Remagen, 21.11.2015 – Danke für Euren Einsatz

Als gemeinnütziger Verein von Bürgern für Polizeibeamte mit Sitz in Remagen haben wir es uns auch dieses Jahr nicht nehmen lassen, den Polizistinnen und Polizisten, die an unserem Vereinssitz anlässlich diverser Versammlungen im Einsatz waren, unseren Rückhalt zu zeigen. Um kurz nach neun Uhr morgens begann unser Tag und er endete gegen 18 Uhr.

Unser Motiv für den Einsatz in 2015:

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An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die „Models“, die sich auf diesem Bild vom letzten Jahr wiedererkannt haben. wp-monalisa icon

Wie in den Jahren zuvor waren wir mit der Gewerkschaft der Polizei im Versorgungseinsatz. Die Gewerkschafter gaben Nussecken heraus, wir die Visitenkarten mit dem Dankeschön der Bürger in unserem Verein an die anwesenden Polizeibeamten.

An dieser Stelle möchte ich nicht unerwähnt lassen, wie ein junger Polizist sagte: „Die Karte vom letzten Jahr haben wir seit einem Jahr an unserem Sichtschutz hängen. Sowas freut einfach.“ Danke für diese Motivation. Manchmal, wenn man ehrenamtlich tätig ist, durchläuft man Durststrecken, während derer man einfach keine Lust mehr hat. Wenn dann solche Rückmeldungen kommen, weiß man wieder, wofür man das macht.

In diesem Zusammenhang bliebe noch der Polizist zu erwähnen, der unseren Verein kannte, weil ein Kollege von ihm mal eine Karte von uns bekommen hat. Wir schreiben ja Genesungskarten an schwer, krankenhausreif und dienstunfähig verletzte Polizeibeamte sowie an Polizeibeamte, die wirklich harte Einsätze hinter sich bringen mussten. Auch hier freuen wir uns, dass diese Karte einen positiven Eindruck hinterlassen hat.

Am Bahnhof trennten wir uns von einem Teil unserer Begleiter von der GdP, außer Achim Recktenwald, der mit uns zu Fuß weitermachte:

Von links nach rechts: Gerke Minrath und Nadine Imo (Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.), Achim Recktenwald, Marco Christen und Rolf Pörtner (Gewerkschaft der Polizei)
Von links nach rechts: Gerke Minrath und Nadine Imo (Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.), Achim Recktenwald, Marco Christen und Rolf Pörtner (Gewerkschaft der Polizei)

Uns war wichtig, mit den saarländischen sowie wenigstens einigen Bundespolizisten ins Gespräch zu kommen. Sie sollten Remagen in guter Erinnerung behalten.

Natürlich sollten auch „unsere“ Polizisten, die zur Remagener und den umgebenden Polizeiinspektionen gehören und immer für uns da sind, nicht zu kurz kommen, mal wieder ein Dankeschön zu hören. Zumal ich selbst Ohren- und Augenzeugin wurde, wie ihnen einige meiner Mitbürger nicht sonderlich freundlich begegneten. Bei allem Verständnis dafür, dass Remagen im Ausnahmezustand war und deshalb Einschränkungen in Kauf zu nehmen waren – es wird doch wohl bitte möglich sein, dieses einmal im Jahr mit ausreichender Contenance zur Kenntnis zu nehmen und nicht ausgerechnet jenen dumm zu kommen, die uns Bürgerinnen und Bürgern dabei behilflich sind, mit den Einschränkungen fertig zu werden.

Aber es geht auch anders: Bereits am Morgen auf dem Weg in unseren Einsatz trafen wir ein mir bekannte Dame, die allen Polizeibeamten, denen sie auf dem Weg zum Einkaufen und zurück in ihre Wohnung begegnete, dankte. Klasse! Das ist die richtige Einstellung zu jenen, die uns Sicherheit gewähren.

An nahezu jeder Straßenkreuzung stand eine Streife, die weiterhalf.
An nahezu jeder Straßenkreuzung stand eine Streife, die weiterhalf.

Zum Einsatzanlass erteile ich der Pressestelle des Polizeipräsidiums Koblenz das Wort:

„Aktivisten aus verschiedenen politischen Lagern hatten heute, 21. November 2015, zu Versammlungen und Kundgebungen in Remagen aufgerufen.

Aufgabe der Polizei war und ist es, die von der Verfassung garantierten Grundrechte auf Demonstrations- bzw. Versammlungsfreiheit der jeweiligen Teilnehmer zu gewährleisten und Konfrontationen zwischen den rivalisierenden Aktivisten zu verhindern. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, setzte die Polizei mehrere hundert Einsatzkräfte in und um Remagen ein.

Drei Aufzüge, zwei Kundgebungen und ein Spendenlauf gegen den rechten Aufzug waren bei der zuständigen Versammlungsbehörde, der Kreisverwaltung Ahrweiler, angemeldet. Zudem fand in der Innenstadt von Remagen ein Bürgerfest statt zum „Tag der Demokratie“, an dem Frau Ministerpräsidentin Malu Dreyer teilnahm und eine Ansprache hielt. Insgesamt demonstrierten so rund 1000 Menschen gegen das rechte Spektrum.

Ab 12.00 Uhr trafen sich etwa 120 Personen dieses Spektrums, im Bereich des Güterbahnhofs an der B 9. Deren Demonstrationszug zog ab 14.30 Uhr durch verschiedene Straßenzüge der Innenstadt bis zur „Schwarzen Madonna“. Nach einer Kundgebung an der Friedenskapelle ging der Aufzug wieder zurück zum Güterbahnhof und endete dort um 17.20 Uhr.

Einige Aktivsten des linken Lagers hatten die Aufzugsstrecke der Rechten an mehreren Stellen blockiert. Dort, wo der Aufzug nicht an der Blockade vorbeigeführt werden konnte, wurden die auf der Straße sitzenden Demonstranten, nachdem sie die Fahrbahn auch auf mehrfache Aufforderung nicht räumten, von der Polizei wegtragen. Zudem versuchten Personen des linken Spektrums immer wieder gewaltsam auf die Versammlung der Rechten einzuwirken. Dies musste von den eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamten verhindert werden.

Durch ein flexibles und ständig an der Lage angepasstes polizeiliches Einsatzkonzept konnten aber größere Störungen, sowohl für die Kundgebungen und die Aufzüge, als auch im Bereich des Straßenverkehrs rund um und in Remagen so gering wie möglich gehalten werden.“

Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. betrachten ein Eintreten für unsere demokratisch legitimierte und rechtsstaatlich verfasste Polizei als klare Absage an jede Form von Extremismus. 

Aus diesem Grund beteiligte sich auch eines unserer Mitglieder, Gerhard Horstmann, mit einem kleinen Stand am vom Bündnis für Frieden organisierten Bürgerfest in der Innenstadt. Danke dafür!

One comment

  • Siggi
    4. Dezember 2015 - 00:37 | Permalink

    Ich befürchte heutzutage haben viele nicht einmal die nötige Contenance um 5 Minuten zu warten wenn sich etwas ereignet

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