Alle so schön gleich…

Zwei Tage vor dem ersten Mai bereiten sich Städte wie Berlin und Hamburg auf diesen Tag vor. Vermutlich auch Zürich und Wien.

 

„Mit Blick auf den 1. Mai betonte die Gruppe, Gewalt sei ‚ein unverzichtbarer Bestandteil im revolutionären Aufbauprozess‘. Und eine andere Gruppe unterzeichnete ihren Aufruf zu Gewaltaktionen mit dem Schlusssatz ‚Mit feurigen Grüßen‘.“
(Quelle)

 

Was verleitet diese Menschen eigentlich dazu, sich einzubilden, ihr Weltbild sei so unvergleichlich gut, dass sie sich einfach das Recht nehmen können, andere mit ihrer Gewalt zu überziehen? Sind das einfach Leute, die sich besser fühlen, wenn ihre Gewaltexzesse von wohlklingenden Begründungen untermalt werden? Weil es irgendwie geiler ist, Polizisten aus „politischen“ Gründen zu Brei zu schlagen, als weil sie einem gerade den Führerschein abnehmen wollen? Oder liegt dem vielleicht doch eine Theorie zu Grunde, die Sinn macht?

 

Nun, wenn man die Theorien dieser Leute so liest, dann fällt einem das Hauptargument ins Auge: die Gleichheit aller Menschen! Man darf sich an dieser Stelle auf keinen Fall davon verwirren lassen, dass offenbar Menschen in Uniform weniger gleich sind, denn sonst dürfte man ja auf diese nicht hemmungslos einprügeln. Verbal und physisch. Und auf Zivilpolizisten. Und auf alle anderen, die nicht ins Weltbild passen.

 

Na gut, lassen wir diese Details einmal beiseite.

 

Wenn alle Menschen (außer Uniformierten, Zivilpolizisten und jenen, die nicht ins Weltbild passen), gleich sind, bedeutet das ganz folgerichtig, dass Frauen gleichberechtigt sind. Folgerichtig sind unsere Revolutionäre – oder politisch korrekter – revolutionäre_innen jeglichem Sexismus gänzlich abhold.

 

Ebenso spielt es diesem Weltbild überhaupt keine Rolle, welche Herkunft jemand hat. Deswegen ist es auch irrelevant, ob jemand einer außerehelichen Beziehung entsprossen (vulgo: Bastard) sein könnte.

 

Nun, die besseren Menschen, deren Vorstellungen so gerecht und menschlich sind, dass sie sie mit Gewalt durchsetzen müssen, können auch beweisen, dass sie insbesondere die beiden vorgenannten Punkte draufhaben. Guckstu hier:

One comment

  • Erdmute Wittmann
    30. April 2011 - 06:10 | Permalink

    Alles Böse lebt davon, dass es das Gute gibt, weil das Böse keine eigene Existenz hätte. Deshalb sind alle, die Böses wollen, darauf erpicht, ihr Tun mit Argumenten zu begründen, die den Anschein von Gutem haben. Das war bei Hitler so. Das war bei Stalin so, bei Pol Pot usw. Die Liste ließe sich endlos verlängern. Manche durchschauen das, viele nicht. Dummheit ist, sofern die der Denkfaulheit entspringt, eben auch böse. Es gibt auch dumme Philosophen, selbst wenn sie sich „Liebhaber der Weisheit“ nennen.

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