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Danke-Polizei-Tag 2017 – Bilanz

Wie jedes Jahr bin ich beim Schreiben dieser Bilanz am Tag danach genau so glücklich wie ich erschöpft bin. Sehr happy und einfach nur müde. Und einfach nur froh,  dass wir daran arbeiten, diesen Tag in Deutschland einzuführen.

Ich höre und lese sehr oft, dass es dieses Tages nicht bedürfe, weil man doch der Polizei täglich danken könne. Den zweiten Teil des Satzes unterschreibe ich zu 100%. Es gibt einen Polizisten, der hat noch eine Mail, die ich vor vier Jahren seinem Dienststellenleiter geschrieben habe, in der ich mich für einen Routineeinsatz bedankt habe. Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer. Mit Sicherheit war ich nicht die einzige Person in all seinen Dienstjahren, bei der er seine Arbeit gut gemacht hat. Offensichtlich war ich aber die einzige Person in all seinen Dienstjahren, die ihm dafür Danke gesagt hat.

Soweit zum Thema, was man nicht alles könnte…

Wir, also der Verein Keine Gewalt gegen Polizisten e.V., wollen erreichen, dass es dieses Tages tatsächlich eines Tages nicht mehr bedarf, weil das Bewusstsein dafür geschärft wurde, dass man der Polizei nicht nur danken kann – sondern es auch tut. Gerne auch einmal anlasslos, denn selbst wenn gerade keine Polizeibeamtin oder kein -beamter an uns dienstlich tätig wird, so können wir doch noch weitgehend ruhig schlafen, weil diese Menschen rund um die Uhr ihren Dienst für uns verrichten. Sie geben uns Sicherheit, sie helfen uns, wenn wir Opfer werden, sie schützen die Meinungsfreiheit. Selbst wenn man die Polizei 40 Jahre lang nicht zu Gesicht bekommen hat, wie eine Dame, mit der ich mich neulich unterhalten habe, so zeigt das doch, dass diese Dame in den 40 Jahren die Polizei auch nicht bewusst brauchte. Sie lebte 40 Jahre lang sicher und ohne Opfer zu werden. Warum? Weil viele Männer und Frauen ihre Arbeit tun und uns Sicherheit geben. Diese Dame konnte ich überzeugen. Sie sagte schließlich danke, mit einer Postkarte.

Selbst wenn wir mit diesem Tag nichts erreichen außer den leuchtenden Augen unserer Gesprächspartner, die sich freuen, dass da anlasslos Menschen in ihre Dienststelle kommen, um sich für ihren täglichen Dienst zu bedanken – dann ist das schon sehr viel. Mir persönlich bedeutet diese Freude, die wir damit bereiten, jedenfalls eine ganze Menge. Hier eine Auswahl der Worte, die wir im Zusammenhang mit diesem Tag zu hören bekamen:

„Ich weiß, es ist Danke-Polizei-Tag, aber wir wollen Euch für Eure Arbeit danken.“

„Das gibt Rückhalt, dass es Menschen gibt, die versuchen, diesen Tag zu etablieren.“

„Ich hoffe, dass dieser Tag sich einbürgert. Nicht, weil ich unbedingt ein Danke bräuchte, aber etwas mehr Anerkennung wäre schön.“

„Ich lese immer, dass die Mehrheit der Bevölkerung hinter uns steht – zu sehen war davon bisher sehr wenig.“

„Anlassbezogen kommt schon mal ab und zu ein Danke, aber sehr selten. Anlasslos gar nicht. Das freut uns jetzt sehr.“

 

Der Tag selbst

Auch dieses Jahr war Nadine meine Begleiterin für den Tag selbst (und am Tag davor – dazu komme ich noch). Er begann um acht Uhr bei der Bundespolizeiinspektion in Kaiserslautern. Wir wurden herzlich empfangen und bekamen den ersten Kaffee des Tages. Der tat sehr gut, insbesondere, weil der Morgen kalt und neblig angefangen hatte – da ist so eine Tasse Heißgetränk genau das Richtige.

 

Um neun Uhr ging es weiter mit der Polizeiinspektion Kaiserslautern 2, direkt um die Ecke. Der Tag wurde übrigens ab hier von Frau Walz von der Pressestelle des PP Westpfalz begleitet. An dieser Stelle ein herzlicher Dank für die kontinuierliche Abdeckung unseres Einsatzes auf Twitter und Facebook. Ich bin wirklich froh, dass dadurch so viele Polizistinnen und Polizisten sehen konnten, dass wir uns bedanken, und auch viele Mitbürgerinnen und Mitbürger vielleicht auf diese Idee gekommen sind. Danke!

Die Inspektion befindet sich in einem Gebäude mit dem Polizeipräsidium Westpfalz. Dort stieß ein Journalist der Rheinpfalz zu uns, mit dem wir erst einmal zu einem Informationsgespräch zusammenkamen.

Wir bedankten uns bei den Herren der Schutzpolizei sowie beim Kriminaldauerdienst – repräsentiert von den beiden Herren in Zivil links im Bild unten. Meinem Eindruck nach waren alle, die vor Ort im Dienst waren zuerst ein wenig verwirrt, weil sie es nicht gewohnt waren, anlasslos gedankt zu bekommen. Aber zuguterletzt tauten sie auf, als sie merkten, dass wir das ernst meinen. „Wir sind über diese Wertschätzung und Würdigung sehr froh.“

Nach einem weiteren Kaffee ging es von hier zur Polizeiinspektion Kaiserslautern 1. Auch hier war der Empfang sehr herzlich. Mittlerweile hatte sich der Nebel gehoben und die Sonne strahlte von einem tiefblauen Himmel. Hier stieß ein Team des SWR zu uns und drehte einen sehr schönen Kurzbeitrag (ab 10:36), den ich auch abends im Fernsehen gesehen habe. Übrigens an dieser Stelle ein Dank an den SWR für die Erwähnung des Tages auf Facebook!

Auch hier freuten sich die Anwesenden Polizistinnen und Polizisten über unser Kommen. Ein junger Mann dankte mir im Gespräch für eine Genesungskarte, die er einmal vom Verein bekommen hatte.

Insgesamt stieß die Idee des Tages auf positive Resonanz. Unser Ziel ist ja nicht, dass die Menschen NUR an diesem Tag ihrer Polizei danken, sondern dass sie es irgendwann überhaupt einmal tun. Insgesamt kam bei uns an, dass die Arbeit des Vereins Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. bekannt ist und auch gewürdigt wird. „Es ist toll, dass es diese Initiative gibt, hoffentlich etabliert sich der Tag bundesweit.“

Von diesem Ort, an dem die Sonne in den Herzen lachte, ging es zuerst in eine kleine Kaffee- und Kuchenpause:

 

Von hier ging es zur Autobahnpolizei. Auch dort war der Empfang sehr herzlich und unser Danke wurde positiv aufgenommen. Autobahnpolizisten sind in der Regel bei den Bürgern, mit denen sie zu tun haben, willkommen, da sie in einer helfenden Rolle auftreten. Da hören sie schon hier und da mal ein Danke, aber im Großen und Ganzen wird ihre Anwesenheit als selbstverständlich aufgenommen. Wir haben mal stellvertretend gedankt!

 

Von hier ging es nach Kusel, als Landdienststelle ein gewisser Kontrast zu den Dienststellen in Kaiserslautern. Dort herrschte eine hohe Geschäftigkeit bei unserem Eintreffen, da ein kleiner Demoeinsatz anstand und zudem zwei Parteien dort Wahlkampfveranstaltungen abhielten. Dennoch nahm man sich kurz für uns und unseren Dank Zeit. Der stellvertretende Dienststellenleiter bezeichnete unser Engagement als eindrucksvoll und sagte „Das gibt Rückhalt!“ Das tat uns auch gut. Danke!

 

 

Zuguterletzt ging es nach Zweibrücken. Auch dort wurden wir erst einmal misstrauisch beäugt, dann jedoch auf das Liebenswürdigste empfangen. Ich denke, das Lächeln in den Gesichtern der Herrschaften spricht für sich. „Es geht mir nicht darum, dass mir gedankt würde. Aber es ist schön, die Wertschätzung der Bevölkerung, von der ich in der Zeitung lese, auch mal zu erfahren“, sagte einer der Herren. Damit fasste er sehr gut zusammen, worum es mir mit diesem Tag geht.

 

Von dort ging es dann nach Hause.  Egal, wo in Deutschland ich mich befinde – selbstverständlich besuche ich an diesem Tag noch die Polizeiinspektion Remagen. Das ist ein Muss – keine Frage. Dort waren schon wieder alle im Einsatz, bis auf zwei nette Menschen, von denen einer das Foto von uns machte, während der andere Funk und Telefon bewachte.

 

Unsere Mitglieder:

Netterweise waren auch noch andere Mitglieder aktiv. Unser Mitglied Silvia Gutermuth war in Mönchengladbach unterwegs:

 

 

 

Unsere Mitglieder Steffi Poth und ihr Mann waren bei der Polizei in Braunschweig: „Da saßen sechs oder sieben Polizeibeamte m/w hinterm Tresen… das war sooooo unglaublich COOL! Die waren alle so LIEB (obwohl sie still blieben und nur einer sprach) und ich sah in deren Gesichtern, dass sie sich wirklich gefreut haben, so verhalten es auch immer gewirkt haben mag.“

 

Majonna, Mitglied in Berlin:

 

Ein Neumitglied besuchte zwei Dienststellen:

 

 

 

Unser Mitglied Bea Müller besuchte zwei Dienststellen. Vorgesehen waren fünf, bei dreien traf sie aber niemanden an und steckte die Post in den Briefkasten:

Mannheim-Neckarau:

Mannheim-Käfertal:

 

Weitere Mannheimer Dienststellen:

 

Nichtvereinsmitglieder:

Zu meiner großen Freude sind viele Nichtvereinsmitglieder zur Polizei gegangen, um den Danke-Polizei-Tag zu begehen. So viele, dass es viel zu viel wäre, die alle hier aufzulisten. Deswegen nur beispielhaft dieser Besuch hier:

Mein herzlicher Dank an diese Menschen!

 

Rückmeldungen aus der Polizei:

Eine Rückmeldung aus Sachsen:

„Huhu, ich habe gestern aus der Revierpost eure Karte herausgefischt. Schön, dass ihr an uns gedacht habt!“

 

Eine Rückmeldung aus Norddeutschland:

„Danke für die Karte! Toll das es euch gibt!“

 

Polizei Mannheim auf Twitter und auf Facebook:

 

Polizei Mönchengladbach auf Twitter und auf Facebook:

 

Auch ein Dank von der Wasserschutzpolizei war dabei: „Eure Karte kam an. Vielen dank dafür und für eure Arbeit.“

Insgesamt sind wieder 4.800 Karten auf die Reise gegangen, an alle Polizei- und Zolldienststellen der Republik! Dabei wurde ich von einigen Mitgliedern unterstützt. Danke dafür! Ihr seid großartig!

 

Im Vorfeld:

Einige Tage vor dem Danke-Polizei-Tag wurde schon dieses Plakat an einer von uns, Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. gekauften, Plakatwand angebracht:

Schon letzten Sonntag (10.09.) haben einige Mitglieder von uns die Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler, der Kreisstadt des Vereinssitzes, besucht. Unglücklicherweise waren auch hier gerade alle im Einsatz, so dass wir zwar unser Foto bekamen, aber niemand mit uns aufs Bild konnte.

 

Mittwoch, den 13.09., war ich zufällig in Linz am Rhein und nutzte die Gelegenheit, mich auch dort für den täglichen Einsatz zu bedanken:

 

Freitag, den 15.09., starteten Nadine und ich gen Süden, weil wir in Kaiserslautern übernachten wollten, um am 16.09. selbst die stressige Autobahnfahrt zu vermeiden, und um schon mal ein wenig Freizeit zu genießen. Da am Weg zu unserer Freizeitgestaltung zwei von mir häufig frequentierte Dienststellen liegen, habe ich mir erlaubt, mich auch dort schon einmal zu bedanken.

PI Ludwigshafen 1:

 

PI Frankenthal:

An dieser Stelle ein herzliches Danke an unser Frankenthaler Mitglied Claudia Berg, dass sie auch dabei war.

Danke auch an den Dienststellenleiter, Thomas Lebkücher, der uns im Zusammenhang mit dem Strohhutfest (das ist ein einmal im Jahr in Frankenthal stattfindendes Volksfest) erzählte, dass dieses Jahr viel mehr Bürger danke gesagt haben als sonst: „Das ist mit ein Verdienst von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.“ – Ich war an dieser Stelle gerührt und ehrlich gesagt auch ein bisschen stolz – und ich hatte feuchte Augen.

Anschließend genossen wir in der Tat ein wenig Freizeit und besichtigten das Hambacher Schloss, das 1832 beim Hambacher Fest zu einem der Schauplätze früher Demokratiebewegungen in Deutschland wurde. Aus unserer Sicht ein durchaus passender Programmpunkt, wenn man gerade dabei ist, seiner demokratisch legitimierten und rechtsstaatlich verfassten Polizei zu danken.

 

 

Von hier ging es nach einem kleinen Schlenker über Frankreich zur Polizeiinspektion Pirmasens. Die Dienststelle umrundeten wir vier bis fünf Mal. Schließlich rief Nadine verzweifelt dort an, weil wir keinen Parkplatz fanden.

„Parken Sie einfach bei uns im Hof!“

Und schon öffnete sich das Gitter!

Danke!

Wir wurden vom Dienststellenleiter, Herrn Bauer, in Empfang genommen. Nachdem er uns erst noch einmal ein wenig über den Verein und unsere Motivation ausgefragt hat, kamen nach und nach einige seiner Mitarbeiter aus dem Einsatz und gesellten sich zu uns. Das Gespräch wurde sehr offen und ausführlich. Vermutlich würden wir jetzt noch reden, wenn Nadine und ich nicht noch einen Folgetermin in Waldfischbach-Burgalben gehabt hätten. Ich komme aber in jedem Fall noch einmal wieder. Pirmasens scheint mir eine Nachtschicht wert.

 

Die Polizeiinspektion in Waldfischbach-Burgalben ist ein recht kleine Dienststelle. Dennoch hielten wir uns da am längsten auf. Der Empfang war sehr freundlich. Ich selbst war ja schon um Ostern herum anlässlich eines Urlaubs in der Pfalz dort gewesen, um den Verein kurz vorzustellen. Dieses Mal war das Willkommen nicht minder herzlich, man hatte uns sogar einen Kuchen besorgt. DANKE!

Wir bekamen die Dienststelle gezeigt, viel über das Dienstgebiet erzählt und machten schon einmal ein Foto. Anschließend, nach dem Schichtwechsel, zeigte uns der Dienstgruppenleiter der Nachtschicht den Gewahrsam, wo wir uns – neben der Toilette einer Zelle – ausführlich unterhielten. Das Gespräch war so spannend, dass wir alle erst im Nachgang merkten, wo wir gestanden hatten.

 

Irgendwann kurz vor dem Tag selbst klappte auch die Plakatwand „um“, d.h. unser Motiv war für eine ganze Weile auf der anderen Seite zu sehen:

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Im Nachgang:

Am 19.09. besuchte ich die Polizeiinspektion Neuwied. Dort war schon jemand vor mir gewesen, der einen viel schöneren Dank abgegeben hat als ich, deswegen gibt es nur ein Foto von seinem Kunstwerk. Das Bild wurde übrigens äußerst liebevoll in einer Plastikhülle am Dienstgruppenschrank aufgehängt:

 

Last but not least besuchten unser Mitglied Andrea Eickhoff und ich noch am 22.09. die Polizeiinspektion Adenau – im selben Landkreis wie der Vereinssitz, aber 50 Minuten mit dem Auto von dort entfernt. Danke für den sehr herzlichen Empfang dort.

 

Unsere Schatzmeisterin Erdmute Wittmann besuchte ebenfalls die Polizei Remagen – offenbar zur Frühschicht. Das ist gut, denn Nadine und ich waren zur Spätschicht da – so hatten zwei Schichten etwas davon!

 

Unser Mitglied Susan Walsh-Nass hat folgende Dienststellen besucht: 16.09.: Polizei Kleve, 18.09.: Polizei Geldern, 19.09. Polizei Neukirchen/Vluyn und am 20.09. Polizei Krefeld-Nord.

Unser Mitglied Michaela B. berichtete Folgendes:
Da ich im Vorfeld zu Besuch in anderen Städten war, habe ich auch dort die örtlichen Polizeidienststellen besucht, um anlässlich des bevorstehenden Danke-Polizei-Tages einen Dank auszusprechen.
  • Am 29. August besuchte ich die Wache Nord in Gelsenkirchen. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Danke-Polizei-Karte hatte, habe ich eine von den allgemeinen Karten mitgenommen. Der diensthabende Beamte war über die Existenz eines Vereins wie den KGGP erstaunt und fragte mich nach meinen Beweggründen dafür, mich auf diese Weise zu engagieren.
  • Am 30. August war ich in der Polizeiinspektion Lüdinghausen. Die diensthabenden Beamten waren sehr erfreut über meinen Besuch und darüber, dass sie einen Dank ganz ohne Grund erhalten. Einen Dank bekomme man normalerweise sowieso nie zu hören, aber auch das respektvolle Miteinander habe insgesamt stark nachgelassen, auch in ländlichen Gebieten. Daher sei jede freundliche Geste besonders willkommen.
  • Am 8. September war ich an der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried. Die Pforte war jedoch nicht persönlich  besetzt, sodass ich die Karte in den Postkasten geworfen habe.
  • Am 9. September war ich an der Polizeiinspektion in Kitzingen. Dort war man gerade sehr gestresst, nahm sich jedoch trotzdem ein paar Minuten Zeit für mich. Die Überraschung war groß, dass es überhaupt einen Verein wie den KGGP gibt und dann auch noch einen Danke-Polizei-Tag.
  • Am 13. September stieß ich beim Einwerfen der Karten vor der Post auf eine Streife der Wasserschutzpolizei. Auch diesen sprach ich meinen Dank aus und zeigte ihnen die Karten, die ich gleich einwerfen würde. Sie waren sehr erfreut darüber, dass es eine solche Initiative gibt.
  • Am 16. September suchte ich die Wachen in Nürnberg auf.
    • Zuerst besuchte ich die Polizeiinspektion Nürnberg-Süd. Die beiden anwesenden Polizisten waren zuerst etwas skeptisch, gaben mir jedoch Gelegenheit, über die Arbeit des Vereins zu berichten und gaben anschließend auch einige Einblicke in ihre Arbeit. So berichteten sie, dass es zwar oft Beschwerden gäbe, selten aber einmal einen Dank, weshalb man auch etwas erstaunt über meinen Besuch sei. Schließlich dankten sie mir im Namen der Dienststelle und versprachen, die Dankesbotschaft an die gesamte Dienststelle weiterzuleiten.
    • Anschließend machte ich Halt bei der Bereitschaftspolizei. Dem diensthabende Beamten an der Pforte war der KGGP bislang auch noch nicht bekannt. Er freute sich über meinen Dank dafür, diesen Beruf trotz aller Gefahren auszuüben. Bescheiden erwiderte er, dass ja jeder letzlich immer Gefahren ausgesetzt sei, auch zu Hause könne man sich schließlich tödlich verletzen. Auch half er mir mit einem Tesastreifen aus, um ein Foto von der Karte vor dem Dienststellenschild machen zu können. Er erwies sich somit als ein pragmatisch denkender und handelnder Zeitgenosse, somit genau richtig bei der Polizei :) Er informierte auch seinen Vorgesetzten über meinen Besuch, dieser ließ seinen herzlichen Dank an den Verein ausrichten.
    • Danach besuchte ich die Polizeiinspektion Nürnberg-Ost. Die diensthabenden Beamten waren sehr zurückhaltend, da auch sie noch nie etwas vom Verein Keine Gewalt gegen Polizisten oder vom Danke-Polizei-Tag gehört hatten. Nachdem ich über die Hintergründe berichtet hatte, freuten sie sich jedoch, dass es solche Initiativen gibt.
    • Im Anschluss besuchte ich die Polizeiinspektion Nürnberg-West. Die anwesenden Polizisten nahmen mein Anliegen zunächst etwas ungläubig entgegen, zeigten sich dann jedoch sehr interessiert, und ich bekam Gelegenheit, ausführlich über den Verein und seine Arbeit zu berichten.
    • Als nächstes stattete ich der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte einen Besuch ab. Nach einer kurzen Erläuterung  meines Anliegens durfte ich die Glaspforte passieren und den diensthabenden Beamten „Auge in Auge“ für ihre Arbeit danken. Mir wurden viele Fragen gestellt, auch zu meiner persönlichen Motivation, mich für die Polizei zu engagieren. Die mitgebrachte Karte wurde von allen Anwesenden genauestens inspiziert und man versprach, hierfür einen guten Platz in der Dienststelle zu finden.
    • Abschließend schlenderte ich noch über das Nürnberger Altstadtfest, das an diesem Tag von der Polizei Schwabach gesichert wurde. Insgesamt sprach ich dort mit etwa 10 Polizisten, dankte ihnen für ihre Arbeit und überreichte ihnen jeweils eine Karte. Einige dieser Polizisten kannten den Verein bereits, unter anderem, weil sie schon einmal eine Genesungskarte bekommen hatten. Die anderen zeigten sich sehr an den Hintergründen des Vereins interessiert.
An den Dienststellen in Nürnberg habe ich überall auch noch ein von befreundeten Kindern gemaltes und eingerahmtes Bild hinterlassen, was auf positive Resonanz gestoßen ist. Auch der Polizei Schwabach, die auf dem Altstadtfest Nürnberg anwesend war, habe ich ein solches Bild überreicht.
Insgesamt war es eine schöne, aber auch anstrengende Aufgabe, der Polizei einmal einen Dank auszusprechen. Schön war, dass man die Polizisten auf diese Weise positiv überraschen konnte. Anstrengend war, dass man fast immer zunächst auf eine gewisse Skepsis gestoßen ist. Dies zeigt leider, dass eine explizit  positive Haltung gegenüber der Polizei wohl eher die Ausnahme ist. Ich freue mich, wenn ich durch den Verein und den Danke-Polizei-Tag ein wenig dazu beizutragen kann, diese Situation ein wenig zu ändern.
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Unser Mitglied Bea Müller besuchte noch im Nachgang das Revier Schwetzingerstadt:
Bericht unseres Mitglieds Kerstin Wenninger:
Den Anfang machten unsere Dietenheimer Polizisten :-) Sie hatte dieses Jahr viel Zeit für mich und den Verein. Es entstand ein schönes Gespräch und natürlich der Wunsch das mehr Menschen einfach mal DANKE sagen.
Als nächstes besuchte ich die Polizei in Memmingen – ein etwas kürzeres Gespräch mit Vorstellung des Vereins, aber auch alle sehr freundlich und freuten sich über den Besuch – teilweise kennt man uns aus Facebook :-)
Illertissen war nun dran, wobei wir auf später vertröstet wurden da Sie gerade Stress hatten.
In Weißenhorn kannte man uns noch nicht war aber auch erfreut dass mal jemand DANKE sagt :-) auch hier der Wunsch das dies öfter passieren könnte das jemand einfach mal Danke sagt. Desweiteren bemängelte man die Übergriffe auf Beamte da auch dies erst neulich in der Dienststelle Thema war und zwei Beamte bei einer Widerstandshandlung verletzt worden waren.
Als wir in Senden waren wurden wir fast schon übermäßig begrüßt da der Beamte dort KGgP von Facebook kennt. Wir wurden herein gebeten und bekamen zu trinken wärend wir eine informative Unterhaltung führten :-D
Wieder zurück in Illertissen wurden wir etwas kurz empfangen und konnten gerade noch erklären was wir wollten.
Auf Bitte eines Beamten aus Dietenheim fuhren wir den Polizei Posten in Ulm-Wiblingen an wo leider keiner vor Ort war und wir somit mit dem Briefkasten vorlieb nahmen.
In Neu-Ulm war heute wohl auch viel Stress angesagt da es auch hier recht kurz von statten ging.
Als wir nach Ulm wollten stellten wir fest, dass an diesem Tag der Einstein-Marathon stattfindet und ganz Ulm abgeriegelt ist.
Wir kämpften uns wieder zurück und fuhren erstmal nach Laupheim . Dort wurden wir freundlich begrüßt und man freute sich auch hier über unseren Besuch der auch etwas kürzer war.
In Biberach angekommen wurde ich in den Besucherraum gebeten und der Dienststellenleiter kam persönlich zu mir. Ich meinen geübten Spruch gesagt und schon ging es in ein super tolles Gespräch über. Er kennt die Kartenaktion vom letzten Jahr und freut sich im Namen der Kollegen. Er teilte mir mit, dass ich die Kollegen aus Ochsenhausen eher nicht erreichen kann (einsatzbedingt).
Nach einer kurzen Pause fuhren wir wieder zurück nach Ulm ins Polizeipräsidium. Bedingt durch den Marathon war man dort heute auch sehr kurz, aber die Freude war auch hier groß.
Im Anschluss und mit viel Stau verbunden kämpften wir uns zum Bahnhof um die Bundespolizei Ulm zu besuchen. Ein kurzes, freundliches Gespräch war auch hier da es heute sehr stressig bei Ihnen zugeht. Gefreut hat man sich auch hier :-D

Alles in allem gesehen war die Runde sehr erfolgreich und die Gespräche super :-D Im Prinzip wünschen sich alle das selbe – ein besseres Ansehen in unserer Gesellschaft, mehr Bürger die mal eben nur Danke sagen wollen, mehr Respekt und Anerkennung.

Einen Tag später habe ich den Polizeiposten in Ochsenhausen besucht. Ich hatte Glück, denn die Beamten waren da. Es ist wieder ein wunderbares Gespräch entstanden, wobei auch hier die gewaltbereite und respektlose Gesellschaft zu Sprache kam. Auch diese Beamten würden sich mehr Respekt und Anerkennung wünschen. Das war der letzte Besuch dieses Danke Polizei Tages 2017.
Per Post gingen Karten nach Günzburg, Krumbach, Kempten Polizeipräsidium sowie die Bundespolizei, Lindau BUPO Und Polizeiinspektion und Ravensburg.
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Nadine ging im Nachgang auch noch zur Anlaufstelle GABI in Bonn. Die Herrschaften hatten einsatzbedingt wenig Zeit, aber für ein Danke reichte es.

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Was uns stolz macht:

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte teilte die Polizei Rheinland-Pfalz unsere Inhalte auf ihrer Facebook-Seite. DANKE!

Was uns außerdem das Herz erwärmt, ist, wenn wir in eine Dienststelle kommen und sehen auf einer Einsatztasche das:

 

Oder auf einem Ärmel in trauter Zweisamkeit dies hier:

Danke dafür!

 

Fazit:

Unsere Polizistinnen und Polizisten leisten jeden Tag für uns alle hochprofessionelle Arbeit. Zeigen wir ihnen, dass wir sie dafür wertschätzen!!! Sicher, man kann mit einem Danke-Polizei-Tag nicht die Besoldungssituation verbessern, man kann keinen Respekt bei jenen erzwingen, die keinen haben, man kann damit nicht mehr Polizisten herzaubern, man kann damit keinen Rückhalt da erzwingen, wo er fehlt und man kann es sicherlich nicht allen Recht machen. Man kann damit allerdings langfristig das gesellschaftliche Klima dahingehend verändern, dass sich diese Probleme leichter anpacken und vielleicht sogar lösen lassen – wenn man denn am Ball bleibt.

Wenn man es ganz ohne Emotionen betrachten möchte, kann man sich sagen, dass die Beziehung zwischen Bürger und Polizist ein Stück weit eine Arbeitsbeziehung ist, in der der Polizist für den Bürger arbeitet. Professionelle Arbeitgeber loben ihre Mitarbeiter regelmäßig. Professionelle Mitarbeiter wissen Lob anzunehmen. Auf dieser sachlichen Ebene waren wir alle hochprofessionell.

Professionelle Menschen schämen sich auch nicht ihrer Gefühle und deswegen möchte ich damit enden, dass ich immer wieder sehr berührt davon bin, wie viel Freude dieser Tag allen Beteiligten immer wieder macht. Allein dafür werden wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. diesen Tag immer wieder begehen.

 

 

 

 

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„Danke-Polizei-Tag“ am 16. September 2017

Polizistinnen und Polizisten: „Menschen im Dienst für Menschen“

Der „Danke-Polizei-Tag“ findet 2017 – der angelsächsischen Tradition folgend – am Samstag, 16. September, statt. An diesem „“Say thank you to a police officer day“ sind Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, „ihre“ Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten auf den Dienststellen aufzusuchen und ihnen für deren Einsatz zu danken.

Einen „Danke-Polizei-Tag“ hat die Vorsitzende des Vereins „Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.“, Gerke Minrath-Grunwald, vor drei Jahren erstmals initiiert. In den Jahren 2015 und 2016 folgten weitere Aktionen in den Bereichen der Polizeipräsidien in Mainz und Rheinpfalz. Und dieses Jahr wird dieser besondere Tag beim Polizeipräsidium Westpfalz stattfinden. Auftakt dazu war die heutige Pressekonferenz in Kaiserslautern, an dem der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz teilgenommen hat, der Schirmherr des „Danke-Polizei-Tages“ ist, sowie der Behördenleiten des Polizeipräsidiums Westpfalz, Michael Denne, sowie die Vereinsvorsitzende Gerke Minrath-Grunwald.

Polizeipräsident Michael Denne machte in seinem Statement deutlich, dass die allermeisten den Polizeiberuf gewählt hätten, weil sie anderen Menschen helfen wollen. Polizistinnen und Polizisten seien Menschen im Dienst für Menschen, stellte er heraus. Dass sie dabei respektlos behandelt, beleidigt oder manchmal schwer verletzt werden, könne nicht hingenommen werden. „In den Polizeiuniformen stecken Menschen – Frauen und Männer mit Gefühlen und Verletzlichkeit!“, konstatierte er.

Seit Jahren stellt die Polizei bundesweit und landesweit einen permanenten Anstieg von Gewaltdelikten unterschiedlichster Art und Weise gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten fest. Auch in der Westpfalz ist die Anzahl der Straftaten gegen Polizeikräfte in den letzten Jahren gestiegen.

Mit dem „Danke-Polizei-Tag“ könne man gut ein Signal gegen die steigende Respektlosigkeit und die zunehmende Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten setzen, das sei seine Überzeugung, so der Polizeichef. Dieser Tag sei eine tolle Sache: Bürgerinnen und Bürger könnten auf diesem Wege mit ihrer Polizei ins Gespräch kommen und die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte erhielten ein Dankeschön, ein Zeichen der Wertschätzung ihrer Arbeit. Michael Denne bedankte sich herzlich für das Engagement der Initiatorin, Gerke Minrath-Grunwald, und allen Mitgliedern ihres Vereins.

Innenminister Roger Lewentz, Schirmherr des „Danke-Polizei-Tages“ 2017, stellte heraus, dass man den Einsatz der Vorsitzenden des Vereins „Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. gar nicht hoch genug einschätzen könne. Ein großes Dankeschön richtete er an alle, die die Zielsetzung des Vereins mittragen.

„Ich freue mich, wenn Bürgerinnen und Bürger hinter unserer Polizei stehen!“, so der Minister. Der größte Teil der Bevölkerung habe Vertrauen in die Polizei und stehe hinter ihr. Sie sei nicht der Fußabstreifer der Nation. Seit Jahren sei eine konstant hohe Zahl von Angriffen auf Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte auch in Rheinland-Pfalz zu beklagen: In 2016 seien insgesamt 2.421 Straftaten registriert worden, darunter 1.398 Gewaltdelikte, wie Körperverletzungen oder Widerstände sowie 1.023 Beleidigungen. Dies bedeute eine Steigerung von beinahe 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Um unsere Polizistinnen und Polizisten besser zu schützen, seien Investitionen getätigt worden, und zwar in die polizeiliche Schutzausstattung sowie in Aus- und Fortbildung. Beispielhaft nannte Roger Lewentz den landesweiten Einsatz von Bodycams oder die Beschaffung von Titanhelmen.

Gerke Minrath-Grunwald stellte ihren Verein „Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.“ vor, der zurzeit 130 Mitglieder zähle. Genau zwei Ziele verfolge ihr Verein: „Gewalt gegen Polizei: Wir wollen, dass darüber gesprochen wird! Und außerdem wollen wir den Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten Rückhalt geben.“, erklärte die Vorsitzende die hehren Ziele.

Einblicke in den Polizeialltag, insbesondere im Umgang mit Gewalt gegen Polizeikräfte, hatten der Leiter der Polizeiinspektion 1 in Kaiserslautern, Polizeirat Thorsten Mayer, und Polizeioberkommissar Ben Witthaus, ein erfahrener Polizist im Wechselschichtdienst, der seit Jahren in der Kaiserslauterer Altstadt unterwegs ist, geben können. Dabei wurde herausgestellt, dass der Faktor ALKOHOL eine zentrale Rolle bei der Gewaltbereitschaft und -ausübung spiele. Die Gesprächsrunde mit den beiden Polizeibeamten führte die Leiterin der Pressestelle, Kriminalhauptkommissarin Angela Walz.

Bildquelle: PP Westpfalz

Am Ende der Pressekonferenz waren sich alle einig: Ein großartiges Engagement im Ehrenamt, das gar nicht hoch genug geschätzt werden kann, so wie es Innenminister Roger Lewentz heute treffend formulierte.

PM des PP Westpfalz vom 01.09.2017

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Danke-Polizei-Tag 2016 – Bilanz

Dieses Jahr unterstützte uns freundlicherweise das Polizeipräsidium Rheinpfalz, und dort insbesondere die Pressestelle, bei der Ausrichtung des Danke-Polizei-Tages. An dieser Stelle ein herzliches Danke für die tolle Unterstützung!

Aus organisatorischen Gründen mussten wir dieses Jahr vom dritten Samstag im September, an dem der „Say-thank-you-to-a-police-officer-day“ stattfindet, auf den 8. Oktober ausweichen. Allerdings kann man aus unserer Sicht nicht oft genug der Polizei danke sagen, deswegen hat im schlimmsten Fall irgendeine Polizeidienststelle zwei Mal danke gesagt bekommen. Das haben die Damen und Herren da auch verdammt verdient.

Der offiziell sichtbare Teil des Danke-Polizei-Tages begann am 4. Oktober mit der Pressekonferenz. Zuerst stellte Polizeipräsident Thomas Ebling das Thema der Gewalt gegen Polizisten in seinem Präsidiumsbezirk vor. Anschließend berichtete der Polizeikommissar Christian Weingärnter der Polizeiinspektion Germersheim über einen Angriff, dem er ausgesetzt war und der mehrere Tage Dienstunfähigkeit zur Folge hatte. Ich war ein wenig aufgeregt, deswegen erinnere ich keine Einzelheiten, nur, dass es mir bei seinem Bericht kalt den Rücken runterlief.

(An dieser Stelle der Pressekonferenz ging es gerade um den Schusswaffengebrauch in Ludwigshafen, daher die ernsten Gesichter, Bildquelle: PP Rheinpfalz)
(An dieser Stelle der Pressekonferenz ging es gerade um den Schusswaffengebrauch in Ludwigshafen, daher die ernsten Gesichter, Bildquelle: PP Rheinpfalz)

Innenminister Lewentz beleuchtete die Situation in Rheinland-Pfalz, nachdem er sich netterweise bei dem jungen Polizisten nach seinem aktuellen Befinden erkundigt hatte.

Nach ihm stellte ich den Verein vor, seine Ziele, seine Aktivitäten. Ein besonderer Schwerpunkt galt dem Danke-Polizei-Tag.

Zum Abschluss führten Einsatztrainer eine Standardsituation vor, die eskalierte.

Zwei junge Männer ziehen pöbelnd durch die Stadt, eine Streife hält sie auf und will eine Personenkontrolle durchführen. Einer der beiden geht auf den Polizisten los, der andere beleidigt die Polizistin u.a. mit „Fotze“ (was noch zu den harmloseren Dingen gehört, die mir so zu Ohren kamen, wenn ich die Polizei begleiten durfte). Der Angreifer des Polizisten wird zu Boden gebracht, plötzlich versetzt ihm der Polizist einige gezielte Schläge, um ihn außer Gefecht zu setzen.

Oha? Warum das?

Erst im Nachgang wird klar, dass der Angreifer den Polizisten gebissen hat. Unmerklich. So unmerklich, dass man es auf dem Video, das ich davon gedreht habe, nicht erkennen kann, weil ich den falschen Winkel hatte.

Soweit zur Beweiskraft von Amateurvideos über Polizeigewalt, die durchs Netz vagabundieren. Auch eine Form von Gewalt gegen Polizisten, nach meinem Dafürhalten. Eine gute Auswahl des Szenarios.

 

Endlich war es dann soweit, der Samstag, 8.10.2016, unser Danke-Polizei-Tag, war angebrochen.

Um halb sieben trafen Nadine und ich uns und fuhren los Richtung Ludwigshafen, wo wir um neun Uhr in der Polizeiinspektion Ludwigshafen 1 erwartet wurden. Wer mich kennt und regelmäßig meine Artikel liest, weiß, dass diese Dienststelle einen besonderen Platz in meinem Herzen hat – neben meiner Heimatdienststelle.

Dort war es für Ludwigshafener Verhältnisse noch sehr ruhig, so dass wir (unter Unterbrechungen) in den Sozialraum geführt wurden, ein junger Polizist kochte uns einen Kaffee (also mir, Nadine bekam einen Tee). Wir bekamen eine Führung in der Führungsleitzentrale – also dahin, von wo „meine“ Streifen immer ihre Aufträge bekommen. Last but not least trafen wir auch den Kriminaldauerdienst. Das sind jene Menschen, die den Beritt des gesamten Polizeipräsidiums abdecken, sobald es um Verbrechen gegen den Menschen geht. Bei meiner Nachtschicht in Frankenthal waren zwei von ihnen in der Wohnung der verstorbenen Frau erschienen. Gekommen waren sie damals von einem Toten, der von einem Hochhaus gestürzt war. Ganz klar auch Polizisten, die ein Danke verdienen für ihren Einsatz. Insgesamt waren am 8. Oktober drei Beamte beim KDD im Dienst.

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Die Postkarten, die Nadine übergibt, sind Postkarten, die wir am Verkehrspräventionstag schon einmal eingesammelt hatten. Darauf haben sich schon mal einige Ludwigshafener Bürger bei ihrer Polizei bedankt und wir haben die Zustellung übernommen! Die Karten hängen jetzt an der Pinnwand im Sozialraum. Ich wünsche mir, dass noch einige Bürger nachgezogen haben.

Der Zeitplan war eng, und schwupps, schon waren wir auf dem Weg nach Neustadt an der Weinstraße.

Unfassbarerweise wurden etwa 30 Minuten, als wir aus der PI LU1 aus der Tür rauswaren, Beamte dieser Inspektion beleidigt. Was soll ich dazu noch sagen? Diese drei Leute hatten ganz klar keine Ahnung vom Danke-Polizei-Tag. Umso wichtiger, dass jene, die hinter unserer Polizei stehen, das auch gelegentlich zum Ausdruck bringen.

 

Drei Wormser im Alter von 27-29 Jahren beschäftigten die Beamten der Polizeiinspektion Ludwigshafen 1 am Samstag über einen längeren Zeitraum.

Zunächst fielen die beiden Männer und die 29-jährige Frau auf, nachdem sie gegen 10.30 Uhr in eine Körperverletzung am Rathausplatz verwickelt waren. Alle drei waren unkooperativ und alkoholisiert, den beiden Männern musste sogar die Ingewahrsamnahme erklärt werden. Nachdem die junge Frau einem Platzverweis nicht nachkam, durfte auch sie die Beamten zur Dienststelle begleiten. Hier beleidigte sie die Beamten mehrfach und spuckte ihnen vor die Füße. Bei einer Personendurchsuchung wurde bei ihr schließlich Heroin aufgefunden.

Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurden die drei Personen gegen 11.45 Uhr auf freien Fuß entlassen.

Um 12.40 Uhr gingen die drei den Fahrer einer Straßenbahn am Berliner Platz an, indem sie ihn bedrohten, beleidigten und bespuckten. Erneut wurden alle drei Personen Gast der Polizeiinspektion. Nach Rücksprache mit dem Bereitschaftsrichter durften sie die Gastfreundschaft der Polizei bis 16.30 Uhr genießen.

(Pressemitteilung des PP Rheinpfalz vom 09.10.2016)

 

Zurück zum erfreulichen Teil. Auch in Neustadt wurden wir sehr freundlich empfangen.

Ab hier war bei jedem Termin mindesteins ein Pressevertreter dabei (Metropolnews, Rheinpfalz, SWR, Pfalzradio…) und ich bin begeistert. Die Herrschaften waren allesamt sehr freundlich. Bis jetzt bin ich auch sehr angetan von den Veröffentlichungen zu dem Thema. Danke!

Wie man auf diesem Bild gut erkennen kann, hat unser einfaches Danke für den täglichen Schutz auch den Neustädter Polizisten ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

(Fotograf: Holger Knecht)
(Fotograf: Holger Knecht)

Von hier ging es weiter nach Landau und somit für mich in Gebiete, in denen ich noch nie gewesen war. Schöne Gegend übrigens, und das meine ich ernst. Ich denke, der Ecke werde ich mich privat noch einmal näher widmen.

Die Polizeiinspektion Landau ist in einem wunderschönen alten Gebäude untergebracht. Ich bin beeindruckt.

(Fotograf: Uwe Kühn)
(Fotograf: Uwe Kühn)

Hier kamen wir pünktlich zum Schichtwechsel an, sodass wir möglichst viele Polizeibeamte erreichen konnten. Uwe Kühn nahm sich unser an. Der Dienststellenleiter, Herr Berens, bat mich, kurz den Verein vorzustellen. Ich wurde gefragt, wie ich eigentlich dazu gekommen bin, mich überhaupt diesem Thema zu widmen. Beides Themen, zu denen ich mittlerweile in jeder beliebigen Länge referieren kann, wenn man mich nachts aus dem Schlaf rüttelt. Also kein Ding… ;-) Auch Nadine gab ihre Beweggründe zum Besten, sich im Verein zu engagieren. Zwei der anwesenden Polizeibeamten outeten sich als Empfänger jeweils einer Genesungspostkarte. Freut mich, dass diese Freude gemacht haben. Das ist das Ziel!

 

Und schon wieder ging es weiter nach Bad Bergzabern. Hier machte sich allmählich bemerkbar, dass der samstägliche Einsatzwahnsinn losging. Als wir ankamen, fuhr gerade ein Streifenwagen mit Blaulicht los. Da es sich um eine ländliche Dienststelle handelt, schwante mir schon, dass hier nicht so viele Gesprächspartner vor Ort sein würden wie bisher. Tatsächlich wurden für das Foto noch zwei Herren aus der Vorschicht gebeten, da diese Schicht komplett im Einsatz war und der Wachhabende schlecht Telefon und Funk im Stich lassen konnte.

(Fotograf: Uwe Kühn)
(Fotograf: Uwe Kühn)

Anschließend sprachen der letzte übrige Mohikaner, Herr Bollinger, Herr Kühn und wir bei einem Kaffee noch ein wenig miteinander, denn wir hatten einiges gemeinsam – wir alle sind Frankreichfans. Da traf es sich, dass wir gerade mal sieben Kilometer von Frankreich entfernt waren. Ein Glück für die bundesdeutsche Polizei, dass sie einen ganz ähnlichen Stellenwert auf meiner Prioritätenliste hat wie Frankreich. Es gab durchaus eine gewisse Versuchung, diese sieben Kilometer auch noch hinter mich zu bringen.

 

Nach einem kurzen Snack begaben wir uns zur Bundespolizeiabteilung Bad Bergzabern. Zwar fiel der angekündigte Termin dort aus, aber wir wollten wenigstens grüßen. Vielleicht hatte ja der eine oder andere im Einsatz einen Blick auf Twitter.

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(Fotograf: Uwe Kühn)

 

Nun zurück zum offiziellen Programm. Obwohl ich mich einmal tatsächlich verfuhr (falsch herum am Autobahnkreuz die Autobahn gewechselt) waren wir sogar einige Minuten zu früh in Grünstadt.

Mittlerweile war es fast 16:00 Uhr, d.h. auch hier war das Haus mehr oder weniger verwaist, da die einzige (!) Streife im Einsatz war. Der Wachhabende hatte kurz Zeit, sich über ein Danke zu freuen, was er auch tat. Netterweise war aber auch der stellvertretende Dienststellenleiter, Herr Merkel, vor Ort, der sich viel Zeit für uns nahm. Dabei erfuhren wir u.a., dass bereits eine weitere Bürgerin vor Ort gewesen war, und sich bedankt hatte.

Das Foto machte letztlich die freundliche Reporterin von der Rheinpfalz.

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Auch in Grünstadt hatte es vor einigen Monaten einen tödlichen Schusswaffengebrauch gegeben. Es war Herrn Merkel anzumerken, dass ihm das immer noch in den Knochen steckte. „Das hat damals die gesamte Dienststelle lahmgelegt.“

 

Von hier ging es weiter nach Frankenthal. Nachdem ich dort zwei Schichten mitfahren durfte, wollte ich mir diesen Besuch nicht nehmen lassen. Damit war die Polizeiinspektion Frankenthal ordentlich verwöhnt worden, denn eines unserer Mitglieder war morgens schon dagewesen (dazu später). Nichts anderes haben die Leute dort verdient.

Am frühen Samstagabend steppte dort allerdings der Bär, sodass wir in aller Eile ein Foto hinbekamen. Dennoch freuten sich die Damen und Herren über unser Danke. Das sieht man ja auch an den Patches. Ihr macht uns stolz!

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Hier endete nun der „offizielle“ Teil. Inoffiziell haben wir natürlich mit einem Vereinssitz im nördlichen Rheinland-Pfalz auch „im Norden“ noch einiges zu tun gehabt.

Eigentlich hatten wir noch spontan eine Dienststelle in Koblenz besuchen wollen, aber wir waren mittlerweile so müde, dass wir schon albern wurden und entschieden, das erstmal ausfallen zu lassen.

Wo wir allerdings anhielten, war in Andernach, wo wir mitten in eine schnelle Abendmahlzeit platzten, man sich netterweise aber trotzdem Zeit für uns nahm. Das liegt sowas von am Weg, das wäre schon unhöflich, daran vorbeizufahren. Auch da war die Einsatzlage eher hektisch (Samstagabend zwischen acht und neun Uhr), aber zumindest konnten wir unser Danke loswerden und trotz allem hatte ich den Eindruck, dass die Damen und Herren unseren anlasslosen Dank nicht schlecht fanden.

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Natürlich war es mir ein Anliegen, am Danke-Polizei-Tag selbst noch in meiner Heimatdienststelle meinen Dank überbringen zu können. Netterweise kam Nadine auch hier noch mit, obwohl wir mittlerweile fast zu keiner vernünftigen Aussage mehr fähig waren. Zu meiner Freude waren teilweise Polizisten dort im Dienst, die ich noch aus meiner Nachtschicht kannte.

Im Laufe des Tages war eine Dame dort gewesen, um sich für das sichere Leben in der Nachbarschaft der Polizeiinspektion zu bedanken. Das las mir der Wachhabende vor, allerdings ohne den Namen der Betreffenden zu nennen. Unsere Polizei weiß eben, was Datenschutz ist. Ich weiß trotzdem, wer es war (dazu später).

Ich gab den Brief einer lieben Bekannten ab, Michaela Knieps, in dem sie sich für den Einsatz der Polizei bedankt. Auch dieser Brief machte Freude, denn er kam ganz klar von außerhalb des Vereins. Ich sage ja immer – die Mehrheit der Bevölkerung steht hinter unserer Polizei. Die Lobkultur ist nur hundsmiserabel hierzulande.

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Damit war der 8. Oktober für mich beendet.

 

Allerdings waren unsere Mitglieder sehr fleißig. Ich zähle die Aktivitäten unserer Mitglieder in alphabetischer Reihenfolge des Vornamens auf.

 

Unser Mitglied Claudia H-U aus Nordrhein-Westfalen besuchte das Polizeikommissariat Bückeburg, um sich für den Einsatz zu bedanken. Danke, Claudi!

 

Unser Mitglied Dani war dieses Mal in Hennigsdorf unterwegs. Danke Dani!

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Unsere Schatzmeisterin Erdmute Wittmann war die Dame, die sich für die Sicherheit in der Nachbarschaft der Polizei bedankt hatte. Danke dafür, Erdmute, so hatten nämlich zwei Schichten das Vergnügen.

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Unser Mitglied Ilija Matijevac hat die Polizeiinspektion Frankenthal morgens gegen zehn Uhr besucht. Er schrieb mir dazu: „Ich wurde sehr freundlich empfangen und bekam Kaffee und auch eine Führung durch die Polizeiwache.“

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Ich freue mich, dass auch in Frankenthal zwei Schichten das Glück hatten. Und übrigens – ich mag das Sweatshirt! wp-monalisa icon

 

Unser Mitglied Kerstin aus Dietenheim war am 8. Oktober und am 10. Oktober im Grenzbereich zwischen Baden-Württemberg und Bayern unterwegs. Ihre Erfahrungen fasst sie so zusammen:

„Als wir hinein kamen schaute man uns erst etwas skeptisch an bis wir sagten was wir wollten
aber dann…. ein Lächeln in allen Gesichtern :-)
Die Damen und Herren beider Dienststellen haben sich waaaahnsinnig gefreut :-)
Das motiviert echt zu sehen was man mit einem Besuch erreichen kann.“

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Neben dem Polizeipräsidium Ulm besuchte sie auch die Polizeiinspektion Illertissen, die Polizeiposten Dietenheim und Schwendi (leider war niemand dort, deswegen landete die Karte im Briefkasten), das Polizeirevier Laupheim und das Bundespolizeirevier Ulm. Danke Kerstin! Klasse! Und ich mag Deine Tasche!

 

Unser Neumitglied Michaela, die sich im Anschluss an den Danke-Polizei-Tag entschloss, bei uns einzutreten, besuchte in Nürnberg einige Dienststellen, nämlich die Polizeiinspektion Nürnberg-West sowie Nürnberg-Ost. Schon am 17.09. hatte sie in Bochum in Polizeiwachen Mitte, West, Ost und Südost besucht, sowie die Dienststelle der Autobahnpolizei in Hofstede (bei Bochum). Sag ich doch, dass man beide Tage nutzen kann… ;-) Danke, Michaela, für Deinen Einsatz!

 

Unser Mitglied Nadine Imo besuchte tatsächlich noch abends gegen elf nach unserer Megatour die Polizeiwache Bonn-Ramersdorf, um dort für den täglichen Einsatz zu danken. Nachdem der wachhabende Polizist wohl zuerst etwas misstrauisch war, taute er recht schnell auf, nachdem er verstand, dass es tatsächlich nur um das Danke ging. Da Nadine ihre Müdigkeit wohl deutlich anzumerken war, bekam sie noch die Empfehlung mit, sich gut auszuruhen. Vor dem Hintergrund des Einsatzes macht das auch nichts, dass kein Foto dabei rumkam. ;-) Danke, Nadine, für das tapfere Durchhalten.

 

Damit nicht genug, am 10.10. besuchte dann Nadine noch schnell die Gemeinsame Anlaufstelle Bonn-Innenstadt, die von Polizei und Ordnungsamt besetzt ist. Da diese keinen Briefkasten mehr hat, kam unsere Post immer zurück. Diese wurde dieses Jahr dann eben von Nadine persönlich ausgeliefert. Auch dort erinnerte man sich an Genesungskarten des Vereins. Alle haben sich über den netten Besuch gefreut. Auch dafür danke, Nadine!

 

Last but not least besuchte unser Mitglied Stefanie Poth wieder ihre örtliche Polizeidienststelle. Diese ist allerdings nicht mehr in Hildesheim, sondern das Polizeikommissariat Braunschweig-Süd. Sie schrieb dazu:

„Der Polizeibeamte vor Ort kannte weder ‚diesen Tag‘ (fragte da auch etwas genauer nach), noch viel weniger war er es gewohnt, dass jemand mal NIX wollte, außer DANKE zu sagen! ‚Das kommt wirklich selten vor. GANZ selten…‘, sagte er.“

Danke, Steffi, das war klasse!

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Wie weiter oben schon angedeutet, wäre noch die eine oder andere Dienststelle im Dunstkreis des Vereinssitzes hinten runtergefallen, wenn nicht das eine oder andere Mitglied und ich auf andere Termine ausgewichen wären.

Wir haben schon am 6.10. angefangen.

In Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde ich begleitet von unserem Mitglied Sabine Thumm-Kißling. Das Foto machte ein Polizeikommissaranwärter. Übrigens war auch dort die Einsatzlage hektisch, schon bei unserem Eintreffen preschte ein Streifenwagen mit Blaulicht und Martinshorn vom Hof und im Funk war hörbar was los. Deswegen blieb niemand außer dem Dienststellenleiter, Herrn Engel, um sich für das Foto zur Verfügung zu stellen. Danke dafür! Gefreut haben sich die paar, die noch vor Ort waren, jedenfalls über unseren Besuch!

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Später am Tag besuchten unser Mitglied Andrea Eickhoff und ich die Polizeiinspektion in Adenau. Auch dort wurden wir nett empfangen, uns wurde ein Kaffee angeboten. Allerdings war auch dort die Einsatzlage hektisch, dennoch war klar, dass die Herren (es waren in der Tat nur Herren vor Ort!) sich über unseren Besuch freuten.

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Am 10. Oktober dann besuchte ich die Polizeiinspektion Neuwied, wo ich kürzlich erst eine Nachtschicht hinter mich gebracht hatte. Da traf es sich, dass „meine“ Schicht im Dienst war, ebenso wie ein Trupp Bereitschaftspolizisten, der dort zum Sondereinsatz eingeteilt war. So kam das Danke bei noch mehr Beamten an als geplant. Manchmal muss man einfach Glück haben. An diesem Tag waren die Polizisten recht fotoscheu. Deswegen muss ich reichen.

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Von dort fuhr ich nach Koblenz, wo ich mich morgens schon in der Pressestelle des Präsidiums angemeldet hatte, denn ich finde, die Mitarbeiter dort haben auch ein Danke für ihre Unterstützung verdient. Die beiden Anwesenden, eine Dame und ein Herr, haben sich auch sehr gefreut.

Wo ich dann schon mal da war, wurde ich kurz zum Polizeipräsidenten einbestellt, der mir noch eine Antwort auf einen Brief „schuldete“. Danke dafür, dass ich so umstandslos und spontan meine Antwort bekam. Schließlich begleitete mich der Pressesprecher in die Polizeiinspektion Koblenz 1, unten im Polizeipräsidium, wo mich der Dienstgruppenleiter anstarrte wie eine Erscheinung, nachdem ich vorgebracht hatte, was ich zum Thema „Danke-Polizei-Tag“ zu sagen hatte. „Jetzt bin ich total geflasht“, meinte er, und nahm sich spontan die Zeit, sich mit mir bei einem Glas Wasser ein paar Minuten zu unterhalten, soweit die Einsatzlage das zuließ. Offensichtlich sind freundliche Dankesworte keine Geräusche, die man in dieser Inspektion allzu oft zu hören bekommt.

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Last but not least ging es dann zur Polizeiinspektion Linz, wo wieder Zeit für einen kurzen Kaffee war. Fotoscheu war man dort auch. Entweder bin ich blind, oder es gibt kein Inspektionsschild. Aber einen schönen Briefkasten, den gibt es…

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Abschließend bliebe noch zu erwähnen, dass wir uns dieses Jahr zwei Großplakate leisten konnten, die jeweils an einer der beiden Hauptstrecken, an denen die Streifenwagen der Polizei Remagen zum Einsatz fahren, positioniert waren. Vielleicht kriegen wir das ja eines Tages rheinland-pfalz- oder gar bundesweit hin.

 

 

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Last but not least ein kleiner Blick hinter die Kulissen:

Der Danke-Polizei-Tag fängt für den Vorstand, insbesondere für mich, spätestens im Mai an. Um genau zu sein, habe ich eben (11. Oktober) das erste Telefonat für den Danke-Polizei-Tag 2017 geführt. Ich hatte mindestens fünf Sitzungen in Ludwigshafen. Sehr effiziente Sitzungen und meistens gönnte ich mir danach auch eine Schicht mit der PI LU1, aber dennoch… ganz schön viel Fahrerei.

Da wir zu wenige sind, um alle Dienststellen zu besuchen, schicken wir an alle Dienststellen bundesweit Postkarten. Das sind etwa 3.700 Stück. Allein diese mit einer Briefmarke (insgesamt mindestens 1.600 Euro, de facto aber mehr, da wir an die Bereitschaftspolizeieinheiten mehrere Karten in einem Umschlag geschickt haben) und einem Adressaufkleber zu versehen, dauert insgesamt 15 Zeitstunden. In diesem Zusammenhang ein dickes Danke an Dani und Dirk in Berlin, die insgesamt etwa 400 Postkarten (alle Dienststellen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern) sowie an Jenny und Biggi, die insgesamt etwa 450 Postkarten (Hessen) übernommen haben. Meine Kollegin und Vereinsmitglied S. hat mit mir zusammen Niedersachsen und Thüringen „erledigt“. An dieser Stelle auch ein herzlicher Dank an meinen Kollegen F., der, als er eine Wartezeit überbrücken musste, kurzerhand die Postkarten nach Sachsen mit Briefmarken versehen hat, obwohl er nicht mal Mitglied ist.

Alles, was noch übrig war, erledigten unser Mitglied U. und ich an einem schönen Samstag.

 

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(450 Postkarten für Hessen, in etwa so dürfte der Berliner Stapel auch ausgesehen haben.)
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(Ein Teil der 2.900 Postkarten für den Rest der Republik)
(So sieht es aus, wenn man 2.900 Briefmarken und weitere Aufkleber abgezogen hat…)
(So sieht es aus, wenn man 2.900 Briefmarken und weitere Aufkleber abgezogen hat…)

 

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(Gute Nutzung unserer Karten durch Kerstin!)

Das war die Bilanz zum Danke-Polizei-Tag 2016. Er war klasse!

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Auf dass wir nächstes Jahr wieder viel Freude schenken (und haben!) werden.

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Und wofür sind SIE Ihrer Polizei dankbar? – Danke-Polizei-Tag am 8. Oktober 2016

entwurf_plakat_2016_final_klein_schriftAm 8. Oktober 2016 findet zum dritten Mal der Danke-Polizei-Tag statt, den der Verein Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. fest in Deutschland einführen möchte. Die Schirmherrschaft dafür hat Innenminister Roger Lewentz übernommen. Vorbild dafür ist der „Say thank you to a police officer day“ im angelsächsischen Raum.

Die Idee, dass Bürger einmal im Jahr in ihre Polizeistationen gehen, um sich für den Schutz des vergangenen Jahres zu bedanken, gefiel Gerke Minrath, der Vorsitzenden von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. von Anfang an. „Wir haben eine demokratisch legitimierte und rechtsstaatlich verfasste Polizei, die sehr gute Arbeit für uns als Gesellschaft leistet. Im Grunde kann man dafür täglich danken. Dies einmal im Jahr zu tun ist eine schöne Geste“, erläutert Minrath das Ziel des Vereins, ein Gegengewicht zur steigenden Gewaltbereitschaft und Respektlosigkeit, die unseren Polizeibeamten entgegenschlagen, zu setzen.

„Umfragen ergeben immer wieder, welch hohes Ansehen die Polizei in der Bevölkerung genießt. Es wäre schön, wenn wir Bürgerinnen und Bürger das am 8. Oktober möglichst zahlreich den Polizistinnen und Polizisten unserer örtlichen Polizeistation auch mal persönlich sagen würden“, wünscht sich Minrath.

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Danke-Polizei-Tag 2015 – Nachtrag

Hier noch die Berichte zweier weiterer Mitglieder von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. zu ihren Aktionen zum Danke-Polizei-Tag.

Bericht unseres Mitglieds aus Rheinland-Pfalz:
Anlässlich des „Danke-Polizei-Tages“ besuchte ich, stellvertretend für unseren Verein KGgP e.V. die Polizeidirektion Bad Kreuznach und die Polizeiinspektion Kirn.
Einhellige Meinung der Polizei war/ist: „Die Arbeit des Vereins KGgP e.V. ist sehr wertvoll und wird seitens der Polizei mit Freude zur Kenntnis genommen“.
Bericht unseres Claudia H-U aus Nordrhein-Westfalen:
Polizeikommissariat Rinteln:
Ich wurde dort sehr angenehm und  freundlich empfangen. Gerade als ich in die Polizeiwache hineingehen wollte, kam eine Streife angefahren. In der Wache befanden sich zwei Herren und eine Dame. Natürlich mit sehr viel Aufregung und Nervosität habe ich von unserem Verein erzählt.
Erstmal gingen die Augenbrauen hoch, aber sie waren auch schnell wieder unten. Vor allem gefreut haben sie sich – über die Aufmerksamkeit von uns und natürlich über das positive Statement für ihre Arbeit. „Gibt es eben zu wenig“, war eine der Aussagen, die mir noch so im Kopf herumgeistert.
Es wurde viel gelacht und auch ernste Themen auf den Tisch gebracht in der kurzen Zeit, in der ich da war.
Polizeikommissariat Bückeburg:
Leider waren hier alle ausgeflogen, bis auf einen jungen Mann, den ich von meiner Arbeit her kannte.  Auch er erkannte mich wieder und so kamen wir ins Gespräch. Auch er stellte viele Fragen. Ich beantwortete sie, so gut es ging. Genauso wie in Rinteln wurde der Verein positiv aufgenommen und auch hier waren wir noch nicht bekannt. Wir unterhielten uns lange und über die verschiedensten Dinge. 
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Polizeikommissariat Stadthagen:
Auch hier wurde ich von einem einzelnen Polizisten begrüßt.  Hier hielt ich mich sehr lange auf. Auch hier war der Verein noch nicht bekannt. Dies habe ich dann mal schnell korrigiert und plauschte über den Verein los. Auch hier wieder viel positive Reaktionen. Er freute sich auch schon auf unsere Internetseite, auf der er gleich am Abend herumstöbern wollte.
DPT 2015 Stadthagen
Polizeiwache Extertal-Bösingfeld:
Zuerst, musste ich etwas warten, da „Kundschaft“ da war. Auf den Flur habe ich ein paar Sätze mit einem anderen „jungen“ Nichtpolizisten gewechselt, der ganz schnell noch etwas abzugeben hatte. Er selber war auch dagegen, wie die Polizei behandelt wird, und würde es auch gern sehen, wenn die Polizei mehr Rückhalt bekäme. Leider wollte er keine Karte haben. 
Der Polizist vor Ort hat sich dann für mich Zeit genommen. Auch hier war die Überraschung groß, dass es einen Verein gibt, der sich für die Polizei einsetzt. Aber auch hier stieß das auf Zuspruch. 
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Mein Fazit:
Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Meine Besuche haben mir gezeigt, wie dringend nötig so ein Rückhalt für unsere Polizeibeamtinnen und -beamten ist.
Allgemein Danke-Polizei-Tag Verein

Noch ein besonderer Dank!

Diesen wunderschönen Dank haben wir auch noch zum Danke-Polizei-Tag bekommen und möchten ihn Euch nicht vorenthalten!

„Mein ganz persönlicher Dank am heutigen Tag geht an meinen Vater, der seit genau 40 Jahren Wach- und Wechseldienst in Hessen verrichtet. Trotz vieler Erkrankungen möchte er bis zum letzten Tag im Dienst Streife fahren. Aus diesem Grund Dir meinen Recht Herzlichen Dank! Pass auf Deine letzten 4 Jahre weiter gut auf Dich auf und komm immer gesund nach Hause. Du bist und bleibst immer mein Held, für Deinen Enkel bist Du das auch wie man sieht.“

Bildquelle: privat
Bildquelle: privat
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Aus dem Verein: Mein erstes Aufeinandertreffen mit der Polizei

Mein erstes Aufeinandertreffen mit der Polizei, wie lange ist das schon her?

Ich war im besten Alter, so ungefähr 7 oder 8 Jahre alt.

Meine von mir ach so „geliebte“ Klassenlehrerin verkündete uns: „Wir machen einen Fahrradführerschein“.
#Schluck#

Da saß ich nun klein, schüchtern und ohne Selbstvertrauen.
#Mist#

Symbolfoto
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Und dann standen da noch, zwei große Menschen im grünen Outfit. So viel größer als ich, ein Mann und eine Frau. Die redeten viel und mein Knoten im Bauch wurde immer größer.

Von einer schriftlichen Arbeit war die Rede.

Da bin ich doch ganz doll schlecht drin, das geht nicht. Fahrrad fahren und das vor den Augen anderer. 

Ab da hatte ich Angst und war den Tränen nahe.wp-monalisa icon

Und so wie ich es gedacht hatte, so kam es dann auch. Die Übungen mit dem Rad, eine pure Katastrophe. Nicht nur die Verunsicherung, sondern auch das Niedermachen meiner Lehrerin hinterließ tiefe Narben.

Wenn schon meine Lehrerin sagt, dass ich nichts tauge und nichts kann, dann müssen es auch andere so sehen. Vor allem die Polizei, denn denen kann man ja nichts vormachen. Also jetzt weiß es jeder, ich bin nichts wert.

Der Tag der Prüfungen kam.
#zitter#

Und dann die Prüfungsergebnisse. Ich wollte sie nicht wissen. Meine Lehrerin schon, ich hatte den Eindruck, die Häme stand ihr schon ins Gesicht geschrieben. Sie schien sich über mein offensichtliches Versagen zu freuen.
#bibber#

Und dann guckte mich die hübsche blonde Frau an. Erst sehr, sehr ernst und dann zeigte sie das wunderschönste Lächeln, was ich je im Leben gesehen habe.

„Bestanden, mit wehenden Fahnen“, sagte sie.

Die Sonne ging für mich wieder auf und definitiv für meine Lehrerin unter.
#kicher#

Theorie ohne Fehler und die Praxis auch, aber noch ein wenig unsicher. Und dann sagte die Polizistin etwas zu mir, das mich im Unterbewusstsein mein Leben lang begleitete.
„Die kleine kann was, sie ist nur sehr schüchtern. Du musst ein bisschen Mutiger werden, ein wenig mehr Selbstvertrauen; das schaffst du schon“.

Als ich meine Sachen holte, strahlte mich die Polizistin an und der dunkelhaarige Polizist zwinkerte mir zu.
#freude#

Natürlich, hat mir meine Lehrerin das Ganze nicht gegönnt. Als die Polizei weg war, meinte sie dann zu mir, ich solle mir nichts darauf einbilden. War mir aber egal. Wieso? Tja, als meiner Lehrerin die Gesichtszüge entgleisten,  drehte sich der Polizist weg und grinste kurz.

Seitdem weiß ich, dass sich die Polizei eine eigene Meinung bildet und sich nicht von doofen Leuten beeinflussen lässt.

Danke dafür.

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Allgemein Danke-Polizei-Tag Verein

Danke-Polizei-Tag 2015, Bilanz

Endlich war er da, der große Tag – der Danke-Polizei-Tag. Der Tag, an dem nach angelsächsischem Vorbild Bürgerinnen und Bürger zu ihrer Polizeidienststelle gehen und ihren Polizeibeamten für ihren Einsatz danken.

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Die Vorbereitungen liefen wie im Vorjahr im Frühjahr an – es begann mit der Auswahl des Plakatmotives durch die Mitgliederversammlung. Man glaubt gar nicht, wie viel Vorbereitung in so einem Tag drinsteckt. Planungen, die man teilweise wieder verwerfen muss, neue Planungen. Daneben läuft ja das Tagesgeschäfts des Vereins weiter. Und immerhin arbeiten wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. ehrenamtlich, haben das Ganze also neben unserem Beruf zu bewältigen. Ein Familienleben haben wir auch noch.

An dieser Stelle unseren herzlichsten Dank für die Unterstützung durch das Polizeipräsidium Mainz. Danke auch an Innenminister Roger Lewentz für die Schirmherrschaft.

Doch zurück zum 19.09.2015. Gegen acht Uhr wurde das Auto vollgetankt und es ging los. Auf der A 61 Richtung Mainz erspähten Nadine und ich am Straßenrand den ersten Streifenwagen und witzelten herum, dass wir da jetzt wegen der hohen Geschwindigkeit die Chance verpasst hätten, unser erstes Danke loszuwerden. Schade eigentlich… wp-monalisa icon

In Mainz habe ich zehn der besten Jahre meines Lebens verbracht (Banklehre, Studium). Für mich ist es immer wie ein kleines Heimkommen, wenn ich dort anreise.

Unser erster Einsatz fand in der Polizeiinspektion Mainz 1 in der Innenstadt statt.

Bildquelle: Stephan Dinges
Bildquelle: Stephan Dinges

Übrigens wurde ich Anfang der 90er Jahre von einem Polizeibeamten dieser Inspektion verwarnt, als ich dort bei rot über die Ampel ging. Fünf Mark war damals der Tarif für diese Verfehlung. Wie man sieht, kann man trotz Grenzsetzung bekennende Polizistenfreundin werden. Er war ja nun mal im Recht gewesen. Mit Anfang 20 war mir die Bedeutung der Farben rot, grün und gelb bei Ampeln durchaus geläufig.

In der Polizeiinspektion Mainz 1 wurden wir sehr liebenswürdig empfangen. Es lag nebenher einiges an Einsätzen an, aber es war Zeit, unseren Dank entgegenzunehmen und ein paar freundliche Worte zu wechseln. Besonders merkbar war die Einsatzbelastung, als wir auf der Suche nach einem guten Hintergrund für dieses Foto einen Streifenwagen ausmachten – der dann aber leider in den Einsatz musste. Das hat dann auch Vorrang. Das Dienststellenschild ist ja auch sehr schön. wp-monalisa icon

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Es hat mich sehr gefreut, dass der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling mit gutem Beispiel voranging, um den Polizeibeamtinnen und -beamten seiner Stadt für ihren täglichen Einsatz zu danken. Begleitet wurde er vom Leiter des Rechts- und Ordnungsamtes, Ulrich Helleberg, sowie dem für das Ordnungsamt zuständigen Abteilungsleiter, Burkhard Hofmann. Ordnungsbeamte sind ja auch Vollzugsbeamte im Sinne des Gesetzes und unterliegen ebenso unserem Vereinszweck. Die ebenfalls steigende Gewalt gegen sie hat aus unserer Sicht ähnliche Ursachen wie Gewalt gegen Polizeibeamte.

Es entspann sich ein Gespräch darüber, dass auch Rettungskräfte und Feuerwehrleute zunehmend attackiert werden, was aus Sicht des Vereins Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. ebenfalls ein unhaltbarer Zustand ist.

Danke auch den sehr netten Pressevertretern, denen wir dort vor Ort begegneten.

Weiter ging es ins Bundespolizeirevier am Bahnhof. Auch dort wurden wir in reizender Weise empfangen, obwohl die Herren (es waren tatsächlich nur Herren dort) aufgrund der Flüchtlingskrise weniger Leute dort hatten als üblich. Sie hatten kaum Zeit, weil sie einen Tross Stuttgarter Fußballfans (die Nadine und ich dann auch später noch im Bahnhof sahen) erwarteten. Einen jungen Bundespolizisten sahen wir so schnell in die Wache und wieder herauszischen, dass wir sozusagen nur bläuliche Kondensstreifen erkennen konnten. Aber es war Zeit für ein Foto von uns. (Wir stellen den Damen und Herrn übrigens immer frei, ob sie mit aufs Bild wollen oder nicht.) Danke dafür!

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Und weiter ging es in die Inspektion Mainz 2, wo gerade Schichtübergabe war. Natürlich warteten wir ab, bis man sich uns widmen konnte – schließlich kamen wir, uns zu bedanken. Auch hier wurden wir sehr freundlich behandelt. Nett war der Dialog mit einem jungen Polizisten, der uns fragte: „Für welchen Einsatz wollen Sie sich denn bedanken?“ Ich: „Für keinen Speziellen. Für das, was Sie jeden Tag tun.“ „Oh, das ist ja toll.“  Dabei hätte ich persönlich durchaus einen Einsatz der PI Mainz 2, für den ich zu danken habe, nämlich die hier bereits beschriebene Rettung meines Lebens. Angesichts des Durchschnittsalters der Anwesenden verzichtete ich allerdings auf eine nähere Erläuterung, da niemand von ihnen daran beteiligt gewesen sein konnte. Ja, man wird nicht jünger, ne?

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Besonders liebenswürdig fand ich, dass sich aus beiden Schichten Leute bereit fanden, mit auf das Foto zu kommen, obwohl die Damen und Herren der Frühschicht schon erkennbar müde waren. Danke dafür!

Weiter ging es in die Polizeiinspektion Mainz 3, wo wir wieder genau in die Schichtübergabe platzten. Das war aber gar nicht schlimm, denn das gab mir Zeit, endlich meinen Obstsalat zu essen. Ich hatte schon seit geraumer Zeit Hunger bis unter beide Arme gehabt. Am Eingang dieser Dienststelle steht übrigens ein Körbchen, in dem die Dienststellenkatze wohnt. Sie war gerade unterwegs, deswegen ist sie leider nicht mit auf dem Foto. Auf unserer Facebook-Seite haben wir die Dienststelle wegen der Adoption der Katze lobend erwähnt. Ein Ausdruck davon hängt dort an der Wand. Das sind so kleine Zeichen, die uns riesig motivieren. Ebenso die Botschaft, dass unsere Facebook-Seite bekannt ist. Oder der Verein. Danke dafür!

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Und danke noch einmal für den supernetten Empfang!

Von hier ging es wieder zurück gen Norden, da natürlich die Dienststellen im Kreis Ahrweiler nicht fehlen durften. Da man auf dem Weg von Mainz nach Remagen an Andernach vorbeikommt, machten wir hier einen Zwischenstopp.

Mir ging wirklich das Herz auf, als ich erfuhr, dass schon drei Bürger vor uns dort gewesen waren, um sich zu bedanken. Super! DANKE!!!!!! wp-monalisa icon

Das wird alles nicht von jetzt auf gleich klappen, wir werden einen langen Atem brauchen. Aber das waren schon mehr als letztes Jahr. Vielleicht bekommen wir es ja hin, dass irgendwann bei uns der Tag so bekannt wird, wie im angelsächsischen Raum.

In Andernach wurden wir auch auf einen Kaffee eingeladen – den ich zu dem Zeitpunkt auch dringend nötig hatte. Danke für dieses Einfühlungsvermögen. Auch dort führten wir sehr nette Gespräche. Vielen Dank dafür!

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Gegen 17 Uhr gelangten wir dann zum Vereinssitz, Remagen. Auch der dortigen PI wurden wir sehr liebenswürdig empfangen. Wir bekamen auch gleich erzählt, dass im örtlichen Supermarkt (Edeka) Passanten Polizeibeamten angesprochen haben: „Heute ist Danke-Polizei-Tag! Wir wollen Ihnen danken.“ Und das auch gleich drei Mal.

Ich habe mich so sehr darüber gefreut.wp-monalisa icon

Vermutlich damit, und damit, dass Nadine und ich allmählich müde wurden, hängt es zusammen, dass wir auf dem Foto ein wenig herumalberten. Ist halt der Vereinssitz. Wir haben Euch alle lieb… wp-monalisa icon

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Anschließend waren wir bei der PI Bad Neuenahr-Ahrweiler. Ein drittes Mitglied unseres Vereins stieß extra für diesen Besuch zu uns, obwohl es derzeit wegen einer Fußverletzung auf Krücken geht.

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Von hier ging es nach Adenau. Hier stieß mit Andrea Eickhoff noch einmal ein Vereinsmitglied zu uns. Ich war mittlerweile so müde, dass es an ein Wunder grenzt, dass ich da noch zusammenhängend erklären konnte, wer wir sind und was wir wollen. Auch hier wurden wir auf das Freundlichste empfangen und man nahm sich Zeit für kurze Gespräche. Entlassen wurden wir mit dem sehr nett gemeinten Hinweis, dass wir besser vorsichtig fahren sollten, denn an den Straßen stünde derzeit viel Wild und die Rehe gebärdeten sich ein wenig „durchgedreht“. Danke dafür!

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Nach diesem langen Tag fiel ich dann erstmal ziemlich platt ins Bett. Doch damit ist dieser Beitrag noch lange, lange nicht zuende.

Bereits am Vorabend war ich kurz in Linz am Rhein gewesen und habe auch da unsere Karte übergeben sowie mich bedankt. Auch in dieser Polizeiinspektion finde ich immer ein offenes Ohr für meine Anliegen. DANKE!

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Und dann ist es ja nicht so, als sei der Rest des Vereins untätig gewesen. Ganz im Gegenteil. Auf einige Rückmeldungen warte ich noch, aber die, die schon da sind, findet Ihr hier:

Unser Mitglied Stefanie Poth war wieder in der Polizeiinspektion Hildesheim und wurde genau so liebenswürdig und freundlich empfangen wie im Vorjahr. Danke dafür nach Niedersachsen.

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Ein weiteres Mitglied war in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs. Leider war in Ducherow gerade niemand vor Ort. Aber wenn wieder jemand kommt, wird unsere Karte gefunden werden.

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Dafür war jemand in Heringsdorf. Hier unser Mitglied Dani und unser Facebook-Admin Dirk beim Besuch der Wache in Heringsdorf. Der Polizist, der sie empfing, war auch superlieb, wurde mir glaubhaft versichert.

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Unser Kieler Mitglied Vanessa war auf dem ersten Kieler Revier, um sich zu bedanken. Auf dem Weg nach Hause stolperte sie zufällig mehr oder minder in den Einsatz wegen des Fußballspiels Kiel-Rostock. Sie nutzte die Gunst der Stunde, um wenigstens den Kraftfahrern zu danken. Die Bereitschaftspolizisten (aus Hamburg und Schleswig-Holstein) waren im Moment zu beschäftigt. Ich bin sicher, ihre Kollegen haben es ihnen ausgerichtet.

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Last but not least sind schon erste Rückmeldungen aus den Reihen der Polizei eingetrudelt. Aus der Polizeidienststelle in Brake bekamen wir folgendes Foto, mit dem Hinweis, dass ein kleines Mädchen mit seiner Mutter dagewesen sei und unsere Postkarte abgegeben habe. Danke dafür!

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Auch auf unsere 4.800 verschickten Postkarten kamen schon zwei Reaktionen:

Aus Brandenburg:

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Und aus NRW:

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Danke für diese Rückmeldungen! Sowas motiviert uns ja auch.

Ich bin schwer gespannt, was ich noch alles an Rückmeldungen bekomme!

In jedem Fall danke ich an dieser Stelle allen Vereinsmitgliedern, die dazu beigetragen haben, dass dieser Tag ein Erfolg wird, sei es durch das Erstellen von Adresslisten von Polizeidienststellen (eher unspannend, aber enorm wichtig), für das Bekleben der vielen Postkarten, für das Besuchen der Dienststellen und und und… DANKE! Wir sind ein Verein von Nichtpolizisten für Polizisten. Auch wir sind Bürger, die ihrer Polizei danken.

Danke allen Bürgerinnen und Bürgern, die nicht in unserem Verein organisiert sind, aber den Sinn des Danke-Polizei-Tages erkennen und daran teilnahmen! Danke!

Und last but not least noch einmal ein Danke an unsere Polizistinnen und Polizisten für Euren täglichen Einsatz für uns alle! Ja, das sollte man jeden Tag sagen, im Grunde nach jedem gut gelaufenen Einsatz. Selbst, wenn man gute Arbeit als Selbstverständlichkeit erachtet, kann man dafür danken. Uns selbst motiviert ein freundliches Danke ja auch, nicht wahr? Aber es ist nun mal so, dass man im Alltag oft vergisst, was man noch vorhatte. Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e. V. sind der Meinung, dass es nicht schaden kann, diese Idee an einem Tag im Jahr ins Bewusstsein zu holen.

Allgemein Danke-Polizei-Tag Verein

Bürgerstimme: Polizei gegen Panik

Symbolfoto
Symbolfoto

Heute ist der große Tag, an dem wir in die Dienststellen gehen und unseren Polizistinnen und Polizisten für ihren täglichen Einsatz danken. Da ich persönlich dieses Jahr in Mainz beginne, möchte ich diesen Dank einer Bürgerin an die Mainzer Polizei zur Kenntnis geben.

Nachdem mein Mann verunglückt war, saß ich allein in einem Haus, in dem ich noch nicht angekommen war. Ich fühlte mich schutzlos. Nachts bekam ich furchtbare Angst in diesem Haus, also fuhr ich manchmal mit meinem Hund durch die Straßen.

Manchmal saß ich auch mit einem Messer im Flur. Auf fremde Geräusche lauschen – und in dem neuen Haus waren ALLE Geräusche fremd. Meine Ohren rauschten. Ich starrte so angestrengt in die Dunkelheit, ob irgendwo ein verdächtiger Lichtstrahl zu sehen sein könnte, dass mir schwarz vor Augen wurde. Das war keine normal Angst mehr, das war wirklich Panik.

Ich verabredete mit der Polizei in Mainz einen Besichtigungstermin, um abklären zu lassen, wie gut oder schlecht das Haus gesichert sei. Ein Polizist kam zu diesem Termin. Alles lief sehr nett ab. Im Gespräch meinte er dann, meine Angst sei eher nicht mehr normal. Er legte mir ans Herz, mich an die Sozialberatung der Polizei zu wenden, dort könne man mir anhand von Erfahrungswerten und Zahlen bestimmt die Angst nehmen.

Ich machte einen Termin mit einer sehr netten Frau, die sich wirklich ganz viel Zeit für mich nahm. Sie sagte mir auch, dass, wenn Hunde im Haus sind, eher nicht eingebrochen würde. Mein Hund sei ja eine sehr beeindruckende Erscheinung. Wenn ich Sicherheitsschlösser anbringen würde, bräuchte ich keine Angst zu haben.

Nachdem ich die Schlösser hatte dachte ich sehr oft an das Gespräch. Seitdem lebe ich relativ entspannt. Meine Angst ist mittlerweile „normal“. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich möchte mich hier einfach nochmal bedanken, dass die Polizisten so lieb waren, mir zugehört haben und auf meine Probleme eingingen.

(Eine Leserin unserer Facebook-Seite)

Danke-Polizei-Tag Verein

Aus dem Verein: Warum ich Polizisten Danke sagen möchte

Herz_Danke_2_KGgPMenschen, die für ihren Traumberuf brennen. Es gibt sie. Und genau sie sind es, die bereit sind, Berufe mit außergewöhnlichen Belastungen zu wählen und dafür sehr viele steinige Wege zu gehen. Manchmal sind diese Wege plötzlich unpassierbar. Sie erfordern einen Umweg.

Genau so erging es mir persönlich im Dezember 2011.

Im Rahmen eines Praktikums hatte ich mich bei der Polizei beworben und bekam den Brief des polizeiärztlichen Dienstes, ich sei untauglich wegen zu geringer Sehleistung ohne Korrektur. Eine Laserbehandlung war medizinisch nicht möglich und die Vorschriften aus allen deutschen Bundesländern leider zu streng. Kennen Sie das Gefühl, wenn es Ihnen den Boden unter den Füßen wegzieht? Ich war 16 Jahre alt und motivierte mich für die anstehende Abiturphase lediglich mit dem Gedanken, bald meinen Traumberuf ergreifen zu dürfen, auf den ich bereits im Kindergarten aufmerksam wurde. Seit dem Tag, an dem die Polizei-Puppenbühne in der Turnhalle auftrat, war ich fasziniert. Einige Jahre später versprach ich meinen besorgten Eltern, nicht blauäugig in den Beruf zu starten und jenes „romantische“ Polizeibild, das ein Kind sich ausmalt, wurde systematisch in die Realität überführt. Die Bücher der Polizei-Poeten wurden meine Lieblingslektüre, ich lachte und weinte über die Berichte.
Der schonungslosen Realität ins Auge zu sehen, lässt zivile Personen wie mich versierter über diesen doch sehr medienwirksamen Beruf denken. Über jeden Einblick in den belastenden Alltag der Polizei war ich dankbar, von meinem Traum brachte es mich keinesfalls ab, im Gegenteil. Die Ausmusterung traf mich wie Liebeskummer und sind wir ehrlich: Einen adäquaten Ersatz konnte ich nicht finden. Der Polizeiberuf ist und bleibt einzigartig. Einzigartig erfüllend und einzigartig belastend. Mir wurde klar, dass ich den Felsen, der in meinem Weg liegt, umgehen muss: Auch wenn ich nun extern ein Studium absolviere, ist es dennoch weiterhin meine Vision, Polizistinnen und Polizisten zu unterstützen.
Viel zu viele Bürger sehen lediglich eine unpersönliche, scheinbar unverwundbare Fassade aus Uniform, Dienstgrad oder Aufgabe. Aber wenn man sich auf Erfahrungsberichte einlässt, erkennt man ganz leicht, was Sie als Polizistinnen und Polizisten wirklich sind: Menschen! Menschen mit Gefühlen und Emotionen, Schwächen und Stärken. Gewöhnliche Menschen, mit einem Unterschied:

Sie müssen die andauernde Konfrontation mit Leid, Grausamkeit, Tod und Verletzung ertragen.
Sie schützen uns Alle unter Einsatz Ihrer Leben, Ihrer Gesundheit und Ihrer Nerven.
Sie werden angefeindet und angegriffen, geschlagen und beleidigt.
Das alles ertragen Sie für uns Bürgerinnen und Bürger, für unsere Sicherheit, für unsere demokratische Gesellschaft. Sie sind unverzichtbar.
Aus diesem Grund ein herzliches, ehrliches und aufrichtiges DANKESCHÖN: Sie haben den „wunderschönen Scheißjob“, den ich mir immer gewünscht habe. Sie verdienen Ehre und Wertschätzung, denn Sie sind rund um die Uhr für uns im Einsatz. Es braucht gar keine Heldentaten, keine außergewöhnlichen Leistungen, keine Auszeichnungen. Sie sind für mich Helden, schlicht aufgrund Ihres Berufes und Ihrer Einsatzbereitschaft. Helden des Alltags, des vielzitierten ganz normalen Wahnsinns. Mehr als gute Gründe, Ihnen Respekt zu zollen und ein Wort zu sagen, das viel zu selten gesagt wird: DANKE!

Ein Mitglied von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.