Aggressiv Allgemein Deutschland

Aschaffenburg (Bayern): Mit Glasflasche geschlagen

In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es gegen 02:30 Uhr zu einer handfesten Auseinandersetz in der Würzburger Straße. Hierbei stritten sich ein 23-jähriger und ein 21-Jähriger zunächst verbal. Im Laufe der Streitigkeit eskalierte jedoch die Lage und 23-jährige schlug seinem Kontrahenten mit einer Glasflasche auf den Rücken. Der 21-Jährige klagte daraufhin über Schmerzen im Schulterbereich und wurde in das Klinikum Aschaffenburg verbracht. Nachdem sich der stark alkoholisierte 23-jährige auch gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten aggressiv verhielt und sich nicht beruhigen ließ, wurde er zur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen. Gegen ihn ermittelt die Polizeiinspektion Aschaffenburg nun wegen gefährlicher Körperverletzung.

PM der PI Aschaffenburg vom 18.08.2018

Allgemein Deutschland Verbale Gewalt

Kronach (Bayern): Kopfstoß ging daneben

Am Freitagabend, gegen 22.15 Uhr, kam es auf dem Kronacher Freischießen zu einem Streit, in dessen Verlauf ein 20-jähriger versuchte, seinem Kontrahenten eine Kopfnuss zu verpassen, was glücklicherweise misslang. Durch den Sicherheitsdienst wurde der junge Mann nach draußen verbracht und den eingesetzten Beamten übergeben. Im Rahmen der Sachverhaltsaufnahme beleidigte der junge Mann eine Beamtin noch mit nicht wiedergabefähigen Kraftausdrücken. Der 20-jährige wurde im Anschluss in Gewahrsam genommen und durfte seinen Rausch in der Haftzelle ausschlafen. Ihn erwarten nun Anzeigen wegen versuchter Körperverletzung und Beleidigung.

PM der PI Kronach vom 18.08.2018

Allgemein Deutschland Verbale Gewalt

Kronach (Bayern): Cocktailgläser mitgehen lassen

Seine Uneinsichtigkeit brachte einem 23-jährigen Besucher des Kronacher Freischießens eine Anzeige wegen Diebstahls bei. Der junge Mann hatte am Samstag in der Nacht, gegen 00.30 Uhr, das Festgelände verlassen, hatte hierbei jedoch drei Cocktailgläser dabei. Kurz nach dem Ausgang wurde er von Beamten angesprochen und gebeten, die Gläser zurückzustellen. Da er aber unbedingt das Pfand für die Gläser haben wollte, weigerte sich der junge Mann beharrlich. Da er trotz mehrmaliger Belehrungen nichit von seinem Vorhaben abwich, muss er sich nun wegen Diebstahls verantworten.

Sein Begleiter, ein 25-jähriger aus dem Kronacher Landkreis, war mit dem Vorgehen der Beamten überhaupt nicht einverstanden und provozierte während des Einsatzes fortwährend. Nachdem er von den eingesetzten Beamten belehrt wurde, beleidigte er die Beamten, was ihm ebenso eine Anzeige einbrachte.

PM der PI Kronach vom 18.08.2018

Allgemein Deutschland Verbale Gewalt

Neumarkt i. d. Opf. (Bayern): Randale/Beleidigung

Ein 20jähriger Mann war wohl noch nicht mit den Gepflogenheiten des Neumarkter Juravolksfestes vertraut und verhielt sich gegen 02.00 Uhr äußerst aggressiv. Als er zunächst vom Sicherheitsdienst und anschließend von der Polizei des Platzes verwiesen wurde, beleidigte er 3 der eingesetzten Beamten mit den Worten “Fuck the Police“ sowie „Scheiß auf die Polizei“. Zur weiteren Sachbehandlung wurde er anschließend auf die Polizeiinspektion Neumarkt verbracht und im Haftraum ausgenüchtert. Dort stieß er nun mehrmals mit seinem Kopf gegen die Gitterstäbe, so dass ein Notarzt angefordert werden musste. Jetzt war eine medizinische Erstversorgung im Klinikum angesagt. Zu einem Widerstand kam es jedoch nicht.

PM der PI Neumarkt i. d. Opf. vom 18.08.2018

Allgemein Deutschland Verbale Gewalt

Elsenfeld (Bayern): Bei Ruhestörung Marihuana aufgefunden

Am 18.08.18 wurde aus einem Wohnanwesen im Ortsteil Rück eine überlaute Feier gemeldet. Als die Beamten zum Herstellen der Ruhe am Wohnanwesen eintrafen war neben Lärm auch Marihuanageruch wahrzunehmen. Auf einem Tisch lag eine geringe Mengen Marihuana. Zudem wurden bei einer Durchsuchung in der Unterhose eines jungen Mannes zwei Tütchen mit wenigen Gramm Marihuana aufgefunden. Die anwesenden Beamten wurden zudem von einer jungen Dame, die Gast auf der Feier war, beleidigt.

PM der PI Miltenberg vom 18.08.2018

Allgemein Deutschland Physische Gewalt Verletzt

Karlsruhe (Baden-Württemberg): Ätzende Flüssigkeit an Fassade von Polizeirevier aufgebracht – fünf Beamte verletzt – Kripo bittet um Hinweise

Ein oder mehrere unbekannte Täter haben in der Nacht zum Freitag gegen 0.15 Uhr an mehreren Stellen der Fassade des Polizeireviers Karlsruhe-Marktplatz in der Karl-Friedrich-Straße eine ätzende und Übelkeit verursachende Flüssigkeit aufgebracht. Der anschließend entstandene Dunst zog durch offenstehende Fenster in die Diensträume. Drei Streifenbeamte sowie zwei -beamtinnen waren in der Folge von Übelkeit und Kopfschmerzen betroffen. Einer der Beamten zog sich zudem eine Verätzung am Finger zu. Alle konnten aber nach ambulanter Behandlung durch hinzugerufene Rettungskräfte ihren Dienst wieder fortsetzen.

Die gleichfalls alarmierte Berufsfeuerwehr Karlsruhe bekämpfte die flüssigen Anhaftungen mit Wasser. Nach Durchlüftung der Diensträume konnte der Dienstbetrieb ab 01.30 Uhr wieder uneingeschränkt aufgenommen werden.

Die Kriminalpolizei führt hierzu die weiteren Ermittlungen. Es ist nicht auszuschließen, dass sich auch der oder die Verursacher selbst beim Anbringen der mutmaßlichen Säure verletzt haben und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mussten.

Passanten, die zur Tatzeit beim Polizeirevier Karlsruhe-Marktplatz unterwegs waren und vor diesem Hintergrund möglicherweise verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben wie auch weitere Zeugen oder Hinweisgeber werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Karlsruhe unter 0721/666-5555 zu melden.

PM des PP Karlsruhe vom 17.08.2018

Allgemein Bedrängen Deutschland Psychische Gewalt Verbale Gewalt

Wetzlar (Hessen): Passanten stören Festnahme – Polizisten zeigen sich irritiert über Reaktionen

Symbolfoto

Wetzlarer Polizisten nahmen am 10.08.2018 einen 35-Jährigen in der Fußgängerzone fest. Hierbei leistete der Algerier erheblichen Widerstand. Passanten äußerten ihr Unverständnis und erschwerten den Polizeieinsatz. Ein Hinweis zum Aufenthaltsort des seit längerem gesuchten Mannes löste den Einsatz in der Fußgängerzone aus.

Der 35-Jährige reiste 2015 in die Bundesrepublik ein. Sein Antrag auf politisches Asyl durchlief die verwaltungsrechtlichen Instanzen und wurde letztlich abgelehnt. Seine Aufenthaltsgestattung erlosch, mehreren Aufforderungen in sein Heimatland auszureisen kam er nicht nach, so dass er abgeschoben werden sollte. Mehrfach scheiterten Versuche ihn abzuschieben, weil er untergetaucht war. Während seines Aufenthaltes in der Bundesrepublik geriet der junge Mann mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt und ist bei der Polizei als sogenannter „besonders auf- und straffälliger Ausländer“ eingestuft.

Aufgrund des Hinweises traf eine Streife der Wetzlarer Polizei den Algerier im Einkaufszentrums „Coloraden“ an. Die Polizisten eröffneten ihm den Grund der Kontrolle, worauf er sofort flüchtete. Er rannte aus dem Zentrum, die Ordnungshüter holten ihn ein und drückten ihn zu Boden. Laut schreiend wehrte sich der 35-Jährige gegen das Anlegen der Handschellen. Passanten wurden auf die Festnahme aufmerksam. Ihm gelang es unter anderem mehrmals, einen Arm zu befreien und sich so gegen den Beamten zu sperren.

Schnell versammelten sich Passanten um das Geschehen herum, die Menge wuchs zügig auf bis zu 50 Personen an. Aus der Gruppe wurde die Rechtmäßigkeit der Festnahme in Frage gestellt: „Polizeigewalt“, „nur weil er ein Ausländer ist“, „lasst den armen Mann gehen“, „wartet ab, dafür bekommt ihr Ärger von eurem Chef“, „jetzt seid ihr im Internet“, „guckt euch doch mal bei Snapchat an“ oder „habt ihr nichts Besseres zu tun“. Dies sind nur einige der Äußerungen, die aus der Menschengruppe heraus in Richtung der Polizeibeamten skandiert wurden. Ein junger Mann filmte die Szene offensichtlich mit seinem Handy. Die Menschen rückten dabei immer dichter an das Geschehen heran. Währenddessen versuchten die Kollegen weiter, den 35-Jährigen zu überwältigen und ihm die Handschellen anzulegen. Um auf ein mögliches Eingreifen aus der Menschenmenge heraus reagieren zu können, mussten die Polizisten während des massiven Widerstandes des Festzunehmenden auch die Passanten im Auge behalten. Das alles erschwerte das Überwältigen und die Festnahme des Algeriers enorm.

Letztlich legten sie ihm die Handschellen an und brachten ihn im Polizeigewahrsam unter. Die Beschimpfungen und Kommentierungen der Passanten gingen unterdessen unaufhörlich weiter. Nach Einschätzung der Kollegen setzte sich die Gruppe aus einem Querschnitt der Bevölkerung zusammen.

Am nächsten Morgen ordnete ein Richter des Amtsgerichts Wetzlar Abschiebehaft gegen den 35-Jährigen an.

Einsätze der Polizei stehen heute meist mehr im Fokus der Öffentlichkeit, als noch vor einigen Jahren. Gerade wenn die Ordnungshüter Recht und Gesetz mit Körpergewalt durchsetzen müssen, wird dies schnell von Passanten beäugt und die Gründe dafür auch kritisch hinterfragt. Die Kolleginnen und Kollegen wissen das durchaus, sie stellen sich jeder Kritik und müssen auch mit Konsequenzen möglichen Fehlverhaltens rechnen.

Nach der Festnahme des gesuchten Mannes in der Fußgängerzone fragen sich die eingesetzten Beamten dennoch: Wie steht es denn um das Vertrauen der Wetzlarer Bevölkerung in ihre Polizei?

PM des PP Mittelhessen, PD Lahn-Dill, vom 17.08.2018

Allgemein Österreich Physische Gewalt Verletzt

Vorarlberg: Renitenter Unfallverursacher verletzt Polizeibeamten

Ein unter Alkohol- und Drogeneinfluss stehender 27-jähriger Pkw-Lenker fuhr auf der Heldenstraße (Gemeindestraße) in Richtung L 190 und prallte dabei gegen eine am rechten Fahrbahnrand befindliche Grundstücksmauer. Ein in unmittelbarer Nähe wohnender 41-jähriger Polizeibeamter nahm den Unfall akustisch wahr und begab sich zur Unfallstelle. Als der Polizeibeamte die offensichtliche Fahrbeeinträchtigung des Lenkers erkannte, gab er sich als Polizeibeamter zu erkennen bzw. stellte sich in den Dienst. Der 27-Jährige versuchte daraufhin, mit dem Pkw zu flüchten. Da die Fahrertüre beim Wegfahren noch offen stand, versuchte der Polizeibeamte, bei dem bereits anfahrenden Pkw die Zündschlüssel abzuziehen. Dabei wurde dieser einige Meter von Pkw mitgezogen. Im Anschluss daran flüchtete der Lenker zu Fuß, konnte jedoch nach ca. 90 m vom Polizeibeamten eingeholt werden. Der 27-Jährige ging daraufhin tätlich gegen den Beamten vor, schlug diesem mit der Faust ins Gesicht und biss ihm zweimal ins linke Bein. Dem Polizeibeamten gelang es, den Tobenden zu Boden zu bringen und diesen mit Hilfe von Passanten bis zum Eintreffen einer Polizeistreife zu fixieren. Im Fahrzeug des 27-Jährigen konnten 2,3 g Cannabis und (trotz aufrechtem Waffenverbot) ein sog. „Karambit-Messer“ sichergestellt werden. Ein Alko-Test beim 27-Jährigen verlief positiv, ebenso ein Drogen-Test. Der Polizeibeamte erlitt bei dem Vorfall Prellungen, Abschürfungen und Rissquetschwunden sowie zwei Bisswunden am linken Oberschenkel und musste im LKH Feldkirch ambulant behandelt werden. Ebenso musste der 27-Jährige ambulant behandelt. Nach Abschluss der Ermittlungen wird dieser bei der Staatsanwaltschaft und der Bezirkshauptmannschaft angezeigt werden.

PA der LPD Vorarlberg vom 17.08.2018

Allgemein Deutschland Physische Gewalt

Euskirchen (Nordrhein-Westfalen): Frau entzieht sich Verkehrskontrolle und bringt Beamtin in Gefahr

Am Montagabend (19.23 Uhr) wird eine 57-jährige Frau aus Düren durch Polizeibeamte kontrolliert, da sie während der Fahrt keinen Sicherheitsgurt angelegt hatte. Nachdem die Frau die Anhaltezeichen zunächst ignorierte, konnte sie dann aber an einer Bushaltestelle in Kuchenheim angehalten werden. Obwohl die Frau eine Gurtbefreiung vorweisen konnte, wurde sie den Polizeibeamten gegenüber zornig und schrie sie an. Während der Maßnahme lief die Frau plötzlich laut schreiend davon. Sie kehrte nach einiger zurück und wollte weiterfahren. Da die Maßnahme durch die Polizei noch nicht beendet war, erklärte ihr eine Polizeibeamtin, dass es noch einen Moment dauern würde. Die Beamtin stand aufgrund des Platzmangels und der hinter ihr befindlichen Fahrbahn, nahe am Fahrzeug der 57-Jährigen. Diese setzte ganz unerwartet zum Fahren an und fuhr rasant aus der Haltebucht heraus, so dass die Polizeibeamtin auf die Fahrbahn springen musste, um nicht angefahren zu werden. Glücklicherweise war die Fahrbahn zu diesem Zeitpunkt frei. Die Frau muss nun mit einem Verfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und einer Nötigung rechnen.

PM der KPB Euskirchen vom 17.08.2018

Allgemein Deutschland Verbale Gewalt

Soest (Nordrhein-Westfalen): Mit und unter Drogen auf dem Fahrrad

Am Donnerstag, um 21:05 Uhr, stoppte die Polizei am Naugardenring einen Radfahrer. Der Mann fiel durch seine schwankende Fahrweise auf. Außerdem hatte er keine Beleuchtung eingeschaltet. Beim Anhalten fiel der Radler fast vom Fahrrad und verhielt sich sehr aggressiv gegenüber den Polizisten. In seinem Rucksack fanden diese geringen Mengen an Marihuana und Amphetaminen. Der 29-jährige Mann aus Südafrika beschimpfte eine Polizistin als „Schlampe“ und den Arzt, der ihm eine Blutprobe entnahm als „Kanake“. Er wird sich nun für eine Vielzahl an Strafanzeigen verantworten müssen.

PM der KPB Soest vom 17.08.2018