Über die Fastnachtstage, beginnend mit Altweiberdonnerstag am 16.02.12, bis einschließlich Fastnachtdienstag 21.02.12, registrierte die Polizei in Kirn insgesamt 17 Straftaten, die überwiegend im Zusammenhang mit Fastnachtsveranstaltungen und den damit verbundenen Alkoholkonsum zu sehen sind.
Im Bereich der PI Kirn fanden in diesem Zeitraum mehrere Veranstaltungen statt.
Beginnend mit dem Altweiberball am Donnerstag, dem 16.02.12, in Merxheim, der mit Ausnahme einer Unfallflucht, die aufgrund eines Zeugenhinweises geklärt werden konnte und einer Sachbeschädigung im näheren Umfeld der Veranstaltung aus polizeilicher Sicht eher ruhig verlief.
Der sehr gut besuchte Nachthemdenball in Heimweiler am Freitag, dem 17.02.12, mit circa 600 Besuchern verlief ebenfalls ruhig. Hier war lediglich ein Verkehrsunfall zu verzeichnen.
Während des Umzuges in Merxheim am Sonntag, dem 19.02.12, mit geschätzten 4.000 Besuchern, kam es zu 6 Sachbeschädigungen an Gebäuden und 2 alkoholbedingten Körperverletzungsdelikten. Die Polizei musste hierbei eine alkoholisierte Personen aus einer Gruppe trennen und durch massives Auftreten eine weitere Eskalation verhindern. Es kam zu Widerstandshandlungen und Beleidigungen gegen Polizeibeamte. Hierbei musste eine Person in den Polizeigewahrsam eingeliefert werden, um weitere Straftaten zu verhindern.
In einem weiteren Fall von Körperverletzung zwischen alkoholisierten Jugendlichen wurden die Beamten bei der Anzeigenaufnahme beleidigt.
In Bad Sobernheim kam es im Anschluss an den Umzug am Montag, dem 20.02.12 zu 6 Körperverletzungsdelikten. Im Marumpark wurden 2 Mitarbeiter des städtischen Bauhofs bei Säuberungsarbeiten von einer Person aus einer Gruppe angegriffen und geschlagen.
4 Körperverletzungen wurden bei einer Schlägerei vor einer Gaststätte registriert.
Weiterhin waren 4 Sachbeschädigungen, davon 2 an Fahrzeugen zu verzeichnen.
Bei Verkehrskontrollen im gesamten Dienstbezirk wurden über die so genannten tollen Tage in 5 Fällen alkoholisierte Fahrer festgestellt. Die Weiterfahrt wurde unterbunden, wobei in 2 Fällen Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet wurden.
Fazit:
Wir sind mit dem Gesamtverlauf der Fastnachtstage zufrieden. Erfreulich war festzustellen, dass die Fallzahlen zum Thema „Trunkenheit im Verkehr“ auch in diesem Jahr auf geringem Niveau gehalten werden konnten. Offensichtlich hat sich die Auffassung verfestigt, nach Alkoholkonsum das Auto besser stehen zu lassen.
Betrachtet man die Entwicklung der Körperverletzungs- und Sachbeschädigungsdelikte ist zwar ein leichter Anstieg der Ereignisse zu erkennen, jedoch ist dieser Umstand als nicht besorgniserregend zu bezeichnen. Gleichwohl werden wir diese Lageentwicklung bei der Bewältigung zukünftiger Fastnachtseinsätze berücksichtigen müssen.
Gezeigt hat sich auch, dass die zum Teil deutliche Polizeipräsenz erforderlich war, um Eskalationen zu verhindern. Dem weitaus größeren Teil der Fastnachtsteilnehmer kann ein durchaus gutes Verhalten bescheinigt werden, da sie ausschließlich in Feierlaune unterwegs waren. Es waren meist nur wenige, die in Gruppen unterwegs waren und unter Alkoholeinfluss stehend für Ärger sorgten. Auch im nächsten Jahr wird sich die Polizei auf diese Störermentalität einzustellen wissen.




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