Polizisten eine Stimme geben: Mal von außen draufgeschaut

IMG_7574_kleinIch war auf einem Volksfest. Dieses Mal nicht als Polizist, sondern als Sanitäter fürs BRK (Bayerisches Rotes Kreuz). Unsere Wache lag genau neben dem Stützpunkt der Polizei.

Plötzlich kamen zwei kleine Jungen zu uns.  „Wir haben unsere Eltern verloren“, piepste einer. Wir brachten die beiden zur Polizei, nachdem wir ihnen etwas zu trinken und ein paar Süßigkeiten gegeben haben.

Die Polizisten kümmerten sich ganz toll um die Jungs. Ein Kollege ging sogar extra los, um ihnen zwei Teddys von einer Schießbude zu organisieren. Da haben die Kleinen sich richtig gefreut. Erst recht haben sie sich gefreut, als die Eltern ermittelt werden konnten…

Je später die Stunde desto reichlicher wurde „getankt“. Ich habe von Anfang an gespürt, dass einer der Männer auf dem Fest es auf einen Konflikt anlegte. Er provozierte die ganze Zeit über andere Gäste und steigerte sich schließlich in Randale hinein. Also erteilten ihm meine Kollegen einen Platzverweis. Anstatt zu gehen, wurde er noch aggressiver. Also wurde er umstellt.

„Fasst mich bloß nicht an“, brüllte er.
Er ging aufgebaut auf einen Kollegen zu.
„Stehenbleiben“, rief der Kollege. Nicht nur einmal.
Der Kollege hat sehr besonnen reagiert und den Mann zu Boden gebracht. Als er ihm die Handschellen anlegte, ist der dann richtig noch aggressiver geworden, hat den Kollegen angespuckt und alle beleidigt.

Schade, nachdem der Einsatz mit den Kindern, denen meine Kollegen helfen konnten, so schön gewesen war. 

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