Große Anteilnahme nach Tod des Polizisten

Die Kantonspolizei Bern hat nach der tödlichen Schussabgabe auf einen 39-jährigen Polizisten aus weiten Kreisen der Bevölkerung grosse Anteilnahme erfahren. Die Angehörigen des Polizeikorps haben, unterstützt von weiteren Polizeistellen aus der gesamten Schweiz, am Mittwochnachmittag eine Schweigeminute eingelegt und tragen Trauerflor.

 

Die Betroffenheit über den Tod des Polizisten und Familienvaters vom gestrigen Dienstag in Schafhausen im Emmental ist nach wie vor riesig. Zahlreiche Mitarbeitende haben sich am Mittwoch, 25. Mai 2011, um 1400 Uhr besammelt und während der vom Polizeiverband organisierten Schweigeminute dem Verstorbenen gedacht. Der Schweigeminute haben sich auch Polizeien ausserhalb der Kantonsgrenze angeschlossen. Ein grosser Teil der uniformierten Angehörigen der Kantonspolizei Bern trägt zudem bis zur Beisetzung des Opfers eine schwarze Trauerbinde, für die Patrouillenfahrzeuge wurden Trauerflore bereitgestellt. Ausserdem werden auf den grösseren Polizeiwachen Kondolenzbücher aufgelegt, in welchen auch die Bevölkerung ihre Gedanken an die Familie festhalten kann. Die Anteilnahme der Bevölkerung und der anderen Polizeikorps der Schweiz nach den Schüssen auf zwei Polizisten ist gross. Es sind bereits zahlreiche Kondolenzschreiben eingegangen. Für diese Unterstützung bedankt sich die Kantonspolizei Bern.

Die Ermittlungen zur Schussabgabe durch den 35-Jährigen laufen währenddessen auf Hochtouren. Fest steht, dass sowohl der 39-jährige als auch der 29-jährige Polizist bereits vor dem tragischen Vorfall mehrere Male direkten Kontakt mit dem Mann hatten. Dabei ist es gemäss bisherigen Erkenntnissen nie zu Gewalt gekommen. Ebenfalls geklärt werden konnte, dass sich der Brief, in welchem auf die unvorhersehbare Reaktion des Mannes hingewiesen worden war, nie im Besitz der Kantonspolizei Bern befunden hatte. In einem Gespräch war aber auf die „schwierige Art“ des späteren Schützen hingewiesen worden. Deshalb war auch die Polizei beigezogen worden.

Wie die ersten Ermittlungen zeigten, traf einer der beiden Schüsse den Mann im linken Unterbauch und verletzte die linke Beckenarterie. Diese Körperpartie wäre durch die Unterziehweste nicht geschützt gewesen. Es ist deshalb davon auszugehen, dass eine Unterziehweste das Leben des Polizisten nicht hätte retten können. Der andere Schuss wäre zwar auf die Unterziehweste aufgetroffen. Mit welchen Folgen, kann heute aber noch nicht gesagt werden. Ob es sich bei der sichergestellten Armeewaffe um die Tatwaffe handelt, kann zurzeit noch nicht gesagt werden.

Quelle: Pressemitteilung der regionalen Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau vom 25.05.2011

Übrigens habe ich auch eine Kondolenzkarte im Namen von „Keine Gewalt gegen Polizisten“ geschickt.

5 Comments

  • scotfree
    26. Mai 2011 - 18:54 | Permalink

    Ich bin immer noch sprachlos und erschüttert!
    Ich finde schön, dass du diese Kondolenzkarte geschickt hast.

  • Hans-Gerd Birkholz
    27. Mai 2011 - 15:00 | Permalink

    Ich auch!

    Und übrigens, mach weiter so!

    Deine Massenmail ist mal wieder weggelöscht worden. Aber wir waren uns ja eigentlich klar!

  • 27. Mai 2011 - 16:21 | Permalink

    Übrigens habe ich heute noch eine zweite an die Familie des erschossenen Polizisten geschickt. Ich kannte nur vor heute seinen Namen gar nicht (den kenne ich immer noch nicht ganz, aber immerhin.)

  • Hans-Gerd Birkholz
    27. Mai 2011 - 22:27 | Permalink

    Das ist doch egal! Hauptsache ist doch, dass die Beileidswünsche weitergeleitet werden und die Familie weiss, dass Andere mit ihnen fühlen!

  • 31. Mai 2011 - 17:35 | Permalink
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