Category Archives: Pyrotechnik

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Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen): Schlägerei endet mit Widerstand gegen Polizeibeamte

Ein – nach bisherigen Erkenntnissen – 31-jähriger Bergisch Gladbacher hat sich am Donnerstag (14.05.15) im Rahmen einer Auseinandersetzung auch gegen einschreitende Polizeibeamte erheblich aggressiv gezeigt; die Beamten mussten Pfefferspray einsetzen. Gegen 00:50 Uhr meldete ein Anwohner der Hauptstraße eine Schlägerei zwischen 15 bis 20 Personen in einem Hinterhof. Als die Beamten eintrafen, stritten und rangelten mehrere Personen. Der 31-Jährige wurde bereits durch zwei andere festgehalten, um nicht immer wieder auf seinen Kontrahenten loszugehen. Als die Beamten die streitenden Parteien trennen wollten, entriss sich der Bergisch Gladbacher auch aus dem Griff der Beamten und schlug um sich. Da der 31-Jährige nicht zu beruhigen war, mussten die Beamten schließlich Pfefferspray einsetzen. Während dieses Tumultes entfernte sich der Kontrahent des 31-Jährigen. Inwieweit dieser bei der Auseinandersetzung verletzt wurde, ist noch nicht abschließend klar. Nach bisherigen Ermittlungen entbrannte der Streit über ein Kartenspiel in einer Bar. Der 31-jährige und sein Widersacher sind nach Angaben von Zeugen zumindest weitläufig verwandt. Vor Ort wollte der 31-Jährige zunächst keine weiteren Angaben machen. Bisheriges Ergebnis dieses Polizeieinsatzes daher: “Schlägerei beendet – eine Anzeige wegen Widerstandes gegen Vollzugsbeamte.” Die Ermittlungen dauern an.

PM der KPB Rheinisch-Bergischer-Kreis vom 15.05.2015

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Hamburg: Demonstrative Aktion in der Sternschanze

Unter dem Motto “Klassenfest gegen Staat und Kapital” versammelten sich bis zu 600 Teilnehmer zu einer angemeldeten Demonstration vor dem S-Bahnhof Sternschanze. Während der Veranstaltung kam es wiederholt zum Abbrennen von Pyrotechnik. Ein Beamter der Bundespolizei wurde durch einen Flaschenwurf am Kopf verletzt und musste ambulant behandelt werden. Um 23:25 Uhr erklärte der Versammlungsleiter die Demonstration für beendet. Im Anschluss der Versammlung vermummten sich einige ehemalige Demonstrationsteilnehmer und bewarfen abrückende Einsatzfahrzeuge mit Steinen und Flaschen. Es kam zu Beschädigungen an mehreren Polizeifahrzeugen und einem Bus des Hamburger Verkehrsverbundes. Kleingruppen, teilweise bis zu 50 Personen, bewegten sich über den Schanzenpark in Richtung Alte Flora, zerstörten durch Steinwürfe zwei Fensterscheiben eines Hotels und entzündeten vier Müllcontainer. Einsatzkräfte der Polizei verhinderten vor der Alten Flora das Aufschichten einer Barrikade aus Baumaterial und Holzpaletten. Nach jetzigem Stand hat die Polizei zwei Personen vorläufig festgenommen. 16 wurden in Gewahrsam genommen und zwei Platzverweise ausgesprochen. Die Polizei Hamburg setzte anlässlich der Versammlung und der Anschlussmaßnahmen 215 Beamte ein und erhielt Unterstützung durch die Bundespolizei.

PM der POL Hamburg vom 03.05.2015

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Langnau (Bern): Scharmützel nach Hockeyspiel

Am Donnerstagabend haben sich nach dem Hockeyspiel Langnau gegen Rapperswil-Jona Gästefans Scharmützel mit der Polizei geliefert. Beim Versuch eine Absperrung zu durchbrechen, verletzte sich ein Gästefan und musste ins Spital transportiert werden. Bei den Scharmützeln wurden vier Polizisten und eine Frau aus dem Fanlager der Gäste verletzt.

Am Donnerstag, 9. April 2015, fand in der Ilfishalle in Langnau das Entscheidungsspiel zwischen den SCL Tigers und den Rapperswil-Jona Lakers statt. Während der Anreise und des Spielverlaufs blieb es aus polizeilicher Sicht ruhig.

Nach dem Spiel verliess der grösste Teil der Gästefans das Areal beim Stadion friedlich. Dennoch kam es zwischen einigen Angehörigen beider Fanlager zu Provokationen, worauf einige Gästefans versuchten, die Absperrungen zu durchbrechen. Dabei verletzte sich ein Mann und musste durch eine Ambulanz ins Spital gefahren werden. Um ein Aufeinandertreffen der Fans zu verhindern, mussten die Einsatzkräfte gezielt Gummischrot gegen die Gästefans einsetzen. Diese reagierten mit Knall- und Leuchtpetarden, welche sie gegen die Polizeikräfte warfen. Vier Angehörige der Kantonspolizei Bern und eine Frau aus den Reihen der Gästefans wurden verletzt. Die Frau wurde durch eine Ambulanz ins Spital gefahren. Beim Parkplatz bei der Alten Landi musste die Feuerwehr Regio Langnau eingreifen, weil Leuchtpetarden gegen parkierte Fahrzeuge geworfen wurden. Die Lage beruhigte sich in der Folge zunehmend, als die mit dem Car angereisten Gästefans nach 2300 Uhr die Heimreise antraten.

Die Freinacht, welche aufgrund des Aufstiegs in Langnau ausgerufen wurde, verlief aus polizeilicher Sicht dann wieder ruhig.

PM der Kantonspolizei Bern vom 10.04.2015

 

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Hannover (Niedersachsen): “HAGIDA”-Demonstration nach Störungen vorzeitig beendet

Eine für heute Abend in der Innenstadt angezeigte Versammlung unter dem Motto “Hannoveraner gegen die Islamisierung des Abendlandes” (“HAGIDA”) ist nach Störungen von Gegendemonstranten vorzeitig durch den Veranstalter beendet worden. Bei einer angezeigten Gegenversammlung unter dem Motto “Bunt statt Braun” demonstrierten zirka 17 000 Teilnehmer (TN).

Bei der für heute Abend angezeigten Versammlung der “HAGIDA”, die um 18:00 Uhr auf dem Steintorplatz beginnen sollte, nahmen etwa 200 Personen teil, darunter auch etwa 60 aus dem gewaltbereiten rechten Spektrum und der Hooliganszene. Zeitgleich hatten sich zirka 2 500 Personen – darunter etwa 300 gewaltbereite aus dem linken Spektrum – auf dem Steintorplatz versammelt, um gegen die dort beginnende “HAGIDA”-Versammlung zu demonstrieren.

Dabei kam es zum Teil zu einer Durchmischung beider Lager, insbesondere da es dem Versammlungsleiter des “HAGIDA”-Aufzugs nicht gelang, die TN seiner Veranstaltung in dem für sie vorgesehenen Bereich zu sammeln.

Gegen 18:15 Uhr hatten sich die TN der “HAGIDA”-Versammlung schließlich organisiert und begannen unter polizeilicher Begleitung mit ihrem durch die Innenstadt geplanten Aufzug. Bereits nach wenigen Metern wurde sie von mehreren Hundert Gegendemonstranten im Bereich der Reitwallstraße blockiert. Hier kam es zu massiven Widerstandshandlungen sowie Böller- Flaschen- und Steinwürfen aus dem linken Spektrum gegen TN der “HAGIDA”-Versammlung und Polizeibeamte. Hierbei setzten die Einsatzkräfte der Polizei Pfefferspray und den Schlagstock ein.

Auch seitens der TN der “HAGIDA”-Versammlung kam es zu Übergriffen. So wurde an der Goseriede eine Kamera einer Person, die die Versammlung fotografierte, beschädigt, weitere TN demolierten eine Kamera der Polizei.

Insgesamt nahmen die Einsatzkräfte vier TN der “HAGIDA”-Versammlung vorläufig fest. Gegen sie wird wegen Sachbeschädigung, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Versuchter Gefangenenbefreiung und dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (Zeigen des sogenannten Hitlergrußes) ermittelt.

Aufgrund der massiven Blockaden und der gezeigten Aggressivität von Teilen der Gegendemonstration beendete der Versammlungsleiter des “HAGIDA”-Aufzugs auf polizeiliches Anraten seine Versammlung gegen 18:55 Uhr.

Im Anschluss daran begleiteten Polizeikräfte die abwandernden “HAGIDA”-Teilnehmer in Richtung Hauptbahnhof. Dabei kam es auf der Kurt-Schumacher-Straße widerholt zu Angriffen von Personen des linken Spektrums gegen die Einsatzkräfte, die mit Böllern und Flaschen beworfen wurden. Hier kam es zu vier vorläufigen Festnahmen wegen Widerstandes.

Darüber hinaus ermittelt die Polizei wegen weiterer Widerstandshandlungen und Körperverletzungen sowie wegen der Geschehnisse an der Reitwallstraße gegen eine noch unbestimmte Personenzahl aus dem linken Spektrum wegen Landfriedensbruchs sowie gewaltsamer Vereitelung einer Versammlung.

Während des gesamten Einsatzes im Bereich Steintor erlitten drei Polizeibeamte leichte Verletzungen.

An dem als Gegenveranstaltung zu der “HAGIDA”-Versammlung angezeigten Aufzug unter dem Motto “Bunt statt Braun” von der Marktkirche zum Georgsplatz nahmen zirka 17 000 Personen teil. Diese Versammlung endete um 19:50 Uhr und verlief störungsfrei.

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Dresden (Sachsen): Polizeieinsatz

Die Polizeidirektion Dresden sicherte heute mehrere Versammlungen in der Innenstadt ab. Sie verliefen weitgehen friedlich und störungsfrei.

Mehr als 25.000 Personen fanden sich an der Lingnerallee zur Veranstaltung der „Pegida“ ein. Nach einer Kundgebung liefen die Teilnehmer über die
St. Petersburger-Straße, den Dr.-Külz-Ring, die Marienstraße, die Wilsdruffer Straße wieder zurück zum Ausgangsunkt. Am Dr.-Külz-Ring setzten sich etwa 80 Gegendemonstranten kurzzeitig auf die Straße. Der Demonstrationszug „Pegida“ wurde vorbeigleitet.

Gleichzeitig protestierten in Dresden etwa 8.700 Menschen gegen die „Pegida“. So fanden sich rund 400 Personen am Theaterplatz sowie weitere 700 am Rathenauplatz ein. Beide Gruppen meldeten in der Folge Versammlungen an, die unter den Mottos „Für mehr Weltoffenheit und Toleranz“ und „Für Mitmenschlichkeit und Toleranz in Dresden“ standen.

Ein weiterer Demonstrationszug mit rund 100 Teilnehmern führte vom Schlossplatz über das Terrassenufer zum Rathenauplatz.

An einer Veranstaltung unter dem Motto „Dresdner Neujahrsputz“ schlossen sich 7.500 Personen an. Diese startete gegen 19.30 Uhr am Postplatz und führte danach über die Wilsdruffer Straße weiter bis zur Lingnerallee.

Ach wenn der Abend im Grundsatz friedlich verlief, kam es dennoch zu einigen Straftaten am Rande des Demonstrationsgeschehens. So mussten beispielsweise Ermittlungen eingeleitet werden wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, des Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen und Beleidigungen. Zudem wurden drei Einsatzbeamte durch Böllerwürfe bzw. einem Schlag mit einem Besenstiel verletzt.

Insgesamt waren 1.663 Polizeibeamte im Einsatz, unter ihnen auch Beamte aus Rheinland Pfalz, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

PM der PD Dresden vom 13.01.2015

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Köln (Nordrhein-Westfalen): Demonstration in der Kölner Innenstadt – Polizei zieht vorläufige Bilanz

Mehrere Hundert Anhänger eines linksgerichteten Bündnisses haben heute (6. Dezember) in der Kölner Innenstadt demonstriert.

Gegen 13 Uhr versammelten sich mehrere Hundert Teilnehmer auf dem Hohenzollernring, zwischen Friesenplatz und Rudolfplatz. Der Demonstrationszug verlief nach einer kurzen Auftaktkundgebung über den angemeldeten Weg störungsfrei bis zur Zwischenkundgebung am Appellhofplatz. Von hier aus ging es über die geplante Strecke zum Ebertplatz. Dort beendete die Versammlungsleiterin nach einer Abschlusskundgebung gegen 18 Uhr die Versammlung.

Kurz zuvor war es von einem Parkhausdach Tunisstraße/Enggasse zu Würfen von Pyrotechnik auf den Demonstrationszug und Polizeibeamte gekommen. Als die Polizisten in diesem Zusammenhang zwei Verdächtige kontrollierten, wurden sie unvermittelt von einer etwa 30-köpfigen Personengruppe angegriffen, die sich aus der Versammlung gelöst hatte. Die Beamten setzten Schlagstöcke ein. Die Personalien der Angreifer wurden festgestellt, einige von ihnen hatten Pyrotechnik dabei, diese stellte die Polizei sicher. Es wurden Strafanzeigen gefertigt, u. a. wegen Widerstands und Landfriedensbruch. Drei Personen wurden festgenommen. Ein Polizeibeamter und drei Männer wurden leicht verletzt. Gegen einen der Kontrollierten lag ein Haftbefehl vor. Der Mann wurde festgenommen.

Gegen 13 Uhr trafen die Polizisten rund um den Kölner Hauptbahnhof mehrere Personengruppen an, die sich selbst der Gruppierung HoGeSa zurechnen. Ein Versammlungsleiter gab sich zu erkennen und meldete eine Spontanversammlung der HoGeSa an. Die Gruppen wurden zum Konrad-Adenauer-Ufer/Goldgasse geleitet. Der Versammlungsleiter konnte den ihm erteilten Auflagen nicht nachkommen und erklärte, keine Versammlung mehr durchführen zu wollen. Die ehemaligen Versammlungsteilnehmer erhielten Platzverweise. Ihre Personalien wurden festgestellt. Sieben von ihnen wurden in Gewahrsam genommen. Die Kräfte stellten diverse Messer, Quarzhandschuhe, Pfefferspray sowie Pyrotechnik sicher und fertigten mehrere Strafanzeigen. Die Polizei Köln hatte im Bereich der Innenstadt zahlreiche Kommunikationsteams und Motorradpolizisten eingesetzt. Diese informierten insbesondere an den kurzfristig gesperrten Parkhäusern die betroffenen Bürger und ermöglichten eine zügige Ein- und Ausfahrt.

Trotz der Sperrmaßnahmen kam es zu keinen größeren Verkehrsbehinderungen.

PM des PP Köln vom 06.12.2014

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Hamburg: Angemeldete Versammlung verlief friedlich – im Anschluss kleinere demonstrative Aktionen

Zeit: 30.08.2014, ab 13:00 Uhr Ort: Hamburg

Eine Privatperson hatte für den heutigen Samstag einen Aufzug zum Tenor “selber handeln – gegen eine profitorientierte Stadtentwicklung!” angemeldet.

Gegen 14:50 Uhr setzte sich der Aufzug mit etwa 1.300 Teilnehmern auf dem angemeldeten Marschweg in Bewegung. Vereinzelt wurden vom Dach eines Gebäudes an der Balduintreppe in unmittelbarer Nähe des Aufzuges pyrotechnische Gegenstände wie Raketen und Bengalos gezündet. In Höhe der ehemaligen “ESSO-Häuser” wurde eine Zwischenkundgebung gehalten. Während der Aufzug die “Rote Flora” passierte, wurden auf dem Dach des Gebäudes pyrotechnische Gegenstände gezündet. Nachdem im Bereich Neuer Pferdemarkt/Neuer Kamp eine Zwischenkundgebung abgehalten wurde, erreichte der Aufzug um 17:08 Uhr den Endkundgebungsort Ölmühlenplatz. Gegen 17:20 Uhr beendete die Leiterin die friedliche Versammlung. Die ehemaligen Versammlungsteilnehmer entfernten sich in unterschiedliche Richtungen. Während des Aufzuges ist eine unbeteiligte Anwohnerin
(44) aus der Kleinen Freiheit aus dem Aufzug heraus mit Pyrotechnik beworfen worden. Sie wurde mit einem Knalltrauma in ein Krankenhaus eingeliefert.

Nach der Demonstration versammelten sich auf dem Paulinenplatz 300 – 400 Personen. Es wurde massiv Pyrotechnik gezündet. Aus dieser Gruppe heraus formierte sich ein Spontanaufzug, der sich über die Otzenstraße in die Bernstorffstraße bewegte. Dabei wurden Böller und Nebeltöpfe gezündet sowie Unrat auf die Fahrbahn gezogen. Nachdem die Polizei eingetroffen war, teilte sich dieser Aufzug in mehrere kleinere Gruppen auf. Im Bereich Gilbertstraße/Ecke Carlebachstraße wurden Polizeibeamte mit Böllern beworfen. Daraufhin nahmen Polizeibeamte 25 Störer in Gewahrsam.

Gegen 21:00 Uhr sammelten sich ca. 100 Personen am Untersuchungsgefängnis und zündeten Pyrotechnik. Als Einsatzkräfte
eintrafen, entfernten sich die Personen in Richtung Karolinenviertel. 26 Störer konnten angehalten und deren Personalien festgestellt werden. Eine Frau wurde in Gewahrsam genommen, nachdem sie einen Böller gezündet hatte.

Im Verlauf des Abends bildeten sich immer wieder kleinere Gruppen, die zeitweise Pyrotechnik zündeten.

Es waren rund 1.500 Polizeibeamte im Einsatz, davon rund 200 auswärtige Polizeieinheiten.

PM der Polizei Hamburg vom 21.08.2014

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Hamburg: Ermittlungen nach Angriff auf Polizeibeamte nach einem Polizeieinsatz

FStW_HH_Davidwache_kleinErmittlungen nach Angriff auf Polizeibeamte nach einem Polizeieinsatz anlässlich der Besetzung des Hauses Breite Straße 116 in Hamburg-Altona am 28.08.2014

Die Staatsanwaltschaft Hamburg führt gegen fünf Beschuldigte ein Ermittlungsverfahren u.a. wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen versuchten Totschlags.

Am 27.08.2014 um 23:05 Uhr stellten Polizeibeamte ca. 30 Personen vor den leerstehenden Häusern in der Breite Straße 114/116 fest. An der Rückseite des Gebäudes waren Fenster geöffnet worden. Am Gebäude hingen Transparente mit der Aufschrift “besetzt” und “ist und bleibt unser Haus”. Aus den Fenstern des Hauses heraus wurden Polizeikräfte von mindestens fünf Tätern massiv und gezielt mit Pyrotechnik, Flaschen und anderen Gegenständen wie einem Waschbecken, Feuerlöschern und Türblättern beworfen. An der Rückseite des Gebäudes nahmen Polizeibeamte vier junge Männer (18, 19, 20 und 29 Jahre alt) sowie eine 17-jährige Jugendliche vorläufig fest. Bei den Festgenommenen handelt es sich mutmaßlich um die Personen, die zuvor aus dem Gebäude heraus die Polizeibeamten mit Gegenständen beworfen hatten.

Die Staatsanwaltschaft prüft zurzeit, ob gegen die Festgenommenen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des gemeinschaftlichen versuchten Totschlags zu beantragen ist.

PM der StA Hamburg vom 28.08.2014

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München (Bayern): Verlaufsbericht zum Fußballspiel der Regionalliga Bayern zwischen dem TSV 1860 München II und dem FC Bayern München II

BayernAm Dienstag, 12.08.2014, um 19.45 Uhr fand das Fußballspiel in der Regionalliga Bayern zwischen dem TSV 1860 München II und dem FC Bayern München II im Stadion an der Grünwalder Straße in München-Giesing statt.

Bereits im Vorfeld des eigentlichen Fußballspiels gegen 17.00 Uhr trafen sich hierzu ca. 400 Fans des FC Bayern München auf dem Viktualienmarkt in München. Dabei zündeten sie mehrfach pyrotechnische Gegenstände.

Zur gleichen Zeit trafen sich ca. 500 Anhänger des TSV 1860 München am Candidplatz. Auch hier kam es wiederholt zum Einsatz von Pyrotechnik. Insbesondere beim Fanmarsch zum Stadion wurden verstärkt pyrotechnische Gegenstände und Böller immer wieder aus der Menge heraus gezündet.

Speziell der Einsatz von pyrotechnischen Gegenständen bereits im Vorfeld des eigentlichen Fußballspiels hat an diesem Tag eine neue vorher nicht gekannte Dimension erreicht.

Ab 17.45 Uhr fuhren dann ca. 1.500 Fans des FC Bayern München mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von der Innenstadt aus zum Grünwalder Stadion. Dabei wurde auch ein Sonderzug der U-Bahn eingesetzt. Der Transport wurde durch die Polizei begleitet.

Eine Konfrontation zwischen den beiden Anhängerschaften konnte durch den Einsatz von starken Polizeikräften vor dem Stadion verhindert werden. Die einzelnen Fangruppen wurden getrennt voneinander zum Stadion begleitet.

Während sich die Blöcke mit den Fans des FC Bayern München sukzessive füllten, blieb der Blockbereich, der für die Anhänger des TSV 1860 München vorgesehen war, bis kurz nach 19.00 Uhr nur schwach besucht.

Gegen 19.15 Uhr kam es dann durch Fans des TSV 1860 München zu einem Blocksturm in den ihnen zugewiesenen Bereich. Ca. 2.000 Anhänger stürmten den eigenen Block und zündeten dabei pyrotechnische Gegenstände, die zum Teil auch in Richtung der Blöcke mit den Anhängern des FC Bayern München und auf das Spielfeld geworfen wurden.

Unmittelbar darauf kletterten ca. 40 Fußballrandalierer aus dem FC-Bayern-Block über die Trennzäune und liefen über einen gesperrten Blockbereich auf die gegnerischen Fans zu, bis die beiden Lager nur noch durch einen Zwischengang voneinander getrennt waren. Von beiden Seiten wurden nun Rauchkörper, pyrotechnische Gegenstände und Becher aufeinander geworfen.

Erst durch das vehemente Einschreiten der polizeilichen Einsatzkräfte konnte dieser heftige Konflikt wieder beendet werden. Dabei mussten von Seiten der Polizei auch der Schlagstock und das Reizstoffsprühgerät eingesetzt werden. Bei diesem Einsatz wurden fünf Personen wegen Landfriedensbruch festgenommen. Drei Polizeibeamte wurden leicht verletzt. Ein Beamter bekam dabei einen pyrotechnischen Gegenstand gegen die Brust geschossen. Durch die starke Rauchentwicklung gelangte auch entsprechender Rauch unter seinen Einsatzhelm, den er einatmete. Er musste im Anschluss ambulant behandelt werden.

Während des gesamten Spiels kam es dann in beiden Fanbereichen immer wieder zum Entzünden von pyrotechnischen Gegenständen.

Nach dem Ende des Spiels, das der FC Bayern München II mit 3:1 gewann, wurde der Abzug der einzelnen Fangruppen wieder mit starken Einsatzkräften der Polizei begleitet. Ein erneuter direkter Konflikt zwischen den Anhängern konnte somit verhindert werden.

Insgesamt kam es bei dem Einsatz zu 11 Festnahmen wegen Delikten wie Landfriedensbruch, Körperverletzung, Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz und Beleidigung. Vier Polizeibeamte wurden leicht verletzt.

Gegen 22.45 Uhr befand sich ein mit Fanutensilien bekleideter 19-jähriger Bayernanhänger aus Mittelfranken im Sperrengeschoß des Hauptbahnhof München. Er wurde von mehreren Tätern, die erkennbar aus dem Lager der 1860-Fans stammten angegangen. Dabei rissen sie ihm die Jacke und das T-Shirt vom Körper. Zwei der Täter, ein 25-Jähriger und ein 21-Jähriger, beide aus München, konnten schließlich durch eine Streife der Bundespolizei festgenommen werden.

PM des PP München vom 13.08.2014

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Ludwigsburg/Böblingen (Baden-Württemberg): Fanfeiern nach dem WM-Finale

Zeugenaufruf_BW_kleinWenig Probleme hatte die Polizei im Zusammenhang mit den zahlreichen Veranstaltungen während und nach dem WM-Finale am gestrigen Abend. Die größte Public-Viewing-Veranstaltung fand mit rund 4.000 Besuchern in der Ege-Trans-Arena in Bietigheim-Bissingen statt. Etwa 1.300 Fans verfolgten das Spiel im Stadion des SVR in Renningen. Der größte Autokorso fuhr mit etwa 1.000 Fahrzeugen durch die Ludwigsburger Innenstadt. Etwa 600 Autos zählte die Polizei in Böblingen. 6.500 zum Teil deutlich alkoholisierte Fans feierten in der Böblinger Innenstadt den Sieg der deutschen Mannschaft. In Ludwigsburg zogen ca. 1.000 Feiernde wieder in den Tunnel der B 27 unter der Stern-Kreuzung. Der dortige Bereich musste von der Polizei ebenso gesperrt werden wie die Höschele-Kreuzung in Leonberg-Höfingen, auf der sich etwa 1.000 Fans versammelten. Bei vielen Fan-Feiern zündeten Unbelehrbare wieder Feuerwerkskörper und bengalische Feuer. Ein 31-Jähriger hatte gegen 00:20 Uhr in der Böblinger Poststraße eine bengalische Fackel auf einer Stange befestigt. Von Polizeibeamten angesprochen reagierte er aggressiv und schwenkte das Feuer über deren Köpfe. Eine 26-jährige Polizeibeamtin wurde von abtropfendem Material getroffen und zog sich Verbrennungen am Kopf zu. Bei seiner anschließenden Festnahme setzte sich der 31-Jährige massiv zur Wehr. Er wird jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte und einem Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz angezeigt.

Zeugen sucht die Polizei noch zu einem Vorfall, der sich gegen 03:05 Uhr auf dem Brauhaus-Parkplatz in der Lange Straße in Böblingen ereignet hat. Zwei bislang unbekannte junge Männer, die mit Deutschland-Trikots bekleidet waren, traten dort den rechten Außenspiegel eines geparkten Streifenwagens ab und flüchteten in Richtung Herrschaftsgartenstraße. Hinweise nimmt das Polizeirevier Böblingen, Tel. 07031/13-2500, entgegen.

PM des PP Ludwigsburg vom 14.07.2014