Tag Archives: Bremen

Allgemein Beleidigung Deutschland Widerstand

Bremen: Polizeibilanz der Bundesligabegegnung SV Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt

Mit kleineren Auseinandersetzungen rund um die Fußballbegegnung ging das letzte Werder-Heimspiel der Saison 2012/13 aus polizeilicher Sicht nahezu gut zu Ende.

Mit Spannung wurde diese Fußballpartie nicht nur bei den Profis und Fans erwartet, sondern auch bei der Polizei Bremen. Denn in der Vergangenheit war das Aufeinandertreffen der Bremer und Frankfurter Fans nicht immer ruhig verlaufen und von Feindseligkeiten geprägt. Über 600 Beamtinnen und Beamte wurden aufgeboten, um eine sichere Partie rund um das Stadion zu gewährleisten. Auch Polizeipferde der Reiterstaffel Hannover kamen zum Einsatz. 13 Shuttlebusse fuhren vom Hauptbahnhof zum Stadion, um die auswärtigen Fans, die in einem Sonderzug angereist waren, zum Stadion und retour zu bringen. Vor dem Spiel kam es zwischen drei Werder-Fans zu einer körperlichen Auseinandersetzung, wobei ein junger Mann leicht verletzt wurde. Er zog sich eine kleine blutende Wunde an der Stirn zu. Die zwei Täter wurden vorläufig festgenommen. Nach dem Spiel kam es zu weiteren kleinen Streitigkeiten, die aber schnell durch Polizeikräfte unterbunden wurden. Eine größere Schlägerei gab es im Bereich des Hauptbahnhofs. Zuvor waren aus dieser Gruppe heraus Flaschen im Bahnhof geworfen worden. Hier wurden sieben Tatverdächtige ermittelt. Sie erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch. Sie waren mit einem gemieteten Sonderzug aus Frankfurt zu dem Spiel angereist. Ohne die kurzzeitig Festgenommenen wollten die anderen in dem Sonderzug jedoch nicht abfahren. Für das Strafverfahren waren zunächst Identitätsfeststellungen sowie die Überprüfung auf Alkohol- und Betäubungsmitteleinfluss erforderlich. Nach abschließender Abstimmung mit der eingeschalteten Staatsanwältin konnten diese Sieben ebenfalls die Heimreise antreten. Aufgrund der notwendigen polizeilichen Ermittlungen verzögerte sich die Abfahrt dieses Zuges um 90 Minuten. Insgesamt wurden noch weitere sieben Personen vorübergehend in Gewahrsam genommen. Drei Frankfurter waren mit sogenannter Schutzbewaffnung aufgefallen. Sie hatten sich mit Quarzhandschuhen und Sturmhauben für eine Auseinandersetzung gerüstet. Ein weiterer beleidigte Polizeikräfte und verließ trotz Aufforderung den Ort nicht. Er leistete Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und musste daher im Polizeigewahrsam für eine Zeit in sich gehen. Bei zwei der in Gewahrsam Genommenen wurde jeweils eine kleine Menge Marihuana gefunden und beschlagnahmt. Ein junger Mann aus Frankfurt wollte trotz Stadionverbotes in das Weserstadion gelangen. Das wurde aber bei der Einlasskontrolle unterbunden. Zudem führte er einen Feuerwerkskörper mit sich, einen “Bengalo”, der ihm abgenommen wurde.

Quelle: PM der Polizei Bremen vom 12.05.2013

 

§ 113 StGB Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte

(1) Wer einem Amtsträger oder Soldaten der Bundeswehr, der zur Vollstreckung von Gesetzen, Rechtsverordnungen, Urteilen, Gerichtsbeschlüssen oder Verfügungen berufen ist, bei der Vornahme einer solchen Diensthandlung mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt Widerstand leistet oder ihn dabei tätlich angreift, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn
1. der Täter oder ein anderer Beteiligter eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug bei sich führt, um diese oder dieses bei der Tat zu verwenden, oder
2. der Täter durch eine Gewalttätigkeit den Angegriffenen in die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung bringt.
(3) Die Tat ist nicht nach dieser Vorschrift strafbar, wenn die Diensthandlung nicht rechtmäßig ist. Dies gilt auch dann, wenn der Täter irrig annimmt, die Diensthandlung sei rechtmäßig.
(4) Nimmt der Täter bei Begehung der Tat irrig an, die Diensthandlung sei nicht rechtmäßig, und konnte er den Irrtum vermeiden, so kann das Gericht die Strafe nach seinem Ermessen mildern (§ 49 Abs. 2) oder bei geringer Schuld von einer Bestrafung nach dieser Vorschrift absehen. Konnte der Täter den Irrtum nicht vermeiden und war ihm nach den ihm bekannten Umständen auch nicht zuzumuten, sich mit Rechtsbehelfen gegen die vermeintlich rechtswidrige Diensthandlung zu wehren, so ist die Tat nicht nach dieser Vorschrift strafbar; war ihm dies zuzumuten, so kann das Gericht die Strafe nach seinem Ermessen mildern (§ 49 Abs. 2) oder von einer Bestrafung nach dieser Vorschrift absehen.
Aggressiv Deutschland Verletzt Widerstand

Bremerhaven (Bremen): Im Taxi randaliert

Mit einem Schlag gegen die Windschutzscheibe endete am Montagabend die Taxifahrt eines unter Alkoholeinfluss stehenden 30 Jahre alten Mannes in der Schleusenstraße. Die Scheibe riss und die Polizei wurde gerufen.

Der 30-jährige Fahrgast stieg in Wulsdorf ein und dirigierte die Taxifahrerin in die Schleusenstraße. Der Mann war schon beim Einsteigen sehr aufgeregt. Die steigerte sich während der Fahrt immer mehr, bis er in Höhe der Gildemeisterstraße derart in Rage geriet, dass er urplötzlich mit der Faust gegen die Windschutzscheibe des Taxis schlug. Die Taxifahrerin blieb daraufhin stehen und rief die Polizei. Auch von den Beamten ließ sich der 30-Jährige nicht beruhigen, so dass er in Gewahrsam genommen werden musste. Dabei widersetzte er sich nach Kräften und verletzte zwei Polizeibeamte leicht. Der Grund seiner Aufregung blieb bislang unbekannt.

Quelle: PM der Polizei Bremerhaven vom 07.05.2013

Angriff Deutschland Schlagen Verletzt Widerstand

Bremen: Renitenter Parzellenaufbrecher gefasst

Am heutigen Vormittag gelang es Polizeibeamten aus Bremen-Nord einen 25 Jahre alten Einbrecher auf frischer Tat zu stellen. Der Dieb leistete bei seiner Festnahme Widerstand. Dabei wurden er und zwei Beamte leicht verletzt.

Gegen 09.15 Uhr meldete eine 46 Jahre alte Anwohnerin der Polizei Bremen eine verdächtige Person im Bereich des Parzellengebietes Am Rottpohl. Zudem meinte sie Einbruchsgeräusche zu hören. Mehrere unverzüglich eintreffende Streifenwagenbesatzungen umstellten das Naherholungsgebiet und fahndeten nach dem beschriebenen Mann.
Aufgrund der Richtungshinweise der Anruferin konnten die Polizeibeamten schnell zwei aufgebrochene Parzellen ausmachen. Aus einer flüchtete der 25-Jährige, als er die Beamten bemerkte. Die Polizisten nahmen sofort die Verfolgung des Tatverdächtigen auf. Dabei forderten sie ihn mehrmals auf, stehenzubleiben. Der Einbrecher rannte zunächst unbeirrt weiter. Als er die Verfolger auch nach einem Sprung über einen ein Meter hohen Stacheldrahtzaun immer noch nicht los war, setzt er zum Angriff an. Er drehte sich abrupt um und schlug nach einem der Polizisten. Dieser verteidigte sich erfolgreich und brachte den 25-Jährigen mit einer sogenannten Fußsichel zu Boden. Doch selbst jetzt gab der Mann keine Ruhe, sondern widersetzte sich weiter den polizeilichen Maßnahmen. Daraufhin legten ihm die Beamten Handfesseln an.

Nach der Festnahme überprüfte ein Arzt die Verletzungen des vermeintlichen Einbrechers. Fazit: Einige Prellungen bei dem 25-Jährigen und mehrere Schürfwunden und eine geprelltes Handgelenk bei den Polizisten.

In der anschließenden Vernehmung durch Beamte des zuständigen Polizeikommissariates räumte der Tatverdächtige drei Parzellenaufbüche umfangreich ein. Seitens der Polizeibeamten wird intensiv geprüft, ob der junge Mann für weitere Einbruchsdelikte in Bremen-Nord verantwortlich ist.
Gegen den 25-Jährigen wurden u. a. Verfahren wegen schweren Einbruchsdiebstahls und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Der vorliegende Fall hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig die Hinweise aufmerksamer Bürger für eine erfolgreiche Polizeiarbeit sein können. Hätte die Dame die Polizei nicht über den Notruf informiert, wäre der Tatverdächtige wohlmöglich unbehelligt entkommen.

Quelle: PM der Polizei Bremen vom 26.04.2013

Allgemein Angriff Deutschland Schussabgabe

Bremen: Schlägerei im Ostertorviertel – Angriffe auf Polizeibeamte – Zeugenaufruf

Gestern Abend (12.04.2013 gegen 21 Uhr) kam es im Bremer Ostertorviertel zu einer Auseinandersetzung von mehreren Personen. Ein 41 Jahre alter Mann musste mit lebensgefährlichen Stichverletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Beteiligten waren dem Rocker-Milieu zuzuordnen.

Um kurz nach 21 Uhr entdeckten Einsatzkräfte der Polizei Bremen eine größere Schlägerei im Bereich des Rembertikirchweges. Sie trafen auf zahlreiche sich gegenseitig attackierende Personen, offensichtlich aus der Rocker-Szene. Die Polizisten wurden massiv angegriffen und gaben daraufhin zwei Warnschüsse ab. Innerhalb kürzester Zeit trafen weitere Streifenwagen am Ort des Geschehens ein und brachten die Lage unter Kontrolle. Ein 41-jähriger Mann lag mit Stichverletzungen am Boden. Er wurde von einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Es bestand Lebensgefahr. Die Einsatzkräfte sperrten den Tatort weiträumig ab und führten Spurensicherungs- und Fahndungsmaßnahmen durch. Bei Personen und Fahrzeugkontrollen konnten Stichwaffen und Schläger beschlagnahmt werden. Es wurden bisher 24 Tatverdächtige vorläufig festgenommen. Die Polizei war mit fast 150 Beamten im Einsatz.

Der Hintergrund der Auseinandersetzung ist noch unklar, die Ermittlungen laufen. Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter (0421) 362-3888 entgegen.

Quelle: PM der Polizei Bremen vom 13.04.2013

Angriff Bedrohung Deutschland Schlagen Treten Widerstand

Bremerhaven (Bremen): Nach Körperverletzung Widerstand geleistet

In der Nacht vom Samstag auf Sonntag, kurz nach 04.00 Uhr, wurde die Polizei zu einer Gaststätte in der Schleusenstraße gerufen. Dort war es zu einer Körperverletzung gegen das Sicherheitspersonal durch einen 23-Jährigen gekommen. Nach dem Eintreffen der eingesetzten Polizeibeamten stürmte der  23-Jährige mit erhobener Faust auf eine Polizeibeamtin los. Da der junge Mann keine Ruhe gab und weiterhin versuchte, auf die Polizeibeamten einzuschlagen und mit den Füßen zu treten, musste er zur Verhinderung weiterer Straftaten die Nacht in einer Polizeizelle verbringen. Ihn erwartet nun eine Strafanzeige wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Quelle: PM der Polizei Bremerhaven vom 10.03.2013

Allgemein Deutschland Widerstand

Bremen: Enkeltrickbetrüger leistet bei Festnahme Wiederstand

In Bremer Ortsteil Kattenturm konnte gestern Mittag dank einer aufmerksamen Rentnerin ein 20 Jahre alter Betrüger von der Polizei festgenommen werden. Der Mann gab sich als angeblicher Enkel aus und leistete bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand.

Am späten Freitagnachmittag staunte die 72 Jahre alte Rentnerin aus der Theodor-Billroth-Straße nicht schlecht. Bekam sie doch gerade einen Anruf von ihrem angeblichen Enkel, mit dem sie aber bereits ein paar Stunden vorher sprach. Die Frau wurde zu Recht stutzig und ging auf die Masche ein, da sie in den Medien schon viel von diesen Betrugsgeschichten gehört hatte. Der “Enkel” verlangte nach Bargeld, dass er dringend für eine Autoreparatur benötigte. Die Rentnerin teilte ihm mit, dass er das Geld am kommenden Montag bei ihr zu Hause abholen könnte. Nach dem Gespräch wurde umgehend die Polizei verständigt. Zwei Zivilbeamte erwarteten den Betrüger am Montagmittag in der Wohnung der 72-Jährigen. Als er die Männer im Flur entdeckte, flüchtete der 20 Jahre alte Täter, konnte aber im Treppenhaus fixiert werden. Er leistete heftigen Widerstand, schlug wild um sich, konnte aber festgenommen und zur Wache gebracht werden.

Im vorliegenden Fall hat die Rentnerin genau richtig reagiert. Daher raten wir:

Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.

Quelle: PM der Polizei Bremen vom 26.02.2013

Aggressiv Angriff Bedrohung Deutschland Gefangenenbefreiung Schlagen Treten Verletzt Widerstand

Bremen: Verletzte Polizeibeamte bei Ruhestörung

Am Sonntagvormittag wurde die Polizei zu einer Ruhestörung in Bremen-Osterholz gerufen. Als die Beamten bei der entsprechenden Wohnung in der Düsseldorfer Straße gegen 08.40 Uhr klingelten, wurden sie augenblicklich verbal aggressiv angegangen.

Der 22 Jahre alte Wohnungsinhaber hatte Besuch von insgesamt sieben Personen. Er ließ sich von den Polizisten nicht beruhigen, sondern wurde gewalttätig. Er schlug und trat auf die vier Staatsdiener ein, so dass sie dem 22-Jährigen Handfesseln anlegen mussten. Daraufhin erschienen zwei weitere Personen aus der Wohnung im Hausflur. Die 21 und 22 Jahre alten Freunde des Wohnungsinhabers griffen die Beamten ebenfalls sofort an und versuchten dabei, den Gefesselten zu befreien. Zwei Polizisten wurden von den Faustschlägen ins Gesicht leicht verletzt.

Auch der gefesselte Wohnungsinhaber mischte weiter bei dem Treiben mit, indem er die eintreffenden Verstärkungskräfte der Polizei mit Tritten attackierte. Erneut wurden zwei Bremer Beamte leicht verletzt. Zudem bedrohte der 22-Jährige die Polizisten mehrfach.
Insgesamt führte der vermeintlich harmlos erscheinende Einsatz der Ruhestörung zu vier leicht verletzten Polizeibeamten und einer Kopfplatzwunde beim Lärmverursacher. Ihn erwarten mehrere Strafverfahren u. a. wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Bedrohung. Seine Helfer werden sich wegen des Befreiungsversuches verantworten müssen.

Quelle: PM der Polizei Bremen vom 11.02.2013

Allgemein Deutschland Widerstand

Bremen / Hannover / Achim (NDS): Fußballfans behindern Bahnverkehr

Bei der Anreise zum Bundesligaspiel Werder Bremen – Hannover 96 haben Hannoveraner Fußballfans am Freitagabend am Bahnhof Achim randaliert. In der Zeit von 18:10 – 20:50 Uhr musste die Strecke gesperrt werden. Die Bilanz für Bahnreisende: Sieben Zugverspätungen, acht umgeleitete Züge, sieben Teilausfälle, fünf gezogene Notbremsen.

Die Bundespolizei, die Polizei Bremen und die Polizei Hannover handelten konsequent. Eindeutige Verlierer waren am Ende die Randalierer. Sie sahen das Spiel nicht und standen stundenlang auf Bahnsteigen. Der Letzte verließ die Kontrollstelle des Hauptbahnhofes Hannover erst weit nach Mitternacht. Abgefahren war ihr Zug in Hannover um 16:21 Uhr. Wegen des Verdachtes gemeinschaftlich begangenen Landfriedensbruchs, Missbrauch von Nothilfemitteln, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung müssen sie mit Strafanzeigen rechnen. Wegen der stundenlangen Zugverspätungen sind außerdem zivilrechtliche Forderungen in noch unbekannter Höhe zu erwarten.

Rund 5000 Fans beider Lager waren überwiegend friedlich in Zügen unterwegs. Bedauerlich, dass wieder eine Gruppe von wenigen hundert sogenannten “Fans” für negative Schlagzeilen sorgte.

Der Regionalexpress 4424 mit rund 700 Hannoveraner Fans, davon ca. 300 Ultras, war ab 16:21 Uhr auf der Fahrt nach Bremen. Bereits kurz nach der Abfahrt aus Hannover gingen aus dem Zug über die Hotline der Bundespolizei Beschwerden von Reisenden wegen Pöbeleien und Rauchens durch Fußballfans ein. Unbekannte zogen zudem die Notbremse. Es wurde niemand verletzt.

In Achim stieg die Gruppe der ca. 150 Ultras aus. Sie forderten alle Fans auf, ebenfalls auszusteigen, um nur bis Bremen-Sebaldsbrück zu fahren und so die Begleitung der Polizei in Bussen zum Weserstadion zu umgehen. Etwa 150 weitere Fans folgten dem Aufruf. Diese Möglichkeit des Aussteigens in Sebaldsbrück gab es nicht und wäre von der Polizei unterbunden worden.

Die restlichen 400 Fans erreichten Bremen, zündeten jedoch zwei bengalische Feuer auf dem Bahnsteig.

Auf dem Bahnsteig in Achim zündeten die zurückgebliebenen Fans ebenfalls bengalische Feuer und Böller. Es kam zu Rangeleien mit der Polizei. Zahlreiche Fans urinierten auf die Gleise oder überschritten die Strecke. Lebensgefährlich bei durchfahrenden Zügen von 160 km/h. Man wollte versuchen, den nächsten Zug nach Bremen zu stoppen. Aus Sicherheitsgründen musste der Bahnhof voll gesperrt werden. Ein Entlastungszug hatte deswegen ebenfalls Verspätung. Doch aus diesem Entlastungszug wurden in Achim Glasflaschen auf die Einsatzkräfte geworfen. Nähere Einzelheiten zu den Vorkommnissen in Achim werden noch ermittelt.

Aufgrund der Vorfälle sah der Polizeiführer der Bremer Einsatzleitung die Sicherheit des Stadtgebietes durch diese große Gruppe gefährdet. Er ordnete ein Betretungsverbot für die Stadt Bremen gegen die Ultras an. In diesem Zusammenhang bestand Schulterschluss mit der Bundespolizei, dass Fans nicht den Spielort erreichen, wenn sie unterwegs Straftaten begehen. Einsatzkräfte der Polizei Hannover und der Bundespolizei rückten in Achim an. Zur Aufklärung und Überwachung kreiste ein Hubschrauber der Bundespolizei über dem Bahnhof.

Gegen 20:40 Uhr wurden die Ultras mit einem Regionalexpress aus Bremen zurück nach Hannover begleitet. Mit an Bord drei Hundertschaften von Bundespolizei und Polizei Hannover. Die Abfahrt verhinderten Fans mehrfach durch Ziehen der Notbremse und Blockieren der Türen. Kurzzeitig kam es zum Schlagstockeinsatz. Erst um 20:50 Uhr war der Bahnhof Achim wieder frei befahrbar.

Bei Ankunft in Hannover wurden die Fans in Kleingruppen in einen Nebenabgang geleitet und ihre Personalien festgestellt. Die Staatsanwaltschaft wurde zuvor informiert. Die Maßnahme wurde bereits im Zug durchgesagt. Minderjährige wurden aufgerufen, sich zu melden, um schneller entlassen zu werden.

Unbeschädigt kam auch dieser Zug nicht in Hannover an: Zwei eingeschlagene Deckenverkleidungen, zwei beschädigte Sitze und jede Menge Müll …

Die Abreise der Fans aus dem Stadion erfolgte in der Masse mit einem Regionalexpress ab 23:11 Uhr. Auch hier wurde die Abfahrt durch zweimaliges Ziehen einer Notbremse verzögert. Im Zug wurde auf einen jungen Mann eingeschlagen. Fünf Täter flüchteten in Dörverden aus dem Regionalexpress. Nach Behandlung im Rettungswagen konnte das Opfer weiterreisen. Hintergründe sind noch unklar. Zeugenhinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Bremen entgegen. Telefon 0421 / 162 995

Quelle: PM der BPOLI Bremen vom 02.02.2013

Allgemein Beleidigung Deutschland

Bremen: Aggressiver Ladendieb auf der Flucht gestellt

Gestern Vormittag (16.01.) gab es einen Ladendiebstahl bei einem Discounter in der Landwehrstraße. Der Täter wurde von zwei aufmerksamen Mitarbeitern bemerkt, zeigte sich aber sehr aggressiv und konnte so flüchten. Die Polizei Bremen konnte einen Erfolg verzeichnen, als sie ihn wenig später fand und festnahm.

Zwei Mitarbeiter des Supermarktes haben einen Mann beobachtet, der sich auffällig verhielt. Nachdem sie sahen, wie er sich diverse Artikel unter die Jacke schob, warteten sie vor der Tür auf ihn. Als der Täter keine Anstalten machte, an der Kasse zu bezahlen, sondern einfach an dieser vorbei ging, schritten sie ein. Auf die Fragen der beiden Angestellten reagierte der Mann aggressiv und wurde handgreiflich. Er flüchtete, doch seine Verfolger blieben ihm auf den Fersen. Als er jedoch eine Rasierklinge zückte und damit drohte, ließen die beiden von ihm ab.

Mehrere Einsatzwagen fahndeten nach dem Täter und nach ca. zehn Minuten wurden sie fündig. Auch den Beamten gegenüber zeigte er sich unkooperativ und beschimpfte diese. Schließlich gelang es ihnen, den Mann zu fixieren und mitzunehmen.

Die Polizei rät in einem wie oben beschriebenen Fall möglichst, nicht aktiv einzugreifen, sondern die Polizei unter dem kostenlosen Notruf 110 anzurufen. Falls der Täter eine gefährlichere Waffe mit sich führt, setzen Sie sich einer großen Gefahr aus.

Quelle: PM der Polizei Bremen vom 17.01.2013

Aggressiv Allgemein Bedrohung Deutschland Sachbeschädigung

Bremen: Randale in Straßenbahn – Polizisten angegriffen

Etwa 30 Personen randalierten gestern Abend in einer Bremer Straßenbahn und gingen auf alarmierte Polizisten los. Beamte wurden nicht verletzt. An zwei Streifenwagen entstand Sachschaden.

Die jungen Männer hatten zuvor ein Hallenfußballturnier in Arsten besucht. An der Endhaltestelle am Wadeackersdamm randalierten sie plötzlich in der Straßenbahnlinie 4. Sie blockierten Türen und entwendeten diverse Nothämmer aus den Abteilen. Als alarmierte Polizisten die Personalien der Randalierer aufnehmen wollten, wurden sie aus der Gruppe heraus wüst beschimpft und bedroht.

Die aggressiven Störer verweigerten sich und es kam zu Widerstandshandlungen. Zwei 23 und 24 Jahre alte Angreifer wurden vorläufig festgenommen. Ihre Mitstreiter konnten zunächst aus der Bahn flüchten und setzen sich in ein nahegelegenes Wohngebiet ab. Auf dem Weg zündeten sie Leuchtgeschosse und Raketen. Nachfolgende Einsatzkräfte stellten sie wenig später. Nach Identitätsfeststellungen, Durchsuchungen und Lichtbildaufnahmen wurden die überwiegend Jugendlichen und Heranwachsenden nacheinander entlassen. Ihnen wurden Platzverweise erteilt. Einige von ihnen sind polizeibekannt. Während des Polizeieinsatzes waren an zwei Streifenwagen Scheiben eingeschlagen worden.
Es wurden Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Polizeibeamte und Sachbeschädigung eingeleitet.

Quelle: PM der Polizei Bremen vom 06.01.2013