Tag Archives: Spezialeinsatzkräfte

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Welt.de: Spezialeinsatzkommandos – Anonyme Helden

„Die Spezialeinheiten der Polizei sind für die Öffentlichkeit weithin unsichtbar. Für ihre Mitglieder jedoch sind sie eine zweite Familie. Und immer wenn ein Kollege stirbt, ist es, als stürbe man selbst. Aus dem Leben von Adrian M. – einem Elitepolizisten.“

Online-Artikel, Datum unbekannt:
http://hd.welt.de/politik-edition/article159281625/Anonyme-Helden.html

Wunderbarer Artikel, wenn auch leider ein Fehler drinsteckt. Der von einem Rocker erschossene SEK-Beamte war Manuel K., ein Rheinland-Pfälzer, der zum SEK des PP Koblenz gehörte, und nicht aus NRW.

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Holzgerlingen (Baden-Württemberg): SEK-Beamte handelten in Notwehr

Symbolfoto
Symbolfoto

Wie wir berichteten, wurde am Samstag gegen 02:10 Uhr ein 29-jähriger im Zuge seiner Festnahme durch Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Baden-Württemberg tödlich verletzt. Der Mann französischer Herkunft bedrohte am Freitagabend die Familie seiner 24 Jahre alten Ex-Freundin in deren Haus in der Böblinger Straße mit einer scharfen Schusswaffe und nahm die Familie als Geiseln. Er klingelte gegen 21:00 Uhr an der Haustür. Als die Mutter ihm öffnete, bedrohte er sie sofort mit einer Pistole und verschaffte sich Zutritt ins Gebäude. Sie mussten sich alle in ein im ersten Stock gelegenes Kinderzimmer begeben. Unter dem Vorhalt der Waffe sollten sie ihm den aktuellen Wohnort der 24-Jährigen verraten. Da sie seiner Forderung nicht nachkamen, zwang er die Mutter ihre Tochter anzurufen und unter einem Vorwand ins Elternhaus zu locken. Der Bitte kam die junge Frau nach und traf kurz darauf vor dem elterlichen Haus ein. Glücklicherweise konnte die Mutter sie auf einer nach draußen geschmuggelten Notiz, auf der der Name des Mannes und das Wort Polizei geschrieben stand, rechtzeitig warnen, so dass die 24-Jährige sich in Sicherheit brachte und die Polizei alarmierte.

Im Laufe der polizeilichen Maßnahmen gelang es speziell für solche Einsätze geschulten Beamten der Kriminalpolizeidirektion Böblingen telefonisch mit der Familie in Kontakt zu treten. Dadurch wurde unter anderem bekannt, dass der Geiselnehmer sich zwischenzeitlich mit den Eltern der 24-Jährigen im Erdgeschoss des Hauses aufhielt, während die 13 und 15 Jahre alten Kinder im ersten Stock waren. Der 29-Jährige indes forderte weiterhin vehement den Kontakt zu seiner ehemaligen Freundin. Diese hatte die Beziehung bereits vor einiger Zeit beendet und ihn seitdem nicht mehr getroffen.

Der Mutter gelang es kurz nach 02:00 Uhr schließlich die Haustür zu öffnen, so dass das SEK schlagartig ins Gebäude vordrang. Der Geiselnehmer saß zu diesem Zeitpunkt allein auf einem Sofa, der Vater hatte sich in den ersten Stock gerettet. Der 29-Jährige zielte mit seiner Pistole zunächst gegen sich selbst. Anschließend hantierte er an der Waffe und richtete sie dabei auch gegen die Beamten. Die Polizisten mussten daraufhin in Notwehr von ihrer Schusswaffe Gebrauch machen und verletzten ihn tödlich. Zeitgleich gelang es dem SEK die Familie unversehrt zu retten. Trotz der sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen durch die SEK-Beamten selbst sowie einen bereits anwesenden und damit sofort verfügbaren Notarzt starb der Mann gegen 03:10 Uhr noch am Tatort.

Auf richterliche Anordnung wurde der Tote noch am Sonntag gerichtsmedizinisch obduziert. Laut vorläufigem Ergebnis trafen ihn insgesamt vier Schüsse, davon drei im Oberkörper rechts (Schusshandseite) sowie ein Streifschuss. Während die beiden 13- und 15-Jährigen nach dem Vorfall zunächst in einem Krankenhaus betreut werden mussten, geht es auch den Eltern den Umständen entsprechend schlecht.

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft Stuttgart ist den SEK-Beamten bislang keinerlei Vorwurf zu machen, weshalb auch kein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Sie handelten vermutlich in Notwehr. Noch in der Nacht begutachteten Kriminaltechniker den Tatort und stellten auch die Pistole des Geiselnehmers sicher. Es handelt sich um eine scharfe französische Schusswaffe des Kalibers 7,65 mm, in die ein Magazin mit sieben Patronen eingeführt war. Die Waffe wies eine Ladehemmung auf, d.h. eine Patrone hatte sich zwischen Lauf und Patronenlager verkeilt.

Der Verdächtige lebte in Frankreich und ist weder den deutschen noch den französischen Behörden polizeilich bekannt. Was genau ihn zu der Tat veranlasste, konnte bislang nicht in Erfahrung gebracht werden. Die Ermittlungen dauern an.

Gemeinsame PM der StA Stuttgart und des PP Ludwigsburg vom 13.07.2015

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Berlin: Zehnstündige Geiselnahme in Bankfiliale beendet

Eine Geiselnahme in einer Zehlendorfer Bankfiliale endete in der vergangenen Nacht nach intensiven Gesprächen zwischen der Polizei und dem Geiselnehmer mit der Festnahme des 29-jährigen Tatverdächtigen. Seine Geisel, ein 40-jähriger Bankangestellter, blieb unverletzt.
Der Tatverdächtige besuchte bereits am Donnerstag, den 20. Dezember 2012 die Bankfiliale an der Potsdamer Straße und wollte ein Konto eröffnen. Da der zuständige Mitarbeiter der Bank anderweitige Termine hatte, wurde ein Gespräch für den nächsten Tag vereinbart.
Der 29-Jährige erschien am gestrigen Tag zum vereinbarten Termin gegen 15 Uhr und begab sich mit dem 40-jährigen Bankmitarbeiter in dessen Büro. Kurz darauf zeigte der Tatverdächtige vermutlich eine Schusswaffe, gab an, in seinem mitgeführten Koffer eine Bombe zu haben und forderte einen hohen Geldbetrag. Der Bedrohte konnte den Filialleiter von der Sachlage in Kenntnis setzen, der sofort die Räumung der Filiale veranlasste. 20 Personen konnten unversehrt die Räumlichkeiten über einen Notausgang verlassen. Die alarmierten Polizeibeamten sperrten aufgrund der Sachlage den Bereich rund um das Bankgebäude großräumig ab. Somit war der Ortskern von Zehlendorf nicht mehr erreichbar, was auch den Öffentlichen Personennahverkehr betraf. Spezialkräfte der Polizei nahmen Kontakt zu dem Geiselnehmer auf, der letztendlich nach lang andauernden Gesprächen seine unverletzte Geisel frei ließ und aufgab. Der 29-Jährige trat gegen 1 Uhr 15 aus der Filiale und wurde von Spezialkräften des Landeskriminalamtes für das Fachkommissariat für qualifizierte Raubdelikte festgenommen. Kriminaltechniker nahmen sich des Tatorts an und untersuchten den Koffer samt Inhalt. Dieser stellte sich als harmlos heraus. Bei der Waffe des Erpressers handelt es sich um eine Luftdruckpistole.
Der Tatverdächtige war bei seiner Vernehmung geständig, er soll heute einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.

Quelle: PM der Polizei und StA Berlin vom 22.12.2012

Allgemein Bravo Gewalt_gg_Polizisten Schmunzeln

Bergisch-Gladbach (NRW): SEK nimmt Einbrecher im Hühnerstall fest

Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat gestern (29. November) einen mit Haftbefehl gesuchten 29-Jährigen in Bergisch Gladbach festgenommen. Der Vorwurf: Menschenhandel, Trunkenheit im Straßenverkehr und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Einem 27 Jahre alten Bekannten des Festgenommenen wurde der Einsatz ebenfalls zum Verhängnis. Er wurde wegen Wohnungseinbruchs bereits von der Polizei gesucht. Die Polizisten fanden ihn im Hühnerstall des Anwesens. Die Marihuanaausdünstungen seiner Kleidung waren stärker als der Stallgeruch – Festnahme!

Als die Polizisten die Wohnung in der zweiten Etage stürmten, platzten sie in eine „Computer-Party“ von insgesamt elf jungen Männern. Vor den Augen des SEK sprangen zwei Männer aus dem Fenster. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei einem der beiden um den Gesuchten. Er brach sich den Fuß und blieb verletzt liegen. Der zweite Mann (20) landete unverletzt, musste sich aber einem Polizeihund geschlagen geben, der genau zu diesem Zweck in Fensternähe gewartet hatte. Bereits mehrfach hatten Fahnder versucht, die drei Haftbefehle gegen den 29-Jahre alten Mann iranischer Abstammung zu vollstrecken. Durch extreme Gewalttätigkeiten gegen die Polizisten war es ihm aber immer wieder gelungen, zu entkommen. Während der 20-Jährige nach ärztlicher Versorgung wieder entlassen wurde, blieben seine beiden Bekannten in Haft.

Quelle: PM des PP Köln vom 30.11.2012

Allgemein Kritik

Spiegel.de: SEK stürmt falsche Wohnung

Es ist ein bundsweites Thema, dass einem SEK in Niedersachsen ein Fehler unterlaufen ist.

Quelle dazu:
Online-Artikel des Spiegel vom 27.10.2012
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/sek-stuermt-falsche-wohnung-in-rollshausen-in-niedersachsen-a-863808.html

Die vielen Einsätze, die jeden Tag gut laufen, wie beispielsweise dieser hier in Soest, spielen keine Rolle…
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/65855/2351976/pol-so-pressesofortmeldung-sek-einsatz

Allgemein Möchte_man_nicht_erleben

Hamm (NRW): Mann drohte, sich mit seinem Auto vor dem OLG in die Luft zu sprengen

Hamm-Mitte, Heßlerstraße (NRW) – Am Mittwoch, dem 01.06.2011, gegen 16:30 Uhr, fiel einem Mitarbeiter des Oberlandesgerichts ein silberfarbener Saab mit Hammer Kennzeichen auf, der direkt vor dem Haupteingang des Gebäudes an der Heßlerstraße stand. In dem PKW saß ein Mann, den er auf sein ungewöhnliches Verhalten ansprach. Dieser wies ihn darauf hin, dass er Gasflaschen und Benzin im Auto habe, zeigte ein Feuerzeug vor und drohte, sich in die Luft zu sprengen. Der Angehörige des Oberlandesgerichts zog sich zurück und verständigte die Polizei. Der Bereich um das Gerichtsgebäude wurde weiträumig abgesperrt. Nachdem der Mann sich Gesprächsangeboten der Polizei verweigerte, musste er von Spezialeinsatzkräften unter Einsatz eines Polizeihundes überwältigt werden. Dabei verletzte er sich. Er wurde vor Ort von einem Notarzt und anschließend im Krankenhaus behandelt. Zur Schwere der Verletzungen kann noch keine Aussage getroffen werden. Die Identität der Person ist bislang nicht geklärt, seine Motivlage ist unbekannt. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Der Saab, in dem sich tatsächlich Gasflaschen und gefüllte Benzinkanister befanden, wurde sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: PM der Polizei Hamm vom 01.06.2011

Ich nehme noch Wetten an, wie lange es wohl dauert, bis der erste damit rüberkommt, dass hier unangemessene Polizeigewalt im Spiel gewesen sei…