Tag Archives: Schleswig-Holstein

Allgemein Deutschland Widerstand

Niebüll (S-H): Geflüchteter Sexualstraftäter konnte festgenommen werden

Der von einem begleiteten Ausgang geflüchtete Sexualstraftäter aus den Forensischen Kliniken in Süchteln wurde am Freitag, gegen 21:30 Uhr in Niebüll westlich von Flensburg festgenommen. Der Mann leistete erheblichen Widerstand bei der Festnahme. Er unternahm trotz bereits erfolgter Fesselung noch einen Fluchtversuch, den die eingesetzten Beamten des Polizeireviers Niebüll vereiteln konnten. Die intensiven Fahndungsmaßnahmen der Polizei und die hervorragende Zusammenarbeit mit den Polizeidienststellen rund um Flensburg hatten zur Festnahme geführt.

Die Ermittler des KK 3 der Kripo Viersen hatten den Aufenthaltsort des Gesuchten im Laufe des Freitagnachmittags eingrenzen und letztlich feststellen können. Dass die Fahnder der Kripo Viersen auf der richtigen Spur waren, bestätigte zudem am Freitagabend eine Zeugin, die den Gesuchten um 19:30 Uhr in der Innenstadt von Flensburg gesehen hatte. Aufgrund gewonnener neuer Erkenntnisse aus den intensiven Fahndungsmaßnahmen gelang es der Polizei am Freitagnachmittag, den Aufenthaltsort des Gesuchten soweit einzugrenzen, dass die Fahndung sich auf den Bereich von Flensburg und Umgebung fokussierte. Da der Kripo bekannt geworden war, dass der Mann vermutlich in Jugendherbergen übernachten würde, intensivierten die Ermittler die Überprüfungen dieser Herbergen rund um Flensburg.

Um 21:30 Uhr gelang es dann, den Gesuchten vor Betreten einer Jugendherberge in Niebüll abzufangen und festzunehmen.

“Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, den Sexualstraftäter festzunehmen und die von ihm ausgehende Gefahr für die Bevölkerung damit abgewendet zu haben”, so äußerte sich am Abend der Leiter der Direktion Kriminalität der Kreispolizeibehörde Viersen, Wilhelm Schwerdtfeger. “Die polizeilichen Fahndungsmaßnahmen haben schlussendlich gegriffen. Dennoch gebührt unser ausdrücklicher Dank der Hinweisgeberin, die unsere Erkenntnisse durch ihren Anruf bei der Polizei Viersen am heutigen Abend bestätigt hat”, zeigt sich der Kripochef erleichtert.

In den nächsten Tagen wird sich die Polizei damit beschäftigen, die Tage der Flucht des Mannes aufzuarbeiten.

Quelle: PM der KPB Viersen vom 15.06.2013

Allgemein Beleidigung Deutschland

Elmshorn (S-H): Bundespolizisten helfen hilfloser Person und werden beschimpft

Gestern Nachmittag gegen 16.00 Uhr wurden Beamte der Bundespolizei von Passanten auf eine regungslos auf der Treppe liegende Person im Bahnhof Elmshorn aufmerksam gemacht. Die Bundespolizisten eilten zu der hilflosen Person und versuchten ihn wachzurütteln, was auch schließlich gelang. Der Mann war ansprechbar.

Ein zwischenzeitlich alarmierter Rettungswagen traf am Bahnhof ein. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 3,62 Promille. Der 47-Jährige wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus verbracht.

Nur kurze Zeit später gegen 17.30 Uhr kam es erneut zum Einsatz der Bundespolizei. Zwei Männer hatten sich offensichtlich geschlagen. Die Bundespolizisten versuchten den Sachverhalt zu klären. Der 36-jährige Geschädigte war von einem 49-Jährigen ins Gesicht geschlagen worden und dabei gestürzt. Er zog sich Abschürfungen an der Hand zu; ärztliche Hilfe war jedoch nicht erforderlich.

Während der Anzeigenaufnahme beschimpfte plötzlich der Geschädigte die Beamten. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,69 Promille. Ihm wurde ein Platzverweis erteilt.

Quelle: PM der BPOLI Flensburg vom 12.06.2013

Allgemein Beleidigung Deutschland Ekelattacke

Neumünster (S-H): Betrunkener beleidigt Bundespolizisten und uriniert in Gewahrsamszelle

Samstagmorgen (08.06.) gegen 02.00 Uhr wurde die Bundespolizei zu einem Einsatz auf dem Bahnsteig gerufen. Ein Mann, der offensichtlich alkoholisiert war, hatte Reisende im Zug der Nordbahn beleidigt und bedroht. Der Zugbegleiter hatte ihn von der Weiterfahrt ausgeschlossen, dieser Aufforderung war er jedoch nicht nachgekommen und verhielt sich aggressiv. Als die Bundespolizisten die Personalien des Mannes feststellen wollten, beleidigte dieser die Beamten. Er wurde in Gewahrsam genommen und zur Wache der Bundespolizei verbracht. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,31 Promille. Während der “Ausnüchterung” urinierte er in die Gewahrsamszelle.

Ihn erwartet jetzt eine Strafanzeige wegen Beleidigung; ein Verwarngeld in Höhe von 35,- Euro wegen der Verunreinigung muss er außerdem zahlen. Der 55-Jährige verließ die Diensträume gegen 05.30 Uhr.

Quelle: PM der BPOLI Flensburg vom 10.06.2013

Aggressiv Beißen Beleidigung Deutschland Schlagen Treten Widerstand

Lübeck (S-H): Randalierin hält Sicherheitspersonal und Polizei in Atem

Am 08. Juni 2013 randalierte eine junge Frau in einer Lübecker Diskothek, so dass ein Rausschmiss die Folge war. Dieser musste mit Hilfe der Polizei durchgesetzt werden, die ebenfalls die Aggressionen der Lübeckerin zu spüren bekam.

Samstagmorgen, gegen 03.00 Uhr, warf die Frau in einer Großdiskothek Flaschen und Stühle um sich. Als sie vom Sicherheitspersonal daraufhin aufgefordert wurde, das Haus zu verlassen, blieb sie weiter wütend und bepöbelte die Sicherheitsleute. Als sie dann von einem Ordnungshüter am Arm ergriffen wurde, um sie zum Ausgang zu begeleiten, wehrte sie sich dagegen mit Schlägen und Tritten. Denn die 24-Jährige war der Meinung, sie habe nichts getan, schließlich Eintritt gezahlt und daher auch das Recht in der Disco zu bleiben. Das sahen die Sicherheitsleute anders und riefen die Polizei. Den eingesetzten Beamten gegenüber zeigte sich die Lübeckerin ebenfalls sehr aggressiv. Als sie nach draußen gebracht wurde, schlug sie um sich und trat Beamten gegen die Beine. Als letztere sie fixierten, versuchte die Randaliererin eine Polizistin zu beißen. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Bei einem freiwillig durchgeführten Atemalkoholtest wurde bei ihr ein vorläufiger Wert von 1,93 Promille ermittelt. Zwecks Blutprobe sollte sie zum 4. Polizeirevier Lübeck gebracht werden. Als die Frau sich im Streifenwagen noch immer gegen die Maßnahmen wehrte, in dem sie nun auf engstem Raum mit ihren Armen fuchtelte, wurden ihr letztlich Handfesseln angelegt. Die Fahrt verlief danach ohne Vorkommnisse – außer, dass sie die Beamten fortwährend beleidigte.

Am Behördenhochhaus angekommen, stieg sie aus dem Polizeiauto und ließ auch hier ihren Aggressionen freien Lauf und trat einen vor dem Eingang befindlichen Besucheraschenbecher um. Die Frau hatte sich bei der Polizei später doch noch beruhigen können, so dass sie nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen wurde.

Die Ermittlungen führt das 2. Polizeirevier Lübeck, wo sich die 24-Jährige nach diesem Abend gegen folgende Delikte verantworten muss: Widerstand gegen Polizeibeamte, Beleidigung, Hausfriedensbruch und versuchte Körperverletzung.

Quelle: PM der PD Lübeck vom 10.06.2013

Allgemein Deutschland Widerstand

Neumünster (S-H): Friedliche Sonnenköste

Bei herrlichem Frühsommerwetter verlief die Holstenköste aus Sicht der Polizei deutlich ruhiger als in den Vorjahren, obwohl die Köste mit geschätzten 200000 Gästen gut besucht war. Das geänderte Konzept mit verringerter Veranstaltungsfläche führte zwar insbesondere Freitagabend auf dem Großflecken zu einem komprimierten Besucheraufkommen, aber besondere Einsatzschwerpunkte ergaben sich nicht. Die Beamten registrierten rund 60 Einsätze insgesamt. Dabei hatten es die Ordnungshüter auch in diesem Jahr meist mit alkoholbedingten Störungen zu tun. Dennoch ist die Bilanz 2013 spürbar überschaubarer als im Vorjahr: 11 Platzverweise (31 in 2012), 16 Strafanzeigen wegen Körperverletzungsdelikten, aber auch wegen Diebstahls und in einem Fall wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte (22 Anzeigen 2012), 4 Gewahrsamnahmen zum Beispiel wegen Trunkenheit und oder Hilflosigkeit (10 in 2012). Herausragende Fälle sind nicht zu berichten.

Die obligatorischen Jugendschutzstreifen, zusammengesetzt aus Kinder- und Jugendschutz und Polizei, hatten Freitagabend mehr zu tun als Samstagabend. Die gemeinsamen Streifen kontrollierten an allen Tagen insgesamt rund 150 Jugendliche unter 18 Jahren. In 11 Fällen wurden Jugendlichen unter 18 Jahren Schnapsflaschen abgenommen. In fünf Fällen sogar fanden die Streifen Hochprozentiges (z. B. Wodka) bei Jugendlichen unter 16 Jahren, darüber hinaus Bier, Wein und Sekt ebenfalls bei dieser Altersgruppe. Die alkoholhaltigen Getränke wurden sichergestellt oder an Ort und Stelle vernichtet. Die Eltern der unter 16-Jährigen werden in Kürze ein Schreiben des Jugendschutzes erhalten. Sicher ist, dass die Jugendlichen den Alkohol mitbringen und in der Regel nicht auf der Köste erwerben.

Quelle: PM der PD Neumünster vom 09.06.2013

Allgemein Deutschland Sachbeschädigung Schlagen Verletzt verletzt dienstunfähig verletzt k Widerstand

Lübeck (S-H): Polizeibeamter bei Hilfe für hilflose Person von Unbeteiligtem verletzt

Am gestrigen Montagabend (03.06.) wurde eine Streifenwagenbesatzung des 2. Polizeireviers gegen 21.20 Uhr in die Schwartauer Allee geschickt, da dort ein Mann in hilfloser Lage im Treppenbereich vor einem Haus liegen sollte.

Während sich die Beamten um den stark alkoholisierten Mann kümmerten, belästigte sie mehrfach ein unbeteiligter Passant und störte sie bei ihren Maßnahmen.

Der Passant äußerte sich stets zusammenhanglos und gab auf Nachfrage an, dass er wohl unter Drogeneinfluss stehen würde. Mehrfach forderten die Beamten ihn auf, doch bitte weiterzugehen. Als ein Beamter den Mann beiseite schieben wollte, erhielt er von ihm einen Schlag ins Gesicht. Dabei wurde dem Polizisten die Brille von der Nase schlagen.

Es entwickelt sich eine Rangelei. Nur Mühsam konnte der junge Angreifer überwältigt werden. Erst als die zur Verstärkung angeforderten Polizeibeamten eintrafen gelang es letztendlich den aus Bad Schwartau stammenden, 21-jährigen Mann mit Handschellen zu fesseln und ruhig zu stellen.

Bei der Durchsuchung seiner Jacke nach Ausweispapieren fand man eine kleine Tüte mit Marihuana. Diese wurde sichergestellt.

Den jungen Randalierer brachte man in die Universitätsklinik Schleswig-Holstein, Campus Lübeck. Dort musste er in einem Fixierbett unterbracht werden bevor Fachärzte ihn untersuchen konnten.

Der 52-jährige Polizist hat sich bei der Abwehr des Angriffes und der anschließenden Widerstandhandlung an der echten Hand verletzt. Diese ist stark angeschwollen und muss am heutigen Tage weiter behandelt werden. Es wird vermutet, dass es sich um einen komplizierten Bruch handeln könnte. Der Beamte ist dementsprechend nicht dienstfähig. Weiter wurde seine Brille beschädigt und das Diensthemd teilweise zerrissen. Die weiter eingesetzten Beamtinnen und Beamten wurden nicht verletzt.

Der hilflose Mann, der den eigentlichen Einsatzgrund darstellte, wurde über Nacht im Lübecker Polizeigewahrsam zur Ausnüchterung unterbracht.

Quelle: PM der PD Lübeck vom 04.06.2013

Aggressiv Allgemein Bedrohung Deutschland mit Waffe/gef. Gegenstand

Lübeck (S-H): Rettungssanitäter und Polizeibeamte mit Messer bedroht

Am gestrigen Montag (03.06.) hatte sich gegen 16.00 Uhr ein Mann über Notruf bei der Rettungsleitstelle gemeldet. Er würde dringend Hilfe benötigen. Zudem waren Schreie am Telefon zu hören.

Als die Polizeibeamten der Zentralstation Neustadt im Kremper Weg eintrafen, waren bereits zwei Rettungssanitäter anwesend. Sie waren schon an der Wohnungstür äußerst aggressiv von dem Anrufer empfangen worden und warteten nun auf die unterstützenden Polizeibeamten, welche einen Diensthund dabei hatten.

Gemeinsam begab man sich in die Wohnung im 1. Stock. Die Türen der Wohnung waren geöffnet, so dass man in die Wohnung gelangte. Der 57-jährige war offensichtlich alkoholisiert und aggressiv. Zudem hatte er offenbar Probleme mit seinem Kreislauf, so dass eine ärztliche Betreuung notwendig erschien.

Für alle Beteiligten unerwartet griff der Mann plötzlich zu einem Küchenmesser mit einer zirka 10 cm langen Klinge. Zunächst führte er dieses an seinem eigenen Körper, richtete dann das Messer in einer Angriffshaltung gegen die Polizeibeamten und Sanitäter. Er wurde mehrfach aufgefordert, das Messer fallen zu lassen. Die Beamten drohten damit, dass sie den Hund und auch von der Dienstwaffe gebrauchen machen würden – dennoch stieß der Mann mehrfach mit dem Messer in ihre Richtung.

Dann folgte er doch den Aufforderungen und wurde – nachdem er das Messer hatte fallen lassen – schnell überwältigt und mit Handschellen gefesselt. Die zwischenzeitlich eingetroffene Notärztin spritzte ein Beruhigungsmittel. So konnte abschließend der 57-jährige Neustädter zur weiteren Behandlung in das Neustädter Klinikum gebracht werden.

Die beteiligten Rettungssanitäter und Polizeibeamten wurden nicht verletzt.

Quelle: PM der PD Lübeck vom 04.06.2013

Aggressiv Beißen Deutschland Schlagen Treten Widerstand

Brunsbüttel (S-H): Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte

Am 03.06. gegen 20.50 Uhr kam es zu einer Auseinandersetzung in einer Einrichtung in der Straße “Markt”. Ein 28jähriger Bewohner dieser Einrichtung hatte dort die Betreuer bedroht und auch Drohungen gegen andere Beschäftigte dort in massiver Form ausgesprochen. Anschließend hat er sich aus dem Haus entfernt, konnte aber von den herbeigerufenen Einsatzkräften in unmittelbarer Nähe aufgegriffen werden. Auch hier im Gespräch wurde er zusehens aggressiver, so dass er zur Untersuchung durch den Amtsarzt zur Wache verbracht werden sollte. Dies wollte der Beschuldigte aber nicht, so dass er nach den Polizeibeamten schlug, trat und biss. Ihm mussten Handfesseln angelegt werden und er wurde zur Wache verbracht. Da er auch erheblich unter Alkoholeinfluss stand, wurde neben der Untersuchung auch eine Blutprobe entnommen. Nachdem er sich dann wieder beruhigt hatte, entschuldigte er sich bei den Beamten und durfte in die Einrichtung zurückkehren. Allerdings wird er sich jetzt wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten müssen.

Quelle: PM der PD Itzehoe vom 04.06.2013

 

§ 113 StGB Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte

(1) Wer einem Amtsträger oder Soldaten der Bundeswehr, der zur Vollstreckung von Gesetzen, Rechtsverordnungen, Urteilen, Gerichtsbeschlüssen oder Verfügungen berufen ist, bei der Vornahme einer solchen Diensthandlung mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt Widerstand leistet oder ihn dabei tätlich angreift, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn
1. der Täter oder ein anderer Beteiligter eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug bei sich führt, um diese oder dieses bei der Tat zu verwenden, oder
2. der Täter durch eine Gewalttätigkeit den Angegriffenen in die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung bringt.
(3) Die Tat ist nicht nach dieser Vorschrift strafbar, wenn die Diensthandlung nicht rechtmäßig ist. Dies gilt auch dann, wenn der Täter irrig annimmt, die Diensthandlung sei rechtmäßig.
(4) Nimmt der Täter bei Begehung der Tat irrig an, die Diensthandlung sei nicht rechtmäßig, und konnte er den Irrtum vermeiden, so kann das Gericht die Strafe nach seinem Ermessen mildern (§ 49 Abs. 2) oder bei geringer Schuld von einer Bestrafung nach dieser Vorschrift absehen. Konnte der Täter den Irrtum nicht vermeiden und war ihm nach den ihm bekannten Umständen auch nicht zuzumuten, sich mit Rechtsbehelfen gegen die vermeintlich rechtswidrige Diensthandlung zu wehren, so ist die Tat nicht nach dieser Vorschrift strafbar; war ihm dies zuzumuten, so kann das Gericht die Strafe nach seinem Ermessen mildern (§ 49 Abs. 2) oder von einer Bestrafung nach dieser Vorschrift absehen.
Allgemein Angriff Deutschland

Flensburg (S-H): Tierquäler geht auf Polizeibeamte los

Freitagabend, 31.05.13, gegen 18:30 Uhr, alarmierten mehrere Zeugen die Kooperative Regionalleitstelle über Notruf, weil ein aggressiver Mann auf der Plattform am Südermarkt in Flensburg mehrfach einen in seiner Obhut befindlichen Hund geschlagen und getreten hatte und Passanten lautstark anpöbeln soll.

Beamte vom 1. Polizeirevier stellten den Mann zur Rede. Noch bevor ein Dialog möglich war, ging er sofort auf die Beamten los, wurde aber von einem weiteren hilfsbereiten Zeugen durch körperlichen Einsatz zunächst davon abgehalten.

Im weiteren Verlauf griff der 43-jährige Flensburger die Beamten erneut aber erfolglos an. Er wurde zu Boden gebracht und Handfesseln angelegt.

Der Hund, ein Mischling, kauerte zitternd und verängstigt unter einer Sitzbank. Die Beamten übergaben das Tier dem zwischenzeitlich wieder erschienenen Halter. Er hatte seinen Hund zur kurzen Betreuung in die Hände des 43-jährigen gegeben.

Auf richterliche Anordnung sicherten die Beamten zwei Blutproben beim Aggressor: Er hatte offenbar Alkohol und Betäubungsmittel konsumiert.

Die Beamten beschlagnahmten darüber hinaus eine geringe Menge Drogen beim Tatverdächtigen.

Der 43-jährige verbrachte die nächsten Stunden auf richterliche Anordnung im Gewahrsam. Er wird sich nunmehr in mehreren Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Versuchter Körperverletzung, Sachbeschädigung, Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu verantworten haben.

Quelle: PM der PD Flensburg vom 03.06.2013

Beißen Deutschland Verletzt Widerstand

Quickborn (S-H): Massive Gegenwehr bei Blutprobenentnahme

Ein 23-jähriger Autofahrer hat am frühen Samstagmorgen in der Heidkampsstraße in Höhe des Hotels Hamburger Hof volltrunken einen Autounfall verursacht und anschließend das Weite gesucht. Die Polizei hat ihn gestellt. Doch auf der Wache haben die Beamten heftigen Widerstand mit Gewalt brechen müssen, um die Blutprobenentnahme möglich zu machen.

Der 23-Jährige konnte nicht mehr richtig stehen, er lallte so stark, dass er nicht mehr zu verstehen war, er schlief im Streifenwagen und auf der Wache immer wieder ein und ein Atemalkoholtest gelang ihm nicht. Zur Ermittlung des Blutalkoholwertes sollte dem Beschuldigten eine Blutprobe entnommen werden. Doch als diese Maßnahme nach Eintreffen des Arztes vollzogen werden sollte, sperrte sich der Beschuldigte mit allen Kräften. Diese Kräfte waren derart stark, dass es zwei Beamten allein nicht gelang, den Mann festzuhalten und zu fesseln. Der kräftige Mann versuchte, die Beamten zu beißen. Das konnte verhindert werden. Doch beide Polizisten wurden durch die massive Gegenwehr des Beschuldigten verletzt. Die Beamten setzten nebst einfacher körperlicher Gewalt auch Pfefferspray ein. Nichts zeigte Wirkung.

Sechs weitere Polizeibeamte anderer Dienststellen eilten dann zur Hilfe nach Quickborn. Erst mit vereinten Kräften gelang es, den Beschuldigten zu fesseln und ihn für die erforderliche Maßnahme festzuhalten. Die Blutprobe konnte dann entnommen werden. Der 23-Jährige wird sich für seine Fahrt unter Alkoholeinfluss, den Unfall mit Flucht und den Widerstand gegen Polizeibeamte verantworten müssen. Entsprechende Strafanzeigen sind gefertigt.

Die beiden Beamten aus Quickborn trugen Schwellungen, Prellungen und diverse blaue Flecken davon. Der 23-Jährige wurde ebenfalls verletzt. Seine Mutter holte ihn auf der Wache ab.

Quelle: PM der PD Bad Segeberg vom 03.06.2013