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Hannover (Niedersachsen): Polizei in Hannover unterbindet hohes Aggressionspotenzial konsequent

Die Polizeidirektion Hannover zieht nach ihrem heutigen Präventionseinsatz im Rahmen des Fußballspiels Eintracht Braunschweig gegen Hannover 96 Bilanz: “Durch konsequentes Einschreiten haben wir größere Auseinandersetzungen verhindert”, so das Resümee von Einsatzleiter Olaf Gösmann.

Der Einsatzauftakt war die heutige versammlungsrechtliche Aktion mit dem Thema “Grundrechte für Fußballfans”. Sie war gegen 11:00 Uhr am Opernplatz mit zirka 1.300 Teilnehmern gestartet und um etwa 12:30 Uhr Am Ernst-August-Platz ohne größere Probleme beendet worden. Ungefähr 900 Personen nahmen im Anschluss der Versammlung Züge in Richtung Braunschweig.

Zur gleichen Zeit registrieren die Einsatzkräfte im Außenbereich der Gaststätte “Nordkurve” einen starken Zulauf von Fußballfans, der bereits kurz vor 15:00 Uhr auf rund 800 Fans angewachsen war. Dasselbe Szenario war im Waterloo-Biergarten zu beobachten – hier zählten die Beamten um die 650 Fans, Tendenz steigend. Zwischen 16:40 und 17:00 Uhr trafen im Hannoverschen Hauptbahnhof etwa 850 rückkehrende 96-Fans ein, die anschließend in Richtung Kröpcke wanderten.

Nur wenig später kam es sowohl in der “Nordkurve”, als auch im Waterloo-Biergarten zum Zünden von Pyrotechnik. Polizeibeamte wurden beim Einschreiten durch sich solidarisierende Fans massiv angegangen und mit Flaschen beworfen. Trotz des Androhens eines Wasserwerfereinsatzes wurden die Polizisten weiterhin mit Flaschen, Steinen und Absperrbarken beworfen, darüber hinaus wurde Pyrotechnik gezündet. Nach dem Einsatz des Wasserwerfers beruhigte sich die Situation schließlich.

Im Zusammenhang mit den vorausgegangenen Angriffen gegenüber den Einsatzkräften stellten Polizisten vor der Gaststätte “Lorettas” bei 34 Randalieren die Personalien fest. Die diesbezüglichen Ermittlungen wegen Verdachts des Landfriedensbruchs im Kontext mit entsprechender Videoauswertung dauern an. Gegen einem 30-Jährigen, der eindeutig als Tatverdächtiger identifiziert werden konnte, wurde hingegen bereits ein Verfahren wegen Landfriedensbruchs eingeleitet.

Als die Busse gegen 18:40 Uhr aus Braunschweig mit etwa 300 Fußballfans am Schützenplatz eintrafen, wuchs die Besucherzahl in der “Nordkurve” wieder sukzessive an, einige Kleingruppen machten sich auf den Weg in Richtung HDI Arena, wo die Mannschaft von Hannover 96 eintreffen sollte.

Etwa eine Stunde später, 200 bis 250 Fans liefen zwischenzeitlich vom Stadion-Vorplatz in Richtung VIP-Eingang der HDI Arena und skandierten Parolen, wurden aus der Menschenmenge – sie war auf zirka 500 angewachsen, darunter Hools und Ultras – Flaschen auf die Beamten geworfen und Pyrotechnik in ihre Richtung gezündet. Den Einsatzkräften gelang es auch hier, durch konsequentes Einschreiten die Situation zu beruhigen.

Selbst als die Mannschaft von Hannover 96 sich den Fans zeigte wurden zunächst weiter Böller gezündet. Erst nachdem Trainer und einzelne Spieler vor den Zaun traten und den persönlichen Kontakt zu den Fans suchten, beruhigte sich die Situation.

Insgesamt führten die eingesetzten Beamten 40 Identitätsfeststellungen durch und leiteten sieben Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs, Verstoßes gegen das Sprengstoff- und das Betäubungsmittelgesetz, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Sachbeschädigung ein.

PM der PD Hannover vom 06.04.2014

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Mannheim (Baden-Württemberg): Fünf Polizeibeamte bei Salafisten-Kundgebung durch rechte Fußballhooligans leicht verletzt; fünf vorläufige Festnahmen; 16 Gewahrsamnahmen

Symbolfoto

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Fünf leicht verletzte Polizeibeamte, vier Festnahmen und sechzehn Gewahrsamnahmen ist die Bilanz des Polizeieinsatzes am Rande einer angemeldeten Salafisten-Kundgebung, die am Sonntagnachmittag zwischen 14 und 18 Uhr auf dem Marktplatz stattfand.

Mehrere Hundertschaften hatte die Mannheimer Polizei mit Unterstützung von verschiedenen Bereitschaftpolizeidirektionen im Einsatz, um die öf-fentliche Sicherheit und Ordnung bei der Kundgebung zu gewährleisten. An der Veranstaltung hatten schätzungsweise 400 Personen teilgenommen.

Bereits zu Veranstaltungsbeginn hatten sich rund 200 Personen der rechten Hooliganszene aus verschiedenen Städten am Marktplatz versammelt und die Teilnehmer der Kundgebung sowie Polizeibeamte massiv provoziert. Um die aufgeheizte Stimmung nicht eskalieren zu lassen, wurden sechzehn Hooligans in Gewahrsam genommen, die Personalien festgestellt und nach Ende der Veranstaltung wieder auf freien Fußgesetzt.

Vier weitere Fußballanhänger wurden wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz (Zünden von Pyrotechnik), das Vermummungsverbot, versuchter Körperverletzung und Beleidung vorläufig festgenommen. Nach ihrer erkennungsdienstlichen Behandlung wurden sie ebenfalls wieder auf freien Fuß gesetzt.

Darüber hinaus hatten unbekannte Hooligans in der Breiten Straße zwei Böller, sogenannte Kanonenschläge, in der Menge gezündet, wodurch zwei Polizeibeamte (Prellung und Knalltrauma) leicht verletzt wurden. Drei weitere Beamte mussten wegen Augenreizungen ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, nachdem sie von Unbekannten mit Reizgas besprüht worden waren.

Rechtzeitig einschreiten konnte die Polizei noch bei einer verbalen Ausei-nandersetzung zwischen Anhängern der Salafisten-Szene und türkisch-stämmigen Anwohnern, die kurz vor 19 Uhr, im Anschluss an die Kundgebung, in der Nähe des Marktplatzes stattfand.

Während der Veranstaltung war der Linienverkehr der RNV beeinträchtigt. Zwischen 14 und 17 Uhr mussten mehrere Linien, die über die Breite Straße am Marktplatz vorbeifahren, eingestellt werden.

Gegen 19.30 Uhr hatte sich die Lage insgesamt beruhigt.

Quelle: PM des PP Mannheim vom 23.03.2014

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Neuss-Erfttal (Nordrhein-Westfalen): Polizisten mit “Böller” beworfen

Am Montagabend (17.3.) wurde die Polizei zu einem Einsatz an der Euskirchener Straße gerufen. Es hatte dort Hinweise auf eine bewusstlose Person in einer Wohnung gegeben, die sich nicht bestätigten. Als die eingesetzten Beamten, gegen 19:30 Uhr, auf der Straße vor dem Mehrfamilienhaus standen, wurden sie mit einem Feuerwerkskörper beworfen, der detonierte. Die beiden Polizisten erlitten leichte Verletzungen. Nach ersten Ermittlungen und Zeugenaussagen kommt ein Anwohner für die Körperverletzung in Betracht, der möglicherweise von einem Balkon aus den “Böller” geworfen hat. Als die Polizei zu dem 44-Jährigen Kontakt aufnahm, beleidigte er die Ordnungshüter. Der Neusser war erheblich alkoholisiert und aggressiv. Zur Verhinderung weiterer Straftaten lieferten ihn die Beamten in das Gewahrsam ein, wo er seinen Rausch in der Zelle ausschlafen durfte. Ihn erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung.

Quelle: PM der KPB Rhein-Kreis Neuss vom 18.03.2014

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Scheps (Niedersachsen): Zwei Polizeibeamte durch Böllerwurf bei Unfallaufnahme leicht verletzt

Am Sonntagmorgen gegen 01:00 Uhr wurde eine Streifenwagenbesatzung bei einer Verkehrsunfallaufnahme mit einer leicht verletzten Person aus einer Gruppe junger Männer auf dem Parkplatz einer Gaststätte in Scheps mit Knallkörpern beworfen. Dabei erlitten die beiden eingesetzten Polizisten (1xweibl.) Verletzungen am Gehör und mussten sich anschließend in die HNO-Abteilung des Evangelischen Krankenhauses zur Untersuchung begeben. Ein Werfer aus der Gruppe konnte bislang nicht ausgemacht werden, zumal sich diese Gruppe nach den Würfen in alle Richtungen auflöste.

Quelle: PM der PI Oldenburg-Stadt/Ammerland vom 03.03.2014

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Bremen: Polizeiliche Bilanz des Fußball-Nordderbys

Am Samstag fand im Weserstadion das Bundesligaspiel zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV statt. Die Polizei bilanziert einen intensiven Großeinsatz, der von vielen brenzligen und heiklen Situationen geprägt war.

Für die Polizei Bremen zählte dieses Derby zu den Hochrisikospielen. Die Problemfangruppierungen stehen sich seit Jahren feindlich gegenüber. Durch im Vorfeld bekannt gewordene polizeiliche Ermittlungen war mit Auseinandersetzungen rund um dieses Spiel zu rechnen. Daher wurde eines der größten Polizeiaufgebote seit langem zu dieser Bundesligabegegnung eingesetzt. Den Bremer Einsatzkräften standen am Samstag zusätzlich Polizeikräfte aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Berlin zur Verfügung.

Insgesamt waren über 5.500 Fans des Hamburger SV per Bahn, in Bussen und individuell angereist. Nur etwa 600 von ihnen nutzten den Bus-Shuttle, der direkt vom Hauptbahnhof zum Weser-Stadion eingerichtet wurde. Bei diesem Shuttle wurde durch einen Hamburger eine Scheibe eines Busses herausgetreten. Gegen ihn folgt jetzt ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung. Insgesamt wurden bisher circa 20 Strafverfahren eingeleitet. Weitere Ermittlungen dauern an.
Insgesamt wurden 34 Personen vorläufig festgenommen (18 Hamburger, 16 Bremer). Die Delikte, die ihnen vorgeworfen werden sind u. a. Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen.

137 Bremer Fans, die zu einem großen Teil der Hooligan-Szene zuzurechnen sind, hatten sich ab einem Einkaufszentrum in Gröpelingen ein Schiff gechartert. Dies wurde durch Aufklärungskräfte der Polizei festgestellt. Auf dem Weg in Richtung Stadion hatten sie ein Transparent mit der Aufschrift “Scheiß Hamburg” am Schiff befestigt. Sie zündeten auf dem Schiff pyrotechnische Gegenstände und hatten sich zum Teil maskiert. Dieses Schiff wurde durch ein Boot der Wasserschutzpolizei (“Lesmona”) abgefangen und zum Anleger an der Schlachte dirigiert. Hier wurde es von einem großen Aufgebot der Polizei kontrolliert. Es wurden die Personalien aller Personen auf dem Schiff festgehalten. Das Transparent sowie diverse Pyrotechnik (fünf “Bengalo” und 17 “Böller”) wurden sichergestellt. Weiter wurden ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und Verstoß gegen das Waffengesetz (Reizstoffsprühgerät) festgestellt. Im turbulenten Einsatzgeschehen unterblieb die erforderliche Sicherstellung der Masken. Im Anschluss dieser über zwei Stunden dauernden Kontrolle mussten alle kontrollierten Personen aus Gründen der Verhältnismäßigkeit entlassen werden. Ein Großteil fuhr mit dem Schiff wieder zurück nach Gröpelingen. Keine der Personen hat das Fußballspiel gesehen. Die Personalien, der auf dem Schiff kontrollierten Personen, werden durch Fachdienststellen bewertet.
Vor dem Spiel kam es am Osterdeich zu Auseinandersetzungen. In Höhe eines Cafés am Osterdeich war die Stimmung hochgradig aggressiv. Es wurden aus der Hamburger Fangruppe heraus Flaschen und Pyrotechnik gegen die Polizisten und gegen Werderfans geworfen. Nur durch massiven Polizeieinsatz konnte die Situation beruhigt werden. Daher wurden die Wasserwerfer und der Lautsprecherwagen der Polizei dort postiert. Zusätzlich mussten die Werder-Fans vom Osterdeich mittels einer sogenannten Polizeikette aus dem Gefahrenbereich geleitet werden. Dadurch beruhigte sich die Lage. In der Phase vor dem Spiel wurden im gesamten Stadtgebiet etliche Kleingruppen der Fans kontrolliert, bei denen sogenannte passive Bewaffnungen, wie Mundschutze und Quartzhandschuhe gefunden wurden. Der Mannschaftsbus des HSV wurde bei der Stadioneinfahrt mit mehreren Flaschen beworfen. Hierbei wurde eine Scheibe beschädigt. Die zum Beginn der zweiten Halbzeit im Stadion abgebrannten Bengalos sowie durch HSV-Fans herausgerissenen Sitzschalen im Stadion beschäftigen die Polizei weiter. Die Ermittlungen dauern an. Nach dem Spiel gingen etwa 450 Personen, größtenteils der Bremer Ultra-Szene zuzurechnen, in Richtung Hamburger Straße. Trotz der Begleitung von Polizeikräften traf ein Teil dieser Gruppe in Höhe einer Gaststätte auf ca. 120 HSV-Anhänger. Diese befanden sich zum überwiegenden Teil in diesem Lokal. Das Bedienungspersonal hatte sich bereits aus Angst eingeschlossen und den Schankraum nicht mehr unter Kontrolle bekommen. Es kam zu kurzen verbalen Provokationen, die in Flaschen- und Becherwürfen mündeten. Einem Polizeibeamten wurde ein Tisch gegen den Kopf geschleudert. Er zog sich hierbei ein HWS und Schädelprellungen zu. Durch Eingreifen der Polizei konnten weitere Auseinandersetzungen unterbunden werden. In diesem Zusammenhang erfolgten zwei vorläufige Festnahmen und es ergingen Strafanzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung. An der Sielwallkreuzung wurde durch Fußballfans wieder ein Fußballspiel initiiert. Es kam zu einer Besetzung der Kreuzung. Straßenbahnen und der Individualverkehr kamen völlig zum Erliegen. Pyrotechnik wurde angebrannt und es wurden wieder Flaschen auf Polizisten geworfen. Ein Streifenwagen wurde beschädigt. Nach 30 Minuten konnten starke Polizeikräfte die Situation lösen. Die Bremer und auswärtigen Einsatzkräfte mussten zu dieser Zeit noch zusätzlich durch die Bundespolizei unterstützt werden. Bei diesem Derby verhielten sich selbst “normale” Fußballfans unter Alkoholeinfluss sehr aggressiv. Insgesamt wurden 12 Polizeibeamte verletzt. Sie erlitten Prellungen und Verstauchungen. Zwei Einsatzhelme zerbrachen durch Flaschenwürfe.

Nur durch den Einsatz des hohen Polizeiaufgebots von fast 1.100 Beamten war die Polizei in der Lage, diese Vielzahl der Auseinandersetzungen zu bewältigen.

Quelle: PM der Polizei Bremen vom 03.03.2014

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Bochum (Nordrhein-Westfalen): “Bengalo-Zünder” verbrennt sich die Finger

Am heutigen 23. Februar besuchten ca. 23.000 Zuschauer die 2. Bundesliga-Begegnung zwischen dem VfL Bochum und Fortuna Düsseldorf – davon ca. 5.000 Fans aus dem Raum Düsseldorf.

Auf dem Weg vom Bochumer Hauptbahnhof in Richtung Stadion zündeten noch unbekannte Täter mehrere Rauchtöpfe und Knallkörper. Zwei Polizeibeamte wurden durch Rauchgase in Mitleidenschaft gezogen, konnten nach einer ärztlichen Untersuchung ihren Dienst aber fortsetzen. 14 Strafanzeigen in Zusammenhang mit pyrotechnischen Gegenständen wurden gefertigt.

Kurz vor dem Anpfiff wurden im Düsseldorfer Fan-Block weitere Bengalos, Rauchtöpfe und Knallkörper gezündet. Ein dringend tatverdächtiger Mann verbrannte sich bei diesem lebensgefährlichen Tun nicht nur selbst die Finger, sondern wurde bei seiner Tat von dem Beweissicherungsteam der Bochumer Bereitschaftspolizei videografiert und wenig später auch identifiziert. Dabei leistete die neue Videotechnik im “rewirpowerSTADION” ganze Arbeit.

Doch nicht alle “Fußballfans” kamen heute nach Bochum, um bei der Zweitligapaarung live dabei zu sein. Ca. vier Kilometer vom Stadion entfernt, trafen sich mehrere Personen in einem Park an der Königsallee, um sich dort zu prügeln. Die Polizei stellte im Nachhinein die Personalien von 73 Beteiligten fest und sprach für diese ein Stadionverbot aus. Unter den Personen befanden sich auch zehn Belgier, die RSC Anderlecht zugerechnet werden können und sich mit den Düsseldorfern verbündet hatten. Eine entsprechende Strafanzeige wurde gefertigt. Nach dem polizeilichen Platzverweis verließen die auswärtigen Personen das Bochumer Stadtgebiet.

Quelle: PM des PP Bochum vom 23.02.2014

Tja….

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Hannover (Niedersachsen): Polizeibeamte werden mit Knallkörpern attackiert

polizeistern-niedersachsenIn der Nacht zu Neujahr sind Polizisten bei einem Einsatz an der Straße Am Küchengarten (Linden) von mehreren, zum Teil Vermummten, angegriffen und mit Knallkörpern beworfen worden. Vier Beamte haben sich hierbei leichte Verletzungen zugezogen. Bisherigen Erkenntnissen zufolge war eine Streifenwagenbesatzung gegen 00:20 Uhr auf zwei Männer auf dem Flachdach eines Gebäudes Am Küchengarten aufmerksam geworden, die sich dort offensichtlich unbefugt aufgehalten hatten. Im weiteren Verlauf flüchtete einer der beiden, ein 21-Jähriger konnte von den Beamten gestellt werden. Nachdem sich der junge Mann seiner anschließenden Personalienfeststellung widersetzt hatte und dann vorläufig festgenommen worden war, bekam er durch eine etwa zehnköpfige, vermummte Gruppe Unterstützung, in dem diese Knallkörper auf die Beamten warf. Nachdem die Polizisten daraufhin kurze Zeit später zwei Tatverdächtige (25 und 26 Jahre alt) vorläufig festgenommen hatten, wuchs die Gruppe der sich Solidarisierenden, die die Einsatzkräfte mit Knallkörpern und Flaschen bewarfen, an. Darüber hinaus versuchten mehrere Unbekannte den auf dem Küchengarten-Platz stehenden Weihnachtsbaum mit einem brennenden Karton in Brand zu setzen. Nach den misslungenen Versuchen löste sich die Gruppe auf. Die Beamten nahmen die 25- und 26-jährigen Tatverdächtigen sowie einen 15-Jährigen, der im Verdacht steht, Knallkörper auf die Beamten geworfen zu haben, mit zur Dienststelle. Alle drei wurden nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen, der Jugendliche wurde in die Obhut seiner Erziehungsberechtigten übergeben. Der 21-Jährige, der sich leichte Verletzungen zugezogen hatte, kam nach einer ambulanten Behandlung wieder auf freien Fuß. Die Ermittlungen dauern an. Insgesamt vier Beamte verletzten sich bei dem Einsatz leicht, sind jedoch weiterhin dienstfähig.

Quelle: PM der PD Hannover vom 01.01.2014

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Leipzig (Sachsen): Elf verletzte Polizeibeamte nach Silvesternacht

Symbolfoto

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Im gesamten Stadtgebiet begrüßten die Leipziger Bürgerinnen und Bürger überwiegend friedlich das neue Jahr. Auf dem Augustusplatz feierten etwa 6.500 Personen. Schwerpunkt des polizeilichen Einsatzes war, wie in den letzten Jahren auch, das Connewitzer Kreuz. Das polizeiliche Konzept – Kommunikation vor Konfrontation – hat sich grundsätzlich bewährt. Dazu haben auch im Vorfeld getroffene Maßnahmen, wie die vorübergehende Sperrung des Verkehrsknotenpunktes im Bereich des Kreuzes, beigetragen. Dort versammelten sich gegen Mitternacht etwa 1.000 Personen. Feuerwerkskörper wurden abgebrannt. Allerdings flogen auch Flaschen und pyrotechnische Erzeugnisse gegen Polizeibeamte. Es gab elf verletzte Polizeibeamte, die ärztlich versorgt werden mussten. Fünf Personen wurden  in Gewahrsam genommen. Im Ergebnis der Silvesterereignisse wird wegen gefährlicher Körperverletzung, Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz, Notrufmissbrauch, besonders schweren Diebstahls und Sachbeschädigung ermittelt.

Um 00:58 Uhr formierte sich eine nicht angemeldete Versammlung mit ungefähr 200 Personen. Diese liefen vom Connewitzer Kreuz in Richtung Richard-Lehmann-Straße und führten ein Plakat mit der Aufschrift „Bleiberecht für Lampedusa“ mit. Aus dem Auszug heraus kam es zu Angriffen auf Polizeibeamte. Wenige Minuten später wurde der Zug in Höhe Gustav-Freytag-Straße gestoppt. Der Aufzug bewegte sich dann wieder zum Connewitzer Kreuz bis zur Biedermannstraße. Zwischenzeitlich reduzierte sich die Anzahl der Teilnehmer auf 20 bis 30 Personen. Um 01:24 Uhr wurde der Aufzug durch die Versammlungsbehörde wegen unfriedlichen Verlaufs aufgelöst.
Mehrere Funkstreifenwagen wurden durch Flaschen- und Steinwürfe beschädigt.

Feuerwehrleute mussten um 02:10 Uhr zu brennenden Containern ausrücken. Es brannten zwei mitten auf der Mathildenstraße/Wolfgang-Heinze-Straße abgestellte Container. Die Kameraden hatten den Brand schnell unter Kontrolle und waren wenig später in der Johannes-R.-Becher-Straße im Einsatz. Dort standen ebenfalls einige Mülltonnen in Flammen.
Um 02:25 Uhr konnte nach erfolgter Straßenreinigung der Verkehr im Bereich des Kreuzes wieder vollständig freigegeben werden.

Quelle: PM der PD Leipzig vom 01.01.2014

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Berlin: Bilanz des Jahreswechsels

Eine überwiegend positive Bilanz zieht die Polizei Berlin nach den Feierlichkeiten zum Jahreswechsel. Trotzdem gab es für die Polizei Berlin in der Silvesternacht wieder eine Vielzahl von Einsätzen. Die Zahl der eingegangenen Notrufe lag zwischen 18 und 6 Uhr bei 4.109 (Vorjahr 4.335). Insgesamt 2.024 (1.862) Funkwageneinsätze hat die Berliner Polizei registriert. Davon entfielen auf spezifische Einsätze zum Jahreswechsel 80 Fahrten zu Schlägereien, 35 zu Streitigkeiten, 24 zu verletzten Personen, 105 zu Sachbeschädigungen und 157 wegen unsachgemäßen Umgangs mit Pyrotechnik.

Die zentrale Silvesterparty auf der Straße des 17. Juni zwischen Platz des 18. März und Großer Stern verlief störungsfrei. Aufgrund des großen Besucherandrangs schloss der Veranstalter gegen 18.20 Uhr die erste Kontrollstelle nördlich des Pariser Platzes. Ab 21 Uhr mussten sukzessive weitere Kontrollstellen geschlossen werden, so dass ab 21.45 Uhr aufgrund der Auslastung kein Zugang mehr möglich war. In der Folge versuchten Gäste an verschiedenen Stellen die Umzäunung zu überwinden, um in den Veranstaltungsbereich zu gelangen. Dies wurde durch Mitarbeiter des Veranstalters in Zusammenarbeit mit der Polizei Berlin vereitelt. Da sich Personen im Tiergartentunnel aufhielten, musste die Polizei gegen 22.15 Uhr den Tunnel in beiden Fahrtrichtungen sperren. Gegen 1.30 Uhr konnten die Zufahrten wieder für den Fahrzeugverkehr geöffnet werden. Nach Beendigung des Silvesterfeuerwerks verließen viele Besucher den Veranstaltungsraum. Zum Ende des Bühnenprogramms gegen 3 Uhr waren noch etwa 1.500 Personen auf der Festmeile, die nach und nach ebenfalls die Feier verließen. Die Polizei Berlin nahm nach letzter Zählung vom Neujahrsvormittag zwei Personen unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte vorübergehend fest. Insgesamt 1.200 Beamte waren rund um die Silvesterfeier eingesetzt.

Ebenfalls störungsfrei verliefen gestern Nachmittag und in den Abendstunden zwei Demonstrationen. Unter dem Motto „Silvester zum Knast“ begann um 15.40 Uhr die erste Demonstration in Friedrichshain. Etwa 170 Teilnehmer liefen von der Frankfurter Allee zur Justizvollzugsanstalt für Frauen in der Alfredstraße in Lichtenberg. Nach Beendigung einer Zwischenkundgebung vor dem Gebäude der JVA liefen die Demonstranten zurück zur Frankfurter Allee, wo die Versammlung vom Veranstalter beendet wurde. Ein weiterer Aufzug begann gegen 23.10 Uhr mit etwa 100 Teilnehmern in der Bartningallee in Tiergarten. Unter dem gleichen Motto, wie der Aufzug am Nachmittag, liefen die Demonstranten zur Untersuchungshaftanstalt in Alt-Moabit. Die Zahl der Teilnehmer wuchs auf 450 Personen an. Im Verlauf der Aufzugsstrecke brannten einige Teilnehmer Feuerwerkskörper ab. Gegen 0.30 Uhr wurde die Demonstration von dem Veranstalter beendet. Die Polizei Berlin hat insgesamt fünf Strafermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und Sprengstoffgesetzes eingeleitet.

Bislang ungeklärt ist der Hintergrund einer Auseinandersetzung mehrerer Personen in der Lennéstraße in Tiergarten. Bisherigen Ermittlungen zufolge gerieten die Beteiligten gegen 22.40 Uhr in Streit, wobei drei Männer im Alter von 17, 18 und 19 Jahren durch Messerstiche schwer verletzt wurden und zu stationären Behandlungen ins Krankenhaus kamen. Alarmierte Polizisten nahmen einen Tatverdächtigen im Alter von 20 Jahren fest und überstellten ihn einem Fachkommissariat der Polizeidirektion 3.

Gegen Mitternacht alarmierten Anwohner die Polizei in die Potsdamer Straße in Schöneberg, da aus einer Gruppe von 60 bis 80 Personen heraus vorbeifahrende Fahrzeuge mit Feuerwerkskörpern beschossen und Feuerlöscher aus den umliegenden Wohnhäusern entleert wurden. In der Potsdamer Ecke Pallasstraße beschossen die Männer ebenfalls einen eintreffenden Einsatzwagen der Polizei mit Feuerwerkskörpern. Nachdem der Fahrzeugverkehr in der Potsdamer Straße zwischen der Bülow- und Goebenstraße umgeleitet wurde, konnte die Gruppe mit Unterstützung weiterer Polizisten zunächst abgedrängt werden. Als kurz darauf eine Bushaltestelle in dem Bereich angezündet wurde und mehrere Männer die Beamten der Berliner Feuerwehr bei den Löscharbeiten behinderten, musste der Fahrzeugverkehr wieder umgeleitet werden. Beamte des Landeskriminalamtes und der 22. Einsatzhundertschaft nahmen 12 Personen vorübergehend fest und leiteten Strafermittlungsverfahren unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Missbrauchs von Nothilfemitteln und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ein.

Gegen 0.30 Uhr bewarfen Unbekannte im Bethaniendamm einen Einsatzwagen der Polizei so massiv mit Kleinpflastersteinen, dass ein Teil der Verglasung des Fahrzeuges durchschlagen und ein Polizist leicht verletzt wurde. Insgesamt stellten die Beamten 16 Beschädigungen an dem Wagen fest. Die Täter entkamen unerkannt.
In der Oranien- Ecke Mariannenstraße in Kreuzberg bewarfen Unbekannte gegen 0.40 Uhr einen vorbeifahrenden Einsatzwagen der Polizei mit Steinen und flüchteten anschließend unerkannt. Glücklicherweise wurde die mit Sonder- und Wegerechten unterwegs gewesenen Beamten nicht verletzt.

In der Kastanienallee Ecke Eberswalder Straße hörten Polizisten eine laute Detonation an ihrem Einsatzwagen und sahen, dass die hintere Dreiecksscheibe zerbarst und Glassplitter durch das Auto flogen. Der Wagen geriet aufgrund des Angriffs kurzfristig in den Gegenverkehr. Glücklicherweise konnte der Polizist einen Verkehrsunfall verhindern.

Gegen 0.15 Uhr alarmierte ein Passant die Polizei in die Prenzlauer Promenade, weil sich ein 31-jähriger Mann beim Zünden eines nicht zugelassenen Knallkörpers am rechten Arm schwer verletzte hatte. Die Beamten sahen, dass dem Schwerverletzten bei dem Unglück die Hand abgerissen wurde. Die Polizisten leisteten zunächst Erste-Hilfe und übergaben ihn der Berliner Feuerwehr, die den Mann zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus brachte. Vor Ort beschlagnahmten die Beamten eine Pappkiste mit zwei nicht zugelassenen Feuerwerkskörpern.

Unbekannte zündeten gegen 21.20 Uhr in der Föhrer Straße in Wedding einen Knallkörper, durch dessen Detonation mehrere Fensterscheiben von zwei Mehrfamilienhäusern beschädigt und vier Gehwegplatten abgesenkt wurden. Zeugen berichteten den alarmierten Beamten, dass eine Gruppe von etwa 10 bis 15 Personen sich kurz zuvor an einem der Wohnhäuser aufhielt, sich den Schaden anschaute und anschließend flüchtete. Die Beamten haben ein Strafermittlungsverfahren wegen Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion eingeleitet.

In der Große-Leege-Straße in Alt Hohenschönhausen warfen Unbekannte einen Sprengkörper auf den Balkon einer im Hochparterre gelegenen Wohnung. Durch die Detonation wurden sämtliche auf dem Balkon liegenden Gegenstände zerstört, die verschlossenen Balkontür nach innen aufgedrückt und Trümmerteile bis zu elf Meter ins Freie und ins Wohnzimmer geschleudert. Die Mieter der Wohnung wurden nicht verletzt.

Quelle: PM der Polizei Berlin vom 01.01.2014

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Bremen: Fußballfans verletzen Polizisten

Beim heutigen Heimspiel Werder Bremen gegen Leverkusen kam es zu Übergriffen gegen Polizeibeamte.

* Flaschenwürfe auf Polizeibeamte

* Pyrowürfe auf Polizeibeamte

* Zwei verletzte Polizeibeamte

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe des Weser-Kuriers vom 22.12.2013
http://www.weser-kurier.de/bremen/vermischtes2_artikel,-Fussballfans-verletzen-Polizisten-_arid,740457.html