Tag Archives: Sachsen

Allgemein Deutschland Physische Gewalt Verletzt

Oschatz (Sachsen): Wahnsinnige Flucht vor der Polizei

Bereits am Freitag (19.10.2018, gegen 12:00 Uhr) ereignete sich ein unglaublicher Vorfall in Oschatz, dessen Schilderung beinah an einen  „schlechten Film“ erinnert und allen den Atem stocken lässt. Begonnen hatte alles mit dem Vorhaben eines Streifenteams, einen blauen Audi im Bereich des Bahnhofes in Oschatz einer Verkehrskontrolle zu unterziehen. Der Fahrer im Audi missachtete jedoch sowohl die optische Aufforderung „Stopp Polizei“, das Blaulicht als auch letzten Endes das Martinshorn des Funkstreifenwagens und fuhr unbeirrt mit überhöhter Geschwindigkeit, teilweise im Gegenverkehr, davon. Auf der Mühlberger Straße vor der Bahnunterführung musste der Audi Fahrer jedoch anhalten, da viele Verkehrsteilnehmer ihre Fahrzeuge aufgrund des herannahenden Blaulichtes der Polizei gestoppt hatten. Der Audi setzte in einer Einfahrt zurück und wollte offensichtlich wenden. Hierauf sprang einer der Polizisten (43) aus dem Einsatzfahrzeug, rannte zur Fahrertür des Audis und forderte den Fahrer lautstark auf, die Fahrt zu beenden und auszusteigen. Der zweite Polizist (35) versuchte, den Funkstreifenwagen so zu stellen, dass der Audi nicht vorbeifahren konnte. Der Fahrer im Audi ignorierte das Geschehen um ihn herum, hatte die Tür gar von innen verriegelt. Er setzte weiter zurück, im Vorhaben seinen Wagen zu wenden. Durch dieses Manöver stand der 43-jährige Polizeibeamte letztlich zwischen dem Audi und dem Funkstreifenwagen, direkt vor der Motorhaube des Audis. Im nächsten Moment hörte er den Motor des Fahrzeuges vor ihm aufheulen und bemerkte, wie es anfuhr. Aufgrund der eingekeilten Situation konnte er nirgendwohin ausweichen, außer nach oben. Just in dem Moment, da er angefahren werden sollte, sprang er hoch und landete mit den Knien auf der Motorhaube des Audis. Um nicht herunterzufallen, ließ er sich nach vorn fallen und griff mit beiden Händen nach der Motorhaube und einem Scheibenwischer. Nun vollführte der Audi eine scharfe Kurve, fuhr am Heck des Streifenwagens vorbei und raste in halsbrecherischem Tempo zurück auf die Mühlberger Straße. Dem Polizisten auf der Motorhaube blieb nichts anderes übrig, als sich krampfhaft festzuhalten und das trotz der vehementen Versuche, abgeschüttelt zu werden. Der Audi Fahrer beschleunigte auf bis zu 70 km/h, vollführte zwei Bremsungen und fuhr in Schlangenlinien, um den Beamten, der um sein Leben bangte, abzuwerfen. Kurz vor dem Kreisverkehr hatte der hinterherfahrende Kollege im Funkstreifenwagen den Audi wieder erreicht und fuhr mit ihm auf selber Höhe. Der Audi wurde langsamer und hielt rechts auf dem Bürgersteig an. Kaum, dass der Wagen gestoppt hatte, glitt der Polizist von der Motorhaube herunter, fasste sich kurz und zog nach seiner Waffe, um die nun kommende Handlung seines Kollegen, der den Fahrer (45) aus dem Wagen komplimentierte, abzusichern. Der 45-Jährige wehrte sich vehement gegen die Festnahme. Mit einfacher körperlicher Gewalt und dem Einsatz von Pfefferspray wurde er dennoch zu Boden gebracht und fixiert. Da bei dem 45-Jährigen Alkoholgeruch wahrgenommen wurde, führten hinzugerufene Kollegen bei ihm einen Atemalkoholtest durch, der 1 Promille ergab. Trotz des gesamten Geschehens grenzte es beinah an ein Wunder, dass der Beamte auf der Motorhaube „lediglich“ Abschürfungen an den Händen erlitt und nicht viel schwerer verletzt wurde.

Nach diesem Vorfall wurde durch den diensthabenden Staatsanwalt die vorläufige Festnahme des Mannes angeordnet. Dieser hatte sich bisher keiner Straftat zuschulden kommen lassen. In seiner Beschuldigtenvernehmung äußerte er sich nicht zum Sachverhalt und wurde hiernach noch am Samstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der aufgrund der vorliegenden Sachlage und der drohenden Fluchtgefahr entschied, die Untersuchungshaft des 45-Jährigen anzuordnen. Gegen ihn wird nun wegen besonders schweren Fall des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit vorsätzlich gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in Tateinheit mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

PM der PD Leipzig vom 23.10.2018

Allgemein Deutschland Verbale Gewalt

Bernsdorf (Sachsen): Angreifer ermittelt und gestellt

Eine Streife des Hoyerswerdaer Reviers hat am Dienstagnachmittag einen 15-Jährigen in Bernsdorf ermittelt und gestellt, der mutmaßlich einen 25 Jahre alten Mann angegriffen und dessen Brille entwendet hatte. Der Geschädigte meldete, auf einem Waldweg nahe der Straße am Wirschk von dem Täter geschlagen worden zu sein, wobei er sich leichte Verletzungen zuzog. Der Tatverdächtige war mit einem ein Jahr jüngeren Begleiter unterwegs, als ihn die Polizisten ertappten. Zuvor versuchten beide zu flüchten, wobei sie sich eines Rucksacks entledigten. Darin befanden sich mehrere Flaschen Alkohol, welche offensichtlich von den Jugendlichen am selben Nachmittag in einem Einkaufsmarkt an der Rathausallee entwendet wurden. Die Kriminalpolizei führt die Ermittlungen gegen die Tatverdächtigen. Dabei wird es auch um die Beleidigung gehen, die der 14-Jährige gegenüber einem Beamten bei seiner Überführung äußerte.

PM der PD Görlitz vom 17.10.2018

Allgemein Angriff Beleidigung Bespucken Deutschland Einmischung Dritter Gefangenenbefreiung Widerstand

Bischofswerda (Sachsen): Nachmittags schon total betrunken

Mehrere Streifen des Reviers Bautzen waren am Donnerstagnachmittag vor einer Spielothek an der Bahnhofstraße in Bischofswerda im Einsatz, um eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern zu unterbinden. Ein betrunkener 27-Jähriger hatte einen Gast des Lokals beleidigt. Man traf sich vor der Tür, um die Angelegenheit zu „klären“.

Bei Eintreffen einer alarmierten Streife spukte der Mann einem Beamten ins Gesicht. Die Polizisten brachten ihn daher zu Boden und fixierten ihn. Weitere Streifen des Reviers trafen gerade rechtzeitig ein, als eine 19-Jährige ihren Lebensgefährten offenbar aus dem Zugriff der Beamten befreien wollte. Sie ging die Polizisten an. Zur Klärung der Identität der beiden Personen wurden sie zum nahen Polizeistandort geführt. Dort beleidigte der 27-Jährige die Polizisten wiederholt. Ein Atemalkoholtest ergab bei ihm einen Wert von umgerechnet rund zwei Promille. Auf ihn kommen Strafanzeigen wegen Körperverletzung und Beleidigung zu, auf die 19-Jährige ein Strafverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

PM der PD Görlitz vom 19.10.2018

Allgemein Deutschland Widerstand

Wurzen (Sachsen): Sachbeschädigung und Widerstand …

… gegen Polizeibeamte „leistete“ sich ein 21-Jähriger. Er betrat einen Einkaufsmarkt trotz bestehenden Hausverbotes gegen ihn. Der stellvertretende Marktleiter (31) forderte den 21-Jährigen auf, den Markt zu verlassen. Dieser Aufforderung kam er nach. Nach ca. einer halben Stunde betrat er im Kassenbereich erneut den Markt. Der 31-Jährige forderte den 21-Jährigen wiederum auf, den Markt zu verlassen und begleitete diesen bis zur Eingangstür. Hier drehte sich der 21-Jährige um und trat mit seinem Fuß gegen die Eingangstür, so dass die Automatik der Schiebetür ausfiel. Daraufhin wurde die Polizei gerufen. Bei Anfahrt bemerkten bereits die Beamten, dass ein Fahrrad mitten auf der Kreuzung lag und der 21-Jährige, der bereits bei der Polizei bekannt war, vor dem Einkaufsmarkt auf und ab lief und wirres Zeug rief. Als er die Beamten sah, lief er zu dem Fahrrad und wollte den Ort verlassen. Die Beamten hinderten ihn daran. Sachlich und ruhig redeten die Beamten auf dem 21-Jährigen ein. Der Mann zeigte daran kein Interesse und versuchte, sich mittels körperlicher Gewalt den Beamten zu entziehen. Er wehrte sich massiv. Schließlich gelang es, den Mann unter Kontrolle zu bringen. Sein Verhalten war stark psychisch auffällig. Daraufhin riefen die Beamten den Rettungsdienst. Auch hier wehrte sich der 21-Jährige massiv gegen seine Verbringung durch den Rettungsdienst. Ein Notarzt entschied, dass er umgehend in ein Fachkrankenhaus verbracht und dort stationär aufgenommen wurde. Auch bei dieser Maßnahme mussten die Beamten den Rettungsdienst begleiten.

PM der PD Leipzig vom 19.10.2018

Allgemein Deutschland Physische Gewalt Verbale Gewalt

Plauen (Sachsen): Betrunkener Fahrradfahrer

Eine Streifenwagenbesatzung des Reviers Plauen stellte am Mittwochabend einen 30-Jährigen mit seinem Fahrrad liegend auf dem Gehweg an der Siegener Straße fest. Offenbar war dieser mit seinem Rad unterwegs und kam dabei zu Sturz. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund 2,1 Promille. Daraufhin wurde eine Blutentnahme angeordnet und das Fahrrad sichergestellt. Den Beamten gegenüber verhielt sich der 30-Jährige sehr aggressiv. Im Verlauf kam es mehrfach zu Beleidigungen und zu erheblichem Widerstand gegenüber den Beamten, da er sich der Blutentnahme entziehen wollte. Anzeigen wegen Widerstands, Beleidigung und Trunkenheit wurden erstattet.

PM der PD Zwickau vom 18.10.2018

Allgemein Deutschland Physische Gewalt Verbale Gewalt

Leipzig (Sachsen): Endstation – bitte aussteigen!

Ort: Leipzig (Zentrum-Ost), Sachsenseite (Busterminal)
Zeit: 16.10.2018, 23:45 Uhr

Ziemlich verzweifelt wurde die Polizeidirektion Leipzig von einem 30-jährigen Verantwortlichen des Busterminals angerufen. Er teilte mit, dass eine Frau in einem „Flixbus“ sitzt und trotz der Aufforderung der Busfahrerin und des 30-jährigen Verantwortlichen des Busterminals, den Bus zu verlassen, da hier Endstation ist, nicht nachkommt. Auch der mehrmaligen Aufforderung der mittlerweile eingetroffenen Polizeibeamten leistete sie keinerlei Folge. Zu einer Identitätsfeststellung war sie ebenfalls nicht bereit. Reden mit den Beamten tat sie auch nicht. Sie hatte zwei Taschen bei sich. Die Beamten nahmen sich dieser an, um sie zu durchsuchen und einen Hinweis zur Identität der Person zu erlangen. Das war das Zeichen für die unbekannte Frau, erheblichen Widerstand zu leisten. Sie schlug und trat in Richtung der Polizeibeamten und traf diese auch. Auch mit Beleidigungen der obszönen Art hielt sie nun nicht mehr hinter dem Berg. Mit erheblichem körperlichem Aufwand konnte die Frau in den Funkstreifenwagen und in das Polizeirevier gebracht werden. Die Taschen wurden durchsucht. Dabei wurden Betäubungsmittel aufgefunden und beschlagnahmt. Ein Ausweisdokument wurde nicht gefunden. Bei der anschließenden Durchsuchung der Person fanden die Beamtinnen ein Handy. Über die Kontaktdaten (Anruf bei der Mutter) konnte die Identität erlangt und zweifelsfrei festgestellt werden. Es handelte sich um eine 24-Jährige, die nicht in Leipzig wohnhaft ist. Während der polizeilichen Maßnahmen benahm sich die 24-Jährige wie apathisch und abwesend. Das Rettungswesen wurde nochmals kontaktiert. Ein Notarzt nahm sich der Sache an und verfügte die Einweisung in ein fachspezifisches Krankenhaus. Die Beamten begleiteten diese Maßnahme bis zum Krankenhaus, da die 24-Jährige sich wieder dagegen wehrte.

PM des PD Leipzig vom 17.10.2018

Allgemein Bedrohung Deutschland mit Waffe/gef. Gegenstand Schussabgabe Verletzt Widerstand

Leipzig (Sachsen): Mit einer Axt durch die Straße …

Symbolfoto

… lief ein Mann. Dem Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion Leipzig wurde über Notruf mitgeteilt, dass ein alkoholisierter Mann in der Gorkistraße entlangläuft und eine Axt bei sich führt. Zwei Funkstreifenwagenbesatzungen waren schnell am Einsatzort, stiegen aus und sprachen den Mann an. Die Beamten forderten ihn mehrmals auf, die Axt fallen zu lassen. In der anderen Hand hatte er eine Bierflasche und einen Beutel. Passanten, die dem Mann entgegenkamen, wurden aufgefordert, die Straßenseite zu wechseln und sich aus der Gefahrenzone zu begeben. Mit Nachdruck forderten die Beamten den Mann auf, die Axt fallen zu lassen. Diesen Forderungen kam er nicht nach und fuchtelte wild mit der Axt in Richtung der Beamten und lief weiter. Daraufhin wurde Reizgas zum Einsatz gebracht, das aber keinerlei Wirkung zeigte. Im Gegenteil: Mit der Axt schlug er gegen einen Lichtmast, so dass die Funken flogen. Danach warf er den Beutel weg und zerschlug die Bierflasche. Sein Verhalten war sehr aggressiv. Ein Beamter lief vor der Person. Dieser erhöhte das Schritttempo und kam immer näher an den Beamten heran. Der Polizist forderte den Mann auf, die Axt fallen zu lassen und gab einen Warnschuss in die Luft ab. Auch das beeindruckte den Mann nicht. Auf einer Verkehrsinsel stand ein Funkstreifenwagen mit weiteren Beamten. Der Mann lief zielgerichtet auf das Fahrzeug zu. Die Beamten forderten ihn erneut auf, dass er die Axt fallen lassen soll. Ca. 2 Meter vor den Beamten setzten die Beamten erneut Reizgas ein und er ließ die Axt fallen. Die Beamten konnten den Mann überwältigen. Er leistete dabei aber erheblichen Widerstand. Zwei Beamte wurden dabei leicht verletzt. Die Identitätsfeststellung ergab, des es sich bei dem Mann um einen 28-Jährigen aus Leipzig handelte. Rettungskräfte und ein Notarzt trafen am Ereignisort ein. Der 28-Jährige wurde anschließend in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht.

PM der PD Leipzig vom 15.10.2018

Allgemein Deutschland Physische Gewalt

Riesa (Sachsen): Einbruch in „Vodafone“-Shop – Tatverdächtigen gestellt

Ein, zum Tatzeitpunkt, unbekannter Täter schlug die Scheibe der Haupteingangstür ein und gelangte so in den Verkaufsraum. Dort zerstörte er sämtliche Vitrinen und entwendete Handys sowie Tablet-PC im Gesamtwert von mehreren Tausend Euro. Das Diebesgut verstaute er in einen mitgeführten Rucksack. Danach flüchtet er zu Fuß vom Tatort. Die Tat wurde von mehreren Zeugen beobachtet, die die Polizei alarmierten. Auf Grund dieser Zeugenaussagen konnte ein Tatverdächtiger (m., 34, Libyen) gestellt und vorläufig festgenommen werden. Zu diesem Zeitpunkt trug er den Rucksack mit dem Diebesgut bei sich. Der Tatverdächtige, der unter dem Einfluss von Alkohol stand (1,24 Promille) widersetzte sich seiner Festnahme und beschimpfte die Beamten als Rassisten. Gegen ihn wurden Ermittlungsverfahren, wegen Besonders schwerem Diebstahl, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung eingeleitet.

PM der PD Dresden vom 14.10.2018

Allgemein Deutschland Physische Gewalt

Kamenz (Sachsen): Angetrunken mit dem Auto unterwegs

Kamenz, Macherstraße
12.10.2018, gegen 00:40 Uhr

In der Nacht zu Freitag hat eine Streife des örtlichen Reviers auf der Macherstraße in Kamenz einen Mercedes-Fahrer kontrolliert. Der 40-Jährige war nicht mehr nüchtern, ein Vortest verriet einen Wert von mehr als 0,7 Promille. Zu einem gerichtsverwertbaren Atemtest war der Mann jedoch nicht bereit und leistete Widerstand. In Handschellen brachten die Polizisten den Betroffenen zur Blutentnahme. Dort fügte er sich in sein Schicksal.

Sollte sich der Alkoholisierungsgrad des Mannes nach einer Analyse des Blutes bestätigen, wird sich die Bußgeldstelle des Landkreises mit der ordnungswidrigen Trunkenheitsfahrt befassen. Hier werden dann mindestens 500 Euro Bußgeld, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte im Zentralregister auf den 40-Jährigen zukommen. Zudem leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ein. Dieses wird ein Fall für die Staatsanwaltschaft.

PM der PD Görlitz vom 12.10.2018

Allgemein Deutschland Physische Gewalt

BAB 14 bei Leipzig (Sachsen): Verkehrskontrolle und „abgehauen“

Im Rahmen ihrer Streifentätigkeit fuhr eine Funkstreifenwagenbesatzung auf den Autobahnparkplatz „Kapellenberg“ der A 9 in Fahrtrichtung München. In einer Parkbucht stand ein roter BMW. Die Beamten überprüften das Kennzeichen und mussten feststellen, dass dies zur Fahndung ausgeschrieben war und eigentlich zu einem VW Polo gehört. Die Beamten traten an das Fahrzeug heran. Im BMW saß auf dem Fahrersitz ein Mann und auf dem Beifahrersitz eine Frau. Als sie die Beamten erblickten, startete er das Fahrzeug, fuhr über eine Bordsteinkante auf die A 9 wieder auf. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf. Das Fluchtfahrzeug fuhr verstärkt über den Standstreifen, aber auch durch kurze Wechsel auf der Hauptfahrbahn. Regelmäßig kam es zum „Schneiden“ von anderen Verkehrsteilnehmern. In Höhe des Autobahnkreuzes Schkeuditzer Kreuz wechselte das Fluchtfahrzeug auf die A 14 in Richtung Dresden. In Höhe Leipzig-Nord streifte das Fluchtfahrzeug eine Warnbake an einer Baustelle, die auf die Fahrbahn fiel. Auf Höhe “Pösgraben“ wurde das Fluchtfahrzeug langsamer und eine dicke Rauchwolke war am Heck zu sehen. Kurz hinter dem Autobahndreieck „Parthenaue“ fuhr das Fluchtfahrzeug auf den Standstreifen. Beide Insassen versuchten zu flüchten, konnten aber gestellt werden. Der Fahrer leistete dabei erheblichen Widerstand. Das Fluchtfahrzeug wurde sichergestellt und die beiden Personen in die Dienstelle verbracht. Es handelte sich dabei um einen 26-Jährigen und eine 24-Jährige aus Berlin. Die weiteren Überprüfungen ergaben, dass der BMW nicht mehr für den Verkehr zugelassen war, die Kennzeichen an einen Polo gehören. Die Kennzeichen wurden im September in Berlin entwendet. Weiterhin befand sich im Fahrzeug ein Berliner Kennzeichen, das ebenfalls in Berlin-Neukölln entwendet wurde. Außerdem wurde noch ein Fahrzeugschlüssel mit einem Anhänger gefunden, auf dem ein Autokennzeichen zu sehen war. Das Fahrzeug zu diesem Kennzeichen stand zur Fahndung durch die Polizei in Berlin. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

PM der PD Leipzig vom 12.10.2018