Wir basteln uns einen Polizeiskandal – netter Versuch

FStW_Berlin_nachts_kleinEs begann mit einer Pressemitteilung der Berliner Polizei vom 6. Juli 2014:

Polizisten im Görlitzer Park angegriffen – sechs Beamte verletzt
Bei Angriffen aus einer Gruppe von etwa 60 Personen heraus wurden gestern Nachmittag (05.06.2014) sechs Polizisten verletzt. Gegen 17.45 Uhr alarmierten Zeugen die Polizei zum Görlitzer Park, da zu diesem Zeitpunkt etwa 20 Personen in eine Schlägerei verwickelt waren. Im Park eingetroffen, sahen die Beamten einen 25-jährigen verletzten Mann, der am Ohr stark blutete. Bei der nun folgenden Sachverhaltsklärung mischten sich zunächst mehrere Personen, die kurz zuvor an einer Demonstration von Neukölln nach Kreuzberg teilgenommen hatten, lautstark in die Ermittlungen der Beamten ein. Darüber hinaus stellte sich ein 22-jähriger Mann den Beamten in den Weg und störte sie bei der Sachverhaltsaufklärung. Nachdem die Polizisten ihn vergeblich des Platzes verwiesen hatten und die Behinderungen anhielten, zog ein Beamter den Störenfried zur Seite, woraufhin sich eine Personengruppe von bis zu 60 Personen in das Geschehen einmischte und die Einsatzbeamten attackierte. Aus der Gruppe heraus wurden zwei Fahrräder gegen die Beamten geschleudert, wodurch ein Polizist eine Kopfverletzung erlitt, die später in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden musste. Mit Unterstützung weiterer hinzugerufener Polizisten wurde die Personengruppe abgedrängt und zwei Männer im Alter von 32 und 46 Jahren sowie eine 33-jährige Frau festgenommen. Gegen sie wird wegen gefährlicher Körperverletzung, versuchter Gefangenenbefreiung und schweren Landfriedensbruchs ermittelt. Insgesamt sechs Beamte wurden bei den Angriffen verletzt.
Hui. Sechs verletzte Polizeibeamte! Übrigens waren es an dem Wochenende in Berlin mindestens 15. Zumindest 15, die ihren Weg in die Pressemitteilungen der Berliner Polizei schafften. Im Rahmen des Demonstrationsgeschehens, das in der oben zitierten Pressemitteilung erwähnt wurde, wurden weitere sieben Polizeibeamte verletzt (vergleiche hier). In der Nacht zum 06.07.2014 wurden in zwei Fällen Polizeibeamte mit Steinen beworfen. Zwei von ihnen wurden von den die Scheiben des Einsatzfahrzeuges durchschlagenden Steinen derart verletzt, dass sie im Krankenhaus ambulant behandelt wurden und vom Dienst abtreten mussten (vergleiche hier).
Ich persönlich war milde erstaunt, als mir bereits gestern Abend ein Youtube-Video übermittelt wurde, auf dem ein Polizeiübergriff zu sehen sein soll, eingestellt von einem gewissen „Optik 5000“. Ort und Zeit des Geschehens passten. Aha! Der Film zur Pressemitteilung.
Da hier mal wieder Persönlichkeitsrechte auf das Übelste missachtet wurden, bette ich das Video nicht in diesen Blog ein. Soviel Zeit muss sein, dem Link zu folgen.
Das Video setzt, wie eigentlich üblich, wenn derartige Vorwürfe im Raum stehen, mitten in der Handlung  ein. Die erste Frage, die sich stellt, ist die, warum der Polizist, dessen Identifizierungsnummer zu Beginn des Filmes so betont wird, bereits bei einem kurzen „Ausweis her“ angelangt ist. Es liegt eigentlich auf der Hand, dass vorher bereits das eine oder andere passiert sein muss. Schon vor dem Hintergrund dieses Fragezeichens ist eine gewisse Skepsis beim Konsum dieses Videos angebracht.
Man beachte, dass der junge Mann mit der Clownsmaske schon bei 0:20 anfängt zu brüllen. Die Polizisten hatten ihn zu diesem Zeitpunkt gerade mal angefasst. Die Skepsis steigt.
Ab etwa 1:00 sieht man, wie sich immer mehr Umstehende einmischen und die Polizeibeamten bedrängen. Niemand stellt die Frage, die auf der Hand liegt: „Gibt es einen Grund für die Festnahme?“ Alle im Bild sichtbaren Menschen scheinen davon überzeugt zu sein, dass die Polizei nicht im Recht ist. Woher nehmen sie diese Überzeugung?
Bei 2:24 kommt aus dem linken Bildrand ein Fahrrad geflogen. Übrigens ganz wie in der obigen Pressemitteilung der Polizei nachzulesen. Es ist mittlerweile sehr laut geworden, auf die Polizeibeamten wird eingeschrieen und was man an Vokabeln verstehen kann ist nichts, was ich als gewaltfreie Kommunikation bezeichnen würde.
Bei 2:53 legt die junge Frau mit den roten Haaren ein Schauspiel hin, gegen das altgediente Schwalbenkönige wie Maradona und Co. als blasse Waisenknaben erscheinen.
Bei 3:59 trifft die Verstärkung ein, in Schutzkleidung. Bei den am 05.07. in Berlin herrschenden Temperaturen lässt das tief blicken, wie die aufgeheizte Lage eingeschätzt wurde.
Das Video endet mit der Bitte, es an „wichtige Zeugen“, u. a. die Presse weiterzuleiten.
Das ist offensichtlich gelungen. „Die Polizei, dein Feind und Helfer“ schlagzeilt die Zeit (!) in einem Artikel, in dem sie der Polizei ein Problem sowie wachsenden Widerstand aus der Bevölkerung bescheinigt.
Kleines Kuriosum am Rande: In diesem Artikel findet sich der Absatz „Zwar zeigen Umfragen wie der GfK-Vertrauensindex nach wie vor, dass die Institution Polizei ein hohes Ansehen bei mehr als 80 Prozent der Menschen genießt, doch dass diese Zahl leicht sinkt. Und die Polizeigewerkschaften und Vereine wie Keine Gewalt gegen Polizisten beklagen, dass das Klima den Beamten gegenüber feindlicher wird. Doch wenn es in der Bevölkerung tatsächlich wachsenden Widerstand gegen die Polizei gibt, stellt sich die Frage: Was löst ihn aus?“
Ich bin ja geschüttelt und gerührt, dass unser kleiner 91-Mitglieder-Verein mit Institutionen mit 170.000 Mitgliedern (GdP) bzw. 94.000 Mitgliedern (DPolG) in einem Atemzug genannt wird. Danke! Aber der in diesem Absatz konstruierte Gegensatz „Polizeigewerkschaften und Vereine wie Keine Gewalt gegen Polizisten“ und „Bevölkerung“ passt nicht. Wir bestehen nach wie vor überwiegend aus Nichtpolizisten (53%) und bei unserer Gründung waren 11 Nichtpolizisten und ein Polizist. Wir sind ein Verein aus Bürgern für Polizisten, in dem auch Polizisten Mitglied werden können. D.h. wir sind Teil der Bevölkerung. Wir sehen das ein bisschen anders mit dem angeblich wachsenden Widerstand aus der Bevölkerung. Und was das sinkende Vertrauen in die Polizei auslöst – das könnte auch etwas mit der Berichterstattung über derartige Videos zu tun haben. Nicht jeder schaut die sich bis zum Ende an.
Zurück zur Polizeigewalt vor dem Görlitzer Park, die so ausufernd war, dass sechs verletzte Polizisten dabei herauskamen. Die Polizei Berlin hat gestern (07.07.) eine Stellungnahme dazu herausgegeben, die ich unseren Lesern im Wortlaut mitteilen möchte:
„Nach der Veröffentlichung eines Videos im Internet, auf dem die Festnahme eines 22-jährigen Mannes am Görlitzer Park zu sehen ist, möchte die Polizei Berlin folgende Ergänzungen bekanntgeben: 
Das veröffentlichte Video zeigt nur einen Ausschnitt der Ereignisse vom vergangenen Samstag, 5. Juli 2014. Vorausgegangen war ein Polizeieinsatz anlässlich einer Schlägerei am Görlitzer Park, bei der ein 25-jähriger Mann schwer am Ohr verletzt worden war. Die alarmierten Polizisten kümmerten sich zunächst um den Verletzten und alarmierten die Berliner Feuerwehr. In der weiteren Folge nahmen die Beamten die Personalien des jungen Mannes auf und versuchten nun, den Sachverhalt aufzuklären und die Täter der gefährlichen Körperverletzung zu ermitteln. Hierbei wurden die Polizisten hartnäckig gestört. Der in dem Video zu sehende Mann, ein 22-Jähriger, behinderte die Beamten mehrfach bei ihrer Arbeit und verhinderte, dass die Beteiligten der Schlägerei ermittelt werden. Der Abgebildete erhielt nun einen Platzverweis, dem er nicht nachkam, so dass er weggeführt werden musste. Nachdem sich der Einsatzbeamte nun dem mittlerweile im Rettungswagen sitzenden Verletzten zugewandt hatte, ging der 22-Jährige erneut auf die Beamten zu. Hier beginnt die Videoaufnahme. 
Ein Polizist wollte die Personalien des jungen Mannes feststellen, um ihm dann einen so genannten qualifizierten Platzverweis auszusprechen. Hier widersetzte sich der auf dem Video zu sehende Mann und versuchte sich zu entfernen, so dass er von den Einsatzbeamten festgehalten werden musste und zu Boden gebracht wurde. Der Mann versuchte sich der Personalienfeststellung zu entziehen, indem er sich auf seine Arme legte und damit verhinderte, dass die Beamten ihn zur Identitätsfeststellung zu einem Polizeifahrzeug führen konnten. 
Sowohl während der veröffentlichten Videosequenz als auch danach kam es zu gewalttätigen Angriffen gegen die Polizisten, die in dem Filmausschnitt nicht zu sehen sind und die Beamten vor so große Probleme stellten, dass weitere Polizisten zur Unterstützung verständigt werden mussten. Weiterhin ist in den Sequenzen nicht zu erkennen, dass ein 46-jähriger Mann und eine 23-jährige Frau versucht hatten, den 22-Jährigen zu befreien. Ein Polizist erlitt bei den Attacken eine Gehirnerschütterung und musste in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Einem weiteren Beamten wurde in die Hand gebissen. Darüber hinaus setzte ein bislang Unbekannter Reizgas gegen die Beamten ein. Insgesamt sechs Einsatzbeamte wurden bei den Angriffen verletzt.“
Damit dürfte alles gesagt sein. Zumindest sollte jetzt klar sein, dass es mindestens zwei Meinungen dazu gibt und der Polizei zumindest, wie vor Gericht, zubilligen, eine andere Sichtweise zu haben. Im Zweifel also für den Angeklagten.
Dazu die Zeit in einem nachträglich eingefügten Absatz: „Zu der Behandlung des 22-Jährigen äußert sie sich nicht.“
Nun ja. Wer Augen hat zu sehen, der sehe.
Übrigen wüsste ich nur zu gern, warum folgende „Vorfälle“, die in Berlin stattgefunden haben, offenbar kein Skandal sind:
Aber schon klar, dass ist das, was wahrscheinlich wieder unter dem Stichwort „Aufrechnung“ unter den Tisch gekehrt wird.
Abschließend noch mein herzlicher Dank den den Kriminalreporter der Berliner Zeitung, der heute Morgen mit dem Kommentar „Was das Video der Festnahme nicht zeigt“ das Video als das entlarvt, was es ist. „Es gibt Videos im Netz, die polizeiliches Fehlverhalten sehr genau dokumentieren und zu Disziplinarverfahren führten. Dieser Film aber ist kaum mehr als Propaganda.“ Abgesehen von den essentiellen Szenen, die überhaupt zu diesem Einsatz führten, fehlt auch die eine oder andere Gewalttat gegen Polizeibeamte. Es „zeigt auch nicht, dass der Beamte, der den Ausweis des 22-Jährigen sehen wollte, am Schluss von oben bis unten bespuckt war.“

65 Comments

  • Schnee
    8. Juli 2014 - 09:41 | Permalink

    Die Polizei hat genau richtig gehandelt. Dieses Video was im Netz rum geht ist unter aller Sau. Jeder Tag haben Polizisten zu kämpfen mit irgendwelchen Spinnern die glaube die können sich alles erlauben. Dieser Job ist absolut hart und ich ziehe meinen Hut vor jeder Frau/Mann der sich dazu entschließt diesen Job zu machen.

    • 8. Juli 2014 - 13:39 | Permalink

      Ob sie genau richtig gehandelt haben, mag ich gar nicht mal zu beurteilen. Dafür fehlen mir definitiv Einblicke in den Polizeiberuf (auch wenn gerne hartnäckig das Gegenteil behauptet wird… ;-) )
      Ich denke nur, dass ohne Informationen, wer nun die Ursache für das ganze Theater gesetzt hat, weil die Handlung ja mittendrin einsetzt, man nicht pauschal sagen kann, dass die Polizisten falsch gehandelt hätten.
      Da ja jene, die die Polizeiaktivitäten in diesem Video pauschal verteufeln, ganz offenbar keine Infos darüber liefern möchten, was vorher war, die Polizei Berlin aber dazu sehr detaillierte und ausführliche Infos liefert, mache ich mir halt so meine Gedanken….

      • wepolegjobay
        8. Juli 2014 - 16:47 | Permalink

        Ok. Sie sind praktisch der Meinung. Die Polizei ist wegen der Gaudi irgendwohin gefahren und macht sich „wichtig“. Der Bericht beginnt doch, dass jemand verletzt wurde und jemand die Tat begangen hat. Demzufolge liegt mindestens eine Körperverletzung vor. Diese Tat hat die Polizei, bei Mitteilung derselbigen, aufzuklären. Dafür ist die Polizei da. Wenn nun diese Ermittlung von Unbeteiligten gestört wird, werden diese Leute per Platzverweis aus dem Bereich des Tatortes verwiesen. Sollte nun diese Person die Amtshandlung weiter stören, so kann man in der StPO § 164 nachlesen, dass diesem sogar die Festnahme erklärt werden kann. Die Festnahme ist demzufolge sogar abschließend geregelt. Ich weiß zwar nicht, ob in Berlin die Polizei länderspezifisches Polizeiaufgabengesetz mit diversen Befugnissen ausgestattet ist, in Bayern schon. In diesem Gesetz wird der unmittelbare Zwang sogar bei gefahrenabwehrenden Maßnahmen geregelt. So habe ich mit dem Einschreiten der Beamten vor Ort kein Problem, sollte der Mann zuvor die Ermittlungen gestört haben. Er hat sich selbst in die Lage gebracht. Ich frage mich langsam, wo wir den Hinkommen, wenn bei einer Körperverletzung, die Polizei einfach nicht mehr kommt. So wie ich das sehen, haben wohl irgendwelche Individuen das Recht, Amtshandlungen zu stören und dürfen wohl von der Polizei nicht in ihre Schranken gewiesen werden. Danke schon mal dafür, dass diesen Leuten mehr Rechte eingeräumt werden, als denen, die sich tagtäglich für die Sicherheit in Deutschland einsetzen. Zweifelsohne wird und muss die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen augrund des Videos führen. Diese wird letztlich über den Einsatz und der darausfolgenden Konsequenzen entscheiden. Zum anderen kann es auch für die Polizei hilfreich sein, da Leute auf dem Video abgelichtet wurden, welche sich ebenfalls Strafbar gemacht haben. Es gilt hier auch dem Aufzeichner der Dank, das auch solche Leute zur Rechenschaft gezogen werden können.

        • 8. Juli 2014 - 17:34 | Permalink

          „Ok. Sie sind praktisch der Meinung. Die Polizei ist wegen der Gaudi irgendwohin gefahren und macht sich “wichtig”.“

          Nein, bin ich eigentlich nicht. Ich bin gerade etwas verwirrt. Eigentlich dachte ich, mein Blogbeitrag oben macht klar, dass ich genau das nicht meine.

  • Manfred
    8. Juli 2014 - 10:20 | Permalink

    Im Prinzip müsste die Gesellschaft nur ein paar Tabus brechen:
    1) Täter vor Opferschutz
    2) Migrantenproblematik ( Die Integration und Multikulti IST nunmal gescheitert)
    3) Der Staat sollte sich hinter seine Mitarbeiter stellen und nicht noch mehr Misstrauen schüren ( Siehe beschwerdestelle explizit Polizisten
    4) verdrehung, bzw. übersehen von Tatsachen, nur weil es politisch korrekt ist…..

    MFG

    • 8. Juli 2014 - 13:35 | Permalink

      Der Polizist, dessen Identifikationsnummer am Anfang des Videos gezeigt wird, als sei er ein mittlerer Schwerverbrecher, könnte durchaus Migrationshintergrund haben. Der junge Mann mit dem Clownsgesicht und die Schwalbenkönigin haben keinen Migrationshintergrund. Ich verstehe jetzt gerade den Zusammenhang zu Multikulti nicht.

  • Pseudonym
    8. Juli 2014 - 10:57 | Permalink

    Ich bin über einen kurzen Artikel in der „The Huffington Post“ auf das Video aufmerksam geworden. Titel des Artikels: „Video über mutmaßliche Polizeigewalt wühlt Internet-User auf“.
    Tenor des Artikels: tendenziös kritisch gegenüber der Polizei.
    Zitat aus der Einleitung: „Es sind beängstigende Bilder, die jemand unter dem Pseudonym „Optik5000“ bei Youtube hochgeladen hat. Nicht, weil das Video Szenen zeigt, die brutaler sind als das, was man so im Fernsehen sieht. Sondern beängstigend, weil die Gewalt von einer Seite zu kommen scheint, die sich doch als die „gute“ sieht: der Polizei….“

    Ich hab mir darauf das Video angesehen und muss sagen: ich kann an KEINER Stelle etwas sehen, das gegen das Vorgehen der Polizei spräche. Der Einsatz gegen die Person, die sich ersichtlich hartnäckig wehrt, ist nicht übertrieben hart, sondern absolut angemessen. Die Person hätte auch nur den Ausweis zeigen sollen, mehr nicht. Hätte sie das, wäre die Situation sofort aufgelöst gewesen. Ich erkenne als kritischer Konsument sofort und ohne Zögern, dass Schnitt und Aufbau des Videos nur einem Ziel dienen: einer einfach inszenierten Propaganda gegen die Polizei, vermutlich von links.

    Polizeigewalt kommt sicher vor und muss geahndet werden, aber dieses Video ist wirklich absolut lächerlich. Ich bin erschrocken, wie unkritisch und leichtfertig Qualitätsmedien damit umgehen.

    • 8. Juli 2014 - 12:29 | Permalink

      „Polizeigewalt kommt sicher vor und muss geahndet werden, aber dieses Video ist wirklich absolut lächerlich.“

      GENAU das ist der Punkt. Wenn man unsere Internetpräsenzen ansieht, wird man feststellen, dass wir entsprechende Verfehlungen auch thematisieren (auch wenn permanent das Gegenteil behauptet wird).

      Derartige Empörungswellen lassen in mir immer Dankbarkeit aufkommen, dass in diesem Land die Judikative Recht spricht ud zwar unter Berücksichtigung ALLER Informationen und mit kühlem Kopf.

      • Andreas
        8. Juli 2014 - 15:57 | Permalink

        Schläge und Tritte sind lächerlich?
        Drei Ausgewachsene und „bestens“ ausgebildete erwachsene Männer gegen einen „hämpfling“ der auch noch unten liegt…und dann muss noch geschlagen und getreten werden? ‚öhm* ja, das beobachte ich bei Kindern im Kindergarten auch…

        Keine Frage, die Arbeit der Polizei ist unglaublich und muss hoch angerechnet werden, aber solch ein unprofessionelles Vorgehen ist peinlich für jeden Ausbilder!

        Auch wenn nur Ausschnitte betrachtet werden, sehe ich zu viele Fehler von Polizisten drum herum. Man darf zu Fehlern stehen, das ist kein Problem! Fehler zeigen aber dann doch durchaus auch einfach Hilflosigkeit … Grund für zu wenig Personal oder mangelnde Ausbildung?!

        Interessant ist auch, und gleichzeitig auch eine extrem große Gefahr, dass so eine Kleinigkeit wie „nicht den Ausweis zeigen wollen“ zu unglaublich gefährlichen Situationen für die Polizisten führen kann…die Beamten hatten riesiges Glück, dass in Deutschland die meisten Bürger Respekt vor der Polizei haben, woanders würden diese nach dieser Aktion im Krankenhaus liegen…es sammelten sich immerhin extrem schnell sehr viele Leute an (klar, am Park…) sowas muss immer bedacht werden…. und das zeigt einfach eine schlechte Ausbildung oder mangelndes taktisches Verständnis der Polizisten (zumindest des einen in Weiß) :(

        • 8. Juli 2014 - 17:39 | Permalink

          „Schläge und Tritte sind lächerlich?“ Hat das jemand behauptet? Ich verstehe den Zusammenhang gar nicht.

          „das zeigt einfach eine schlechte Ausbildung “ Was befähigt Sie, den Ausbildungsstand dieser Polizisten zu beurteilen? Sind Sie selbst Ausbilder bei der Polizei? Nur, damit die geneigten Leser und ich Ihre Aussage korrekt bewerten können.

          • Jehova
            9. Juli 2014 - 01:37 | Permalink

            Sie verstehen erstaunlich häufig „den Zusammenhang nicht“…

          • 9. Juli 2014 - 11:41 | Permalink

            Ja, die Tücken der Kommunikation…

  • Geralf Buchholz
    8. Juli 2014 - 12:15 | Permalink

    …Ist ja alles schön und gut, aber das Vertrauen hat die Polizei verspielt, als sie z. B. in Stuttgart mit Wasserwerfern auf Kinder spritze und deren Gesundheit und Leben in Gefahr brachte. Jetzt kommt es zwar zum Prozess, aber wie das ausgeht wissen wir ja: Freispruch für die Staatsdiener.
    Nur eine konsequente Verurteilung aller beteiligten Beamten, deren Entlassung aus den Polizeidienst und Streichung deren Pensionsansprüche kann die Wogen wieder glätten.

    Natürlich muss auch der Mappus seinen Prozess bekommen.

    Mit freunslichen Grüßen
    Geralf Buchholz.

    • 8. Juli 2014 - 12:26 | Permalink

      Ich persönlich finde es äußerst schwierig, mit einer (mutmaßlichen) Verfehlung einer Bevölkerungsgruppe X einen derartigen Umgang mit ALLEN Mitgliedern dieser Bevölkerungsgruppe zu rechtfertigen.

      Abegesehen davon finden entsprechende Prozesse statt und S21 wird aufgearbeitet…

      Wir ich in dem Beitrag schon schrieb: Wer Augen hat zu sehen, der KANN sehen.

    • Andreas Braun
      8. Juli 2014 - 13:15 | Permalink

      Guten Tag!
      Sehr lustig, diesen Vorfall mit Stuttgart zu vergleichen. Und sehr feige. Und völlig aus dem Zusammenhang.
      Aber nun gut.
      Ich möchte anmerken, daß Eltern die ihre Kinder zu einer nicht genehmigten Demonstration mitnehmen, das Sorgerecht entzogen gehört. Sie haben die Kinder einer Gefahr ausgesetzt um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Das ist ganz schön frech. Erinnert mich an Terroristen die Kinder zu Selbstmordattentätern machen, an die Nazis die Kindersoldaten an die Front geschickt haben. Ist das ein legitimes Mittel, um Verordnungen ausser Kraft zu setzen? Kinder schützend vor sich halten? Ich bin selbst Vater und würde (wie viele andere auch) niemals auf so eine perverse Idee kommen. Abartig so was.
      Ich hatte auch schon ärgerliche Vorkommnisse mit der Polizei, aber sie sind nun mal Bürger in Uniform und ich habe mich bei einer Personenkontrolle nicht zu widersetzen. Und auch wenn das keinem hier gefällt, die lieben Mitmenschen auf dem Video sind zum Teil auch „Gäste“ in unserem Land. In ihrem Land hätten diese Menschen das nicht getan……..
      Also, Augen auf bei Polizeiübergriffen. ber bitte zu beiden Seiten….

      • 8. Juli 2014 - 13:29 | Permalink

        Deswegen hatte ich auf den Teil mit S21 auch nur sehr kurz geantwortet. Das würde die Diskussion viel zu sehr zerfasern.

        Ich würde das gar nicht daran festmachen, ob Migranten im Spiel sind oder nicht. Der Polizist, dessen Identifikationsnummer am Anfang des Videos gezeigt wird, als sei er ein mittlerer Schwerverbrecher, könnte auch durchaus Migrationshintergrund haben. Der junge Mann mit dem Clownsgesicht und die Schwalbenkönigin haben keinen Migrationshintergrund. Ich denke, das Problem liegt ganz woanders.

        Laut Polizeipressemitteilung haben die Polizisten versucht, aufzuklären, wer den Mann in dem Rettungswagen verletzt hat, als Unbeteiligte ohne nähere Info entschieden, sich jetzt einzumischen, weil sie automatisch (quasi reflexartig) davon ausgingen, dass die Polizei mal wieder irgend etwas Böses im Schild führe. In diesen Reflexen liegt doch das Problem. Und die sind unabhängig davon, ob jemand Migrationshintergrund hat oder nicht.

      • DerPriester
        8. Juli 2014 - 16:11 | Permalink

        Tschuldigung: Von WEM würde denn Ihrer Meinung nach die Gefahr für die Kinder ausgehen? Und zu demonstrieren (ein gesetzlich verankertes Grundrecht, welches NICHT genehmigungspflichtig, sondern nur anmeldepflichtig ist), ist also mit Selbstmordattentaten (Terroristen) und bewaffneten Konflikten (Kindersoldaten) gleichzusetzen? Nebenbei bemerkt: Es existiert auch keine Ausweismitnahmepflicht in Deutschland. Was tun, wenn die zu kontrollierende Person ihren Ausweis gar nicht dabei hat? Und der ruppige und herablassende Ton bei der Aufforderung „Ausweis her“ würde ich mir auch nicht bieten lassen. Das alleinig schon wäre ein Verstoss gegen §60 + §61 BBG. Ich bin in meiner 25-jährigen Dienstzeit als Feuerwehrbeamter EXAKT NOCH NIE von Demonstranten oder anderen Bürgern tätlich angegriffen worden. Selbst mit sog. „Problemfällen“ sind wir mit deeskalierender Einwirkung bestens gefahren. Wenn die Polizei also ein Imageproblem hat, dann sollte sie mal ihr eigenes Auftreten in der Öffentlichkeit überprüfen und ggf. korrigieren. Die Forderung „Keine Gewalt gegen Polizisten“ darf nicht als Freibrief für die Polizei missverstanden werden, selbst unnötige Gewalt ungehindert ausüben zu dürfen.

        • 8. Juli 2014 - 17:38 | Permalink

          „Die Forderung “Keine Gewalt gegen Polizisten” darf nicht als Freibrief für die Polizei missverstanden werden, selbst unnötige Gewalt ungehindert ausüben zu dürfen.“ Nö. Wurde im Blogbeittag auch nicht gefordert. Macht im Verein Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. auch keiner.

    • JoSa
      8. Juli 2014 - 14:18 | Permalink

      Sehr geehrter Geralf Buchholz, auch wenn der Einsatz bezüglich S21 in Stuttgart hiermit nichts zu tun hat, möchte ich Ihnen gerne mitteilen, dass Sie offensichtlich falsch informiert sind. Drei Beamte aus den eingesetzten Wasserwerfern wurden bereits 2013 verurteilt, bzw. mit Strafbefehlen belegt. Zwei der Beamten haben zwar dagegen Einspruch eingelegt, aber dies sollte ja wohl erlaubt sein.

      MfG

    • Danny
      8. Juli 2014 - 15:22 | Permalink

      Es gibt nicht DIE EINE von einem großen Mutterschiff gesteuerte Polizei. Was die Polizei in Stuttgart gemacht hat, hat die Polizei in Berlin doch nicht zu verantworten. Davon abgesehen, nicht falsche verstehen, aber 90% der Leute aus dem Video wissen weder, wo Stuttgart ist, noch was dort vor Jahren passiert ist. Dies war ein ganz klarer Versuch von Menschen mit zweifelhafter Lebenseinstellung dem Saat zu zeigen, das ist unser Viertel und wir wollen hier keine Polizei, weil wir alles selber regeln wollen.
      Im Görlitzer Park soll keine U-Bahn Autobahn oder sonstwas gebaut werden, was die Leute auf die Straße treibt, sondern es werden seit Jahren immer offener Drogen verkauft. Und alle begelitenden Straftaten kommen mit dazu. Eine Ghettoisierung ist hier, wenn man ehrlich ist, bereits vollzogen worden und die Krimminellen haben kein Interesse daran, dass dieser Zustand zurückgedreht wird.

      • 8. Juli 2014 - 15:33 | Permalink

        „Es gibt nicht DIE EINE von einem großen Mutterschiff gesteuerte Polizei. Was die Polizei in Stuttgart gemacht hat, hat die Polizei in Berlin doch nicht zu verantworten.“ Das meine ich damit, wenn ich immer wieder sage, dass die 2%, die ihren Job nicht richtig machen, keine Rechtfertigung dafür sein können, wenn auf den anderen 98% herumgeprügelt wird. Sie wären nicht einmal eine Rechtfertigung dafür, auf diesen 2% herumzuprügeln, denn Selbstjustiz ist in einem Rechtsstaat aus gutem Grund nicht angesagt.

        Nicht einmal die Polizei in Stuttgart ist über einen Kamm zu scheren, denn insgesamt waren über die Zeit tausende von Polizeibeamten in Sachen S21 im Einsatz und an dem fraglichen Einsatz, um den es geht, waren nur 1000 Polizeibeamten beteiligt. Selbst wenn man annimmt, dass tatsächlich alle gegen die Polizei erhobenen Vorwürfe in dem Zusammenhang stimmen (was ich vereinfachend mal tue), ist nur ein Bruchteil der Polizei betroffen.

        Es gibt „die Polizei“ genau so wenig wie jede andere Menschengruppe.

        Was die Lage im und um den Görlitzer Park betrifft, so kann ich dazu wenig sagen, weil ich keine Berlinerin bin.

  • Matthias
    8. Juli 2014 - 12:52 | Permalink

    Hallo,

    es ist immer schön sich zwei Seiten der Medaile zu sehen. In diesem Artikel wird genau das angeprangert. Man selbst scheint sich diesen Vorwurf aber nicht sonderlich zu Herzen zu nehmen. Ich selbst habe bereits negative Erfahrung mit Polizisten gesammelt, die überaus aggressiv waren und völlig unangemessen gehandelt haben Es ist unbestreitbar, dass es in diesem Land Polizisten gibt, die Ihre Machtstellung missbrauchen.

    Hier ein Fall aus meiner Vergangenheit:

    Ich selbst war früher im linken Spektrum aktiv und war selbst körperlicher Gewalt nicht abgeneigt und habe es mit einigen Aktionen gelegentlich doch sehr übertrieben. Damals wurde ich auf einer Demo festgenommen. Ich habe den Aufforderungen der Polizisten folge geleistet um das bekannte Prozedere schnellstmöglich hinter mich zu bringen. Während meiner Kontrolle durch 2 Beamte der Polizei (hierbei sei erwähnt, dass ich mit gestreckten Armen an der Hauswand gelehnt war), kam ein weiterer Beamter mit seinen Kollegen angerannt und hat mir während meiner Kontrolle einfach von hinten die Beine weg getreten, so dass ich sehr unsanft auf den Boden aufgeschlagen bin. Daraufhin ist die Situation natürlich weiter eskaliert. Freunde die während meiner Kontrolle nur an der Seite warteten haben sich daraufhin natürlich auch mit eingemischt. Die Reaktion dieses Polizisten war einfach unangemessen. Nachdem ich durch die beiden Beamten (welche mich vorher kontrolliert hatten) abgeführt wurde, konnte ich mich über diese Thematik unterhalten. Auch diesen Beamten war das vorgehen Ihres Kollegen völlig unverständlich. Diese haben mich wenige Augenblicke später auch wieder gehen lassen.

    Diese Erfahrung ist nur eine von vielen. Ich schliesse hier aber auch von vornherein solche Situationen aus, in denen ich eine aggressive Reaktion provoziert habe.

    Solche Situationen sind es, die das öffentliche Bild der Polizei schädigen. Es liegt in der Natur des Menschen, dass er sich eher negative als positive Erfahrungen in Erinnerung behält. Dadurch ist die Polizei als Sicherheitsorgan keineswegs unschuldig an einem immer schlechter werdenden Image.

    Jedoch muss auch erwähnt sein, dass ich auch das genaue Gegenteil erleben durfte. Polizisten die mich trotz unangebrachter Kommentare und Provokationen mit Respekt behandelt haben. Die Enfühlungsvermögen für Menschen in schlimmen Situationen gezeigt haben. Die mich, entsprechend meines Auftretens, fair behandelt haben. Menschen, die eben

    Diese immerwährende einseitige Berichterstattung ist nicht zielführend. Ich kann in diesem Artikel keinerlei angebrachte Kritik an der völlig übertriebenen Härte finden die erwiesenermaßen stattfindet.

    Ich persönlich vertrete die Meinung, dass man der Polizei zu Begin mit Respekt begegnen sollte. Sobald diese allerdings ihre Stellung als Sicherheitsorgan missbraucht und Menschen aufgrund subjektiver Empfindungen Ihrer Grundrechte beraubt, muss mit angemessenen Mitteln auf diese Aktionen reagiert werden. Wir leben in keinem Polizeistaat und wollen auch in keinem Leben. Vielleicht sollte man bei der Einstellung mancher Beamter auch zweimal hinsehen.

    • 8. Juli 2014 - 13:33 | Permalink

      Danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Was die Medaille mit mehreren Seiten betrifft, so zitiere ich mich mal schnell selbst:

      „Wenn man unsere Internetpräsenzen ansieht, wird man feststellen, dass wir entsprechende Verfehlungen auch thematisieren.“

      Ich habe in dem Text und auch sonst mit keinem Wort behauptet, dass die Polizei unfehlbar sei. Gerade weil man sie kritisieren darf, bin ich Fan der aktuellen Polizei im deutschsprachigen Raum. Nur weil ich in diesem Fall das Video als zweifelhaft ansehe und meiner Skepsis Ausdruck verleihe, heißt das nicht, dass ich nicht wüsste, dass es auch bei der Polizei Polizisten gibt, die Fehler machen. Ich wehre mich lediglich dagegen, dass diese 2% als Rechtfertigung für Prügel gegenüber den anderen 98% herhalten müssen. Man kann diesen 2% durchaus legal beikommen.

  • 8. Juli 2014 - 13:42 | Permalink

    Da schau her:

    Auch minikama.at hält das Video für bedenklich und plädiert für kritisches Hinterfragen:

    http://www.mimikama.at/allgemein/analyse-zu-dem-video-brutaler-polizeibergriff-5-juli-2014-berlin-kreuzberg-grlitzer-park-ohlauer-strae/

  • N.M.
    8. Juli 2014 - 13:48 | Permalink

    Abgesehen von dem was im Vorfeld passiert ist, war das Vorgehen seitens einzelner Polizisten definitiv zu hart… Dieses Bein um den Pfosten zieht z.B.
    Mein Vertrauen in einzelne Bereiche der Polizei habe ich im Laufe der Jahre verloren.
    Berufsbedingt habe ich regelmäßig Kontakt mit der Polizei, positiv wie negativ.
    Grunderschüttert wurde ich aber zur WM 2006 in der Zeit hatte ich viel Kontakt zu einzelnen Hundertschaften, was dort für ein Jargon herrscht ist schon manchesmal bedenklich.
    Ihr verhalten im Einsatz hat mich manchesmal entsetzt.

    • 8. Juli 2014 - 15:17 | Permalink

      Abgesehen von dem was im Vorfeld passiert ist, kann ich als Laiin das Vorgehen seitens der Polizisten gar nicht beurteilen… dazu müsste ein Einsatztrainer was sagen. Für mich sieht die Gegenwehr jedenfalls heftig aus.

      Mein Vertrauen in die Polizei habe ich im Laufe der Jahre aufgebaut.

      Berufsbedingt habe ich regelmäßig Kontakt mit der Polizei, immer positiv.

      Frustäußerungen schockieren mich schon lange nicht mehr. Ich bin abgehärtet durch so manche Äußerung, die mir in den letzten fünf Jahren von Polizeikritikern entgegengeschlagen ist.

      WIR sind nie im Einsatz. Wir sind nach wie vor ein Verein von Bürgern für Polizeibeamte.

      • N.M.
        8. Juli 2014 - 16:36 | Permalink

        Ich bin regelmäßig im Einsatz…
        Auch sprach ich nicht von Frustäusserung…

        Bei der Polizei ist es wie überall auch es gibt überall schwarze Schafe. Nur fallen sie bei der Polizei eher auf.

  • olaf
    8. Juli 2014 - 14:32 | Permalink

    der vorherige verlauf der auseinandersetzung geht aus diesem Video zwar nicht hervor, jedoch ist ja eindeutig zu sehen welche maßnahmen sämtliche Polizisten ergreifen um den doch wehrlosen mann nieder zu strecken. Ich meinerseits sehe ettliche Kniestöße und Faustschläge in sein Gesicht. Hätte es schon vorher seinerseits eine Esklation den Beamten gegenüber gegeben, wäre sicherlich nicht einfach nur die Aufforderung zum zeigen den Ausweises gekommen. Wie es in den Wald schallt so schallt es auch wieder raus. Sicherlich ist dieser Beruf mit einigen Strapazien verbunden und das von Stadt zu Stadt auch mehr, wem dem jedoch mental nicht gewachsen ist und einen jähzorn hegt, dem geschieht es gerade recht. Da braucht man danach nicht daher kommen und sich beklagen, so ist es im zivilen Leben auch. Der Mann kann sich ja auch nicht beklagen das 6 beamte auf Ihn los sind, warum beklagen sich dann 6 beamte über 40 andere? Und nur weil ein großer Rettungsschirm über die ganzen Herren und Damen gespannt ist, bedeutet das nicht das dieser auch mal reisen kann.
    Warum die anspannungen gegenüber Beamten immer größer werden, ja genau deshalb. Wenn eine Masse so etwas sieht, bei dem offensichtlich nicht gerade zimperlich vorgegangen wird bleib das in den Köpfen. Geht radikal gegen die vor die es verdient haben, aber es gibt immer Grenzen

    • 8. Juli 2014 - 15:22 | Permalink

      Nur damit ich das korrekt verstehe: „Hätte es schon vorher seinerseits eine Esklation den Beamten gegenüber gegeben, wäre sicherlich nicht einfach nur die Aufforderung zum zeigen den Ausweises gekommen.“ Die Begründung dafür, dass die Beamten hier Ihrer Ansicht nach überziehen, liegt darin, dass eben jene Beamten auf permanente Störung eines Einsatzes jetzt mit der Forderung nach dem Ausweis zu ruhig reagiert haben?

      „Wie es in den Wald schallt so schallt es auch wieder raus.“ Richtig! Leider versagt uns ja das Video die Information darüber, wie es in den Wald hineingeschallt hat. Ganz im Gegensatz zur Pressemitteilung der Polizei Berlin. Und deswegen passt Ihre Argumentation nicht.

      • N.M.
        8. Juli 2014 - 16:38 | Permalink

        Zu erwähnen sei, das ein Unrecht nicht ein weiteres legitimiert.

        • 8. Juli 2014 - 17:37 | Permalink

          Das hat auch niemand behauptet. Die Frage ist lediglich, ob das behauptete Unrecht angesichts der mangelnden Vorgeschichte überhaupt postuliert werden kann.

          • N.M.
            8. Juli 2014 - 19:28 | Permalink

            Richtig und das gilt in beide Richtungen

          • 9. Juli 2014 - 11:25 | Permalink

            Genau. Steht ja im Blogbeitrag. :-)

  • Chris
    8. Juli 2014 - 14:32 | Permalink

    Dass das Video nicht den vollständigen Sachverhalt zeigt ist eine Sache. Dass jedoch mit teilweise extremer Gewalt gegen den am Boden liegenden jungen Mann vorgegangen wird, ist eine andere, welche m.E. primär im Fokus der aktuellen „Unruhen“ im Netz steht/stehen sollte. Es geht weniger um die Frage der Rechtfertigung für das „Festsetzen“ des Mannes, als vielmehr um die Form des Vorgehens – und das ist aus meiner Sicht hinreichend dokumentiert und nicht verhältnismäßig. Dabei sollte insbesondere darauf geachtet werden, dass keine Rechtfertigung der extremen Härt auf Basis anderer Beispielen von Gewalt gegen Polizisten stattfindet, denn es geht hier nun mal um den aktuellen Fall – und der ist isoliert betrachtet äußerst fragwürdig und beunruhigend.

    • 8. Juli 2014 - 15:25 | Permalink

      Gesetzt den Fall, es wäre nicht verhältnismäßig… sollte das nicht eine Staatsanwaltschaft mit Hilfe von Einsatztrainern beurteilen? Ich meine, ich schreibe ja auch keine Gutachten über die Arbeit von Bauingenieuren…

      In diesem Blogbeitrag rechtfertig niemand extreme Härte auf Basis anderer Beispielen von Gewalt gegen Polizisten stattfindet, denn es geht hier nun mal um den aktuellen Fall. Hier fragt sich jemand, wo da die Relationen sind. Und wo die Relationen da sind, dass hier die Tatsache, dass jemand von dem, was wohl gerne Mainstream sein soll, meinungsmäßig abweicht, so eine Welle verursacht, wohingegen die ganzen Angriffe auf Polizeibeamte weitgehend unkommentiert bleiben. Das ist eine völlig andere Aussage.

  • Jens De Wall
    8. Juli 2014 - 15:08 | Permalink

    Ich kenne als Polizeivollzugsbeamter seit über 20 Jahren diesen Beruf und habe in vielen Demonstrationen auf der Seite der Exekutive mitgewirkt. Ob Demonstrationen, Fussball oder alltägliche Szenarien, die Gewalt gegen den deutschen Polizisten hat zugenommen und damit die Abwehrbereitschaft der eingesetzten Beamten. Der Staat als unser Arbeitgeber steht oft mit einen Diziplinarverfahren hinter uns sowie der kritische Bürger mit Gerichtsverfahren vor uns.
    Jeder Bürger kennt seine Rechte und unsere Pflichten und scheut keine Sekunde davor, uns dieses „Wissen“ gegen zu halten. Jede Massnahme wird mit Handys aufgenommen und aus der Sichtweise des meist polizeikritischen Gegenübers subjektiv aufbereitet.

    Die Polizei ist ein Bürger in Uniform und damit repräsentiert damit den Querschnitt der Bevölkerung wie jede andere Berufsgruppe.

    Klar gibt es Kollegen, die weniger starke Nerven haben oder die den Belastungen von unplanbaren Wochenenden, zerstörten Beziehungen, kaputten Ehen etc nicht mehr gewachsen sind und mit dem Job nicht mehr zufrieden sind. Aber Kündigung kommt nach so vielen Jahren nicht in Frage, da die Wenigsten eine abgeschlossene Berufsausbildung vor dem Eintritt in die Polizei abgeschlossen haben. In den meisten Fällen werden Kosten wie Eigentum, Familie und Alimente diese Kollegen abhalten, einfach so auf einen Teil der Pension zu verzichten, um einen umgänglicheren Beruf auszuüben.

    Die Gewalt, die sich gegen die Polizei richtet, betrifft eine Polizei, die in dieser Form einer der bürgerfreundlichsten Polizeien in Europa ist. Wir stehen immer mit einen Bein vor Gericht und sind uns dessen bewusst; in anderen Ländern erlebt die Polizei einen stärkeren Rückhalt in der Politik.
    Dass die zunehmende Gewalt in Deutschland die Polizei in die Manege der Politik treibt, könnte uns eigentlich nur Rechtens sein.
    Für den Demonstranten etc mögen wir ein zu bekämpfendes Übel sein, aber für die Politik sind Wir die einzige Mauer zwischen der wütenden Bevölkerung und den feinen Anzügen des politischen Parketts…
    Will der Staat sich dieser Proteste beugen, wird er noch weniger Interessenten für den Beruf Polizei bekommen oder nur noch „Kollegen“, welche körperlich wie kampfsporttechnisch fit sind und nicht abgeneigt, diese im Sinne der „Notwehr“ oder „Widerstandes“ einzusetzen.

    Am Ende wird die selbsterfüllende Prophezeihung kommen: der Staat wird sich mehr und mehr hinter der Polizei stellen müssen, damit er selbst in seiner Legislativen oder Judikativen Form nicht angegriffen wird und die zunehmende Aggressivität ruft Einstellungsjahrgänge herein, die sich körperlich dieser Aufgabe gewachsen sehen, aber intellektuell nicht mehr auf Augenhöhe kommunizieren werden.

    Das Monster, dass der Bürger so sehr fürchtet, wird dadurch erst geschaffen..

    • 8. Juli 2014 - 15:26 | Permalink

      „Die Gewalt, die sich gegen die Polizei richtet, betrifft eine Polizei, die in dieser Form einer der bürgerfreundlichsten Polizeien in Europa ist.“

      Das ist ja das Absurde an der ganzen Situation.

      Danke übrigens, Jens, für Deinen täglichen Einsatz.

      • N.M.
        8. Juli 2014 - 16:42 | Permalink

        Interessante aber subjektive Einsicht in die Polizei
        Dennoch ist mir das Privatleben eines Polizisten egal so wie den Patienten mein privat Leben egal ist… Ich muss jeden gleich behandeln.

        • 8. Juli 2014 - 17:36 | Permalink

          „Interessante aber subjektive Einsicht in die Polizei“ Nur damit ich das korrekt verstehe, Herr N.M.

          Wenn ein Polizist seine Erfahrungen schildert, wertet das seinen Kommentar ab? Wenn ein Polizeikritiker subjektiv entscheidet, auf diesem Video (nach wie vor ohne Vorgeschichte) sei ein Skandal zu sehen, dann ist das ok?

          Interessant!

          • N.M.
            8. Juli 2014 - 19:34 | Permalink

            Bitte interpolieren sie in meine Worte nicht irgendetwas hinein…
            Ich sprach nicht von abwertend lediglich von subjektiv und das ganz ohne Wertung.
            Ich empfinde die Ausführungen von Jens de Wall interessant da er aber Polizist ist/war eben subjektiv.
            Ich sagte auch nicht das dieses Video in dieser Form ok ist.
            Nicht ok ist in und an dem Video vieles nicht, wie z.B. Des man die Vorgeschichte nicht kennt, einige Polizzen zu hart agiert haben und viel Beteiligte ein extrem falsches Verhalten an den Tag gelegt haben.

          • 9. Juli 2014 - 11:27 | Permalink

            Gut, da haben Sie Recht. Im Regelfall wird „subjektiv“ immer gern zusammen mit „einseitig“ als Kampfvokabel genommen, um Aussagen abzuwerten, deshalb ging ich davon aus, bei Ihnen sei es ähnlich gemeint.

  • Günter
    8. Juli 2014 - 17:16 | Permalink

    Wer sich der Personalienfeststellung als mutmaßlich Verdächtiger einer Straftat entzieht kann zur Identitätsfeststellung mit zur Wache genommen werden. Diese Maßnahme kann auch durch einfache körperliche Gewalt durchgesetzt werden. Nachdem der Zwang mehrmals angedroht wird, wird der Verdächtige i.d.R. schlicht am Jackenärmel gefasst und zum Streifenwagen geführt. Wird diese Maßnahme durch wegschlagen oder wegdrücken des Polizeibeamten eingeschränkt oder behindert, sind wir im Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Was soll die Polizei jetzt machen Frau oder Herr „N.M“.? Einfach laufen lassen, weil der will ja nicht mitkommen und mag auch diese lästige Personalienfeststellung nicht? Der Bankräuber kann dann auch so einfach nach hause gehen, weil er ja eine Waffe hat und auch nicht festgenommen werden mag. Der Taschendieb will ja auch nicht mit zur Polizei, also wofür hinterher rennen und mit „Gewalt“ festhalten? Nur weil der ein 700€ iPhone geklaut hat. Nachher beschwert er sich noch oder zieht sich eine Muskelzerrung bei der Festnahme zu. Nein! Es gibt eine erhebliche Anzahl an Personen oder ganzen Gruppen, die es darauf anlegen, mit der Polizei in Konflikt zu geraten, um nachher „Polizeigewalt“ zu dokumentieren. Das nennt man auch Einschüchterungsversuche. Mein erster Beitrag wurde hier nicht veröffentlicht, vermutlich weil ich den Namen der „Clownnnase“ aus dem YouTube Video darin nannte. Ich selbst war an dem Einsatz in Berlin nicht beteiligt, kann aber aus eigener Erfahrung sagen, dass solche Auseinandersetzungen durch das Gegenüber bewusst herbeigeführt werden, wenn genug passendes Publikum anwesend ist. In dem Moment, wo die Polizei nach endlosen Bitten und Betteln „tätig“ wird, werden die Filmaufnahmen gestartet. Es kann nicht sein, dass eine Polizei durch politische Manipulationen handlungsunfähig gemacht wird.

  • Patrick
    8. Juli 2014 - 17:22 | Permalink

    Die Polizei muss in jeder Situation einen kühlen Kopf bewahren. Ich bin kein Gegner der Polizei oder des Staates. Ich finde aber das Jeder Polizist, vor allem wenn er als solcher zu erkennen ist, Vorbild sein. Sowohl im Handeln und Reden als auch im Denken! Ein Polizist sollte, soweit das ohne seine Aufgabe zu vernachlässigen, immer deskalieren! Und ich habe persönlich, im normalen, alltäglichen Leben ohne besondere Umstände, schon sehr viel gesehen wo Polizisten ganz bewußt und ohne Grund Provoziert haben oder gegen geltendes Recht verstoßen haben.

    Sowas geht leider nicht. Und wenn die Polizei darauf achten würde sich immer korrekt zu verhalten, würde es nie auch nur einen Hauch von misstrauen ihnen gegenüber geben, und solche Videos würden sofort als falsch dargestellt erkannt werden.

    Erstmal vor der eigenen Haustüre kehren.
    Für alle Polizisten die nun meinen ich hätte keine ahnung davon wie das Leben als Polizist ist und das es sehr schwer ist Mensch und perfekter Polizist gleichzeitig zu sein, dennen sage ich: Wenn es zu schwer für sie ist, oder wenn Sie nicht den willen haben es so tu tun, dann kündigen Sie. Sie haben sich ihren Beruf selbst heraus gesucht!

    • 8. Juli 2014 - 17:32 | Permalink

      „Erstmal vor der eigenen Haustüre kehren.“ Wir sind immer noch nicht die Polizei.

      „Die Polizei muss in jeder Situation einen kühlen Kopf bewahren.“ Wo genau ist denn da die Polizei ohne kühlen Kopf zu sehen? Da ja die Vorgeschichte fehlt, kann man doch gar nicht wissen, ob das ein heißer Kopf ist oder einfach mal eine Ansage, die nicht mehr höflich ist, weil höflich ganz offensichtlich nicht gefruchtet hat.

  • Frank
    8. Juli 2014 - 18:11 | Permalink

    Ganz egal, welche Vorgeschichte existiert, es ist gerade die Polizei als Bewahrer des Rechtsstaates, die nicht wie ein blinder Berserker auf bereits am Boden liegende Unbewaffnete einprügeln sollte. Das hat mit der gerne heruntergespielten „einfachen körperlichen Gewalt“ nichts mehr zu tun und da muss sich der Polizist nicht wundern, dass sowas im Netz verbreitet wird.

    • 9. Juli 2014 - 11:23 | Permalink

      Nun, ich denke, wer sich als Opfer einer Straftat sieht, kann Anzeige erstatten. Dann können Staatsanwaltschaft und Gericht darüber entscheiden, welche Wichtigkeit sie der Vorstrafe beimessen. So läuft das im Rechtsstaat – nicht via Videobeweis, der dann im Internet von „Experten“ zerpflückt wird.

  • Maik
    8. Juli 2014 - 19:20 | Permalink

    Ich sehe in dem Video und den von der Polizei gegebenen Kontext Informationen vor allem einen groben taktischen Fehler der Polizisten und ein skandalös Brutales Verhalten der Passanten gegen die Polizisten (sowohl in dieser als auch vorhergehenden Konflikten in dem Kontext).

    In so einer schon gespannten Situationen leistet man sich keine Minutenlangen Kämpfe mit einem einzelnen Störenfried der zwar Nervt aber nicht von sich Handgreiflich geworden ist. Hier wäre ein schnellerer/effektiverer Zugriff erforderlich oder man lässt es.

    Hätten die Polizisten mit Technischer Überlegenheit (Einsatz von Nervenpunkt Techniken des Kyuscho z.B.) den Typen in wenigen Sekunden/einer Minute überwältigt, wäre es wohl nicht zu der Art von Eskalation gekommen. Ist das nicht möglich, muss entweder der Störenfried auf andere, weniger kritische Weise beseitigt werden oder gewartet werden bis Verstärkung eintrifft und man sich abschirmen kann.

    Das weitere Vorgehen der Polizisten im Kampf ist normales Gerangel wie ich es aus anderen Rangeleien kenne, bis auf den Schlag bei 3:15-3:20 in die Hoden und einige der Tritte. Besonders der Schlag war wirklich unklug und unangebracht.
    Das Bein um den Pfosten zu wickeln sehe ich jedoch nicht so kritisch, ein Versuch dieses zu fixieren damit ein Element weniger zu kontrollieren ist.

    Die Eskalation hätte natürlich am einfachsten dadurch verhindert werden können, wenn die Person sich einfach ausgewiesen hätte bzw. gar nicht erst gestört hätte. Doch ist es leider Teil des Jobs der Polizei mit Provokateuren umzugehen.
    Im Kontext des immer wieder eskalierenden Streites um den Verbleib der Migranten war auch mit solcher Provokation zu rechnen.

    Daher war es taktisch unklug sich darauf einzulassen wenn die Situation es nicht erlaubt die störende Person schnell zu klären.
    In dem Sinne ist es nach dem Prinzip von actio und reactio eskaliert.

    Das Verhalten gegenüber der Polizei ist in dem Kontext keineswegs in Ordnung und möchte ich auch nicht verteidigen. Die Beamten haben ihren Job gemacht und das feindliche und brutale Vorgehen gegen diese ist nicht zu entschuldigen. Doch ist eine Schuld auch bei den Polizisten die aus meiner Sicht durch einen taktischen Fehler die Situation entgleisen ließen.

  • Maik
    8. Juli 2014 - 19:41 | Permalink

    Auf der Meta-Ebene erkenne ich an der Diskussion um diese Video und ähnliche Videos/Berichte etc. das die Polizei* in manchen Teilen Deutschlands ein Image-Problem hat.

    Ich habe dein Eindruck das auch von den seriösen Zeitungen bzw. deren Online-Auftritten zu häufig der im Internet sehr präsenten Kritik an Polizei bzw. deren Vorgehen nach geeifert wird. Das kann an „Quoten“ Interesse liegen, ungenügender Recherche oder schlechten persönlichen Erfahrungen oder Meinungen mit/gegenüber der Polizei. Ich weiß es nicht.

    Zumindest sehe ich zur Zeit, und das wachsend, die Herausforderung für die Polizei ihr positives wirken mehr zu verbreiten um dem durch erwähnte Medien geprägtes Bild entgegen zu wirken.

    Vielleicht wäre es ein Weg eigene Aufnahmen von solchen Vorkommnissen (z.B. aus in Fahrzeugen eingebauten Kameras) als Gegendarstellung zu veröffentlichen. Den es gilt auch hier: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte und ein Video sind viele Bilder.

    Besonders ärgerte ich mich über den Streit um die unpassende Darstellung im Polizeibericht zu dem Angriff auf das Dortmunder Rathaus am Abend der Europawahl. Hier wurde Öl ins Feuer der vor Hass brennenden Kritiker gegossen.

    *Ich werde der Einfachheit halber und weil von den meisten Leuten nicht getrennt wird zwischen den verschiedenen strukturellen Ebenen der Polizei generell von Polizei reden, wohl wissend das hier allein die Tätigkeitsbereiche unglaublich umfassend sind und nicht über einen Kamm geschert werden können sowie die verschiedenen Kommunalen/Landes und Bundesebenen der Polizei.

    • 9. Juli 2014 - 11:28 | Permalink

      Ja, über den Teil mit der Kamera habe ich auch schon nachgedacht. Vielfach kommt auch im Zusammenhang mit diesem Video die in Hessen bereits erprobte Body-Cam in die Diskussion. Aus meiner Sicht wäre das gar nicht so schlecht.

  • Robert
    8. Juli 2014 - 20:06 | Permalink

    …. Unglaublich immer diese Ausreden… Dieses Vorgehen ist nicht zu rechtfertigen wie der / die Beamten auf den Mann losgehen und ich nehme mal sehr stark an das der junge Mann im Vorfeld nicht körperlich aktive in irgendeiner Form den Politisten gegenüber war. Schwache Leistung in meinen Augen. Deeskalation ist das Wort.

    • 9. Juli 2014 - 11:29 | Permalink

      Wenn „Vorgeschichte“ und „Ausreden“ das Gleiche wären, gäbe es dafür nicht unterschiedliche Vokabeln. Weise Worte meines ehemaligen Deutschlehrers.

  • 8. Juli 2014 - 21:05 | Permalink

    Hmmmm.gut man sieht in dem Video nicht die vorherigen Ereignisse aber,das ein Polizist mit der Argumentation :Ausweis her …!und das in einer Tonart hinlegt die nicht angemessen ist und sofort nach Nichtbeachten des Clowns sofort handgreiflich wird und den Clown zu Boden reißt ,sorry dafür habe ich kein Verständniss zumal ich meinen Ausweis nicht mitführen muss es sei denn ich trage eine Waffe bei mir.Ich sehe hier eindeutig eine Überschreitung der Verhältnissmäßigkeit im Verbalen Bereich als auch dann im Handelnden.Polizisten müssen in jeder Situation die Nerven behalten sonst sollten sie ihren Beruf nicht ausüben.Das zum einen .Zum anderen hätten seine Kollegen deeskalierend eingreifen müssen ,denn die Situation wie sie ja behaupten, war ja schon hochgekocht durch eine Vorherige Körperverletzung,also wo bleibt denn da dann die Besonnenheit der Mitkollegen .Ich sehe hier ein massives Fehlverhalten (ich kenne das gesammte Filmmaterial)

    • 9. Juli 2014 - 11:32 | Permalink

      Dann können Sie uns ja sicher einen Link zum gesamten Filmmaterial setzen, damit wir uns selbst ein Bild machen können.

  • christian
    8. Juli 2014 - 21:22 | Permalink

    da ich schon selbst vehlverhalten der polizei am eigenen leib erfahren hab, stehe ich grundsaetzlich auf der seite der anderen!
    wer einmal luegt dem glaubt man nicht! in meinem fall haben drei polizisten etwas ausgesagt was nicht gestimmt hat! ich konnte sagen was ich wollte… von daher kein mitleid fuer polizisten denen evtl unrecht getan wird!

    • 9. Juli 2014 - 11:34 | Permalink

      Da ich schon selbst das Verhalten der Polizei am eigenen Leib erfahren habe, und ebenso das Verhalten der „anderen“ stehe ich grundsätzlich auf der Seite der Polizei. Weil sie rechtsstaatlich aufgestellt und demokratisch legitimiert ist und weil 98% der Polizeibeamten einen ordentlichen Job machen.

      Ich habe übrigens Mitgefühl für JEDEN Menschen, dem Unrecht getan wird, und teile das nicht nach Bevölkerungsgruppen ein.

      Zudem finde ich Argumentationen grundsätzlich sehr bedenklich, die auf der Basis von schlechten Erfahrungen mit 2% einer Bevölkerungsgruppe glauben, sie hätten das Recht, diese ganze Bevölkerungsgruppe über einen Kamm zu scheren.

  • Ole Purrucker
    8. Juli 2014 - 21:38 | Permalink

    also bei allem respekt!

    das niederlegen der person ok!

    dar triit mit dem knie in die niere ok!

    der schlag ins gesicht ok!

    ABER! das wickeln des beines um den poller um so das bein zu brechen bzw. das knie zu verdrehen mit der ausrede ihn fixieren zu wollen obwohl eine tonfa zur hand war die aber kein einsatz gefunden hat (warum auch immer) um ihm damit die arme nach oben zu hebeln ist überzogen. mir fehlen dazu die worte! ich bin sicherlich kein polizei feind! aber das ist unterste schiene und sollte durch ein gericht geklärt werden! zumal wie auf dem video zu sehen KEINE AKTIVE GEFAHR von der person ausging. es handelte sich laut protokoll um eine feststellung!

    mit freundlichen grüßen
    O. Purrucker

    • 9. Juli 2014 - 11:37 | Permalink

      Also bei allem Respekt!

      Wenn dem jungen Mann das Bein gebrochen wurde, dann sollte er dringend Anzeige erstatten. Aber ist das der Fall? Diese Behauptung ist irgendwo im Internet erhoben worden, ohne dass Beweise vorliegen. Aus meiner Sicht steht hier Aussage gegen Aussage.

      Deswegen wiederhole ich gerne noch einmal, wie übrigens in jedem Fall, in dem irgendwie Rechtsprechung im Internet vorgenommen werden soll: Überlassen wir Entscheidungen über Schuld und Unschuld den zuständigen Instanzen. Mein Anliegen war lediglich, das beide Seiten gehört werden sollten, was sowohl im Blogbeitrag steht als auch in den Kommentaren oft genug wiederholt wurde.

  • Garrit G.
    8. Juli 2014 - 22:03 | Permalink

    Ich bin Polizeibeamten einer Hundertschaft. Somit ist mein Kommentar weder unbefangen noch neutral. Ich möchte hier lediglich meine Erfahrungen in diesem Teilbereich wiedergeben. Den Medien war immer wieder zu entnehmen, dass im Görlitzer Park Schwarzafrikaner mit Marihuana handeln. Dies konnte von den im Nahbereich lebenden Anwohnern sowie von polizeilicher Seite bestätigt werden. Ca. 200 Schwarzafrikaner frischen sich mit diesem rechtswidrigen aber lukrativen „Geschäft“ihre bereits empfangenen Sozialgelder auf. Hier kommt es immer wieder zu Schlägereien rivalisierender Gruppierungen. Da Territorien abgesteckt und bares Geld bedeuten. Um diesen Machenschaften Herr zu werden, heißt es in diesem Bereich Polizeipräsenz zu zeigen und durch wiederholen Personenüberprüfungen, die Straftaten einzudämmen und vermeintliche Straftäter aus der Anonymität zu holen. Besonders erschwert werden die Maßnahmen durch das „linksorientierte“, Klientel, da sie grundsätzlich gegen den Staat und seine Organe sind. Jedes polizeiliche Einschreiten wird als rassistisch und rechtswiedrig gesehen. Auch der Drogenverkauf wird als lapidar gesehen, da aus ihrer Sicht Marihuana legalisiert werden sollte. Mit dieser verfassten Grundeinstellung tritt man an die eingesetzten Beamten heran und scheut auch nicht bei personeller Überlegenheit die körperliche Konfrontation. Die im Video festgestellten Sequenzen sind Ereignisse, die fast tagtäglich so stattfinden und schon lange kein Einzelfall mehr sind. So lange es halbschwangere, rückradlose Regierungsentscheidungen gibt (bsp Gerhard Hauptmann-Schule und die Wertschätzung unserer Polizeibeamten weiter leidet, so lange wird es keine Verbesserungen geben.

    • 9. Juli 2014 - 11:38 | Permalink

      Danke für Deine offenen Worte und Deine Einschätzung. Und danke für Deinen täglichen Einsatz für uns alle.

  • christian
    8. Juli 2014 - 23:37 | Permalink

    upps gerade nochmal gelesen fehlverhalten natuerlich…

  • 9. Juli 2014 - 12:02 | Permalink

    Die Blogsoftware schließt nach 24 Stunden die Kommentarfunktion. Das werde ich auch so lassen, denn aus meiner Sicht ist diese Diskussion an einem Punkt angekommen, an dem sie sich mehr oder minder im Kreise dreht.

    Mein Ziel war es, auch die Seite der Polizei zu Wort kommen zu lassen. Das habe ich getan und damit ist es mir genug, auch wenn es manchen offensichtlich schon zu viel ist, auch der Polizei Berlin eine berechtigte Sichtweise der Sachlage zuzugestehen.

    Ich finde es interessant, dass ausgerechnet dieser Blogbeitrag so viele Kommentare angezogen hat. So brisant kam mir das Thema gar nicht vor. Wobei das Thema „Polizei“ an sich ja schon von enormer Brisanz ist.

    Fakt ist, dass es eine klare und sachliche Darstellung der Polizei zu diesem Thema gibt sowie dieses Video und einen Haufen nicht nachgewiesener Behauptungen (nun sind wir schon bei einem mit Absicht gebrochenen Bein). Es steht also Aussage gegen Aussage und es hat jeder das Recht in einem Land, in dem freie Meinungsäußerung herrscht, seine eigene Meinung zu der Angelegenheit zu haben. Ich habe meine, auch wenn diese Meinung den Machern des Videos nicht in den Kram passt. Und ich habe meine Meinung zu Behauptungen, die sich nicht belegen lassen, und einfach zur Wahrheit werden, indem man sie möglichst oft wiederholt.

    Mittlerweile driftet die Diskussion in eine Richtung ab, in der es einigen nur darum zu gehen scheint, die Polizeibeamten schuldig zu sprechen. Wir leben in einem Staat mit Gewaltenteilung und Rechtsprechung ist nach wie vor Angelegenheit der Judikative.

    Beide Seiten können Verfahren gegeneinander einleiten und dann entscheiden Juristen unter Berücksichtigung ALLER BELEGBAREN Informationen und mit kühlem Kopf über Schuld und Unschuld. Mir ist schon klar, dass das jene, die bereits in den Empörungsmodus eingetreten sind, nicht stoppen wird. Aber aus meiner Sicht sind 24 Stunden Staub aufwirbeln genug. Es erfolgt eh kein Erkenntnisgewinn mehr an dieser Stelle. Deswegen bleibt die Kommentarfunktion hier nun auch geschlossen.

    Übrigens werden einige Kommentatoren ihren Kommentar vermissen. Das liegt daran, dass diese der Netiquette widersprechen. Auch Kommentare, die Beleidigungen, Unterstellungen und Aussagen, die durchaus schon im Bereich der Verleumdung bzw. üblen Nachrede anzusiedeln sind, enthalten, wandern umwegslos in den Papierkorb. Ich überlasse es der Eigenverantwortung der Betroffenen, sich mit Netiquette und Co. zu befassen.

    Danke allen Kommentatoren, inbesondere jenen, die sehr sachlich geblieben sind. Danke auch den Polizeibeamten, die sich hier eingebracht haben. Danke dafür und danke für Euren täglichen Einsatz für uns alle.

  • 9. Juli 2014 - 17:16 | Permalink
  • Comments are closed.