Category Archives: Allgemein

Allgemein Polizistenstimmen Verein

Polizisten eine Stimme geben: Was ist mit mir los? Ich dachte immer ich bin stark!

Symbolfoto
Symbolfoto

Es ist noch gar nicht so lange her. Es war eine Nachtschicht, die super lief. Wir (meine Streifenpartnerin und ich) hatten eine Menge Spaß in dieser Nacht. Wir haben gelacht, haben uns klasse Musik reingezogen und den Dienst genossen.

 

Und dann kam dieser vorletzte Einsatz.

 

Wir waren bei einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt. Häusliche Gewalt heißt es, wenn es zu Straftaten innerhalb einer Beziehung kommt. Der Lebensgefährte hatte seine Freundin leicht gewürgt. Nichts besonderes in meinem Bereich. Das ist eigentlich Tagesordnung. Ich ging zum Fahrzeug um ein Atem-Alkohol-Messgerät zu holen.

 

Als ich nun am Kofferraum stand kam jemand vorbei und beleidigte mich ohne Grund. Er war sehr aggressiv und mit Unterstützung konnte ich dann seine Personalien feststellen und er bekam seine verdiente Anzeige.

 

Allerdings war schon zu diesem Zeitpunkt etwas anders. Ich regte mich sehr stark darüber auf, dass mich jemand beleidigt, ohne dass ich überhaupt etwas mit ihm zu tun hatte. Es gab keinen vernünftigen Grund für sein Tun.

Ich stand fast immer über diesen Sachen. Einen Einsatz, ob ich Funkwagen war oder der Einsatzleiter, schüttelte ich einfach so aus dem Ärmel. Es gab nichts, was ich während meiner gut 25 Jahren Dienst, nur auf diesem Abschnitt, noch nicht erlebt habe.

 

Nach der Ablösung fuhr ich nach Hause und schlief erst mal.

 

Allerdings war die Nacht früh zu Ende. Meine Frau, die sich von mir getrennt hat, wollte vorbeikommen. Die Trennung ist frisch und schmerzt.

 

Als sie wieder weg war telefonierte ich mit einer mittlerweile sehr guten Freundin. Sie gibt mir sehr viel Halt in dieser schweren Zeit. Wir redeten über Gott und die Welt. Und ich erzählte ihr auch von meinem Erlebnis in der Nacht. Immer wieder kamen mir die Tränen. Ich hatte es einfach nicht im Griff, nicht zu heulen. Sie legte mir nahe zum Arzt zu gehen. Sie sagte: „Du hast ein Burnout!“

 

Es war wieder mal ein langes Gespräch. Ich ließ mich überreden. Zwischendurch meldete ich mich auf meiner Dienststelle krank. Ich hatte ja eigentlich wieder Frühschicht nach dem Nachtdienst.

 

Und es war der richtige Weg.

 

Ich ging also zum Arzt und wollte ihm in Ruhe von meinen Symptomen erzählen.

Antriebslosigkeit, Motivationslosigkeit, innere Leere und fehlende Erholungsphasen auf Grund des Dienstes und natürlich die Trennung.

 

Aber so weit kam ich gar nicht.

 

Ich setzte mich beim Arzt hin, wollte anfangen zu erzählen und fing an zu heulen. Unter Heulen erzählte ich ihm, was mit mir los ist.

 

Mein Arzt wusste sofort was mit mir passiert war. Seine Diagnose: anfängliche Depressionen. Schlicht und einfach im Volksmund gesagt „Burnout“. Er schrieb mich gleich mehrere Wochen krank. Er gab mir den Rat alles zu machen, was mir Spaß macht und mein Leben zu genießen. Das ist aber einfacher gesagt als getan. Ich werde es langsam angehen lassen. Ich muss mich erst einmal wieder selber finden.

 

Ich weiß noch nicht, ob ich aus dieser Situation selber wieder herauskomme oder ich mir noch psychische Hilfe holen muss.

 

Ich weiß nicht wie lange ich noch krank sein werde. Das ist mir auch egal. Ich war nie krank. Höchstens mal eine Erkältung oder eine OP. Aber ich habe geschaut, dass ich schnell wieder arbeiten bin, damit die Kollegen nicht so belastet sind.

 

Eines weiß ich aber:

Ich will raus aus der Depression. Ich will wieder ein normales Leben führen. Ich will wieder Spaß haben

 

Das kann nicht der Sinn des Lebens sein, sich für seinen Dienstherrn aufzuopfern. Ich habe mir auch vorgenommen ruhiger zu treten, wenn ich wieder im Dienst bin. Ob ich schaffe weiß ich jetzt auch noch nicht.

 

Auch wenn ich das hier anonym schreibe, weiß ich doch, dass mich hier einige erkennen werden. Aus meinem Kollegenkreis, Bekanntenkreis und Freundeskreis.

 

Das ist mir aber egal. Ihr sollt wissen, was mit mir los ist. Ich bin immer offen mit allem umgegangen.

 

Ich möchte, dass Euch so etwas nicht passiert, so wie es mir passiert ist.

 

Hört auf euren Körper und vor allem auf eure Seele.

 

Tretet kürzer und lasst Euch gegebenenfalls helfen.

 

Eines noch.

 

Ich möchte mich bei den drei Personen bedanken, die für mich da sind. An erster Stelle meine liebe Telefonfreundin. Du hast stets ein offenes Ohr für mich. Danke! Meine Streifenpartnerin, die ich auch immer telefonisch und auch persönlich mit meinen Problemen belästigen kann. Danke! Und meine gute Freundin hier. Sie weiß schon wen ich meine. Danke!

 

Also passt gut auf Euch auf und hört auf euren Körper und auf eure Seele.

(Der Autor des Textes ist dem Verein Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. persönlich bekannt.)

Allgemein Demo Verein

Wir danken für den Demoeinsatz – Ludwigshafen, 08.02.2015

Als ich Ende Januar 2015 den Verein Keine Gewalt gegen Polizisten e. V. dem Ludwigshafener Polizeipräsidenten Jürgen Schmitt vorstellte, erfuhr ich vom Demonstrationseinsatz am 08. Februar in Ludwigshafen.

Spontan entschieden wir, als Verein dort präsent zu sein, um den Polizeibeamten im Einsatz danke zu sagen und wie auch in Remagen unsere Danke-Kärtchen zu verteilen. Da die Polizei auf dem Boden der Verfassung steht, ist ein Einsatz für die Polizei definitiv ein Einsatz gegen jede Form von Extremismus. Netterweise bekamen wir von Herrn Schmitt die Erlaubnis. Danke!

Das Motiv unserer Visitenkarte für diesen Großeinsatz
Das Motiv unserer Visitenkarte für diesen Großeinsatz

Einige Personalräte der Gewerkschaft der Polizei nahmen uns unter ihre Fittiche und schon ging es los.

 

Bei der Gegenkundgebung des bürgerlichen Spektrums auf dem Theaterplatz trafen wir den Polizeirpräsidenten. (von links nach rechts: Gerke Minrath, KGgP, Udo Fremgen, GdP, Isabel Sorg, GdP, Nadine Imo, KGgP, Jürgen Schmitt, Polizeipräsident, Ralf Seiler, GdP, Siegmar Schäfer, GdP, Michael Harm, GdP)
Bei der Gegenkundgebung des bürgerlichen Spektrums auf dem Theaterplatz trafen wir den Polizeipräsidenten. (von links nach rechts: Gerke Minrath, KGgP, Udo Fremgen, GdP, Isabel Sorg, GdP, Nadine Imo, KGgP, Jürgen Schmitt, Polizeipräsident, Ralf Seiler, GdP, Siegmar Schäfer, GdP, Michael Harm, GdP)

Das Demonstrationsgeschehen selbst kann ich auch nicht besser zusammenfassen als die Polizei (siehe im Anhang an diesen Beitrag), also beschränke ich mich auf einige Anekdoten. Vorab möchte ich aber zwei Vorfälle nicht unerwähnt lassen, die im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen passierten. Wir befanden uns zu den fraglichen Zeitpunkten an anderem Ort, diese Infos lassen sich aber aus den Pressemitteilungen der Polizei im Anhang entnehmen:

Aus einem Aufzug lösten sich etwa 200 Linksautonome, um eine rechtsorientierte Versammlung zu stören. Eine Polizeikette wurde überrannt, einem Streifenwagen wurden die Scheiben eingeschlagen, unter den Streifenwagen wurde ein Bengalo geworfen, sodass der Eindruck enstand, der Streifenwagen würde brennen. Die drei Polizeibeamten in dem Streifenwagen konnten sich aus diesem retten. Sicherlich eine schockierende Erfahrung.

Am späten Nachmittag / frühen Abend befanden sich Angehörige des rechten Spektrums in Ludwigshafen in einer Gaststätte. Polizeibeamte vor dieser Gaststätte wurden aus diesen Besuchern heraus angegriffen, ein Polizeibeamter wurde verletzt. Gute Besserung!

Nun zurück zu unserem Einsatz.

Wie kommen wir hier nach Ludwigshafen?

IMG_6704_kleinVerabredet waren wir mit den Herren von der GdP in Ludwigshafen im Polizeipräsidium. Nadine und ich reisten über Mannheim an. Auch dort fand sich am Hauptbahnhof ein großes Polizeiaufgebot, gemischt aus Bereitschaftspolizei der Bundespolizei und des Landes Baden-Württemberg. Weil ich mir wirklich unsicher war, fragte ich einen der baden-württembergischen Polizisten, ob wir problemlos den Zug nach Ludwigshafen nehmen könnten. Er bejahte das und fügte hinzu: “Sie können aber auch mit dem Aufzug gehen, der gleich losgeht.” Ich bedankte mich für die Information und sagte dann: “Wir haben einen Termin im Polizeipräsidium, deswegen würde uns der Aufzug nicht wirklich weiterhelfen.” Er starrte mich an, als hätte ich den Verstand verloren, sagte dann aber: “Jedenfalls können Sie mit der Bahn problemlos nach Ludwigshafen fahren.”

Zum Abschied drückte ich ihm noch unser Danke-Kärtchen in die Hand. Ich hoffe, er weiß jetzt, dass wir wirklich einen Termin im klassischen Sinne im Polizeipräsidium hatten und unser Plan nicht war, derart aufzufallen, dass wir dort den Gewahrsam von innen sehen…

Gewalt gegen Polizisten e.V.

Das ist nur ein Polizist aus der Kette. Aber bei mir haben halt auch Polizeibeamte ein Persönlichkeitsrecht, deswegen sieht man nur ihn.
Das ist nur ein Polizist aus der Kette. Aber bei mir haben halt auch Polizeibeamte ein Persönlichkeitsrecht, deswegen sieht man nur ihn.

Wir waren schon eine Weile beim Dankesagen auf dem Weg durch die Reihen. Ich hinkte etwas hinter unseren Begleitern her, weil ich mal wieder meiner Blaulichtfotosucht frönen musste, und stand plötzlich vor einer Polizeikette. Nicht die riesigste des Tages, aber immerhin etwa zehn Polizisten. Einer von ihnen schaute mich scharf an und fragte sehr freundlich: “Machen Sie Witze?”

Ich (erstaunt): “Wieso?”

Er: “Gewalt gegen Polizisten e. V.?”

Oha! Blöd, wenn der Kragen der Jacke über der Beschriftung der Leuchtweste hängt. Blöd, wenn ausgerechnet der Teil des Vereinsnamens verdeckt wird, der die beim Gegenüber ankommende Botschaft um 180 Grad dreht.

Ich klappte also meinen Kragen beiseite und ließ den kompletten Vereinsnamen wirken. Dann erklärte ich, dass wir eigentlich vor Ort seien, um Polizeibeamten für ihren Einsatz zu danken. Da freute er sich dann doch.

 

Die sind richtig süß…

Nadine und ich standen an einer Polizeiabsperrung, hinter der Polizei. (Ist ja auch ein passender Standort für einen polizeifreundlichen Verein). Wir ließen ein wenig die Atmosphäre eines so großen Einsatzes auf uns wirken. Die offizielle Kundgebung auf der anderen Seite der Absperrung war bereits beendet. Dennoch liefen ab und an ein paar Demonstranten vorbei, von denen einige den Polizeibeamten hasserfüllte Blicke zuwarfen.

Die fragliche Polizeikette, allerdings zu einem anderen Zeitpunkt.
Die fragliche Polizeikette, allerdings zu einem anderen Zeitpunkt.

Das animierte Nadine zu der Bemerkung: “Die sind doch ganz lieb? Ich verstehe nicht, wieso man die schlagen muss.”

Ein junger Polizist wandte sich völlig verwirrt zu ihr um: “Wer ist lieb?”

Nadine: “Na, Sie. Ich würde nie auf Sie losgehen.”

Und zack, hatte er ein Kärtchen mit unserem Dank in der Hand. Manchmal klappt’s dann doch ganz unerwartet.

 

Das fehlt mir noch in meiner Kollektion

Das Foto, das mir noch fehlte in meiner Kollektion... ;-)
Das Foto, das mir noch fehlte in meiner Kollektion… ;-)

Ich hatte auch Gelegenheit, mein Sammlung von Fotos von Ärmelabzeichen zu erweitern, die immer wieder als Symbolfotos für entsprechende Postings dienen können. Diverse Polizisten erlaubten mir, ihres abzulichten. So kamen die Abzeichen der Bereitschaftspolizei der Bundespolizei, von Baden-Württemberg und des Saarlandes dazu. Es gibt sogar ein Ärmelabzeichen mit der Aufschrift “Personalrat der Polizei”.

Plötzlich ging ein Polizist mit einem Ärmelabzeichen “TEE RP” (Technische Einsatz Einheit Rheinland-Pfalz) an mir vorbei. Ich sprach ihn an mit den Worten: “Ooooh. Das fehlt mir noch in meiner Kollektion.”

“Nee, das kann ich Ihnen aber nicht geben”, sagte er und griff an seinen Ärmel. “Ich hab nur eins.”

Merke: Wenn die Sammlergier in den eigenen Augen leuchtet, sollte man sich klar ausdrücken, WAS genau man sammelt. Gut, ich hätte das Original auch genommen… aber zuerst einmal wollte ich nur ein Foto.

 

Hungrige Polizisten

Bei einer Polizeikette nutzte allerdings unser ganzer Charme nichts. Die Mehrheit der Damen und Herren wollte unseren Dank nicht und die Blicke, die sie mir zuwarfen beim Ablehnen, waren auch nicht gerade freundlich. Ich prüfte meinen Kragen. Saß. Daran konnte es nicht liegen. Irgendwann gab ich auf – ich kann auch manchmal ein Seelchen sein. Während ich mir noch den Kopf zerbrach, was denn nun ich falsch gemacht hatte, erfuhr ich von einem Polizisten, der unseren Verein kannte, dass die Damen und Herren seit morgens nichts gegessen hatten. Dabei war es etwa vier Uhr nachmittags.

Da konnte ich dann innerhalb eines Wimpernschlags Verständnis entwickeln. Wenn ich hungrig bin, bin ich auch der unausstehlichste Mensch westlich von Suez.

 

Persönlich bin ich nicht nur wegen des Vereinszwecks bei solchen Einsätzen dabei, sondern auch, weil ich dabei so viel lerne. Dieses Mal blieben insbesondere drei Dinge hängen:

  • Die Einsatzbelastung wird derzeit nicht weniger.
  • Die angeblichen Prügelpolizisten waren sogar dann ausgesucht höflich, als sie noch dachten, ich sei Mitglied bei “Gewalt gegen Polizisten e. V.”.
  • Sie werden so oft verarscht, dass es manchen von ihnen schwer fällt, freundliche Gesten zu akzeptieren. Es wird dringend Zeit, dass mehr Bürger sich zu solchen Gesten aufraffen. Bürgerinnen und Bürger, die sich das für sich vorstellen können, sind jederzeit bei uns im Verein willkommen.

 

Allen, die wir nicht erreichen konnten: DANKE für Euren Einsatz – in Ludwigshafen und an jedem anderen Ort, jeden Tag aufs Neue!

IMG_6643_klein

 

Anhang:

Zwei Pressemeldungen der Polizei zum Einsatzverlauf:

Das polizeiliche Konzept zur Lagebewältigung ging auf. Die Trennung der Gruppierungen ist gelungen.

An unseren Appell, sich friedlich zu versammeln, haben  sich leider nicht alle Teilnehmer gehalten. 
Aus dem von Mannheim kommenden Aufzug mit dem Ziel Theaterplatz in Ludwigshafen lösten sich ca. 200 Linksautonome und  stürmten in Richtung Hauptbahnhof. Hierbei wurden Absperrungen und eingesetzte Kräfte der Polizei überrannt.
An einem Streifenwagen der Polizei wurden die Scheiben eingeschlagen und ein „Bengalo“ unter das Fahrzeug geworfen. Von außen entstand der Eindruck, dass das Polizeifahrzeug brennt.
Die drei Polizeibeamten konnten sich aus dem Fahrzeug retten.
Sie wurden ärztlich und seelsorgerisch betreut, konnten aber im Anschluss weiter Dienst verrichten.

Die Versammlung „GsD“ am Hauptbahnhof besuchten ca. 500 Teilnehmer.
25 Personen hatten Pflastersteine aufgenommen und mitgeführt.
An sie wurden Platzverweise erteilt.
Aus dem Bereich der linksautonomen Teilnehmer, die in Richtung Hauptbahnhof liefen, wurden Straftaten begangen.
Gegen 45 Personen wurde wegen des  Überrennens der Polizeiabsperrung, dem Angriff auf Streifenwagen und Polizeikräfte wegen besonders schwerem Landfriedensbruchs ermittelt.

Zudem wurden Sachbeschädigungen, zwei Verstöße gegen das Waffengesetz und Verstöße gegen das Versammlungsgesetz wegen des Mitführens von verbotenen Gegenständen und dem Abrennen von Bengalos, begangen.

Bei der Festnahme der Personen kam es weiterhin zu Widerstandshandlungen.

Insgesamt wurden 131 Personen in Gewahrsam genommen.
12 Jugendliche wurden nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen entlassen. 

Bei den restlichen Festgenommenen wurde durch einen Richter der Gewahrsam bis in die Abendstunden angeordnet.

Momentan halten sich noch 50 – 60 Personen des rechten Spektrums in einer Gaststätte in der Innenstadt auf.
Ebenso Kleingruppen verteilt im Stadtgebiet.

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Rheinpfalz vom 08.02.2015

 

Nachdem die Kundgebung von „Gemeinsam stark Deutschland“ am Hauptbahnhof beendet war, entfernten sich die Teilnehmer in Kleingruppen vom Veranstaltungsort.
Dabei kam es vereinzelt zu Konfrontationen „rechter“ und „linker“ Gruppierungen.

Gegen 17.40 Uhr wurden Polizeibeamte vor einer Gaststätte in der Innenstadt angegriffen. Dabei erlitt ein Polizist ein Hämatom durch einen Schlag auf den Kopf.
Die Angreifer wurden festgehalten. Von ihnen und den weiteren Besuchern der Gaststätte wurden die Personalien festgestellt. Anschließend erhielten alle einen Platzverweis.
Diese Personen waren der rechten Szene zuzuordnen.

Vorläufige Bilanz
Insgesamt wurden 160 Personen in Gewahrsam genommen.
Mehr als 100 Personen wurden Platzverweise erteilt.
Über 30 Gegenstände wurden sichergestellt. Dabei handelte es sich unter anderem um Messer, Pfefferspray und Pyrotechnik.
Deutlich über 100 Strafanzeigen, vorzugsweise linksmotivierter Straftraften, müssen bearbeitet werden.

Folgen bei der Polizei
Ein Polizeibeamter wurde durch einen Schlag auf den Kopf verletzt.
Vier Fahrzeuge der Polizei wurden beschädigt: an einem Streifenwagen entstand ein Schaden durch das Zünden eines Bengalos und eine Scheibe wurde eingeschlagen; ein Streifenwagen wurde zerkratzt und die Spiegel eines Polizeimotorrades und eines Transportwagens beschädigt.

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Rheinpfalz vom 09.02.2015

Allgemein Polizistenstimmen

Polizisten eine Stimme geben: Trauerzug von Officer Joey Fabus

Hallo KGgP-Team!

Ich bin begeisterter Leser eurer Facebookseite und auch Polizist.

Bethel Park PD 103111Mir geht manchmal die Hutschnur hoch, wenn ich über Gewalt von Polizisten in den Staaten lese. Da kommentieren Leute, die niemals in einer solchen Hoch-Stress Situation waren, die Geschehnisse, als könnten Sie dies nur um entferntesten beurteilen.

Ein Kollege & Freund aus den Staaten hat mir ein Video geschickt, in welchem Polizisten (diese mordenden Bestien, ihr wisst schon?) einen Trauerzug für “Officer” Joey Fabus gefahren sind.

Was ist daran besonders? Joey Fabus wurde nur 8 Jahre alt, als ihn der Krebs viel zu früh aus dem Leben gerissen hat. Der größte Traum von Joey Fabus war es einmal Police Officer zu werden. Im Juli machte das Bethel Park Police Department diesen Traum zumindest für einen Tag zur Realität.

Joey wurde vereidigt, bekam eine Uniform und durfte einen Tag mit auf Streife.

Vielleicht ist diese Nachricht / das Video ein News auf euer FB-Seite wert, um mal das Bild der US Police Officer ins rechte Licht zu rücken.

Viele Grüße

Chris Gö
Hier das Video von seinem Tag als Officer:

Und hier das Video vom Trauerzug:

Allgemein Polizistenstimmen

Polizisten eine Stimme geben: Bereitschaftspolizei Deutschland (Facebook-Seite)

BePo DeutschlandHallo, mein Name ist Linus. Hauptberuflich bin ich Polizeibeamter und nebenbei betreibe ich die Seite “Bereitschaftspolizei Deutschland. Gelegentlich bin ich auch auf dem Rettungswagen zu finden. Das ist nämlich meine zweite Leidenschaft.

Wie bin ich nun darauf gekommen diese Seite zu gestalten? Ich finde, dass es viele Seiten über die einzelnen Polizeien der Länder gibt. Die Bereitschaftspolizei ist bisher irgendwie nirgends vertreten gewesen. Dabei machen die Jungs und Mädels dort einen wichtigen und tollen Job. Leider vergisst man das an vielen Stellen immer wieder und in den Medien fällt der Name auch nur in Zusammenhang mit negativer Berichterstattung. Das will ich ändern.

Bei mir auf der Seite bekommt ihr täglich News aus Einsätzen zu lesen. Diese erstrecken sich von Hamburg bis München und von Berlin bis Düsseldorf. Aus allen möglichen Ecken ist was dabei. Daneben gibt es Erlebnisberichte von Beamten zu lesen und auch mal ein lustiges Bildchen für zwischendurch.

Ich setze auf die Mitarbeit meiner Leser. Gerne dürft ihr mir Bilder, selbst Erlebtes oder auch Hinweise auf Artikel senden! Darüber freue ich mich immer.

An dieser Stelle möchte ich auch betonen, dass Kritik an der Arbeit der BePo ebenso willkommen ist wie Lob. Es wird niemand ausgegrenzt, außer es wird beleidigend, aber das wisst ihr ja.

Ich hoffe ihr habt Spaß auf meiner Seite und freue mich auf einen Besuch!

Hier der Link zu mir: https://www.facebook.com/bepo.deutschland

Grüße Linus

 

Anmerkung der Redaktion:

Schon als ich 2009 mit KGgP anfing, hörte ich mit als erstes die Aussage: “Du, nee. Dafür kann ich mich nicht erwärmen. Normale Verkehrspolizisten gehen ja noch, aber diese Brutalos von der Bereitschaftspolizei…”

Nun bin ich ein Typ, der bei solche Ansagen erstmal selbst hinguckt. Und muss sagen, dass ich das ganz schön ungerecht finde, wie da Menschen über einen Kamm geschoren werden, der da auch noch voll daneben ist. 

An dieser Stelle sind ein paar Worte zur Struktur der Polizei angebracht, die zwar in jedem Bundesland unterschiedlich ist, aber doch viele Gemeinsamkeiten aufweist. So teilen sich in den meisten Bundesländern die “Schutzpolizei” und die “Kriminalpolizei” die polizeilichen Aufgaben. Die Bereitschaftspolizei ist in den allermeisten Bundesländern an die Schutzpolizei angehängt. Jeder Polizeibeamte hat auch zwei Uniformen, eine für den Dienst als Schutzmann und eine für Einsatzlagen.

Nun gibt es “Sonderlagen”, in denen die Bereitschaftspolizei den Polizisten im “Wach- und Wechseldienst” (so nennt man die Polizeibeamten, die wir mit “Schutzmann” meinen, professionell) unterstützen. Beispielsweise werden beim Kölner Karneval auch Bereitschaftspolizisten auf Fußstreife durch Köln geschickt. Ebenfalls werden sie zur Unterstützung bei großen Verkehrskontrollaktionen geholt. Dabei tragen sie dieselbe Uniform wie ihre Kollegen, sind also optisch gar nicht zu unterscheiden.

Umgekehrt gibt es viele Polizeibeamte des Wach- und Wechseldienstes, die gelegentlich bei Großereignissen ihre Schutzkleidung anlegen, bspw. bei großen Demos oder Fußballspielen innerhalb einer entsprechenden Einheit Dienst tun. Persönlich bekannt sind mir da bspw. eine Jugendsachbearbeiterin sowie ein Verkehrssicherheitsberater.

In Schleswig-Holstein bspw. gibt es so genannte “Optionshundertschaften”. Das sind Hundertschaften, die nur bei Bedarf gebildet werden. Sie bestehen aus Polizeibeamten, die ansonsten als normale Schutzleute tätig sind.

Viele Polizeibeamte wechseln im Laufe ihres Berufslebens aus der Bereitschaftspolizei in den Wach- und Wechseldienst oder umgekehrt. Mir ist sogar eine Kriminalpolizistin bekannt, die einmal Dienst bei der Bereitschaftspolizei getan hat.

Man sieht also, dass diese Aufteilung sich nicht ernsthaft aufrechterhalten lässt. Bereitschaftspolizisten sind also nicht nur bei Demos im Einsatz oder dienen bei Fußballspielen als Prellbock zwischen den Fans der verfeindeten Mannschaften. Sie suchen nach Beweismitteln, z. B. nach einer Waffe, die ein Täter irgendwo auf der Flucht weggeworfen hat. Last but not least suchen sie vermisste Personen und kommen bei Katastrophen zum Einsatz. Das kann auch manchmal psychisch an die Substanz gehen. Deswegen kann ich jedem nur nahelegen, sich auf der Seite Bereitschaftspolizei Deutschland umzusehen. 

Allgemein Polizistenstimmen

Polizisten eine Stimme geben: Liebe Medien (Birgit Mücke)

SchreibenLiebe (insbesondere deutsche) Medien,

jetzt schlagt ihr wieder auf die Sicherheitsorgane ein: “Man hätte die Täter (ich nenne sie feige Mörder) doch schon vorher einsperren können, die standen doch auf Fahndungs- und Observationslisten und sogar auf no-fly-Listen.”

Der Ruf nach Vorratsdatenspeicherung wird laut.

Soll jedem, der schon mal in einen derartigen Verdacht geraten ist, ein Polizist an den Gürtel gekettet werden? 
Wie stellt ihr euch das vor?

Guckt ihr eigentlich zu viele Filme und verwechselt das mit der Wirklichkeit?
Das Leben hat kein Drehbuch – und falls doch, ist es nicht jedem bekannt.

Überlegt doch mal, wie lange es gedauert hat, Bin Laden und Sadam Hussein (um nur zwei zu nennen) endgültig dingfest zu machen und wieviele Gräueltaten die in der Fahndungszeit begangen und initiiert haben! Und die hatten mehr als einen Sicherheitsbeamten an den Fersen kleben.

Die Polizisten in Paris haben auch durch die Täter drei Kollegen (für manche sicher enge Freunde) verloren, mussten aber dennoch professionell, besonnen und effektiv weiter arbeiten. In welchem seelischen Zustand waren diese Menschen?

Sie haben großen Mut bewiesen und unter extremen Anspannungen dafür gesorgt, dass es nach Bekanntwerden keine weiteren Opfer dieser Täter gab (zwei verletzte Polizisten sind euch, wenn überhaupt, ja nur eine Randnotiz wert).

Allgemein Trauriges

Auch nach 40 Jahren – unvergessen! 20-jähriger Polizist wurde an Weihnachten 1974 erschossen

Polizeistern_RLPEs ist der Erste Weihnachtsfeiertag im Jahr 1974.

Am Nachmittag dieses 25. Dezember wird die Schutzpolizeiinspektion Brodenbach gegen 15.45 Uhr vom DRK darüber informiert, dass in der Schulstraße in Burgen eine männliche Person Schussverletzungen erlitten habe und der mutmaßliche Täter noch im Haus sei.

Polizeihauptwachtmeister Erwin Hoffmann fuhr mit seinem Streifenpartner sofort zum Einsatzort.

Während sich die Mitarbeiter des DRK um den Verletzten kümmerten, betraten die Beamten das Haus, um nach dem Täter zu suchen.

Sofort eröffnete der 50-jährige Mann das Feuer und traf einen der eingesetzten Polizeibeamten am Kopf. Der schwer verletzte Polizist konnte sich noch aus dem Haus retten.

Der damals 20-jährige Erwin Hoffmann reagierte sofort.

Aus seiner Dienstpistole gab er mehrere Schüsse in Richtung des Täters ab, traf und verletzte ihn.

Trotz dieser Verletzungen gelang es dem 50-jährigen Mann ebenfalls zu schießen. Er traf den Polizisten am Kopf und verletzte ihn tödlich.

Der Täter zündete anschließend das Haus an und erschoss sich mit der Dienstpistole des getöteten Erwin Hoffmann.

Seit Kriegsende sind im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz insgesamt 19 Polizeibeamte während der Dienstausübung ums Leben gekommen.

Das Polizeipräsidium Koblenz hält alle Verstorbenen in ehrendem Gedenken.

PM des PP Koblenz vom 18.12.2014

Allgemein Verein

Offener Brief an die Redakteurin des SWR-Beitrags “die Story im Ersten: Polizei – Gewalt und Videos – wenn Einsätze aus dem Ruder laufen”

 

SchreibenSehr geehrte Frau Agostini,

mit großem Interesse haben wir Ihre Dokumentation “die Story im Ersten – Polizei, Gewalt und Videos – Wenn Einsätze aus dem Ruder laufen” am 16.12.2014 angesehen.

Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. sehen uns nicht als Polizeiverherrlichungsverein, sondern sind deswegen Fans der bundesdeutschen Polizei, weil sie demokratisch legitimiert und rechtsstaatlich verfasst ist. Polizeiliches Fehlverhalten sollte unbestritten thematisiert und diskutiert werden.

Zugegebenermaßen hatten wir nach Ansehen des Trailers einige Bauchschmerzen. Letztlich war die Sendung dann im Vergleich zum Trailer neutraler. Dennoch gibt es sehr viele Punkte, an denen die Berichterstattung fairer hätte sein müssen.

Fall Westerburg:

  • In der Sendung wurde angemerkt, es sei nach dem Anfertigen des Videos über vier Wochen nichts passiert, bis sich schließlich die Redaktion der Rhein-Zeitung der Sache angenommen habe. Meines Wissens wurde das Video vor Ablauf dieser vier Wochen weder einer Polizeidienststelle noch einer Staatsanwaltschaft übergeben, folglich den Ermittlungsbehörden keine Chance gelassen, vorher zu ermitteln. Durch die oben genannte Formulierung entsteht der Eindruck einer Kumpanei zwischen Justiz und Polizei, die auf der vorhandenen Faktenlage schlicht nicht festzustellen ist. Dies belegt auch die Aussage des Staatsanwaltes zur Sichtweise seiner Behörde auf diesen Vorfall, die sich deutlich von der der beiden Polizeibeamten unterschied.
  • In der Sendung wurde die Aussage der Beamten, dass der Ladendieb sie angespuckt hat, mittels der Formulierung er “soll die Beamten mehrfach angespuckt haben” in die indirekte Rede gesetzt. Dieses Anspucken ist auch in das längst gefallene Urteil (Geldstrafe auf Bewährung) gegen die Polizeibeamten eingeflossen, kann also als erwiesen gelten. Hingegen wurde die Aussage des Filmenden in Mainz, ein Polizist habe ihn aufgefordert, den Film zu löschen, in direkter Rede wiedergegeben. Dadurch wird suggeriert, dass man Polizeibeamten weniger glauben kann als Nichtpolizisten.
  • Mir erschließt sich im Gesamtzusammenhang des Vorfalles von Westerburg sowie der Gesamtsendung die Aussage von Andreas Jöckel nicht, dass “menschlich… ein übler Nachgeschmack” bleibe, weil es zwei Verhandlungen gab. Die Welt ist nicht schwarz und weiß, es gibt in vielen Strafsachen nicht eine gute Seite und eine böse Seite, sondern eben Fälle, in denen beide Seiten Taten begangen haben, die verhandelt werden müssen. Nichts anderes war hier der Fall.

Fall Mainz:

  • Bei diesem Fall vermeintlicher Polizeigewalt handelt es sich um ein juristisch bereits abgeschlossenes Verfahren, bei dem klar durch die Staatsanwaltschaft festgestellt wurde, dass die Polizeibeamten gerechtfertigte Gewalt angewendet hatten. Die Argumentation des Filmenden, er habe “das Gefühl, dass der Polizist ein bisschen außer sich war” ändert daran nichts. Gewalt ist niemals schön anzusehen. Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass auch Polizeibeamte ein Recht darauf haben, nach ihrem Dienst gesund nach Hause zu kommen.
  • Teile der Sendung wurden beim Einsatztraining in der Polizeihochschule am Hahn gedreht. Sie hätten sich bspw. von einem der dortigen Einsatztrainer erklären lassen können, wie solche Fälle gehandhabt werden und warum das so ist.
  • Bei diesem Einsatz wurde ein Polizist durch einen Biss in den Finger durch den Einsatzhandschuh hindurch verletzt. Diese Information ist für einen Zuschauer wichtig bei der Beurteilung der Gesamtinformation, wurde aber nicht erwähnt.
  • Eine kritische Anmerkung dazu, dass das Video in den Medien gelandet ist, ohne den Ermittlungsbehörden auch nur die Chance zu Ermittlungen zu geben, fehlt an dieser Stelle völlig.

Fall Neptunbrunnen:

  • Auch hier wurde das Verfahren durch die Staatsanwaltschaft eingestellt, dem Polizeibeamten wurde Notwehr zugebilligt. Dies vor dem Hintergrund, dass Messerangriffe ab 10 Meter Abstand tödlich verlaufen können.
  • Es ist nachvollziehbar, dass der Anwalt der Angehörigen des Verstorbenen eine andere Sichtweise dazu einnimmt als die Staatsanwaltschaft. Auch macht ihn seine Emotionalität sympathisch. Allerdings ist das Wesen eines Rechtsstaates, dass gerade solche schwierigen Situationen sachlich distanziert mit kühlem Kopf auf der Basis geltenden Rechts angeschaut werden. Es wäre für uns alle fatal, wenn Recht auf der Basis von Sympathie und Antipathie gesprochen würde.
  • Der Hinweis auf die seelische Erkrankung des Erschossenen zeigt die besondere Tragik des Falles auf, nicht jedoch eine besondere Brutalität des betreffenden Polizeibeamten. Man kann die Tatsache, dass unsere Gesamtgesellschaft im Umgang mit diesem (und vielen anderen) psychisch Kranken versagt hat, nicht dahingehend ummünzen, dass sich Polizeibeamten widerstandslos abstechen lassen müssen, sobald der Angreifer psychisch erkrankt ist.

Fall Rosenheim:

  • Wir gehen mit Ihnen konform, dass dies ein Fall ist, der weh tut. Auch uns tut es weh, dass es für diese Menschen so schwer ist, zu ihrem Recht zu kommen. Allerdings muss gesagt werden, dass auch bei diesem Fall wieder in den Raum gestellt wurde, dass Justiz und Polizei unter einer Decke stecken. Dies basiert auf dem entstandenen Eindruck, dass ausschließlich der von den Polizeibeamten angezeigte Widerstand vor Gericht verhandelt wurde. Es bleibt unklar, warum wie im Fall Westerburg, wie in jedem vergleichbaren Fall, die zweite Verhandlung nicht stattfindet.
  • Mir wurde zugetragen, dass die Aufnahmen der drei Familienmitglieder mit Halskrause in den Krankenhausbetten drei Wochen nach dem Vorfall nachgestellt worden sein sollen. Das sollte recherchiert werden, denn es trägt zur Undurchsichtigkeit des Gesamtgeschehens bei.
  • Auch wir haben das Gefühl, dass hier Polizisten nicht rechtmäßig gehandelt haben. Allerdings sind Gefühle keine Basis für juristische Entscheidungen. Es ist dies der Punkt, an dem der Rechtsstaat versagt, weil bei einer solchen Konstellation (Aussage gegen Aussage) die Wahrheit nicht zu finden ist. Dies ist allerdings nicht nur bei Polizeibeamten so, sondern auch bei Fällen, in denen Nichtpolizisten gegen Nichtpolizisten vor Gericht stehen. Das tut weh, aber liegt im Wesen des Rechtsstaates. Es fragt sich aus unserer Sicht, was nun Sie ermächtigt, die Wahrheit kennen zu wollen?

Tobias Singelnstein und Alexander Bosch:

Wir haben die Arbeiten von Singelnstein und Amnesty International gelesen. Es ist in der Tat nachweisbar, dass sehr viele Verfahren gegen Polizeibeamten eingestellt werden. Allerdings manifestiert allein die Eröffnung eines Verfahrens nicht automatisch Schuld. Sonst könnte ich ja meine gesamte Nachbarschaft ins Gefängnis bringen, indem ich eine Anzeige nach der nächsten erstatte.

Die von Alexander Bosch zitierte Zahl von 2000 Anzeigen im Jahr sagt wenig aus, da auch gegen Polizeibeamte unberechtigte Anzeigen erstattet werden.

Diesen 2000 Anzeigen stehen übrigens 59.044 gewalttätige Übergriffe gegen Polizeibeamte gegenüber, darunter versuchter Mord, versuchter Totschlag und gefährliche und schwere Körperverletzungen. Darin sind nicht enthalten die Beleidigungen, die den Schwerpunkt der in Ihrem Beitrag erwähnten Aggressionen gegen Polizeibeamte bilden. Das sind im Schnitt 162 Übergriffe gegen Polizeibeamte am Tag. Es wäre Ausdruck tatsächlicher Neutralität gewesen, diese zu erwähnen.

Das Problem an den Untersuchungen von Singelnstein ist der fehlende Referenzwert. Ab wieviel Nichteinstellungen wird keine Kumpanei zwischen Staatsanwaltschaft und Polizei mehr angenommen? Erst ab 100%?

Es fehlt schlicht der Vergleichswert. Entweder müsste man ein vergleichbares Delikt bei Nichtpolizisten in Hinblick auf die Anzahl der Verfahrenseinstellungen untersuchen. Das scheitert schon daran, dass es dies nicht gibt, denn kein Nichtpolizist ist Träger der polizeilichen Amtsautorität, die eine Körperverletzung im AMT überhaupt möglich macht. Oder man müsste vergleichbare europäische Nachbarländer dahingegend untersuchen, bspw. Österreich, die Schweiz oder Frankreich. Allerdings stehen da durchaus ähnliche Vorwürfe im Raum, so dass auch das nicht viel bringen würde.

Interessant wäre aber doch in diesem Zusammenhang wenigstens die Zahl gewesen, wie viele Verfahren in der Gesamtbevölkerung eingestellt werden und wie viele es vor Gericht schaffen. Erst wenn da ein signifikanter Unterschied besteht, ist diese Zahl wenigstens bedingt aussagekräftig. Wobei Nichtpolizisten seltener Opfer von Racheanzeigen werden dürften, weil es, wie Rafael Behr so korrekt bemerkte, eben die Polizisten sind, die dann auf den Plan treten, wenn gesellschaftliche Konventionen versagen, und dann unliebsame Grenzen setzen.

Ohne jeden Referenzwert jedoch suggeriert die Zahl der Verfahren, die in einer Gerichtsverhandlung münden, lediglich die nach wie vor unbewiesene Behauptung, Polizeibeamten würden juristisch besser gestellt als Normalbürger.

 Kommentare in den Social Networks:

In den von Ihnen eingeblendeten Kommentaren in den Social Networks, die Sie als “Diskussion” bezeichnen, finden sich Vokabeln wie “ACAB” oder “Nazipack”. Eine Distanzierung von derartiger Wortwahl wäre in einem neutralen Beitrag angemessen gewesen.

Fall Köln-Eigelstein:

Die Erwähnung dieses Falls hat mich gefreut. Ich halte Klaus Berendes für einen sehr guten Mann. Wir können nichts weniger ertragen als Polizisten, die Kollegen, die polizeiliches Fehlverhalten anzeigen, anfeinden. Dies schadet der Polizei, die wir achten und wollen.

Allerdings widerlegt der Fall aus meiner Sicht den Grundtenor der Sendung. Klaus Berendes war Polizist. Was ist denn mit seinem Corpsgeist?

In Bremen haben ebenfalls Polizeibeamte einen Kollegen angezeigt. Eine einfache Internetrecherche ergibt eine Menge Urteile, die gegen Polizeibeamte gefallen sind.

Abschließend möchten wir sagen, dass aus unserer Sicht nichts dagegen einzuwenden ist, dass Polizeieinsätze mitgefilmt werden, was ja, wie der Fall Kevin Schümann zeigt, durchaus sinnvoll sein kann. Es ist allerdings eine ganze Menge dagegen einzuwenden, diese Videos dann entsprechend zusammenzuschneiden und ins Internet zur allgemeinen Verurteilung von Polizeibeamten öffentlich zu stellen. Solche Aufnahmen gehören in die Hände einer Ermittlungsbehörde, nämlich einer Staatsanwaltschaft, wie es ja im Fall Schümann auch geschah.

Auch wurde durch den Beitragsabschluss, in dem alle Fälle im gleichen Kontext genannt wurden, suggeriert, dass sie alle gleichermaßen zweifelhaft seien und als Beispiele für ein generelles Polizeiversagen gelten können, was definitiv nicht der Fall ist.

Neutral betrachtet kann man unserer Polizei vertrauen. Und das tun wir.

Mit freundlichen Grüßen

 

Der Brief ist vom 18.12, Frau Agostini sollte Gelegenheit bekommen,  ihn erst zu lesen.

Allgemein Polizistenstimmen

Polizisten eine Stimme geben: Manchmal läuft’s

Symbolfoto, das keinen Rückschluss darauf zulässt, in welchem Bundesland diese Geschichte spielt
Symbolfoto, das keinen Rückschluss darauf zulässt, in welchem Bundesland diese Geschichte spielt

Im Mai diesen Jahres, morgens gegen drei Uhr, wurden mein Kollege und ich zu einem Kellereinbruch in Magdeburg gerufen. Wir stellten den Streifenwagen auf einem Parkplatz ab, der zum Haus des Anrufers gehörte. Als wir ausstiegen, stellen wir als erstes fest, dass der Anrufer und Anzeigenerstatter stark alkoholisiert war. Entsprechend war eine Sachverhaltsaufnahme vor Ort nur sehr schwer möglich, da er aufgrund des Alkoholisierungsgrades kaum klare Worte äußern konnte. Dennoch haben wir die Anzeige aufgenommen.

Dann wurde der Geschädigte aber unverschämt. Zuerst wollte er, dass wir nicht vorhandene Spuren sichern sollten. Und dann sollten wir ihm gefälligst ein neues Schloss besorgen. Wir beendeten höflich den Einsatz.

Damit war der Herr alles andere als zufrieden. Kurzerhand klappte er einen Poller zur Zufahrt des Parkplatzes hoch. Mehrmalige Aufforderungen, uns den Weg freizumachen, schlugen fehl. Irgendwann verschwand er einfach.

Wir mussten Kollegen mit einem Pollerschlüssel anfordern. Eine halbe Stunde später haben die uns dann “befreit”. Eine Anzeige wegen Nötigung folgte.

Im Dezember fand die Gerichtsverhandlung statt. Urteil: 90 Tagessätze à 75 Euro, also 6.750 Euro insgesamt. Für mich ein Fingerzeig der sehr guten Richterin! Eine positive Überraschung!

Allgemein

Polizisten für Obachlose e. V.

Bereits seit April 2013 hörte ich bei Berlinbesuchen von dem Berliner Verein “Polizisten für Obachlose e. V.” “Die sind super”, sagte einmal ein junger Bundespolizist zu mir. Seitdem war ich neugierig.

Dann wurde es doch Februar 2014, bis ich endlich in Berlin den aktuellen Vorsitzenden dieses Vereins, Kersten Müller-Beyer, kennenlernen und mit meinen Fragen dazu bombardieren konnte.

Die Geschichte dieses Vereins begann im Jahre 1999 mit einem Anruf. Eine Polizeibeamtin der Berliner Polizei, die dann später die erste Vorsitzende werden sollte, wurde informiert, dass ein Herr lag drei Tage lang in einer Bushaltestelle. Bei Eintreffen der Polizei reagierte er zuerst ablehnend: “Lasst mich in Ruhe! Ich habe genug!” Eigentlich nur ein Beispiel von vielen für die Hilflosigkeit, der sich viele Polizeibeamte im dienstlichen Alltag ausgeliefert fühlen, weil sie nicht in der Lage sind, diesen Leuten zu helfen! Immerhin handelt es sich dabei in Berlin mittlerweile um über 10.000 Menschen.

Bild_2

Uneigentlich eine Initialzündung. Man WOLLTE helfen. Die Polizistin und ein Kollege sammelten intern bei der Polizei Kleidung für diesen Herrn, sowie andere Obdachlose. Eine erste Idee war, diese bei der Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo auszugeben, das wurde aber abgelehnt. Also stellte man sich dort am Bahnhof in einen Durchgang. Mittlerweile stellt die Bahnhofsmission ihre Räumlichkeiten für Ausgaben zur Verfügung.

Nach zwei Jahren inoffizieller Arbeit erfolgte 2001 die Vereinsgründung. Derzeit besteht der Verein aus sieben Mitgliedern. Fünf davon arbeiten bei der Bundes- bzw. der Landespolizei, hinzu kommen ein Rentner und eine Ordnungsbeamtin.

Bild_1_KMB“Polizisten für Obdachlose e.V.” verfügt über Sammelcontainer am Berliner Hauptbahnhof, am Ostbahnhof, im Bundespolizeirevier vom Bahnhof Zoo sowie in der Bundespolizeidirektion in der Schnellerstraße. Unterstützt wird er sowohl von der Bundespolizeidirektion Berlin, die die Nutzung von Dienst-Kfz für den Transport der Sachspenden zur Ausgabestelle gestattet, als auch vom Polizeipräsidenten in Berlin, der Räumlichkeiten in der Direktion 4 für die Lagerung der Sachspenden zur Verfügung stellt.

Die Sachspenden darin werden gesammelt, gelagert und sortiert. Einmal die Woche findet eine Ausgabe statt. Im Sommer ist es etwas ruhiger, weil die Menschen weniger frieren.

Die Reaktionen der Leute, die zu den Ausgaben erscheinen, beschreibt Kersten Müller-Beyer als durchweg positiv. “Man erfährt teilweise bewegende Geschichten”, sagt er – und ich konnte es ihm in diesem Augenblick ansehen, wie ihn diese Schicksale anrühren. “Man sieht sich gegenseitig als Mensch.”

00000027Obwohl der Verein “Polizisten für Obdachlose e.V.” von Frank Zander unterstützt wird, der einmal jährlich ein Gänseessen mit Obdachlosen organisiert, werden immer wieder Spenden benötigt, besonders jetzt in der kalten Jahreszeit.

Gebraucht wird Kleidung, allerdings nur Herrenbekleidung. Besonders dringlich sind Hosen, vor allen Dingen strapazierfähige Jeans. Außerdem sind Schlafsäcke bzw. Wärmematten dringend notwendig, sowie Hygieneartikel.

Wer diesem großartigen Verein etwas spenden möchte, kann seine Sachspenden an Herrn Kersten Müller-Beyer, Bundespolizeiinspektion Berlin Ostbahnhof, Am Ostbahnhof 1, 10243 Berlin schicken. Weiter Informationen finden sich unter http://www.pfo-berlin.de. Weitere Informationen, wie bspw. eine Spendenkontonnummer, können unter info@pfo-berlin.de erfragt werden.

Allgemein Demo Verein

Wir danken für den Demoeinsatz – Remagen, 22.11.2014

Alljährlich hat die Stadt Remagen das außerordentlich zweifelhafte Vergnügen, Gastgeber eines Neonazi-Aufmarsches sein zu dürfen. Vielfältige Initiativen wehren sich dagegen, u.a. durch ein Stadtfest in Verbindung mit einem Tag der Demokratie, den das Bündnis für Frieden und Demokratie Remagen ausrichtet.

Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e. V. vertreten den Standpunkt, dass ein deutliches Bekenntnis zu einer demokratisch legitimierten und rechtsstaatlich verfassten Polizei eine klare Absage an jede Form des Extremismus darstellt. Deswegen beteiligten wir uns dieses Jahr wieder am Versorgungseinsatz der GdP (Gewerkschaft der Polizei), bei dem Polizeibeamten der Einsatz mit Nussecken versüßt wurde.

Um viertel nach neun holte ich eine Mitstreiterin, Nadine, am Bahnhof ab. Nette Bundespolizisten ließen meinen Mann noch schnell über einen so gut wie gesperrten Parkplatz fahren, damit ich pünktlich sein konnte. Das erste Danke des Tages! wp-monalisa icon

Der Remagener Bahnhof, polizeilich noch eher leer...
Der Remagener Bahnhof, polizeilich noch eher leer…

Auf dem Weg zur Feuerwache stieß unser dritter Mitstreiter, Gerhard, zu uns. In der Feuerwache, wir waren um einiges zu früh, warteten schon einige Polizisten auf ihren Einsatz oder fuhren noch ein schnelles Frühstück ein. Die Aufschrift “KGgP” auf unseren Westen erregte Neugier. “Was ist das denn für ein Verein?” hörten wir, also klärte Nadine ein bisschen auf und reichte die ersten Vistitenkarten heraus, auf deren einer Seite unser Dank prangte, auf der anderen Seite die Koordinaten des Vereins sowie unser Motto “Menschenrechte gelten auch für Polizeibeamte”.

Das Motiv unserer Visitenkarte für diesen Großeinsatz
Das Motiv unserer Visitenkarte für diesen Großeinsatz

Dieses Motto animierte dann auch einen Polizisten dazu, das Gespräch mit mir zu suchen. Er stellte fest, dass er für sein Empfinden seine Menschenrechte abgegeben habe. “Zumindest fühle ich mich selten behandelt wie ein Mensch.” Ich sagte: “Bei uns haben Sie Ihre Rechte nicht abgegeben.” Daraufhin sagte er: “Ich weiß.”

Solche Erlebnisse motivieren mich auch – und es sollte nicht das letzte gewesen sein.

Ein netter junger Mann von der Kommunikationseinheit beruhigte uns auch, dass unsere blauen Westen mit der silbernen Aufschrift keinerlei Amtsanmaßung wären, eine kleine Sorge, die Nadine mit sich herumgetragen hatte und nun los war.

Pünktlich um zehn kamen unsere Mitstreiter von der GdP, Ralf Pörtner und Gerhard Wagner. Schnell konnten wir damit loslegen, die Nussecken der GdP zu verteilen. Dieses Jahr hatten wir uns etwas Besonderes ausgedacht und auch Hundekekse für die Diensthunde dabei. Darüber freuten sich die Hundeführer sichtlich. Und erst die Hunde… einer sprang seinem Herrchen, kaum dass der das Tütchen mit den Keksen in der Hand hatte, aus dem Stand bis an die erhobene Hand. Das war allerdings ein sehr junger Hund. Und sehr hübsch…

Einer der Hundeführer wollte sogar mit auf's Foto (v.l.n.r.: Gerhard Horstmann, Gerke Minrath, Nadine Imo (alle KGgP), Hundeführer, Gerhard Wagner (GdP)
Einer der Hundeführer wollte sogar mit auf’s Foto (v.l.n.r.: Gerhard Horstmann, Gerke Minrath, Nadine Imo (alle KGgP), Hundeführer, Gerhard Wagner (GdP))

Eine Hundeführerin verfütterte den ersten Keks noch in unserer Anwesenheit.

Yummi!
Yummi!

Von hier ging es zur BFE-Einheit (Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit). Zwei der Polizeibeamten konnten sich noch aus dem Vorjahr an uns erinnern. Wer genau hinsieht, kann sie auf diesem Foto wiedererkennen. Und immer gab es zu der Nussecke der GdP unser Dankekärtchen dazu.

Bei der BFE-Einheit. (v.l.n.r Gerhard Wagner (GdP), Gerhard Horstmann, Nadine Imo, Gerke Minrath (alle KGgP))
Bei der BFE-Einheit. (v.l.n.r Gerhard Wagner (GdP), Gerhard Horstmann, Nadine Imo, Gerke Minrath (alle KGgP))

Nach einer Bereitschaftspolizeieinheit aus Mainz wurde auch die MKÜ (Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit) der Bundespolizei Koblenz nicht vergessen.

MKÜ
MKÜ

Last but not least vergaßen wir auch nicht die Unterstützungskräfte aus Bayern, das USK (Unterstützungskommando) Dachau, die einen sehr weiten Weg gekommen waren.

Bayern in Norddeutschland... ;-)  Na ja, ok. Fast...
Bayern in Norddeutschland… ;-)
Na ja, ok. Fast…

Natürlich freuten sich alle über etwas Süßes, und wir hörten auch immer wieder sehr nette Reaktion auf unser Danke. “Oh, wie schön. Die hänge ich mir an meine Pinnwand.” “Das gab es ja noch nie.” “Das finde ich ja toll.” Leider ist es eher unüblich, dass Bürgerinnen und Bürger sich bei der Polizei für ihren Einsatz bedanken. Das sollte dringend anders werden.

Da blieben noch die drei Gendarmen aus Straßburg zu erwähnen, die wir am Bahnhof trafen. Offenbar ein Informationsbesuch bei der Polizei des Nachbarn. Die freuten sich auch, als ich ihnen ein fröhliches “Bonjour” entgegenschmetterte und sie von den GdPlern je eine Nussecke in die Hand gedrückt bekamen. Nach einer in meinem eingerosteten Französisch etwas holperigen Erklärung, wer die GdP ist (was nicht leicht ist, wenn man die Vokabel für “Gewerkschaft” vergessen hat) und welche Inhaltsstoffe eine Nussecke hat, kam ich natürlich auf die Bedeutung der Buchstaben KGgP zu sprechen. Die Tatsache, dass wir ein Verein von Bürgern sind, die sich gegen Gewalt gegen Polizisten wenden, entlockte einem Gendarm ein: “Il faudrait ça en France aussi.” – “So etwas bräuchte es in Frankreich auch.” Am Ende verabschiedeten sich alle auf deutsch – merci, Messieurs. Zu schade, dass keine Zeit mehr für ein Foto war.

An dieser Stelle trennten sich die Wege von GdP und KGgP, denn die GdPler wollten unter anderem noch nach Bad Neuenahr, wir waren hingegen eher nach Remagen orientiert. Dort besuchten wir das Stadtfest, und u.a. den gemeinsam Stand von DGB und GdP, an dem auch unsere Infomaterialien auslagen. Danke dafür!

IMG_4599_klein
Erste Reihe: Christian Günter, Sabrina Kunz, Nadine Imo und Gerhard Horstmann

Schließlich wanderten Nadine und ich noch durch Remagen; dabei trafen wir eine Menge freundlicher Polizisten. Schließlich wurden wir an einer Versorgungsstation von zwei sehr netten Polizeibeamten zu fröhlichem Auftauen in einem warmen Raum und einem strammen Kaffee eingeladen. Danke!

Anschließend gaben wir noch unseren Dank in der Polizeiinspektion Remagen ab. Dann wurde uns definitiv zu kalt und wir gingen nach Hause.

Allen, die gestern in Remagen im Einsatz waren und die wir nicht erreicht haben, und natürlich auch allen, die an anderen Orten im deutschsprachigen Raum im Einsatz waren, an dieser Stelle nochmal ein Danke. Danke für Euren täglichen Einsatz für uns alle.

Nadine und ich waren uns einig, dass wir einen tollen Tag gehabt hatten. Wir hatten viele gute Gespräche, viel gelacht (mit zwei Westerwäldern im Auto schmeißt man sich fast pausenlos weg vor Lachen), gute Gesellschaft und viel Bewegung an der frischen Luft bekommen. Für mich persönlich kann ich diesen Tag auch als ganz enormen Motivationsschub verbuchen. So ganz nebenbei konnte ich auch meine persönliche Kollektion von Fotos von Polizeifahrzeugen erweitern.

Heli der Polizei RLP
Heli der Polizei RLP

Und wir hatten vielen Polizeibeamten unser Danke übermitteln können. Das war die Hauptsache!

Einziger Wehrmutstropfen – ein Polizeibeamter wurde durch einen Steinwurf aus den Reihen der Gegendemonstranten verletzt. An dieser Stelle unsere herzlichsten Genesungswünsche. Es macht mich traurig, dass so etwas ausgerechnet am Vereinssitz passieren musste.

Bliebe noch der junge Mann zu erwähnen, der weder Polizeibeamter noch Mitglied der GdP ist, und sich nur zu nahe am  GdP-Stand in der Innenstadt aufhielt. Der junge Mann, der dafür angespuckt wurde.

So lange solche Dinge geschehen, braucht es Keine Gewalt gegen Polizisten e. V.