Category Archives: Deutschland

Allgemein Deutschland Psychische Gewalt

Enkenbach-Alsenborn (Rheinland-Pfalz): Nicht alltägliche Alltags-Geschichte

Eine nicht alltägliche Geschichte aus dem polizeilichen Alltag konnten Polizeibeamte am Montag erzählen. Die Beamten waren zur Unterstützung eines Gerichtsmitarbeiters in einen Ort in der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn ausgerückt, um bei einer Zwangsvollstreckung Amtshilfe zu leisten. Der gesuchte 55-Jährige war zwar zu Hause, zeigte sich jedoch über den „Besuch“ wenig erfreut und verhielt sich äußerst unkooperativ.

Die anschließende Fahrt zu einer Justizvollzugsanstalt wollte der Mann unbedingt mit seinem eigenen Auto zurücklegen. Den Einwand der Polizeibeamten, dass er im Streifenwagen mitfahren müsse, ignorierte der Mann und wollte an den Polizisten vorbei und das Haus verlassen. Er wurde deshalb festgehalten und zum Dienstfahrzeug gebracht. Wegen seines Verhaltens und auf seinen eigenen Wunsch hin wurden dem 55-Jährigen für den Transport Handfesseln angelegt.

Auf der Dienststelle angekommen, verlangte der Mann nach einem Arzt. Er behauptete, dass die Beamten ihm einen Kratzer an der Hand zugefügt hätten, der nun versorgt werden müsse. Das angebotene Pflaster lehnte er ab. Daraufhin wurde der Rettungsdienst verständigt – der dem 55-Jährigen schließlich ein Pflaster über den Kratzer klebte…

PM des PP Westpfalz vom 23.10.2018

Allgemein Deutschland Physische Gewalt

Nienburg (Niedersachsen): Verfolgungsfahrt durch den halben Landkreis

Am Montagabend, 22.10.2018, gegen 20.55 Uhr, wollte die Besatzung eines Funkstreifenwagens der Nienburger Polizei einen Opel Vectra überprüfen, da bei der Kennzeichenabfrage herauskam, dass dieses als entwendet einlag. Die erste Feststellung erfolgte am Berliner Ring. Als der Fahrer zum Anhalten aufgefordert wurde, beschleunigte dieser sein Fahrzeug und flüchtete auf die Bundesstraße 6 in Richtung Hannover und weiter über die Kreisstraße 62 nach Schessinghausen. Hier entschieden sich die Polizeibeamten, sich etwas zurückfallen zu lassen und die Verfolgung mit angemessenem Abstand weiter zu führen. Durch die extrem rücksichtslose Fahrweise des Flüchtenden wären andernfalls möglicherweise unbeteiligte Personen, aber auch die eingesetzten Polizeibeamte gefährdet worden. Zwischenzeitlich entsandte die Einsatzzentrale weitere Funkstreifenwagen aus der Polizeiinspektion, der Region Hannover sowie einen Polizeihubschrauber in den Einsatzraum. Gegen 21.30 Uhr nahm eine Funkstreifenwagenbesatzung in Zivil die direkte Verfolgung im Bereich von Hoya wieder auf, wobei der Fahrer des flüchtenden Pkw dieses wohl bemerkte und seine riskante Flucht fortsetzte. Dabei überfuhr er im Bereich von Langendamm eine wegen des herannahenden Zuges geschlossene Halbschranke. Die weitere Verfolgung wurde wiederum aus Sicherheitsgründen zum Schutz anderer Verkehrsteilnehmer sowie den nunmehr mehreren eingesetzten Polizeibeamten nur mit großem Abstand fortgesetzt. Kurz nach dem Vorfall am Bahnübergang konnte der Flüchtige von mehreren Polizeifahrzeugen gestoppt werden, wobei aus dem Opel insgesamt vier Personen zu Fuß in die Dunkelheit eines nahegelegenen Waldstücks flüchteten. Da lediglich dem Fahrer diverse Straftatenvorwürfe zu machen waren, verzichteten die Polizeibeamte auf umfangreiche Suchmaßnahmen nach den weiteren Insassen und nahmen nur den Fahrer in Gewahrsam. Dem polizeibekannten 27-jährigen wurde wegen des Verdachtes auf Alkohol – und Drogenmissbrauchs eine Blutprobe entnommen. Er konnte gegen 23.30 Uhr nach Hause entlassen werden. Die Kennzeichen waren in der Region Hannover entwendet worden und wurden sichergestellt. Die Polizei ermittelt nun gegen den Nienburger wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Straßenverkehrsgefährdung, Kennzeichenmissbrauchs, Urkundenfälschung, Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz, sowie eine Reihe von Ordnungswidrigkeiten.

PM der PI Nienburg/Schaumburg vom 23.10.2018

Allgemein Deutschland Physische Gewalt

Blaufelden (Baden-Württemberg): Polizeibeamten angegriffen

Am Samstagvormittag erstattete eine Frau beim Polizeirevier Crailsheim eine Anzeige wegen Körperverletzung gegen ihren 55-jährigen Lebensgefährten. Gegen 10:30 Uhr wurde die Geschädigte von einem Polizeibeamten in ihre Wohnung bekleidet, um dort persönliche Gegenstände abzuholen. Sofort nach Öffnen der Haustür wurde der Polizeibeamte von dem Beschuldigten mit einem Schürhaken angegriffen. Der Polizist konnte den Angriff abwehren und dem Mann den Haken abnehmen. Der Beamte begab sich anschließend zu seinem Dienstfahrzeug, um dort den Schürhaken abzulegen. In diesem Moment wurde er wiederum durch den Beschuldigten mittels eines Stromkabels angegriffen. Der Beamte wehrte sich gegen diesen Angriff und setzte hierzu seinen Schlagstock ein. Danach konnten weitere Polizeibeamte den Beschuldigten festnehmen. Der angegriffene Polizeibeamte wurde leicht verletzt. Der Beschuldigte wurde am Sonntag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ellwangen/Jagst einem Haftrichter vorgeführt, welcher einen Haftbefehl erließ. Er wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt verbracht.

PM des PP Aalen vom 23.10.2018

Aggressiv Allgemein Deutschland

Radolfzell (Baden-Württemberg): Alkoholisierte Frau in Gewahrsam genommen

Weil sie in einem Imbiss am Bahnhofsplatz randalierte und sich auch gegenüber den hinzugerufenen Polizeibeamten uneinsichtig und aggressiv verhalten hat, musste am Dienstag, kurz nach Mitternacht eine stark alkoholisierte 39-jährige Frau zur Ausnüchterung und Verhinderung weiterer Störungen in Gewahrsam genommen werden.

PM des PP Konstanz vom 23.10.2018

Allgemein Deutschland Verbale Gewalt

Essen (Nordrhein-Westfalen): Festnahme nach alkoholisierter Irrfahrt und Unfallflucht

Am Montagmorgen, 22. Oktober, wurde ein 27-Jähriger nach einer Fahrt unter Einfluss von Alkohol und Betäubungsmitteln vorläufig festgenommen.

Gegen 10 Uhr meldete ein Zeuge, dass ein weißer VW Passat soeben ein geparktes Auto in der Straße „Hohe Warte“ touchiert hat. Er habe den Fahrer auch angesprochen, dieser reagierte jedoch mit Beleidigungen und fuhr einfach weiter.

Daraufhin rauschte der Wagen auf der Hufelandstraße zunächst über eine rote Ampel und dann durch eine Baustellenabsperrung. Der Wagen fuhr dort auf einen Bordstein auf, sodass ein Reifen platzte. Trotzdem hielt der 27-Jährige nicht an, sondern setzte seine Fahrt in Richtung Martinstraße fort.

Der Wagen fiel wenig später mit seiner auffälligen Fahrweise und fehlendem Kennzeichen Beamten der Bereitschaftspolizeihundertschaft ins Auge. Die Beamten folgten dem Wagen und hielten den Mann an. Dieser wirkte alkoholisiert und stand möglicherweise ebenfalls unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.

Bei der anschließenden Kontrolle beleidigte er die Beamten durchgängig. Außerdem versuchte er, die hinter seinem Rücken fixierten Hände vor den Körper zu bringen und schlug zudem unvermittelt mit dem Kopf gegen die Scheibe des Einsatzwagens. Daher brachten die Beamten ihn zu Boden, um eine Verletzung zu verhindern.

Im Anschluss brachten die Einsatzkräfte den Mann in das Polizeigewahrsam. Dort wurden dem 27-Jährigen Blutproben entnommen. Heute Morgen wurde der Mann wieder entlassen.

PM des PP Essen vom 23.10.2018

Allgemein Deutschland Physische Gewalt

Altena (Nordrhein-Westfalen): Tritte gegen Rettungskräfte – Einbrecher demolieren Wohnungstür

Ein rabiater Ladendieb beschäftigte gestern Mittag die Polizei. Angestellte eines Supermarktes an der Werdohler Straße hatten den Mann erwischt, wie er versucht haben soll, Zigaretten und Whisky zu stehlen. Die Mitarbeiter sprachen den 18-Jährigen an. Daraufhin setzte er sich zur Wehr und konnte erst mit Hilfe weiterer Zeugen überwältigt werden. Polizeibeamte und eine Rettungswagenbesatzung brachten den stark alkoholisierten Altenaer ins Klinikum Lüdenscheid. Mit Beleidigungen unter der Gürtellinie, Androhung von Schlägen und letztlich auch mehreren Tritten wehrte er sich hiergegen. Glücklicherweise blieben alle Einsatzkräfte unverletzt. Die Beamten leiteten Ermittlungen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, versuchten Diebstahls und Beleidigung ein.

Eine völlig demolierte Wohnungstür war das Ergebnis eines Einbruchversuchs an der Kirchstraße. In einem Mehrfamilienhaus beschädigten Einbrecher die Tür derart, dass das Türschloss aus dem Türrahmen und dem Türblatt heraus gebrochen wurden. Ob die Täter Beute in der Wohnung machten ist noch nicht klar. Es waren etwa 1000 Euro Sachschaden zu verzeichnen. Die Tat muss sich zwischen Samstag- und Montagmorgen ereignet haben.

Hinweise nimmt die Polizei Altena unter 02352/9199-0 entgegen.

PM der KPB Märkischer Kreis vom 23.10.2018

Allgemein Deutschland Physische Gewalt

Schloß Holte-Stukenbrock (Nordrhein-Westfalen): Pollhans-Montag – polizeiliche Bilanz

Der letzte Tag des Pollhansfestes verlief aus polizeilicher Sicht eher ruhig und gemessen an den Besucherzahlen friedlich.

Die Polizei fertigte insgesamt vier Strafanzeigen, je eine wegen Diebstahls, Körperverletzung, sexueller Belästigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Es wurden neuen Platzverweise ausgesprochen und eine Person in Gewahrsam genommen. Kleinere Streitigkeiten konnten schnell und ohne Folgemaßnahmen beendet werden.

Bis zum Abend musste die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock viermal zu Verkehrsverstößen im ruhenden Verkehr hinzugezogen werden; zwei Autos wurden abgeschleppt.

PM der KPB Gütersloh vom 23.10.2018

Allgemein Deutschland Physische Gewalt Verbale Gewalt Verletzt

Hagen (Nordrhein-Westfalen): Renitenter Ladendieb verletzte Polizeibeamte

Mit einem aggressiven Ladendieb bekamen es Polizeibeamte am Montagabend in Wehringhausen zu tun. Der 33-Jährige hatte gegen 19.15 Uhr im Shop einer Tankstelle an der Wehringhauser Straße eine Flasche Bier, Cola, Tabak und Blättchen mit den Worten eingesteckt und war ohne zu zahlen nach draußen gelaufen. Noch im Nahbereich kam er den alarmierten Polizeibeamten entgegen. Mit der Flasche in der Hand ging er auf einen Polizisten zu und schubste ihn zurück. Als er nach ihm treten wollte, setzte dieser Reizgas ein und nur mit vereinten Kräften gelang es, den 33-Jährigen zur Verhinderung weiterer Angriffe Handfesseln anzulegen. Während der Fahrt im Streifenwagen beleidigte er fortwährend die Beamten, erst im Polizeigewahrsam verhielt er sich ruhiger und kooperativ. Nachdem ihm die Handfesseln abgenommen wurden, schlug er unvermittelt einem Beamten mit der Faust gegen den Kopf und trat und spuckte um sich. Bevor er letztlich in eine Zelle kam, hatte er drei Polizisten durch seine Attacken leicht verletzt. Ein Arzt bescheinigte die Gewahrsamsfähigkeit des rabiaten Diebes und ein Richter ordnete die Ingewahrsamnahme an. Sein Diebesgut stellten die Beamten sicher, auf ihn kommt eine Anzeige wegen Widerstand und Diebstahl zu.

PM des PP Hagen vom 23.10.2018

Allgemein Deutschland Physische Gewalt

Hamburg: Eine Zuführung nach versuchtem Kraftfahrzeugaufbruch in Hamburg-Wilhelmsburg

Tatzeit: 20.10.2018, 19:20 Uhr Tatort: Hamburg-Wilhelmsburg, An der Hafenbahn

Beamte des Polizeikommissariats 44 nahmen gestern Abend einen 31-jährigen Italiener nach einem versuchten Kraftfahrzeugaufbruch eines zivilen Funkstreifenwagens vorläufig fest. Das für die Region zuständige Landeskriminalamt (LKA 162) hat die Ermittlungen übernommen.

Zivilfahnder des Polizeikommissariats 44 befanden sich in ihrem zivilen Funkstreifenwagen in der Straße An der Hafenbahn, als plötzlich ein Mann an das Fahrzeug herantrat und mit Hilfe eines metallischen Gegenstandes versuchte, die Türschlösser des Funkstreifenwagens aufzubrechen.

Da die Scheiben des Pkw abgedunkelt sind, bemerkte der mutmaßliche Kfz.-Aufbrecher die beiden im Fahrzeug sitzenden Polizeibeamten nicht. Die Beamten verließen kurz darauf das Fahrzeug und konnten den Tatverdächtigen nach kurzer Verfolgung zu Fuß vorläufig festnehmen. Bei der Festnahme leistete der polizeibekannte Tatverdächtige (31 Jahre) Widerstand. Er wurde im Anschluss zum PK 44 gebracht und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem Haftrichter zugeführt.

PM der Polizei Hamburg vom 23.10.2018

Allgemein Deutschland Physische Gewalt

Nürnberg (Bayern): Polizeieinsatz in Nürnberg-Gostenhof

Gestern Abend (22.10.2018) kam es zu einem größeren Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst im Nürnberger Stadtteil Gostenhof. Anlass war das Verhalten eines 43-jährigen Mannes.

Gegen 20:30 Uhr verständigten Anwohner eines Mehrfamilienhauses im Wilhelm-Beyer-Weg die mittelfränkische Einsatzzentrale. Ein Mieter der dritten Etage randaliere lautstark und verhalte sich äußerst aggressiv.

Nach Eintreffen einer Streife der PI Nürnberg-West beruhigte sich die Lage zunächst. Im weiteren Verlauf jedoch wurde der Mann immer aggressiver und drohte am Ende mehrfach mit einem Sprung vom Laubengang des Hauses. Dazu überstieg er die Brüstung. Außerdem bedrohte er die Beamten und verweigerte jegliche Kooperation. Zudem zerstörte er mehrere Blumenkästen von Nachbarn. Inzwischen ergaben sich auch Hinweise, dass er unter Drogeneinfluss stehen soll.

Die Einsatzleitung alarmierte auf Grund des Sachverhalts sowohl Spezialeinheiten der mittelfränkischen Polizei als auch speziell geschulte Beamte der Verhandlungsgruppe Mittelfranken. Die Berufsfeuerwehr Nürnberg hatte vorsorglich mehrere Sprungkissen im Einsatz.

In einem geeigneten Augenblick gelang es Beamten der Spezialeinheiten, den Mann von der Brüstung zu ziehen und festzuhalten. Dazu kam ein Distanz-Elektroimpulsgerät zum Einsatz. Dennoch leistete er im weiteren Verlauf erheblichen Widerstand und zeigte sich weiterhin aggressiv. Nur mit Mühe konnte der 43-Jährige festgehalten werden. Erst einem herbeigerufenen Notarzt gelang es, ihn ruhig zu stellen. Aus noch unbekannten Gründen kollabierte der Mann wenig später. Er musste anschließend vor Ort intensivmedizinisch behandelt werden. Der Notarzt veranlasste dann unverzüglich die Einlieferung in ein Krankenhaus. Dort verstarb der 43-Jährige.

Die Nürnberger Kriminalpolizei hat in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landeskriminalamt die weiteren Ermittlungen über die Umstände des Todes des 43-Jährigen übernommen. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ordnete eine Obduktion an.

PM des PP Mittelfranken vom 23.10.2018