ich möchte Euch an dieser Stelle danke sagen für das, was Ihr in der vergangenen Nacht geleistet habt und vermutlich immer noch leistet.

Sicherlich war es keine leichte Entscheidung, das Festival zu unterbrechen. Nachdem Rock am Ring im Vorjahr und im Jahr davor bereits wegen Unwettern unterbrochen werden musste, war Euch sicherlich mehr als bewusst, was das für den Veranstalter bedeutet. Ihr habt dennoch so entschieden, und das zeigt ganz klar, wie ernst die Sachlage war. Ebenso werde ich jede weitere Eurer Entscheidungen in der Sache in diesem Licht sehen. Ihr, die Polizei, seid diejenigen mit der Kompetenz in Fragen der Sicherheit und der Gefahrenabwehr.

Danke an jene von Euch, die heute Nacht dazu beigetragen haben, das Gelände sicher zu räumen, sowie die Strecken abzusichern, auf denen die Menschen das Gelände verlassen konnten. Danke, dass Ihr dabei für Ruhe gesorgt hat, damit das Ganze geordnet abläuft und nicht durch Panik noch verschlimmert wird. Danke dafür, dass Ihr erst einen Treffpunkt in einer Turnhalle organisiert habt, an dem Eltern ihre Kinder abholen konnten, dass Ihr den Weg dahin abgesichert habt, und dass Ihr sogar einen Shuttleservice zu diesem Treffpunkt organisiert habt. Danke dafür, dass Ihr ein Infotelefon eingerichtet habt.

Danke auch an jene, die die Kommunikation in den Sozialen Netzwerken aufrecht erhalten haben. Das war schnell, professionell und gab Sicherheit! Super gemacht! Insbesondere die schnelle Reaktion auf die wohl leider unvermeidlichen Gerüchte, die kursierten, war klasse!

Natürlich traten schon am Abend und in der Nacht die ersten Besserwisser auf den Plan, die ganz genau wussten, dass es nicht sinnvoll sei, die Infotelefonnummer über Twitter zu kommunizieren (Wieso eigentlich nicht? Ist doch super, wenn man auf seinem Smartphone der Polizei Koblenz auf Twitter folgt und dann nur noch mit einem Touch auf den Bildschirm das Telefon aktivieren und die Nummer direkt anrufen kann!), wo man angeblich sicherer sei als dort, wo die Polizei es sagte, und wie und bis wann die Polizei diesen Einsatz abzuwickeln habe. Das ist nur ein Ausschnitt aus den Wortmeldungen, der selbst ernannten Innen- und Sicherheitsexperten, die zwar keine Informationen, aber zum Ausgleich jede Menge Meinung besaßen und besitzen.

Die ganz überwiegende Mehrheit der Kommentare, die ich zu Gesicht bekam, waren aber durchaus positiv. Die Menschen wussten und wissen Eure tolle Arbeit zu schätzen!

Ich nehme an, dass es nicht sonderlich überraschend ist, dass ich zu diesen Menschen zähle. Deswegen warte ich nun auf die Ermittlungsergebnisse, die zum passenden Zeitpunkt vorgelegt werden. Ich gehe davon aus, dass ich damit auch durchaus im Namen des Vereins spreche, dem ich vorsitze.

Wer mich kennt, den überrascht es kaum, dass ich zu diesen Menschen zähle. Deswegen warte ich nun auf die Ermittlungsergebnisse, die zum passenden Zeitpunkt vorgelegt werden. Ich gehe davon aus, dass ich damit auch durchaus im Namen des Vereins spreche, dem ich vorsitze.
 
Mich hat das sehr bewegt, dass es dieses Mal in meinem eigenen Landkreis eine derartige Bedrohung gab/gibt. Ja, ich war beunruhigt. Was auch immer dahinter steckte – ich weiß, dass es ernst war/ist. Ich weiß aber auch, dass die Menschen dort am Ring in den allerbesten Händen waren. Ich habe Euch nun schon so oft in Einsätze begleiten dürfen – ich weiß, was Ihr leistet und wie Ihr es leistet. Mein Vertrauen in Euch war schon immer groß und wächst mit jedem Einsatz, den ich begleiten darf. Ich weiß, dass Ihr Eurer Bestes gebt. Danke, dass Ihr für uns da seid!

Herzliche Grüße

Gerke Minrath
(Vorsitzende von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.)

 

 

Allgemein Polizeiarbeit Verein

Ein Besuch bei unseren Nachbarn

„Denen sitzt der Schlagstock / die Schusswaffe lockerer als bei uns.“

„Die sind deutlich härter als unsere Polizisten.“

Solche Sätze höre ich immer wieder, wenn es um die französische Polizei geht. Spannenderweise höre ich seit Jahren entsprechende Töne in Frankreich, wenn es um die deutsche Polizei geht. Übrigens in beiden Fällen auch von Polizisten.

Dabei sind die Unterschiede gar nicht mal so groß – Frankreich und Deutschland sind beides Demokratien mit einer rechtstaatlich verfassten Polizei.

Ja, es ist korrekt, dass es in Frankreich keine eigene Vokabel für „Körperverletzung im Amt“ gibt. Das heißt aber deswegen noch lange nicht, dass Polizisten dort alles dürfen. Sie werden dann eben wie jeder andere Bürger auch wegen „coups et blessures volontaires“ (vorsätzliche Schläge und Verletzungen, also Körperverletzung) zur Verantwortung gezogen.

Ich bekam auch schon die These zu hören, gegen französische Polizisten würde nach Schusswaffengebräuchen kein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Natürlich passiert das. Allerdings haben sie keine Ermächtigungsgrundlage dafür, die den bundesdeutschen Polizeigesetzen vergleichbar wäre. Sie haben ein Notwehrrecht, dass bis Januar 2017 im Umfang sogar unter dem der deutschen Polizeibeamten lag. Es wurde allerdings mittlerweile sinnvollerweise an das der Gendarmerie angepasst und ist damit der deutschen Rechtslage recht ähnlich geworden.

 

Wer regelmäßig meinen Blog liest, weiß, dass ich Frankreich als meine zweite Heimat betrachte. Deswegen freut es mich auch immer, wenn ich nicht nur dort sein darf, sondern auch mit französischen Polizistinnen und Polizisten ins Gespräch komme. Während ich mich zu einem Kurzaufenthalt in Paris aufhielt, fand der Anschlag auf den BVB-Bus statt, bei dem auch ein Polizist verletzt wurde. Dazu twitterte die Police Nationale 67, also des Départements Bas-Rhin rund um Straßburg – Elsass:

 

 

Das gefiel mir so gut, dass ich über die Nachrichtenfunktion von Twitter Kontakt zum Absender des Tweets aufnahm.

 

Keine Woche später, am 18. April 2017 war ich dann in Straßburg und stellte fest, dass es dort Hotels für bekennende Polizistenfreundinnen gibt. 😉

 

 

Vor diesem Kommissariat eine lange Schlange (im Bild hinter der Hecke wegen der Persönlichkeitsreche der Wartenden). Entsprechende Schlangen sind mir auch schon in Paris vor den Dienststellen aufgefallen.

Am 23. April 2017 fand in Frankreich der erste Wahlgang für die Präsidentschaftswahlen statt. Wenn man sich aus irgend einem Grund nicht persönlich zum Wahllokal begeben kann, kann man sich entweder für Briefwahl entscheiden oder aber auch für die Wahl „par procuration“. Man gibt jemandem eine Wahlvollmacht, der dann in Vertretung die Wahl vornimmt. Für das Ausstellen dieser „procuration“ ist die Polizei zuständig. Man kann sich über den Sinn dieser Zuständigkeit streiten, denn über viele Tage waren damit in sämtlichen Polizeidienststellen einige Kräfte gebunden. Gerade in der aktuellen Lage wäre da aus meiner Sicht eine Alternativlösung mehr als angebracht. Für mich persönlich war allerdings auch erstaunlich, wie viele Menschen ernstlich einen Stellvertreter in die Wahlkabine schicken. Das setzt für mich ein sehr großes Vertrauen voraus, dass der Vertreter wirklich das wählt, was man selbst wählen würde.

 

 

Ich rief meinen Gesprächspartner an und wurde abgeholt. Joël, so heißt er, ist verantwortlich für die Kommunikation der Police Nationale in Straßburg. Er interviewte mich nach einer freundlichen Begrüßung für einen Artikel im Intranet der Police Nationale. Dabei hatte ich das Gefühl, noch mal ein wenig auf den Zahn gefühlt zu bekommen. Gut so, denn in heutigen Zeiten kann die Polizei nicht vorsichtig genug sein. Zu viele Extremisten jeglicher Couleur, die sich über erstaunlich lange Zeiträume gut verstellen können.

Dann bekam ich eine Führung durchs Haus. Zuerst besichtigten wir die Einsatzleitzentrale. Wie bei uns laufen dort die Notrufe auf, werden direkt ins System eingegeben und den eingesetzten Polizeibeamten zur Weiterbearbeitung zugeleitet. Auf dem Fernseher lief gerade BFM-TV. „Das ist doch der Sender, der beim Einsatz am 9. Januar 2015 im HyperCacher mehr wusste als die Polizei?“ (Der Geiselnehmer hatte den Sender angerufen, der dann seinerseits zum Leidwesen der Einsatzleiter alles an Informationen rausknallte, was er von dem Mann bekam…)

 

Damit ersparte ich Joël schon mal die halbe Erklärung. Die Medien sind heutzutage so schnell, dass die Einsatzmaßnahmen schneller anlaufen können, wenn man weiß, was in der Welt vorgeht. Auch deutsche Einsatzleitzentralen haben einen Fernseher, aus dem gleichen Grund.

Ein augenfälliger Unterschied ist hingegen hinter mir zu sehen. Straßburg ist mit insgesamt 600 Überwachungskameras ausgestattet. Die Aufnahmen von acht von diesen werden direkt in die Einsatzleitzentrale geleitet.

Diese 600 Kameras werden von Mitarbeitern der Stadt Straßburg bedient. Die entscheiden auch, was für die Polizei wichtig sein könnte und welche Bilder auf diesem Bildschirm landen. Allerdings kann die Polizei jederzeit dort anrufen, und um bestimmte Bilder bitten bzw. um einen Zoom auf entsprechende Ereignisse. Joël versicherte mir, dass die Zusammenarbeit mit diesen Kollegen, wie er sie sympathischerweise nennt, sehr gut klappt.

Übrigens legt sich ein automatischer Grauschleier über den Teil des Bildes, der ein Fenster oder eine Glastür abbildet, wenn die Kamera Gebäude streift. Auch in Frankreich darf ausschließlich öffentlicher Grund überwacht werden.

 

Anschließend bekam ich den Fuhrpark gezeigt. Wenig überraschend, die Motorräder sind Maschinen von BMW. Ich wüsste gar nicht, wer neben BMW noch Motorräder für Sicherheitskräfte herstellt.

 

Die KFZ hingegen sind französische Fabrikate. Dabei war ein Modell besonders auffällig. Im Blaulichtbalken befinden sich insgesamt acht Kameras, die bei einer Streifenfahrt ununterbrochen die Nummernschilder der Fahrzeuge abtasten, denen der Streifenwagen begegnet. Ist ein KFZ-Kennzeichen als gestohlen gemeldet, geht automatisch eine Meldung an das Streifenteam, der Wagen kann also sofort einer Kontrolle unterzogen werden. Dieses Modell ist übrigens gerade nicht im Bild. Mein Daumen hoch im Foto bezieht sich auf meine Sympathie für französische Ordnungskräfte.

Vermutlich bekommen jetzt so einige Datenschützer Ausschlag. Allerdings kann ich sie beruhigen. Auch die französische Polizei hat bei weitem nicht das notwendige Personal, das man für eine lückenlose Überwachung braucht. Ich empfehle dazu die Lektüre des Buches von Egbert Bülles (Deutschland, Verbrecherland? Mein Einsatz gegen die organisierte Kriminalität), einem ehemaligen Kölner Staatsanwalt. In einem Kapitel beschreibt er den Kräfteansatz, den es brauchte, um einen Schwerverbrecher rund um die Uhr zu überwachen. Rechnet man das hoch, weiß man, dass die Polizei diese Überwachung schon personell gar nicht leisten kann.

 

Insgesamt hat mir der Besuch sehr gut gefallen. Ich freue mich, dass die Arbeit von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. auch bei unseren Nachbarn auffällt und ankommt.

 

 

Bei Joël handelt es sich übrigens um einen Franzosen, dessen Sympathien für Deutschland den meinen für Frankreich durchaus ähneln. Er hat auch für die gemeinsamen Fahrradstreifen zwischen Straßburg und Kehl folgendes Logo entwickelt:

 

 

Im Grund könnte mit diesem schönen Zeichen gutnachbarschaftlicher Beziehungen der Artikel enden, wenn nicht zwei Tage nach meinem Besuch auf den Champs-Elysées ein Anschlag auf Polizisten verübt worden wäre. Der Täter eröffnete das Feuer auf einen Mannschaftwagen der Polizei. Ein Polizist, Xavier Jugelé, starb mit gerade mal 37 Jahren. Zwei weitere Beamte wurden verletzt, ebenso eine deutsche Touristin.

 

(Heute Abend blutet das Herz der Polizisten. Es gibt keine Worte, um unseren Schmerz zu beschreiben. Unsere Gedanken gehören allen Opfern und jenen, die ihnen nahestehen.)

 

Nicht nur in den sozialen Netzwerken wurde dieser Vorfall missbraucht, um auf dem Rücken der Opfer weiterhin Hass zu schüren… und damit genau das getan, was Ziel der Terroristen ist.

Ich hoffe, dass dieser Erstkontakt zwischen Joël und mir, der Police Nationale und Keine Gewalt gegen Polizisten e.V., dazu beiträgt, Gräben der Vergangenheit gar nicht erst wieder aufkommen zu lassen oder auch bestehende Gräben zu schließen – zwischen Franzosen und Deutschen, zwischen Polizisten und Nichtpolizisten… Mich persönlich erfüllen jedenfalls die Gräben, die sich derzeit an allen Ecken und Enden auftun, mit Sorge und mit Traurigkeit. Dagegen werde ich mich stemmen, wo ich kann.

 

Allgemein Polizeiarbeit Verein

Besuch bei der Autobahnpolizei Kaiserslautern

Ende 2011 stellte sich mir ein bayerischer Polizist folgendermaßen vor: „Ja, ich bin bei der Autobahnpolizei. Geradeaus-Polizei. Am Ende der Autobahn muss immer der Einsatzdienst kommen und den Wagen wenden, weil wir keine Kurven fahren können.“

Ok, er meinte das scherzhaft und griff damit Witze auf, die Kollegen anderer Sparten offenbar über seine Zunft machen. Mir war schon klar, dass die Realität vermutlich etwas anders aussieht.

Nun benutze ich nahezu täglich Autobahnen, aber was nun genau die Autobahnpolizei zu tun hat, blieb mir bisher verborgen, auch wenn mir ein österreichischer Autobahnpolizist im Sommerurlaub netterweise einiges erzählt hat. Ich fand, es war einmal an der Zeit, herauszufinden, was die Damen und Herren dort eigentlich machen. Freundlicherweise gab mir die Polizeiautobahnstation Kaiserslautern dazu die Gelegenheit. So gut wie alle wunderten sich ein bisschen über meine Anwesenheit, denn Autobahnpolizisten werden fast nie Opfer von Gewalt, weil sie selten in emotional sehr aufgeheizte oder aggressive Situationen kommen. Das höre ich sehr gerne. Allerdings ist auch Teil meines Themas, dass die Polizei gerne mal unterschätzt wird und in der medialen Berichterstattung eher schlecht wegkommt, weil gute Nachrichten keiner lesen will. Je realistischer mein Einblick in die Arbeit der Polizei wird, desto besser kann ich gegen solche Erscheinungen anargumentieren.

An diesem regnerischen Märztag machte unsere Polizei schon auf der Anfahrt mal wieder den allerbesten Eindruck. Als nämlich am Autobahnkreuz Alzey der nachfolgende PKW ganz offensichtlich in meinen Kofferraum einziehen wollte, überholte uns ein Streifenwagen. Damit hatte sich das ganz schnell erledigt und plötzlich war der Abstand wieder korrekt.

Nach einem sehr freundlichen Empfang durch den Dienststellenleiter zeigten mir zwei ebenfalls sehr freundliche Herren das Pro-Vida-Fahrzeug. Dabei handelt es sich um einen mit Videokameras ausgestatteten Zivilwagen. Auch die beiden Polizisten darin sind in Zivil. Mit den Kameras können Verstöße in Sachen überhöhte Geschwindigkeit, rechts überholen oder zu geringer Abstand beweissicher festgehalten werden. Die Kamera filmt das KFZ, dessen Fahrer einen Verstoß begeht und errechnet die Durchschnittsgeschwindigkeit des nachfolgenden Polizeiautos über einen gewissen Zeitraum. So kann niemand behaupten, er sei nur mal eben drüber gewesen. Da mir persönlich die Autobahn zunehmend vorkommt wie der Wilde Westen, bin ich eine große Freundin von Kontrolldruck, denn von Einsicht kann bei vielen Rasern kaum die Rede sein. Wäre das ausschließlich über Einsicht machbar, würde niemand rasen, denn dann würden die Bilder von Unfallwracks in den Medien ein- für allemal ausreichen. Das schreibt jemand, der selbst bei angemessenen Witterungs- und Sichtverhältnissen (trockene Fahrbahn, Tageslicht) ganz gerne mal schnell fährt und dafür auch öfter nette Post bekommt.

Nachdem mir die Technik ausführlich erklärt wurde, wurde ich ins Auto gepackt und wir fuhren los. Wie bei meinen beiden Nachtschichten, kam der Hinweis, dass es möglich sei, dass gar nichts passiert, denn „bei so einem Wetter fahren die Leute nicht schnell.“ Das erschien mir plausibel, denn auch ich würde bei derartiger Witterung keinesfalls schneller als 100 fahren und selbst das finde ich schon ein bisschen viel.

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts – kein ideales Wetter für Bleifüße
Wie Sie sehen, sehen Sie nichts – kein ideales Wetter für Bleifüße

Dennoch fuhren wir los. Trotz der Ankündigung eines meiner beiden Begleiter waren wir noch nicht ganz auf der Autobahn aufgefahren und hatten gerade Geschwindigkeit aufgenommen, als schon das erste Auto an uns vorbeikesselte. Also hinterher. Nicht nur auf der Autobahn war die Dame gute 30 km/h zu schnell, auch nachdem sie auf eine Bundesstraße abgebogen war, ging es da lustig in derselben Preisklasse weiter.

Da blieb nur eines, überholen und davorsetzen:

Eine klare Ansage…
Eine klare Ansage…

Übrigens geht das auch multilingual – was auf einer Autobahn in einem Transitland wie Deutschland und kurz vor der französischen Grenze auch Sinn macht.

KL_4_klein_Schrift

KL_3_Klein_SChrift
In beiden Fällen wird übrigens die Höflichkeitsform genutzt „Please follow, Veuillez suivre“.

Auf einem Autobahnparkplatz stieg einer der beiden Polizisten aus und erklärte der Dame, warum sie angehalten wurde. Sie war einsichtig, wollte aber gern den Film ansehen. (Hätte ich auch gemacht!). Meine beiden Begleiter schafften eine sehr lockere Atmosphäre, wozu auch gehörte, dass ich mich kurz vorstellte, um Transparenz zu schaffen. Immerhin hatte die Dame niemanden umgebracht, sondern lediglich ihre Tachonadel aus den Augen verloren. „Fehler machen wir alle“, stellte einer der beiden ganz richtig fest.

Als Grund für ihre Unaufmerksamkeit gab die Dame an, dass sie sich so angeregt mit ihrem Mann unterhalten habe – was nach über 20 Ehejahren ja auch eine gute Sache sei. Da kann ich ihr uneingeschränkt Recht geben.

Anschließend fuhren wir noch ein wenig Streife auf der Autobahn. Mir wurde erzählt, was die rückwärtige Kamera, die nach dem Überholvorgang eingeschaltet wird, so alles festhält – bis hin zur SMS am Handy bei Höchstgeschwindigkeit ist alles nur Vorstellbare dabei. Für den Rest der Zeit machten wir niemanden mehr dingfest, der den Witterungs- und Sichtverhältnissen nicht angemessen fuhr.

Im Anschluss daran wurde ich von den beiden netten Herren an zwei weitere nette Herren übergeben. Auf mein nächstes Einsatzfahrzeug war ich schon ein bisschen scharf. Eigentlich bin ich ja der Ansicht, dass essentielle Aufgabe eines Autos ist, mich von A nach B zu bringen und der Rest egal ist. Uneigentlich finde ich diesen Mercedes E300 CDI-T schon optisch sehr schick:

Sehr schickes Auto – und hier blinkt und "arbeitet" es noch nicht mal.
Sehr schickes Auto – und hier blinkt und „arbeitet“ es noch nicht mal.

Auch das Innenleben sollte mir noch gefallen.

„Welche Erwartungen haben Sie denn an die Autobahnpolizei?“ wurde ich gefragt. Ehrlich gesagt hatte ich keine. Womit ich nun wirklich nicht gerechnet habe, war, dass wir, kaum auf die Autobahn aufgefahren, schon den ersten Einsatz hatten. Natürlich sieht man, wenn man privat auf deutschen Autobahnen unterwegs ist, durchaus den einen oder anderen Einsatzanlass – aber die vielen anderen, die sich zeitgleich abspielen, sieht man nicht. Nun, die sollte ich jetzt kennenlernen…

Der erste Einsatz war ein LKW, der in einer Ausfahrt liegen geblieben war… unglücklicherweise direkt hinter einer Kuppe. Wir konnten ihn wirklich erst im letzten Moment entdecken, weil auch das Warndreieck etwas tief stand.

Also wurde der Streifenwagen deutlich sichtbar vor der Kuppe geparkt, um eine erste Absicherung der Unfallstelle zu schaffen. Dann kam erstmal ein Fußmarsch durch den Regen zu unserem LKW-Fahrer.

Auf dem Balken zwischen den Blaulichtern steht "Gefahr"
Auf dem Balken zwischen den Blaulichtern steht „Gefahr“

Von hinten sah der Streifenwagen übrigens so aus, also im Grunde unübersehbar:

Andere Einsatzörtlichkeit
Andere Einsatzörtlichkeit

Der LKW-Fahrer war erleichtert über das Erscheinen der Polizei. Das ist überhaupt etwas, was die Autobahnpolizei von anderen Sparten unterscheidet – die meisten meiner Mitbürger sind dankbar für den jeweiligen Einsatz, weil die Polizei hier oft in einer helfenden Rolle auftritt. Es gibt wirklich Angenehmeres im Leben als an einer derart schnell befahrenen Straße liegen zu bleiben, wo die wenigsten ihre Bremse zu bedienen wissen. Dieser Aspekt seiner Arbeit bei der Autobahnpolizei ist mit ein Grund, warum einer meiner beiden Begleiter diese Arbeit sehr gern macht, wie er mir sagte. Schließlich hat er seinen Beruf ergriffen, weil er gerne anderen weiterhilft. Wie übrigens fast alle Polizistinnen und Polizisten, mit denen ich bisher sprach.

Die beiden Streifenpartner wechselten sich ab, wer welchen Einsatz bearbeitet. Der andere hatte immer den rückwärtigen Verkehr im Auge. Auch ich versuchte, den nicht zu vergessen, egal, wie interessant es wurde. Schließlich hatte ich weiß Gott bereits genug Meldungen in unsere Internetpräsenzen gesetzt, in denen der nachfolgende Verkehr Autobahnpolizisten von der Autobahn gefegt hatte – mit teilweise verheerenden Folgen.

Nachdem der LKW-Fahrer überredet worden war, seinen LKW etwas besser zu parken (Schritttempo ging noch) und sein Warndreieck etwas weiter oben auf der Kuppe zu positionieren, wurde ihm noch eine polizeieigene Warnbake geliehen, um die Gefahrenstelle insgesamt besser abzusichern. Schließlich legte noch einer „meiner“ Polizisten am Handy des LKW-Fahrers dem zuständigen Service-Dienst nahe, sich doch bitte ein bisschen zu beeilen – der ließ nämlich seit knapp einer Stunde auf sich warten, was im Nieselregen nicht wirklich angenehm für den Fahrer war. Außerdem, das habe ich an dem Tag gelernt, ist das Wichtigste, die Autobahn bzw. überhaupt Gefahrenstellen, so schnell wie möglich wieder frei zu bekommen, damit diese keine (weiteren) Unfälle generieren.

 

Im Anschluss an diesen Einsatz fuhren wir zu einer Tagesbaustelle. Für Benutzer einer Autobahn ohne polizeilichen Hintergrund ist eine Tagesbaustelle in erster Linie ein nerviges Hindernis. Man stellt sich an, staut sich durch und fährt, sobald das überstanden ist, weiter. Für die Polizei ist eine Tagesbaustelle eine Garantie für mindestens einen Unfall am Tag sowie Staugeschehen.

Deswegen sondierten „meine“ Polizisten, nachdem der LKW-Fahrer abgearbeitet war, die Sachlage an der Tagesbaustelle. Dort baute sich bereits ein Stau auf, an dem wir rechts auf dem Standstreifen (Blaulichtfahrzeuge dürfen das nämlich – aus gutem Grund) vorbeifuhren, um einen ausführlichen Blick zu werfen, damit die Polizei ggf. präventiv tätig werden könnte.

Tagesbaustelle voraus
Tagesbaustelle voraus

Hinter der Tagesbaustelle fuhren wir bis zur nächsten Ausfahrt und wendeten dort und fuhren auf der anderen Fahrbahn zurück, um abzuschätzen, wie lang der Stau ist, damit diese Meldung ins Radio weitergegeben werden kann. Da war sie übrigens bis abends, als ich heimfuhr, in mehrfach aktualisierter Form noch drin, denn der Stau wurde im Laufe des Tages nicht kürzer.

Wieder auf der richtigen Spur, wurde erst einmal dem nachfolgenden Verkehr signalisiert, dass hier ein Stau aufläuft – wieder mehrsprachig.

Ein blinkendes Blaulicht auf dem Dach ist für einige Zeitgenossen kein zwingender Grund, vom Gas zu gehen.
Ein blinkendes Blaulicht auf dem Dach ist für einige Zeitgenossen kein zwingender Grund, vom Gas zu gehen.

 

Bei dieser Gelegenheit erblickten wir weiter vorne in Richtung Tagesbaustelle den einen oder anderen LKW auf dem Standstreifen, dessen Warnblinkanlage angeworfen war. Wir fuhren hin. Ich dachte an eine Panne, aber weit gefehlt. Die Fahrer nutzten die Gelegenheit für ein kleines Päuschen. „Meine“ beiden Polizisten waren da kompromisslos, denn auf dem Standstreifen geht das gar nicht. Der muss frei bleiben für Einsatzfahrzeuge, wenn es wirklich einen schweren Unfall gibt.

Ein junger Mann war tatsächlich mit seinem PKW kurz hinter unserem Streifenwagen liegen geblieben. Er war sehr froh, dass die Polizei zufällig vor Ort war, konnte sie doch einen Pannendienst (passend zu seiner Automobilclub-Karte) aus der Umgebung vermitteln. Die Polizei hat eine Liste mit sämtlichen Pannendiensten der Region, was die Wartezeit für die meisten Menschen erheblich abkürzt. Auch dieser junge Mann fand den Nieselregen nicht so klasse und war froh, weniger Wartezeit vor sich zu haben.

Er war allerdings der einzige tatsächlich „Bedürftige“, mit dem wir zu tun bekamen. Für einige andere Zeitgenossen erwies sich der Standstreifen als recht beliebte Rennstrecke. Nun ist es eine Sache, etwas Verbotenes zu tun, und sich dann schnell beim Anblick des blau blinkenden Polizeifahrzeuges schnell wieder auf der Autobahn einzufädeln. Das macht es zwar nicht besser, im Zweifel den Standstreifen zu verstopfen, zeugt aber immerhin von einer gewissen Kenntnis der StVO. Es ist aber schon arg dreist, bis exakt hinter dieses Polizeifahrzeug zu fahren. „Jetzt übertreibt er’s aber“, sagte einer meiner beiden Begleiter. Insgesamt drei PKW-Fahrer wurden zur Kasse gebeten. Der Standardsatz in solchen Fällen: „Ich mach das sonst nie.“ Na ja, dann musste es sich wohl dieses Mal richtig lohnen, dass man so weit nach vorn fährt…

 

Wir versuchten, den Standstreifen zu verlassen, aber dass ein einschlägig beschriftetes Auto einen Blinker nach links setzt, ist offensichtlich nicht für jeden ein ausreichender Grund, im Stau eine Lücke zu lassen. Deswegen standen wir einige Minuten, die uns schon den nächsten Einsatz bescherten: Einen LKW aus einem unserer Nachbarländer. An einer Metallstange hinten am Auflieger baumelte lustig ein freischwebender Eimer.

Also wurde der Blinker wieder eingezogen, dafür der LKW angehupt und dem Fahrer bedeutet, rechts ranzufahren. Was er auch tat. Er stieg aus und kam um den LKW herum nach hinten.

Einer meiner beiden Begleiter deutete auf den Eimer: „Das geht so nicht, der kann runterfallen.“ Sogar mir als Laiin war klar ersichtlich, dass beim nächsten Mal, wenn ordentlich Gas gegeben werden musste, der Eimer auf der Fahrbahn landen würde. Allmählich erschloss sich mir die eine oder andere Meldung im Radio über die merkwürdigsten Gegenstände auf der Autobahn… mir wurde langsam klar, wie die dahinkamen.

Die Diskussion ging eine Weile hin und her – was bemerkenswert war, denn beide Parteien sprachen keine gemeinsame Sprache. Es war aber offensichtlich, wer was wollte. Der Fahrer wollte seinen Eimer genau da haben, wo er war – und die Polizei wollte ihn genau da eben nicht haben. Die Polizei gewann die Auseinandersetzung – der Eimer wanderte nach vorne hinter eine Klappe. Sicher verschlossen.

 

Kaum auf die Autobahn eingefädelt ereilte uns die erste Unfallmeldung – hinter uns im Stau. Nun musste es wirklich schnell gehen – also so schnell wie möglich zur nächsten Ausfahrt, auf der anderen Seite wieder drauf auf die Autobahn und mit Höchstgeschwindigkeit zurück zur letzten Ausfahrt. Auf der Rückbank dieses Mercedes saß ich so bequem wie auf meiner heimischen Couch, obwohl wir recht flott fuhren. In meinem Wagen fühlt sich zügiges Tempo deutlich anders an.

An der nächsten Ausfahrt wieder wenden und dann kamen wir auch schon zum Unfallort. Zum Glück hatte es keine Verletzten gegeben, nur ein „kleiner“ Auffahrunfall zwischen zwei LKW. Am vorderen LKW war nicht viel passiert, der hintere hatte eine eingebeulte Front. Der Fahrer des vorderen LKW wollte im Grunde von der Polizei nur eine Bestätigung, dass der Unfall aufgenommen wurde, für seine Schadensmeldung, damit war für ihn der Fall erledigt und er fuhr wieder seiner Wege.

Auch das Signal für Unfall erfolgt international.
Auch das Signal für Unfall erfolgt international.

Der Fahrer des hinteren LKW erwies sich als recht schwieriger Zeitgenosse, denn er schien sich gar nicht so sehr dafür zu interessieren, dass vor ihm die Polizei stand, die gerne die Autobahn wieder freihaben wollte. Nach außen hin seelenruhig quasselte er ausgiebig in einer uns dreien unbekannten Sprache in sein Handy – immerhin wohl mit seinem Arbeitgeber – und erst nachdem einer meiner beiden Begleiter sehr vehement wurde, hörte man ab und zu das Wort „Polizei“ heraus. Nach geraumer Zeit dann geruhte er das Handy an einen der beiden Polizisten weiterzureichen, damit jemand, der deutsch sprechen konnte, weiterhilft. Erst dann erfuhren wir, dass der LKW nicht mehr fahrbereit war.

Letztlich konnte dann mit Hilfe des Menschen am anderen Ende des Handys geklärt werden, wer einen Abschleppdienst organisiert. Dann fiel dem Fahrer auf, dass der die Daten des Unfallgegners nicht hatte. Auch hier konnte dem Mann weitergeholfen werden.

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Daten schreibt man bei Regen am besten im Auto ab…

Es wurde noch einmal klargemacht, dass der Standstreifen baldmöglichst zu räumen sei, dann ging es schon weiter, denn mittlerweile war die Meldung reingekommen, dass die an den Fahrer des ersten Pannen-LKW verliehene Warnbake nicht mehr benötigt werde. Also fuhren wir an der Pannenstelle vorbei und sammelten sie wieder ein. Ich war ehrlich verwundert, dass das gar nicht mal so weit weg vom letzten Einsatzort war, denn ich hatte durch das Wenden an den Ausfahrten nachhaltig die Orientierung verloren.

 

Im Grunde war es fast schon Zeit, mich wieder zur Dienststelle zurückzubringen, denn dieses Mal konnte ich erstmalig nicht die ganze Schicht mitfahren, da ich noch einen Termin in Kaiserslautern selbst hatte. Was ich sehr bedauerte und ich hoffe, dass ich das eines Tages noch mal nachholen kann.

Deswegen fuhren wir schon einmal Richtung Dienststelle. Dabei mussten wir feststellen, dass nicht nur der Stau auf der A6 über ein Autobahnkreuz auf eine weitere Autobahn zurückstaute, sondern dass das auch jemand bemerkt hatte, der dann mal ganz unkonventionell über das Grasdreieck zwischen Auf- und Abfahrt wendete, um dem Stau zu entgehen. Blöderweise waren da wir… deswegen endete die Fahrt über die sumpfige Wiese vorrübergehend kurz vorm Asphalt.

Die entsprechende Euro-Summe hatte der junge Mann leider gerade nicht vorrätig. Da er keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde er gebeten, uns zur nächsten Bank zu folgen. Die war ein paar Ortschaften weiter. So lernte der junge Herr (und ich auch) eine weitere Ecke des schönen Rheinland-Pfalz kennen, wo er sein Bußgeld auch brav aus dem Automaten zog und den Polizisten abgab.

Fast geschafft… aber nur fast.
Fast geschafft… aber nur fast.

Damit war mein Aufenthalt (leider) bereits beendet.

Mein sehr guter Eindruck von unserer Polizei wurde mal wieder bestätigt. Nicht nur waren die vier Herren zu mir ausgesprochen höflich, sondern auch zu ihrem jeweiligen Gegenüber. Die Ansagen waren klar, aber es wurde immer deutlich gemacht, dass Fehler passieren können. Sehr sympathisch.

Die im Scherz meines allerersten Autobahnpolizisten anklingenden Vorurteile stimmten auch nicht – die Jungs können sehr wohl wenden. Schließlich hat sich mein Nachmittag offenbar schwerpunktmäßig zwischen zwei Ausfahrten abgespielt.

Ich bin sogar sehr beeindruckt von dieser Arbeit, weil im Grunde in beiden Fällen bereits mit Auffahren auf die Autobahn schon die ersten Einsätze anlagen. Wenn ich mir das Fahrverhalten einiger meiner Mitmenschen auf unseren Autobahnen durch den Kopf gehen lasse, ist das vermutlich immer so.

Die Einsätze am Rande einer Schnellstraße sind auch mit viel Lärm verbunden. Für mich wäre das wirklich hart.

Danke für diesen interessanten Nachmittag! Ihr seid klasse und macht einen tollen Job!

Damit seid Ihr voll mein Thema. Es stört mich unter anderem, dass unseren Polizistinnen und Polizisten mit Gewalt begegnet wird, weil die allermeisten von Euch eine für uns alle sehr wertvolle Arbeit leisten. Ohne Euch würde nur Willkür und das Recht des Stärkeren gelten. Auch auf der Autobahn!

Danke für Euren täglichen Einsatz!

Allgemein Danke-Polizei-Tag Verein

Danke nach Mainz für’s Retten

Bei der gestrigen Pressekonferenz in Mainz (wir berichteten) zum Danke-Polizei-Tag eröffnete ich meinen Redebeitrag mit einer kurzen Beschreibung eines Einsatzes der Mainzer Polizei, für den ich damals leider nie gedankt habe. Hier könnt Ihr ihn etwas ausführlicher nachlesen.
Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. würden uns über weitere Geschichten, für die Ihr der Polizei Danke sagen wollt, freuen.

Da die Geschichte in den 90ern spielt, muss man sich hier natürlich ein grün-weißes Auto denken. Dann muss man sich auch von der Alt- in die Neustadt denken. ;-)
Da die Geschichte in den 90ern spielt, muss man sich hier natürlich ein grün-weißes Auto denken. Dann muss man sich auch von der Alt- in die Neustadt denken. ;-)

Wir schreiben die zweite Hälfte der Neunziger Jahre. Ich studierte in Mainz und wohnte in einem Mietshaus in der Mainzer Neustadt. An diesem Abend war der neue Beaujolais angekommen. Einige Freunde und ich hießen ihn willkommen.

Gegen ein Uhr morgens kam ich mit angemessener Bettschwere nach Hause. Wieder einmal musste ich feststellen, dass die Haustür zur Straße sperrangelweit offen stand. Da neben einigen Studenten auch ältere Herrschaften in dem Haus wohnten, die es gern hatten wenn die Tür abgeschlossen war, schloss ich also hinter mir ab. Anschließend stieg ich die Treppe zu meiner Wohnung hoch. Licht machte ich keines, ich kannte den Weg.

In meiner Wohnung angekommen, hatte ich die offene Haustür schon wieder vergessen, war mein Abend doch zu schön gewesen. Ich schloss hinter mir ab, machte mich bettfertig, legte mich hin und sank gerade in einen ersten Schlaf, als…

…es krachte.

SCHRECK!

Meine Wohnungstür…

HERZRASEN!

Hellwach. Aufgesprungen. Wieder donnerte es gegen meine Tür.

Was…?

Erst mal Überblick über die Lage gewinnen.

Ohne Licht zu machen schlich ich leise zur Tür… guckte vorsichtig durch den Spion… und wunderte mich erst einmal. Der Mann, den ich durch den Spion sah, vielleicht Mitte 30, war mir vollkommen unbekannt. Das sah er aber offenbar anders, denn er hieb und trat schon wieder gegen die Tür und brüllte „Aufmachen, du Schlampe!“

UPPS!

Sprint zum Telefon. Polizei angerufen.

„Hier schlägt einer meine Wohnungstür ein, abc-Straße Nr. d.“
„Ich höre es. Streife kommt.“

Mann, ich habe mich selten so allein gefühlt, wie nachdem der Polizist am anderen Ende aufgelegt hatte. Ich dachte so bei mir, dass es doch ganz schön gewesen wäre, wenn wenigstens jemand mitbekommen hätte, wie ich sterbe.

Das Gepolter an meiner Tür ging weiter, ebenso die übelsten Beleidigungen. „Schlampe“ war da noch etwas freundlicher.

Schnell in mein Schlafzimmer. Die Zimmertür schloss ich auch noch ab. Wenigstens würde es ihn aufhalten, wenn auch nicht allzu lang. Dann erst warf ich mir wieder Klamotten über, damit fühlte ich mich ein bisschen sicherer als im Schlafanzug. Ich setzte mich auf den Boden. Um genau zu sein, hockte ich mich ziemlich klein zusammengekauert in eine Ecke und hoffte, dass meine verdammten Türen bis zum Eintreffen der Polizei halten würden. Dann könnte ich immer noch aus dem Fenster springen. Nicht toll im ersten Stock, aber besser als tot… Sinnvoll wäre vermutlich gewesen, sich schon einmal ins offene Fenster zu stellen, aber so richtig denken war nicht mehr drin. Dafür hatte ich wirklich zu viel Angst.

Ich hockte da im Dunkeln, allein mit einer Art Todesangst. Ich kannte den Typen gar nicht. Ich hatte keinen Schimmer, was der von mir wollte. Ich hatte starke Zweifel, ob man mit ihm notfalls vernünftig würde reden können. Er war ziemlich volltrunken. Eine Freundin von mir, Justizangestellte, hatte mir von Leuten erzählt, die im Vollrausch Türen von Gewahrsahmszellen kaputttreten. Dagegen meine kleine Wohnungstür aus Pressspan… und der Kerl bearbeitete sie weiter pausenlos.

Ein Alptraum!

Ich starrte ununterbrochen auf die Leuchtziffern meines Radioweckers. Es kam mir vor wie Stunden, aber tatsächlich sah ich keine zwei Minuten später blaues Licht an meiner Zimmerdecke reflektieren.

ERLEICHTERUNG!!!

Es klingelte.

Schlagartige Ruhe.

Erstmal saß ich für eine Sekunde wie angegossen. Hey, das Klingeln war wohl für mich.

Ich hechtete ans Fenster, riss es auf und fand die beiden Polizisten neben dem Streifenwagen so ziemlich den besten Anblick meines bisherigen Lebens.
„Ich habe Sie angerufen. Der hat jetzt aber aufgehört.“
„Wir haben es gehört, wir müssen aber rein.“
Wo sie recht hatten, hatten sie recht. Aber…
„Als ich vor zehn Minuten heimkam, hatte ich die Tür hinter mir abgeschlossen und der Typ kann nicht raus. Ich geh aber nicht ins Treppenhaus.“
„Das ist auch keine gute Idee. Aber werfen Sie den Schüssel runter!“

Geniale Idee!

Das machte ich auch. „Der gelbe Schlüssel.“

Einer der Polizisten fragte mich noch:
„Wissen Sie, wer das ist?“
„Ich habe nicht die geringste Ahnung. Ich kenne den nicht einmal.“

Die beiden gingen ins Treppenhaus und griffen sich den Mann. Allerdings war er wohl freiwillig mitgegangen, denn es gab keinen Lärm und kein Gerangel oder so. Dann postierten sie sich mit ihm vor der Haustür und versuchten erst einmal rauszukriegen, was sein Problem war. Ich hing natürlich am Fenster – wegen meines Schlüssels, meiner Neugier (ich stehe dazu) und weil ich wissen wollte, ob ich am nächsten Tag zur Uni könnte, ohne dass der Typ mich attackiert. Ich hatte ja keine Ahnung, ob die Polizei ihn mitnehmen würde oder wie es weitergehen sollte.

Es stellte sich heraus, dass vor mir seine Exfreundin in meiner Wohnung gewohnt hatte (ich wohnte da seit vier Jahren!). Sein Plan war gewesen, sie sich noch mal vorzunehmen. Ich will bis heute nicht wissen, was genau ihm dabei vorschwebte. Die Polizisten machten ihm klar, dass da jetzt jemand anders wohne. Er solle nach Hause gehen. Das wollte er nicht so recht. Sie redeten auf ihn ein, wie auf ein krankes Pferd. Schließlich ging er los und…

…drehte nach zehn Metern um und wollte sich auf die Polizisten stürzen. Dazu kam es allerdings nicht mehr, denn der Streifenwagen sprang ihm hinterhältigst in den Weg und er stürzte darüber. Das erboste ihn dermaßen, dass er kräftig vor dieses bösartige Auto trat.

Da war dann endgültig Schluss mit lustig. So schnell, wie der in den Wagen gefaltet wurde, konnte man gar nicht gucken. Das Ganze mit den Worten: „Jetzt reicht’s!“

Mir persönlich war dieser Ausgang auch deutlich lieber. Ich weiß nicht, ob ich mich am nächsten Morgen aus dem Haus getraut hätte oder ob ich hätte schlafen können, wenn er nicht vor meinen Augen im Streifenwagen abtransportiert worden wäre.

Einer der Polizisten brachte mir noch den Schlüssel hoch und bot an:
„Soll ich Ihren Nachbarn ins Gewissen reden, wegen Abschließen und so?“

Das fand ich sehr nett. Seit damals weiß ich, dass Polizeibeamtinnen und –beamte zu unserem Schutz da sind. Als mir dann vor nunmehr sechs Jahren am 1. Mai in Berlin erstmals klar wurde, dass Polizeibeamte mit steigender Gewalt(bereitschaft) konfrontiert werden, fand ich das einfach nur widersinnig. Warum jene schlagen, die uns in solchen Situationen beistehen?

Unsere Polizei ist demokratisch legitimiert und rechtstaatlich verfasst. Sie war noch nie so transparent wie heute. Es ist einfach ungerecht, diesen Menschen mit Gewalt zu begegnen. Deswegen habe ich angefangen, mich gegen Gewalt gegen Polizisten einzusetzen. Daraus entstand der Verein Keine Gewalt gegen Polizisten e.V., der in diesem Jahr zum zweiten Mal einen Danke-Polizei-Tag durchzieht. Meiner Ansicht nach sollte man der Polizei jeden Tag danken, aber weil man das im Alltag gerne mal vergisst, machen wir das eben geballt am 19.09.2015.

Danke für Euren täglichen Einsatz für uns alle.

Allgemein

Verspätetes Danke

Symbolfoto
Symbolfoto

Vor wenigen Tagen kam ich aus beruflichen Gründen an der Autobahnausfahrt vorbei, die zur Autobahnpolizei Ludwigshafen führt. Das erinnerte mich daran, wie mir die Mitarbeiter, insbesondere einer, dieser Dienststelle im Sommer 2013 mal weitergeholfen hatten. Damals war es ganz untergegangen, mich dafür zu bedanken. Dann eben jetzt.

Damals war ich auf dem Weg nach Zürich. Am Rasthof Wonnegau hielt ich an. Toilette. Kaffee. Wie ich wieder auf die A61 auffuhr, wurde plötzlich der Bildschirm meines Navis schwarz. So ein Mist!

Nun traute ich mir durchaus zu, die Schweiz auch ohne Navi zu finden. Nötigenfalls in der Schweiz auch noch Zürich. Aber in Zürich meine Zieladresse? Schwierig bis hoffnungslos!

Also fuhr ich den nächsten Parkplatz an und versuchte mich in Reanimation. Mehrfaches An- und Ausschalten. Fehlanzeige! Navi blieb tot. Vielleicht würde ein Reset helfen. Zwar hatte ich, ganz Frau, meinen halben Hausstand dabei. Blöderweise aber nichts, was spitz genug gewesen wäre, es in mein Navi einzuführen, um den Reset-Knopf zu erreichen. Und nun?

Ich erinnerte mich, dass ich soeben noch auf der Autobahn ein Schild gesehen hatte: „Polizei 5 km“. Also fuhr ich wieder auf die Autobahn und dann diesem Schild nach, das mich zur Autobahnpolizei Ludwigshafen führte.

Ich klingelte.

„Ja, bitte?“

Ich schilderte mein Problem.

Ein kurzes, rauschendes Schweigen.

„Ich wollte fragen, ob Sie mir eine Büroklammer leihen könnten. Für einen Reset. Und falls das nicht klappt, mir den Weg zu einem Geschäft beschreiben könnten, wo ich ein neues Navi kaufen kann.“

Kurze Stille. Dann: „Es kommt jemand raus.“ In der Stimme schwang definitiv ein breites Grinsen mit. Es sei ihnen gegönnt.

Tatsächlich kam ein junger Kommissar vor die Polizeistation und überreichte mir als erstes eine Büroklammer. Nach einigen Wiederbelebungsversuchen musste ich einsehen, dass dieses Navi sein Leben endgültig ausgehaucht hatte. Also folgte eine Wegbeschreibung zu einem entsprechenden Geschäft. Die war super! Mein Vertrauen in die Polizei war mal wieder voll gerechtfertigt gewesen.

Übrigens hat auch der Verkäufer sich erst einmal darin versucht, das alte Navi zu reparieren, bevor er mir ein neues verkaufte. Auch eine Berufsgruppe, die man nicht über einen Kamm scheren sollte.

Mit dem neuen Navi schaffte ich es dann nach Zürich. Irgendwie tat sich da dann so viel, u.a. schafften es sowohl Kantons- als auch Stadtpolizei Zürich einen sehr guten Eindruck zu hinterlassen, dass ich völlig vergaß, mich bei der Autobahnpolizei Ludwigshafen zu bedanken. Vor Ort tat ich das natürlich schon mündlich. Das Schriftliche hole ich hiermit nach.

P.S.: Für mich ist es eigentlich kein Thema. Mein Eindruck von dem jungen Polizisten war sehr, sehr gut, und damit hat sich der Fall für mich. Für mich ist ein Mensch ein Mensch. Aber da es auf unseren Präsenzen, insbesondere auf Facebook, uns zunehmend als Thema aufgezwungen wird, möchte ich an dieser Stelle dazu sagen, dass dieser junge Polizist einen Migrationshintergrund hat. Aus meiner Sicht kann die Polizei Rheinland-Pfalz froh sein, ihn zu haben.

Allgemein Verein

Leserbrief: Danke an Keine Gewalt gegen Polizisten e. V. und die Polizei

SchreibenLieber Verein Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.,

ich bin kein Polizist, und ich möchte einfach mal Danke sagen. Danke, dass ihr unserer Polizei den Rücken stärkt! Wir ganz normalen Bürger stehen der momentanen Situation in Deutschland ziemlich ohnmächtig gegenüber, und wissen nicht wie wir unserer Polizei helfen können. Ich persönlich lese die Meldungen auf FB und die machen mich traurig. Aber eine Idee, wie der Bürger unseren Polizisten den Rücken stärken kann? Hab ich nicht.

Ich arbeite beruflich oft mit der Polizei zusammen. Da lerne ich super Menschen kennen, die einen unglaublich schweren Beruf ausüben.

Liebe Polizistinnen und Polizisten,

der große Teil der Bürger, die ihr beschützt, danken euch für eure aufopferungsvolle Arbeit. Danke, dass ihr kommt und eingreift wenn ich Hilfe brauche. Danke, dass ihr versucht unser Leben sicherer zu machen. Dass ihr hilflosen Menschen helft, oft Geduld beweist, oder bei Unfällen einfach nur da seid.
Danke, dass ihr Euren Kopf für uns alle hinhaltet und kriminelle außer Gefecht setzt, um uns zu schützen!
Ich weiß nicht, wie ihr das alles im Moment aushaltet! Ich wünsche euch weiterhin viel Kraft!
Alles Gute für euch und eure Familien. Danke, dass ihr mir immer freundlich gegenüber tretet. Ich habe noch nie schlechte Erfahrungen mit euch gemacht. Selbst wenn ich mich mal falsch verhalten habe. Danke dafür!

Und wenn euch in HH mal irgendein Passant sagt: danke, dass Sie Polizist sind, dann habt ihr mich auch kennengelernt….


Alles Gute!!!