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Allgemein Verein

Besuch bei der Bundespolizeidirektion Koblenz – Intraneteintrag

31. August 2015 | KOBLENZ | Der Ständige Vertreter Polizeidirektor Michael Schuol begrüßte heute die Vorsitzende des Vereins „Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.“ in der Bundespolizeidirektion Koblenz. Nach kurzer Einweisung in die Zuständigkeiten der Bundespolizeidirektion nutzten beide Seiten die Gelegenheit, sich besser Kennenzulernen.

Bildquelle: Bundespollizeidirektion Koblenz
Bildquelle: Bundespollizeidirektion Koblenz

Frau Minrath-Grunwald interessierten die Besonderheiten bei der Aufgabenwahrnehmung der Direktion Koblenz im Vergleich zu anderen Polizeidienststellen, die sie bereits bereiste. Sie nutzte die Gelegenheit auf den „Danke-Polizei-Tag“ am 19. September 2015 hinzuweisen, der unter der Schirmherrschaft des rheinlandpfälzischen Innenministers Roger Lewentz steht. An diesem Tag besuchen die Vereinsmitglieder einzelne Polizeidienststellen um ihren Dank auszusprechen. Da die Auftaktpressekonferenz am 7. September 2015 im Polizeipräsidium Mainz stattfinden wird, hat sie einen Besuch des Reviers Mainz am 19. September 2015 in Aussicht gestellt.

Ein weiteres Thema war die Grenzen-und Werteverschiebung in der Gesellschaft, eine Entwicklung, die sie als Lehrerin an einer Berufsbildenden Schule ebenfalls feststellt.

Frau Minrath-Grunwald gründete 2011 den Verein, nachdem sie bei einem Besuch in Berlin erlebte, wie Polizisten bei einer Demonstration angegangen und verletzt wurden. Ziele des Vereins sind der Öffentlichkeit die Menschen hinter der Uniform „sichtbar“ zu machen und Polizeibeamten seelische Unterstützung zu vermitteln (z.B. mit Genesungskarten an Polizisten, die in Ausübung ihres Dienstes verletzt wurden.) Der Verein mit Sitz in Remagen hat derzeit 100 Mitglieder, darunter auch einige Polizisten.

Fazit: Ein informationsreiches, kurzweiliges Gespräch. Es ist gut zu wissen, dass es auch in der heutigen Zeit  Bürgerinnen und Bürger gibt, die sich für Polizisten einsetzen und ihre Arbeit zu schätzen wissen!

(Intraneteintrag im Intranet der Bundespolizeidirektion Koblenz, mit freundlicher Genehmigung der Bundespolizeidirektion Koblenz)

 

Allgemein Verein

Die kleinen Wünsche

Besuch des Vereins Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. bei der Bundespolizei in Köln-Dellbrück

Nachdem die erste Genesungskarte bei der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit (MKÜ) der Bundespolizei in Köln-Dellbrück eingegangen war, überraschten die Beamten dort die Vereinsvorsitzende Gerke Minrath mit einer freundlichen Nach-Dienst-Einladung an den ganzen Verein zum gegenseitigen Gedankenaustausch, die wir gerne mit immerhin fünf Mitgliedern wahrnahmen.

Zeichnerin: Vanessa Drossel
Zeichnerin: Vanessa Drossel

Die MKÜ gehört zur Bundespolizeidirektion Sankt Augustin und hat ihren Sitz in Köln. Dort befinden sich die Führungsgruppe und zwei Züge. Ein weiterer Zug ist in Goch und einer in Essen aufgestellt. Zusätzlich gehören dazu noch eine Entschärfergruppe in Düsseldorf und eine in Köln/Bonn. Zu ihrem Aufgabenspektrum gehören etwa Fußballeinsätze, Einsätze bei Versammlungen oder die Verstärkung des Streifendienstes.

 

Symbolfoto
Symbolfoto

Es wurde ein ganz besonderer Vereinsausflug. Wir wurden mit viel Wärme und Gastfreundschaft empfangen und fürstlich mit Keksen, Kaffee und später Grillwürstchen bewirtet.

Auch die Gespräche auf der Dienststelle erwiesen sich als äußerst interessant. Das Vereinsthema „Gewalt gegen Polizisten“ und die darum herum liegenden Gebiete wurden ausführlich und ehrlich angesprochen und angeregt diskutiert. Dabei wurden mögliche Ursachen der Gewalt und natürlich auch Lösungsansätze besprochen. Immer wieder erzählten die Beamten Anekdoten aus dem Einsatzgeschehen, die uns manchmal belustigt, manchmal fassungslos zurückließen, wie bspw. die, dass es recht viele Mütter zu geben scheint, die ihren Kindern in Anwesenheit der Beamten sagen: „Wenn du nicht brav bist, holen dich die Polizisten.“ Wen wundert da noch die steigende Aggression gegen Polizeibeamte?

Uns gefiel, dass die Beamten allesamt auch durchaus selbstkritisch waren und damit auf die jüngst wieder aktuell gewordenen Vorwürfe reagierten, die Polizei im Allgemeinen würde oftmals zu hart oder auch rechtswidrig agieren. Es herrschte allgemeiner Konsens im Raum, dass derartige Vorfälle nicht die Regel sind, wenn sie aber geschehen, vor allem die Transparenz ein wichtiger Punkt ist, um mit dem eigenen Handeln offen und selbstkritisch umgehen zu können. Gleichzeitig wurde aber auch der Wunsch nach deutlich neutralerer Berichterstattung laut, gerade in Hinblick darauf, dass vermeintliche und tatsächliche Fehlleistungen von Polizeibeamten lautes Echo in der öffentlichen Diskussion und den Medien finden, es hingegen kaum auffällt, wenn Verfahren gegen Polizeibeamte eingestellt werden oder scharf kritisierte Einsätze sich dann doch als rechtmäßig herausstellen. Die vielfach von Polizeibeamten geforderte Selbstkritik würde vielen vermutlich deutlich leichter fallen, wenn ihnen umgekehrt das Gleiche häufiger entgegengebracht würde.

Auch die Belastungen durch die Einsätze waren ein Thema. Denn selbst, wenn man ohne Verletzungen aus der Lage zurückkehren kann, bleiben doch die Eindrücke, die geschluckten Beleidigungen und das vielleicht schwer zu verkraftende Erlebte beim Beamten zurück. Hier wurde doch deutlich, dass Dinge wie PTBS und Angstproblematik bisher eher selten thematisiert und die Hilfe durch Seelsorger oder nichtkonfessionelle Helfer wohl eher selten wahrgenommen würde. Hier sollte es sicher noch Verbesserungen auf Seiten des Angebots und auch der Überwindung, Hilfe anzunehmen, geben.

Bei der abschließenden Frage, was sich die Polizisten denn von unserem Verein und der Bevölkerung wünschten, kam neben anderen Dingen wie der Öffentlichkeitsarbeit eigentlich eine ganz kleine Sache zur Sprache: Einfach mal loben und danke sagen. „Ein einziges Lob rettet den ganzen Tag.“
Wir denken: Das sollte doch nicht zu viel verlangt sein, oder?

Die Atmosphäre war dabei die ganze Zeit über wirklich freundlich und sehr angenehm. Wir waren auch davon gerührt, dass uns nach Dienstschluss noch so viel Zeit gewidmet wurde. Sicher können wir stellvertretend für alle sagen, dass wir uns wirklich wohlgefühlt haben.
(Nicht zuletzt durch die gute Bewirtung.  wp-monalisa icon)

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Vielen Dank an die MKÜ sowie allen Polizeibeamten vielen Dank für ihren täglichen Einsatz!

 

Vanessa Drossel, Gerke Minrath

Allgemein Trauriges

Flugunfall Olympiastadion – Spendenaufruf der Bundespolizei-Stiftung

Am 21. März 2013 wurde bei einem tragischen Unfall während einer Großübung im Bereich des Berliner Olympiastadions ein Pilot der Bundespolizei-Fliegerstaffel Blumberg tödlich verletzt.

Das Mitgefühl und die übermittelten Beileidsbekundungen zeigen uns noch immer, wie schmerzlich der Verlust eines besonderen Menschen auch über die Grenzen des Polizeiflugdienstes wahrgenommen wird.

Viele Kolleginnen und Kollegen, aber auch Freunde und Unterstützer der Bundespolizei, warfen dabei auch die Fragen nach finanzieller Hilfe für die Familie auf, die wir nunmehr im Rahmen eines Spendenaufrufes beantworten möchten.

Die Spenden sind zweckgebunden und sollen den insgesamt vier Kindern auf ihrem weiteren Lebensweg Unterstützung geben.

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich für alle Zuwendungen bedanken, die Sie an folgende Bankverbindung überweisen können:

Bundespolizei-Stiftung

Konto-Nummer 683 680 bei der Sparda Bank West eG (BLZ 370 605 90)

Kennwort „Flugunfall Olympiastadion“

Informationen finden Sie auch unter www.bundespolizeistiftung.de bzw. www.bundespolizei.de

 

Eine Spendenbescheinigung kann angefordert werden bei der
Bundespolizei-Stiftung, Alt Moabit 101D, 10559 Berlin, Telefon:
030/186812719, Ansprechpartner: Frau Lübke-Thomas, E-Mail:
bhpr@bmi.bund.de

Quelle: PM der Bundespolizeistiftung (über BPOLP Potsdam) vom 26.03.2013