Category Archives: Pyrotechnik

Allgemein Angriff Bewerfen mit Waffe/gef. Gegenstand Pyrotechnik Sachbeschädigung Schlagen Treten verletzt k Widerstand

Berlin: Demonstration – Polizei zieht Bilanz – 123 verletzte Polizeibeamte –

Symbolfoto
Symbolfoto

Die Polizei betreute gestern Nachmittag, am Abend sowie in der Nacht neben anderen Veranstaltungen im Stadtgebiet einen Aufzug in Friedrichshain und Kreuzberg.

Gegen 21 Uhr begann, mit ersten Redebeiträgen am Wismarplatz, in Friedrichshain ein Aufzug mit dem Titel „Kiezdemo gegen Verdrängung“ mit zunächst zirka 500 Personen. Der Demonstrationszug setzte sich gegen 21.15 Uhr mit rund 1.500 Teilnehmern in Bewegung. Bereits kurz nach Abmarsch kam es durch Versammlungsteilnehmer an der Aufzugsspitze zu Vermummungen. Gegen 21.25 Uhr brannten unbekannte Täter im Bereich der Grünberger Ecke Scharnweber Straße Pyrotechnik auf den Dächern ab. In dem auf ca. 2.000 Personen angewachsenen Aufzug herrschte bereits frühzeitig eine sehr aggressive und polizeifeindliche Stimmung, einzelne Teilnehmer an der Aufzugsspitze begannen damit, die vorderen und seitlichen Transparente zu verknoten und warfen Flaschen und Steine auf Polizeifahrzeuge.
Durch weitere Steinwürfe in der Voigtstraße wurde gegen 21.30 Uhr ein Polizist verletzt, weitere Steinwürfe in der Voigtstraße folgten. Daraufhin wurde der Aufzug ab zirka 21.35 Uhr durch Einsatzkräfte seitlich begleitet. Nach massiven Angriffen aus dem Aufzug auf die Beamtinnen und Beamten erfolgte eine Verstärkung dieser begleitenden Kräfte.
Im Bereich Rigaer Ecke Voigtstraße warfen Versammlungsteilnehmer erneut Steine, Flaschen und Pyrotechnik auf die Einsatzkräfte, etwa 30 Teilnehmer rissen dort einen Bauzaun nieder und nahmen Steine auf. Gegen 21.45 wurden die Einsatzkräfte derart massiv mit Steinen beworfen, wodurch mehrere Polizisten verletzt wurden.
Die Teilnehmerzahl wuchs in der Rigaer Straße auf etwa 3.500 Personen an, dort warfen unbekannte Täter an zwei geparkten Pkw Scheiben ein. Die Einsatzkräfte mussten mehrmals Pfefferspray einsetzen, um Durchbruchsversuche und Angriffe auf die Beamtinnen und Beamten zu unterbinden.
So setzten die Beamten gegen 22 Uhr im Bereich Liebigstraße Ecke Weidenweg Pfefferspray ein, nachdem dort erneut Flaschen und Steine aus kürzester Entfernung auf die Einsatzkräfte geworfen wurden.
Weitere Stein- und Flaschenwürfe auf die Polizeibeamten folgten in der Proskauer Straße Ecke Bänschstraße, wobei die Beamten Pfefferspray und den Rettungsmehrzweckstock einsetzen mussten. In der Liebigstraße kam es erneut zu massiven Angriffen auf die Einsatzkräfte, wodurch zwei Beamte verletzt wurden.
Gegen 22.15 warfen in der Bänschstraße unbekannte Täter aus dem Aufzug heraus erneut Steine auf die eingesetzten Kräfte, wobei mehrere Polizeibeamte verletzt wurden.
Im Bereich Rigaer Straße Ecke Zellestraße versuchten gegen 22.30 Uhr Demonstrationsteilnehmer einen Beamten in den Aufzug zu ziehen, was durch andere Einsatzkräfte und dem Einsatz von Pfefferspray verhindert werden konnte. Danach wurde Pyrotechnik abgebrannt und Polizeifahrzeuge mit Steinen beworfen.
Im weiteren Verlauf griffen Teilnehmer des Aufzuges gegen 22.40 Uhr mit Fußtritten und Faustschlägen die Einsatzkräfte an, die den Aufzug seitlich begleiteten. Dabei wurde ein Beamter verletzt, der nach ambulanter Behandlung vom Dienst abtreten musste.
In der Frankfurter Allee bemerkten die Polizisten Pyrotechnik, eine sogenannte Kugelbombe, die von Kriminaltechnikern mitgenommen wurde.
Der Aufzug wurde im Bereich Warschauer Straße Ecke Revaler Straße von der Anmelderin gegen 23.10 Uhr beendet.

Auch nach Beendigung des Aufzuges wurden die Einsatzkräfte gegen 23.15 Uhr von unbekannten Tätern im Bereich Warschauer Straße mit Flaschen und Steinen beworfen.

Gegen 23.40 brannte ein Pkw in der Oderbruchstraße in Prenzlauer Berg. Im Bereich Spittelmarkt in Mitte wurden gegen 1 Uhr aus einer maskierten Personengruppe heraus Kleinpflastersteine gegen die Schaufensterscheiben des Gebäudes geworfen, wodurch diese beschädigt wurden. Kurz nach 1 Uhr brannte ein Pkw in der Kleinen Kurstraße in Mitte. Das Feuer griff auf ein dahinter abgestelltes Auto über. An der Kreuzung Landsberger Allee Ecke Friedenstraße in Friedrichshain brannte gegen 1.25 ein VW Caddy. Gegen 1.30 Uhr bemerkten Einsatzkräfte einen brennenden Pkw am Platz der Vereinten Nationen in Friedrichshain fest. Am Comeniusplatz in Friedrichshain wurde gegen 1.45 Uhr ein weiterer brennender Pkw festgestellt.

Am Mariannenplatz in Kreuzberg wurden Polizeibeamte gegen 2 Uhr aus einer Gruppe von etwa 100 Personen heraus mit Steinen beworfen. Im Bereich Weichselplatz Ecke Fuldastraße in Neukölln brannten kurz nach 2 Uhr drei Bagger. Aufgrund der örtlichen und zeitlichen Nähe prüft das Landeskriminalamt, ob Tatzusammenhänge zu dem Aufzug bestehen.

Von den rund 1.800 Einsatzkräften und den davon etwa 700 Unterstützungskräften wurden während des Einsatzes 123 Polizeibeamte, davon 40 Unterstützungskräfte verletzt. Die Polizisten leiteten über 100 Strafverfahren unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs, Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte, Anlegen von Vermummung, versuchter Gefangenenbefreiung, gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz ein. Insgesamt 86 Personen wurde, meist kurzfristig, die Freiheit entzogen. Drei Personen sollen wegen schweren Landfriedensbruchs einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Nach dieser Bilanz ist festzustellen, dass es sich um die aggressivste und gewalttätigste Demonstration der zurückliegenden fünf Jahre in Berlin handelte.

PM der Polizei Berlin vom 10.07.2016

Aggressiv Angriff Bewerfen Deutschland Pyrotechnik

Mannheim (Baden-Württemberg): Türkische Fußballfans gehen gegen Polizeibeamte vor; Vermittlungen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs aufgenommen

Mit einem Großaufgebot musste die Polizei am Sonntagabend gegen eine größere Mengenansammlung vorgehen. Insgesamt zehn Streifenwagen wurden gegen 20.40 Uhr in die Industriestraße beordert, nachdem dort türkische Fußballfans vor einem Vereinslokal den Sieg „ihrer“ Mannschaft im Istanbuler Stadtderby feierten und es dabei zu Rangeleien gekommen war. Vor Ort hielten sich rund 40 Personen auf der Straße auf, rund zehn von ihnen brannten Bengalische Feuer ab, die Stimmung war ekstatisch. Sämtliche polizeilichen Anweisungen, die Feuer zu löschen wurden von den Fans ignoriert. Vielmehr richteten sich verbale Aggressionen gegen die Beamten, vereinzelt wurden sogar mit Feuerzeugen auf sie geworfen. Einzelne versuchten zudem, gegen die Beamten handgreiflich vorzugehen. Durch den Einsatz von Pfefferspray konnte sie Menschenansammlung schließlich in das Vereinsheim zurückgedrängt werden. Die Ermittlungen zu den Teilnehmern der Versammlung dauern an. Wegen des Verdachts des Landfriedenbruchs wurden die Ermittlungen beim Polizeirevier Neckarstadt aufgenommen.

PM der Polizei Mannheim vom 09.05.2016

Angriff Pyrotechnik Schweiz Verletzt

Bern: Zeugenaufruf: Ankündigung Öffentlichkeitsfahndung wegen Straftaten nach Eishockeyspiel

Im Rahmen der Ermittlungen rund um die gewaltsamen Ereignisse nach dem Eishockeyspiel zwischen dem SCL Tigers und dem SC Rapperswil-Jona Lakers im April 2015 hat die Staatanwaltschaft eine Öffentlichkeitsfahndung verfügt. Gehen innert Wochenfrist keine Informationen zur Identifikation zweier bezeichneter mutmasslicher Straftäter ein, werden deren Fotos publiziert.

Am 9. April 2015, war es nach dem entscheidenden vierten Eishockey Ligaqualifikationsspiel zwischen dem SCL Tigers und dem SC Rapperswil-Jona Lakers in Langnau bei der Abreise der Gästefans zu gewaltsamen Zwischenfällen gekommen. Dabei wurden unter anderem in unmittelbarer Nähe von Personen Knall- und Leuchtpetarden gezündet. Weiter versuchten die Fans teilweise, Absperrungen zu durchbrechen. Die Situation musste schliesslich durch einen Mitteleinsatz der Polizei beruhigt werden. Insgesamt wurden bei den Ereignissen gemäss heutigen Erkenntnissen sechs Polizisten, eine Polizistin sowie eine Frau und ein Mann aus den Reihen der Gästefans verletzt.
Die Kantonspolizei Bern leitete in der Folge umfangreiche Ermittlungen ein, in deren Rahmen unter anderem auch Bildmaterial ausgewertet wurde. So konnten mehrere Straftäter inzwischen bezeichnet, jedoch teilweise nicht identifiziert werden. Nun hat die Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau eine Öffentlichkeitsfahndung verfügt. Demnach werden am Montag, 29. Februar 2016, 1100 Uhr, auf der Website der Kantonspolizei Bern verpixelte Fotos zweier Tatverdächtigen veröffentlicht.
Falls auch die verpixelten Fotos innert Wochenfrist nicht zur Identifikation der mutmasslichen Täter führen, wird die Veröffentlichung der Fotos verfügt, welche die mutmasslichen Straftäter schliesslich unverpixelt zeigen. Die entsprechende Publikation würde ab dem 7. März 2016 erfolgen.
Die Tatverdächtigen oder Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei Bern unter Tel. +41 31 634 41 11 zu melden.

PM der Polizei Bern vom 22.02.2016

Beleidigung Bewerfen Deutschland mit Waffe/gef. Gegenstand Pyrotechnik Verletzt Widerstand

Berlin: Sechs verletzte Polizeibeamte nach Demonstration

Während einer Demonstration kam es gestern Nachmittag in Kreuzberg zu einigen Rangeleien mit den eingesetzten Polizisten. Der Aufzug, der unter dem Motto, „Zwangsräumung verhindern-HG/M99 bleibt“ stand, setzte sich gegen 14.20 Uhr mit ca. 500 Personen am Heinrichplatz in Bewegung, wobei in der Spitze des Zuges einige Personen sofort Vermummungen anlegten. In der Folge wuchs die Teilnehmerzahl auf bis zu 1200 Personen an. Nach ca. einer Stunde versuchten 300 Teilnehmer die zugewiesene Richtungsfahrbahn in der Skalitzer Straße zu verlassen, dies wurde von den Polizisten durch Zurückdrängen mit einfacher körperlicher Gewalt verhindert. Dabei wurden von einzelnen Personen pyrotechnische Gegenstände gezündet und geworfen. Ebenfalls soll aus der Menge heraus ein Stein in Richtung der Polizisten geworfen worden sein. Gegen 16.15 Uhr erreichte der Zug den festgelegten Endpunkt an der Köpenicker Straße Ecke Skalitzer Straße. Nach der Beendigung der Demonstration durch den Verantwortlichen begann sofort ein starker Abstrom der ehemaligen Teilnehmer in alle Richtungen. In dieser Phase nahmen Polizisten wiedererkannte Tatverdächtige vorläufig fest. Dabei wurden sechs Polizeibeamte leicht verletzt. Insgesamt gab es vier Freiheitsbeschränkungen und acht vorläufige Freiheitentziehungen. Die Personen stehen im Verdacht Verstöße gegen das Versammlungsgesetz, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzungen, Beleidigungen und Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz begangen zu haben. Alle Personen wurden nach den erfolgten polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

PM der Polizei Berlin vom 10.01.2016

Beschuss Deutschland Einmischung Dritter Physische Gewalt Pyrotechnik Widerstand

Osnabrück (Niedersachsen): Unfall mit fünf schwer und drei leicht Verletzten – Polizisten bei Unfallaufnahme mit Raketen beschossen

Am Silvesterabend ereignete sich gegen 23.28 Uhr auf der Belmer Straße/ Kreuzung Heiligenweg ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem fünf Personen schwer und drei Personen leicht verletzt wurden. Ein 45-jähriger Mann, der mit einem Mazda Primacy auf dem Heiligenweg in Richtung Mindener Straße unterwegs war, missachtete im Kreuzungsbereich Belmer Straße die Vorfahrt eines von links kommenden VW Touran, der von einer 43-jährigen Frau gesteuert wurde. Bei dem Zusammenprall überschlug sich der VW Touran und prallte mit einem entgegenkommenden Audi A 4 zusammen, der von einem 46-Jährigen gefahren wurde. Die Fahrer und die Insassen der beteiligten Pkw wurden bei dem Unfall verletzt. Fünf Personen wurden in Krankenhäuser gebracht, drei Personen wurden ambulant behandelt. Am Unfallort waren vier Rettungswagen, zwei Notärzte, der Straßennotdienst und die Berufsfeuerwehr Osnabrück. Die Kreuzung war von 23.30 Uhr bis 01.12 Uhr voll gesperrt. Während der Unfallaufnahme wurde die Polizeibeamten mit Feuerwerksraketen beschossen. Die Beamten konnten den Verursacher ausfindig machen, der die Raketen in Richtung Unfallstelle abgefeuert hatte. Es handelt sich um einen 25-jährigen Mann, der sich den polizeilichen Maßnahmen widersetzte und Widerstand leistete. Dabei wurde er von anderen Personen unterstützt, die zum Teil die Streifenwagen an der Abfahrt hinderten. Der junge Mann wurde in Gewahrsam genommen und verbrachte den Rest der Nacht in einer Zelle bei der Polizei.

PM der Polizei Niedersachsen vom 01.01.2015

Bewerfen Deutschland Pyrotechnik Verletzt

Berlin: Einsatz zum Jahreswechsel – Bundespolizeidirektion Berlin zieht positive Bilanz

Auch zum Jahreswechsel 2015/2016 war die Bundespolizeidirektion Berlin mit Einsatzkräften aus mehreren Bundesländern im Einsatz und zieht eine positive Bilanz.

Mit fast 350 Beamten sorgte die Bundespolizeidirektion Berlin in der Silvesternacht auf den Bahnhöfen in Berlin und Brandenburg für Sicherheit. Dabei kamen u. a. Einheiten aus dem Hessischen Hünfeld zum Einsatz. Der Polizeiführer lobte die Besonnenheit und das Verständnis der Fahrgäste für die Sicherheitsvorkehrungen und die Einsatzmaßnahmen. Die Beamten mussten 26 Strafanzeigen fertigen und 17 Personen vorläufig festnehmen. Hierbei bildeten Körperverletzungsdelikte, der Umgang mit Schreckschusswaffen und das Verwenden von verbotener Pyrotechnik den Schwerpunkt.

Eine Bundespolizistin erlitt ein Knalltrauma, als sie aus einer Gruppe von fünf Personen auf dem Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen mit einem Böller beworfen wurde. Die 25-jährige, in zivil eingesetzte Beamtin, verblieb im Dienst.

Unbekannte Täter beschädigten in der Neujahrsnacht auf den Brandenburger Bahnhöfen Strausberg, Strausberg-Stadt, Hegermühle und Petershagen mehrere Fahrkartenautomaten. Hier nutzten die Täter vermutlich Pyrotechnik, um die Automaten zu beschädigen.

Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn, der S-Bahn, der Feuerwehr und den Polizeien aus Berlin und Brandenburg verlief aufgrund der langjährigen Erfahrung in der Planung und Durchführung solcher Einsätze reibungslos.

PM der Polizei Berlin vom 01.01.2016

Aggressiv Allgemein Angriff Beleidigung Bewerfen mit Waffe/gef. Gegenstand Pyrotechnik Verletzt verletzt k

Weinheim (Baden-Württemberg): Bilanz des Polizeipräsidums Mannheim zum Einsatz während des NPD-Bundesparteitags 21./22.11.2015

Symbolfoto
Symbolfoto

Am 21.11.2015 waren bereits am frühen Morgen zahlreiche Demonstrationsteilnehmer angereist. Gegen 07:30 Uhr versuchten ca. 300 Personen eine Sperrstelle an der B 3/Bergstraße, Höhe Gutleuthausstraße, zu durchbrechen, dies konnte von der Polizei verhindert werden. Durch eine ca. 70-köpfige Gruppe kam es um 08.10 Uhr an der Absperrung Birkenauer Talstraße zu Steinwürfen auf Polizeibeamte. Weiterhin kam es zum Abbrennen von Bengalos und Zünden von Knallkörpern.

An anderen Sperrstellen kam es zu Sitzblockaden und kleineren Rangeleien.

Ab 13:00 Uhr versammelten sich die Teilnehmer des Aufzugs im Bereich Hauptbahnhof Weinheim. Gegen 13:30 Uhr war die Teilnehmerzahl auf ca. 500 angewachsen. Nach einer Zwischenkundgebung am Marktplatz setzte sich der Aufzug mit mittlerweile bis zu 2000 Teilnehmern gegen 14:45 Uhr wieder in Bewegung und erreichte um 15:10 Uhr den Ort der Abschlusskundgebung auf der Birkenauer Talstraße. Um 15:30 Uhr wurde die Versammlung vom Leiter beendet. Während des Aufzugs kam es zu Beleidigungen zum Nachteil von Polizeikräften.

Alle anderen Veranstaltungen verliefen friedlich.

Insgesamt mussten 201 Personen in Gewahrsam genommen werden. Es wurden 16 Polizeibeamte verletzt, davon ein Beamter schwer. Für Demonstrationsteilnehmer wurden zwei Rettungswagen eingesetzt, einzelne Demonstrationsteilnehmer mit Augenreizungen wollten sich nicht vom Rettungsdienst behandeln lassen, über die Anzahl liegen derzeit keine Erkenntnisse vor.

PM des PP Mannheim vom 21.11.2015

Während am 21.11.2015 bereits am frühen Morgen zahlreiche Demonstrationsteilnehmer angereist waren, gestaltete sich die Anreise am 22.11.2015 sehr zurückhaltend.

Bis gegen 10.00 Uhr waren ca. 20 Personen an der Wechnitzbrücke festzustellen, im Verlauf erweiterte sich der Kreis auf 50 Personen, die dort eine Versammlung abhielten.

Es blieb bei den am Samstag insgesamt 201 in Gewahrsam genommen Personen. 16 Polizeibeamte wurden verletzt, davon ein Beamter schwer. Für Demonstrationsteilnehmer wurden am 21.11.2015 zwei Rettungswagen eingesetzt, einzelne Demonstrationsteilnehmer mit Augenreizungen wollten sich nicht vom Rettungsdienst behandeln lassen, über die Anzahl liegen keine Erkenntnisse vor.

Insgesamt waren über das Wochenende verteilt ca. 1700 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im Einsatz.

PM des PP Mannheim vom 22.11.2015

Allgemein Beleidigung Deutschland Pyrotechnik

Lübeck (Schleswig-Holstein): Fußball-Landespokal – Halbfinalspiel

Am Samstag, den 14.11.2015, fand das Halbfinalspiel im Landespokal 2015/16 des SHFV zwischen dem VfB Lübeck und dem KSV Holstein statt.

Im Vorfeld des Spieles hielten sich am Freitagabend (13.11.) ca. 50 Kieler Risikofans im Lübecker Innenstadtbereich „An der Untertrave“ auf und suchten die Konfrontation. Dieses konnte durch starke polizeiliche Präsenz verhindert werden. Ein Aufeinandertreffen der Fangruppen fand nicht statt. Gegen sämtliche, angetroffene Personen, wurden Platzverweise und Aufenthaltsverbote für die Stadt Lübeck am Samstag (14.11.) ausgesprochen. Strafermittlungsverfahren wurden eingeleitet.

Am heutigen Samstag (14.11.) hatten sich gegen 11.20 Uhr ca. 150 Anhänger des VfB Lübeck am Holstentor gesammelt und veranstalteten einen „Fan-Marsch“ zum Stadion. Die Polizei begleitete den Weg über die Willy-Brandt-Allee, Marienbrücke, Friedenstraße Aus dem Marsch heraus wurden vereinzelt Böller geworfen; auf Höhe der Hansehalle ein Rauchkörper. Weiteres konnte durch die Polizei verhindert werden.

Die Anreise der Kieler Gästefans mit zwei Zugverbindungen und einem Reisebus erfolgte problemlos; einige fuhren als Individualreisende an. Für die Bahnreisenden wurden Shuttlebusse zur Verfügung gestellt. Der Zug mit der Ankunft in Lübeck um 11.52 Uhr hatte Verspätung – ein umgestürzter Baum auf der Strecke Kiel-Lübeck sorgte für eine spätere Abfahrt in Kiel.

Im Bereich des Gästeparkplatzes wurden fünf Lübecker Fans in Gewahrsam genommen, als sie sich an einem Depot mit Böllern „bedienen“ wollten.

Ca. 25 Lübecker Hooligans wollten sich gewaltsam Zugang zur Haupttribüne verschaffen. Dieses wurde durch die Polizei verhindert.

Während der ersten Halbzeit kam es auf der Haupttribüne zwischen den Blöcken G1/Gäste und G2/Heim zu gegenseitigen Provokationen durch verbale Äußerungen und Becherwürfen. Hier wurden fünf Lübecker Hooligans in Gewahrsam genommen. In diesem Zusammenhang wird eine Strafanzeige hinsichtlich eines Widerstandes erstattet.

Nach dem Abpfiff verließen die Kieler Fans zügig und geordnet das Stadion und begaben sich zu bereitgestellten Bussen bzw. ihren Fahrzeugen. Der Zug mit den Kieler Fans fuhr verließ Lübeck kurz nach 17.00 Uhr.

Insgesamt waren an diesem Einsatz über 300 Beamtinnen und Beamte eingesetzt.

PM der Polizei Lübeck vom 14.11.2015

Allgemein Angriff Bewerfen Pyrotechnik Verletzt

Rostock (Mecklenburg-Vorpommern): Abschlussmeldung zum Polizeieinsatz aufgrund mehrerer Versammlungen in Rostock

Symbolfoto
Symbolfoto

Mit insgesamt 310 Beamten begleitete die Polizei heute verschiedene Demonstrationen in Rostock.

Das Bündnis „Rostock nazifrei“ und die Flüchtlingsinitiative „Rostock hilft“ hatten auf dem Rostocker Neuen Markt zu einer Versammlung unter dem Motto „Solidarität statt Hetze – Geflüchtete Unterstützen, Rassisten entgegentreten!“ und in der St.-Marien-Kirche zu einer Andacht aufgerufen. Beide Veranstaltungen endeten mit insgesamt 800 Teilnehmern friedlich. Kurzfristig wurde durch das Bündnis ein weiterer Aufzug angemeldet, der vom Neuen Markt bis zum Leibnizplatz von etwa 350 Teilnehmern friedlich angenommen wurde.

An einem von der AfD angemeldeten Aufzug nahmen ca. 1800 Personen teil. Ein Einschreiten der Polizei war notwendig, da es entlang der Aufzugsstrecke der AfD immer wieder Versuche gab, den Aufzug zu stören.

In Höhe des Goetheplatzes kam es zu gegenseitigen Provokationen. In der Folge wurden aus beiden Lagern massiv Flaschen, Steine sowie Pyrotechnik aufeinander sowie auf Polizeibeamte geworfen. Fünf Beamte wurden dabei leicht verletzt.

Nach Beendigung des AfD Aufzuges wurden an der Südseite des Hauptbahnhofes Polizeikräfte von ca. 60 Personen angegriffen. Durch konsequentes Einschreiten von Bundes- und Landespolizei konnte eine Eskalation verhindert werden.

Es wurden Ermittlungsverfahren u.a. wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, sowie Beleidigung eingeleitet. Sieben Tatverdächtige sind vorläufig festgenommen worden und im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

PM der PI Rostock vom 17.10.2015

Deutschland Pyrotechnik

Görlitz (Sachsen): Versammlungen im Stadtgebiet Görlitz enden ohne größere Störungen

Zur Gewährleistung eines sicheren Verlaufs von mehreren am heutigen Tag im Stadtgebiet Görlitz angezeigten Versammlungen führte die Polizeidirektion Görlitz einen Einsatz durch. Dabei war sie mit etwa 150 Beamten im Stadtgebiet präsent.

Die von einem Bündnis „Görlitz wehrt sich“ auf dem Postplatz durchgeführte Kundgebung verlief störungsfrei. Der anschließende Aufzug führte über die Berliner Straße, die Bahnhofstraße und die Jakobstraße. In Höhe der Straßburgpassage am Wilhelmsplatz hatten sich mehrere Gegendemonstranten auf die Straße gesetzt und den Aufzug damit kurzzeitig zum Stoppen gebracht. Der Einsatzleiter der Polizei entschied sich im Einvernehmen mit dem Versammlungsleiter von „Görlitz wehrt sich“, von der ursprünglich geplanten Aufzugsstrecke abzuweichen. Damit konnten größere Auseinandersetzungen zwischen den Aufzugsteilnehmern und den Blockierern verhindert werden. Dennoch wurden, als der Aufzug die Kreuzung Jakobstraße/Hospitalstraße passierte, vereinzelt Böller gegen Versammlungsteilnehmer und Einsatzkräfte geworfen. Zwei Beamte erlitten ein Knalltrauma.

Der Aufzug bog vor der Sitzblockade ab, lief über die Hospitalstraße und gelangte über die Berliner Straße letztlich am Ausgangspunkt an.

Eine Gruppe von Gegendemonstranten fand sich anschließend vor dem Postgebäude ein, wo die Abschlusskundgebung des Aufzuges stattfinden sollte. Um eine weitere Eskalation zwischen den Lagern zu verhindern und einen störungsfreien Ablauf der Kundgebung zu gewährleisten, erteilten die Beamten den Personen Platzverweise. Einige von ihnen kamen den Verweisen nicht nach und mussten durch Anwendung einfacher körperlicher Gewalt vom Platz entfernt werden.

Kurz vor Beginn der Abschlusskundgebung musste die Polizei erneut eingreifen, als eine Gruppe von drei bis vier Personen versuchte, die Kundgebung zu stören. Sie wurde von den Einsatzkräften abgedrängt.

Gegen 20:00 Uhr war die Versammlung des Bündnisses „Görlitz wehrt sich“ auf dem Postplatz beendet. Die Teilnehmer aller Lager verließen recht zügig den Veranstaltungsraum. Das Fazit des Tages aus polizeilicher Sicht lautet:

Insgesamt registrierte die Polizei im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen 16 Straftaten. Gegen einen 21–Jährigen Görlitzer wird u. a. wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion ermittelt. Er hatte die Böller geworfen, durch welche zwei Polizeibeamte verletzt worden waren. Die Böller waren in Deutschland nicht genehmigungsfähig. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn und neun weitere Personen ermittelt die Polizei zudem wegen Landfriedensbruch. Neben zwei Anzeigen wegen Beleidigung wurden außerdem zehn Verstöße gegen das Versammlungsgesetz, ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und eine Körperverletzung registriert. Insgesamt 25 Personen erteilten die Einsatzbeamten an dem Abend Platzverweise.