Tag Archives: Schusswaffengebrauch

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Würzburg (Bayern): Nach Angriff auf Polizeibeamten – Ermittlungsrichter erlässt Haftbefehl

Nachdem ein 42-Jähriger am Donnerstagvormittag auf einem Parkplatz einen Polizeibeamten angegriffen haben soll (wir berichteten hier), wurde gegen den Tatverdächtigen nun auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg Haftbefehl erlassen. Im Zusammenhang mit dem Angriff kam es zum Schusswaffengebrauch durch den Polizisten.

Wie bereits durch das Polizeipräsidium Unterfranken berichtet, kam es am Donnerstagvormittag auf dem Parkplatz des Kulturspeichers zu einem Polizeieinsatz, bei dem ein Beamter von seiner Schusswaffe Gebrauch gemacht hat. Der Einsatz der Schusswaffe galt einem 42-jährigen Tatverdächtigen, der im Vorfeld den Beamten mit einem Messer angegriffen haben soll. Der mutmaßliche Angreifer wurde mit schweren aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen zu dem Schusswaffeneinsatz führt das Bayerische Landeskriminalamt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg. Der Beamte der Polizeiinspektion Würzburg-Land, der ebenfalls bei dem Einsatz verletzt wurde, konnte das Krankenhaus bereits am Donnerstagnachmittag wieder verlassen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg erließ der Ermittlungsrichter am Freitagnachmittag Haftbefehl wegen versuchten Totschlags gegen den Tatverdächtigen, der zurzeit in einer Klinik während seines stationären Aufenthalts von der Polizei bewacht wird.

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg vom 26.11.2018

Allgemein KS

Bad Oldesloe (Schleswig-Holstein): Polizeieinsatz mit Schusswaffengebrauch

Am 07.10.2018, gegen 11:30 Uhr, kam es in Bad Oldesloe, Schützenstraße, zu einem Polizeieinsatz, in dessen Verlauf von Polizeibeamten auch die Schusswaffe gegen eine Person eingesetzt wurde.

Nach Rücksprache mit der STA Lübeck wird eine Medieninformation erst im Laufe des kommenden Tages erfolgen.

Gemeinsame PM der StA Lübeck und der PD Ratzeburg vom 07.10.2018

 

Am heutigen Sonntag (07.10.) kam es um 11.25 Uhr in Bad Oldesloe im Bereich der Schützenstraße, zu einem Polizeieinsatz, bei dem ein Beamter die Schusswaffe einsetzte. Infolge der Schussgabe wurde ein 22-jähriger in Bad Oldesloe aufhältiger Obdachloser, derart verletzt, dass er noch an dem Ereignisort verstarb.

Über Notruf war der Polizei zuvor gemeldet worden, dass sich im Bereich der Schwimmhalle in Bad Oldesloe eine Person mit einem Messer in der Hand aufhalten würde. Als die alarmierten Polizisten (zwei Streifenwagen aus Bad Oldesloe und eine weitere Streifenwagenbesatzung aus Bargteheide) dort eintrafen, trafen sie die Person nicht an. Gut 300 Meter weiter entfernt konnte im Rahmen der Suche eine Besatzung den gesuchten Mann antreffen.

Es kam zu einem Schusswaffengebrauch. Dabei wurde der 22-jährige Deutsche derart verletzt, dass er noch vor Ort verstarb.

Die Lübecker Staatsanwaltschaft, das Kommissariat 1 und die Spurensicherung (K 6) der Bezirkskriminalinspektion Lübeck, ermitteln. Sie werden von der Schutz- und Kriminalpolizei aus der Polizeidirektion Ratzeburg unterstützt.

Am Ereignisort wurde unter anderem ein Messer mit einer Klingenlänge von 18 cm aufgefunden und sichergestellt.

Zu den weiteren Ermittlung sowie den Sachverhaltsablauf werden zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben gemacht – sie sind Gegenstand der noch laufenden Ermittlungen.

Die Öffentlichkeitsarbeit wird von der Pressestelle der Polizeidirektion Lübeck übernommen. Das Büro ist zurzeit besetzt. Ein weiterer Pressesprecher befindet sich in Bad Oldesloe auf der dortigen Dienststelle des Polizeireviers Bad Oldesloe im Berliner Ring.

PM der PD Lübeck vom 07.10.2018

 

Am gestrigen Sonntag (07.10.) kam es um 11.25 Uhr in Bad Oldesloe im Bereich der Schützenstraße, zu einem Polizeieinsatz, bei dem ein Beamter die Schusswaffe einsetzte. Infolge der Schussgabe wurde ein 21-jähriger in Bad Oldesloe aufhältiger Obdachloser, derart verletzt, dass er noch an dem Ereignisort verstarb. Über den Notruf der Polizei wurde mitgeteilt, dass eine Person mit einem Messer in der Hand durch Oldesloe im Bereich der Schwimmhalle laufen würde. Aufgrund der Personenbeschreibung bestand bei den Polizeibeamten die Vermutung, dass es sich um einen amtsbekannten und psychisch kranken 21-jährigen Oldesloer handeln dürfte. Die eingesetzten Polizeibeamten trafen wenige Minuten später auf die zuvor genannte Person im Bereich der Schützenstraße. Dieser hatte ein Messer mit einer Klingenlänge von 18 cm in seiner Hand. Nach ersten Zeugenaussagen ist derzeit davon auszugehen, dass es nach der vorangegangenen Abgabe eines Warnschusses zu einer Konfrontation mit den Polizeibeamten kam, in welcher der 21-jährige Mann trotz mehrfacher Aufforderung das Messer wegzulegen und nach Einsatz eines Pfeffersprays bedrohlich und mit gegen den Oberkörper gerichteten Stichbewegungen auf die Beamten zuging. Ein Beamter des Polizeireviers Bad Oldesloe gab zwei Schüsse ab. Diese trafen den 21-jährigen im Oberkörperbereich. Der junge Mann ist noch am Einsatzort an den Folgen der Schussverletzung gestorben. Der Leichnam wurde in die Lübecker Rechtsmedizin gebracht. Eine Obduktion ist durch die Staatsanwaltschaft Lübeck angeordnet. Die Ermittlungen dauern an.

Am gestrigen Sonntag wurde in der Folgemeldung das Alter der verstorbenen Person falsch angegeben. Der Mann war 21 Jahre alt. Wir bitten diesen Irrtum zu entschuldigen.

Nachfragen zu diesem Sachverhalt sind zu richten an die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Lübeck Christian Braunwarth, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck Stefan Muhtz, Pressesprecher der Polizeidirektion Lübeck

Gemeinsame PM der StA Lübeck und der PD Lübeck vom 08.10.2018

 

Am 07.10.2018 verstarb in Bad Oldesloe ein 21-jähriger Mann infolge eines Schusswaffeneinsatzes durch einen Polizeibeamten. Zuvor waren die Beamten durch den 21-jährigen mit einem Messer bedroht worden, dessen Klingenläge 18 cm betrug. Die Rechtsmedizin in Lübeck hat den Leichnam des Verstorbenen am gestrigen Tage im Auftrag der Staatsanwaltschaft obduziert. Dabei wurde festgestellt, dass die Schussabgabe zu schwersten inneren Verletzungen vornehmlich im Bereich der Luftröhre und der Lungenarterie führte, was einen ganz erheblichen Blutverlust zur Folge hatte. Dies korrespondiert mit den Angaben aus den bisherigen Vernehmungen der weiteren an dem Einsatz beteiligten Polizeibeamten, welche unmittelbar nach der Schussabgabe an der Person des 21-jährigen Mannes waren. Aufgrund des massiven Blutverlustes überprüften die Polizeibeamten die Vitalfunktionen des Mannes und konnten bereits kurz darauf keinen Puls mehr feststellen. Der wenig später eingetroffene Notarzt konnte nur den Tod des 21-jährigen Mannes feststellen.

Die Ermittlungen dauern weiter an.

Gemeinsame PM der StA Lübeck und der PD Lübeck vom 09.10.2018

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krone. at: Polizist erschoss Betrunkenen: Es war Notwehr

„Nach den tödlichen Schüssen eines jungen Polizisten auf einen stark alkoholisierten und mit einem Messer bewaffneten 51-Jährigen in Vorarlberg steht nun fest, dass den Beamten keine Anklage in dem Fall erwartet. „Der Waffengebrauch war gerechtfertigt“, hieß es dazu am Dienstagvormittag seitens der Staatsanwaltschaft. Es habe sich um Notwehr gehandelt.“

Online-Artikel, 04.09.2018
https://www.krone.at/1765770

 

Hier der Text der damaligen Pressemitteilung der Landespolizeidirektion Vorarlberg dazu:
http://kggp.de/Blogosphere/galerie/2017/11/06/lauterach-vorarlberg-toedlicher-schusswaffengebrauch-der-polizei/

Allgemein

mittelhessen. de: Caldern: Polizist schoss in Notwehr

„Die Staatsanwaltschaft stellte das Ermittlungsverfahren gegen den Polizisten ein, der am 11.06. auf einen Mann schoss, der erst mit einem Messer auf eine Frau losgehen wollte, dann aber die Polizisten damit anging.“

Online-Artikel, 23.08.2018
https://www.mittelhessen.de/lokales/region-marburg-biedenkopf_artikel,-Caldern-Polizist-schoss-in-Notwehr-_arid,1358653.html

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blick-aktuell. de: Staatsanwaltschaft Koblenz: Schusswaffengebrauch war gerechtfertigt

„Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat nunmehr das gegen den Polizeibeamten, (der am 14.06.2018 in Koblenz auf einen Syrer schoss),  wegen des Anfangsverdachts der gefährlichen Körperverletzung geführte Ermittlungsverfahren gemäß § 170 Absatz 2 StPO eingestellt. Die Ermittlungen haben ergeben, dass der Schusswaffengebrauch durch Notwehr in Form der Nothilfe gerechtfertigt war, da der angeschossene syrische Staatsangehörige zuvor versucht hatte, mit einem Messer auf einen Polizeibeamten einzustechen.“

Online-Artikel, 28.08.2018
https://www.blick-aktuell.de/Politik/Schusswaffengebrauchwar-gerechtfertigt-345005.html

Hier der Text zur damaligen Pressemitteilung der Polizei:
http://kggp.de/Blogosphere/galerie/2018/06/15/koblenz-rheinland-pfalz-polizist-schiesst-auf-27-jaehrigen-nach-messerangriff/

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Münster (Nordrhein-Westfalen): Polizei erschießt aggressiven Schäferhund

Um den Einsatz der alarmierten Rettungskräfte zu ermöglichen, mußten Polizeibeamte heute gegen 16:30h an der Travelmannstraße von der Schusswaffe Gebrauch machen. Nachdem Nachbarn verdächtige Feststellungen geschildert hatten, entdeckten die Polizeibeamten den 65-jährigen durch ein Fenster leblos im Badezimmer auf dem Boden liegend. In der Wohnung war auch ein bekannt aggressiver Schäferhund. Um den Rettungskräften zeitnah die medizinische Erstversorgung zu ermöglichen, war auch ein Diensthundführer eingesetzt. Obwohl im Umgang mit Hunden geschult, gelang es nicht das äußerst aggressive Tier zu beruhigen. Letztlich musste der Hund durch eine Schussabgabe getötet werden, um den Rettungskräften den Zugang zur Wohnung zu ermöglichen. Der Notarzt konnte dann aber auch nicht mehr helfen und stellte den Tod es 65-jährigen Wohnungsinhabers fest. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf.

PM der POL Münster vom 03.08.2018

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Rosdorf (Schleswig-Holstein): Polizei setzt sich gegen Hunde zur Wehr

Am Donnerstag, den 02. August 2018, gegen 14.30 Uhr, kam es in Rosdorf, Kreis Steinburg, zu einem ungewöhnlichen Polizeieinsatz. Ein 41 jähriger Postzusteller hatte die Polizei informiert. Die Beamten der Polizeistation Kellinghusen fanden den Mann leicht verletzt in seinem Auto vor. Der Briefträger berichtete den Beamten, dass er beim Ausliefern von Post von zwei Hunden aus dem gegenüberliegenden Haus angegriffen worden sei. Die Hunde seien auf ihn zugestürmt und einer hat ihn in die Brust gebissen. Durch den Angriff hatte er einen Bluterguss und Schürfwunden erlitten. Als die Hunde sich zurückzogen, sei er in sein Auto geflüchtet. Nach der Anzeigenaufnahme setzte der Zusteller seinen Weg fort. Als die Beamten mit einer Anwohnerin sprachen, kamen plötzlich beide Hunde wieder sehr aggressiv auf die Beamten zugelaufen. Ein Polizist zog seine Dienstwaffe und schoss 4 Mal auf die angreifenden Hunde. Dabei wurde ein Hund verletzt. Beide zogen sich nun auf ihr Grundstück zurück. Die Polizisten sicherten nun das Grundstück gegen erneute Angriffe ab und informierten den Besitzer der Hunde, der von seiner Arbeitsstelle erst nach einer Stunde angefahren kam und sich um den leichtverletzten Hund kümmerte. Der 38 jährige Hundebesitzer hatte seine Bulldoggen eigentlich hinter der Umzäunung seines Hauses gewähnt. Die Hunde hatten sich allerdings herausgegraben. Der Hundehalter wird sich wegen fahrlässiger Körperverletzung und Verstoßes gegen das Hundegesetz verantworten müssen.

PM der PD Itzehoe vom 03.08.2018

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Kleve (Nordrhein-Westfalen): 20-Jährigen beim Versuch beobachtet, Hund zu erstechen und zu vergraben / Zeugen informieren die Polizei

Zeugen informierten die Klever Polizei am gestrigen Abend (31. Juli 2018) gegen 20.30 Uhr, nachdem sie in einem Waldstück im Bereich Grunewaldstraße / Am Forsthaus einen Mann beobachtet hatten, der einen jaulenden Hund mit sich führte und ein Messer in der Hand hielt. Vor Ort eingetroffenen Polizeibeamten berichtete ein Zeuge, dass er den Mann dabei beobachtet habe, wie dieser mehrfach mit dem Messer auf den Hund eingestochen habe. Nach Hinweis des Zeugen trafen die Beamten in dem Waldstück abseits eines Weges einen jungen Mann an, der dabei war, einen Hund in ein ausgehobenes Loch zu legen. Der Hund, ein Cocker Spaniel, wies mehrere massive Stichverletzungen auf, atmete aber noch. Um das Tier von seinen letzten Qualen zu erlösen, tötete ein Beamter den Hund mit einem Schuss aus der Dienstwaffe.

Den Täter, einen 20-Jährigen aus Kleve, nahmen die Beamten fest und verbrachten ihn zur Wache. Als Grund für die Tötung nannte er den Biss in seinen Finger durch den Hund. Nach Feststellung seiner Personalien und Einleitung eines Strafverfahrens wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz wurde der 20-Jährige aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Die weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen laufen.

PM der KPB Kleve vom 01.08.2018

Allgemein

Landshut (Bayern): Verdächtiger Mann in Wohnsiedlung – Polizei gibt Warnschuss ab

Am Donnerstag, 07.06.2018, gegen 13.00 Uhr, wurde der Polizei mitgeteilt, dass in der Wolfgangssiedlung ein verdächtiger junger Mann herumläuft, der möglicherweise eine Schusswaffe mitführen soll.

Nach Angaben von Passanten hielt sich der Mann immer wieder einen dunklen Gegenstand an den Kopf und schrie laute aber unverständliche Äußerungen. Die Passanten gaben gegenüber der Polizei an, dass es sich nach ihrer Ansicht bei dem dunklen Gegenstand um ein Schusswaffe handeln könnte.

Beim Eintreffen der Polizei konnte der Mann von den Polizeibeamten zunächst in der Nähe der Amalienstraße festgestellt werden, einen dunklen Gegenstand führte er weiterhin mit sich. Nach einer Ansprache durch die Polizeibeamten flüchtete der Mann. Im Rahmen der Fahndung konnte er von weiteren Einsatzkräften versteckt in einem Busch in der Nähe eines Spielplatzes aufgefunden werden, den dunklen Gegenstand hielt er weiterhin in der Hand. Nachdem der Mann auf mehrmalige Ansprache durch die Beamten nicht reagierte und in Richtung des Kinderspielplatzes davon laufen wollte, gab einer der Beamten einen Warnschuss ab. Anschließend konnte der 28-Jährige widerstandslos festgenommen werden. Bei dem schwarzen Gegenstand handelte es sich um ein Erotik-Utensil. Durch den Vorfall wurde niemand verletzt.

Der 28-Jährige wurde aufgrund seiner psychischen Auffälligkeit in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert.

PM des PP Niederbayern vom 07.06.2018

Allgemein Tragisch Trauriges

Flensburger Tageblatt: „Das wünscht sich kein Polizist“

„Aus der Politik gibt es durchweg Anerkennung für das beherzte Eingreifen der jungen Polizeibeamtin.“

Online-Artikel, 01.06.2018
https://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/das-wuenscht-sich-kein-polizist-id20004057.html

 

Meines Erachtens sollte man die junge Frau erstmal zu sich kommen lassen, bevor man aus dieser für sie scheußlichen Situation auf ihrem Rücken politisches Kapital schlägt.

Allgemein Trauriges

Kölnische Rundschau: Polizistin schweigt Ermittlungen nach Messerattacke im IC laufen

„Nach der Messerattacke in einem Zug in Flensburg suchen die Ermittler weiter nach dem Motiv für die Tat. So müsse unter anderem noch geklärt werden, ob die Polizistin und der später von ihr erschossene 24 Jahre alte Angreifer schon vor dem Angriff Kontakt im Zug gehabt hätten, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt am Montag auf Nachfrage.“

Online-Artikel, 04.06.2018
https://www.rundschau-online.de/aus-aller-welt/polizistin-schweigt-ermittlungen-nach-messerattacke-im-ic-laufen-30564444

Lasst die junge Frau doch einfach mal zu sich kommen …

Allgemein

B.Z.: Kommentar zu Schüssen im Berliner Dom – Warum waren die Polizisten nicht mit Tasern bewaffnet?

„Rund 100 Menschen waren im Berliner Dom, als plötzlich ein Mann herumschreit und mit einem Messer hantiert. Es fallen Schüsse. Ein Taser-Einsatz hätte dies verhindern können – meint B.Z.-Reporter Axel Lier.“

Online-Artikel, 04.06.2018
https://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/warum-waren-die-polizisten-nicht-mit-tasern-bewaffnet

 

Grundsätzlich bin ich großer Fan des Tasers. Allerdings habe ich das Video zu dem Schusswaffengebrauch in Berlin gesehen. Ich glaube in diesem Fall nicht, dass er Taser eine gangbare Alternative gewesen wäre – da das Geschehen extrem dynamisch war. Auch die Metallspitzen des Tasers müssen richtig sitzen, sonst bringt der beste Taser nichts.

Allgemein KS

Flensburg (Schleswig-Holstein): Zwei Verletzte und eine getötete Person am Bahnhof

Am Mittwochabend (30.05.18) gegen 19:00 Uhr kam es in einem Zug im Flensburger Bahnhof zu einem Vorfall, bei dem ein Mann getötet wurde. Ein Mann und eine Frau wurden nach ersten Erkenntnissen durch Messerstiche verletzt. Bei der Frau handelt es sich um eine 22-jährige Polizeibeamtin. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird davon ausgegangen, dass die Polizeibeamtin ihre dienstliche Schusswaffe eingesetzt hat.

Die Hintergründe zum Geschehen sind derzeit völlig unklar. Weitere Angaben zu den beteiligten Personen können zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gemacht werden.

Die Staatsanwaltschaft Flensburg und das Kommissariat 1 der Bezirkskriminalinspektion Flensburg haben die Ermittlungen aufgenommen.

PM der PD Flensburg vom 30.05.2018

Allgemein Kritik

Deutschlandfunk: Wende im Fall des getöteten Flüchtlings Hussam Fadl – „Ich wünsche mir Gerechtigkeit“

„Am 27. September 2016 haben Polizeibeamte in Berlin den Flüchtling Hussam Fadl erschossen. Die Ermittlungen wurden zunächst eingestellt. Doch damit wollte sich die Frau des Getöteten nicht abfinden: Nun wird der Fall neu aufgerollt.“

Online-Artikel, 28.05.2018
http://www.deutschlandfunkkultur.de/wende-im-fall-des-getoeteten-fluechtlings-hussam-fadl-ich.976.de.html?dram:article_id=418951

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München (Bayern): Aggressiver Hund muss nach mehrfachen Angriffen auf Passanten erschossen werden – 5 verletzte Personen

Am Samstag, 26.05.2018, gegen 18:30 Uhr, gingen beim Polizeinotruf mehrere Anrufe von besorgten Passanten ein, da ein Rottweiler in einem Hinterhof in der Bayerstraße Passanten angegriffen und auch verletzt habe.

Bei Eintreffen der Polizeibeamten lief der 1,5-jährige Rottweiler hinter einem Passanten her und versuchte diesen anzugreifen. Ein 37-jähriger Polizeibeamter der Polizeiinspektion 16 (Hauptbahnhof) stellte sich daraufhin schützend vor den Passanten. Allerdings umrundete der Hund den Polizisten lediglich und setzte dem Passanten weiter nach.
Auch die 26-jährige Hundehalterin versuchte verzweifelt den Hund zu stoppen, was ihr allerdings nicht gelang.

Schlussendlich konnte der Hund durch den Polizisten, die Hundehalterin und weitere Passanten an der Gebäudemauer fixiert werden. Wieder versuchte die 26-Jährige ihren Hund anzuleinen. Der äußerst kräftige Hund riss sich aber auch diesmal wieder los und griff nun einen 28-jährigen Polizeibeamten der Polizeiinspektion 11 (Altstadt) sowie einen 20-jährigen Bundespolizisten an. Beide erlitten dadurch Bissverletzungen und mussten im Anschluss in Krankenhäusern behandelt werden.

Da sich der Hund nicht mehr beruhigen ließ und eine Gefährdung aller weiteren umstehenden Personen durch den aggressiven Rottweiler nicht auszuschließen war, schoss der 37-jährige Polizist und eine Bundespolizistin auf das Tier, welches sofort verstarb. Eine Gefährdung umstehender Personen durch den Schusswaffengebrauch konnte zu diesem Zeitpunkt ausgeschlossen werden.

Im Zuge der ersten Vernehmungen stellte sich heraus, dass die 26-Jährige ihren Hund frei und unangeleint in einem Innenhof hatte laufen lassen. Ein dabei zufällig vorbeikommender Passant entfachte offensichtlich den Jagdtrieb des Tieres. Der Rottweiler griff den Passanten an und biss diesen. Die 26-Jährige konnte ihren Hund gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten dann wieder zurück in ihr Auto verbringen und wollte wegfahren. Dies verhinderte eine 63-jährige Zeugin, indem sie die Hundehalterin aufforderte, stehen zu bleiben und ihre Personalien zu hinterlassen. Daraufhin habe die Hundehalterin den Hund nochmals unangeleint aus dem Auto herausgelassen.

Die 26-jährige Frau aus Berlin erwartet nun eine Anzeige u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung. Insgesamt wurden durch den Rottweiler fünf Personen durch
Bisswunden verletzt und wurden in Krankenhäusern versorgt.

PM des PP München, Ludwigsvorstadt, vom 27.05.2018

Allgemein KS

Großkrotzenburg (Hessen): Person durch Polizeikugel verletzt

In der Samstagnacht (26.05.2018) kam es auf einem Betriebsgelände in der Hanauer Landstraße in Großkrotzenburg zu einem Vorfall, bei dem ein bislang unbekannter Mann durch den Gebrauch der Schusswaffe durch eingesetzte Polizeibeamte verletzt wurde. Der Unbekannte, der sich widerrechtlich auf dem Gelände aufgehalten und um 22.10 Uhr vom Sicherheitsdienst bemerkt wurde, verhielt sich äußerst aggressiv und war bewaffnet, weshalb die Polizei alarmiert wurde. Die näheren Umstände zur Schussabgabe beim Aufeinandertreffen der Beamten mit der Person sind noch unklar. Der Verletzte, ein dem Anschein nach ca. 35-jähriger Deutscher, kam in eine Klinik und wurde operiert. Ersten Erkenntnissen zufolge ist die Verletzung nicht lebensbedrohlich. Die Staatsanwaltschaft Hanau hat die Ermittlungen aufgenommen und behält sich eine Stellungnahme vor.

PM des PP Südosthessen vom 27.05.2018

Allgemein

Sankt Georgen am Kreischberg (Steiermark): Mann bei Polizeieinsatz verletzt

Symbolfoto

Ein 54-Jähriger aus dem Bezirk Murau wurde Mittwochvormittag, 16. Mai 2018, bei einer Amtshandlung verletzt.

Gegen 09.30 Uhr fuhr eine Polizeistreife zu einem behördlichen Auftrag in St. Georgen am Kreischberg. Bei der Anfahrt bemerkten die Polizisten ein am Fahrbahnrand abgestelltes Fahrzeug. Am Fahrersitz befand sich eine männliche Person, die augenscheinlich Hilfe benötigte. Die Beamten hielten ihr Fahrzeug an und nahmen mit dem 54-Jährigen Kontakt auf. Dabei stellten sie eindeutige Alkoholisierungsmerkmale fest. Ein danach durchgeführter Alkovortest ergab eine starke Alkoholisierung. Einer der Beamten aktivierte den im Streifenwagen befindlichen Alkomaten, der zweite Beamte verblieb im Bereich des 54-Jährigen. Plötzlich griff der Mann nach einem Messer und begann sich selbst im Halsbereich damit zu verletzen. Der bei der Person verbliebene zweite Beamte zog sofort seinen Pfefferspray und versuchte so die Selbstverletzung des 54-Jährigen zu verhindern. Der Einsatz des Pfeffersprays des vom Dienstwagen herbeieilenden Kollegen blieb ebenfalls ohne Wirkung. Aus diesem Grund zog ein Polizist seine Dienstwaffe und schoss dem 54-Jährigen aus nächster Nähe gezielt auf die messerführende Hand. Der Schuss traf den 54-Jährigen in den Unterarm, wobei ihm das Messer aus der Hand fiel. Die Polizisten brachten den Verletzten aus dem Fahrzeug und verhinderten eine weitere Selbstgefährdung.  Danach leisteten sie Erste Hilfe und verständigten das Rote Kreuz. Der 54-Jährige wurde notärztlich erstversorgt und anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert. Nach derzeitigem Erhebungsstand sind weder die Schnittverletzungen, noch die Schussverletzung lebensbedrohlich.

PA der LPD Steiermark vom 16.05.2018

Allgemein KS

Lage (Nordrhein-Westfalen): Schussabgabe bei Polizeikontrolle

Bei der Kontrolle von zwei verdächtigen Männern hat ein Polizeibeamter am Donnerstag, 26.04.2018, in Lage seine Schusswaffe eingesetzt. Dabei wurde ein auf frischer Tat angetroffener Metalldieb verletzt. Die Staatsanwaltschaft Detmold und das Polizeipräsidium Bielefeld haben die Ermittlungen aufgenommen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen meldete sich am späten Donnerstagabend ein Anrufer bei der Einsatzleitstelle der Polizei Lippe, der Angaben zu einem auffälligen Pkw in Lage machte. Zwei Männer waren mit großen Taschen ausgestiegen und in dem Wohngebiet an der Wiesenstraße verschwunden..

Gegen 23:20 Uhr gelang es einer Zivilstreife der Polizei Lippe das verdächtige Auto, an der Einmündung Elisabethstraße und Wiesenstraße, zu stoppen.

Bei der Kontrolle des Fahrers und des Beifahrers setzte ein Polizeibeamter, aufgrund eines verdächtigen Verhaltens des Fahrers, seine Schusswaffe gegen den 37-jährigen Blomberger ein. Er wurde im Armbereich verletzt, vor Ort notärztlich versorgt und ins Klinikum Detmold gefahren. Für den Blomberger bestand keine Lebensgefahr.

In dem Pkw fanden die Polizeibeamten Rucksäcke und eine große Tasche gefüllt mit Kupferkabeln. Der Metallschrott soll von einem nahegelegenen Abrissgelände stammen. Den zweiten tatverdächtigen 18-Jährigen, ebenfalls aus Blomberg, nahmen sie fest.

Die Staatsanwaltschaft Detmold führt die Ermittlungen gemeinsam mit Beamten des Polizeipräsidiums Bielefeld, unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Ralf Östermann.

Gemeinsame PM der StA Detmold, des PP Bielefeld und der KPB Lippe vom 27.04.2018

Allgemein

Frankfurter Allgemeine: Debatte in Fulda Zwölf Schüsse, ein Toter – alles richtig gemacht?

„Seit ein Polizist in Fulda einen randalierenden Flüchtling erschossen hat, tobt die Debatte über die Verhältnismäßigkeit des Einsatzes – die AfD versucht zu profitieren.“

Online-Artikel, 24.04.2018
http://www.fr.de/rhein-main/debatte-in-fulda-zwoelf-schuesse-ein-toter-alles-richtig-gemacht-a-1492740?GEPC=s5

 

Ich weiß immer nicht, wen ich schlimmer finden soll. Jene, die reflexartig ganz genau wissen, dass ein Polizist, der schießen musste, unrechtmäßig gehandelt hat, oder jene, die jeden Schusswaffengebrauch in der Manier eines Fußballtores bejubeln. Aus meiner Sicht missbrauchen beide eine hochdramatische Situation gleichermaßen und beuten sie für ihre eigene Agenda aus.

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen:

Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass polizeiliche Schusswaffengebräuche ein Thema sind, das mich besonders umtreibt – insbesondere der öffentliche Umgang damit, womit ich nicht nur die Medien meine, sondern auch die mehr oder minder geneigten Kommentatoren in Zeiten des Mitmachinternet. Was da teilweise ohne jeden vorhergehenden Denk- oder Informationsprozess geschweige denn Einfühlungsvermögen in die Kommentarspalten gehauen wird, ist einer der Hauptgründe dafür, warum wir zunehmend unsere Postings in diese Gruppe verlagern.

Die eine Seite überbietet sich gegenseitig darin, den betroffenen Polizeibeamten erstmal ihren Job zu erklären und zu erklären, dass man das auch hätte anders lösen können. Im Regelfall machen diese Erklärungen nur eines klar – der Erklärende hat keine Ahnung davon, dass Polizistinnen und Polizisten nicht von Geburt an unverletzbar sind (oder es ist ihnen egal), er hat keine Ahnung davon, wie es ist, auf ein bewegliches Ziel zu schießen und am wenigsten Ahnung hat er davon, wie wahnsinnig schnell eine dynamische Lage sich entwickeln kann und wie es ist, innerhalb von Sekundenbruchteilen Entscheidungen auf Leben und Tod treffen zu müssen, die er selbst dann später stundenlang während er warm und trocken sitzt, lustvoll kommentiert.

Die andere Seite haut mittlerweile nicht mehr nur rein reflexartiges „Richtig!“ oder „Gut so!“ in die Spalten, sondern bricht teilweise in regelrechtes Gejubel aus. Auf Twitter kommentierte kürzlich jemand einen tödlichen polizeilichen Schusswaffengebrauch mit „Endlich Polizisten mit Eiern.“ Ich lass das mal so stehen – neben der Information, dass wir den User geblockt haben. Wer so drauf ist, soll sich seine Infos selbst suchen und sich nicht bei uns bedienen.

Fakt ist, dass die Polizeibeamten, mit denen ich mich darüber unterhalten habe, keinen Zweifel daran lassen, dass sie ihren Beruf gewählt haben, um anderen zu helfen, und entsprechend keinerlei Interesse daran zeigen, ihre Schusswaffe gegen Lebewesen einzusetzen. Mir steht noch lebhaft das unbegeisterte Gesicht von zwei Polizisten vor Augen, die, während ich etwas in ihrer Dienststelle vorbeibrachte, mitgeteilt wurde, dass sie ein angefahrenes Reh erschießen müssen. Da sie sonst extrem motiviert in den Einsatz fahren, muss sich die Unwilligkeit wohl auf den anstehenden Schuss bezogen haben. Oder eine Polizistin, die mir mal beschrieb, wie sie mit Kollegen das Gebäude eines Bewaffneten, der offensichtlich austickte umstellten und sie innerlich nur immer wieder dachte: „Bitte komm nicht raus. Bitte komm nicht raus.“ An die Fraktion, die diese Eiersprüche raushaut: Es braucht wesentlich mehr Eier, Gefühle zuzulassen und zuzugeben, als vermeintlich harte Sprüche im Internet zu klopfen.

Vor dem Hintergrund wird es vielleicht klar, dass wir auch nicht gewillt sind, die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zu verteufeln, womit auch viele Kommentatoren schnell bei der Hand sind. Abgesehen davon, dass wir Fans einer demokratisch legitimierten und rechtsstaatlich verfassten Polizei sind und es schlicht Bestandteil eines jeden Rechtsstaats ist, unnatürliche Todesfälle näher zu untersuchen, kann es auch hilfreich sein, wenn eine unabhängige Instanz wie die Staatsanwaltschaft draufsieht und dann schriftlich gibt, dass der Schusswaffengebrauch juristisch gerechtfertigt ist.

Einmal schrieb uns ein User, er fände es nicht gut, dass wir Polizeibeamten mit derartigen Aussagen psychische Probleme unterstellen würde. Dazu sage ich nur, dass meiner Ansicht nach ein Mensch mehr psychische Probleme hat, der keine Sekunde darüber nachdenkt, einem anderen Menschen das Leben genommen zu haben, als ein Mensch, dem das eben nicht in den Kleidern hängen bleibt.

Und ja, es mag tatsächlich sein, dass mal ein Beamter eine Situation falsch einschätzt und es eine andere Lösung gegeben hätte – aus meiner Sicht ist solch ein Irrtum unter Hochstress deutlich verzeihbarer als wenn sich einer besoffen oder maximal übermüdet wider besseres Wissen ans Steuer setzt und dann einen Menschen von der Straße schaufelt und tötet. Oder die 1,50 Meter Abstand zu einem Radfahrer nicht einhält (da kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass das die wenigsten hierzulande tun) mit den gleichen Folgen. Da würde ich mir mal die Shitstorms wünschen, die zu solchen Gelegenheiten über manche Polizisten hereinbrechen…

 

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Nordkurier. de: Einbruch in Neubrandenburg – Tödlicher Schuss von Polizist war Notwehr

„Unter Beachtung der rechtlichen Vorgaben war daher der Schusswaffeneinsatz gerechtfertigt, so dass die Ermittlungen einzustellen waren” – so der Oberstaatsanwalt Zeisler zu dem Fall in Neubrandenburg, in dem ein Polizist einen auf frischer Tat ertappten Einbrecher erschoss.

Online-Artikel, 26.04.2018
https://www.nordkurier.de/neubrandenburg/toedlicher-schuss-von-polizist-war-notwehr-2631869304.html#comment-9655

Leider sind alle dazu verfügbaren Artikel sehr kurz. Für einige sicherlich willkommener Anlass in Zweifel zu ziehen, ob eine Ladung Pfefferspray im Gesicht tatsächlich ausreichender Anlass für einen Schusswaffengebrauch ist. Diesen Kritikern wünsche ich genug Vorstellungsvermögen, sich vorzustellen nachts im Dunkeln drei Einbrecher auf frischer Tat zu ertappen, über deren Bewaffnungszustand man nichts weiß. Wir wissen auch nichts über Drohungen, die von den Einbrechern möglicherweise ausgestoßen wurden.
Im Zweifel hätte der Polizist die Absichten des Einbrechers, was NACH dem Pfefferspray kommen sollte, daran bemerkt, dass er selbst tot gewesen wäre.

Wir wünschen allen betroffenen Beamten weiterhin eine gute Verarbeitung des Einsatzes und dem Schützen, dass die unsäglichen Drohungen nun aufhören.

Weitere Artikel dazu:

NDR:
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Toedlicher-Schuss-Ermittlungen-eingestellt,neubrandenburg280.html

Ostsee-Zeitung:
http://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/Polizei-Report/Aktuelle-Beitraege/Todesschuss-eines-Polizisten-Ermittlungen-eingestellt

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten Möchte_man_nicht_erleben Tragisch Trauriges

Focus.de: Er griff Beamte an – Zwölf Schüsse: Polizei tötet afghanischen Flüchtling – jetzt ist Fulda in Aufruhr

„Fulda in Aufruhr: Am vergangenen Freitag erschoss dort ein Polizist einen randalierenden 19-jährigen Flüchtling aus Afghanistan, nachdem der Afghane auch auf die Beamten losgegangen war.“

Online-Artikel, 18.04.2018
https://www.focus.de/politik/deutschland/fulda-polizist-toetet-fluechtling-bei-einsatz-ermittlungen-gegen-beamten_id_8786551.html

Der Artikel gefällt mir besser als die bisherigen des Focus zu dem Thema. Ausgewogener und auch die Überschrift ist ausgewogener.

Allgemein Fahndung

Hamburg: Zwei verletzte Personen nach Schussabgabe in Hamburg-Dulsberg

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen sind am Nachmittag in und vor einer Gaststätte in Hamburg-Dulsberg mehrere Schüsse gefallen.

Zwei männliche Personen wurden vor der Gaststätte mit Schussverletzungen in den Beinen von Polizeibeamten angetroffen und medizinisch versorgt. Die verletzten Männer wurden in der Zwischenzeit in ein Krankenhaus eingeliefert.

Mindestens ein Täter flüchtete mit einem Pkw vom Tatort in unbekannte Richtung.

Die Fahndungsmaßnahmen der Polizei dauern an.

Die ersten Ermittlungen vor Ort hat der Kriminaldauerdienst (LKA
26) übernommen.

Die Ermittlungen, auch zu den Hintergründen der Tat, dauern an.

PM der POL Hamburg vom 13.03.2018

Allgemein Trauriges

NDR.de: Staatsanwaltschaft: Polizist wurde attackiert

Nach Erkenntnissen der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde der Polizist, der einen Einbrecher erschossen hat, von diesem angegriffen.

Weitere Ermittlungen laufen, der Beamte ist bisland nicht vernehmungsfähig (was, wenn man auch nur eine Spur an zwischenmenschlichem Einfühlungsvermögen besitzt, auch nicht weiter verwundert).

Online-Artikel, 05.03.2018
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Toedlicher-Schuss-Polizist-wurde-attackiert,neubrandenburg274.html

Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. wünschen allen eingesetzten Beamten weiterhin eine gute Verarbeitung des Einsatzes und jede nur erdenkliche Unterstützung durch Familie, Freunde und Kollegen.

Allgemein KS

Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern): Schusswaffengebrauch durch einen Polizeibeamten nach dem Verdacht eines Einbruchsdiebstahls durch drei Tatverdächtige in Neubrandenburg

Symbolfoto

Am 01.03.2018 um 00:23 Uhr wurde die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg über einen gegenwärtigen Einbruch in der Neubrandenburger Oststadt informiert. Die Hinweisgeberin gab an, dass sich drei männliche Personen Zutritt zu einem Kiosk im Juri-Gagarin-Ring verschaffen. Mehrere Funkstreifenwagen des Polizeihauptrevieres Neubrandenburg kamen aufgrund dessen zum Einsatz. Nach ersten Erkenntnissen forderten die Beamten die drei Tatverdächtigen auf, das Objekt zu verlassen. In weiterer Folge kam es zu einem Schusswaffengebrauch eines Polizeibeamten gegen einen 27-Jährigen Tatverdächtigen. Die genauen Umstände des Schusswaffengebrauchs sind derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Der 27-Jährige erlitt eine Schussverletzung im Oberkörper und verstarb zu einem späteren Zeitpunkt im Klinikum. Die zwei anderen Tatverdächtigen im Alter von 40 und 27 Jahren wurden vorläufig festgenommen.

Die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg hat die Ermittlungen aufgenommen. Diese dauern gegenwärtig an.

PM des PP Neubrandenburg vom 01.03.2018

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten KS

Heidelberg (Baden-Württemberg): Amtsgericht erlässt auf Antrag der Staatsanwaltschaft Unterbringungsbefehl gegen 55-jährigen Mann wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg wurde durch das Amtsgericht Heidelberg Unterbringungsbefehl gegen einen 55-jährigen Deutschen erlassen. Dieser steht im dringenden Verdacht, eine Bedrohung und versuchte gefährliche Körperverletzung zum Nachteil von zwei Polizeibeamten begangen zu haben. (Wir berichteten hier.)

Der Mann soll am Sonntagvormittag, 25. Februar 2018, gegen 10 Uhr in der Lessingstraße zwei Polizeibeamte mit einem Messer mit einer Klingenlänge von über 20 cm bedroht haben. Er soll auf mehrfache Aufforderung der Beamten – auch unter Androhung des Schusswaffengebrauchs – das Messer abzulegen, nicht reagiert haben. Als er das Messer schließlich gegen die Beamten gerichtet und auf sie zugegangen sein soll, um diese zu verletzen, konnte dies durch einen Polizeibeamten verhindert werden, indem er den Beschuldigten mit einem gezielten Schuss in das Knie außer Gefecht setzte.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg wurde Unterbringungsbefehl gegen den Tatverdächtigen erlassen. Er wurde nach der Vorführung bei der Ermittlungsrichterin und Eröffnung des Unterbringungsbefehls in eine Fachklinik eingeliefert.

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Heidelberg und Kriminalpolizeidirektion Heidelberg dauern an.

Gemeinsame PM der StA Heidelberg und des PP Mannheim vom 26.02.2018

Allgemein Trauriges

Wuppertal (Nordrhein-Westfalen): Hund nach Beißattacke getötet

Am heutigen Samstag, 24.02.2018, gegen 09.00 Uhr hat ein freilaufender Hund auf der Werner Straße in Solingen, einen 70 Jahre alten Mann attackiert und gebissen. Der Mann konnte nach Hause flüchten und die Polizei verständigen. Als die eingesetzten Polizeibeamten eintrafen, wurde auch ein Beamter von dem Kaukasischen Owtscharka angegriffen. Trotz eines Ausweichmanövers ließ der Hund nicht ab und musste schließlich durch einen gezielten Schuss aus der Dienstwaffe getötet werden. Der 52-jährige Hundehalter traf einige Minuten später am Einsatzort ein. Warum der Hund unbeaufsichtigt herumlief, konnte bislang nicht geklärt werden. Die Ermittlungen zu dem Vorfall an. Der verletzte 70-Jährige wurde zur Behandlung seiner Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

PM des PP Wuppertal vom 24.02.2018

Allgemein

Bundespolizeidirektion München (Bayern): Schusswaffengebrauch gegen Tiere

Zweimal innerhalb von 48 Stunden erlösten Bundespolizisten mit ihren Schusswaffen am 5. bzw. 7. Februar von S-Bahnen angefahrene Tiere von ihren Leiden.

Am Montagnachmittag (5. Februar) wurde von Bahnmitarbeitern ein von einer S-Bahn (S8) erfasster Dachs im Bereich der Bahnstrecke Weßling – Gilching (Bahnkilometer 16.200) gemeldet. Eine Streife der Bundespolizei fand das Tier, einen Dachs, noch lebend neben dem Gleis liegend vor. Aufgrund der schweren Verletzungen erlösten die Beamten den Dachs durch einen Schuss aus der Dienstwaffe von seinen offensichtlichen Leiden.

Am Mittwochnachmittag (7. Februar) informierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn über ein von einer S-Bahn (wiederum eine S8) auf freier Strecke zwischen Germering und Geißenbrunn (Bahnkilometer 11.600) angefahrenes Reh. Auch hier fanden die Beamten der Bundespolizei das gesuchte Tier noch lebend neben den Gleisen vor. Die Ricke, auch Geiß genannt, wurde mit zwei Schüssen aus der Dienstwaffe eines Beamten von seinen Leiden erlöst. Aufgrund der Absuche mussten zwischenzeitlich gegen 16:00 Uhr die Gleise kurzfristig gesperrt werden; dadurch war aber zu keinen betrieblichen Auswirkungen gekommen.

In beiden Fällen wurde jeweils der Jagdpächter informiert, der sich der Beseitigung der Tiere annahm.

PM der BPOLI München vom 08.02.2018

Allgemein

Rheinpfalz: Messer-Attacke in Ludwigshafen: Formales Verfahren gegen Polizistin

„Hier ein kurzer Presseartikel zum Stand der Ermittlungen in Sachen des Schusswaffengebrauchs vor der Postbankfiliale in Ludwigshafen.“

Online-Artikel, 27.01.2018
https://www.rheinpfalz.de/lokal/ludwigshafen/artikel/ludwigshafen-nach-schuss-auf-angreifer-wird-gegen-polizistin-ermittelt/?utm_source=mailshare&utm_medium=RHP-Web

 

Kritikwürdig finde ich an dem Artikel die Verwendung der Vokabel „niedergeschossen“. Dieses Wort suggeriert völlig falsche Vorstellungen beim Leser.

Nicht kritikwürdig finden wir das Verfahren an sich.

Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e. V. stehen hinter unserer Polizei, weil sie demokratisch legitimiert und rechtsstaatlich verfasst ist.

Zur Rechtstaatlichkeit gehört, dass unnatürliche Todesfälle untersucht werden. Dabei ist es auch vollkommen wurscht, welchen Beruf der Mensch hatte, der diesen Todesfall herbeigeführt hat. Länder, in denen es nach solchen Vorfällen kein Ermittlungsverfahren gibt sind ganz klar keine Demokratien. Da kann man problemlos im Knast verschwinden und dann da zu Tode gefoltert werden, ohne dass je jemand davon erfährt. Solche Staaten leisten sich sicherlich keine Polizei, von der wir Fan sein möchten…

Die Staatsanwaltschaft ist eine unabhängige Institution und ein Ermittlungsverfahren ergebnisoffen. Insofern stellt ein solches Verfahren keinen Schuldspruch dar. Folglich gibt es am Verfahren an sich nichts zu kritisieren.

Darüber hinaus möchte ich auch noch zu bedenken geben, dass ein tödlicher Schusswaffengebrauch keinem Menschen in den Kleidern stecken bleibt. Das ist für eine menschliche Seele kein Spaziergang und es kann auch psychisch sehr hilfreich sein. wenn eine unabhängige Institution wie die Staatsanwaltschaft draufschaut.

Auch wenn das Verfahren zweifellos eine psychische Belastung darstellt, so ist es doch immer eine Erleichterung, wenn die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass der Schusswaffengebrauch juristisch gerechtfertigt war.

Aus all diesen Gründen schließen wir uns der Kritik an der Existenz solcher Verfahren nicht an. Wir kritisieren allerdings die Fälle, in denen es sich sehr lange hinzieht. Das wissen wir hier aber noch nicht.

Im Gegenteil begrüßen wir, dass die Staatsanwaltschaft sich hier schon zu diesem recht frühen Zeitpunkt sehr klar so äußert, wie sie das hier tut.

Allgemein Möchte_man_nicht_erleben

Mettmann (Nordrhein-Westfalen): Hundehalter durch eigene Hunde schwer verletzt

Symbolfoto

Am Montag, den 29.01.2018, gegen 21:50 Uhr, erhielt die Polizei Kenntnis von einer verletzten Person durch Bisswunden von einem großen Hund. Die Person musste notärztlich versorgt werden und wurde später zur stationären Weiterbehandlung dem Helios-Klinikum in Velbert zugeführt. Nach ersten Ermittlungen kam es zwischen zwei argentinischen Doggen zu Kampfhandlungen. Als der 28-jährige Hundebesitzer versuchte, seine beiden Hunde voneinander zu trennen, wurde er selbst attackiert und durch Bisswunden an den Armen verletzt. Nach eigener Aussage des Mannes seien die beiden Hunde extrem gefährlich und aggressiv. Bei Eintreffen der Polizei befanden sich die Hunde vor dem Haus in der Jahnstraße auf einem nicht eingezäunten Grundstück. Als sich die Hunde in bedrohlicher Form den eingesetzten Beamten näherten und ein Angriff nicht auszuschließen war, wurden durch die Beamten mehrere Schüsse gezielt auf die Hunde abgegeben. Beide Tiere wurden getroffen und verletzt. Die Hunde brachen hierauf die Attacke ab und liefen auf ein Nachbargrundstück.
Während der darauf durchgeführten Absperrmaßnahmen, kehrten die augenscheinlich verletzten Tiere vor den Hauseingang des betreffenden Hauses zurück. Dort gelang es im Weiteren einem Diensthundeführer sich den augenscheinlich verletzten Tieren zu nähern und beide Hunde einzufangen. Sie wurden zur ärztlichen Versorgung einem Tierarzt zugeführt. Gegen den Hundehalter der nunmehr beschlagnahmten Hunde wurde ein Verfahren nach dem Landeshundegesetz eingeleitet.

PM der POL Mettmann vom 30.01.2018

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten Möchte_man_nicht_erleben Tragisch Trauriges

Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz): Ermittlungen nach Schusswaffengebrauch: Mann griff Bankangestellten an – Zeugen gesucht

Die Ermittlungen zu einer Messerattacke und einem polizeilichen Schusswaffengebrauch am Donnerstagvormitttag in Ludwigshafen sind vom Polizeipräsidium Westpfalz übernommen worden (siehe unten die Pressemitteilungen des 18.01.2018).

Nach bisherigem Stand der Ermittlungen wollte ein 42-Jähriger aus Ludwigshafen in einer Bankfiliale am Rathausplatz Geld abheben. Weil dessen Konto gepfändet war und er deswegen kein Geld erhielt, wurde der Mann wütend. Dies veranlasste den Filialleiter der Bank, die Polizei zu verständigen. Versuche des 44-jährigen Bankangestellten, den Mann zu beruhigen, scheiterten. Der 42-Jährige zog ein Küchenmesser und folgte dem Filialleiter vor die Bank. Der 44-Jährige wollte dort die Polizei erwarten. Er wurde von dem 42-Jährigen im Eingangsbereich der Bank angegriffen. Der 42-Jährige führte Stichbewegungen mit dem Messer gegen den Kopf- und Halsbereich des 44-Jährigen aus. Der Filialleiter erlitt dabei eine Schnittverletzung am Kopf. Die noch während des Angriffs eintreffende Polizeistreife forderte den Mann auf, das Messer wegzulegen. Der Aufforderung kam der 42-Jährige nicht nach, weshalb eine Polizistin ihre Dienstwaffe einsetzte. Sie schoss auf den Angreifer und traf dessen Bein, woraufhin dieser überwältigt und festgenommen wurde. Notarzt und Rettungsdienst kümmerten sich um die Verletzten.

Der 42-Jährige kam in ein Krankenhaus. Er wird von der Polizei bewacht und soll im Laufe des Tages von der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeführt werden. Über das Ergebnis der Vorführung werden wir berichten. Der 44-jährige Bankangestellte ist leicht verletzt. Er wurde ambulant behandelt. Die 42-jährige Kriminalbeamtin ist unverletzt. Sie wird betreut. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob gegen die Beamtin der Anfangsverdacht einer Straftat begründet ist.

Staatsanwaltschaft und Polizei wenden sich an die Öffentlichkeit und bitten Zeugen, die das Geschehen beziehungsweise den 42-Jährigen zwischen 10 Uhr und 11 Uhr am Rathausplatz beobachtet haben, sich unter der Rufnummer 0631 369 2620 an die Polizei Kaiserslautern zu wenden. Die Ermittler sind insbesondere auch an Handyvideos und Fotos interessiert, die Passanten gemacht haben könnten.

Gemeinsame PM der StA Frankenthal und des PP Westpfalz vom 19.01.2018, 11:55 Uhr

 

Der 42-jährige Mann aus Ludwigshafen, der im Verdacht steht, am Donnerstagvormittag am Rathausplatz einen Bankangestellten mit einem Messer angriffen zu haben, ist heute einer Haftrichterin vorgeführt worden.

Antragsgemäß wurde gegen den 42-Jährigen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erlassen. Der Haftbefehl wurde in Vollzug gesetzt. Sobald der Gesundheitszustand des 42-Jährigen es zulässt, wird er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht werden.

Gemeinsame PM der StA Frankenthal und des PP Westpfalz vom 19.01.2018, 13:08 Uhr

 

Heute, um 10.19 Uhr, wurde der Polizei eine aggressive Person in der Postbank in Ludwigshafen am Rathausplatz gemeldet. Die Person hantiere mit einem Messer und würde auf die Polizei warten. Beamte vor Ort erkannten den mit einem Messer bewaffneten 43-jährigen Ludwigshafener und forderten ihn auf, das Messer wegzulegen. Da der Mann den mehrmaligen Aufforderungen, das Messer wegzulegen, nicht nachkam und weiterhin aggressiv gegen die Polizei vorging, wurde durch die Beamten die Schusswaffe eingesetzt. Dabei wurde der Mann am Bein verletzt. Der Rathausplatz musste kurzzeitig komplett gesperrt werden. Es wird nachberichtet.

PM des PP Rheinpfalz vom 18.01.2018

 

Bei einem Polizeieinsatz in Ludwigshafen kam es am Donnerstagvormittag am Rathausplatz zu einem Schusswaffengebrauch. Dabei wurde ein 43-jähriger Mann am Bein verletzt.

Nach den bisherigen Erkenntnissen hatte sich der Mann aggressiv verhalten, mit einem Messer hantiert und Drohungen gegen Polizeibeamte ausgestoßen. Trotz mehrfacher Aufforderung durch die Einsatzkräfte der Ludwigshafener Polizei legte der 43-Jährige das Messer nicht weg und bewegte sich auf die Polizeibeamten zu. Eine Polizeibeamtin gab einen Schuss ab, der den Mann am Bein verletzte.

Der 43-Jährige wurde vorläufig festgenommen und befindet sich zur Zeit unter Bewachung im Krankenhaus. Er wurde in der Zwischenzeit operiert. Lebensgefahr besteht nicht.

Die Ermittlungen zur genauen Klärung der Ereignisse werden aus Neutralitätsgründen von der Kriminalpolizei in Kaiserslautern übernommen.

PM des PP Westpfalz vom 18.01.2018

Allgemein KS Möchte_man_nicht_erleben

Tönning (Schleswig-Holstein): Rottweiler verletzen zwei Menschen und müssen erschossen werden

Dienstagabend (16.01.18) wurden in Tönning zwei Menschen von zwei Rottweilern gebissen und leicht verletzt. Die Tiere waren außer Kontrolle geraten und mussten erschossen werden.

Gegen 20:15 Uhr wurde ein 15-jähriger Junge in der Friedrichstädter Chaussee in Höhe der Rettungswache von den Hunden angefallen und gebissen. Die Tiere waren ihm von seinem Vater zur Aufsicht überlassen worden. Ein vorbeifahrender Radfahrer wurde ebenfalls von den Rottweilern gebissen. Der 26 Jahre alte Mann und der 15-jährige Junge wurden bei dem Vorfall leicht verletzt und zur Wundversorgung in ein Krankenhaus eingeliefert.

Die beiden Rottweiler befanden sich beim Eintreffen der Polizeibeamten hinter einer Leitplanke auf einem Grünstreifen. Einer der Hunde hatte sich offenbar mit seiner Leine im Gestrüpp verfangen. Der verantwortliche 52-jährige Hundehalter erschien vor Ort, war jedoch nicht imstande, sich um die Tiere zu kümmern oder diese einzufangen. Er rief selbst einen Jäger an, der die Tiere erschießen sollte. Bemühungen der Polizei einen Tierarzt für eine mögliche Betäubung der Tiere hinzuzuziehen oder die Hunde einzufangen scheiterten.

Als sich der im Gestrüpp verfangene Hund losreißen konnte und beide Rottweiler Richtung Ortskern liefen, blieb den Beamten keine andere Möglichkeit mehr und sie mussten auf die Tiere schießen. Eines der Tiere wurde tödlich getroffen, das andere verletzt und im Anschluss durch den eingetroffen Jäger erlöst.

Gegen den Hundehalter wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

PM der PD Flensburg vom 17.01.2018

Allgemein

Bonn-Medinghoven (Nordrhein-Westfalen): Schussabgabe durch Polizei auf mit Messer Bewaffneten – 24-Jähriger am Gesäß verletzt

In der Nacht zu Dienstag, 16.01.2018, meldete sich gegen 02.10 Uhr eine 49-jährige Frau via Notruf bei der Einsatzleitstelle der Bonner Polizei und teilte mit, dass sie vor ihrem Sohn aus der gemeinsamen Wohnung in Medinghoven geflohen sei und sich in Sicherheit gebracht habe. Der 24-Jährige, so die Anruferin, habe sie angegriffen.

Kaum hatten die alarmierten Polizeibeamten kurze Zeit später die Wohnungstür geöffnet, trafen sie auf einen mit einem Messer bewaffneten 24-Jährigen. Angesichts der konkreten Bedrohungslage gaben die Beamten mehrere Schüsse aus ihren Dienstwaffen ab. Zuvor hatten sie ihn mehrfach aufgefordert, das Messer fallen zu lassen.
Der 24-Jährige wurde am Gesäß verletzt. Er wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Es besteht keine Lebensgefahr. Aus Gründen der Neutralität übernahm die Polizei Köln die weitere Bearbeitung des Falles.

PM der POL Bonn vom 16.01.2018

Allgemein Möchte_man_nicht_erleben

Wiesbaden (Hessen): Angriffe durch freilaufenden Hund

Heute Abend wurde in Oberursel eine 84-jährige Frau von einem freilaufenden Hund angegriffen und hierbei so verletzt, dass sie zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Die Dame war gegen 17:00 Uhr mit ihrem eigenen, angeleinten Hund im Bereich einer Kleingartenanlage in der Karl-Herrmann-Flach-Straße unterwegs, als der fremde Hund plötzlich sie und auch ihren Hund angegriffen habe. Hierbei habe der ihr unbekannte Hund immer wieder ihren kleinen Hund gebissen und als die 84-Jährige dies verhindern wollte, auch sie verletzt. Den eintreffenden Polizeibeamten gegenüber verhielt sich das Tier ebenfalls sofort aggressiv. Die Einsatzkräfte versuchten zunächst den Angriff mit einem Schlagstock abzuwehren. Das Tier setzte seine Angriffe jedoch weiter fort und musste schlussendlich erschossen werden. Der Hund der verletzten Dame befindet sich schwerverletzt in einer Tierklinik. Bei dem angreifenden Hund handelt es sich um einen schwarz / weißen Hütehund mit einer Schulterhöhe von circa 70 cm. Ermittlungen bezüglich des Hundehalters verliefen bis dato ergebnislos. Wer Hinweise auf den unbekannten Hundebesitzer geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeistation Oberursel unter der Rufnummer (06171) 62400 zu melden.

PM des PP Westhessen vom 10.01.2018

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten

RP Online: Polizei gibt Schüsse ab – Wermelskirchener drohte, Menschen zu erschießen

Der Wermelskirchener, der am Mittwoch von einem Polizisten angeschossen wurde, soll auch angedroht haben, Menschen zu erschießen. Seine Waffe war nicht scharf. Der Zustand des angeschossenen Mannes ist kritisch.“

Online-Artikel, 05.01.2018
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/wermelskirchen/wermelskirchen-polizei-gibt-schuesse-ab-mann-drohte-menschen-zu-erschiessen-aid-1.7301458

Aus der Sicht von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. ist das Wichtigste daran: „“Die Polizisten mussten davon ausgehen, dass es sich um eine scharfe Waffe handelt. Sie mussten daher angesichts der Drohungen handeln.“ Und nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft haben sie auch rechtmäßig richtig gehandelt, „sie werden strafrechtlich nicht belangt“, betont der Oberstaatsanwalt.

Allgemein

ndr.de: Neue Details nach Schüssen in Wahlstedt

„Nach Schüssen auf einen Mann in Wahlstedt (Kreis Segeberg) hat die Polizei Details zu dem Einsatz mitgeteilt. Nach Angaben eines Sprechers [der Staatsanwaltschaft, Anm. der Bloggerin] schossen die Beamten am Sonntag auf einen 38-Jährigen, weil dieser sie mit einer Waffe bedroht hatte.“

Online-Artikel, 02.01.2018
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Neue-Details-nach-Schuessen-in-Wahlstedt,polizeischuesse104.html

Allgemein Möchte_man_nicht_erleben

Frankfurt (Hessen): Schusswaffengebrauch gegen Tier

An Heiligabend kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung innerhalb einer Familie in der Wallauer Straße. Bei der Anzeigenaufnahme müssen die Beamten sich vor dem Angriff eines Hundes durch einen Schuss auf das Tier schützen. Personen kamen hierbei nicht zu Schaden.

Als eine Streife gegen 19:50 Uhr vor dem Haus den Sachverhalt zur Anzeige aufnahm, wurden die Beamten durch den Hund eines der Familienmitglieder angegriffen. Um sich vor Verletzungen zu schützen, sahen sich die Polizisten gezwungen, gegen das aggressive Tier von der Schusswaffe Gebrauch zu machen. Das getroffene Tier flüchtete daraufhin, wodurch die Polizeibeamten unverletzt blieben.

Im Rahmen der anschließenden Absuche wurde der verletzte Mischling in der Anspacher Straße aufgefunden. Da das Tier im Sterben lag, wurde es durch einen weiteren Schuss von seinem Leiden erlöst.

Durch den Schusswaffengebrauch kam es zu keiner Zeit zu einer Gefährdung Unbeteiligter.

PM des PP Frankfurt / Main vom 26.12.2017

Allgemein KS

Erfurt (Thüringen): Schusswaffeneinsatz während Festnahme zweier flüchtiger Tatverdächtiger

Im Rahmen von Fahnungsmaßnahmen nach einem Einsatz der Landespolizei Hessen am 15. November 2017 trafen Beamte der Bundespolizeiinspektion Erfurt zwei flüchtige deutsche Tatverdächtige im Bereich des Hauptbahnhofs Erfurt gegen 21:40 Uhr an und wollten diese festnehmen. Im Zuge der Festnahme kam es zum Schusswaffeneinsatz durch die Polizeikräfte, infolge dessen ein männlicher Tatverdächtiger verletzt wurde, Lebensgefahr besteht jedoch nicht. Zum Sachverhalt hat die Kriminalpolizei Erfurt die Ermittlungen übernommen, sie wird hierbei von Spezialisten des Landeskriminalamtes Thüringen unterstützt. Im Zusammenhang mit den notwendigen Ermittlungsmaßnahmen kommt es zu Absperrungen, Verkehrseinschränkungen und Behinderungen im Erfurter Innenstadtbereich. Die Ermittlungen dauern an.

PM der LPD Erfurt vom 16.11.2017

 

Zu dem in den Medien bereits veröffentlichten Schusswaffengebrauch durch Beamte der Bundespolizei am Erfurter Bahnhof hat die Staatsanwaltschaft Erfurt die Pressearbeit übernommen und aktuell die nachfolgende Medieninformation veröffentlicht:

In einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Kassel wegen unerlaubten Handeltreibens und unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln wurden am 15.11.2017 gegen 21.35 Uhr ein 28-Jähriger und eine 34-Jährige aus Hessen durch Beamte der Bundespolizei im Bereich des Hauptbahnhofs in Erfurt festgenommen.

Nachdem sich der 28-Jährige losgerissen und der Festnahme entzogen hatte, wurden nach den bisherigen Erkenntnissen durch Beamte der Bundespolizei insgesamt 4 Schüsse, davon 3 Warnschüsse, abgegeben. Durch einen Schuss wurde der 28-Jährige an der Schulter verletzt. Er konnte kurz darauf erneut festgenommen werden. Die Verletzung an der Schulter ist nicht lebensgefährlich.

Die an der Festnahme beteiligten Polizeibeamten waren zuvor über Funk darauf hingewiesen worden, dass der 28-Jährige möglicherweise eine Schusswaffe bei sich führt. Eine derartige Waffe wurde bei der Festnahme des 28-Jährigen nicht aufgefunden.

Die Kriminalpolizei Erfurt hat gegen einen Polizeibeamten ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der Körperverletzung im Amt angeleitet. Im Rahmen dieses Ermittlungsverfahrens wird geprüft werden, ob eine gezielte Schussabgabe erfolgte und -falls ja- ob diese gerechtfertigt war.

Im Rahmen des polizeilichen Einsatzes wurden zwei weitere Männer aus Erfurt im Alter von 23 und 25 Jahren festgenommen. Die Festnahme erfolgte im Zusammenhang mit dem o.g. Verfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Bei der Durchsuchung des von dem 28-Jährigen und der 34-Jährigen genutzten Fahrzeuges wurden ca. 25 Kilogramm Haschisch und Marihuana aufgefunden.

Die weiteren Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Betäubungsmittelverfahren gegen den 28-Jährigen und die 34-Jährige werden von der Staatsanwaltschaft Kassel geführt. Hinsichtlich der beiden festgenommenen Tatverdächtigen aus Erfurt wird noch heute von hier der Erlass von Haftbefehlen beim Amtsgericht Erfurt beantragt werden.

PM der StA Erfurt vom 16.11.2017

 

In einem Ermittlungsverfahren der Regionalen Kriminalinspektion der Polizeidirektion Werra-Meißner wegen Verdachts des Handels und Einfuhrschmuggels von Betäubungsmitteln konnten am gestrigen Abend ein 28-Jähriger und eine 34-Jährige – beide aus dem Werra-Meißner-Kreis – in Erfurt festgenommen werden. Der 28-jährige erlitt dabei eine Schussverletzung und wurde in ein Krankenhaus in Erfurt gebracht. Im Rahmen des polizeilichen Einsatzes gelang es auch zwei weitere Personen (23 und 25 Jahre alt und in Erfurt wohnhaft) in Erfurt festzunehmen. Die Festnahme erfolgte im Zusammenhang mit dem Verfahren wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Ebenso wurde das Fahrzeug, welches die 34-jährige fuhr, sichergestellt und durch die Kollegen der Zollfahndung mit einem Rauschgiftspürhund durchsucht. Die Durchsuchung führte zum Auffinden von insgesamt 25 Kilogramm Haschisch und Marihuana, das in dem Fahrzeug verbaut war. Bis auf den 28-jährigen befinden sich mittlerweile alle anderen Tatverdächtigen in polizeilichem Gewahrsam in Eschwege.

Die weiteren Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Betäubungsmittelverfahren dauern an, eine Vorführung der beiden Beschuldigten aus dem Werra-Meißner-Kreis beim zuständigen Haftrichter wird am heutigen Tag erfolgen. Hinsichtlich der beiden festgenommenen Tatverdächtigen aus Erfurt entscheidet die dortige Staatsanwaltschaft.

Gemeinsame PM der StA Kassel und der PD Werra-Meißner vom 16.11.2017

 

Das Amtsgericht Erfurt hat gestern gegen die beiden 23 und 25 Jahre alten Männer Haftbefehl wegen unerlaubten Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge erlassen. Die Beschuldigten waren festgenommen worden, als sie eine nicht geringe Menge Marihuana aus dem von dem 28-Jährigen und der 34-Jährigen aus Hessen genutzten PKW entnehmen wollten.

Durch die kriminalpolizeilichen Ermittlungen konnte eine von den Beschuldigten womöglich genutzte Wohnung festgestellt werden. Im Rahmen einer durch das Amtsgericht Erfurt angeordneten Durchsuchung wurden in dieser Wohnung ca. 7,2 Kilogramm Marihuana, ca. 5,4 Kilogramm Haschisch und ca. 6 Kilogramm Amphetamin sichergestellt. In der Wohnung wurde zudem ein bereitgelegtes aufgeklapptes Einhandmesser aufgefunden.

Ein weiterer 27-jähriger Tatverdächtiger wurde vorläufig festgenommen und soll noch heute dem Haftrichter wegen bewaffneten unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorgeführt werden.

Unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge wird mit Freiheitsstrafe zwischen einem und 15 Jahren bestraft. Gleiches gilt für den unerlaubten Besitz von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Bewaffnetes unerlaubtes Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge wird mit Freiheitsstrafe von 5 Jahren bis zu 15 Jahren bestraft.

Der Begriff der nicht geringen Menge ist im Betäubungsmittelgesetz nicht definiert, sondern wird durch die höchstrichterliche Rechtsprechung festgelegt. Die nicht geringe Menge bei Marihuana und Haschisch ist bei einem Wirkstoffgehalt von 7,5 Gramm THC und bei einem Wirkstoffgehalt von 10 Gramm Amphetaminbase erreicht.

Rückfragen zum Sachverhalt bitte an die Staatsanwaltschaft Erfurt unter 0361 – 3775400.

PM der LPD Erfurt vom 17.11.2017

Allgemein Angriff

Paderborn (Nordrhein-Westfalen): Polizei sucht bedrohte Autofahrer – Zeugenaufruf

Der 39-Jährige, der nach einem Messerangriff von einem Bundespolizisten angeschossen worden ist (wir berichteten hier), soll nach Angaben von Zeugen mehrere PKW-Fahrer mit dem Messer bedroht haben.

Die Autofahrer sollen am Montagabend auf der Bahnhofstraße vor einer Rotlicht zeigenden Ampel gewartet haben. Der Flüchtige stieg in ein Auto, in dem sich ein Pärchen befand. Dies verließ er aber nach kurzer Zeit wieder und versuchte es bei einem schwarzen Kleinwagen. Dort stand der 39-Jährige vor verschlossenen Türen. Bei einem weißen Bulli öffnete er die Fahrertür, als er von den Bundespolizisten wieder angesprochen wurde und weiter flüchtete. Das Pärchen hat sich bereits bei der Ermittlungskommission gemeldet.

Die Polizei bittet die Fahrer des schwarzen Autos und des weißen Bullis, sich unter der 05251/3060 in Paderborn oder der 0521/545-0 in Bielefeld zu melden.

PM des PP Bielefeld vom 02.11.2017

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten Möchte_man_nicht_erleben

Görlitz / Dresden (Sachsen): Todesfall bei Polizeieinsatz“ – Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abgeschlossen

Symbolbild

Die Staatsanwaltschaft Görlitz hat die gemeinsam mit der Morduntersuchungskommission der Polizeidirektion Dresden geführten Ermittlungen zu einem Schusswaffeneinsatz mit tödlichem Ausgang abgeschlossen. Das gegen den Schützen wegen Körperverletzung mit Todesfolge geführte Verfahren wurde eingestellt, da der Beamte in Notwehr handelte.

1. Ermittlungen zum Tathergang

Der Polizeieinsatz am 3. August 2017 gegen 12.15 Uhr (wir berichteten hier) auf einem Grundstück in Mittelherwigsdorf OT Eckartsberg war durch die Mutter des Getöteten ausgelöst worden. Diese hatte über Polizeinotruf mitgeteilt, ihr 23-Jähriger Sohn habe sie tätlich angegriffen und mit dem Tode bedroht. Sie habe sich in das Wohnhaus ihrer Eltern flüchten können.

Zwei Streifenwagenbesatzungen mit jeweils zwei Polizisten kamen zum Einsatz. Die Beamten wurden davon in Kenntnis gesetzt, dass sich der Sohn im gemeinsam mit seinen Eltern bewohnten Haus aufhalte, welches die Polizisten daraufhin betraten. Im Eingangsbereich des Wohnzimmers kam es zum Zusammentreffen zwischen zwei Polizeibeamten und dem 23-Jährigen. Dieser bewegte sich mit erhobenem Fleischermesser mit einer Klingenlänge von 21,5 cm auf die Polizisten zu und ignorierte sowohl jegliche Warnrufe als auch das Ziehen der Waffe durch einen Beamten. Bei einer Entfernung zwischen Angreifer und dem einen Polizisten von deutlich unter einem Meter gab der zweite (reichlich zwei Meter entfernt stehende) Beamte insgesamt drei Schüsse ab, die den jungen Mann tödlich verletzten.

Die Angaben der beteiligten Polizisten zum Geschehensablauf sind nach Würdigung der Feststellungen von Sachverständigen aus den Bereichen Ballistik, Kriminalbiologie und Rechtsmedizin plausibel. Der Angreifer stand unter leichtem Einfluss von Alkohol. Er war zum Ereigniszeitpunkt psychisch erkrankt.

2. Rechtliche Würdigung

Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem Dritten abzuwenden (§ 32 StGB). Eine in Notwehr begangene Straftat ist gerechtfertigt.

Unstrittig war (in  zudem stark beengter räumlicher Umgebung) ein gegenwärtiger Angriff auf Leib und Leben der Polizeibeamten unter Einsatz einer Waffe (Messer) gegeben. Dieser Angriff, der sich gegen den Vollzug einer polizeilichen Diensthandlung richtete, war rechtswidrig. Der Einsatz der Schusswaffe war geeignet, die vom Angreifer ausgehende Gefahr zu bannen und den Angriff endgültig zu beenden. Wegen der Art des Angriffs, der Verfassung des Angreifers und wegen des äußerst knappen (nur wenige Sekunden langen) Zeitfensters war der Schusswaffeneinsatz auch verhältnismäßig und geboten. Das Zielen auf den Oberkörper war aufgrund der geringen Entfernung zum Angreifer gerechtfertigt. Die Abgabe mehrerer Schüsse war erforderlich, um den Angriff abzuwehren.

Die gegen den 23-Jährigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen Körperverletzung und Bedrohung zum Nachteil seiner Mutter geführten Ermittlungsverfahren wurden gleichfalls eingestellt, da der dieser Taten Beschuldigte verstorben ist.

Gemeinsame PM der StA Görlitz und der PD Dresden vom 01.11.2017

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten KS

hessenschau.de: Suizidabsichten geäußert – Wollte Alsfelder von Polizei erschossen werden?

Es scheint Hinweise darauf zu geben, dass der 54-Jährige in Alsfeld eventuell einen Suicide by cop begehen wollte. Wir berichteten hier.

Online-Artikel, 25.10.2017
http://www.hessenschau.de/panorama/wollte-alsfelder-von-polizei-erschossen-werden,alsfeld-schuetze-100.html

 
Aus Sicht von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. eine schlimme Form von Gewalt gegen Polizisten.
 
Wir wünschen den eingesetzten Beamten weiterhin alles Gute, eine gute Verarbeitung des Einsatzes, jeden nur erdenklichen Rückhalt und auch eine faire Berichterstattung und Kommentierung in den Sozialen Netzwerken.
Allgemein Blog Gewalt_gg_Polizisten

Großkarolinenfeld (Bayern): Nachmeldung zum Schusswaffengebrauch in Großkarolinenfeld

Nach dem Einsatz vom 05.08.2017 in Großkarolinenfeld, bei dem ein Polizeibeamter von seiner Schusswaffe Gebrauch machen musste, erging nun Haftbefehl gegen den Angreifer.

Der 52-jährige Mann aus Großkarolinenfeld, welcher am Samstagabend mit einem Stechbeitel bzw. Stemmeisen auf Polizeibeamte losgegangen war, woraufhin ein Polizeibeamter auf ihn schoss, wurde noch in der selbigen Nacht in einem Krankenhaus operiert. Er befindet sich seitdem auf dem Weg der Besserung.

Die Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim stellte Haftantrag gegen den Mann. Heute, am 07.08.2017, erließ der Haftrichter einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 52-Jährigen u.a. wegen versuchtem Totschlag zum Nachteil der eingesetzten Polizeibeamten.

PM des PP Oberbayern Süd vom 07.08.2017

Allgemein verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Konstanz (Baden-Württemberg): 7. Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Konstanz und des Polizeipräsidiums Konstanz vom 04.08.2017 Vorwürfe eines Türstehers sind haltlos

Nach detaillierter Auswertung der Einsatzunterlagen verwahrt sich die Polizei gegen die in verschiedenen Medien erhobenen Vorwürfe, Streifenwagenbesatzungen seien bei der Abgabe der ersten Schüsse des Tatverdächtigen bei der Diskothek gewesen und hätten nicht rechtzeitig eingegriffen.
Einsatzprotokolle und Funkverkehr sowie die von der Sonderkommission gesicherten Videoaufnahmen der im Innen- und Außenbereich der Diskothek installierten Kameras und die Befragung von Zeugen, insbesondere des Sicherheitspersonals, haben übereinstimmend ergeben, dass zum Zeitpunkt der Rückkehr des Tatverdächtigen zur Diskothek keine Streifenwagenbesatzung oder ein anderes Fahrzeug des Polizeipräsidiums Konstanz, auch nicht der Bundespolizei, auf dem Parkplatz stand. Die Besatzung, die nach dem ersten Einsatz zu der Diskothek gefahren war und den 34-Jährigen, der zuvor im Innenbereich randaliert und deswegen ein Hausverbot erhalten hatte, nicht mehr antreffen konnte, verließ nach der Anzeigenaufnahme um 04.18 Uhr den Parkplatz. Sieben Minuten später ließ sich der Tatverdächtige von dem Taxifahrer im Bereich der westlichen Zufahrt der Diskothek absetzen. Während er sich über den Parkplatz gehend, dem Hauteingang näherte, gab er erste Schüsse aus dem mitgeführten Sturmgewehr ab. Anschließend betrat der 34-Jährige den Vorraum, bewegte sich auf die Kassenboxen zu und hielt sich im dahinter liegenden Foyer sowie in der sogenannten Main Hall auf, wo er auch zwei Schüsse Richtung Decke abfeuerte. Dies haben die dort installierten Kameras aufgezeichnet. Im Ergebnis wurden nach bisherigem Kenntnisstand im Eingangsbereich ein Türsteher tödlich, ein weiterer Sicherheitsmitarbeiter und zwei Gäste, ein Mann und eine Frau, schwer verletzt. Mindestens acht Personen erlitten bei der panikartigen Flucht leichte Verletzungen oder einen Schock. Als der Tatverdächtige, der offensichtlich auf der Suche nach seinem Schwager, dem ehemaligen Betriebsleiter der Diskothek, war, das Gebäude wieder verließ, verschlossen Security-Mitarbeiter die Haupteingangstür. Während viele Besucher und einige Türsteher über verschiedene Türen, Notausgänge oder Fenster die Diskothek verließen, kehrte der 34-Jährige wieder zum Haupteingang zurück. Nachdem er einige Schüsse auf die Tür abgegeben und auch durch die Türverglasung geschossen hatte, schlug er mit der Schulterstütze des M 16 mehrmals gegen die Verglasung, wobei die Schulterstütze zerbrach. Kurz darauf wendete er sich ersten eintreffenden Streifenwagen zu, deren Besatzungen aus einsatztaktischen Erwägungen nicht vor die Diskothek fuhren, sondern ihre Fahrzeuge abgesetzt auf der Max-Stromeyer-Straße abstellten, um dort in Deckung ihre Schutzausrüstung anzulegen. Hierbei wurde einer der Beamten hinter dem Streifenwagen kniend durch ein Projektil getroffen, das den ballistischen Schutzhelm durchschlug und den Polizisten schwer verletzte. Beim anschließenden Schusswechsel mit den Interventionsteams der Polizei wurde der Tatverdächtige lebensgefährlich verletzt und erlag trotz einer Notoperation im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis des Opfers und des 34-Jährigen waren die Schussverletzungen todesursächlich. Ob der Tatverdächtige zur Tatzeit unter Einfluss berauschender Mittel stand, muss durch die toxikologische Untersuchung geklärt werden, deren Ergebnis aber noch aussteht. Dem vorläufigen Ergebnis der kriminaltechnischen Untersuchungen zufolge sind von dem 34-Jährigen mindestens 24 Schüsse abgegeben worden. Die Ermittlungen des Bundeskriminalamts und des Landeskriminalamts zur Herkunft der Kriegswaffe sowie die Abklärung der Sonderkommission zur waffenrechtlichen Erlaubnis des Tatverdächtigen dauern an.

PM des PP Konstanz vom 04.08.2017

Allgemein Blog

Görlitz (Sachsen): „Todesfall bei Polizeieinsatz“

Im Zusammenhang mit einem Polizeieinsatz am 3. August 2017 in Mittelherwigsdorf OT Eckartsberg, bei dem ein 23-Jähriger tödlich verletzt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Görlitz insgesamt drei Ermittlungsverfahren eingeleitet. (siehe auch gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Görlitz und der Polizeidirektion Görlitz vom 03.08.2017).

Die Verfahren werden bei der Staatsanwaltschaft Görlitz geführt. Die Ermittlungen hat die Morduntersuchungskommission der Kriminalpolizeiinspektion der Polizeidirektion Dresden übernommen.

Gegenüber dem Verstorbenen besteht der Verdacht der vorsätzlichen Körperverletzung und Bedrohung zum Nachteil seiner Mutter sowie der des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. Gegen den Polizisten wird wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt.

Konkrete Informationen zum genauen Tathergang liegen weiterhin nicht vor, da die im Einsatz gewesenen Polizeibeamten noch nicht vernehmungsfähig sind. Gegenstand der Ermittlungen ist vordergründig die Frage, ob der Schusswaffeneinsatz durch Notwehr gerechtfertigt war.

Nach dem vorläufigen Sektionsergebnis ist der Verstorbene, den drei Schüsse trafen, innerlich verblutet. Weitere rechtsmedizinische Untersuchungen – chemisch-toxikologische und histologische – sind angeordnet und dauern an.

Gleichfalls ist eine umfangreiche Arbeit am Tatort notwendig, die unter anderem durch Ballistiker und Kriminalbiologen unterstützt wird. Deshalb ist das Haus für die Bewohner noch einige Tage gesperrt sein.

PM der PD Dresden vom 04.08.2017

Allgemein Angriff Gewalt_gg_Polizisten KS

Münster (Nordrhein-Westfalen): Nach Tötung einer jungen Frau in Beckum – Tatverdächtiger bei Festnahme durch Schüsse verletzt

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Warendorf und der Polizei Münster

Am Samstagmorgen (8.7.) erhielt die Polizei in Warendorf Hinweise zum Aufenthalt des Tatverdächtigen Julian B. im Bereich Wadersloh.
Als Beamte gegen 09:50 Uhr den roten Opel Vectra des Flüchtigen erkannten, entfernte sich der Tatverdächtige mit hoher Geschwindigkeit in einen Wirtschaftsweg östlich von Wadersloh. Der Tatverdächtige wendete sein Fahrzeug auf dem Wirtschaftsweg und fuhr zurück. „Als der Tatverdächtige hinter einer Kurve auf den ihm folgenden Streifenwagen traf, stieg er aus und hielt eine Schusswaffe in der Hand“, erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt heute in Münster. „Nach ersten Erkenntnissen forderten die Polizisten den 27 jährigen auf, die Schusswaffe abzulegen. Dieser Aufforderung folgte er nicht, stattdessen zielte er auf die Beamten.“ Aufgrund dieser Bedrohung gaben die Beamten mehrere Schüsse auf den Tatverdächtigen ab und verletzten ihn dadurch schwer. Rettungskräfte brachten den Verletzten mit einem Rettungshubschrauber in die Universitätsklinik Münster. Nach erster Notoperation besteht zurzeit keine Lebensgefahr.
Ein eingesetzter Polizeibeamter stürzte im Einsatz und verletzte sich dabei leicht.

Die Verstorbene wurde heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster im Institut für Rechtsmedizin der Universität Münster obduziert. „Bei der Verstorbenen handelt es sich um die ehemalige Freundin des Tatverdächtigen, eine 22 jährige Frau aus Beckum“, erklärte Oberstaatsanwalt Botzenhardt zum Ergebnis. „Die Verstorbene ist vermutlich bereits durch Gewalteinwirkung vor dem Brand getötet worden. Die Rechtsmediziner stellten entsprechende Hinweise im Halsbereich der Verstorbenen fest.“

„Die Ermittlungen zum Motiv und dem genauen Tatablauf dauern an“, erklärte der Leiter der Mordkommission des Polizeipräsidiums Münster, Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux. Aus Gründen der Neutralität ist das Polizeipräsidium Bielefeld mit den Ermittlungen zum Schusswaffengebrauch beauftragt.

PM der POL Münster vom 08.07.2017

Allgemein Möchte_man_nicht_erleben Tragisch Trauriges

Arnschwang (Bayern): 41-Jähriger verletzt Kind tödlich mit Messer in Asylbewerberunterkunft – Angreifer stirbt nach polizeilichem Schusswaffengebrauch – Nachtrag

Symbolfoto

Im Nachgang zu den tragischen Geschehnissen in einer Asylbewerberunterkunft in Arnschwang fanden am Sonntag, 04.06.2017 weitere umfangreiche Ermittlungen durch die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg, das Bayerische Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Regensburg statt. Ebenfalls am Sonntag, 04.06.2016 erfolgte eine gerichtsmedizinische Untersuchung der Leichname des Jungen und des Täters. Das vorläufige Ergebnis bestätigt die bisherigen Erkenntnisse.

Die Spurensicherungsmaßnahmen am Tatort sowie erste Befragungen dauerten den gesamten Pfingstsonntag an und werden weiter fortgeführt. Am Tatort war zudem bereits am Abend der Tat eine Rechtsmedizinerin aus Erlangen, um das Spurenbild mit den Verletzungen abgleichen zu können.

Wie bereits berichtet, fügte am Samstag, 03.06.2017, ein 41-jähriger afghanischer Mann mit einem Messer einem 5-jährigen Kind tödliche und dessen 47-jähriger Mutter schwere Verletzungen zu. Im Verlaufe des deshalb stattfindenden Polizeieinsatzes gab ein Polizeibeamter acht Schüsse aus seiner Schusswaffe gegen den 41-jährigen Täter ab, wodurch dieser tödlich verletzt wurde.

Die Frau erlitt bei der Auseinandersetzung mit dem Mann schwere, jedoch nicht lebensbedrohliche Schnittverletzungen und befindet sich noch in stationärer Behandlung. Sie ist derzeit nach wie vor nicht vernehmungsfähig. Es kann daher auch noch nicht abschließend gesagt werden, in welchem Verhältnis sie zu dem 41-Jährigen stand und weshalb es zu der Auseinandersetzung kam.

Am Sonntag, 04.06.2017 fand im Institut für Rechtsmedizin der Universität Erlangen-Nürnberg eine Obduktion der getöteten Personen statt. Diese kam zu dem Ergebnis, dass der 5-Jährige durch Gewalteinwirkung mit einem Messer gegen den Hals zu Tode kam. Es steht damit fest, dass der 41-Jährige den 5-Jährigen getötet hat. Der Junge wurde durch den polizeilichen Schusswaffengebrauch nicht getroffen.

Die Obduktion des 41-jährigen Täters ergab, dass dieser von acht Projektilen aus der Waffe eines Polizeibeamten getroffen wurde, wobei ein Schuss in den Brustbereich todesursächlich gewesen ist.

Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen geht die Staatsanwaltschaft von einer Nothilfesituation für die Polizeibeamten aus. Die Ermittlungen wegen des polizeilichen Schusswaffengebrauchs führt im Auftrag der Staatsanwaltschaft das Bayerische Landeskriminalamt.

Der 41-jährige Afghane war als sog. geduldeter Asylbewerber registriert. Bei der Frau und ihren beiden Kindern handelt es sich um Asylbewerber.

Der 41-Jährige Täter wurde im Oktober 2009 durch das Landgericht München I wegen schwerer Brandstiftung zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren 10 Monaten verurteilt, die er bis Januar 2015 vollständig verbüßte. Nach seiner Haftentlassung wohnte er im Asylbewerberheim in Arnschwang und stand aufgrund der Verurteilung wegen Brandstiftung von Gesetzes wegen unter Führungsaufsicht, weil er die Strafe vollständig verbüßt hatte. Er wurde durch gerichtlichen Beschluss zur Führungsaufsicht angewiesen, sich im räumlichen Umfeld der ihm zugewiesenen Asylunterkunft aufzuhalten. Um diese Aufenthaltsbeschränkung zu überwachen, trug er ein elektronisches Gerät zur Ortung („elektronische Fußfessel“). Seit dem Beginn der Führungsaufsicht kam es zu einer Verurteilung wegen Erschleichens von Leistungen („Schwarzfahren“) bei einer Bahnfahrt im Februar 2016; dabei wurde eine Geldstrafe verhängt.

PM des PP Oberpfalz vom 05.06.2017

Ein 41-jähriger Mann attackierte in einer Asylbewerberunterkunft einen fünfjährigen Jungen und dessen Mutter mit einem Messer und verletzte den Jungen dabei tödlich. Der 41-jährige Angreifer wurde durch zu Hilfe eilende Polizeibeamte bei einem Schusswaffeneinsatz getötet.

In einer Asylbewerberunterkunft in Arnschwang ist es gegen 16:50 Uhr zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen Bewohnern gekommen. Dies wurde der Polizei über Notruf mitgeteilt.

Sofort zum Einsatzort beorderte Einsatzkräfte trafen wenige Minuten nach der Mitteilung in der Unterkunft auf einen 41-jährigen Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit, der einen fünfjährigen Jungen in seiner Gewalt hatte und auf diesen mit einem Messer einwirkte.

Im weiteren Verlauf kam es dann durch die zu Hilfe eilenden Einsatzkräfte zum polizeilichen Schusswaffengebrauch gegen den 41-jährigen Mann, der dabei tödlich verletzt wurde.

Der 41-Jährige fügte dem Kind schwerste Verletzungen mit einem Messer zu, an denen der Junge noch am Einsatzort verstarb.

Im Gesamtgeschehen erlitt zudem die 47-jährige Mutter des Kindes schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen, durch den 41-jährigen Angreifer.  Die Frau mit russischer Staatsangehörigkeit wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Ein weiteres sechsjähriges Kind der Frau blieb körperlich unverletzt.

Die Ermittlungen zum Geschehensablauf und warum es zu der Auseinandersetzung und dem Angriff gegen das Kind kam, hat die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg vor Ort aufgenommen.

Die Untersuchung des Schusswaffengebrauchs übernimmt das Bayerische Landeskriminalamt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Regensburg. Der stellvertretende Leiter der Staatsanwaltschaft Regensburg sowie Ermittler des Bayerischen Landeskriminalamtes begaben sich ebenfalls umgehend zum Einsatzort.

Angaben zum Motiv des Mannes und in welcher Beziehung die Personen zueinander standen können derzeit nicht gemacht werden. Die Ermittlungen stehen ganz am Anfang.

Die Mutter und ihr sechsjähriges Kind werden unter anderem von einem Kriseninterventionsteam im Krankenhaus betreut.

Gemeinsame PM der StA Regensburg und des PP Oberpfalz vom 03.06.2017

„Die Asylbewerberunterkunft wurde nach dem Vorfall geräumt, die Bewohner wurden vorerst auf andere Unterkünfte verteilt.“

Online-Artikel, BR.de, 03.06.2017
http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/arnschwang-asylbewerberunterkunft-tote-kind-afghane-100.html

Im Nachgang zu den tragischen Geschehnissen in einer Asylbewerberunterkunft in Arnschwang fanden am Sonntag, 04.06.2017 weitere umfangreiche Ermittlungen durch

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten

KStA: Kein Hinweis auf Polizeifehler – Polizist erschoss 22-Jährigen Messerangreifer – Quelle: http://www.ksta.de/26831186 ©2017

In Sachen des Schusswaffengebrauches in Essen gibt es laut Staatsanwaltschaft keine Hinweise, die an der Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs zweifeln lassen“.

Online-Artikel, 02.05.2017
http://www.ksta.de/nrw/kein-hinweis-auf-polizeifehler-polizist-erschoss-22-jaehrigen-messerangreifer-26831186

Hier noch einmal die URL zum Text der Pressemitteilung der Polizei dazu:
http://kggp.de/Blogosphere/galerie/2017/04/28/essen-nordrhein-westfalen-essener-polizeibeamter-setzt-schusswaffe-ein-22-jaehriger-angreifer-tot-messer-sichergestellt/

Allgemein Möchte_man_nicht_erleben

Einbrecher nach polizeilichem Schusswaffengebrauch in Pleidelsheim gestorben

Der 33-jährige Mann, der am späten Abend des 08. April (wir berichteten hier) von einer Polizeistreife beim Einbruch in ein Firmengebäude im Industriegebiet Pleidelsheim auf frischer Tat ertappt und dabei angeschossen worden war, ist am Montagmittag in einer Klinik gestorben. Wie wir berichteten, war er zusammen mit zwei zunächst unbekannten Komplizen in das Gebäude eingedrungen und hatte dabei die Alarmanlage ausgelöst. Die Polizeibeamten stießen im Gebäude auf die vermummten Männer, von denen zwei die Flucht ergriffen. Der 33-Jährige ging jedoch mit einem Geißfuß auf einen der Polizisten los und schlug auf ihn ein. Dessen Kollege gab daraufhin einen Schuss aus seiner Dienstwaffe auf den Angreifer ab. Nachdem der Tatverdächtige zunächst noch flüchten konnte, wurde er im Zuge der Fahndungsmaßnahmen lebensgefährlich verletzt auf einem nahegelegenen Grundstück aufgefunden. Die Kriminalpolizei hat in der Folge die beiden mutmaßlichen Komplizen ermittelt und festgenommen. Die Ermittlungen nach einem mutmaßlichen vierten Täter dauern an.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat eine Obduktion des 33-Jährigen beantragt, die am heutigen Dienstag durchgeführt werden soll.

PM des PP Ludwigsburg vom 25.04.2017

 

Allgemein Schweiz

Murgenthal AG: Polizeiliche Schussabgabe: Verfahren gegen Polizisten eingestellt, Anklage gegen Angreifer

Die Staatsanwaltschaft Baden hat das Verfahren gegen zwei Polizisten, die Ende Juni 2016 in Murgenthal auf einen Mann schossen, der sie zuvor mit einer Axt und einem Gertel angegriffen hatte, eingestellt. Gegen den Angreifer, einen 37-jährigen Kosovaren aus dem Kanton Luzern, hat die Staatsanwaltschaft Anklage unter anderem wegen mehrfacher versuchter vorsätzlicher Tötung erhoben.

 Am Abend des 27. Juni 2016 griff in Murgenthal ein 37- jähriger Kosovare nach einer Personenkontrolle eine Patrouille der Regionalpolizei Zofingen mit einer Axt und einem Gertel an. Nachdem der Angreifer weder auf Zurufe noch auf den Einsatz von Pfefferspray reagiert hatte, gaben zwei Regionalpolizisten auf kurze Distanz mehrere Schüsse auf den Mann ab und verletzten ihn am rechten Oberschenkel und am linken Unterarm.

Die mit der Strafuntersuchung gegen die zwei Polizisten betraute Staatsanwaltschaft Baden kommt nun zum Schluss, dass der Schusswaffengebrauch verhältnismässig und rechtmässig war. Insbesondere hat die Untersuchung gezeigt, dass für die Polizisten nebst dem Gebrauch der Schusswaffe keine Alternativen bestanden, sich in dieser Notwehr- und Notwehrhilfesituation gegen den mit Axt und Gertel bewaffneten Angreifer zu schützen. Das Verfahren gegen die Polizisten wegen vorsätzlicher Körperverletzung wurde deshalb eingestellt. Die Einstellungsverfügungen sind noch nicht rechtskräftig.

Beschuldigter nur teilweise schuldfähig Gegen den Angreifer hat die Staatsanwaltschaft Baden Anklage erhoben wegen mehrfacher versuchter vorsätzlicher Tötung, eventualiter wegen mehrfacher versuchter schwerer Körperverletzung sowie wegen mehrfacher Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, den Tod, beziehungsweise die schweren Körperverletzungen der Polizisten zumindest in Kauf genommen zu haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Freiheitsstrafe von 2,5 Jahren.

Das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten kommt zum Schluss, dass der Beschuldigte aufgrund einer psychischen Krankheit nur teilweise schuldfähig war. Die Staatsanwaltschaft beantragt deshalb, die Freiheitsstrafe zugunsten einer stationären Massnahme aufzuschieben. Die Anklage ist am Bezirksgericht Zofingen hängig.

PM der Oberstaatsanwaltschaft Aargau vom 28.02.2017
Allgemein KS Möchte_man_nicht_erleben

Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz): Schusswaffengebrauch gegen Hund: Polizei sucht Radfahrer

Nachdem am Samstag ein Hund mehrere Personen in der Pariser Straße angefallen und verletzt hat sucht die Polizei nun den Radfahrer, der gegen 13:30 Uhr von dem Rhodesian Ridgeback angesprungen worden ist.

Laut Zeugenaussagen hatte der Hund, bevor er eine Polizeibeamtin und eine Mitarbeiterin der Tierrettung biss, noch einen Fahrradfahrer angefallen. Die Polizei sucht den Radfahrer, weil er ein Zeuge in dem Ermittlungsverfahren gegen den Hundehalter ist. Der Radfahrer und Personen die Hinweise zu ihm geben können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Kaiserslautern 2, Telefonnummer 0631/369-2250, in Verbindung zu setzen.

PM des PP Westpfalz vom 14.02.2017

 

Heute Mittag, um 13.38 Uhr, wurde die Führungszentrale der Polizei Kaiserslautern über einen freilaufenden Hund in Höhe eines Autohandels in der Pariser Straße informiert. Der Mitteiler gab ergänzend an, dass der Hund bereits einen Radfahrer angefallen hätte. Eine Streife wurde zu der Örtlichkeit entsandt, ebenso wurden die Tierrettung und das Ordnungsamt der Stadt Kaiserslautern verständigt.

Vor Ort konnte der Hund am Zaun des Autohandels festgestellt und bis zum Eintreffen der Tierrettung festgesetzt werden. Zeitgleich mit der Tierrettung traf auch ein Bekannter des Gewerbetreibenden und Tierbesitzers ein. Dieser konnte den Hund zu sich rufen.

Unvermittelt und ohne erkennbaren Grund rannte der Hund aber plötzlich in Richtung einer Polizeibeamtin, sprang diese an und biss sie. Danach sprang er eine Mitarbeiterin der Tierrettung an und biss dieser in den Unterarm. Als er danach auf einen anderen Polizeibeamten zurannte und diesen angreifen wollte macht der Beamte zur Abwehr des unmittelbar bevorstehenden Angriffes von seiner Schusswaffe Gebrauch und erschoss den Hund.

Sowohl die Polizeibeamtin als auch die Mitarbeiterin der Tierrettung wurden ambulant im Westpfalzklinikum behandelt. Die Polizeibeamtin konnte ihren Dienst nicht fortsetzen.

PM des PP Westpfalz vom 11.02.2017

Allgemein KS Möchte_man_nicht_erleben verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz): Schusswaffengebrauch durch einen Polizeibeamten gegen einen Hund

Symbolfoto

Heute Mittag, um 13.38 Uhr, wurde die Führungszentrale der Polizei Kaiserslautern über einen freilaufenden Hund in Höhe eines Autohandels in der Pariser Straße informiert. Der Mitteiler gab ergänzend an, dass der Hund bereits einen Radfahrer angefallen hätte. Eine Streife wurde zu der Örtlichkeit entsandt, ebenso wurden die Tierrettung und das Ordnungsamt der Stadt Kaiserslautern verständigt.

Vor Ort konnte der Hund am Zaun des Autohandels festgestellt und bis zum Eintreffen der Tierrettung festgesetzt werden. Zeitgleich mit der Tierrettung traf auch ein Bekannter des Gewerbetreibenden und Tierbesitzers ein. Dieser konnte den Hund zu sich rufen.

Unvermittelt und ohne erkennbaren Grund rannte der Hund aber plötzlich in Richtung einer Polizeibeamtin, sprang diese an und biss sie. Danach sprang er eine Mitarbeiterin der Tierrettung an und biss dieser in den Unterarm. Als er danach auf einen anderen Polizeibeamten zurannte und diesen angreifen wollte macht der Beamte zur Abwehr des unmittelbar bevorstehenden Angriffes von seiner Schusswaffe Gebrauch und erschoss den Hund.

Sowohl die Polizeibeamtin als auch die Mitarbeiterin der Tierrettung wurden ambulant im Westpfalzklinikum behandelt. Die Polizeibeamtin konnte ihren Dienst nicht fortsetzen.

PM des PP Westpfalz vom 11.02.2017

Allgemein Kritik

ndr.de: Polizei-Schüsse: Linke fordert Aufklärung

„Nach den Schüssen eines Hamburger Polizisten auf einen 33-jährigen Ghanaer im Stadtteil St. Georg fordern die Linken in der Bürgerschaft die restlose Aufklärung des Vorfalls. Auf Antrag der Fraktion soll sich der Innenausschuss am Donnerstag mit dem Thema befassen. „Es gibt sehr widersprüchliche Zeugenaussagen zu dem Vorfall“, erklärten die Fraktionsvorsitzenden Sabine Boeddinghaus und Cansu Özdemir am Mittwoch. Diese Widersprüche und die offenen Fragen müssten geklärt werden.“

Online-Artikel, 08.02.2017
http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Polizei-Schuesse-Linke-fordert-Aufklaerung,schuesse160.html

 

Wer sich ernsthaft mit der Materie befasst, weiß, dass diese Aufklärung erfolgen wird und schon lange eingeleitet wurde. Aber das lässt sich pressemäßig natürlich weniger aufregend aufbereiten…

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten Kritik

Focus.de: In Hamburg – Ghanaer von Polizist niedergeschossen: Ein Detail macht die Kritiker stutzig

„Ein Zivilpolizist schießt in Hamburg drei Mal auf einen Ghanaer, der ein Messer trägt. Für die Hamburger Polizei ist es eine reine Notwehrsituation. Augenzeugen widersprechen allerdings – und die afrikanische Community erhebt Rassismus-Vorwürfe gegen den Polizisten. Was ist im Stadtteil St. Georg wirklich passiert?“

Online-Artikel, 09.02.2017
http://www.focus.de/politik/in-hamburg-ghanaer-von-polizist-niedergeschossen-ein-detail-macht-die-kritiker-stutzig_id_6621578.html

Der drittletzte Absatz wird eingeleitet mit dem Satz: „Der Fall wird nun offiziell untersucht – wie es bei Fällen, in denen Polizisten von der Schusswaffe Gebrauch machen, üblich ist.“ Dies suggeriert, dass dies ohne die Kritik von Herrn Dolzer nicht passiert wäre. Es wird allerdings de facto nach JEDEM Schusswaffengebrauch ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

 

Allgemein Möchte_man_nicht_erleben

Mettingen (Nordrhein-Westfalen): Hund nach Beißattacke von Polizeibeamten erschossen

Am Freitagmittag (03.02.), gegen 12.15 Uhr, lief auf der Neuenkirchener Straße ein großer dunkler Hund frei umher. Das Tier lief verschiedenen Radfahrern und Passanten hinterher und versuchte diese anzuspringen und zu beißen. Ein Passant wehrte einen dieser Angriffe zunächst ab, wurde aber dann von dem Hund in die Wade gebissen. Der Polizei-Bezirksdienstbeamte von Mettingen, der sich in dem Bereich aufhielt, zog seine Dienstwaffe und schoss zunächst einmal in die Luft, um den Hund von weiteren Beißattacken abzuhalten. Als der Hund jedoch erneut weitere Angriffe startete, erschoss der Polizeibeamte den Hund. Die Hundehalterin steht mittlerweile fest. Warum der Hund frei umherlief, müssen weitere Ermittlungen ergeben.

PM der KPB Steinfurt vom 03.02.2017

Allgemein

Berliner Morgenpost: Polizei erschießt Mann – SEK war nicht verfügbar

„Drei Beamte schossen auf den offenbar psychisch kranken 25-Jährigen. Ein SEK wurde zwar angefordert, war aber gerade beschäftigt.“

Online-Artikel, 01.02.2017
http://www.morgenpost.de/berlin/polizeibericht/article209465513/Polizei-erschiesst-Mann-SEK-war-nicht-verfuegbar.html?__pwh=cPVpDuwS52i%252FtKM8As1zvQ%253D%253D

Allgemein

Berliner Morgenpost: Toter in Hohenschönhausen – Drei Polizisten haben gleichzeitig geschossen

„„Dass drei Kollegen die gleiche Option wählten, zeigt die Ausnahmesituation, in der sie sich befanden“, sagte Steve Feldmann, Vorstandsmitglied des Landesverbandes der Gewerkschaft der Polizei (GdP). “

Online-Artikel, 01.02.2017
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/toter-in-hohenschoenhausen-drei-polizisten-haben-gleichzeitig-geschossen-25659958?dmcid=sm_em

Allgemein

Krefeld (Nordrhein-Westfalen): Tatverdächtiger nach Beil-Angriff in Untersuchungshaft

Der 52-jährige Mann, der am Sonntag (15. Januar) am Krefelder Bahnhof einen 33-Jährigen mit einer Axt verletzte, sitzt jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte in Untersuchungshaft.

Am Sonntagabend hatte eine Zeugin gegen 18:40 Uhr die Polizei alarmiert (siehe Pressemitteilung Polizei Krefeld vom 15.Januar). Die Beamten konnten den Tatverdächtigen am Südausgang des Bahnhofs stellen. Trotz Ansprache und Einsatz von Pfefferspray widersetzte sich der äußerst aggressiv auftretende Tatverdächtige den Weisungen der eingesetzten Polizeibeamten. Diese versuchten zunächst die Situation bis zum Eintreffen eines angeforderten Diensthundes deeskalierend zu kontrollieren. Als sich der Tatverdächtige jedoch ihnen auf kurze Distanz näherte setzten sie die Schusswaffe ein. Ein zunächst abgegebener Warnschuss stoppte den Tatverdächtigen nicht, als dieser dann einen zunächst nicht identifizierten Gegenstand auf die Polizeibeamten warf und sich ihnen weiter annäherte erfolgte ein gezielter Schuss auf ein Bein. Im Anschluss daran konnte der Mann unter Einsatz eines zwischenzeitlich eingetroffenen Diensthundes überwältigt und festgenommen werden.

Nach derzeitigen Ermittlungsstand war der Schusswaffengebrauch der Polizeibeamten gerechtfertigt.

Gemeinsame PM der StA Krefeld und des PP Duisburg vom 18.01.2017

 

Am Sonntag (15. Januar 2017) hat die Polizei am Hauptbahnhof in Krefeld unter Einsatz der Schusswaffe einen Mann festgenommen. Er ist verdächtig, zuvor einen anderen Mann mit einem Beil attackiert zu haben. Beide Männer, die sich häufig im Bahnhofsmilieu aufhalten sollen, sind leicht verletzt.

Gegen 18:40 Uhr informierte eine Zeugin die Polizei über eine Auseinandersetzung zwischen zwei Männern im Bahnhofsgebäude. Dabei verletzte einer der Kontrahenten den anderen mit einem Beil, das er mit sich führte. Das 33-jährige Opfer wurde verletzt, Lebensgefahr besteht nicht. Polizeibeamte stellten den 52-jährigen Täter im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen am Südausgang des Bahnhofs. Bei der Festnahme kam es zum Einsatz der Schusswaffe. Dadurch wurde der Tatverdächtige durch einen Streifschuss am Bein leicht verletzt. Der Mann wurde nach ärztlicher Versorgung ins Polizeigewahrsam gebracht. Die Ermittlungen dauern an.

Gemeinsame PM der StA und des PP Krefeld vom 16.01.2017

Allgemein

Express: Familie weg, Job weg Polizist schoss in Notwehr – so leidet er jetzt

„Einbruch in ein Computergeschäft! Als Ulf D. (Name geändert) und seine Kollegen am 1. Juli 2007 in die Siegburger Straße rasen, ahnt der Polizist nicht, dass dieser vermeintliche Routine-Alarm sein Leben für immer verändern wird. Am Ende ist ein mutmaßlicher Einbrecher (23) tot, D. schwer traumatisiert.“

Online-Artikel, 14.11.2016
 http://www.express.de/25087934

 

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten

Ermittlungen gegen Polizisten in Moers eingestellt

SWGNach den tödlichen Schüssen durch Polizisten auf einen 48 Jahre alten Mann am 17.10.2016 (wir berichteten hier) hat die Staatsanwaltschaft Kleve – Zweigstelle Moers – die Ermittlungen gegen die beteiligten Beamten eingestellt. „Nach Abschluss der Ermittlungen, komme ich insbesondere aufgrund der Schilderungen der vor Ort befindlichen Zeugen zu dem Schluss, dass die Beamten keine andere, gleich geeignete Möglichkeit hatten, sich vor dem gegenwärtigen Angriff auf ihren Leib und ihr Leben zu schützen. Sie handelten damit zweifelsfrei in Notwehr“, sagte Staatsanwalt Kluger heute in Moers.

Gemeinsame Presseerklärung der StA Moers und des PP Duisburg vom 18.11.2016

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten

WDR.de: Ermittlungen gegen Hagener Polizistin eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Hagen hat gestern die Ermittlungen gegen die Polizistin eingestellt, die am 18.10.2016 in Hagen-Kabel auf einen 34-Jährigen geschossen hat, der mit einer Machete auf Menschen losgegangen war und diese verletzt hatte. Als er auch die Polizisten angriffen wurde, machte die Polizeibeamtin von der Schusswaffe Gebrauch. Der 34-Jährige verstarb.

„Die Ermittlungen hätten zweifelsfrei ergeben, dass die 24-Jährige Polizistin in Notwehr gehandelt hatte, erklärte die Hagener Staatsanwaltschaft am Montag.“ (<– Zitat aus dem Text).

Online-Artikel, 07.11.2016
http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/ermittlungen-gegen-polizistin-eingestellt-100.html

Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. freuen uns für die Beamtin, dass diese Belastung schon einmal vorbei ist. Wir wünschen ihr und den anderen Einsatzkräften der Polizei NRW Hagen vor Ort eine gute Verarbeitung des Einsatzes, ebenso wie den Zeugen und den ersten Opfern des Angreifers.

Hier noch einmal der Link zu den Texten der beiden Pressemitteilungen dazu.

 

Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e. V. stehen hinter unserer Polizei, weil sie demokratisch legitimiert und rechtsstaatlich verfasst ist. Wäre das anders, gäbe es diesen Verein nicht und auch nicht mit mir als Vorsitzender.

Zur Rechtstaatlichkeit gehört, dass unnatürliche Todesfälle untersucht werden. Dabei ist es auch vollkommen wurscht, welchen Beruf der Mensch hatte, der diesen Todesfall herbeigeführt hat. Länder, in denen es nach solchen Vorfällen kein Ermittlungsverfahren gibt sind ganz klar keine Demokratien. Da kann man problemlos im Knast verschwinden und dann da zu Tode gefoltert werden, ohne dass je jemand davon erfährt. Solche Staaten leisten sich sicherlich keine Polizei, von der wir Fan sein möchten…

Die Staatsanwaltschaft ist eine unabhängige Institution und ein Ermittlungsverfahren ergebnisoffen. Insofern stellt ein solches Verfahren keinen Schuldspruch dar. Folglich gibt es am Verfahren an sich nichts zu kritisieren.

Darüber hinaus möchte ich auch noch zu bedenken geben, dass das richtige Leben nicht ist wie das Fernsehen. Ein tödlicher Schusswaffengebrauch bleibt keinem Menschen in den Kleidern stecken. Das ist für eine menschliche Seele kein Spaziergang und es kann auch psychisch sehr hilfreich sein. wenn eine unabhängige Institution wie die Staatsanwaltschaft draufschaut. Auch wenn das Verfahren zweifellos eine psychische Belastung darstellt, so ist es doch immer eine Erleichterung, wenn die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass der Schusswaffengebrauch juristisch gerechtfertigt war.

Aus all diesen Gründen ist unsere Position zu diesem Verfahren an sich auch nicht verhandelbar.

Allgemein

Generalanzeiger: Schüsse auf Flüchtling: Keine Konsequenzen für Polizeibeamte

Das Verfahren gegen einen Bonner Polizeibeamten und zwei SEK-Beamten wurde eingestellt. Sie hatten im August 2015 auf einen 24-jährigen Flüchtling geschossen, der zuvor mit einem Messer auf einen Mitbewohner und dann auf die Polizisten losgegangen war.

Ein Sprecher der Bonner Staatsanwaltschaft sagte, dass den Ermittlungen zufolge „der Schusswaffengebrauch des Bonner Polizeibeamten und den zwei SEK-Beamten gerechtfertigt und geboten war. Zur nachhaltigen und dauerhaften Abwendung einer Gefahr für andere.“ (ZItat aus dem verlinkten Artikel).

Online-Artikel, 11.10.2016
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/Sch%C3%BCsse-auf-Fl%C3%BCchtling-Keine-Konsequenzen-f%C3%BCr-Polizeibeamte-article3378960.html

Wir hoffen, dass die betroffenen Polizeibeamten jetzt durchatmen können und es ihnen besser geht, nachdem sie nun dieses sehr lange Verfahren durchgestanden haben.

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten

Merkur.de: Polizei erschießt Pflegeheimbewohner – kein Ermittlungsverfahren

„Am Mittwoch erschoss die Polizei einen seelisch kranken 62-Jährigen, nachdem dieser zwei Streifenbeamte mit einem Messer attackiert hatte. Ein Ermittlungsverfahren wird es nicht geben teilte die Staatsanwaltschaft mit.“

Online-Artikel, 14.07.2016
http://www.merkur.de/bayern/polizei-erschiesst-pflegeheimbewohner-kein-ermittlungsverfahren-6569817.html

 

Allgemein

Berlin: Bei Schussabgabe verletzt

Bei einem Polizeieinsatz wurde in der vergangenen Nacht ein Mann in Neukölln verletzt. Kurz vor 1 Uhr soll es in der Fritz-Erler-Allee/Neuköllner Straße auf dem Gelände einer Tankstelle zu einer räuberischen Erpressung durch den 37-Jährigen mit seinem Hund gekommen sein. Bei der anschließenden Suche nach dem Tatverdächtigen soll der nicht angeleinte Hund bedrohlich auf die eingesetzten Polizisten zu gelaufen sein, woraufhin auf den Hund geschossen wurde. Dabei wurde der 37-Jährige, der sich hinter dem Hund in einem Gebüsch befand, getroffen. Alarmierte Rettungskräfte brachten den Mann in ein Krankenhaus, wo er notoperiert wurde. Der Hund, der immer noch einen aggressiven Eindruck machte, wurde in der Folge von angeforderten Beamten des SEK mit einem Taser angriffsunfähig gemacht und zunächst zum Polizeiabschnitt 56 gebracht.
Die Ermittlungen, wie in allen Fällen der Schussabgabe durch Polizeikräfte auf Personen, hat eine Mordkommission des Landeskriminalamts übernommen.

PM Nr. 2234 der Polizei Berlin vom 02.09.2016

Allgemein Angriff Gewalt_gg_Polizisten KS verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Stuttgart (Baden-Württemberg): Versuchtes Tötungsdelikt – Haftbefehl in Vollzug gesetzt

Der am Sonntag (10.07.2016) nach einem Messerangriff auf Streifenbeamte durch Schüsse aus Polizeiwaffen schwer verletzte 33-jährige mutmaßliche Täter ist außer Lebensgefahr und mittlerweile ansprechbar. So konnte dem 33-jährigen Deutschen heute im Laufe des Tages im Krankenhaus der Haftbefehl wegen versuchten Mordes eröffnet werden. Da er momentan noch nicht transportfähig ist, wird er dort von Justizbeamten bewacht, bis er in ein Justizvollzugskrankenhaus überführt werden kann. Der 25-Jährige schwer verletzte Polizeibeamte ist auf dem Weg der Besserung und konnte das Krankenhaus heute verlassen. Die Ermittlungen – insbesondere auch zu einem möglichen Tatmotiv – dauern an.

PM des PP Stuttgart vom 11.07.2016

Ursprungsmeldung:

Symbolfoto
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Polizeibeamte haben am frühen Sonntagmorgen (10.07.2016) in der Erwin-Hageloh-Straße ihre Dienstwaffen eingesetzt, um einen Messerangriff eines 33 Jahre alten Mannes abzuwehren.

Der 33-jährige Tatverdächtige hat die Polizeibeamten gegen 05.00 Uhr unter einem Vorwand zu einer Tiefgarage an der Erwin-Hageloh-Straße gelockt. Als die Beamten auf den Mann zugingen, griff sie dieser unvermittelt mit einem Messer an und verletzte einen 25-jährigen Polizisten schwer. Der 25-Jährige sowie sein 24-jähriger Kollege gaben daraufhin mehrere Schüsse auf den Mann ab und verletzten ihn lebensgefährlich. Rettungskräfte und Notärzte kümmerten sich um die Schwerverletzten und brachten sie in Krankenhäuser.

Der mutmaßliche Täter wird derzeit notoperiert. Das zuständige Dezernat der Kriminalpolizei ermittelt gegen den 33-Jährigen nun wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart wurde informiert. Nach derzeitigem Ermittlungsstand war die Schussabgabe gerechtfertigt.

Gemeinsame PM der StA und des PP Stuttgart vom 10.07.2016

Allgemein KS

Bonn (Nordrhein-Westfalen): Polizei gab Schüsse auf mutmaßlichen Täter eines Tötungsdeliktes ab

SWGZu einem Tötungsdelikt kam es in den frühen Nachmittagsstunden des 08.07.2016 in Bonn-Auerberg: Gegen 13:30 meldete sich ein Anwohner der Georg-von-Boeselager-Straße über Notruf bei der Einsatzleitstelle der Bonner Polizei und machte Angaben zu einem offensichtlichen Tumultgeschehen innerhalb des Hauses, bei dem möglicherweise auch ein Messer eingesetzt wurde. Die kurze Zeit später eintreffenden Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdiensten stellten vor Ort eine zunächst unübersichtliche Situation fest: Im Flurbereich des Hauses fanden die Beamten eine schwerstverletzte männliche Person auf – der 79-Jährige Mann verstarb noch vor Ort. Ebenfalls im Flurbereich trafen die Beamten auf einen mit einem Messer bewaffneten Mann. Die Polizeibeamten gaben mehrere Schüsse auf ihn ab, so dass er angriffsunfähig wurde. Der 49-Jährige wurde hierbei schwerer verletzt und nach erfolgter Behandlung durch einen Notarzt mit einem Rettungstransportwagen in eine Klinik eingeliefert. Im Haus wurde eine weitere, von ihm attackierte 76-jährige Frau schwerverletzt angetroffen und nach erfolgter Erstversorgung vor Ort auch in ein Krankenhaus eingeliefert.

Nach dem aktuellen Sachstand hatte der in dem Mehrfamilienhaus wohnende Beschuldigte versucht, eine weitere Frau in dem Haus zu attackieren. Die Frau konnte sich jedoch in Sicherheit bringen und blieb unverletzt.

Aus Objektivitätsgründen übernahmen Teams der Kölner Mordkommission die Ermittlungen zu dem festgestellten Tötungsdelikt. Weiterhin bearbeitet eine Ermittlungsgruppe aus Köln das Geschehen zu der geschilderten Schussabgabe der Polizisten.

Die andauernden Ermittlungen zu den geschilderten Geschehen erfolgen in enger Abstimmung mit Oberstaatsanwalt Robin Faßbender.

PM des PP Bonn vom 08.07.2016

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Westfälische Nachrichten: Nach Schuss aus Polizeiwaffe: Ermittlungen eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Münster hat das Verfahren gegen einen 46-jährigen Polizeibeamten eingestellt, der am 2. November 2015 in Gronau einen 46-Jährigen erschossen hat.

Online-Artikel, 05.07.2016

“ Dem Beschuldigten war kein strafrechtlicher Vorwurf zu machen, da er nach dem Ergebnis der umfangreichen Ermittlungen unter den gegebenen Umständen vorschriftsgemäß und verhältnismäßig reagiert hat.“ (Zitat aus der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Münster vom 05.07.2016)

Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. freuen uns für den Polizeibeamten, dass er dies von einer unabhängigen Instanz schriftich bekam und hoffen, dass das bei der Verarbeitung hilft.

Auch allen anderen Beteiligten und Betroffenen wünschen wir viel Kraft bei der Verarbeitung.

Hier der Link zum Text der damaligen Pressemitteilung der StA Münster, des PP Münster und der KPB Borken.

Hier der Link zum Text der gesamten Pressemitteilung der StA Münster.

 

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Staatsanwaltschaft Münster stellt Ermittlungsverfahren nach tödlichem Schusswaffengebrauch in Gronau ein

Die Staatsanwaltschaft Münster hat das Ermittlungsverfahren gegen einen Polizeibeamten, der bei einem Polizeieinsatz einen 46jährigen Gronauer durch einen Schuss aus seiner Dienstwaffe tödlich verletzt hat, eingestellt. Dem Beschuldigten war kein strafrechtlicher Vorwurf zu machen, da er nach dem Ergebnis der umfangreichen Ermittlungen unter den gegebenen Umständen vorschriftsgemäß und verhältnismäßig reagiert hat.

 

Am 2. November 2015 kam es in den Nachmittagsstunden in der Innenstadt von Gronau zu einer (ersten) lautstarken Auseinandersetzung zwischen dem später tödlich Verletzten und Mitgliedern einer anderen Familie. Dabei drohte der Gronauer unter Vorhalt eines Messers wiederholt mit den Worten, Angehörige jener Familie umzubringen. Der von Zeugen verständigte Beschuldigte und ein weiterer Polizeibeamter stellten bei dem Gronauer ein Messer sicher und schlichteten den Streit vorerst.

Ungefähr eine Stunde später ging der Gronauer erneut in der Innenstadt auf Angehörige jener Familie zu. Er äußerte lautstark Bedrohungen sowie Beleidigungen und versuchte mit einem sogenannten Cuttermesser, dessen Klinge ausgefahren war, zwei Zeugen anzugreifen. Diese Angriffe konnten die Zeugen unter anderem durch den Einsatz eines Pfeffersprays abwehren.

In dieser Situation kam der Beschuldigte hinzu, um das Geschehen, das Zeugen als von unkontrollierter Aggression geprägt beschrieben haben, zu beruhigen. Der Gronauer bedrohte zu diesem Zeitpunkt mit erhobenem Messer in kreisenden Stich- und Schnittbewegungen sowohl die umstehenden Personen als auch die eingetroffenen Polizeibeamten. Aus einer Entfernung von nur wenigen Metern ging der Gronauer sodann mit vorgehaltenem Messer erneut auf den Zeugen zu, der sich zuvor schon mit dem Pfefferspray verteidigt hatte. Dieser Zeuge stand zu jenem Zeitpunkt direkt links neben dem Polizeibeamten. Der Beschuldigte, der sich selbst als Angriffsziel sah, rief lautstark „Halt! Messer weg!“ und zog seine Dienstwaffe. Hiervon unbeeindruckt kam der Gronauer mit erhobenem Messer näher. Um dem Angriff gegen sein Leben zu begegnen und den Angreifer angriffsunfähig zu machen, schoss der Beschuldigte dem Gronauer einmal in dessen rechten – das Messer führenden – Oberarm. Eine andere Abwehrmaßnahme, insbesondere die Abgabe eines Warnschusses, versprach aus der Sicht des Beschuldigten angesichts der kurzen Distanz und der schnellen Annäherung keinen Erfolg.

Der Gronauer bewegte sich von dem Oberarmdurchschuss unbeeinträchtigt mit dem Messer weiter auf den Beschuldigten zu, der nach dem ersten Schuss einen Schritt zurück getreten war. In diesem Moment, in dem der Gronauer dem Beschuldigten noch frontal gegenüber stand, entschloss sich der Polizeibeamte zu der Abgabe eines weiteren Schusses, da er annahm, dass der Angriff auf sein Leben andauerte. Dieser zweite Schuss traf den Gronauer in dessen Rücken und verletzte ihn tödlich.

 

Ein ballistisches Sachverständigengutachten hat die Rückenverletzung damit erklärt, dass zwischen der Wahrnehmung der andauernden Bedrohung, über die Entscheidung zur zweiten Schussabgabe bis zu dem eigentlichen Schuss eine Zeitspanne von mindestens einer Sekunde lag. Innerhalb dieser Zeitspanne (sogenannte Latenzzeit) hatte der Gronauer seinen Oberkörper um 180 Grad gedreht und wurde dadurch – ohne dass der Beschuldigte die Schussrichtung noch ändern konnte – in den Rücken getroffen. Zahlreiche von dem Leiter der Mordkommission und dem ermittelnden Staatsanwalt vernommene tatnächste Zeugen haben das Ergebnis des Gutachtens bestätigt. Denn nach diesen Aussagen hatte sich der Gronauer nach dem ersten Schuss weiter direkt auf den Polizeibeamten zubewegt und dann seinen Oberkörper gedreht. Auch der Beschuldigte hat angegeben, dass ihm der Gronauer bei beiden Schüssen frontal gegenüber gestanden habe.

 

Münster, 05.07.2016

Botzenhardt

Oberstaatsanwalt

 

 

Erläuterungen:

– Nach §§ 63 Absatz 1 Satz 1, Satz 2, Absatz 2, Absatz  4 Satz 2, 64 Absatz 1 Nr. 1 des Polizeigesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen dürfen Schusswaffen gegen Personen unter anderem gebraucht werden, um diese angriffsunfähig zu machen, wenn andere Maßnahmen des unmittelbaren Zwanges offensichtlich keinen Erfolg versprechen, der Zweck nicht durch Schusswaffengebrauch gegen Sachen erreicht werden kann und der Schusswaffengebrauch das einzige Mittel zur Abwehr einer gegenwärtigen Lebensgefahr ist.

Der Begriff der „Angriffsunfähigkeit“ wird weit ausgelegt, so dass auch die intensivste Form der Angriffsunfähigkeit, nämlich die Tötung des Angreifers, darunter fällt.

– Die Latenzzeit wird unterteilt in die Entscheidungszeit und die Reaktionszeit. Während der Entscheidungszeit wird eine Situation wahrgenommen, evaluiert und als Bedrohung erkannt, so dass der Entschluss zur Schussabgabe getroffen wird. Anschließend muss der Schütze auf die Entscheidung reagieren und diese verwirklichen. Während dieser Reaktionszeit wird das abgespeicherte Handlungsmuster „Schussabgabe“ aktiviert und sodann umgesetzt. Diese Latenzzeit beträgt nach wissenschaftlichen Studien mindestens eine Sekunde; die Drehung eines Oberkörpers um 180 Grad indes nur 0,67 Sekunden.    

PM der StA Münster vom 05.07.2016

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Rheinpfalz: Ludwigshafen – Polizeiseelsorger rechnet mit Freispruch für Polizisten

„Interview: Anfang Mai ist ein Messerstecher von einem Polizisten getötet worden. Er schoss siebenmal, um die Attacke auf seinen Kollegen zu stoppen. Der ehemalige Polizeiseelsorger Hartmut von Ehr bezieht Stellung zu dem Fall. Für ihn hat der Beamte überlegt und der Situation angemessen gehandelt.“

Online-Artikel, 04.06.2016
http://www.rheinpfalz.de/nachrichten/titelseite/artikel/polizeiseelsorger-rechnet-mit-freispruch-fuer-polizisten/

 

Danke, Hartmut von Ehr. Einfach nur danke. Was in Sachen dieses Schusswaffengebrauches so in der Presse stattfand, war wirklich unsäglich! Danke für diesen Gegenpol!

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Filderstadt (Baden-Württemberg): 29-Jähriger nach Angriff auf Polizeibeamten tödlich verletzt – Ergänzungsmeldung

SWG
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Im Fall des am 29.05.2016 in Filderstadt-Bernhausen nach einem Angriff auf einen Polizeibeamten getöteten 29-Jährigen (wir berichteten hier) hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart eine Obduktion beantragt. Da die Ermittlungen Hinweise auf einen möglicherweise vorangegangenen Drogenkonsum ergaben, soll außerdem eine toxikologische Untersuchung klären, ob der Mann unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln oder anderen Substanzen stand.

Nach derzeitigem Stand war es vor dem Angriff auf den Polizeibeamten zu innerfamiliären Streitigkeiten gekommen. Gegen 14.40 Uhr hatten Zeugen die Polizei alarmiert, die den Mann – wie bereits berichtet – mit einem Samurai-Schwert bewaffnet im Freien antraf. Die Beamten forderten den 29-Jährigen, der sich offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befand, mehrfach auf, die Waffe wegzulegen. Schließlich legte er zwar die Samurai-Schwert auf den Boden, zog dann aber ein Messer. Der mehrmaligen Aufforderung, auch das Messer wegzulegen, kam er nicht nach. Im Laufe des Einsatzgeschehens wurde sowohl Pfefferspray eingesetzt, als auch der Schusswaffengebrauch angedroht, was aber keine Wirkung zeigte. Als er plötzlich mit dem Messer in der erhobenen Hand zielstrebig auf einen Polizeibeamten zuging, gab der Beamte in der sich in diesem Moment als lebensgefährlich darstellenden Situation zwei Schüsse aus seiner Dienstwaffe auf den Angreifer ab. Der 29-Jährige wurde im Brustbereich getroffen. Trotz durchgeführter Reanimationsmaßnahmen starb er noch vor Ort.

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Stuttgart und des Polizeipräsidiums Reutlingen vom 30.05.2016

Nachdem ein 29-jähriger Deutscher in Filderstadt Bernhausen mit einem Messer bewaffnet auf Polizeibeamte zugestürmt war, hat ein Polizeibeamter am Sonntagnachmittag von seiner Schusswaffe Gebrauch gemacht. Der 29-Jährige wurde tödlich verletzt.

Gegen 14.45 Uhr hatten Zeugen der Polizei eine randalierende, mit einem Schwert bewaffnete Person in einem Mehrfamilienhaus in der Talstraße gemeldet. Als mehrere Polizeistreifen an der beschriebenen Adresse eintrafen, trafen sie den mit einer Art Machete bewaffneten Mann im Freien an. Die Beamten forderten den 29-Jährigen, der sich offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befand, mehrfach auf, die Waffe wegzulegen. Nachdem er zunächst nicht reagierte, wurde Pfefferspray eingesetzt und der Schusswaffengebrauch angedroht. Schließlich legte er zwar die Machete auf den Boden, zog dann aber ein Messer mit einer Klingenlänge von mindestens 15 cm. Mit diesem in der Hand ging er mit schnellen Schritten auf einen Polizeibeamten zu, der zwei Schüsse aus seiner Dienstwaffe auf den 29-Jährigen abgab. Der Mann wurde im Bereich des Oberkörpers getroffen. Trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen starb er. Die Polizeibeamten blieben unverletzt.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Kriminalpolizeidirektion Esslingen haben die Ermittlungen zum genauen Hergang, zur möglichen Vorgeschichte und zu den Motiven des bislang polizeilich noch nicht bekannten 29-Jährigen aufgenommen. Die Ermittlungen hierzu sind aktuell noch im Gange. Sowohl die Angehörigen des 29-Jährigen als auch die am Einsatz beteiligten Polizeibeamten werden psychologisch betreut.

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Stuttgart und des Polizeipräsidiums Reutlingen vom 29.05.2016

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

swr: Ludwigshafen – Erschossener Polizisten-Angreifer hatte psychische Probleme

Zum Vorfall, der am 04.05.2016 in Ludwigshafen stattfand (wir berichteten hier: http://kggp.de/…/ludwigshafen-rheinland-pfalz-polizist-mit…/) – und der mir nebenbei bemerkt auch ganz schön unter die Haut ging – hat sich nun der Anwalt der Angehörigen des erschossenen Angreifers geäußert.

Online-Artikel, 13.05.2016
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/mannheim/ludwigshafen-erschossener-polizisten-angreifer-hatte-psychische-probleme/-/id=1582/did=17429582/nid=1582/1698nad/

Wir freuen uns, dass der verletzte Polizist das Krankenhaus verlassen konnte. Wir wünschen ihm weiterhin gute Besserung.

Ihm und seinem Kollegen wünschen wir noch einmal viel Kraft und jede nur erdenkliche Unterstützung, insbesondere durch Familie, Freunde und Kollegen. Zur Unterstützung, die wir alle hier beitragen können, gehört übrigens auch, dass man sich Einsatznachbesprechungen auf öffentlichen Internetseiten auf der Basis von dürren Pressemitteilungen komplett spart. Diese Nachbesprechungen werden durchgeführt – unter Menschen, die dabei waren, alle Infos haben und im Kreise derer, die es angeht.

Allgemein Schweiz

Ossingen ZH: Mann wollte sich Kontrolle entziehen und wurde durch die Polizei verletzt

Am Freitagabend (13.5.2016) versuchte sich ein Personenwagenlenker in Ossingen einer Polizeikontrolle zu entziehen, indem er sich dieser widersetzte. Durch die Polizei erfolgte ein Schusswaffeneinsatz, worauf der Mann die Flucht ergriff. Aufgrund der erlittenen Verletzungen begab er sich etwas später ins Spital, wo er festgenommen wurde.

Gegen 22 Uhr meldete sich eine Frau bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei und gab an, einen maskierten Mann im Quartier gesehen zu haben, welcher mit einem Personenwagen weggefahren sei. Im Zuge der sofort eingeleiteten Fahndung fiel den ausgerückten Polizisten am Bahnhof Ossingen ein dem signalisierten Personenwagen sehr ähnliches Auto auf. Als ein Funktionär den Insassen kontrollieren wollte, widersetze er sich den wiederholten, Anweisungen sowie der polizeilichen Überprüfung und fuhr los. Nach einem Schusswaffeneinsatz, welcher vom Kontrollierenden ins Fahrzeuginnere erfolgte, beschleunigte der Lenker sein Tempo und ergriff die Flucht.

Kurz vor 23 Uhr begab sich ein Mann mit Schussverletzungen am Arm in die Notfallaufnahme eines Spitals im Kanton Thurgau. Abklärungen ergaben, dass es sich um den in Ossingen geflüchteten Verdächtigen handelt. Er wurde durch die Kantonspolizei Thurgau festgenommen.

Der Schusswaffeneinsatz durch die Polizei wird, wie in solchen Fällen üblich, von der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich untersucht.

Beim Verhafteten handelt es sich um einen 36-jährigen Kosovaren, welcher im Kanton Thurgau wohnhaft ist. Aufgrund von weiteren Ermittlungen dürfte es sich um einen mutmasslichen Einbrecher handeln. Er wird nach der Spitalentlassung der zuständigen Staatsanwaltschaft zugeführt.

PM der Kantonspolizei Zürich vom 14.05.2016

Allgemein

Merkur.de: Polizist schießt auf bewaffnete Frau

„Ein Polizist hat am Samstag auf eine Frau geschossen, die mit einer Pistole Passanten bedroht hat und in eine U-Bahnstation gelaufen ist. Die 50-Jährige wurde überwältigt – sie ist psychisch krank.“

Online-Artikel, 10.03.2016
http://www.merkur.de/lokales/muenchen/sued/schuesse-obersendling-polizist-zielte-doch-frau-6184464.html

Allgemein

NWZ-Online: Schüsse auf 17-Jährige in Bremen – Polizist kann noch nicht zu Einsatz befragt werden

„Der Polizist hatte mehrmals auf eine Wohnungstür geschossen und eine 17-Jährige schwer verletzt. Die Ermittlungen werden sich hinziehen – auch weil der Beamte derzeit nicht vernehmungsfähig ist.“

Online-Artikel, 08.03.2016
http://www.nwzonline.de/blaulicht/polizist-kann-noch-nicht-zu-einsatz-befragt-werden_a_6,1,875074233.html

Allgemein

Weser-Kurier: Bremen – Schießerei: Polizist gehört SEK an

„Der Polizist, der in der Nacht zum Sonnabend mit mehreren Schüssen durch eine Tür eine junge Bremerin schwer verletzt hat, gehört dem Spezialeinsatzkommando (SEK) der Bremer Polizei an. Laut Staatsanwaltschaft hospitierte der Mann bei seinen Kollegen im Streifendienst. Der SEK-Beamte saß in einem der beiden Streifenwagen, die wegen einer Schlägerei zu dem Wohnhaus Ecke Tiefer/Balgebrückstraße gerufen worden waren.“

Online-Artikel, 08.03.2016
http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Schiesserei-Polizist-gehoert-SEK-an-_arid,1330006.html

Mir macht das alles ziemlich Bauchschmerzen…

Allgemein

rosenheim24.de: Todesschüsse: So hat sich die Staatsanwaltschaft entschieden

„Am 25. Juli 2014 verlor André B. sein Leben – die Kugel aus der Waffe eines Zivilfahnders traf ihn tödlich in den Hinterkopf. Nach rund 19 Monaten hat die Staatsanwaltschaft über eine Anklage-Erhebung entschieden!“

Online-Artikel, 15.02.2016
http://www.rosenheim24.de/bayern/todesschuesse-burghausen-sich-staatsanwaltschaft-entschieden-5913453.html

Allgemein Möchte_man_nicht_erleben

Allgemeine Zeitung: Angreifer in Budenheim angeschossen – Keine Konsequenzen für Polizisten

„Der Polizeibeamte, der am Abend des 3. Januar in Budenheim mit seiner Dienstwaffe einen 28-jährigen Angreifer angeschossen und schwer verletzt hatte, muss weder dienst- noch strafrechtliche Konsequenzen befürchten.“

Online-Artikel, 04.02.2016
http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/budenheim/angreifer-in-budenheim-angeschossen-keine-konsequenzen-fuer-polizisten_16612368.htm

Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. stehen hinter diesem Polizisten und freuen uns über dieses Ergebnis.

Wir berichteten hier über den Vorfall.

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Schwandorf (Bayern): Räuberischen Diebstahl mit anschließender gefährlicher Körperverletzung zum Nachteil eines Polizeibeamten – Polizeilicher Schusswaffengebrauch

Symbolfoto
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Wie bereits hier berichtet, kam es am 24.11.2015 im Nachgang eines räuberischen Diebstahls in einem Supermarkt zu einem massiven tätlichen Angriff auf einen Polizeibeamten, welcher währenddessen einen Schuss aus seiner Dienstpistole abgab. Nach ersten Ermittlungen des Kommissariats 1 der Kripo Amberg und der Staatsanwaltschaft Amberg können nun weitere Details bekannt gegeben werden.

 

Der 26-jährige in Schwandorf wohnhafte Mann wurde gegen 08:30 Uhr in einem Supermarkt in der Paul-von-Denis-Straße dabei beobachtet, als er Waren des täglichen Gebrauchs, darunter ein Getränk und Hygieneartikel, stahl. Als ihn ein Angestellter des Marktes hierauf ansprach, griff er diesen tätlich an und flüchtete. Der Angestellte nahm hierauf die Verfolgung des Mannes auf. Zeitgleich wurde die Polizei verständigt, eine Streife begab sich in Richtung des Supermarktes.

In der Pesserlstraße wurde die anfahrende Streifenbesatzung auf den Angestellten des Supermarktes aufmerksam. Er informierte die Beamten darüber, dass der Flüchtende auf der anderen Straßenseite in Richtung des Bahnhofes läuft. Hierbei wurde auch geäußert, dass der Flüchtende evtl. ein Messer bei sich führt.

Ein Beamter nahm daraufhin umgehend zu Fuß die Verfolgung des flüchtenden Diebes auf.

Der zu Fuß verfolgende Beamte stellte schließlich fest, dass der Flüchtende in ein Nebengebäude des Schwandorfer Bahnhofes, in welchem sich die Räumlichkeiten eines privaten Schulungszentrums befinden, läuft und folgte ihm dorthinein.
In einer Teeküche des Schulungszentrums im Erdgeschoss erklärte der Beamte dem Tatverdächtigen die vorläufige Festnahme, was dieser sofort zum Anlass nahm, den Polizisten tätlich anzugreifen und ihn dabei massiv zu würgen. Erst als der Beamte einen Warnschuss aus seiner Dienstpistole abgab, ließ der Mann von ihm ab.

Unmittelbar darauf eintreffenden Polizeikräften gelang es, den 26-Jährigen festzunehmen.

Durch die Schussabgabe kam es zu keinen Personenschäden, lediglich ein Heizkörper wurde beschädigt. Der Polizeibeamte erlitt so massive Verletzungen, dass er seinen Dienst nicht mehr fortsetzen konnte. Der 26-jährige Mann wurde leicht an der Hand verletzt.

Das Kommissariat 1 der Kripo Amberg übernahm noch am Tatort die Ermittlungen, welche in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Amberg geführt werden.

Bislang konnte kein Messer aufgefunden werden, es wird jedoch momentan davon ausgegangen, dass es sich hierbei entweder um einen Wahrnehmungsfehler des Zeugen handelt oder dass sich der Mann des Messers auf der Flucht entledigt hat.

Da sich Hinweise auf eine gesundheitliche Beeinträchtigung des Tatverdächtigen ergaben, wurde dieser von einem Landgerichtsarzt untersucht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Amberg erging am Abend des 25.11.2015 durch den Ermittlungsrichter am Amtsgericht Amberg ein Unterbringungsbefehl gegen den 26-Jährigen wegen des Verdachts des räuberischen Diebstahls, der gefährlichen Körperverletzung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Er wurde im Anschluss in eine forensische Einrichtung verbracht.

PM des PP Oberpfalz vom 29.11.2015

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten KS

SWR: Tödliche Schüsse in Grünstadt – Polizist entlastet

Ende April war es im rheinland-pfälzischen Grünstadt bei einem Einsatz wegen eines Streites eines Ehepaares zu einem tödlichen Schusswaffengebrauch durch einen Polizeibeamten gekommen, nachdem der Ehemann.eine Polizistin mit einem Messer angegriffen hatte.

Nun hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen den Beamten eingestellt und auf Nothilfe erkannt.

Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. sind froh, dass dieser Teil der Verarbeitung dieses Einsatzes für den Polizeibeamten vorbei ist und wünschen ihm und seiner Kollegin viel Kraft für die weitere Verarbeitung dieses Einsatzes.

Noch ein Wort der Kritik am Artikel des SWR dazu: Im letzten Absatz kommt ein Angehöriger zu Wort, der das Verhalten der Polizei kritisiert: „Die Beamten hätten Elektroschocker oder Ähnliches einsetzen müssen, um den Angreifer außer Gefecht zu setzen, ohne ihn zu töten.“ (Zitat aus dem SWR-Artikel“.

Ich erwarte nicht von jemandem, dessen Freund ums Leben kam, dass er sich mit der Bewaffnung der Polizei auseinandersetzt. Von einer neutralen Berichterstattung erwarte ich dann als Leserin aber schon die Information, dass der Polizei in Deutschland keine Taser zur Verfügung stehen.

Quelle: Online-Artikel, 09.11.2015
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/ludwigshafen/polizei-einsatz-gruenstadt-abschlussbericht-zu-toedlichen-schuessen/-/id=1652/did=16447340/nid=1652/uiou7d/index.html

 

Hier der Textes der damaligen Pressemitteilung der Polizei:
http://kggp.de/Blogosphere/galerie/2015/04/28/gruenstadt-rheinland-pfalz-polizei-setzt-schusswaffe-gegen-40-jaehrigen-ein/

Und hier noch ein Artikel zur Verfahrenseinstellung (Rheinpfalz).

 

Allgemein Blog

Kassel (Hessen): 40-Jähriger verschanzt sich mit Schusswaffe in Wohnung – Polizei setzt Dienstpistole ein

SWGAm heutigen Freitagmorgen setzten Beamte des Polizeipräsidiums Nordhessen bei der Festnahme eines 40-Jährigen die Dienstpistole ein. Der Mann, der sich zuvor mit einer Schusswaffe in seine Wohnung zurückgezogen hatte, wurde bei der Festnahme durch einen Schuss am Arm verletzt.

Ein Finanzbeamter meldete sich gegen 10 Uhr bei der Leitstelle der Kasseler Polizei und bat um Amtshilfe bei der Vollstreckung in der Fuldatalstraße. Der 40-jährige Betroffene habe sich beim Erscheinen des Beamten in seine Wohnung zurückgezogen. Der Polizei war bekannt geworden, dass sich der Mann alleine und mit einer Schusswaffe in der Wohnung des Mehrfamilienhauses aufhielt. Bei der Festnahme in der Wohnung des 40-Jährigen kam es zum Schusswaffengebrauch. In Folge der Schussverletzung am Arm brachte der Rettungsdienst den Festgenommenen in ein Kasseler Krankenhaus. Nach derzeitiger Erkenntnis besteht keine Lebensgefahr.    …

PM des PP Nordhessen – Kassel vom 23.10.2015  … und Folgemeldung vom 24.10.2015:

Der am gestrigen Tag, durch einen polizeilichen Schusswaffengebrauch verletzte 40-jährige Mann, wurde am heutigen Tag zur Begutachtung und Entscheidung der polizeilichen Einweisung von einem Psychologen und der zuständigen Bereitschaftsrichterin in dem behandelnden Krankenhaus aufgesucht. Hierbei fiel die Entscheidung, dass der Betroffene nach seiner erforderlichen medizinischen Behandlung einer psychiatrischen Einrichtung zugeführt wird. Der Mann hatte am gestrigen Tag Polizeibeamte mit einer Schusswaffe bedroht. Bei der folgenden Festnahme kam es dann zum Schusswaffengebrauch durch einen Polizeibeamten.

Allgemein

Berliner Morgenpost: POTSDAM – Brandenburgs Polizisten zogen 780 Mal die Waffe

„Wie locker sitzt Brandenburgs Polizisten die Dienstpistole? Eine Auflistung des Innenministeriums gibt nun Aufschluss darüber. Demnach haben Beamte im vergangenen Jahr 781 Mal von ihrer Schusswaffe Gebrauch gemacht. Dabei wurden bei Einsätzen vier Warnschüsse abgegeben. Das teilte das Innenministerium in Potsdam am Freitag mit.“

Online-Artikel, 25.07.2015
http://www.morgenpost.de/berlin/article205505089/Brandenburgs-Polizisten-zogen-780-Mal-die-Waffe.html

Liest man diesen Artikel bis zum bitteren Ende, kommt man auch an den Punkt, an dem man erkennt, dass trotz der miserablen Einleitung die Schusswaffe so gar nicht locker sitzt!

Allgemein

shz.de: Polizei-Statistik: Alle acht Tage fällt ein Schuss, ein Toter in SH

2014 starben sieben Menschen durch Schüsse von Beamten – in fast allen Fällen war es Notwehr. Ein Mann wurde in Schleswig-Holstein durch Polizeikugeln getötet.“

Online-Artikel, 19.07.2015

http://www.shz.de/nachrichten/deutschland-welt/panorama/polizei-statistik-alle-acht-tage-faellt-ein-schuss-ein-toter-in-sh-id10244386.html

Wenn man sich weit genug durch den Artikel durcharbeitet, stößt man auch auf folgende Information: „Auch wenn es rechnerisch gesehen alle paar Tage vorkommt, dass aus einer Polizeiwaffe geschossen wird: Es handelt sich immer noch um Einzelfälle, obwohl Polizisten verstärkt über Attacken auf Beamte klagen.“
Danke dafür!

Begrüßenswert wäre aus Sicht von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. noch, wenn auch eine Information erfolgen könnte, dass so ein tödlicher Schusswaffengebrauch für den betroffenen Beamten kein Spaziergang ist, und viele von ihnen im Nachgang leiden und manche auch lange Zeiten der Dienstunfähigkeit durchleben.

Allgemein KS

Magdeburg (Sachsen-Anhalt): Polizeibeamter erschießt freilaufenden Kampfhund

Symbolfoto
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Ein Polizeibeamter des Polizeireviers Magdeburg hat am heutigen Montagmittag einen im Stadtgebiet freilaufenden American Staffordshire-Terriermischling erschießen müssen.

Der Kampfhund hatte zuvor in einer Wohnung  in Magdeburg – Neue Neustadt den  zweiten Hund einer 32-jährigen Hundehalterin angegriffen und diesen dabei so schwer verletzt, dass der Hund später seinen Verletzungen erlag. Als die 32-Jährige mit dem verletzten Hund die Wohnung verlassen hatte, war der Staffordshire-Terriermischling aus der Wohnung geflüchtet.  Passanten machten Polizeibeamte gegen 11.50 Uhr auf den im Bereich Lüneburger Straße freilaufenden Kampfhund aufmerksam. Versuche der Beamten, den aggressiv wirkenden Hund anzuleinen, misslangen. Da sich das Tier nicht einfangen ließ und die informierte Tierrettung noch nicht vor Ort war, entschloss sich der Beamte in Kenntnis der vorherigen Geschehnisse das Tier mit einem gezielten Schuß zu töten, um Gefahren für unbeteiligte dritte Personen auszuschließen.  Nachdem der Hund im Bereich  W.-Rathenau-Straße gegenüber Beethovenstraße festgestellt werden konnte, wurde er dort gegen 12.30 Uhr mit zwei Schüssen aus der Dienstwaffe erschossen. Der Kadaver des Hundes wurde später von der Tierrettung ins Tierheim verbracht.

PM der PD Sachsen-Anhalt Nord, PRev Magdeburg, vom 20.07.2015

Allgemein

RP-Online: Polizisten gaben in 65 Fällen Warnschüsse ab

Deutsche Polizisten haben im vergangenen Jahr bei 65 Situationen Warnschüsse abgegeben. Mit 23 Fällen entfiel der größte Teil auf Fluchtvereitelung bei Verbrechen.“

Online-Artikel, 17.07.2015
http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/deutschland-polizisten-gaben-in-65-faellen-warnschuesse-ab-aid-1.5244157

Allgemein

FAZ: Polizisten erschossen 2014 sieben Menschen

„Im Schnitt alle zehn Tage schießt in Deutschland ein Polizist aus seiner Dienstwaffe, meist handeln die Beamten aus Notwehr. Mit den Folgen haben viele lange zu Kämpfen.“

Online-Artikel, 17.07.2015
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/polizei-erschoss-2014-sieben-menschen-in-deutschland-13707311.html

Allgemein

Holzgerlingen (Baden-Württemberg): SEK-Beamte handelten in Notwehr

Symbolfoto
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Wie wir berichteten, wurde am Samstag gegen 02:10 Uhr ein 29-jähriger im Zuge seiner Festnahme durch Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Baden-Württemberg tödlich verletzt. Der Mann französischer Herkunft bedrohte am Freitagabend die Familie seiner 24 Jahre alten Ex-Freundin in deren Haus in der Böblinger Straße mit einer scharfen Schusswaffe und nahm die Familie als Geiseln. Er klingelte gegen 21:00 Uhr an der Haustür. Als die Mutter ihm öffnete, bedrohte er sie sofort mit einer Pistole und verschaffte sich Zutritt ins Gebäude. Sie mussten sich alle in ein im ersten Stock gelegenes Kinderzimmer begeben. Unter dem Vorhalt der Waffe sollten sie ihm den aktuellen Wohnort der 24-Jährigen verraten. Da sie seiner Forderung nicht nachkamen, zwang er die Mutter ihre Tochter anzurufen und unter einem Vorwand ins Elternhaus zu locken. Der Bitte kam die junge Frau nach und traf kurz darauf vor dem elterlichen Haus ein. Glücklicherweise konnte die Mutter sie auf einer nach draußen geschmuggelten Notiz, auf der der Name des Mannes und das Wort Polizei geschrieben stand, rechtzeitig warnen, so dass die 24-Jährige sich in Sicherheit brachte und die Polizei alarmierte.

Im Laufe der polizeilichen Maßnahmen gelang es speziell für solche Einsätze geschulten Beamten der Kriminalpolizeidirektion Böblingen telefonisch mit der Familie in Kontakt zu treten. Dadurch wurde unter anderem bekannt, dass der Geiselnehmer sich zwischenzeitlich mit den Eltern der 24-Jährigen im Erdgeschoss des Hauses aufhielt, während die 13 und 15 Jahre alten Kinder im ersten Stock waren. Der 29-Jährige indes forderte weiterhin vehement den Kontakt zu seiner ehemaligen Freundin. Diese hatte die Beziehung bereits vor einiger Zeit beendet und ihn seitdem nicht mehr getroffen.

Der Mutter gelang es kurz nach 02:00 Uhr schließlich die Haustür zu öffnen, so dass das SEK schlagartig ins Gebäude vordrang. Der Geiselnehmer saß zu diesem Zeitpunkt allein auf einem Sofa, der Vater hatte sich in den ersten Stock gerettet. Der 29-Jährige zielte mit seiner Pistole zunächst gegen sich selbst. Anschließend hantierte er an der Waffe und richtete sie dabei auch gegen die Beamten. Die Polizisten mussten daraufhin in Notwehr von ihrer Schusswaffe Gebrauch machen und verletzten ihn tödlich. Zeitgleich gelang es dem SEK die Familie unversehrt zu retten. Trotz der sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen durch die SEK-Beamten selbst sowie einen bereits anwesenden und damit sofort verfügbaren Notarzt starb der Mann gegen 03:10 Uhr noch am Tatort.

Auf richterliche Anordnung wurde der Tote noch am Sonntag gerichtsmedizinisch obduziert. Laut vorläufigem Ergebnis trafen ihn insgesamt vier Schüsse, davon drei im Oberkörper rechts (Schusshandseite) sowie ein Streifschuss. Während die beiden 13- und 15-Jährigen nach dem Vorfall zunächst in einem Krankenhaus betreut werden mussten, geht es auch den Eltern den Umständen entsprechend schlecht.

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft Stuttgart ist den SEK-Beamten bislang keinerlei Vorwurf zu machen, weshalb auch kein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Sie handelten vermutlich in Notwehr. Noch in der Nacht begutachteten Kriminaltechniker den Tatort und stellten auch die Pistole des Geiselnehmers sicher. Es handelt sich um eine scharfe französische Schusswaffe des Kalibers 7,65 mm, in die ein Magazin mit sieben Patronen eingeführt war. Die Waffe wies eine Ladehemmung auf, d.h. eine Patrone hatte sich zwischen Lauf und Patronenlager verkeilt.

Der Verdächtige lebte in Frankreich und ist weder den deutschen noch den französischen Behörden polizeilich bekannt. Was genau ihn zu der Tat veranlasste, konnte bislang nicht in Erfahrung gebracht werden. Die Ermittlungen dauern an.

Gemeinsame PM der StA Stuttgart und des PP Ludwigsburg vom 13.07.2015

Allgemein KS

Wochenblatt: Verfahren eingestellt Asylbewerber von Polizist angeschossen: „Aus meiner Sicht völlig richtig reagiert“

Am 14. November 2014 war im bayerischen Dingolfing die Polizei zu einem Einsatz wegen Ruhestörung gerufen worden. Dieser endete darin, dass ein 39-Jähriger auf die Streifenbesatzung mit einem Messer losging und von einem Polizeibeamten mit einem Schuss in den Oberschenkel gestoppt wurde (wir berichteten).

Mittlerweile wurde das Verfahren gegen den damaligen Angreifer eingestellt.

Das Ermittlungsverfahren gegen den Polizeibeamten läuft noch. Es bleibt allerdings zu hoffen, dass es ein baldiges Ende findet, zumal der Strafrichter, der dieses Verfahren verhandelte, laut die Ansicht geäußert hat, dass dem Polizisten kein Vorwurf zu machen sei.

Online-Artikel, 18.09.2015
http://www.wochenblatt.de/nachrichten/isar/regionales/Asylbewerber-von-Polizist-angeschossen-Aus-meiner-Sicht-voellig-richtig-reagiert;art1177,311978

 

Hier der Link zum Text der damaligen Pressemitteilung der Polizei.

Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. hoffen, dass das Verfahren gegen den Polizeibeamten bald zu einem guten Ende kommen wird.
Außerdem wünschen wir dem bis heute traumatisierten und dienstunfähigen Polizisten, dass er wieder auf die Beine kommt.

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten Kritik

Thüringer Allgemeine: Tierschützer erstattet Anzeige nach tödlichem Polizei-Schuss auf Hund

Offenbar wurde Freitag, den 15.05., in Gotha auf dem Coburger Platz ein Staffordshire Terrier erschossen, nachdem er ein Kind gebissen hatte und sich auch im Ärmel eines der eingesetzten Polizeibeamten verbissen hatte.

Ein Tierschützer erstattete nun Anzeige gegen den Polizeibeamten.

Ich persönlich war nicht dabei, deshalb kann ich die Sachlage nicht beurteilen. Allerdings ließ der anzeigende Tierschützer u.a. den Satz fallen: „Man weiß doch, dass die Polizei gerne Tiere erschießt – nicht nur Hunde“. Derartige unqualifizierte Verallgemeinerungen sind auch eine Form von Gewalt gegen Polizisten.

Ich kann hier nur hoffen, dass die Angelegenheit keine Ausmaße annimmt wie in Rüsselsheim, sondern dass die Aufklärung und Aburteilung der Angelegenheit jenen überlassen bleibt, die auch tatsächlich dafür zuständig sind – Ermittlungsbehörden und Judikative. Allerdings macht mir die Art, in der der Tierschützer hier seine Vorwürfe formuliert, da wenig Hoffnung.

Den eingesetzten Polizeibeamten sowie allen Thüringern Polizisten, die da mindestens durch den von mir weiter oben zitierten Satz in die Angelegenheit mit hereingezogen werden, wünschen wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. eine faire Berichterstattung.

Online-Artikel, Thüringer Allgemeine, 21.05.2015
http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Tierschuetzer-erstattet-Anzeige-nach-toedlichem-Polizei-Schuss-auf-Hund-1786518199

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten Möchte_man_nicht_erleben Tragisch

Grünstadt/Kaiserslautern (RLP): Nach Schusswaffengebrauch – 40-jähriger Mann verstorben

Polizeistern_RLPDer am Montagnachmittag nach einem Schusswaffengebrauch eines Polizeibeamten schwer verletzte 40 Jahre alte Mann, ist in der Nacht zum Dienstag im Krankenhaus verstorben.

Wegen eines mutmaßlichen Streites unter Eheleuten war es kurz nach 17 Uhr zu einem polizeilichen Einsatz in der Uhlandstraße gekommen. Bei dem Einsatz hatte ein Beamter zur Schusswaffe gegriffen und den Mann im Bauchbereich getroffen, nachdem der 40-Jährige mit einem Küchenmesser auf die Einsatzkräfte losgegangen war. Wir berichteten hier.
Die Staatsanwaltschaft Frankenthal und das Fachkommissariat des Polizeipräsidiums Westpfalz haben die Ermittlungen aufgenommen.
Presseanfragen sind grundsätzlich an die Pressestelle der Staatsanwaltschaft zu richten.

Gemeinsame PM der StA Frankenthal und des PP Westpfalz vom 28.04.2015. 11:05 Uhr

Der am Dienstagnachmittag bei einem Polizeieinsatz schwer verletzte und in der folgenden Nacht verstorbene 40-jährige Mann ist an seinen Schussverletzungen gestorben – das ist das Ergebnis der am Dienstag im rechtsmedizinischen Institut in Mainz durchgeführten Obduktion.

Nach den Untersuchungen steht zweifelsfrei fest, dass der Mann von zwei Schüssen im Baubereich getroffen worden war, die letztlich zum Tod geführt haben.
Wegen eines mutmaßlichen Streites unter Eheleuten war es kurz nach 17 Uhr zu einem polizeilichen Einsatz in der Uhlandstraße gekommen. Bei dem Einsatz hatte ein Beamter zur Schusswaffe gegriffen und den Mann im Bauchbereich getroffen, nachdem der 40-Jährige mit einem Küchenmesser auf die Einsatzkräfte losgegangen war.
Die Staatsanwaltschaft Frankenthal und das Fachkommissariat des Polizeipräsidiums Westpfalz haben die Ermittlungen aufgenommen.

Gemeinsame PM der StA Frankenthal und des PP Westpfalz vom 28.04.2015. 15:13 Uhr

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten

Tödlicher Schusswaffengebrauch in Bad Zwischenahn (Niedersachsen) – Ermittlungen gegen Polizeibeamten eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat das Ermittlungsverfahren gegen einen 39-jährigen Polizeibeamten, der bei einem Einsatz am 01.02.2015 auf einen 31-jährigen Mann geschossen und diesen tödlich verletzt hatte, eingestellt. Dem Polizisten ist kein strafrechtlich relevantes Verhalten vorzuwerfen. Sein Handeln war gerechtfertigt.

Der 39-jährige Polizeibeamte war zusammen mit einem 50-jährigen Kollegen gegen Mittag des 01.02.2015 zu einem Einsatz in einem Mehrfamilienhaus in Bad Zwischenahn-Rostrup gerufen worden. Dort randalierte ein 31-jähriger Mann in seiner Wohnung und warf Gegenstände aus dem Fenster. Es bestand eine Gefahr für die Öffentliche Sicherheit. Der 39-jährige Polizist betrat die Wohnung des Betroffenen durch die angelehnte Tür. Er gab sich als Polizeibeamter zu erkennen und wurde von dem Bewohner sofort mit einem Küchenmesser angegriffen. Der 39-jährige Beamte verließ fluchtartig die Wohnung, woraufhin sich der Bewohner dessen Kollegen zuwandte und diesen angriff. Er brachte den 50-Jährigen im Laubengang des Mehrfamilienhauses vor der Wohnung zu Fall und stach mehrfach auf ihn ein. Der Beamte versuchte, diesen Angriff mit Pfefferspray abzuwehren, was aber nicht gelang. Daraufhin gab sein Kollege insgesamt drei Schüsse ab. Der erste Schuss traf den Angreifer nicht, hielt ihn aber auch nicht auf. Ein zweiter Schuss schlug in der rechten Schulter des Angreifers ein und führte ebenfalls nicht dazu, dass er von dem Polizeibeamten abließ. Um seinen Kollegen aus der weiter lebensbedrohlichen Situation zu befreien, gab der 39-Jährige daraufhin einen dritten Schuss ab, der die Hauptschlagader durchschlug. Der Angreifer war sofort tot.

PM der StA Oldenburg vom 20.04.2015

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten KS

RP-Online: Düsseldorf-Flingern Polizeischuss soll Notwehr gewesen sein

Bei dem Schuss, den ein Polizist am Sonntag auf einen 33-Jährigen in Flingern abgegeben hat, schließen die Ermittler zum jetzigen Zeitpunkt ein polizeiliches Fehlverhalten aus. Das sagte die ermittelnde Staatsanwältin Britta Zur auf Anfrage unserer Redaktion.“

Online-Artikel, RP-Online, 14.04.2015
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/polizeischuss-soll-notwehr-gewesen-sein-aid-1.5011526

Allgemein

Welt: Schussabgabe von Polizist war Notwehr

„«Es sieht alles danach aus, dass der Polizeibeamte gerechtfertigt gehandelt hat», sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Düsseldorf am Dienstag.“

Online-Artikel, Welt, 14.04.2015
http://www.welt.de/regionales/nrw/article139560216/Schussabgabe-von-Polizist-war-Notwehr.html

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten

new-facts.eu: Kommentar – Schüsse aus einer Polizeiwaffe, Messerattacke und ein Haftbefehl – ein toter Mann

„Ein tragischer Zwischenfall ereignete sich am Mittwoch Mittag, 11.03.2015, in Memmingen. Sechs Polizeibeamte in zivil sollen für die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl vollstrecken. Ein 48-jähriger Mann, der in der Vergangenheit zuweilen als problematisch eingestuft wurde. Der 48-Jährige hatte vor einigen Wochen eine Ladung zum Strafantritt von der Staatsanwaltschaft per Post erhalten, dieser kam er aber nicht nach, so wurde seine Verhaftung angeordnet. Ein alltäglicher Vorgang für die Polizeibeamten.“

Online-Kommentar, New-Facts.eu, 13.03.2015
http://www.new-facts.eu/kommentar-schuesse-aus-einer-polizeiwaffe-messerattacke-und-ein-haftbefehl-ein-toter-mann-95100.html

Danke für diesen sachlichen Kommentar!!!

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

HNA: Tragischer und folgenreicher Einsatz – Nach tödlichen Schüssen: Verfahren gegen Polizisten wurde eingestellt

„Der Einsatz war folgenreich und endet jetzt für einen Polizeibeamten mit der Einstellung eines Ermittlungsverfahrens. Der Mann hatte bei einem Einsatz im November auf einen Mann geschossen.“

Online-Artikel, HNA, 13.03.2015
https://www.hna.de/kassel/mitte-kassel-ort248256/nach-toedlichen-schuessen-verfahren-gegen-polizist-wurde-eingestellt-4810557.html

Wir berichteten hier.

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Stuttgart (Baden-Württemberg): Update – Polizeibeamte im Einsatz schwer verletzt, nach Schusswaffengebrauch zwei Tatverdächtige festgenommen

Polizeistern_Baden-Württemberg_logo.svgDie Schüsse auf einen roten Kleinwagen in der Stuttgarter Innenstadt in der Nacht zum Donnerstag stehen im Zusammenhang mit Rauschgiftermittlungen durch das Polizeipräsidium Reutlingen.

Der polizeiliche Zugriff erfolgte in Zusammenhang mit der Observation einer Rauschgiftbeschaffungsfahrt am Mittwoch, gegen 21.15 Uhr. Der rote Kleinwagen war auf dem Weg aus dem Großraum Stuttgart aus Richtung Waiblingen durch die Innenstadt Fahrtrichtung Heslacher Tunnel. Den Beamten lagen zu diesem Zeitpunkt Erkenntnisse vor, dass sich in dem Hyundai Rauschgift befindet.

Nach den bisherigen Ermittlungen sollten die Insassen in der Hauptstätter Straße auf Höhe Gebäude 112 einer Kontrolle unterzogen und festgenommen werden. Als ein 32 Jahre alter Beamter der Spezialkräfte an den Wagen herantrat, gab der 21-Jährige Fahrer sofort Gas, der Wagen stieß den Polizeibeamten zu Boden und überrollte ihn mutmaßlich mit dem linken Vorderrad. Die Kollegen des 32-Jährigen gaben daraufhin von der Fahrerseite des Wagens aus mehrere Schüsse in Richtung des Hyundai ab.

Die Insassen, der 21-Jährige Fahrer und ein 23 Jahre alter Beifahrer, wurden an Armen und Beinen getroffen und ebenfalls verletzt. Bei der Durchsuchung des Wagens fanden Beamten rund vier Kilogramm Marihuana in einer Tasche.

Ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes zum Nachteil des Polizeibeamten wurde eingeleitet. Die Kriminalpolizei hat zur Aufklärung des Geschehens in Stuttgart eine spezielle Ermittlungsgruppe „Mammut“ eingerichtet.

Keiner der Verletzten ist in Lebensgefahr.

Gegen den 21-jährigen Fahrer und den 23-jährigen Beifahrer wird seitens der Staatsanwaltschaft ein Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gestellt.

Gemeinsame PM der StA Tübingen und des PP Stuttgart vom 12.03.2015

 

Hier der Link zum Text der ersten Pressemitteilung dazu:
http://kggp.de/Blogosphere/galerie/2015/03/12/stuttgart-baden-wuerttemberg-polizeibeamte-im-einsatz-schwer-verletzt-nach-schusswaffengebrauch-zwei-tatverdaechtige-festgenommen/

Gewalt_gg_Polizisten Österreich

Kurier.at: Polizist verhinderte Blutbad

„Der Doppelmörder ist außer Lebensgefahr und am Mittwoch aus dem künstlichen Koma erwacht“

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe des Kuriers vom 25.02.2015
http://kurier.at/chronik/wien/polizist-verhinderte-blutbad/116.087.863

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten

Welt: Schießerei in Regionalzug – Angeklagter schweigt

„Jagdszenen in einem voll besetzten Zug im Allgäu: Bei einer Polizeikontrolle im vergangenen März fielen Dutzende Schüsse. Vor Gericht haben die Polizisten nun die Minuten voller Angst geschildert.“

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe der Welt vom 26.02.2015
http://www.welt.de/regionales/bayern/article137862470/Schiesserei-in-Regionalzug-Angeklagter-schweigt.html

Was für ein Alptraum!!! Für die Polizeibeamten und die Passagiere….

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten

Stuttgarter Zeitung: Schießerei in Untertürkheim – Polizei weiß noch nicht, wer zuerst schoss

Einen Tag nach der Schießerei am Untertürkheimer Bahnhof kann die Polizei noch nicht sagen, wer zuerst schoss – die Beamten oder der Verletzte, der die Streife mit einer Softair-Waffe bedroht haben soll.“

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe vom 26.02.2015
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.schiesserei-in-untertuerkheim-polizei-weiss-noch-nicht-wer-zuerst-schoss.851825b6-021f-40a2-817f-4f9e7f7c0d5d.html

Wann kapiert endlich auch der Letzte, dass unechte von echten Waffen nicht zu unterscheiden SIND, schon gar nicht auf die Entfernung, bei schlechtem Licht und wenn man bedroht wird. Sind diese Diskutanten alle Superman, oder was? Kugelfest, unverwundbar, unsterblich und Hellseher?

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten Möchte_man_nicht_erleben

Stuttgart (Baden-Württemberg): Schusswaffengebrauch durch Polizeibeamte – Polizisten befanden sich in akuter Bedrohungslage

SWGDer 34 Jahre alte Mann, der am frühen Mittwochmorgen (25.02.2015) zwei Polizeibeamte mit einer Schusswaffe bedroht hatte (wir berichteten hier), war offenbar deutlich alkoholisiert. Er macht derzeit von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Die beiden 25 und 35 Jahre alten Polizeibeamten sind in der besagten Nacht auf dem Karl-Benz-Platz von dem Mann unablässig und aggressiv mit der silbernen, täuschend echt aussehenden Softair-Waffe bedroht worden. Sie mussten von einem Amoktäter ausgehen. Auf mehrfache deutliche Ansprache und Zurufe, die Waffe abzulegen und sich zu ergeben, ging der einige Meter von den Beamten entfernte Mann nicht ein. Er schrie die Beamten offenbar an und forderte sie seinerseits auf, die Waffen niederzulegen. Selbst nach mehreren Warnschüssen aus den Polizeipistolen war der Angreifer nicht zur Aufgabe zu bewegen.

Die Beamten entschlossen sich daraufhin in Richtung des Mannes zu schießen, wobei der 34-Jährige einmal in den Bauch getroffen worden ist. Der 34-Jährige befindet sich noch im Krankenhaus, ist stabil und ansprechbar. Die Ermittlungen dauern an.

Gemeinsame PM der StA Stuttgart und des PP Stuttgart vom 27.02.2015

Allgemein

Aargauer Zeitung: Schuss auf Einbrecher: Keine Anklage gegen Aargauer Polizisten

„Ein Aargauer Kantonspolizist, der am Pfingstsonntag 2014 in Sins AG mit seiner Dienstwaffe einen Einbrecher angeschossen und verletzt hatte, wird nicht angeklagt. Die Staatsanwaltschaft stellte das Strafverfahren ein.“

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe der Aargauer Zeitung vom 17.02.2015
http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/schuss-auf-einbrecher-keine-anklage-gegen-aargauer-polizisten-128847748?google_editors_picks=true

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Husumer Nachrichten: POLIZIST AUS HUSUM – Tödliche Schüsse auf Asylbewerber: Es war Notwehr

Das Verfahren gegen den Polizeibeamten, der am 4.12. in Husum einen Mann erschoss, der mit Messern auf ihn losging, wurde eingestellt.

Im zweiten Absatz des Artikels wird recht ausführlich dargelegt, warum die Staatsanwaltschaft zu der Schlussfolgerung kam, dass dem Polizeibeamten keine andere Möglichkeit blieb.

Dem Artikel ist zu entnehmen, dass der betroffene Beamte dank entsprechender Unterstützungsangebote wieder im Dienst ist. Darüber freuen wir uns.

Insgesamt erfreulich finde ich den gesamten Artikel: sehr ausführlich und abgesehen von der leicht verbesserungswürdigen Überschrift wirklich sehr wertneutral.
Danke dafür an die Husumer Nachrichten.

http://www.shz.de/lokales/husumer-nachrichten/toedliche-schuesse-auf-asylbewerber-es-war-notwehr-id8936711.html

Allgemein

NWZ: POLIZEIDIREKTION OLDENBURG Vier tödliche Schüsse in fünf Jahren

„Nach dem blutigen Polizeieinsatz in Rostrup ermittelt die Staatsanwaltschaft „routinemäßig wegen eines Tötungsdeliktes“. Die Behörden mussten sich in den vergangenen Jahren bereits mehrfach mit ähnlichen Fällen beschäftigen.“

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe der NWZ vom 03.02.2015
http://www.nwzonline.de/blaulicht/in-fuenf-jahren-vier-toedliche-schuesse-vier-toedliche-schuesse-in-fuenf-jahren_a_23,0,1522554664.html