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Verspätetes Danke

Symbolfoto
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Vor wenigen Tagen kam ich aus beruflichen Gründen an der Autobahnausfahrt vorbei, die zur Autobahnpolizei Ludwigshafen führt. Das erinnerte mich daran, wie mir die Mitarbeiter, insbesondere einer, dieser Dienststelle im Sommer 2013 mal weitergeholfen hatten. Damals war es ganz untergegangen, mich dafür zu bedanken. Dann eben jetzt.

Damals war ich auf dem Weg nach Zürich. Am Rasthof Wonnegau hielt ich an. Toilette. Kaffee. Wie ich wieder auf die A61 auffuhr, wurde plötzlich der Bildschirm meines Navis schwarz. So ein Mist!

Nun traute ich mir durchaus zu, die Schweiz auch ohne Navi zu finden. Nötigenfalls in der Schweiz auch noch Zürich. Aber in Zürich meine Zieladresse? Schwierig bis hoffnungslos!

Also fuhr ich den nächsten Parkplatz an und versuchte mich in Reanimation. Mehrfaches An- und Ausschalten. Fehlanzeige! Navi blieb tot. Vielleicht würde ein Reset helfen. Zwar hatte ich, ganz Frau, meinen halben Hausstand dabei. Blöderweise aber nichts, was spitz genug gewesen wäre, es in mein Navi einzuführen, um den Reset-Knopf zu erreichen. Und nun?

Ich erinnerte mich, dass ich soeben noch auf der Autobahn ein Schild gesehen hatte: “Polizei 5 km”. Also fuhr ich wieder auf die Autobahn und dann diesem Schild nach, das mich zur Autobahnpolizei Ludwigshafen führte.

Ich klingelte.

“Ja, bitte?”

Ich schilderte mein Problem.

Ein kurzes, rauschendes Schweigen.

“Ich wollte fragen, ob Sie mir eine Büroklammer leihen könnten. Für einen Reset. Und falls das nicht klappt, mir den Weg zu einem Geschäft beschreiben könnten, wo ich ein neues Navi kaufen kann.”

Kurze Stille. Dann: “Es kommt jemand raus.” In der Stimme schwang definitiv ein breites Grinsen mit. Es sei ihnen gegönnt.

Tatsächlich kam ein junger Kommissar vor die Polizeistation und überreichte mir als erstes eine Büroklammer. Nach einigen Wiederbelebungsversuchen musste ich einsehen, dass dieses Navi sein Leben endgültig ausgehaucht hatte. Also folgte eine Wegbeschreibung zu einem entsprechenden Geschäft. Die war super! Mein Vertrauen in die Polizei war mal wieder voll gerechtfertigt gewesen.

Übrigens hat auch der Verkäufer sich erst einmal darin versucht, das alte Navi zu reparieren, bevor er mir ein neues verkaufte. Auch eine Berufsgruppe, die man nicht über einen Kamm scheren sollte.

Mit dem neuen Navi schaffte ich es dann nach Zürich. Irgendwie tat sich da dann so viel, u.a. schafften es sowohl Kantons- als auch Stadtpolizei Zürich einen sehr guten Eindruck zu hinterlassen, dass ich völlig vergaß, mich bei der Autobahnpolizei Ludwigshafen zu bedanken. Vor Ort tat ich das natürlich schon mündlich. Das Schriftliche hole ich hiermit nach.

P.S.: Für mich ist es eigentlich kein Thema. Mein Eindruck von dem jungen Polizisten war sehr, sehr gut, und damit hat sich der Fall für mich. Für mich ist ein Mensch ein Mensch. Aber da es auf unseren Präsenzen, insbesondere auf Facebook, uns zunehmend als Thema aufgezwungen wird, möchte ich an dieser Stelle dazu sagen, dass dieser junge Polizist einen Migrationshintergrund hat. Aus meiner Sicht kann die Polizei Rheinland-Pfalz froh sein, ihn zu haben.

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Leserbrief: Danke an Keine Gewalt gegen Polizisten e. V. und die Polizei

SchreibenLieber Verein Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.,

ich bin kein Polizist, und ich möchte einfach mal Danke sagen. Danke, dass ihr unserer Polizei den Rücken stärkt! Wir ganz normalen Bürger stehen der momentanen Situation in Deutschland ziemlich ohnmächtig gegenüber, und wissen nicht wie wir unserer Polizei helfen können. Ich persönlich lese die Meldungen auf FB und die machen mich traurig. Aber eine Idee, wie der Bürger unseren Polizisten den Rücken stärken kann? Hab ich nicht.

Ich arbeite beruflich oft mit der Polizei zusammen. Da lerne ich super Menschen kennen, die einen unglaublich schweren Beruf ausüben.

Liebe Polizistinnen und Polizisten,

der große Teil der Bürger, die ihr beschützt, danken euch für eure aufopferungsvolle Arbeit. Danke, dass ihr kommt und eingreift wenn ich Hilfe brauche. Danke, dass ihr versucht unser Leben sicherer zu machen. Dass ihr hilflosen Menschen helft, oft Geduld beweist, oder bei Unfällen einfach nur da seid.
Danke, dass ihr Euren Kopf für uns alle hinhaltet und kriminelle außer Gefecht setzt, um uns zu schützen!
Ich weiß nicht, wie ihr das alles im Moment aushaltet! Ich wünsche euch weiterhin viel Kraft!
Alles Gute für euch und eure Familien. Danke, dass ihr mir immer freundlich gegenüber tretet. Ich habe noch nie schlechte Erfahrungen mit euch gemacht. Selbst wenn ich mich mal falsch verhalten habe. Danke dafür!

Und wenn euch in HH mal irgendein Passant sagt: danke, dass Sie Polizist sind, dann habt ihr mich auch kennengelernt….


Alles Gute!!!

Allgemein Polizistenstimmen

Autorenlesung: Ich musste sie töten (Gerhard Starke)

Gerhard Starke
Gerhard Starke

Am Donnerstag, 23.10.204, fand um 20 Uhr abends eine Autorenlesung in Hauffes Buchsalon in Remagen statt. Der Kriminalhauptkommissar a.D. Gerhard Starke las aus seinem zweiten Buch “Ich musste sie töten.”

Ich hatte seine Bücher bereits letzten April verschlungen. Nicht nur, weil ich ein Interesse für Polizeiarbeit habe, sondern auch, weil Gerhard Starke in seinen Büchern über Fälle schreibt, die er in seiner aktiven Zeit als Mordermittler im Polizeipräsidium Koblenz bearbeitet hat. Übrigens hat dieses Präsidium in Sachen Mord seit Jahren eine Aufklärungsquote von 96 bis 98%.
Natürlich bewegten mich die Geschichten mehr als üblich, weil sie in der Gegend stattfanden, in der ich zuhause bin.
Es war, obwohl ich die Handlung kannte, ein besonderes Erlebnis, sie von Starke selbst dargelegt zu bekommen. Nicht nur, weil er der Autor ist. Nein, weil er sie erlebt hat. Weil er all diese unvorstellbaren Dinge gesehen hat und weil sie ihn immer noch berühren. Weil er, wie ich finde, gemeinsam mit seinen Kollegen, der Menschheit einen Dienst erwiesen hat, die Täter hinter Schloss und Riegel zu bringen. Und, so ganz nebenbei, weil er, wie eine junge Bekannte zu mir sagte, eine Stimme hat, mit der man auch Hörbücher machen könnte. Das stimmt.
Natürlich kam in Remagen auch der Vierfachmord zur Sprache, der in diesem beschaulichen Städtchen 1999 stattgefunden hatte – direkt gegenüber des örtlichen Krankenhauses. Er geht mir besonders nahe, weil er den Ort betrifft, in dem sich der Vereinssitz befindet und in dem sich unsere Heimat-Polizeidienststelle befindet. Unvorstellbar, was die Streifenbeamten, die als erste am Tatort gewesen waren, sehen nussten. Auch diese Menschen haben Bilder im Kopf, die sie niemals wieder loswerden.
Als Starke darüber informierte, dass Zurwehme, der Mann, der diese Morde auf seinem Gewissen hat, bereits in der U-Haft in Koblenz so um die 20 Heiratsangebote von Frauen bekommen hat, ging ein Raunen durch den Saal. Das haute mich auch um. Nun glaube ich schon lange nicht mehr an den Unsinn, dass Frauen die besseren Menschen wären. Aber solche Dinge sind mir derart unverständlich, dass mein Gehirn an solchen Stellen komplett in Streik tritt. Vielleicht ist das auch ganz gut so.
Natürlich kam die Frage auf, wie man es aushalten kann, einen derartigen Beruf 34 Jahre lang auszuüben. Gerhard Starke hat in diesen 34 Jahren, wie er sagte, über 400 Leichen gesehen. Er hat versucht, zu erklären, dass man diese Bilder einerseits nie los wird. Andererseits denkt man nicht rund um die Uhr dran.
Meiner persönlichen Ansicht nach, glaube ich auch, dass man sich einerseits ein Stück weit an all das Schreckliche gewöhnen kann. In sehr geringem Ausmaß kann ich das vielleicht mit meinem Engagement für KGgP vergleichen. Als wir anfingen, ging mir jeder Gewaltakt, über den ich las, unter die Haut. Mittlerweile ist das nicht mehr so. Da muss es schon sehr dicke kommen, um mich wirklich tief zu berühren. Das heißt nicht, dass mir diese verletzten Polizeibeamten egal sind oder das Problem der Gewalt gegen Polizeibeamte mich mittlerweile kalt lässt. Im Gegenteil! Aber ich komme besser mit der Brutalität aus zweiter Hand klar. Und das ist auch gut so, denn sonst könnte ich KGgP nicht mehr machen.
Übrigens äußert sich diese Gewöhnung auch darin, dass mir Krimis zunehmend flach vorkommen. Das verstärkte sich noch durch Lektüre der Polizei-Poeten. Wenn man Krimis nicht mehr spannend findet, dann können die Bücher von Gerhard Starke wirklich weiterhelfen. ;-)
Zudem hatte Gerhard Starke, wie er sagte, sehr viel Freude daran, diese ganzen Puzzleteile zusammenzufügen, die zur Lösung eines Falles beitragen. Das steht nicht unbedingt in Widerspruch zu der Tatsache, dass einen Menschen bestimmte Bilder nie wieder loslassen. Es hat auch nichts mit Kaltschnäuzigkeit zu tun. Es ist einfach Ausdruck der Tatsache, dass Menschen ziemlich komplexe Lebewesen sind und dass das Leben an sich auch eine recht komplexe Angelegenheit ist. Wir haben alle endlos viele Facetten und passen in bestimmte Schubladen einfach nicht hinein.

Last but not least glaube ich, dass es auch beim Verarbeiten schrecklicher Dinge hilft, wenn man weiß, dass die eigene Arbeit sinnvoll ist. Wenn man in seiner Arbeit Sinn sieht, kann man vermulich sehr, sehr viel aushalten. Und ich kann mir vorstellen, dass ein Mordermittler seine Arbeit als sehr sinnvoll empfinden kann – und das absolut zu Recht.

In meinen Augen gibt es fast keine Arbeit innerhalb der Polizei, die nicht sinnvoll ist – auch wenn die Damen und Herren das viel zu selten von uns zurückgemeldet bekommen. Ihre Arbeit ist so unendlich essentiell für uns alle. Dafür gebührt ihnen ein dickes Danke. Jetzt danke ich aber erst einmal Gerhard Starke für diesen interessanten und berührenden Einblick in seine Arbeit.

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Polizisten eine Stimme geben: Grillabend in Euskirchen (Wolfram Welsch)

Wolli_ShirtIch stamme aus Euskirchen. Aus einem Gefühl der Heimatverbundenheit heraus gründete ich vor gut eineinhalb Jahren bei Facebook die Gruppe “Wir aus EU”, wobei EU das Kfz-Kennzeichen von Euskirchen darstellt. Das ist so eine Art Stammtisch, nur dass es im Internet stattfindet und man das Ganze im Grunde vom heimischen Sofa aus abwickeln kann. Schnell reichte uns das aber nicht mehr aus, also führten wir einen echten Stammtisch ein.

Bei monatlichen Treffen tauschten wir Informationen aus. Wir waren uns einig, dass die Teilnahme am echten Stammtisch einen Euro Teilnahmegebühr kostet. Den Inhalt dieser Sammeldose wollten wir dann irgendwann einem guten Zweck zukommen lassen.

Schließlich entschieden wir, ein Grillfest für Wohnungslose auszurichten. In der Mitgliederschar fanden sich dann Spender für Grillfleisch und Getränke. Insgesamt fanden sich 50 Wohnungslose ein, die nicht nur gesättigt wurden, sondern sich auch freuten, einen ganz normalen Grillabend verbringen zu können anstatt auf der Suche nach Mitteln zum Überleben zu sein.

Der Inhalt der Sammeldose, ca. 600 Euro, wurde der Caritas überreicht.

Wolfram Welsch übergibt dem Bereichsleiter der Caritas, Herrn Becker, den Umschlag mit dem gesammelten Geld (Bildquelle: privat)
Wolfram Welsch übergibt dem Bereichsleiter der Caritas, Herrn Becker, den Umschlag mit dem gesammelten Geld (Bildquelle: privat)

Allerdings war es eine zweckgebundende Spende. Auf unseren Wunsch hin wurde ein neuer PC angeschafft, der die Wohnungslosen bei der Wohnungs- und Arbeitssuche unterstützt. Auch das eigentliche Grillfest war ein voller Erfolg und fand am 4. Juli 2014 statt.

Wolfram Welsch und Frans Jacobs, Mitglieder der Gruppe "Wir in Eu" (Bildquelle: privat)
Wolfram Welsch und Frans Jacobs, Mitglieder der Gruppe “Wir in Eu” (Bildquelle: privat)

Anschließend sahen wir uns gemeinsam das WM-Viertelfinal-Spiel der Deutschen gegen Frankreich an. Das deutsche Tor, das ein weiterer Schritt auf dem Weg zum vierten Weltmeisterschaftstitel war, rundete den Abend in erfreulicher Weise ab.

(Anm. der Red. Die Wohnungslosen mochten keine Bilder von sich veröffentlicht haben, das muss man dann respektieren.)

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Polizisten eine Stimme geben: Dank an Kollegen

Symbolfoto
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Ich bin Polizist bei der Bundespolizei. Am Freitag, den 12.09., war ich gegen Mittag nach meinem Dienst in Frankfurt / Main mit meinem privaten Kfz auf dem Weg nach Hause. Ich war noch in Uniform. Kurz vor der Autobahn krachte es. Ein Auto war mit von hinten aufgefahren.

Der Unfallverursacher und ich waren uns über die Schuldfrage einig. Also setzten wir ein für die Versicherung auf und unterschrieben dieses. Er reichte mir eine Visitenkarte mit seinen Personalien.

Nun kann man ja auf eine Visitenkarte alles drucken. Also bat ich ihn um einen Ausweis oder Führerschein. Irgendetwas, was mir die Sicherheit geben konnte, dass er derjenige war, der er zu sein vorgab.  Da war es dann vorbei mit seiner Kooperation.

“Dann rufe ich jetzt die zuständige Polizei an”, sagte ich. “Dann können die Ihre Angaben überprüfen.”

Noch während ich die Nummer der zuständigen Dienststelle wählte, kam zufällig eine Streife der Wachpolizei von Offenbach vorbei. Schnell winkte ich den Kollegen, die dann auch anhielten. Ich teilte ihnen den Sachverhalt mit.

Allmählich wurde immer klarer, dass der Unfallverursacher mich bezüglich seiner Personalien belogen hatte. Offenbar hatte er auch den Wagen von einem Würzburger Autohaus in Würzburg unterschlagen und hatte wegen ähnlicher Betrugsdelikte in der Vergangenheit schon im Gefängnis gesessen.

Die zufällig gekommenen Kollegen nahmen sich der Sache an und mich ins “Schlepptau” zur zuständigen Polizeistation Neu Isenburg. Die Kollegen dort waren sehr freundlich, der Unfall wurde aufgenommen und ich konnte meine Heimreise mit Verspätung antreten.

Leider hatte ich vergessen mir die Namen der beiden Kollegen von der Wachpolizei von Offenbach geben zu lassen. Ich bin sehr dankbar, dass sie sich meiner Sache so gewissenhaft und kollegial angenommen haben und den Sachverhalt vor Ort so gut geklärt haben. Ohne ihre Hilfe wäre die Geschichte vielleicht nicht so reibungslos abgelaufen. Das ganze Erlebnis verdeutlichte mir wieder einmal den kollegialen Umgang zwischen Polizisten aus unterschiedlichen Behörden, immerhin waren in den ganzen Sachverhalt ich als Bundespolizist in Uniform auf privater Heimreise, die zwei Kollegen der Wachpolizei Offenbach und die Kollegen der Landespolizei von Neu Isenburg eingebunden.

Anbei hänge ich einen Zeitungsbericht an, der den Sachverhalt öffentlich machte: http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Nach-Haftentlassung-Auto-unterschlagen-Unfall-gebaut;art492151,8326000

Außerdem möchte ich dem Verein “Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.” für Ihre moralische Rückendeckung und Unterstützung danken, vielen Dank!

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“Kunst im PP” – Menschen im Polizeipräsidium Koblenz

Schon als KGgP noch ein Projekt war, hatte ich immer die Künstler im Polizeidienst im Auge. Schließlich ist eines unserer Anliegen, dass auch der Mensch im Polizisten erkannt wird. Künstlerisches Schaffen ist sicherlich ein Ausdruck des Menschseins.

Am Mittwoch, 15. Oktober, eröffnete der Koblenzer Polizeipräsident die Vernissage zur Ausstellung, die bis zum 12. November dieses Jahres dort zu sehen sein wird. Es kamen über 130 Werke von 15 Künstlern zusammen.

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Dies ist bereits die zweite Ausstellung ihrer Art. Im Jahr 2012 fand zum ersten Mal eine Ausstellung auf Anregung von Claudia Völkel statt.

Insgesamt stellen 15 Künstler dort aus, darunter auch ein Polizeiseelsorger. Zu sehen sind Werke der Malerei, der Fotografie, aber auch Modellbau und Skulpturen. Eine Bodypainterin zeigt per Fotos ihre Kunst und zwei Autoren stellen ihre Werke vor.

Viele Interessierte fanden sich zur Vernissage im Polizeipräsidium ein
Viele Interessierte fanden sich zur Vernissage im Polizeipräsidium ein.

 

Gerhard Starke
Gerhard Starke

Mit einigen der Künstler kam ich auch ins Gespräch. Besonders gefreut habe ich mich über ein kurzes Gespräch mit Gerhard Starke, der in Zusammenarbeit mit Christoph Kloft zwei Bücher geschrieben hat, u.a. das Buch “Ich musste sie töten”. Darin berichtet er über seine Zeit als Mordermittler. Da der Vereinssitz in einem Ort liegt, in dem ein besonders schrecklicher Mord stattgefunden hat und ich in der Gegend, in der Gerhard Starke seine Fälle gelöst hat, aufgewachsen bin haben mich seine Bücher besonders fasziniert. Kleine Anekdote am Rande: Empfohlen wurden mir die Bücher von einem anderen Mitarbeiter der Polizeipräsidiums im Polizeipräsidium. Mehr über Gerhard Starke ist auf seiner Homepage www.starke-kriminalfaelle.de nachzulesen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Eddie Bragard
Eddie Bragard

Anschließend traf ich Eddie Bragard, der seine Fotos mit Photoshop zu digitaler Malerei verschmelzen lässt. Er kombiniert klassische Inhalte mit der modernen Medienkultur und interpretiert diese neu. Unter der eingetragenen Marke think tank ART® fokussiert er in seinen Erotik- und Fetischbildern provozierende Motive und düstere Obsessionen, vermittelt gleichzeitig auch eine intime Nähe und Sensibilität, die in seinen Portraitaufnahmen besonders deutlich werden. Unter dem Label ttA on tour fotografiert er auch u.a. Landschaften oder sucht sich Ansichten von Koblenz. Mehr Infos und auch Ansichten seiner Werke sind auf www.think-tank-art.de zu finden.

 

 

 

 

 

 

 

Wilhelm Schäfer
Wolfgang Linker

Wolfgang Linker fotografiert ebenfalls. Über viele Jahre arbeitete er beim Erkennungsdienst. Dort wird sich mit Spurensuche, Spurensicherung, Spurenauswertung sowie auch mit der Personenbeschreibung befasst. Dabei entwickelt man einen guten Blick für das Detail. Dies schlägt sich in überraschenden Detailaufnahmen nieder, in denen Wilhelm Schäfer eigentlich bekannte Motive, wie bspw. den Fernsehturm am Alexanderplatz oder auch den Reichstag, auf überraschende Weise festhält.

 

 

 

Carmen Müller
Carmen Müller

Carmen Müller von der Polizeiinspektion Westerburg ist Bodypainterin. Dabei spielt sie mit Farben und dem Ungewöhnlichen. Sie bemalt u.a. die Bäuche von Schwangeren mit lustigen Motiven, wie bspw. einem Garfield, der von dem Bauch abrutscht. Meist arbeitet sie mit Fotografinnen zusammen, um das Ergebnis festzuhalten. Da ich selbst fotografiere, haben mich die Bilder sehr beeindruckt, auf denen Frauen mit farbigen Flüssigkeiten beworfen wurden, und auf dem Bild der Eindruck entsteht, es handele sich um ein Kleid. Ich kann nachempfinden, wie oft dies wiederholt werden musste, um ein brauchbares Bild herauszubekommen. Aber, so versichert Carmen Müller, alle Beteiligten haben dabei ihren Spaß. Sie selbst beschreibt sich so: “Einfach mal anders sein, sich anders sehen, das Beste aus jedem herauszuholen – das ist es, was Menschen dazu bewegt, sich unter ‘meine Hände’ zu begeben.” Carmen Müller ist bei Facebook unter dem Namen Carmen’s Art vertreten.

 

 

 

Paul Dresen
Paul Dresen

Paul Dresen hat als Polizeibeamter noch eine fundierte Ausbildung in Fotografie bekommen. Zu Zeiten der analogen Fotografie mussten Unfallort- und Tatortaufnahmen noch selbst entwickelt werden. Allerdings hatte man weniger Möglichkeiten als heute, digital nachzuhelfen, deshalb war es wichtig, sich mit Blenden- und Verschlusszeiteneinstellungen gut auszukennen. Deshalb beherrscht er das Handwerk des Fotografen aus dem FF. Er selbst will sich wegen der speziellen Wahrnehmung, die man als Polizeibeamter entwickelt, den Blick für die Schönheiten der Natur bewahren. Das sieht man seinen Bildern auch an. Neben idyllischen Landschaften hat er auch malerische Fotos von Autowracks geschossen.

 

 

 

Die Organisatorin Isabel Heinz im Gespräch mit dem Polizeipräsidenten Wolfgang Fromm vor einem Teil der Kunstwerke. (Bildquelle: PP Koblenz)
Die Organisatorin Isabel Heinz im Gespräch mit dem Polizeipräsidenten Wolfgang Fromm vor einem Teil der Kunstwerke. (Bildquelle: PP Koblenz)

Nicht unerwähnt lassen möchte ich an dieser Stelle die Organisatorin des Ganzen, Isabel Heinz. Angesichts dessen, was für ein irrer Aufwand schon die Organisation einer Mitgliederversammlung unseres Vereins ist, kann ich nur erahnen, wie viel Arbeit es gewesen sein muss, diese Ausstellung und Vernissage zu organisieren.

Leider waren nicht alle Künstler da und ich kam auch nicht mit jedem ins Gespräch. Deswegen möchte ich an dieser Stelle die Pressemitteilung des PP Koblenz vom 16.10.2014 dazu auszugsweise zitieren:  “Monika Baab, Norbert Göbel und Helga Schaller [sind] mit abstrakten, farbenfrohen Leinwandbildern und Zeichnungen [vertreten]. Helga Schaller kombiniert die Malerei mit ungewöhnlichen Collagen. Realistische Zeichnung und Malereien sind von Friedhelm Hermanni und Bernd Nüßer zu bewundern.

In der Sparte der Fotografie zeigt Reinhard Behnke makrohaft seine wesentlichen Augenblicke. Wolfgang Linker zeigt sein fotografisches Können in einer S/W Serie und… Wilhelm Schäfer kombiniert seine Bilder mit den verschiedensten Zitaten. Neben Fotos können die Gemälde und Holzskulpturen, die Achim Peesel ausstellt, bewundert werden. Mit viel Geduld und in vielen Arbeitsstunden hergestellte Modelle zeigt Wolfgang Mayer.

Auch die Literatur ist [auch durch] … Jörg Schmitt-Kilian vertreten. …

Diese Ausstellung zeigt uns die Polizeiwelt unter einem neuen Aspekt. Alle Teilnehmer finden in ihrer künstlerischen Tätigkeit einen Ausgleich zur Arbeitswelt. Durch die Präsentation der Werke erlauben sie uns einen Blick auf ihr Inneres. Sensibilität, Zweifel, Mut und Freude bleiben nicht länger verborgen und erlauben einen veränderten Blick auf die Künstler.

Ein Besuch lohnt sich und ist bis zum 12. November 2014, montags bis donnerstags zwischen 9:00 und 16:00 Uhr, freitags von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr möglich (während der Öffnungszeiten des Haupteinganges).

Der Eintritt ist selbstverständlich frei!”

Der Besuch lohnt wirklich. Das Polizeipräsidium liegt am Moselring 10 in Koblenz. Vereinsmitglieder können sich auch daran freuen, dass unser Plakat im Besuchereingang des Polizeipräsidiums hängt.

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:-)

Allgemein Verein

Aktivitäten des Vereins “Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.” im September 2014

logoIm September haben wir fünf neue Mitglieder dazugewonnen. Wir waren per 30.09.2014 genau 99 Mitglieder.  Nähere Informationen zu unserer Mitgliederstruktur per 30.09.2014 finden Sie hier.

Auf unserer Mitgliederversammlung am 11.04.2014 haben wir eine Satzungsänderung beschlossen, die uns ermöglicht, auch Fördermitglieder aufzunehmen. Diese Fördermitgliedschaft richtet sich explizit an jene, die uns zwar gut finden und gern regelmäßige Unterstützung in Form von Geld liefern möchten, aber aus den verschiedensten Gründen keine Vollmitgliedschaft anstreben. Ich persönlich bin bspw. Fördermitglied bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Abgesehen davon, dass mein Weg zur Küste schlicht zu weit ist, hätte ich auch viel zu viel Angst, bei Orkan auf die Nord- oder Ostsee rauszufahren. Allerdings finde ich, dass solche Menschen unterstützt gehören, also habe ich mich dort für die Fördermitgliedschaft entschieden.

Diese Satzungsänderung ist nun auch eingetragen. Es ist also möglich, reines Fördermitglied bei uns zu werden.

Wir haben im September 155 Euro an Spenden bekommen. Die von uns eingenommenen Spenden sind hier auf unserer Spenderliste aufgeschlüsselt. Vielen Dank den Spendern. Wir freuen uns über jede Spende.

Zum Thema Geldeingänge für unseren Verein möchte ich noch die Zuweisungen von Auflagenzahlungen erwähnen. In Ermittlungs- und Strafverfahren kann dem Beschuldigten eine Auflage erteilt werden, einen bestimmten Betrag an eine gemeinnützige Einrichtung zu zahlen. Es ist sinnvoll, dass die gemeinnützige Einrichtung das Gebiet bearbeitet, auf dem der Täter auffällig wurde. So wird oft jemandem, der Tierquälerei begangen hat, auferlegt, eine bestimmte Summe an einen Tierschutzverein zu überweisen. In den Bundesländern werden Listen gemeinnütziger Einrichtungen geführt, damit Staatsanwälte, Richter und weitere Mitarbeiter von Justizbehörden sich entsprechend informieren können, welche Vereine es gibt.

Wir stehen in folgenden Bundesländern auf dieser Liste: Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Hessen und seit August auch im Saarland. Weitere Bundesländer werden nach und nach folgen. Liebe Polizeibeamte, wenn Sie Opfer von Gewalt werden – sagen Sie das bitte Ihren Anwälten. Danke sehr!

Was treiben wir nun mit dem Geld, das wir aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Zuweisungen einnehmen?

Nun, wir verfolgen, grob gesagt, zwei Vereinsziele, nämlich die steigende Gewalt gegen Polizeibeamte bekannt zu machen” und “Polizeibeamten Rückhalt zu vermitteln”.

Vereinsziel “Bekanntmachen der Problematik”:

Im September 2014 wurden in unserer “Galerie der Gewalt”  insgesamt 431 Meldungen über Gewalt gegen Polizeibeamte veröffentlicht. Von diesen Meldungen stammen vier aus der Schweiz, 21 aus Österreich und zehn aus Luxemburg. Eine davon betraf Zollbeamte, vier betrafen Ordnungsbeamte.

Insgesamt 118 dieser Meldungen hatten verletzte Polizeibeamte zum Inhalt.

Am 17.09.2014 starb in Berlin ein Polizeibeamter in zivil durch einen Unfall, bei dem er beim Überqueren einer Straße überfahren wurde. Wir haben eine Kondolenzkarte sowohl an seine Kollegen als auch an seine Angehörigen über die Polizei Berlin geschickt.

Das sind natürlich nur die Gewaltakte, die uns bekannt werden, also die Spitze des Eisbergs. Hier und da flutscht uns mal was durch, es wird vieles aus ermittlungstaktischen Gründen nicht veröffentlicht und manches auch nicht, um das Sicherheitsgefühl des Bürgers nicht zu stören. Last but not least muss auch eine Auswahl getroffen werden, denn vor dem Hintergrund, dass laut der polizeilichen Kriminalstatistik in 2013 ungefähr 59.044 gewalttätige Übergriffe auf Polizeibeamte verübt wurden, wird klar, dass das keine Presse leisten kann. Das wären durchschnittlich 162 Übergriffe am Tag und ca. 4.920 im Monat. Schon diese Zahlen zeigen, dass wir nur etwa ein Zehntel des Problems abbilden können.

Es bleibt natürlich nicht nur bei den Blogs, wir haben in Facebook, google+ und auf Twitter weitere Präsenzen. Allein mit dem Sammeln der Pressemitteilungen, dem Posten im Blog sowie dem Weiterverteilen dieser Meldungen in die anderen Internetpräsenzen sowie der Überwachung dieser (der Betreiber eines Blogs ist rechtlich verantwortlich für die Inhalte, auch wenn andere sie dort hinterlassen) sowie weiteren Recherchen sind insgesamt acht Vereinsmitglieder mehr oder weniger täglich beschäftigt.

Unsere Broschüren, mit denen wir außerhalb des Internets informieren, können hier eingesehen werden.

Vereinsziel “Rückhalt”:

* Im September 2014 haben wir nur in 10 Fällen Genesungskarten an schwer, krankenhausreif und dienstunfähig verletzte Polizeibeamte geschickt. Auch durch Unfall verletzte Polizeibeamte verdienen dabei unseren Rückhalt. Weitere Informationen zu dieser Thematik sind in unserer Satzung einsehbar.

* Wir schreiben auch Polizeibeamten, die harte Einsätze, wie bspw. einen Schusswaffengebrauch, hinter sich bringen mussten oder die auf eine besonders harte Art angegriffen werden. In diesem Monat ist da insbesondere der Shitstorm zu erwähnen, dem die Polizeibeamten in Rüsselsheim ausgesetzt waren.

* Zudem leisten wir noch in einigen anderen Dingen hier und da ein bisschen Unterstützung an den einen oder anderen Polizeibeamten. Beispielsweise schrieben wir einen Brief an die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, da eine Ausgleichszahlung für Polizeibeamte, die früher aus dem Dienst gehen, wegfallen soll. Über weitere Unterstützung kann ich an dieser Stelle nicht ins Detail gehen. Mit seelsorgerlicher Arbeit wurden in etwa sieben Stunden verbracht.

* Last but not least haben wir ein nicht mehr ganz neues neues Präventionsprojekt. Wir wollen dieses Plakat (jedes Bundesland sowie die Bundespolizei hat eine eigene Version) in alle KiTas, Grundschulen und Polizeidienststellen Deutschlands bringen, ebenso an alle Bahnschalter. In Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt läuft es schon. Die Bundespolizei hat uns vorläufig abschlägig beschieden, was wir schade finden, aber aufgeben werden wir nicht. Eine nette Bestellung aus Niedersachsen konnten wir diesen Monat erfüllen.

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Mehr Infos zum Plakatprojekt finden Sie hier.

Abschließend sei gesagt, dass die Grenzen zwischen den Zielen fließend sind. Für so manchen Polizeibeamten bedeutet es schon Rückhalt, dass wir das Thema überhaupt aufgreifen. Das wird aus vielen Rückmeldungen deutlich, die man teilweise hier im Gästebuch nachlesen kann.

Last but not least bliebe der “Danke-Polizei-Tag 2014″ zu erwähnen, von dem wir hoffen, dass wir ihn in 2015 noch auf deutlich breitere Füße stellen können.

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Natürlich ist das in diesem Beitrag Aufgeführte nicht alles, was wir tun, aber ich bitte in Hinblick auf unsere Tätigkeiten, den hier verlinkten Blogbeitrag zu unserem einjährigen Bestehen zu lesen oder auch einen Blick in die hier verlinkten Ausgaben der Mitgliederzeitschriften zu werfen.

Allen Unterstützern, Spendern, und besonders den Mitgliedern herzlichen Dank für Eure Unterstützung!!!

Allgemein Verein

Danke-Polizei-Tag 2014 – erste Bilanz

In Anlehnung an die Tradition des “say thank you to a police officer day” haben wir heute den ersten Schritt der Einführung des “Danke-Polizei-Tages” in Deutschland gemacht. Da unser Verein noch sehr jung ist, haben wir noch nicht den ganzen deutschsprachigen Raum abdecken können – aber wir sind schon weiter gekommen als im Jahr zuvor, als insgesamt acht Dienststellen in den Genuss unseres Dankes kamen.

Heute begannen wir den Tag gegen neun Uhr bei der Polizeiinspektion Remagen. Da Remagen Vereinssitz ist, lag das für uns nahe.

Sabine Thumm-Kißling, Gerke Minrath und Erdmute Wittman
Sabine Thumm-Kißling, Gerke Minrath und Erdmute Wittman

Außer für ihren täglichen Einsatz danken wir der Belegschaft der PI Remagen für das Aufhängen des Plakates an gut sichtbarer Stelle.

Weiter ging es gegen zehn Uhr in der Polizeiinspektion Bad Neuenahr.

Drei Polizeibeamte der PI Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie Gerke Minrath und Sabine Thumm Kißling
Drei Polizeibeamte der PI Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie Gerke Minrath und Sabine Thumm Kißling

In Bad Neuenahr haben wir uns auch sehr darüber gefreut, dass unser Plakat (nicht nur) in der Eingangstür hängt. Vielleicht hat es ja den einen oder anderen Bürger animiert, auch Danke zu sagen.

Das Bild ist so schief, weil ich die Ratsuchenden dahinter nicht aufs Bild bekommen wollte...
Das Bild ist so schief, weil ich die Ratsuchenden dahinter nicht aufs Bild bekommen wollte…

Zwischendurch hatte ich (Gerke Minrath) noch andere Verpflichtungen und deswegen ging es erst am Nachmittag weiter gegen 14:30 Uhr in der Polizeiinspektion Adenau. Man beachte auch dort das schicke Plakat in der Eingangstür. Danke!

Gerke Minrath und Andrea Eickhoff
Gerke Minrath und Andrea Eickhoff

Damit haben wir den Kreis Ahrweiler als Kreis des Vereinssitzes komplett abgedeckt. Wir wurden überall sehr freundlich empfangen und die Polizeibeamten haben sich sichtlich über unsere Danksagung gefreut.

In Rheinland-Pfalz wurde systematisch allen Dienststellen je eine Postkarte, die unser Plakatmotiv trägt zugestellt. In einigen Dienststellen, in denen ich im Vorfeld aus irgendeinem Anlass war, habe ich Plakate dort gelassen bzw. auch per Post zugestellt. Ein Beispiel ist die Polizeiinspektion Linz:

Plakatlieferung!
Plakatlieferung!

Auch außerhalb von Rheinland-Pfalz haben sich Mitglieder engagiert. So war eines unserer Mitglieder bei der Polizeiinspektion Hildesheim:

PI Hildesheim
PI Hildesheim

O-Ton: “Der Wachhabende vom Dienst war so ein lieber Mensch… Die Hildesheimer Polizisten sind einfach nur GUT drauf und überhaupt… !!!!!”

Ein weiteres unserer Mitglieder hat sich in Sachsen mit zwei Schülern im Rahmen der Schülerprojektgruppe “Polizei – (K)ein Thema für die Schule” an der Aktion Danke-Polizei-Tag beteiligt.Dabei wurde die Polizei in Mittweida sowie die Bundespolizei in Chemnitz besucht.

Schülerprojektgruppe "Polizei - (K)ein Thema für die Schule bei der Polizei in Mittweida (Sachsen)
Schülerprojektgruppe “Polizei – (K)ein Thema für die Schule bei der Polizei in Mittweida (Sachsen)

Der junge Mann schrieb uns: “Sehr spannende Aktion, viele tolle Gespräche und tolle Reaktionen!”

Eines unserer Mitglieder hat im Raum Berlin eine Polizeidienststelle besucht.

Wir haben weiterhin allen Polizeidienstellen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, dem Saarland, Baden-Württemberg, Sachsen, Bremen, Hamburg, Berlin und so weit es uns möglich war den Dienststellen der Bundespolizei Postkarten zugeschickt. Diese Auswahl bedeutet nicht, dass wir die anderen Bundesländer nicht mögen. Sie bedeutet lediglich, dass der Vorstand für diese Bundesländer Zuarbeit in Form von der Erstellung von Listen hatte und dass mehr dieses Jahr noch nicht finanziell stemmbar war. Immerhin handelt es sich um etwa 1500 Postkarten und die mussten alle frankiert werden. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr ALLEN einen kleinen Dank zukommen lassen können. Und natürlich auch den Österreichern und Schweizern.

Es hat uns ganz besonders gefreut, dass sich auch Menschen, die nicht Mitglied bei uns sind, an der Aktion beteiligt haben. Das ist ja unser Ziel. Möglichst viele Menschen sollen der Polizei Danke sagen.

Eine Dame aus dem norddeutschen Raum hat mit ihrer kleinen Tochter eine Dienststelle besucht.  Natürlich hat die junge Dame ihr Danke-Schild selbst gemalt und dieses kleine Kunstwerk abgegeben.

NDS

Sie schrieb uns: “In der ersten Dienststelle hat eine nette Polizistin meiner Tochter erklärt, wo und warum Anzeigen aufgenommen werden und wo Notrufe eingehen. Sie hat auch ganz lieb betont, dass sie keine Angst haben soll die 110 zu wählen, wenn es ein Problem gibt. Ein netter Polizist hat meine Tochter dann durch die Wache geführt und sie durfte sich ins Polizeiauto setzen und ihr wurde viel erklärt. Ein super Erlebnis! Bevor es aber soweit kam, hat meine Tochter ein selbst gemaltes Bild mit “Danke” darauf übergeben. Etwas schüchtern erklärte sie den Grund, dass sie sich für den Schutz und die Hilfe bedanken möchte. Die nette Polizistin konnte nicht so recht glauben, dass es keinen weiteren Grund, also ein Erlebnis mit der Polizei gab.”

Und eine weitere Rückmeldung: “Erstes Dankeschön in Wilhelmshaven an den Mann gebracht. Überraschte Freude.”

Eine Angestelle des LKA Baden-Württemberg hat netterweise sechs Dienststellen in Stuttgart mit unseren Plakaten ausgestattet. Danke dafür.

Es werden bestimmt noch mehr Meldungen hereinkommen. Die werden dann nachgelegt.

Ich möchte an dieser Stelle allen Mitgliedern, Spendern und Unterstützern danken, die diese Aktion möglich gemacht haben. Danke auch an Landrat Dr. Pföhler, Staatssekretärin Raab und Polizeipräsident Fromm für die Unterstützung. Und natürlich, abschließend, allen Polizeibeamten ein herzliches Dankeschön für ihren täglichen Einsatz!!!!!!!

Nachtrag 22.09.2014

Ein weiteres Nichtmitglied hat den Bezirksdienst der Polizei Eukirchen in Zülpich besucht. Danke dafür!

Zuelpich

Allgemein Verein

Keine Gewalt gegen Polizisten e. V. und der DANKE-POLIZEI-TAG

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Da ein paar Fragen aufkamen, wann und wie wir eigentlich auf diese Idee kamen, hier ein paar Hintergrundinfos dazu:

Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. hat eine Geschichte mit dem Danke-Polizei-Tag, auch wenn wir ihn erst seit diesem Jahr so nennen und dieses Jahr zum ersten Mal systematisch begehen.

Keine Gewalt gegen Polizisten gibt es seit 2009 im Internet (Homepage, auf Facebook, auf der mittlerweile geschlossenen Plattform wer-kennt-wen, auf twitter und mittlerweile auch auf google+).

2011 wurde daraus ein Verein. Von 2009 bis 2012 haben wir uns darauf beschränkt, diesen Tag dadurch zu begehen, dass wir entsprechende Aufrufe aus dem englischsprachigen Raum auf Facebook geteilt haben.

2013 sind unter Verweis auf seinen angelsächsischen Ursprung Mitglieder von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. in insgesamt acht Dienststellen gewesen, um Danke zu sagen.

Seit dem 1. November sind wir mit der Seite “Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. sagt Danke” auf Facebook sowie einem entsprechenden Blog online, weil wir der Ansicht sind, dass man der Polizei 365 Tage im Jahr Danke sagen kann.

Anfang des Jahres 2014 haben Mitglieder von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. in einem Brainstorming den Namen “Danke-Polizei-Tag” entwickelt. Das Plakat steht seit Mai 2014.

Die Planungen für die Kick-off-Veranstaltung am 10.09. begannen bereits im Mai. An dieser Stelle möchte ich Dr. Pföhler, dem Landrat des Kreises Ahrweiler, an dieser Stelle noch einmal herzlich für die Unterstützung danken. Eine solche Veranstaltung bedarf langer, intensiver und sorgfältiger Planung, die sich bis kurz vorher hinzog. Ebenfalls im Mai erklärte sich Frau Staatssekretärin Heike Raab bereit, die Schirmherrschaft für die Aktion unseres Vereins zu übernehmen, mit der Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. den “Danke-Polizei-Tag” unter diesem Namen nach angelsächsischem Vorbild in Deutschland eingeführt hat. Auch dafür ganz herzlichen Dank. Auch bei der Kick-off-Veranstaltung wurde von allen Verantwortlichen auf den angelsächsischen Ursprung des Tages verwiesen.

Es ist Sinn und Zweck von Kick-offs, dass die Kommunikation nach außen erst im Anschluss daran stattfindet. Allerdings ist die Planung einer solchen Veranstaltung kein Pappenstil und erfordert eine Menge Einsatz und Herzblut. An dieser Stelle ein großes Danke an alle, die sich darin eingebracht haben, besonders an Polizeipräsident Wolfgang Fromm als Redner am 10.09.. Auch den netten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung Ahrweiler, alle Gäste und besonders die Mitglieder von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. ohne deren Ideenreichtum das alles gar nicht so zustande gekommen wäre.

Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. ist ein Verein, den Bürger für Polizeibeamten gegründet haben und dessen fast 100 Mitglieder mehrheitlich Nichtpolizisten sind, die sich hinter ihre Polizei stellen wollen. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir es grundsätzlich, wenn Bürger der Polizei danke sagen. Dabei ist es uns nicht so wichtig, von wem sie sich letztlich dazu animiert fühlen und unter welchen Namen sie das tun. Auch im englischsprachigen Raum existieren unterschiedliche Bezeichnungen. Hauptsache, sie tun es! Das ist unser Ziel, an dem wir mit aller Kraft und allem Herzblut arbeiten. Und wir arbeiten unter dem von uns erdachten und in Deutschland eingeführten Namen “Danke-Polizei-Tag” daran.

Allgemein Verein

Kick-off Veranstaltung zum Danke-Polizei-Tag am 20.09.2014

Bürgerinnen und Bürger sagen Danke

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Für Rheinland-Pfalz hat Frau Staatssekretrin im Innenministerium Heike Raab die Schirmherrschaft übernommen.

Am 10. September 2014 fand um 19 Uhr im Großen Sitzungssaal der Kreisverwaltung Ahrweiler die Kick-off Veranstaltung für den ersten Danke-Polizei-Tag in Deutschland statt. Eröffnet wurde der Abend durch Landrat Dr. Pföhler als Gastgeber, es folgten Staatssekretärin im Innenministerium Heike Raab, der Koblenzer Polizeipräsident Wolfgang Fromm sowie Gerke Minrath als Vorsitzende des Vereins Keine Gewalt gegen Polizisten e. V.

Im angelsächsischen Raum ist es Tradition, dass Bürger an einem Tag Ende September zu ihrer örtlichen Polizeistation gehen, um den “say thank you to a police officer day” zu begehen. Der Verein “Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.” wird diesen Tag am 20.09.2014 als Danke-Polizei-Tag in Deutschland mit Schwerpunkt im Kreis Ahrweiler einführen. Mit einer Plakat- und Postkartenaktion sowie persönlichen Besuchen wo es möglich ist, möchten die Bürger im Verein ihre Anerkennung für die von der Polizei geleistete Arbeit ausdrücken, zumal diese oftmals mit Gewalt gegen Polizeibeamte verbunden ist.

“Freiheit ist ohne die Sicherheit, die eine demokratisch verfasste und rechtsstaatlich aufgestellte Polizei bietet, nicht möglich”, so die Vorsitzende Gerke Minrath. “Für diese Sicherheit und diese Freiheit sagen wir Danke.”

(Hier ein Link zu einem sehr schönen Bericht im Generalanzeiger zu diesem Abend.)