Bürgerstimme: Polizei gegen Panik

Symbolfoto
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Heute ist der große Tag, an dem wir in die Dienststellen gehen und unseren Polizistinnen und Polizisten für ihren täglichen Einsatz danken. Da ich persönlich dieses Jahr in Mainz beginne, möchte ich diesen Dank einer Bürgerin an die Mainzer Polizei zur Kenntnis geben.

Nachdem mein Mann verunglückt war, saß ich allein in einem Haus, in dem ich noch nicht angekommen war. Ich fühlte mich schutzlos. Nachts bekam ich furchtbare Angst in diesem Haus, also fuhr ich manchmal mit meinem Hund durch die Straßen.

Manchmal saß ich auch mit einem Messer im Flur. Auf fremde Geräusche lauschen – und in dem neuen Haus waren ALLE Geräusche fremd. Meine Ohren rauschten. Ich starrte so angestrengt in die Dunkelheit, ob irgendwo ein verdächtiger Lichtstrahl zu sehen sein könnte, dass mir schwarz vor Augen wurde. Das war keine normal Angst mehr, das war wirklich Panik.

Ich verabredete mit der Polizei in Mainz einen Besichtigungstermin, um abklären zu lassen, wie gut oder schlecht das Haus gesichert sei. Ein Polizist kam zu diesem Termin. Alles lief sehr nett ab. Im Gespräch meinte er dann, meine Angst sei eher nicht mehr normal. Er legte mir ans Herz, mich an die Sozialberatung der Polizei zu wenden, dort könne man mir anhand von Erfahrungswerten und Zahlen bestimmt die Angst nehmen.

Ich machte einen Termin mit einer sehr netten Frau, die sich wirklich ganz viel Zeit für mich nahm. Sie sagte mir auch, dass, wenn Hunde im Haus sind, eher nicht eingebrochen würde. Mein Hund sei ja eine sehr beeindruckende Erscheinung. Wenn ich Sicherheitsschlösser anbringen würde, bräuchte ich keine Angst zu haben.

Nachdem ich die Schlösser hatte dachte ich sehr oft an das Gespräch. Seitdem lebe ich relativ entspannt. Meine Angst ist mittlerweile „normal“. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich möchte mich hier einfach nochmal bedanken, dass die Polizisten so lieb waren, mir zugehört haben und auf meine Probleme eingingen.

(Eine Leserin unserer Facebook-Seite)

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