Tag Archives: Wien

Aggressiv Allgemein Österreich Widerstand

Wien: Festnahme nach Fahrerflucht

Am 15. Juli 2018 gegen 19:30 Uhr wurden Beamte des Stadtpolizeikommandos Donaustadt in die Wagramer Straße gerufen, da sich ein Mann (47) auf der Fahrbahn befand. Zur gleichen Zeit gingen auch noch einige Anrufe wegen eines Raufhandels und eines Verkehrsunfalls mit Sachschaden in der Landesleitzentrale der Wiener Polizei ein. Die Beamten konnten den 47-Jährigen am Fahrbahnrand anhalten. Der Mann zeigte sich gegenüber den Beamten aggressiv und musste nach dem Verwaltungsstrafgesetz festgenommen werden. Die Polizisten konnten in weiterer Folge eruieren, dass der Tatverdächtige vermutlich zwei Verkehrsunfälle (Sachschaden) mit Fahrerflucht verursacht hatte. Zudem wurde bei dem 47-Jährigen ein Alkoholgehalt der Atemluft von 2,38 Promille festgestellt.

PA der LPD Wien vom 16.07.2018

Aggressiv Allgemein Beleidigung Österreich verletzt dienstunfähig verletzt k Widerstand

Wien-Innere Stadt: Hund einer stark alkoholisierten Frau beißt Polizistin

Am 12. Juli 2018 um 21:25 Uhr wurden Beamte der Polizeiinspektion Göthegasse wegen eines freilaufenden Hundes ohne Maulkorb in den Park zwischen der Babenberger Straße und dem Museumsplatz gerufen. Am Einsatzort bemerkten die Polizisten eine Frau, die im Park schlief, wobei anzunehmen war, dass es sich um die Hundebesitzerin handelte. Als die Beamten versuchten, die Frau aufzuwecken, lief der schwarze Mischlingshund plötzlich von hinten auf die Uniformierten zu und attackierte diese. Eine 27-jährige Polizistin wurde vom Hund in den linken Unterschenkel gebissen und verletzt – sie konnte ihren Dienst nicht fortsetzen. Die 38-jährige Hundebesitzerin, die offenbar stark alkoholisiert war, wachte erst nach mehreren lautstarken Aufforderungen auf und schaffte es aufgrund ihres augenscheinlich stark beeinträchtigten Zustands erst nach einigen Minuten, das aggressive Tier anzuleinen. Auch schlug sie den Hund während der Amtshandlung mehrmals, da dieser bellte. Zur weiteren Abklärung ihrer Identität wurde die Frau samt ihrem Hund auf eine Polizeiinspektion gebracht. Dabei verhielt sie sich äußerst aggressiv, uneinsichtig sowie angriffig und zeigte den Beamten mehrmals den Mittelfinger. Ein Polizeijurist verfügte die Abnahme des Hundes sowie die Unterbringung in einem Tierheim. Im Zuge der Amtshandlung stellte sich auch heraus, dass gegen die Frau eine fremdenrechtliche Festnahmeanordnung besteht, weshalb sie festgenommen wurde. Sie wurde zudem wegen fahrlässiger Körperverletzung, Anstandsverletzung und aggressiven Verhaltens angezeigt.

PA der LPD Wien vom 13.07.2018

Allgemein Beleidigung Österreich Schlagen Widerstand

Wien: Versuchter Widerstand gegen die Staatsgewalt

Am 10. Juli gegen 00:30 Uhr wurden Beamte des Stadtpolizeikommandos Josefstadt in ein Spital wegen eines randalierenden Patienten gerufen. Ein 23-Jähriger musste aufgrund eines vorangegangenen Raufhandels behandelt werden. Im Zuge dessen begann der Tatverdächtige um sich zuschlagen und warf einige Geräte des Spitals um. Die einschreitenden Polizisten und auch die anwesenden Krankenschwestern wurden von dem Tatverdächtigen mehrmals beschimpft. Der 23-Jährige verhielt sich auch weiterhin aggressiv und schlug schließlich einem Beamten gegen den Brustkorb. Die Polizisten überwältigten den Tatverdächtigen und konnten somit die Situation beruhigen. Im Zuge der Vernehmung zeigte sich der Mann nicht geständig. Der 23-Jährige wurde auf freiem Fuß angezeigt.

PA der LPD Wien vom 12.07.2018

Allgemein Deutschland Widerstand

Wien: Festnahme nach Entziehung einer Anhaltung

Am 10. Juli 2018 gegen 07:15 Uhr wollten Beamte der Landesverkehrsabteilung Wien ein Fahrzeug im Bereich der Altmannsdorfer Straße anhalten und kontrollieren. Der männliche Lenker widersetzte sich der Anhaltung und flüchtete in Fahrtrichtung Altmannsdorfer Ast. Aufgrund eines Staus im Bereich der Ausfahrt Gürtel musste der Flüchtende sein Fahrzeug anhalten und konnte schließlich von den Polizisten der Landesverkehrsabteilung vorläufig festgenommen werden.

PA der LPD Wien vom 10.07.2018

Allgemein Österreich verletzt k verletzt krankenhausreif Widerstand

Wien-Ottakring: Ausschreitungen, Festnahmen und schwerverletzte Personen nach Kroatien Sieg bei der WM2018

Am 7. Juli 2018 fand um 20.00 Uhr das Fußball-WM-Spiel zwischen Russland und Kroatien statt. In mehreren Lokalen entlang der Ottakringer Straße wurde das Spiel übertragen und eine hohe Anzahl an Besucherinnen und Besuchern waren vor Ort.
Bereits während des Spiels kam es zu vereinzelten Übertretungen nach dem Pyrotechnikgesetz und Personen liefen auf die Fahrbahn der Ottakringer Straße. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff wurden erneut zahlreiche pyrotechnische Gegenstände gezündet und in die eigene Fan-Menge geworfen, mehrere hundert Personen liefen auf die Fahrbahn und brachten den Verkehr in diesem Bereich komplett zum Erliegen.
Beamte der Einsatzeinheit wurden auf zwei Frauen aufmerksam, die durch die Würfe schwerverletzt wurden. Laut erster Diagnose der Wiener Berufsrettung, droht einer Frau der Verlust der Hörfähigkeit an einem Ohr und der zweiten Frau der Verlust der Sehfähigkeit an einem Auge. Die mehr als hundert Beamten, die bei dem Einsatz vor Ort waren, bzw. noch hinzugezogen werden mussten, wurden ebenfalls laufend mit pyrotechnischen Gegenständen, Glasflaschen und weiteren Utensilien beworfen. Insgesamt wurden vier Polizisten verletzt, ein Beamter und die beiden Frauen mussten von der Wiener Berufsrettung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Da die mehrfachen über Lautsprecher gegebenen Aufforderungen, die Fahrbahn frei zu machen und die strafbaren Handlungen einzustellen, völlig ignoriert wurden, zogen Polizisten eine Sperrkette in Richtung stadtauswärts auf. Durch das langsame, deeskalierende Vorrücken konnte sich die Situation großteils entspannen, drei Personen mussten noch wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen werden. Ab ca. 00.00 Uhr konnte der Fahrzeugverkehr langsam wieder freigegeben werden.
Insgesamt kam es zu:
• 11 Anzeigen nach dem Pyrotechnikgesetz
• 54 Anzeigen nach dem Verkehrsrecht
• 4 Anzeigen nach dem Verwaltungsrecht
• 3 Anzeigen wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt
• 4 Anzeigen wegen schwerer Körperverletzung an Polizisten
• 2 Anzeigen gegen unbekannte Täter wegen Körperverletzung mit schweren Dauerfolgen
• 16 Sicherstellungen
• 8 Identitätsfeststellungen

PA der LPD Wien vom 08.07.2018

Allgemein Angriff Österreich Widerstand

Wien: Festnahme eines Randalierers

Am 01.07.2018 bemerkte gegen 01:50 Uhr die Besatzung einer Sektorstreife in der Kreuzgasse (18. Bezirk) eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern auf der Straße. Als einer der Beteiligten (23) die einschreitenden Polizisten registrierte, stürmte er auf sie los und versuchte, einen Kampf zu provozieren. Zwei Begleiter hielten den Mann zunächst zurück. Sämtliche Versuche, den Mann durch ein Gespräch zu beruhigen sowie die ausgesprochenen Abmahnungen erwiesen sich als unwirksam. Als der 23-Jährige schließlich erneut auf die Polizei losging, wurde er überwältigt und festgenommen. Er bzw. ein Begleiter (20) dürften zuvor in einem nahegelegenen Lokal randaliert und einen Türsteher attackiert haben. Es erfolgten zahlreiche verwaltungs- sowie strafrechtliche Anzeigen.

PA der LPD Wien vom 01.07.2018

Aggressiv Allgemein Angriff Österreich Widerstand

Wien: Aggressives Paar nach Attacke auf Polizei festgenommen

Am 30.06.2018 intervenierten gegen 00:45 Uhr Polizisten wegen Lärmbeschwerden vor einem Lokal im 2. Bezirk. Der Geschäftsführer (58) weigerte sich trotz mehrmaliger Aufforderung, den Lärm einzustellen und sich auszuweisen. Auch eine ebenfalls anwesende Kellnerin (39) kam ihrer Mitwirkungsverpflichtung nicht nach. Der 58-Jährige war aggressiv gegenüber den Polizisten und setzte in Folge einen Widerstand gegen die ausgesprochene verwaltungsrechtliche Festnahme. Zeitgleich attackierte die 58-Jährige die einschreitenden Beamten. Nach erfolgter Überwältigung der aggressiven und alkoholisierten Personen wurden beide wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt festgenommen. Bei der Amtshandlung wegen Lärmerregung wurden drei Polizisten und eine Polizistin verletzt. Aufgrund der Aggressivität der beiden Personen war eine größere Zahl von Beamten vor Ort im Einsatz.

PA der LPD Wien vom 30.06.2018

Allgemein Angriff Österreich Sachbeschädigung Widerstand

Wien-Leopoldstadt: Festnahme nach Zechbetrug

Ein 29-Jähriger wollte am 24. Juni 2018 gegen 03.40 Uhr seine offene Rechnung von 149 Euro in einem Lokal am Riesenradplatz nicht bezahlen. Gegenüber den Polizisten verhielt sich der junge Mann äußerst unkooperativ und aggressiv. Im Zuge des Versuches seine Identität festzustellen, stürmte dieser plötzlich auf einen Polizisten zu, ergriff ihn an der Brusttasche des Hemdes und zerriss dieses. Der Mann wurde in weiterer Folge festgenommen. Ein durchgeführter Alkovortest ergab einen Wert von über 2 Promille.

PA der LPD Wien vom 24.06.2018

Allgemein Bedrohung Beißen Österreich Treten verletzt dienstunfähig verletzt k Widerstand

Wien-Brigittenau: Zwei Festnahmen nach Widerstand

Am 22. Juni 2018 ist es gegen 12.00 Uhr im Bereich der Marchfeldstraße zu zwei Festnahmen gekommen. Ein 35-Jähriger sollte aufgrund seiner nicht bezahlten Verwaltungsstrafen eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten. Als ihm mitgeteilt wurde, dass seine Lebensgefährtin nicht in den Arrest mitkommen kann, bedrohte er die Polizisten mit dem Umbringen und klammerte sich an ein Baugerüst fest. Seine 24-jährige Lebensgefährtin klammerte sich ebenfalls an ihn und begann, bei dem Versuch die beiden zu trennen, die Polizisten zu treten. Dabei schmiss sie sogar ihren Kinderwagen mir ihrer sechs Monate alten Tochter um. Das Kleinkind konnte im letzten Moment von einer Polizistin aufgefangen werden und wurde nicht verletzt. Nachdem es gelungen war die beiden Lebensgefährten voneinander zu trennen, biss der 35-Jährige, welcher sich noch immer an das Baugerüst geklammert hatte, einen Polizisten durch einen Handschuh in die rechte Hand. Der Beamte erlitt eine blutende Wunde. Erst durch den Einsatz von Pfefferspray und mit Hilfe der WEGA gelang es, den Mann vom Baugerüst zu lösen. Der verletzte Beamte konnte seinen Dienst nicht mehr fortsetzten. Der 35-Jährige und seine 24-jährige Lebensgefährtin wurden festgenommen.

PA der LPD Wien vom 23.06.2018

Allgemein Österreich Physische Gewalt Verletzt

Wien: 36-jähriger Tatverdächtiger verursacht Großeinsatz

Am 21. Juni 2018 gegen 02:15 Uhr wollten Beamte der Polizeiinspektion Halirschgasse in der Wattgasse eine Festnahme durchführen. Gegen den 36-jährigen Tatverdächtigen bestand eine Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Wien wegen Raubes, Körperverletzung und Sachbeschädigung. Der Mann öffnete den Beamten nicht, schrie lautstark herum, dass die Polizisten verschwinden sollen und hämmerte von innen gegen die Wohnungstüre. Die Beamten forderten daraufhin die WEGA zur Unterstützung an, die in weiterer Folge die Türe gewaltsam öffnete. Der 36-Jährige hatte – offenbar um sich für seine Flucht Zeit zu verschaffen – den Türbereich mit einer Couch und mehreren Mistkübeln verbarrikadiert. Als die WEGA-Beamten die Wohnung durchsuchten, war der mutmaßliche Täter bereits durch ein Fenster auf das Dach der Wohnhausanlage geflüchtet. Ein Polizist, der sich beim Fenster hinauslehnte, um den Aufenthalt des Flüchtigen zu eruieren, wurde mit einem Dachziegel beworfen und dadurch leicht verletzt. Ein sofortiger Zugriff war nicht möglich, da sowohl die Eigensicherung der Polizisten, als auch die Sicherheit des 36-Jährigen nicht gewährleistet gewesen wären. Es wurden weitere Einsatzkräfte unterstützend angefordert, unter anderem auch ein polizeiliches Verhandlungsteam und die Wiener Berufsfeuerwehr. Die Feuerwehr, die mit insgesamt 26 Mann und 8 Fahrzeugen, darunter zwei Drehleitern und zwei Teleskopmastbühnen, im Einsatz war, hob einen Beamten der polizeilichen Verhandlungsgruppe, Seiltechniker der Berufsrettung sowie einen WEGA-Beamten auf Höhe des Flüchtigen, um ihn zur Aufgabe zu überreden. Erneut bewarf der Mann die Einsatzkräfte mit Dachziegeln, wodurch ein weiterer Polizist und ein Feuerwehrmann leicht verletzt wurden. Da feststand, dass keine diplomatische Lösung gefunden werden konnte, wurden weitere Spezialkräfte angefordert. Rund 40 WEGA- und 20 Cobra-Beamte – darunter ausgebildete Seiltechniker – planten den gemeinsamen Zugriff. Unterstützt wurden sie auch von einem Polizeihubschrauber, der den Standort des mutmaßlichen Täters, der sich auf dem weitläufigen Dach laufend bewegte und seine Position veränderte, beobachtete und an die eingesetzten Einheiten kommunizierte. Auch montierte der 36-Jährige Dachziegel ab und warf diese in die Tiefe. Dabei wurden drei Feuerwehrautos, zwei Polizeiautos und mehrere parkende Fahrzeuge beschädigt. Die ersten beiden Zugriffsversuche mussten abgebrochen werden, weil der Tatverdächtige seine Position rasch veränderte und ein Zugriff für ihn und die Beamten – auch aufgrund drohender Absturzgefahr – zu gefährlich gewesen wäre. Der dritte Zugriffsversuch um 9:10 Uhr verlief positiv. WEGA- und Cobra-Polizisten konnten den Flüchtigen einkreisen und schließlich mittels mehrerer Schussabgaben aus der Elektroimpulswaffe „Taser“ überwältigen und festnehmen. Der Festnahme widersetzte sich der Mann massiv und versuchte mittels Dauerbewurf den Zugriff zu verhindern. Beim Festgenommenen wurden ein Küchenmesser und zwei Klappmesser vorgefunden und sichergestellt. Nachdem der 36-Jährige auf den Boden gebracht worden war, wurde er von der Berufsrettung notfallmedizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Anschließend wird er in eine Justizanstalt überstellt. Am Einsatz waren insgesamt rund 100 Polizisten verschiedener Einheiten – darunter des Stadtpolizeikommandos Ottakring, der Bereitschaftseinheit, der Verhandlungsgruppe, der Polizeidiensthundeeinheit, der Flugpolizei, der WEGA und der Cobra beteiligt. Dass es zu keinen schweren Verletzungen gekommen ist, ist insbesondere der professionellen Zusammenarbeit aller beteiligter Einsatzkräfte zu verdanken.

PA der LPD Wien vom 21.06.2018 (Hervorhebungen von der Bloggerin)