Persönlicher Dank an die Bundespolizei in Koblenz, Rosenheim und Kempten

20151017_151200_kleinEigentlich war ich nicht wegen des Vereins, sondern aus persönlichen Gründen kürzlich bei der Bundespolizeiinspektion Kempten.

Dies, weil mein Mann und ich an einem Freitag Nachmittag beim Kofferpacken merkten, dass unsere Personalausweise und unsere Reisepässe abgelaufen waren. Offenbar waren wir so lange nur im Schengenraum unterwegs gewesen, das wir nicht drauf geachtet hatten.

Nun wollten wir aber nach Österreich.

Ein Anruf bei der nächstgelegenen Bundespolizeidirektion ergab, dass wir bei der Bundespolizeiinspektion Rosenheim nähere Auskünfte erhalten würden (Danke nach Koblenz für diese Info). Dort erfuhr ich wiederum, dass das Bundespolizeirevier Kempten die für unseren Grenzübergang zuständige Dienststelle ist (Danke nach Rosenheim für diese Info).

Dort reisten wir dann am folgenden Samstagvormittag an und bekamen gegen eine Gebühr von acht Euro unsere Ersatzpapiere ausgestellt. An dieser Stelle vielen Dank für die nette Bearbeitung unseres Anliegens.

Ich weiß es sehr zu schätzen, dass ich bei allen drei Dienststellen in dem Zusammenhang zu hören bekam: „Das muss Ihnen nicht peinlich sein, das passiert vielen Leuten.“

Als das erledigt war, sprach ich an, was ich schon beim Reinkommen bemerkt hatte – auf dem Tresen dort lag unsere Karte zum Danke-Polizei-Tag. Sowas freut mich ja auch. :-) Wieder mal ein echter Motivationsschub.

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Auf der Rückreise sorgten wir noch für erfreute Überraschung, da wir uns die Ersatzpapiere auch genau angeschaut und deswegen gelesen hatten, dass man diese proaktiv bei der Wiedereinreise abliefern sollte. Offenbar machen das nicht allzu viele unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Auf jeden Fall Danke für die Freundlichkeit in der Frage!!!

 

Nachtrag vom 27.10.2015:

Entgegen anderslautender Nachrichten an mich war diese polizeiliche Amtshandlung in der Tat zufriedenstellend. Zwar ist Koblenz für uns de facto zuständig, aber es hätte uns mindestens eine Stunde Umweg gekostet, uns dort die Ersatzpapiere zu beschaffen, denn wir wohnen nicht gerade neben der Koblenzer Bundespolizeidienststelle. Da meine Frage an Koblenz lautete, wie es für uns möglichst einfach und aufwandslos zu gestalten sei, an diese Papiere zu kommen, war der Verweis auf Rosenheim goldrichtig. In Rosenheim befindet sich die für das Grenzgebiet zu Österreich zuständige Bundespolizeiinspektion und es ist in meinem Augen vollkommen normal, dass die dann besser Bescheid wissen, an welchen Grenzübergängen man wie am besten vorgeht (Voranmeldung ja oder nein oder die aktuelle Belastung durch die Flüchtlingssituation vor Ort bspw.) als eine Dienststelle mitten in der Bundesrepublik. Insofern erscheint mir der Verweis auf einen Anruf in Rosenheim nach wie vor ausgesprochen sinnvoll. Durch den Anruf in Rosenheim erfuhren wir, dass wir durch einen Anruf in Kempten etwa eine Stunde vor Ankunft den Vorgang beschleunigen konnten. Der Umweg über Kempten hat uns also insgesamt maximal 20 Minuten gekostet, der Schwenk von der Autobahn herunter war einfach zu bewerkstelligen und wir hatten einen Parkplatz direkt vor der Tür. Wenn man eine mehrstündige Fahrt in den Urlaub mit einer im Vorfeld im Allgemeinen unbekannten Anzahl an Staus unternimmt, ist das durchaus etwas, was zur Bequemlichkeit beiträgt.

Die Bundespolizei hat also durch das Zusammenspiel dieser drei Dienststellen in diesem Fall unser Anliegen exakt in unserem Sinne gelöst und die einzelnen Beamten sind uns mit großer Freundlichkeit begegnet. Meine Schlussfolgerung bleibt also – mein Mann und ich fanden diese polizeiliche Amtshandlung, die uns weiterhalf, sehr gut. Ich hatte das nur im ersten Anlauf das nicht so ausführlich erklärt, weil ich dachte, es genüge einfach, dass eine Bürgerin und ein Bürger zufrieden seien. Ich persönlich traue Menschen, die mir über irgendwas erzählen, dass sie es gut fanden, schon zu, dass sie mit dieser Empfindung auch richtig liegen.

2 Comments

  • Siggi
    3. November 2015 - 00:27 | Permalink

    Den Artikel verstehe ich nicht ganz, Österreich ist ja schliesslich im Schengenraum und zum anderen heisst es zu mindest bei uns immer man kann mit einem Pass innerhalb der Problemlos reisen wenn bis zu 5 Jahre abgelaufen ist

    • 3. November 2015 - 18:15 | Permalink

      Ich verstehe die Frage nicht. Wir sind doch problemlos gereist? Eben mit Ersatzpapieren.

      Es ist nach bundesdeutschem Recht eine Ordnungswidrigkeit, wenn die Papiere abgelaufen sind. Erst Recht ist das der Fall, wenn man damit ausreist. Das kann recht teuer werden, wenn man seinen Ausweis vorzeigen muss. Da es derzeit zwischen Deutschland und Österreich Grenzkontrollen gibt, kann es sein, dass man seinen Ausweis vorzeigen muss. Wenn er abgelaufen ist, ist diese Ordnungswidrigkeit teurer als sich zeitnah Ersatzpapiere zu beschaffen.

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