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Hamburg: Angemeldete Versammlung verlief friedlich – im Anschluss kleinere demonstrative Aktionen

Zeit: 30.08.2014, ab 13:00 Uhr Ort: Hamburg

Eine Privatperson hatte für den heutigen Samstag einen Aufzug zum Tenor “selber handeln – gegen eine profitorientierte Stadtentwicklung!” angemeldet.

Gegen 14:50 Uhr setzte sich der Aufzug mit etwa 1.300 Teilnehmern auf dem angemeldeten Marschweg in Bewegung. Vereinzelt wurden vom Dach eines Gebäudes an der Balduintreppe in unmittelbarer Nähe des Aufzuges pyrotechnische Gegenstände wie Raketen und Bengalos gezündet. In Höhe der ehemaligen “ESSO-Häuser” wurde eine Zwischenkundgebung gehalten. Während der Aufzug die “Rote Flora” passierte, wurden auf dem Dach des Gebäudes pyrotechnische Gegenstände gezündet. Nachdem im Bereich Neuer Pferdemarkt/Neuer Kamp eine Zwischenkundgebung abgehalten wurde, erreichte der Aufzug um 17:08 Uhr den Endkundgebungsort Ölmühlenplatz. Gegen 17:20 Uhr beendete die Leiterin die friedliche Versammlung. Die ehemaligen Versammlungsteilnehmer entfernten sich in unterschiedliche Richtungen. Während des Aufzuges ist eine unbeteiligte Anwohnerin
(44) aus der Kleinen Freiheit aus dem Aufzug heraus mit Pyrotechnik beworfen worden. Sie wurde mit einem Knalltrauma in ein Krankenhaus eingeliefert.

Nach der Demonstration versammelten sich auf dem Paulinenplatz 300 – 400 Personen. Es wurde massiv Pyrotechnik gezündet. Aus dieser Gruppe heraus formierte sich ein Spontanaufzug, der sich über die Otzenstraße in die Bernstorffstraße bewegte. Dabei wurden Böller und Nebeltöpfe gezündet sowie Unrat auf die Fahrbahn gezogen. Nachdem die Polizei eingetroffen war, teilte sich dieser Aufzug in mehrere kleinere Gruppen auf. Im Bereich Gilbertstraße/Ecke Carlebachstraße wurden Polizeibeamte mit Böllern beworfen. Daraufhin nahmen Polizeibeamte 25 Störer in Gewahrsam.

Gegen 21:00 Uhr sammelten sich ca. 100 Personen am Untersuchungsgefängnis und zündeten Pyrotechnik. Als Einsatzkräfte
eintrafen, entfernten sich die Personen in Richtung Karolinenviertel. 26 Störer konnten angehalten und deren Personalien festgestellt werden. Eine Frau wurde in Gewahrsam genommen, nachdem sie einen Böller gezündet hatte.

Im Verlauf des Abends bildeten sich immer wieder kleinere Gruppen, die zeitweise Pyrotechnik zündeten.

Es waren rund 1.500 Polizeibeamte im Einsatz, davon rund 200 auswärtige Polizeieinheiten.

PM der Polizei Hamburg vom 21.08.2014

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Hamburg: Ermittlungen nach Angriff auf Polizeibeamte nach einem Polizeieinsatz

FStW_HH_Davidwache_kleinErmittlungen nach Angriff auf Polizeibeamte nach einem Polizeieinsatz anlässlich der Besetzung des Hauses Breite Straße 116 in Hamburg-Altona am 28.08.2014

Die Staatsanwaltschaft Hamburg führt gegen fünf Beschuldigte ein Ermittlungsverfahren u.a. wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen versuchten Totschlags.

Am 27.08.2014 um 23:05 Uhr stellten Polizeibeamte ca. 30 Personen vor den leerstehenden Häusern in der Breite Straße 114/116 fest. An der Rückseite des Gebäudes waren Fenster geöffnet worden. Am Gebäude hingen Transparente mit der Aufschrift “besetzt” und “ist und bleibt unser Haus”. Aus den Fenstern des Hauses heraus wurden Polizeikräfte von mindestens fünf Tätern massiv und gezielt mit Pyrotechnik, Flaschen und anderen Gegenständen wie einem Waschbecken, Feuerlöschern und Türblättern beworfen. An der Rückseite des Gebäudes nahmen Polizeibeamte vier junge Männer (18, 19, 20 und 29 Jahre alt) sowie eine 17-jährige Jugendliche vorläufig fest. Bei den Festgenommenen handelt es sich mutmaßlich um die Personen, die zuvor aus dem Gebäude heraus die Polizeibeamten mit Gegenständen beworfen hatten.

Die Staatsanwaltschaft prüft zurzeit, ob gegen die Festgenommenen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des gemeinschaftlichen versuchten Totschlags zu beantragen ist.

PM der StA Hamburg vom 28.08.2014

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München (Bayern): Verlaufsbericht zum Fußballspiel der Regionalliga Bayern zwischen dem TSV 1860 München II und dem FC Bayern München II

BayernAm Dienstag, 12.08.2014, um 19.45 Uhr fand das Fußballspiel in der Regionalliga Bayern zwischen dem TSV 1860 München II und dem FC Bayern München II im Stadion an der Grünwalder Straße in München-Giesing statt.

Bereits im Vorfeld des eigentlichen Fußballspiels gegen 17.00 Uhr trafen sich hierzu ca. 400 Fans des FC Bayern München auf dem Viktualienmarkt in München. Dabei zündeten sie mehrfach pyrotechnische Gegenstände.

Zur gleichen Zeit trafen sich ca. 500 Anhänger des TSV 1860 München am Candidplatz. Auch hier kam es wiederholt zum Einsatz von Pyrotechnik. Insbesondere beim Fanmarsch zum Stadion wurden verstärkt pyrotechnische Gegenstände und Böller immer wieder aus der Menge heraus gezündet.

Speziell der Einsatz von pyrotechnischen Gegenständen bereits im Vorfeld des eigentlichen Fußballspiels hat an diesem Tag eine neue vorher nicht gekannte Dimension erreicht.

Ab 17.45 Uhr fuhren dann ca. 1.500 Fans des FC Bayern München mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von der Innenstadt aus zum Grünwalder Stadion. Dabei wurde auch ein Sonderzug der U-Bahn eingesetzt. Der Transport wurde durch die Polizei begleitet.

Eine Konfrontation zwischen den beiden Anhängerschaften konnte durch den Einsatz von starken Polizeikräften vor dem Stadion verhindert werden. Die einzelnen Fangruppen wurden getrennt voneinander zum Stadion begleitet.

Während sich die Blöcke mit den Fans des FC Bayern München sukzessive füllten, blieb der Blockbereich, der für die Anhänger des TSV 1860 München vorgesehen war, bis kurz nach 19.00 Uhr nur schwach besucht.

Gegen 19.15 Uhr kam es dann durch Fans des TSV 1860 München zu einem Blocksturm in den ihnen zugewiesenen Bereich. Ca. 2.000 Anhänger stürmten den eigenen Block und zündeten dabei pyrotechnische Gegenstände, die zum Teil auch in Richtung der Blöcke mit den Anhängern des FC Bayern München und auf das Spielfeld geworfen wurden.

Unmittelbar darauf kletterten ca. 40 Fußballrandalierer aus dem FC-Bayern-Block über die Trennzäune und liefen über einen gesperrten Blockbereich auf die gegnerischen Fans zu, bis die beiden Lager nur noch durch einen Zwischengang voneinander getrennt waren. Von beiden Seiten wurden nun Rauchkörper, pyrotechnische Gegenstände und Becher aufeinander geworfen.

Erst durch das vehemente Einschreiten der polizeilichen Einsatzkräfte konnte dieser heftige Konflikt wieder beendet werden. Dabei mussten von Seiten der Polizei auch der Schlagstock und das Reizstoffsprühgerät eingesetzt werden. Bei diesem Einsatz wurden fünf Personen wegen Landfriedensbruch festgenommen. Drei Polizeibeamte wurden leicht verletzt. Ein Beamter bekam dabei einen pyrotechnischen Gegenstand gegen die Brust geschossen. Durch die starke Rauchentwicklung gelangte auch entsprechender Rauch unter seinen Einsatzhelm, den er einatmete. Er musste im Anschluss ambulant behandelt werden.

Während des gesamten Spiels kam es dann in beiden Fanbereichen immer wieder zum Entzünden von pyrotechnischen Gegenständen.

Nach dem Ende des Spiels, das der FC Bayern München II mit 3:1 gewann, wurde der Abzug der einzelnen Fangruppen wieder mit starken Einsatzkräften der Polizei begleitet. Ein erneuter direkter Konflikt zwischen den Anhängern konnte somit verhindert werden.

Insgesamt kam es bei dem Einsatz zu 11 Festnahmen wegen Delikten wie Landfriedensbruch, Körperverletzung, Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz und Beleidigung. Vier Polizeibeamte wurden leicht verletzt.

Gegen 22.45 Uhr befand sich ein mit Fanutensilien bekleideter 19-jähriger Bayernanhänger aus Mittelfranken im Sperrengeschoß des Hauptbahnhof München. Er wurde von mehreren Tätern, die erkennbar aus dem Lager der 1860-Fans stammten angegangen. Dabei rissen sie ihm die Jacke und das T-Shirt vom Körper. Zwei der Täter, ein 25-Jähriger und ein 21-Jähriger, beide aus München, konnten schließlich durch eine Streife der Bundespolizei festgenommen werden.

PM des PP München vom 13.08.2014

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Ludwigsburg/Böblingen (Baden-Württemberg): Fanfeiern nach dem WM-Finale

Zeugenaufruf_BW_kleinWenig Probleme hatte die Polizei im Zusammenhang mit den zahlreichen Veranstaltungen während und nach dem WM-Finale am gestrigen Abend. Die größte Public-Viewing-Veranstaltung fand mit rund 4.000 Besuchern in der Ege-Trans-Arena in Bietigheim-Bissingen statt. Etwa 1.300 Fans verfolgten das Spiel im Stadion des SVR in Renningen. Der größte Autokorso fuhr mit etwa 1.000 Fahrzeugen durch die Ludwigsburger Innenstadt. Etwa 600 Autos zählte die Polizei in Böblingen. 6.500 zum Teil deutlich alkoholisierte Fans feierten in der Böblinger Innenstadt den Sieg der deutschen Mannschaft. In Ludwigsburg zogen ca. 1.000 Feiernde wieder in den Tunnel der B 27 unter der Stern-Kreuzung. Der dortige Bereich musste von der Polizei ebenso gesperrt werden wie die Höschele-Kreuzung in Leonberg-Höfingen, auf der sich etwa 1.000 Fans versammelten. Bei vielen Fan-Feiern zündeten Unbelehrbare wieder Feuerwerkskörper und bengalische Feuer. Ein 31-Jähriger hatte gegen 00:20 Uhr in der Böblinger Poststraße eine bengalische Fackel auf einer Stange befestigt. Von Polizeibeamten angesprochen reagierte er aggressiv und schwenkte das Feuer über deren Köpfe. Eine 26-jährige Polizeibeamtin wurde von abtropfendem Material getroffen und zog sich Verbrennungen am Kopf zu. Bei seiner anschließenden Festnahme setzte sich der 31-Jährige massiv zur Wehr. Er wird jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte und einem Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz angezeigt.

Zeugen sucht die Polizei noch zu einem Vorfall, der sich gegen 03:05 Uhr auf dem Brauhaus-Parkplatz in der Lange Straße in Böblingen ereignet hat. Zwei bislang unbekannte junge Männer, die mit Deutschland-Trikots bekleidet waren, traten dort den rechten Außenspiegel eines geparkten Streifenwagens ab und flüchteten in Richtung Herrschaftsgartenstraße. Hinweise nimmt das Polizeirevier Böblingen, Tel. 07031/13-2500, entgegen.

PM des PP Ludwigsburg vom 14.07.2014

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Karlsruhe, Pforzheim, Calw (Baden-Württemberg): Trotz Zwischenfällen beim Finalspiel zieht das Polizeipräsidium Karlsruhe eine positive WM-Bilanz

Symbolfoto

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Getrübt von kleineren Zwischenfällen bei den Jubelfeiern nach dem Sieg der deutschen Nationalmannschaft, bei denen auch Polizeibeamte verletzt wurden, kann das Karlsruher Polizeipräsidium insgesamt eine positive WM-Bilanz ziehen.

Bereits Wochen vor dem Großereignis waren im Polizeipräsidium umfangreiche Planungen auch in Zusammenarbeit mit anderen Behörden im Gange.

Die größten Public-Viewing-Veranstaltungen fanden während der WM im Karlsruher Wildparkstadion und im Enzauenpark in Pforzheim statt. Bei den sieben Spielen mit deutscher Beteiligung wurden insgesamt rund 135.500 Zuschauer bei den Public-Viewing-Veranstaltungen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe gezählt.

Die geringe Anzahl der registrierten Straftaten bestätigt die Polizei beim gewählten Personalansatz von jeweils rund 250
Einsatzkräften bei den Spielen. Die gilt auch weitgehend für den Finaltag, wenngleich dort mehr Straftaten als bei den Spielen davor festgestellt wurden.

Einsatz-Verlauf beim Endspiel:

Schon in der Vorspielphase wurden die Veranstaltungen erwartungsgemäß sehr stark besucht, die auch auffällig dem Alkohol
zusprachen.

Alleine beim Finalspiel waren es über 25.000 Fans die sich teilweise unter freiem Himmel einfanden; davon alleine ca. 7.800 im
Wildpark, 4.000 auf dem Karlsruher Stephansplatz und 6.000 im Enzauenpark.

Bereits während der Spielphase waren immer wieder Abschüsse von Pyrotechnik und die ein oder andere alkoholbedingte Rangelei zu verzeichnen. Auffällig war hier bereits vor Spielbeginn ein Randalierer im Wildparkstadion, der bei seiner Festnahme auch Widerstand leistete.

Mit dem Tor zum 1:0 wurden bereits viele Feuerwerkskörper und Bengalos gezündet.

Karlsruhe:

Nach dem Abpfiff und dem Gewinn der Weltmeisterschaft standen über die Dauer von etwa zwei Stunden sowohl der gesamte Stephanplatz, als auch die Amalienstraße und der Ludwigsplatz unter “Dauerbeschuss”, was ein Einschreiten der Einsatzkräfte nahezu unmöglich machte.

Insbesondere beim Karlsruher Stephanplatz hatte man durch das Abfeuern hunderter Raketen und bei einem Feuerwerk von bislang unerreichtem Ausmaß eher das Gefühl einer Silvesternacht. Die eingesetzten Polizeikräfte drückten größtenteils ein Auge zu, mussten aber bei der Gefährdung Umherstehender gelegentlich einschreiten. Bei daraus resultierenden Widerstandhandlungen und einer versuchten Gefangenenbefreiung wurden ein Beamter am Kopf und der andere an der Schulter verletzt, was ihre Dienstunfähigkeit und eine Behandlung im Krankenhaus nach sich zog.

Der größte einer Vielzahl festgestellter Autokorsos wurde in der Karlsruher Innenstadt mit 1.200 Fahrzeugen registriert, wo der
Verkehr nach dem Schlusspfiff auf mehreren Straßen vollständig zum Erliegen kam. Fahrzeuginsassen stellten schließlich ihre Fahrzeuge ab und feierten ausgelassen auf der Straße.

Im Bereich der Amalienstraße bildete sich ein Marsch von bis zu 5.000 deutscher Fans, die über die Karlstraße zum Ludwigsplatz und zum Marktplatz zogen. Die Jubelfeiern dauerten am Marktplatz bis gegen 02.30 Uhr und am Ludwigsplatz bis gegen 04.00 Uhr an. Der Fanmarsch war gut organisiert und verlief äußerst friedlich, um nicht zu sagen sogar vorbildlich.

Traurigerweise erlitt ein weiterer Beamter im Bereich der Karlsruher Kaiserstraße eine Verletzung, als er von einem Unbekannten, der im Schutz einer vorbeifahrenden Straßenbahn einen Metallgegenstand warf, getroffen wurde. Auch er musste krankgeschrieben werden. In diesem Zusammenhang kam es zu mehreren Festnahmen.

Ein Sachschaden in Höhe von 2.000 Euro entstand an einem Dienstwagen, bei dem die Heckscheibe eingeworfen und die Schiebetür erheblich beschädigt wurde. Angeforderte Kehrfahrzeuge mussten die Straße säubern, da der Verkehr auf verschiedenen Straßen wegen der hohen Anzahl an Scherben nicht mehr fahren konnte.

Pforzheim:

Nach Spielende verließen die Zuschauer den Enzauenpark derart geordnet in Richtung Innenstadt, dass nur kurzfristig die B 10
gesperrt werden musste. Auf der vorgegebenen Korso-Strecke fanden sich ca. 600 Fahrzeuge ein. Nach gezieltem Ansprechen löste sich dieser gegen 01.40 Uhr ohne größere Zwischenfälle wieder auf.

An der Kreuzung Leopoldstraße/Zerrennerstraße bildete sich eine größere Menschenansammlung, welche in der Folge den Kreuzungsbereich komplett blockierte. Aus dieser Gruppe formierte sich ein Fußmarsch, welcher sich über die Zerrennerstraße/Goethestraße/Berliner Straße/Luisenstraße bewegte. Im Bereich des Bahnhofsplatzes vereinte sich diese ca. 800 Personen umfassende Gruppe mit etwa 300 dort feiernden Fans, wodurch der Bahnhofsvorplatz komplett blockiert wurde.

Eine Polizeibeamtin wurde dort durch einen Böllerwurf an der Wade leicht verletzt. Nach entsprechenden Reinigungsmaßnahmen und gezieltem Ansprechen konnte der Bahnhofsplatz gegen 04:20 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Anschließend konnten die Einsatzkräfte größtenteils in den Feierabend entlassen werden, da nur noch vereinzelt Fans festzustellen waren.

Calw: Auch im Bereich Nagold wurden anlässlich des WM-Finales verkehrspolizeiliche Maßnahmen für den Korso sowie Sicherheits- und Ordnungsdienst im Innenstadtbereich durchgeführt. Am Korso nahmen ca.250 Fahrzeuge teil und ca. 500 Personen zogen mehrfach durch die verschiedenen Innenstadttunnels. Beim Public-Viewing in der Anker-Arena fanden sich ca. 1.600 Zuschauer ein. Der anschließende Korso dauerte ca. 90 Minuten. Vor einer Gaststätte kam es zu einer Körperverletzung, in deren Folge der betrunkene Täter in Gewahrsam genommen wurde. Vereinzelt wurden auch Bengalos und Kanonenschläge
gezündet.

In Calw wurden 800 Fahrzeuge beim Korso gezählt. Zu besonderen Vorkommnissen kam es erfreulicher Weise nicht.

PM des PP Karlsruhe vom 14.07.2014

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Oldenburg (Niedersachsen): Friedliche Fußballfeier in Oldenburg +++ Betrunkener schläft im Autokorso hinter Lenkrad ein +++ Acht Leichtverletzte durch Knallkörper

Ganz Oldenburg feierte in der Nacht zu Montag, 14. Juli 2014, den neuen Fußballweltmeister. Während die meisten Feiern friedlich verliefen, gab es einige wenige Personen, die von der Polizei die “Rote Karte” gezeigt bekamen.

Zu Beginn der Übertragung hatten sich rund 7.000 Menschen an der Weser-Ems-Halle vor der EWE-Arena beim Public-Viewing versammelt. 5.000 waren auf dem offiziellen Public-Viewing-Gelände und weitere 2.000 schauten sich die Live-Übertragung vom Weltmeisterschaftsfinale von außerhalb an.

Nach dem Schlusspfiff machten sich die meisten Leute auf den Weg in die Innenstadt. Hier versammelten sich rund 3.000 Menschen am Lappen und auf der “Hertiekreuzung”, einer großen Kreuzung zwischen Staulinie, Staugraben, Moslestraße und Am Stadtmuseum.

Zwei Linienbusse des örtlichen Personennahverkehrs gerieten am Lappan in die jubelnde Menge. Die Busse wurde aufgeschaukelt und mehrere Personen kletterten auf die Dächer. Die Busse konnten nur mit Mühe von den Einsatzkräften aus der Menschenmenge hinausbegleitet werden, nachdem die auf dem Dach befindlichen Personen zu ihrer eigenen Sicherheit aufgefordert wurden, wieder herunter zu klettern.

Wie angekündigt, hat die Oldenburger Polizei mit Unterstützung von Polizeibeamten der Bereitschaftspolizei der Zentralen
Polizeidirektion Niedersachsen, die WM-Feierlichkeiten mit dem richtigen Augenmaß begleitet.

Aber nicht immer konnten die Beamten “ein Auge zudrücken”. Vier Menschen wurden durch einen extrem lauten Knallkörper verletzt und mussten mit Verdacht auf ein Knalltrauma in örtliche Krankenhäuser eingeliefert werden. Durch den lauten Knall wurden auch vier Polizisten leicht verletzt. Sie mussten sich nach dem Einsatz in ärztliche Behandlung begeben.

Für einen 43-jährigen Oldenburger dürfte das WM-Finale unvergesslich bleiben. Der 43-jährige Mann beteiligte sich am
Autokorso rund um die Innenstadt. Als sich die Autokarawane nach längerem Stillstand wieder in Bewegung setzte, blieb sein Fahrzeug gegen 2.00 Uhr auf dem Theaterwall kurz vor dem Julius-Mosen-Platz stehen.

Der Mann war hinter dem Steuer seines Wagens eingeschlafen. Mit dem Kopf auf dem Lenkrad wurde er von der Polizei geweckt und ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab 2,3 Promille. Nach der Blutentnahme und der Sicherstellung seines Führerscheines durfte der Mann später in der Nacht zu Fuß nach Hause gehen.

Um 2.30 Uhr löste die Polizei den Autokorso auf und räumte die Hertiekreuzung. Ab 3.00 Uhr wurde der Verkehr wieder freigegeben.

Die Polizei zeigt sich mit dem gesamten Verlauf der Fußballweltmeisterschaft zufrieden. Die Oldenburger haben wieder
einmal gezeigt, dass sie sowohl ausgelassen als auch friedlich feiern können.

PM der PI Oldenburg-Stadt/Ammerland vom 14.07.2014

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Ravensburg (Baden-Württemberg): WM-Finale 2014

Auf den bekannten Public Viewing-Plätzen, Eissporthalle, Bärengarten und DHBW befanden sich während des Endspiels geschätzte 3 800 Personen. In der Innenstadt zirka 600 Personen. Während des Spiels kam es an den Veranstaltungsorten zu keinen nennenswerten Vorkommnissen. Nach dem Spiel strömten die Fußballfans Richtung Innenstadt. Zirka 500 Autofahrer beteiligten sich an einem Autokorso. Da sich im Bereich Frauentor/Schussenstraße geschätzte 1 500 Personen befanden, musste diese für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Zwei Personen wurden vorläufig festgenommen genommen, da sie pyrotechnische Knallkörper
zündeten. Ein Polizeibeamter wurde dadurch leicht verletzt. Er erlitt ein Knalltrauma. Beim Autokorso ereignete sich ein kleiner Unfall. Ein Autofahrer fuhr auf ein vorausfahrendes Auto leicht auf. Dabei entstanden 2 400 Euro Sachschaden. Ein Alkoholtest beim Unfallverursacher ergab 0,64 Promille.

PM des PP Konstanz vom 14.07.2014

Allgemein Deutschland Pyrotechnik Verletzt verletzt dienstunfähig verletzt k

Kiel (Schleswig-Holstein): Kieler feierten ausgelassen und friedlich WM-Sieg

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Rund 5.000 Kieler feierten in der Nacht von Sonntag auf Montag im Kreuzungsbereich Knooper Weg / Olshausenstraße beziehungsweise rund um den Hauptbahnhof feuchtfröhlich den WM-Sieg der deutschen Nationalmannschaft.

Während der Feierlichkeiten an am sogenannten “Jürgen-Klinsmann-Platz” erlitt eine Polizistin ein Knalltrauma durch Feuerwerkskörper, ist aber weiter dienstfähig. Mehrere Personen zogen sich durch auf der Straße liegende Glasscherben Schnittverletzungen zu, weitere Feiernde wurden wegen Kreislaufproblemen ärztlich behandelt. Rund 30 Personen kletterten auf das Dach der Tankstelle am Knooper Weg, konnten aber durch die eingesetzten Polizisten heruntergebeten werden. Gegen 3:30 Uhr verließen die letzten Fans die Kreuzung, so dass die Aufräumarbeiten beginnen konnten. Um 5 Uhr war die Fahrbahn gereinigt und die Sperrungen konnten aufgehoben werden. In Spitzenzeiten feierten rund 2.500 Kieler den WM-Sieg.

Rund um den Hauptbahnhof feierten ebenfalls rund 2.500 Personen, begleitet von einem Autokorso, bis 2 Uhr ausgelassen und friedlich. Die umliegenden Straßen wurden gesperrt, so dass es zu keiner Gefährdung kam.

PM der PD Kiel vom 14.07.2014

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Berlin: Zehn Festnahmen und elf verletzte Polizeibeamte bei nicht angemeldeter Demonstration

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Eine von aufgeheizter bis aggressiver Stimmung gekennzeichnete Demonstration machte gestern Abend einen mehrstündigen Polizeieinsatz erforderlich. Der nicht angemeldete Aufzug, an dem überwiegend Personen palästinensischer Herkunft teilgenommen haben, begann kurz nach 18 Uhr am Potsdamer Platz. Die zunächst rund 1.000 Personen machten sich sofort auf der Ebertstraße in nördlicher Richtung auf den Weg. Einige von ihnen vermummten sich. Gegen 18.30 Uhr brachten Polizeibeamte die Menschenmenge zum Stehen und verhinderten so, dass die Personen bis auf die „Fanmeile“ gelangen konnten. Polizisten wurden teilweise mit Pyrotechnik und Steinen beworfen.
Mit Hilfe eines Verantwortlichen ließ sich der Aufzug zum Potsdamer Platz zurückführen und von dort als Demonstrationszug in westlicher Richtung bis zum Wittenbergplatz lenken. Trotzdem kam es an der Spitze des inzwischen auf 1.500 Teilnehmer angewachsenen Aufzuges weiterhin zu Steinwürfen auf Polizeibeamte und zum Anlegen von Vermummung. Auch geparkte Autos wurden durch Steinwürfe beschädigt. Der Aufzug endete in Höhe der Potsdamer Straße gegen 20.45 Uhr. Auch jetzt gab es noch Angriffe auf Polizeibeamte, worauf vereinzelt Pfefferspray eingesetzt wurde.
Insgesamt zehn Personen nahm die Polizei vorübergehend fest und schrieb 13 Strafanzeigen, überwiegend wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung, Widerstands, versuchte Gefangenenbefreiung und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Elf Beamte wurden verletzt, blieben aber im Dienst. Insgesamt waren rund 500 Beamte im Einsatz.

PM der Polizei Berlin vom 13.07.2014

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Wiesbaden (Hessen): Feuerwerkskörper auf Polizeibeamte geworfen

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Im Anschluss an den Halbfinalsieg der Deutschen Fußballnationalmannschaft verhielten sich die Fahrzeuginsassen eines PKW, welcher gegen 00:20 Uhr durch die Saalgasse fuhr, ganz und gar nicht finalwürdig. Mindestens drei Feuerwerkskörper wurden aus dem fahrenden Kraftfahrzeug heraus auf Polizeibeamte geworfen. Ein Knallkörper traf einen Beamten am Arm, der zweite verfehlte nur knapp den Kopf und der dritte landete ohne zu zünden auf der Straße. Die Polizei weißt in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass sie keinesfalls als Spielverderber auftreten möchte und im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten über kleinere Vergehen hinwegsehen kann.
Ein Verhalten wie zuvor beschrieben hat jedoch mit friedlichen Feierlichkeiten nichts zu tun. Durch explodierende Feuerwerkskörper
können umherstehende Personen verletzt werden und somit eine WM-Party böse enden. Im vorliegenden Fall wurde der Fahrzeugführer ermittelt und ein entsprechendes Ermittlungsverfahren eingeleitet.

PM des PP Westhessen vom 09.07.2014