Tag Archives: Fußball

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Stuttgart – Bad Cannstatt (Baden-Württemberg): Stuttgarter Ultras kontrolliert

Einsatzkräfte der Polizei haben am Freitagnachmittag (16.03.2018) vor dem Bundesligaspiel SC Freiburg gegen VfB Stuttgart in der Mercedesstraße in Stuttgart drei Reisebusse mit Stuttgarter Ultras gestoppt und zahlreiche Personen kontrolliert. Hintergrund der Kontrollen waren insbesondere mehrere Gewalttaten, die in den letzten Wochen und Monaten bei Heim- und Auswärtsspielen aus Stuttgarter Ultragruppen heraus begangen worden sind. So griffen einige von ihnen während des Rückmarsches nach dem Heimspiel des VfB Stuttgart gegen Eintracht Frankfurt in der Mercedesstraße einen Frankfurter Gästefan an und schlugen so heftig auf ihn ein, dass er in einem Krankenhaus behandelt werden musste; die Täter tauchten unerkannt im Fanmarsch der Ultras unter. Beim Auswärtsspiel in Bremen versuchten zirka 100 der mitgereisten Stuttgarter Ultras eine Gruppierung der Bremer Ultras anzugreifen. Polizeibeamten gelang es, körperliche Auseinandersetzungen zu unterbinden. Aus den Ultragruppierungen heraus wurden Diensthunde getreten und Absperrgitter in Richtung der Dienstpferde geworfen. Drei Polizeibeamte erlitten dabei Verletzungen. Beim letzten Aufeinandertreffen zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg am 29. September 2017 griff eine zirka 150-köpfige vermummte Stuttgarter Ultragruppe einen Gästefanbus des SC Freiburg an. Dabei gingen Fensterscheiben des Busses zu Bruch. Die Insassen aus dem Raum Freiburg konnten den Bus damals nur unter dem Schutz einer sofort hinzugezogenen Hundertschaft der Polizei verlassen. Daraufhin flüchtete ein Teil der Gruppierung wieder in Richtung des Stadions. Durch die heutige Kontrolle und die Identitätsfeststellungen wird es für die Ultras künftig schwieriger sein, Straftaten aus der Anonymität heraus zu begehen und im Schutz der Masse wieder zu verschwinden. Außerdem ist zu erwarten, dass Tatverdächtige aus zurückliegenden Gewalttaten identifiziert und zur Verantwortung gezogen werden können. So sind vor kurzem beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt im Block der Heimfans Rauchpulver sowie zahllose Bengalos gezündet worden. Einige Personen haben dabei unterstützt (siehe unsere Pressemitteilung vom 24.02.2018). Beamten der Kriminalpolizei war es vor der heutigen Kontrolle gelungen, acht Personen zu ermitteln, die im Verdacht stehen, Unterstützer beim Abbrennen der umfangreichen Pyrotechnik gewesen zu sein. Die acht Verdächtigen hielten Transparente hoch und ermöglichten so den Hauptakteuren, dahinter unentdeckt das Rauchpulver bzw. die Bengalos zu zünden. Gegen die Personen wird jetzt wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung sowie des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz bzw. der Beihilfe zu diesen Straftaten ermittelt. Die Ermittlungen dazu, insbesondere die Zuordnung der einzelnen Straftaten zu nun namentlich bekannten Personen, dauern an. Alle identifizierten Personen werden angezeigt und müssen mit empfindlichen Geld- oder gar Bewährungsstrafen rechnen. Bei den durchgeführten Kontrollen, die gegen 15.20 Uhr begannen, hat die Polizei insgesamt fast 150 Personen überprüft. Die Polizeibeamten erkannten sieben Businsassen im Alter zwischen 21 und 36 als Gewalttäter beim Bremen-Spiel wieder und identifizierten sie. Bei der groß angelegten Kontrolle beschlagnahmten die Einsatzkräfte Sturmhauben, die als Vermummungsmaterial dienen können und ein sogenanntes Einhandmesser. Pyrotechnik wurde nicht aufgefunden, jedoch zwei Päckchen mit Betäubungsmittel. Gegen insgesamt fünf Personen verfügte die Freiburger Polizei nach dem sofortigen Informationsaustausch mit den Stuttgarter Kollegen ein Aufenthaltsverbot für die Stadt Freiburg. Die Busse und ihre Fahrgäste konnten nach der Kontrolle gegen 18.15 Uhr weiter nach Freiburg fahren.

PM des PP Stuttgart vom 16.03.2018

Allgemein

Pfalz-Express: Polizeieinsätze bei Fußballspielen belasten Länder mit Millionen

Polizeieinsätze bei Fußballspielen belasten die Länder jedes Jahr mit vielen Millionen Euro. So zahlte das Land Baden-Württemberg in der Saison 2016/17 für Polizeieinsätze zum Schutz von Fußballspielen der ersten drei Ligen 8,7 Millionen Euro, berichtet die Wochenzeitung „Die Zeit“.“

Online-Artikel, 22.02.2018
http://www.pfalz-express.de/polizeieinsaetze-bei-fussballspielen-belasten-laender-mit-millionen/

Allgemein Fußball

Zeit-Online: Deutsche Fußball Liga : Fußballliga muss sich an Kosten für Polizeieinsätze beteiligen

Das Bremer Oberverwaltungsgericht urteilte, dass sich die DFL (Deutsche Fußball-Liga) an den Kosten für Fußballeinsätzen beteiligen muss.

Begründung: „Die Fußballspiele seien auch aufgrund der Sicherheitsleistungen der Polizei wirtschaftlich erfolgreich, …. Eine Kostenbeteiligung sei nicht allein deshalb auszuschließen, weil die Sicherheit Kernaufgabe des Staates sei.“ (<– Zitat aus dem verlinkten Artikel).

Online-Artikel, 21.02.2018
http://www.zeit.de/sport/2018-02/bundesliga-kann-an-kosten-fuer-polizeieinsaetze-beteiligt-werden

Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. sind gespannt darauf, was das Bundesverwaltungsgericht dazu sagen wird, welches vermutlich als nächstes mit der Angelegenheit beschäftigt werden wird.

Allgemein Angriff Fußball Gewalt_gg_Polizisten

Karlsruhe/Dresden (Baden-Württemberg / Sachsen): Durchsuchungsmaßnahmen in der Fanszene von Dynamo Dresden

Am Sonntag, 14. Mai 2017 kam es vor dem Fußballspiel der 2. Bundesliga zwischen dem Karlsruher SC und der SG Dynamo Dresden zu einem Marsch aus dem Kreis der Dresdner Fanszene mit zirka 1.500 Personen durch das Karlsruher Stadtgebiet zum Wildparkstadion. Dabei waren die Marschteilnehmer einheitlich mit militärähnlicher Tarnkleidung mit dem aufgedruckten Schriftzug „FOOTBALLARMY DYNAMO DRESDEN“ bekleidet. Die vorderste Reihe des Aufzugs präsentierte ein großes Transparent mit der Aufschrift „KRIEG DEM DFB“. Dazu wurden – schwarzen Rauch ausstoßende – Nebeltöpfe eingesetzt, die zusammen mit rhythmischem Trommeln das militante Erscheinungsbild verstärkten. Die den Marsch begleitenden Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten wurden aus der Menge heraus mit Pyrotechnik beworfen und beschossen. 21 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte erlitten hierbei schmerzhafte Knalltraumata.

Auf ein Signal überrannten die Marschteilnehmer am Wildparkstadion mit massiver Körpergewalt die Einlasskontrollen. Dabei wurde eine Vielzahl von Ordnungskräften verletzt. Zudem konnten unkontrolliert pyrotechnische Gegenstände ins Stadion gebracht werden, die während des gesamten Fußballspiels aus dem einheitlich uniformierten Gästeblock abgefeuert wurden. Dresdner Fans, die ohne einheitliche Tarnkleidung in den Gästeblock kamen, wurden mit Körpergewalt hinausgedrängt.

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe leitete in der Folge mehrere Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und Sprengstoffgesetz ein. Beim Polizeipräsidium Karlsruhe wurde die Ermittlungsgruppe „Dynamo“ gebildet. Anhand der polizeilichen Ermittlungsergebnisse zum Fanmarsch erwirkte die Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Karlsruhe Durchsuchungsbeschlüsse für 33 Wohnungen und Geschäftsräumlichkeiten. Der überwiegende Anteil der Durchsuchungsobjekte liegt dabei in Dresden und Umgebung. Es sind aber auch Objekte in Brandenburg, Baden-Württemberg und der Schweiz betroffen. Die Maßnahmen richten sich gegen mehr als 20 Tatverdächtige.

Am Morgen des 05. Dezember 2017 wurden sämtliche Durchsuchungsmaßnahmen gleichzeitig vollzogen.

Staatsanwaltschaft und Polizei Karlsruhe werden am 5. Dezember 2017 um 14.00 Uhr in den Räumlichkeiten der Polizeidirektion Dresden, Schießgasse 7, 01067 Dresden, eine gemeinsame Pressekonferenz durchführen. Wir bitten alle daran teilnehmenden Medienvertreterinnen und Medienvertreter, einen Presseausweis mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen.

Gemeinsame PM des PP und der StA Karlsruhe vom  05.12.2017

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Dortmunder Polizeipräsident erläutert seinen Vorstoß gegen gewalttätige Problemfans

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange hat heute seine Vorschläge zur Bekämpfung von Gewalt die von Problemfans ausgeht, präzisiert: „Wir würden sicherlich die Diskussion anders führen, wenn es am Derby-Wochenende zu schweren Ausschreitungen und auch Schwerverletzten gekommen wäre. Wir vergessen zu schnell die Bilder, die wir alle schon gesehen haben. Am Samstag haben wir großes Glück gehabt!“

Über die Diskussionen die sich um die Forderungen der Polizei und den weitestgehend „friedlichen“ Einsatz am Samstag ranken, sagt Gregor Lange: „Wir müssen aufpassen, dass wir alle über dasselbe Thema reden. Wenn ich von scharfen Sanktionen spreche, dann rede ich nicht von ein paar Jugendlichen, die ab und zu über die Stränge schlagen, sondern von gewaltbereiten Ultragruppierungen, die im Schutz ihrer Gruppe zum Teil schwerste Straftaten begehen. Die Sanktionen sollten sich immer an der Schwere der persönlichen Verfehlungen des Einzelnen ausrichten. Wer jedoch wiederholt schwerste Körperverletzungen bei anderen Menschen in Kauf nimmt, oder dies sogar beabsichtigt, der sollte für deutlich längere Zeit als 5 Jahre vom Stadionbesuch ausgeschlossen werden können. Ein differenziertes Sanktionierungssystem ist meines Erachtens durchaus gestaltbar. Auch andere Maßnahmen wie z. B. der Entzug des Führerscheins bei aggressivem Verhalten von Hooligans können sinnvoll sein.

Auch signalisierte der Polizeipräsident weiterhin Dialogbereitschaft: „Die Polizei ist selbstverständlich immer gesprächsbereit: Das galt für die Vergangenheit und gilt auch weiterhin. Leider sind gerade die gemeinten Ultragruppierungen zu solchen Gesprächen nicht bereit.“ Eine Forderung allerdings ist mit der Dialogbereitschaft der Polizei verbunden. „Gespräche setzen einen klaren Gewaltverzicht voraus. Es muss also beides geben: Gesprächsbereitschaft auf der einen Seite, aber andererseits auch wirksame Sanktionen!“

PM des PP Dortmund vom 30.11.2017

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Potsdam (Brandenburg): Fußball und Sicherheit – von Erfolgen, Netzwerkarbeit und Herausforderungen beim Fußballsicherheitsgipfel im Polizeipräsidium

Der siebte Brandenburgische Fußballsicherheitsgipfel im Polizeipräsidium stand am gestrigen Tage im Zeichen einer verbesserten  Zusammenarbeit von Verbänden, Vereinen, Kommunen und Polizei sowie Staatsanwaltschaft.

Dazu trafen sich Vertreter der Fußballverbände und -vereine, der Ministerien des Innern und für Kommunales sowie für Bildung, Jugend und Sport, Vertreter der  Kommunen, der Generalstaatsanwaltschaft, der Bundespolizei, Berliner und Brandenburger Polizei im Polizeipräsidium des Landes Brandenburg zum jährlich stattfindenden Fußballsicherheitsgipfel.

Mit Blick auf die abgelaufene Spielzeit 2016/2017 konnte ein durchaus positives Fazit gezogen werden. Die Sicherheit beim Fußball in Brandenburg hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich verbessert. So wurden bei Ausschreitungen während Fußballspielen deutlich weniger Personen verletzt (11) als noch in der Saison 2015/2016 (43). Auch die Anzahl verletzter Polizeibeamter sank von 15 auf 3, ebenso wie die Anzahl aufgenommener Straftaten von 125 auf 75 (Körperverletzungen, Widerstand, Beleidigung) im selben Zeitraum.

Diese Erfolge sind auch auf die intensive Netzwerkarbeit und das enge Zusammenwirken aller Beteiligten zurückzuführen. „Gerade das gemeinsam Erreichte der vergangenen Spielsaison zeigt, dass unser Netzwerk in vielen Belangen funktioniert und die gemeinsame Arbeit für die Sicherheit beim Fußball Früchte trägt. Landesweit betrachtet sind unsere Fußballspiele sicher. Aber es gibt Ausnahmen. Und die gehen auf das Konto gewaltbereiter Extremisten, die in und um Stadien friedliche Fans und politisch Andersdenkende provozieren, attackieren und ihre kruden Ideologien mit Gewalt durchsetzen wollen. Dem  müssen wir gemeinsam entschlossen entgegentreten, um Extreminsten im Fußball den Boden zu entziehen“, so Polizeivizepräsident Roger Höppner.

Konkret geht es darum, vor Ort die Vereine durch mehr Angebote in ihrer Präventionsarbeit mit ihren Fans zu unterstützen. Dazu sollte, so die einhellige Auffassung beim Fußballsicherheitsgipfel, die Netzwerkarbeit durch weitere „Player“ zielgerichtet unterstützt werden, die sich bereits heute in ihrer täglichen Arbeit intensiv der Extremismusprävention widmen.

„Es geht also  um die Erweiterung unseres Netzwerkes gegen Gewalt in und um Stadien. Eines ist allerdings klar: Die Polizei wird auch weiterhin konsequent repressiv und präventiv gegen Gewalttäter im Sport vorgehen. Diese Konsequenz erwarten wir aber auch von den Vereinen. Ein Rückgang der Anzahl der in der vergangenen Saison durch die Vereine insgesamt eingesetzten Ordner bei gleichzeitigem Anstieg der eingesetzten Polizeibeamten und mehr angesetzten Spielen passt bei allen gemeinsamen Erfolgen nicht ins Bild. Ich bin sehr froh, dass wir darüber in unseren Gesprächen Einigkeit erzielt haben“, so Roger Höppner.

PM des Landespolizeipräsidiums Brandenburg vom 07.07.2017

Allgemein Fußball

Hannoversche Allgemeine: „Unfassbares Maß an Gewalt“ – So teuer sind die Fußball-Einsätze der Polizei

„Rund 12 Millionen Euro haben die Einsätze der niedersächsischen Polizei bei Fußballspielen von der Bundes- bis zur Regionalliga gekostet. Mit dem Geld könnten bei der Polizei 132 reguläre Stellen geschaffen werden. Die Gewerkschaft der Polizei spricht von einem „unfassbaren Maß an Gewalt“ gegenüber Beamten.“

Online-Artikel, 28.06.2017
http://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Uebersicht/So-teuer-sind-die-Fussball-Einsaetze-der-Polizei-in-Niedersachsen

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Polizei Wolfsburg richtet Ermittlungsgruppe Relegation ein

Zur Aufarbeitung der Straftaten in Zusammenhang mit dem Relegationshinspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und Eintracht Braunschweig am 25. Mai in Wolfsburg richtet die Polizei Wolfsburg eine dreiköpfige Ermittlungsgruppe Relegation ein. Das Ermittlungsteam hat bisher 39 Straftaten zu bearbeiten, darunter mit 20 Taten mehr als die Hälfte Körperverletzungsdelikte (acht richteten sich davon gegen Polizeibeamte). Weitere Straftaten sind sieben Landfriedensbrüche und vier Sachbeschädigungen. Vereinzelt gab es Verfahren wegen Beleidigung, Bedrohung, Raub und Diebstahl sowie Widerstand. Insgesamt richten sich die Ermittlungen gegen 21 Gastfans aus Braunschweig und fünfzehn Heimfans, in drei Fällen gegen unbekannte Täter. Aufgrund einer ausführlichen Einsatzdokumentation und deren noch andauernder Auswertung rechnet die Ermittlungsgruppe mit einer größeren Anzahl weiterer Ermittlungsverfahren.

PM der PI Wolfsburg/Helmstedt vom 21.06.2017

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Nach den Vorfällen bei der Bundesligabegegnung BVB gegen RB Leipzig – Ermittlungskommission „Strobel“ mit einer kurzen Zwischenbilanz

Vor der Fußballbundesligabegegnung BVB gegen RB Leipzig am 04.02.2017 wurden auf der Strobelallee in Dortmund zahlreiche Fans von RB Leipzig angegriffen und mit zahlreichen Gegenständen beworfen. Die Attacken der Gewalttäter galten auch den Einsatzkräften der Polizei, die jedoch durch konsequentes Einschreiten, darunter auch der Einsatz des Schlagstockes und von Pfefferspray, Schlimmeres an diesem Tag verhindern konnten.

Die Dortmunder Polizei hatte mit Wirkung vom 06.02.2017 eine achtköpfige Ermittlungskommission, die EK „Strobel“, eingesetzt. Zusätzlich wurde kurz darauf ein Downloadportal eingerichtet, auf dem Zeugen Fotos und Videos der Ereignisse hochladen konnten.

Davon haben zwischenzeitlich sehr viele Zeugen Gebrauch gemacht, die Arbeit der Ermittlungskommission läuft nach wie vor auf Hochtouren. Noch sind nicht alle Zeugenhinweise, insbesondere das Bildmaterial, komplett aus- und bewertet.

Die akribische Arbeit der Ermittler hat jedoch bereits zu ersten Ergebnissen geführt:

Mit Stand von heute (24.03.2017) haben die sehr umfangreichen Ermittlungen zu 126 Ermittlungsverfahren geführt. 41 Tatverdächtige konnten bislang identifiziert werden. Die strafrechtlichen Vorwürfe beziehen sich dabei auf den Landfriedensbruch, die gefährliche Körperverletzung, Widerstand, Beleidigung und weitere Straftaten.

Schon jetzt ist abzusehen, dass diese Zahlen aufgrund der noch weiter zu führenden Ermittlungen noch ansteigen werden. Bei Abschluss des Verfahrens bei der Dortmunder Polizei und kurz vor Abgabe an die Staatsanwaltschaft berichten wir nach.

PM des PP Dortmund vom 24.03.2017

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„Hooligans isolieren – Jetzt ist Handeln gefragt“ fordert der Dortmunder Polizeipräsident angesichts der aktuellen Debatte rund um das Thema Fußball und Gewalt

Der BVB hat der Dortmunder Polizei Ende der letzten Woche Foto- und Videomaterial zur Verfügung gestellt. Auf den Bildern sind die Vorgänge auf der Südtribüne während des Fußballspiels BVB – RB Leipzig zu sehen, bezogen auf die dort gezeigten Banner mit Schmähaufschriften.

Bei den Ermittlungen der Polizei wird es zunächst darum gehen, die auf den Videos/Fotos abgebildeten Personen auch tatsächlich zu identifizieren und für den Fall einer strafrechtlich relevanten Banner-Aufschrift dementsprechend zu verfolgen.

Derweil laufen die Ermittlungen der Ermittlungskommission „Strobel“ auf Hochtouren. Dort geht es in erster Linie um die schweren Straftaten, die sich vor der Begegnung auf der Strobelallee ereigneten. Straf- und Gewalttäter hatten hier Leipziger Fans und Einsatzkräfte der Polizei mit Getränkekisten, Flaschen, Steinen und anderen Gegenständen beworfen. Die Ermittlungen unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte richten sich seit Samstag, 18.02.2017 zusätzlich gegen zwei Männer im Alter von 25 und 26 Jahren aus Dortmund und Lemgo. Einsatzkräfte, die auch beim Spiel gegen Leipzig eingesetzt waren, erkannten die beiden Tatverdächtigen wieder und nahmen sie fest.

„Bei der Identifizierung der Verantwortlichen vor dem Spiel und während des Spiels setze ich auf die Unterstützung der BVB-Fanverantwortlichen“ so der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange. Er appelliert an die Fans und an alle Verantwortlichen: „Jetzt sind Taten, jetzt ist Handeln gefragt! Alle müssen anpacken und dafür Sorge tragen, dass gewaltbereiten und kriminellen Schlägern, die den Namen „Fan“ nicht verdienen, die Rote Karte gezeigt wird. Wer sich z.B. als Zeuge zur Verfügung stellt, macht deutlich, dass er Gewalt und Hass nicht toleriert. Dann hätte die leere Südtribüne doch wirklich einen Sinn gehabt.“

Zum Fußball gehörten Leidenschaft, Emotionalität, Siegeswille und Rivalität dazu. Wenn jedoch aus sportlicher Rivalität Feindschaft und aus Emotion Hass werde, dann laufe beim Fußball etwas gehörig schief.

„Wenn die Polizei einschreiten muss, dann ist bereits im Vorfeld Einiges versäumt worden. Es muss wieder der Respekt vor den Anderen und der Respekt vor den Regeln etabliert werden. Und das ist die Aufgabe aller Verantwortlichen und der gesamten Gesellschaft.“ macht der Dortmunder Polizeipräsident deutlich.

PM des PP Dortmund vom 20.02.2017

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Meppen (Niedersachsen): Einsatzleiter der Polizeiinspektion: „Massive Übergriffe der Oldenburger Fans auf Polizeibeamte“

Polizeieinsatz bei einem SV-Meppen-Spiel (Bildquelle: Polizei)

Der Einsatzleiter der Polizeiinspektion Emsland/ Grafschaft Bentheim zieht eine Zwischenbilanz zum Fußballderby SV Meppen gegen VfB Oldenburg am 23. Oktober 2016.

Traditionell stehen die Fußballspiele zwischen dem SV Meppen und dem VfB Oldenburg nicht nur im Fokus interessierter Zuschauer. Auch die Polizei bereitet sich immer wieder mit einem Großaufgebot an Kräften auf diese sogenannten Risikospiele vor. Was allerdings nun für 23. Oktober vergangenen Jahres als Einsatzergebnis bilanziert wird, zeigt von einer bislang einmaligen Gewalt insbesondere gegen die eingesetzten Beamtinnen und Beamte.

Kriminaloberrat Klaus Albers, Einsatzleiter der Polizei, hatte insgesamt 250 Kräfte aufgeboten, um Übergriffe zwischen den Fanszenen Meppen und Oldenburg zu verhindern.

So wurden 130 Anhänger der Meppener Mannschaft durch Kräfte der Bereitschaftspolizei Osnabrück vor dem Spiel geschlossen zum Stadion begleitet. Dabei kam es bereits zum Zünden von verbotener Pyrotechnik.

Die gewaltgeneigte Fangruppe der Oldenburger reiste mit etwa 200 Personen geschlossen mit der Bahn an. Schon bei einem Zwischenhalt im Bahnhof Dörpen verzeichnete die ebenfalls im Einsatz eingebundene Bundespolizei einen gefährlichen Flaschenwurf auf friedliche Anhänger des SV Meppen, die zusteigen wollten. Mit einem starken Aufgebot nahmen Kräfte der Bereitschaftspolizei Oldenburg diese Gästefans am Bahnhof in Meppen auf und begleiteten sie geschlossen zum Gästeeingang der Hänsch-Arena.

In einem Tunnel beim Meppener Bahnhof wurden mehrere Böller gezündet, die auch die Einsatzkräfte gefährdeten.

„Nachdem der Fanmarsch der Oldenburger in unmittelbarer Nähe des Stadions Meppener Anhänger wahrnahmen, die mit Schmähgesängen provozierten, eskalierte die Situation. Ein großer Teil der Oldenburger rannte auf eine Absperrung vor dem Stadion zu, Einheiten der Polizei verhinderten aber ein Überklettern. Dabei wurden die Beamten massiv angegangen, es kam zu mehreren Körperverletzungsdelikten. Die Staatsanwaltschaft wertet dieses Verhalten der Oldenburger Anhänger als Tatbestand des Landfriedensbruchs, das Strafmaß liegt hier bei bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe“, erklärte Albers weiter.

Während des eigentlichen Spiels vor insgesamt 6000 Zuschauern verzeichnete die Polizei zunächst keine weiteren Übergriffe.

Erst nach dem Abpfiff provozierten Meppener Anhänger im Bereich der Gästekurve massiv die Oldenburger. Einsatzkräfte der Hundertschaft drängten die Meppener zurück, so dass dadurch direkte Konfrontationen zwischen den beiden verfeindeten Lagern vermieden werden konnten. Auch nach dem Spiel sorgten die polizeilichen Einsatzkräfte auf dem Rückweg zum Bahnhof für eine konsequente Fantrennung.

„Offensichtlich führte dieser Umstand aber bei der Oldenburger Problemklientel zu so viel Frust, dass sich die Aggressionen in Form von Körperverletzungen und Beleidigungen gegen die Begleitkräfte der Polizei richtete“, so Albers.

Acht Beamtinnen bzw. Beamte wurden bei den Attacken verletzt. Auch hier liegt laut Polizei der Tatverdacht eines Landfriedensbruchs vor.

„Auf Grund dieser massiven Übergriffe auf unsere Beamten entschloss ich mich zu einer Identitätsfeststellung aller fast 200 Personen des Oldenburger Fanmarsches“, so der Einsatzleiter weiter. Auf Basis dieser Personalienfeststellungen und einer Auswertung des bei den Übergriffen gefertigten polizeilichen Videomaterials glaubt die Polizei den Gerichten den entscheidenden Nachweis für eine Vielzahl von Straftaten liefern zu können. Bei der für die Maßnahme notwendigen vorrübergehenden Festsetzung der Oldenburger Anhänger verzeichnete die Polizei einen insgesamt ruhigen Verlauf. Danach suchten Fans in Kleingruppen selbstständig den Meppener Bahnhof auf und traten die Heimreise an.

Zwei Fälle von Landfriedensbruch, 14 gefährliche Körperverletzungen, 5 einfache Körperverletzungen, 3 Taten gegen das Sprengstoffgesetz, mehrere Bedrohungen, Sachbeschädigungen und ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ist die erschreckende Zwischenbilanz der polizeilichen Einsatzführung.

Laut Albers haben sich die Gewalttaten überwiegend gegen die eingesetzten Polizeibeamtinnen und Beamte gerichtet: “ In dieser massiven Form haben wir das selten erlebt. Wir werden alle rechtlichen Möglichkeiten gegen überführte Täter konsequent ausschöpfen. Darüber hinaus werden wir dem VfB Oldenburg Stadionverbote empfehlen und es wird bei den nächsten Begegnungen der beiden Vereine eine Vielzahl von Betretungsverbote für erkannte Oldenburger und Meppener Störer verfügt werden.“

Laut Polizei werden die Ermittlungsverfahren demnächst an die Staatsanwaltschaft abgegeben, dort wird über Einstellungen, Geldstrafen oder auch Anklageerhebungen entschieden.

„Beleidigt, bespuckt, getreten und geschlagen zu werden ist leider zum polizeilichen Alltag bei Risikospielen geworden. Ich bin trotz dieser Übergriffe immer wieder beeindruckt von der Besonnenheit und Souveränität der eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamte, die auch bei diesem Spiel nur ganz vereinzelt Pfefferspray einsetzten und auf den Einsatz des Schlagstocks ganz verzichteten“ so Albers in einem abschließenden Fazit.

Eher zurückhaltend bewertet er aus polizeilicher Sicht einen möglichen Aufstieg des SV Meppen in die 3. Liga: „Wir sind natürlich schon jetzt in der polizeilichen Vorbereitung. Bei der Bewertung des Gewaltpotentials der möglichen zukünftigen Gegner, könnten die bisherigen Vorfälle allerdings vergleichsweise harmlos gewesen sein. Bei aller sportlichen Euphorie, die derzeit im Emsland und der Grafschaft Bentheim zu verzeichnen ist, wird dieser Umstand schnell vergessen“, machte Albers zum Abschluss deutlich.

PM der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim vom 24.01.2017

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Münster (Nordrhein-Westfalen): Preußen Fan zu empfindlicher Geldstrafe wegen Widerstandes gegen Bundespolizisten verurteilt

Symbolfoto (Bildquelle: Bundespolizei Münster)

Wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte in drei Fällen hat das Amtsgericht Münster jetzt einen 24-jährigen Münsteraner zu einer Gesamtgeldstrafe in Höhe von 1950,00 Euro rechtskräftig verurteilt.

Bereits am Samstag (20.02.2016) gegen 19:00 Uhr kam es bei der Rückreise vom Drittligameisterschaftsspiel „SV Werder Bremen II“ gegen „Preußen Münster“, zwischen den Bahnhöfen Osnabrück und Münster, durch einen 24-jährigen „Preußen Fan“ zu Widerstandshandlungen gegen eingesetzte Bundespolizisten. Der Mann versuchte eine Polizeiabsperrung zur Trennung der Fußballfans zu den Normalreisenden im Zug zu durchbrechen und schlug dabei in Richtung der Einsatzkräfte. Ein polizeiliches Einschreiten konnte während der Fahrt nicht erfolgen, da sich die mitreisenden „Fans“ solidarisierten und sich der Polizei in den Weg stellten. Um Mitreisende nicht zu gefährden, erfolgte der Zugriff nach Ausstieg im Hauptbahnhof Münster. Die Bundespolizisten leiteten seinerzeit entsprechende Ermittlungsverfahren ein.

Die Staatsanwaltschaft Münster hat jetzt einen Strafbefehl über 130 Tagessätzen zu je 15,00 Euro gegen den Münsteraner „Fan“ wegen Widerstandes erlassen.

PM der BPOLD Sankt Augustin, BPOLI Münster, vom 16.12.2016

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Osnabrück (Niedersachsen): Drittligabegegnung VfL Osnabrück – Halleschen FC – ein Jahr danach! Bilanz der Ermittlungsbehörden

Symbolfoto

Ein Jahr nach der Drittligabegegnung zwischen dem VfL Osnabrück und dem Halleschen FC am 06.11.2015 ziehen die Staatsanwaltschaft Osnabrück und die Polizei Osnabrück hinsichtlich der ersten Verfahrensausgänge Bilanz.

Während des Drittligaspiels bzw. im Anschluss an jenes Spiel war es auf Seiten der Gästefans zu mehreren, teils erheblichen Straftaten gekommen. Zunächst brannten mehrere Täter im Gästeblock eine Vielzahl von pyrotechnischen Erzeugnissen ab. Die insoweit eingeleiteten Ermittlungsverfahren wurden größtenteils aufgrund des jungen Alters der Beschuldigten zuständigkeitshalber an die Staatsanwaltschaft Halle abgegeben. Beim Amtsgericht Osnabrück ist noch ein Verfahren gegen einen erwachsenen Angeklagten wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz anhängig.

Weiterhin kam es während des Spiels aus dem Gästeblock heraus zum Diebstahl einer im Heimbereich der Westtribüne aufgehängten Zaunfahne. Das Verfahren gegen die insoweit ermittelten Täter wurde ebenfalls zuständigkeitshalber an die Staatsanwaltschaft Halle abgegeben. Eine erwachsene Person, die den Tätern bei der Bergung der Fahne geholfen hatte, wurde durch das Amtsgericht Osnabrück wegen versuchter Strafvereitelung zu einer Geldstrafe verurteilt.

Schließlich attackierten verschiedene Gäste-Fans im Anschluss an das Spiel die eingesetzten Polizeibeamten teils verbal, teils körperlich. Drei der daraufhin eingeleiteten Verfahren wurden gegen Geldauflagen eingestellt; zudem verhängte das Amtsgericht gegen vier Angeklagte Geldstrafen in unterschiedlicher Höhe.

Im Anschluss an das Spiel kam es darüber hinaus im Eingangsbereich des Gästeblocks, außerhalb des Stadions, zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen den Mitgliedern des Ordnungsdienstes und den Gästefans. Nach Auswertung von polizeilichen Videoaufnahmen konnte festgestellt werden, dass die Gewalt in erster Linie vom eingesetzten Ordnungsdienst ausgegangen war. In diesem Zusammenhang wurden insgesamt 9 Verfahren gegen eingesetzte Ordnungskräfte eingeleitet. Zwei dieser Verfahren sind bereits durch die Staatsanwaltschaft eingestellt worden. Zwei weitere Verfahren wurden gegen die Zahlung von Geldauflagen eingestellt. In einem Fall sah das Amtsgericht die Tathandlungen des betreffenden Ordners als durch Nothilfe gerechtfertigt an und sprach den Betreffenden frei. Gegen einen Ordner ist eine Geldstrafe verhängt worden. Zudem verurteilte das Amtsgericht Osnabrück einen Ordner zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und 4 Monaten ohne Bewährung; jenes Urteil ist indes noch nicht rechtskräftig, da Angeklagter und Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt haben. Zwei weitere Strafverfahren sind derzeit noch bei Gericht anhängig.

Gegen den Leiter eines ostwestfälischen Sicherheitsdienstes wurde ein Verfahren wegen Strafvereitelung eingeleitet. Jenes Verfahren wurde durch das Amtsgericht gegen Zahlung einer Geldauflage vorläufig eingestellt. Weiterhin erfolgten mehrere Ordnungswidrigkeitenanzeigen gegen die Leiter der beteiligten Unternehmen und Subunternehmen. Jene Verfahren wurden an die örtlich zuständigen Ordnungsbehörden abgegeben. Verfahrensausgänge sind insoweit nicht bekannt.

Da es vereinzelt auch zu körperlichen Attacken seitens der Gästefans auf die Ordnungskräfte gekommen war, wurden auch diesbezüglich drei entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zwei dieser Verfahren sind durch Erhebung der öffentlichen Klage abgeschlossen worden; diese sind derzeit noch vor Gericht anhängig.

Schließlich wurden im Bereich der ehemaligen Gaststätte Hüggelmeyer Polizeibeamte durch eine größere Gruppe gewaltbereiter Osnabrücker Störer angegriffen. Ein Polizeibeamter erlitt hierbei durch einen Flaschenwurf eine offene Gesichtsverletzung, bei der auch ein Gesichtsnerv in Mitleidenschaft gezogen wurde. Den Beamten gelang es nur unter dem Einsatz von Pfefferspray und Diensthunden, die Angreifer zurückzudrängen und einen Durchbruch zu den auf dem Stadionvorplatz befindlichen Hallenser Fans zu verhindern. Anschließend zogen sich die Täter in eine nahegelegene Sportsbar zurück. Daraufhin wurden alle in dem Lokal befindlichen Personen festgehalten, um Identitätsfeststellungen vornehmen zu können. Die Maßnahmen dauerten bis in die frühen Morgenstunden des nächsten Tages an. Im Folgenden ging eine Vielzahl von Beschwerden und Strafanzeigen wegen Freiheitsberaubung im Amt gegen die Einsatzleitung ein. Das daraufhin eingeleitete Verfahren gegen den Einsatzleiter der Polizei wurde mittlerweile jedoch eingestellt. Sowohl die Staatsanwaltschaft Osnabrück als auch die Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg erachteten die durch die Einsatzleitung angeordneten Maßnahmen vor dem Hintergrund der Qualität der Ausgangstat und der Schwere der Folgen für gerechtfertigt.

Hinsichtlich der gewalttätigen Osnabrücker Störer sind die Verfahren inzwischen ebenfalls größtenteils abgeschlossen. Während drei Personen – unter anderem der Täter des Flaschenwurfs (s.o.) – aufgrund ihres Vorgehens gegen die Polizeibeamten zu Freiheitsstrafen verurteilt wurden, kam es zu der Verhängung von insgesamt sechs Geldstrafen und einer Arbeitsauflage nach dem Jugendrecht. Drei der genannten Urteile sind indes noch nicht rechtskräftig. Insgesamt acht Verfahren wurden mangels hinreichendem Tatnachweis eingestellt.

Gemeinsame Pressemitteilung der StA Osnabrück und der PI Osnabrück vom 13.12.2016

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Dortmunder Polizeipräsident kritisiert gewaltbereite Fußballanhänger am Rande des Derbys

Zweimal pro Bundesliga-Spielzeit treffen der BVB und Schalke 04 aufeinander, am letzten Samstag, 29.10.2016 hatte die Dortmunder Polizei wieder einmal einen Großeinsatz mit knapp 2000 Polizeibeamten und zahlreichen gewaltbereiten Ultras zu bewältigen.

Jedes Derby ist von sportlicher Brisanz geprägt, den Sicherheitsbehörden verlangen die Begegnungen immer wieder die Planung und Durchführung regelrechter Großlagen ab und für die Bewohner und Besucher der gastgebenden Stadt bringen die Derbys regelmäßig zum Teil erhebliche Einschränkungen mit sich.

Dass die Einsätze der Polizei immer aufwendiger und die Einschränkungen für die Bürger immer unerfreulicher werden, dafür macht der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange die gewaltbereiten Ultras beider Vereine verantwortlich: „Zu einem Fußballspiel gehören Emotionalität, Leidenschaft und Siegeswille. Wer wie einige gewaltbereite Ultras jedoch auf Hass, Respektlosigkeit und Ignoranz setzt, hat bei solchen Großveranstaltungen nichts zu suchen.“

Am Samstag hatte die Polizei rund 300 Dortmunder Ultras im Bereich des Hafens angetroffen und unter anderem Schutzbewaffnung und Pyrotechnik sichergestellt. Acht Streifenwagen der Dortmunder Polizei wurden beschädigt, zwei Sonderzüge durch Schalke-Anhänger erheblich beschädigt. Nach dem Spiel musste die Polizei erneut Auseinandersetzungen zwischen beiden Lagern unterbinden, Dortmunder Ultras hatten sich vermummt und versucht, durch die polizeiliche Absperrung zu gelangen.

Wieder einmal hatte eine gewaltbereite Minderheit dafür gesorgt, dass solche Großveranstaltungen in ein schlechtes Licht gerückt werden. Wieder einmal wurde deutlich, dass es ohne eine klare Trennung beider Fanlager im öffentlichen Raum und somit ohne Großaufgebot der Polizei nicht geht.

Der Dortmunder Polizeipräsident wird deutlich: „Dass es auch anders gehen kann, haben am Samstag die Schüler zweier Schulen aus Gelsenkirchen und Dortmund gezeigt. Auch sie treten mit Leidenschaft für den jeweiligen Verein ein, schaffen dieses jedoch ohne Zwist und Streit. Welch ein Vorbild für alle gewaltbereiten sogenannten Fußballfans!“

Die Gefahrenprognosen anlässlich eines solchen Hochrisikospiels und die Tatsache, dass die Polizei aufgrund dessen immer wieder ein Großaufgebot an Personal stellen muss, hinterfragt Gregor Lange kritisch: „Ich würde mein Personal lieber im Kampf gegen Wohnungseinbrecher oder zur Bekämpfung der Straßenkriminalität einsetzen. Dort wird es dringend gebraucht. Solange sich an dieser Situation nichts ändert, ist es die Aufgabe Aller, gewaltbereite Fußballanhänger außen vor zu lassen!“

PM des PP Dortmund vom 31.10.2016

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Hannover (Niedersachsen): Bundespolizei vollstreckt Haftbefehl am Flughafen

Festnahme_Handschellen-springen-aufDen Antritt seiner Urlaubsreise nach Varna/Bulgarien hatte sich ein 25-jähriger Deutscher etwas anders vorgestellt.

Am 06.07.2016 wurde er nämlich bei der grenzpolizeilichen Ausreisekontrolle durch die Bundespolizei festgenommen. Gegen den Betroffenen lag ein Untersuchungshaftbefehl wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz sowie gefährlicher Körperverletzung der Staatanwaltschaft Bielefeld vor. Der Hauptverhandlung vor Gericht war er unentschuldigt ferngeblieben.

Der Betroffene wird beschuldigt, 2015 bei einem Fußballspiel unberechtigterweise eine Seenotrettungsfackel ( sog. bengalisches Licht) entzündet sowie einen pyrotechnischen Gegenstand zur Detonation gebracht zu haben, durch den drei eingesetzte Polizeibeamte Verletzungen erlitten.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen erfolgte eine Überstellung ins Polizeigewahrsam Hannover zur Sicherung der Haftrichtervorführung.

PM der BPOLI Flughafen Hannover vom 06.07.2016

Allgemein

Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz): Zweitligasaison 2015/2016 – Polizei zieht positive Bilanz

Eine positive Bilanz hat die Polizei im Rückblick auf die Zweitligasaison 2015/2016 gezogen, in der knapp 440.000 Zuschauer die Heimspiele des 1. FC Kaiserslautern im Fritz-Walter-Stadion besucht haben und sich bis auf wenige Ausnahmen äußerst diszipliniert verhalten haben. Erfreulich aus polizeilicher Sicht: Mit registrierten 77 Straftaten wurden pro Heimspiel rechnerisch nur 4,53 Taten begangen. Seit 2009 ist dies der niedrigste Wert. Analog verläuft auch die Betrachtung der Verletztenstatistik, wonach nur acht Personen zu beklagen sind – darunter keine Polizeikräfte. Von den knapp 440.000 Zuschauern widersetzten sich während der gesamten Saison lediglich zwei Personen den polizeilichen Anweisungen und erhielten wegen der Widerstandshandlungen eine Strafanzeige. Am häufigsten mussten die Einsatzkräfte wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz beim Benutzen von Pyrotechnik (25 Fälle) und bei Körperverletzungen (22 Fälle) einschreiten. In sechs Fällen wurden Strafverfahren wegen Landfriedensbruch eingeleitet. Daneben ergaben sich Anzeigen wegen Sachbeschädigung, Diebstahl, Hausfriedenbruch und sonstigen Vergehen. Bei rund 60 Prozent der Vorfälle traten Anhänger der Heimmannschaft in Erscheinung – etwa 40 Prozent gingen auf das Konto der Gästefans. Bei den 17 Heimpartien der „Roten Teufel“ waren durchschnittlich gut 180 Beamtinnen und Beamten im Einsatz. Der Zuschauerdurchschnitt betrug knapp 26.000 Zuschauer pro Spiel.

PM des PP Westpfalz vom 29.06.2016

Allgemein Fußball

Fußball und Gewalt – deutsche Polizeibeamte unterstützen bei Europameisterschaft in Frankreich

Fussball_Gewalt_ferdschBis zu zwölf Polizisten aus ganz Deutschland unterstützen die französischen Sicherheitsbehörden bei der Verhinderung gewalttätiger Auseinandersetzungen während der Fußballeuropameisterschaft 2016. „Die Euro 2016 ist keine Bühne für Gewalt“, machte der Direktor des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD NRW), Rainer Pannenbäcker, heute (6.6.2016) bei der offiziellen Verabschiedung der Delegation in Duisburg klar. „Die deutschen Polizisten werden an den Spielorten der Nationalmannschaft dazu beitragen, gewaltbereite deutsche Störer von Auseinandersetzungen abzuhalten. Wir haben unser Klientel fest im Blick.“ Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) koordiniert den Einsatz. Sie hat ihren Sitz beim LZPD NRW.

Der 54-jährige Polizeioberrat Uwe Ganz wird die deutsche Delegation vor Ort leiten. Sie besteht neben ihm aus acht so genannten Szenenkundigen Beamten (SKB), einem Einsatzkoordinator, einer Verbindungsbeamtin des Bundeskriminalamtes und einem Verbindungsbeamten der ZIS. Zum ersten Gruppenspiel reisen zunächst acht Beamte nach Frankreich an. „Für das Spiel Deutschland gegen Polen am 16.6. werden wir die Delegation mit vier weiteren szenenkundigen Beamten verstärken“, erläuterte Ganz. „Das ist für uns ein Spiel mit besonderer Brisanz.“

Ganz erläutert die wesentlichen Aufgaben der Delegation: „Auf der einen Seite wollen wir ausschließen, dass Gewalttäter aus der deutschen Fanszene die Fußballweltmeisterschaft als Bühne für Auseinandersetzungen nutzen. Auf der anderen Seite werden wir den Sicherheitskräften vor Ort deutsches Fanverhalten erklären, um Irritationen zu vermeiden.“ Ganz nennt ein Beispiel: „Deutsche Fangruppen sammeln sich gern in großer Zahl am Spielort auf einem innerstädtischen Platz und nehmen ihn quasi für sich ein. Einige Verhaltensrituale können dabei auf Außenstehende bedrohlich wirken. Wir helfen den örtlichen Sicherheitskräften, das Verhalten richtig zu bewerten und wirken – soweit möglich – deeskalierend auf Fußballanhänger ein.“

Wie viele deutsche Fans nach Frankreich reisen werden, um die Nationalmannschaft zu unterstützen, ist schwer zu beziffern. „Durch die räumliche Nähe zu Frankreich werden sich Viele sicherlich auch spontan zu einer Anreise entscheiden“, sagt Ganz. Das gilt auch für Gruppen gewaltbereiter Störer aus der deutschen Szene. „Wir wissen, dass das Thema Europameisterschaft in der Hooliganszene intensiv diskutiert wird“, erläutert Ganz. „Wir müssen damit rechnen, dass auch gewaltbereite Störer sich auf den Weg nach Frankreich machen werden.“ Deshalb haben die szenenkundigen Polizisten die deutsche Fanszene vor Ort fest im Blick. „Durch unsere Anwesenheit holen wir erkannte potentielle Gewalttäter aus der Anonymität“, erläutert Ganz. „Die Erfahrung zeigt: Wer weiß, dass die deutsche Polizei da ist und einen kennt, der überlegt sich zweimal, was er tut.“

Die deutschen Sicherheitsbehörden treffen auch im Inland alle notwendigen Maßnahmen, um die Anreise deutscher Störer zu verhindern. Deutsche Polizeibeamtinnen und -beamte führten bislang bundesweit 242 sogenannter Gefährderansprachen durch. Die Beamten sprechen bekannte Krawallmacher gezielt an, um ihnen klarzumachen, dass die deutsche Polizei ihr Klientel auch in Frankreich im Auge behält. „Je nach Lageentwicklung besteht die Möglichkeit, konkrete Ausreiseverbote, reisebeschränkende Maßnahmen oder Meldeauflagen auch noch während des Turniers auszusprechen“, betonte Ganz. Die ZIS steuert als so genannter „National Football Information Point“ (NFIP) alle relevanten Informationen insbesondere an die französischen Sicherheitsbehörden. „Wir stehen in ständigem Kontakt, sowohl mit den Sicherheitsbehörden in Bund und Ländern als auch mit unseren internationalen Ansprechpartnern, um schnell und gezielt auf jede wichtige Information reagieren zu können“, bekräftigte Ganz.

Die Länge des Einsatzes der Deutschen Polizeidelegation hängt vom Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft ab. „Wenn die deutsche Nationalmannschaft ausscheidet und die Fans nach Hause reisen, ist auch unser Einsatz beendet“, erläuterte Ganz.

PM des LZPD NRW vom 06.06.2016

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Hausdurchsuchungen bei Fußballstörern nach Landfriedensbruch am Hauptbahnhof Dessau (Sachsen-Anhalt)

Bildquelle: Bundespolizei Magdeburg
Bildquelle: Bundespolizei Magdeburg

Am Dienstag, den 26.04.2016, fanden ab 05:00 Uhr durch 39 Beamte der Bundespolizei im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Magdeburg, wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, bei vier namentlich bekannten „Fußballstörern“ Hausdurchsuchungen statt. Hintergrund des Verfahrens waren die Übergriffe durch ca. 70 vermummte Fans des 1. FC Magdeburg am 24.01.2016 gegen ca. 30 Fans des Halleschen FC (HFC) auf dem Hauptbahnhof Dessau. Bei den Übergriffen wurden zwei HFC-Fans schwer verletzt, wobei einer der Verletzten erst 15 Jahre alt war. Zudem wurde auch ein Bundespolizist getreten und geschlagen. Der 55-jährige Beamte ist bis heute dienstunfähig.

Durch umfangreiche Ermittlungen konnten, unter anderem aus vorhandenem Videomaterial der Taten, die vier Beschuldigten namentlich gemacht werden. Das Amtsgericht Magdeburg ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft Magdeburg eine Durchsuchung bei diesen vier Personen an. Es handelt sich um einen 26-jährigen Mann aus Zerbst, einen 16-jährigen Jugendlichen aus Barleben, einen 24- und einen 25-jährigen Mann aus Magdeburg. Ziel der Durchsuchungen war es, Beweismittel aufzufinden, um eine genaue Zuordnung der Taten zu den jeweiligen Tätern beweiskräftig zu unterlegen. Da zwei der Beschuldigten bereits durch ein hohes Gewaltpotential polizeilich in Erscheinung getreten waren, wurden die Bundespolizisten der Bundespolizeiinspektion Magdeburg durch Spezialkräfte der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung aus Halle unterstützt. Bei den Durchsuchungen wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, darunter eine Vielzahl von Speichermedien und Mobiltelefonen. Zudem wurden in den Objekten verbotene Pyrotechnik, verbotene Messer, eine Schreckschusspistole, Sprayerutensilien und Drogen aufgefunden. Weitere Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, gegen das Waffengesetz und gegen das Sprengstoffgesetz werden eingeleitet. Zur Vorbeugung weiterer Straftaten wurden zwei Männer erkennungsdienstlich behandelt.

PM der BPOLI Magdeburg vom 26.04.2016

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten KS verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Osnabrück (Niedersachsen): Ermittlungen nach Fußballspiel des VfL Osnabrück gegen den Halleschen FC abgeschlossen

Fussball_Gewalt_ferdschAm Abend des 06.11.2015 fand in der Osnatel-Arena das Drittligaspiel zwischen dem VfL Osnabrück und dem Halleschen FC statt. Sowohl während des Spiels als auch nach dem Spiel kam es hierbei zur Begehung einer Vielzahl von Straftaten durch Osnabrücker und Hallenser Anhänger.

Beamte der Polizeiinspektion Osnabrück haben nun die daraufhin eingeleiteten Ermittlungen abgeschlossen.

Die Chronologie der Ereignisse stellte sich dar wie folgt:

1. Kurz nach der Halbzeitpause entrollten Hallenser Anhänger im Gästeblock ein großes Banner mit der Aufschrift „Gewalttäter Sport“, in dessen Schutz sie anschließend massiv Pyrotechnik zündeten. Außerdem gelang es einem Hallenser Anhänger kurz vor Spielende, unter Mithilfe von fünf weiteren Gästefans, in einen Pufferblock zu klettern und eine dort aufgehängte Osnabrücker Zaunfahne zu entwenden. Beamte der PI Osnabrück konnten im Rahmen der Ermittlungen zu beiden Delikten jeweils sechs Tatverdächtige identifizieren und entsprechende Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz bzw. wegen Diebstahls einleiten.

2. Nach Spielschluss wurden die Gästefans durch Polizeikräfte im Ausgangsbereich des Stadions aufgestaut, um eine Identifizierung der Tatverdächtigen der oben genannten Delikte durchführen zu können. Hierbei entwickelten die Gästefans zwischenzeitlich nicht unerheblichen Druck auf die Polizeikräfte. Wiederholt kam es auch zu Straftaten zum Nachteil der eingesetzten Beamten seitens der Gästefans; vorwiegend handelte es sich um Körperverletzungs- und Widerstandshandlungen sowie Beleidigungen. Unter anderem zündete ein Hallenser Anhänger zudem eine mobile Toilettenkabine an. Durch die Polizei Osnabrück konnten im Nachgang insgesamt 33 Ermittlungsverfahren gegen Gästefans eingeleitet werden. Die Osnabrücker Ermittler lobten in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Kooperation mit den Kollegen aus Halle/Saale.

3. Im Ausgangsbereich des Stadions fand schließlich noch eine massive körperliche Auseinandersetzung zwischen Mitarbeitern des Ordnungsdienstes und Gästefans statt. Im Rahmen der Ermittlungen zu diesem Geschehen fand eine umfangreiche Sichtung und Prüfung des vorhandenen Videomaterials statt. Hierbei stellte sich heraus, dass die Gewalttätigkeiten in erster Linie von den Mitarbeitern des eingesetzten Ordnungsdienstes ausgegangen waren. Dementsprechend wurden zehn Ermittlungsverfahren wegen einfacher bzw. gefährlicher Körperverletzung gegen beteiligte Ordner eingeleitet. Neun der Ordner konnten zwischenzeitlich identifiziert werden. In Zusammenarbeit mit dem VfL Osnabrück wurden im Nachgang zu dem Spieltag verschiedene Maßnahmen zur Professionalisierung des Ordnungsdienstes und Schaffung einer besseren Transparenz vereinbart

4. Zeitgleich zu den Ereignissen am Gästeausgang des Stadions löste sich eine Ansammlung von mindestens 30 Osnabrücker Anhängern aus dem Bereich einer an der Bremer Straße gelegenen Gaststätte und bewegte sich in erkennbar aggressiver und feindseliger Stimmung in Richtung des Stadionvorplatzes. Eine Kleingruppe von Beamten der Polizeiinspektion Osnabrück versuchte, das Durchbrechen dieser Personen auf den Stadionvorplatz und somit das Zusammentreffen mit den Gästefans zu verhindern und die Mitglieder der der vorrückenden Gruppe stadtauswärts zurückzudrängen. Hierbei wurden Beamte der Polizeiinspektion Osnabrück bedroht, beleidigt, zum Teil körperlich angegangen und mit Gegenständen beworfen. Ein Beamter erlitt durch einen Flaschenwurf eine schwere Gesichtsverletzung. Die Angreifer zogen sich anschließend zügig in die an der Bremer Straße gelegene Gaststätte zurück. Zum Zwecke der Identifizierung der zuvor am Angriff beteiligten Personen ordnete die Einsatzleitung der Polizei Osnabrück an, die Personalien der in der Gaststätte aufhältigen Personen festzustellen. Da seitens der Osnabrücker Störer aus der Gaststätte heraus die Anwendung von Gewalt gegen Polizeibeamte angedroht wurde, entschied die Einsatzleitung, für die Durchführung der Identitätsfeststellungsmaßnahmen auf das Eintreffen von weiteren Polizeikräften zu warten. Hierdurch verzögerte sich die Maßnahme erheblich. Viele der mehr als 100 in der Gaststätte befindlichen Personen waren für einen Zeitraum von mehreren Stunden daran gehindert, die Gaststätte zu verlassen. Letztendlich gelang es den Beamten der Polizeiinspektion Osnabrück, insgesamt 19 Strafverfahren wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs sowie 5 weitere Strafverfahren wegen verschiedener während der Identitätsfeststellungsmaßnahmen begangener Delikte einzuleiten. Mehrere Personen erstatteten zudem Strafanzeige gegen die eingesetzten Beamten, insbesondere den Einsatzleiter der Polizei Osnabrück wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung, weil sie die Gaststätte während der Identitätsfeststellungsmaßnahmen nicht verlassen konnten.

Alle genannten Ermittlungsverfahren liegen mittlerweile der Staatsanwaltschaft Osnabrück zur weiteren Bearbeitung vor.

PM der PI Osnabrück vom 14.04.2016

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten Urteil

Luzern: Bussen und Geldstrafen bis zu 15’600 Franken für Fussballrandalierer

Die Staatsanwaltschaft Luzern hat 10 Fussballrandalierer zu Geldstrafen und Bussen verurteilt. Zudem haben alle Personen Stadion- und Rayonverbote erhalten. Die Verurteilten hatten sich im Mai 2015, nach einem Fussballspiel vom FC Luzern gegen den FC Zürich, an gewalttätigen Ausschreitungen in der Stadt Luzern beteiligt.

76% identifiziert: Hohe Aufklärungsrate von unbekannten Fussballrandalierern
Nach dem Fussballspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Zürich vom 25. Mai 2015 ist es in der Stadt Luzern zu gewalttätigen Ausschreitungen zwischen den beiden Fangruppierungen gekommen (siehe Medienmitteilung von 25.5.15). 34 unbekannte Beteiligte wurden von der Polizei gesucht. Die polizeilichen Ermittlungen und eine anschliessende Öffentlichkeitsfahndung führten dazu, dass insgesamt 26 Personen (Aufklärungsrate von rund 76%) identifiziert werden konnten. Weiterhin sind acht Beteiligte unbekannt und werden per Öffentlichkeitsfahndung gesucht (siehe: https://polizei.lu.ch/fahndung/randalierer).

Über 15’000 Franken Geldstrafe, Busse und Untersuchungskosten für Fussballrandalierer
Bisher wurden 10 Fussballrandalierer von der Staatsanwaltschaft Luzern verurteilt. Die Männer wurden u.a. wegen Landfriedensbruch, Vermummung und/oder Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte schuldig gesprochen. Sie wurden mit Geldstrafen zwischen 3’900.- bis 15’600.- Franken bestraft. Zudem müssen die Verurteilten Bussen bis zu 4’000 Franken und die Untersuchungskosten bezahlen. Die Urteile sind rechtskräftig. Den Betroffenen hat die Luzerner Polizei entsprechende Rayonverbote ausgesprochen. Zudem hat der FC Luzern auf Empfehlung der Polizei allen Verurteilten ein schweizweites Stadionverbot für drei Jahre ausgesprochen. Die Fälle von zwölf weiteren, identifizierten Randalierern wurden an Staatsanwaltschaften oder Jugendanwaltschaften von anderen Kantonen abgetreten. In weiteren vier Fällen kam es zu Einsprachen. Diese Verfahren sind noch nicht abgeschlossen.

Medienmitteilung der StA Luzern vom 10.02.2016

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten Urteil

Frankenpost: Stadionverbot – Hofer Hooligan greift Polizisten an

In Nürnberg griff ein 20-Jähriger Polizisten an. Er wurde wegen schweren Landfriedensbruchs und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte mit zwei Mal versuchter gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von 10 Monaten auf Bewährung verurteilt.

 

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Hubschraubereinsatz in Bremen: Personalien von gewalttätigen Fußballanhängern aus Dortmund ermittelt – Zeugenaufruf

Zeugenaufruf_NDS_kleinNach den Auseinandersetzungen unter rivalisierenden Fußballanhängern aus Kiel und Dortmund sowie Angriffen auf Polizeibeamte am Bahnhof Osnabrück ermittelt die Polizeiinspektion Osnabrück u. a. wegen schweren Landfriedensbruchs. Insgesamt 14 Polizeibeamte wurden dabei am 31.10.2015 verletzt (wir berichteten hier). Zwei Polizisten sind weiterhin nicht dienstfähig. So hat ein Polizist durch einen Dosenwurf einen Schneidezahn verloren; bei einem anderen Beamten ist der Helm zersplittert.

Die Bundespolizei hatte daraufhin eine Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit aus Uelzen mit drei Hubschraubern nach Bremen geflogen, um Dortmunder Gewalttäter, die zum Spiel gegen Werder Bremen wollten, im Bremer Hauptbahnhof zu stoppen – mit Erfolg: Nachdem die Hubschrauber im Bürgerpark gelandet waren, konnten am Samstagnachmittag die Personalien und Lichtbilder von 131 mutmaßlichen Beteiligten aufgenommen werden. Sie wurden auf dem Bahnsteig in Gewahrsam genommen. Außerdem wurden Sturmhauben sichergestellt, um DNA-Spuren auszuwerten. Mehrere Zeugen haben sich bei der Bundespolizei gemeldet. Gleichzeitig verhängte die Polizei Bremen ein Betretungsverbot für die Stadt. Danach wurden die Gruppe zurück nach Dortmund begleitet, was einer Leitlinie der Bundespolizei entspricht: „Wer auf der Anreise randaliert, wird das Spiel nicht sehen“.

In Münster konnten Polizeibeamte außerdem die Personalien von Kieler Fans feststellen.

Hintergrund: Am 31.10.2015 gegen 11.30 Uhr trafen die Dortmunder und ca. 200 Kieler Fußballfans im Bahnhof aufeinander. Die Dortmunder waren auf dem Weg nach Bremen und die Kieler fuhren zum Spiel nach Münster. Bereits in den Zügen wurden zuvor drei Feuerlöscher gelehrt. In Osnabrück kam es dann zu massiven Auseinandersetzungen unter den Fußballgruppierungen, wobei auch mit Flaschen und anderen Gegenständen auf die Ordnungshüter geworfen wurde. Die Polizei war mit allen verfügbaren Beamten, ca. 40 Polizisten, vor Ort. Das Aufeinandertreffen war zustande gekommen, weil ein Zug, mit dem die Kieler Fans ursprünglich fahren sollten, ausfiel, und diese stattdessen mit einem anderen Zug nach Münster fuhren.

Die Polizei sucht dringend Zugreisende oder auch andere Zeugen, die die Vorfälle beobachtet oder mittels Smartphone gefilmt haben. Zeugen sollen von Dortmunder Fans genötigt worden sein, diese Aufnahmen zu löschen. Auch diese Personen werden gebeten sich unbedingt mit der Osnabrücker Polizei unter der Tel.-Nr.: 0541/3272617 oder 3272115 in Verbindung zu setzen.

Gemeinsame Pressemitteilung der Polizeiinspektion Osnabrück, der Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim und der Bundespolizeiinspektion Bremen vom 03.11.2015

 

Allgemein Fußball

ndr.de: Bremen macht ernst: Rechnung an die DFL

Bremen hat nun ernst gemacht und die angekündigte Rechnung für den Polizeieinsatz für das Hochrisikospiel Werder gegen den HSV an die DFL geschickt. Sie beläuft sich auf 425.718,11 Euro  und berechnet sich aus der Einsatz von 969 Beamten (9.537 Arbeitsstunden) abzüglich der Kosten, die ein normales Bundesligaspiel gekostet haben würde.

Online-Artikel, 24.06.2015

https://www.ndr.de/sport/fussball/kosten-hochrisikospiel,bremen630.html

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten Urteil verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

WAZ: Polizisten gewürgt – Sechs Jahre Haft für Hooligan

In Essen wurde ein 23-jähriger Hooligan, der am 14.11.2014 einen Polizisten bis zur Bewusstlosigkeit würgte (wir berichteten), wegen versuchten Totschlags zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Online-Artikel, 16.06.2015
http://www.derwesten.de/staedte/essen/gericht/polizisten-gewuergt-sechs-jahre-haft-fuer-hooligan-id10787987.html

Den Text der damaligen Pressemitteilung der Bundespolizei bekommt Ihr hier.

Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. freuen uns vor allen Dingen, dass es dem Bundespolizisten wieder gut geht, aber auch, dass dieser Angriff Konsequenzen hatte.

Zusatzinfo: Auch in Köln erwartet den 23-Jährigen ein Verfahren, weil er am 26.10.2014 bei der HoGeSa-Demo in Kön einem Polizisten einen Absperrpoller in den Rücken geworfen hat.

Allgemein Fußball Personalsituation

Stuttgarter Nachrichten: Innenminister zieht Bilanz Fußball hält Polizei in Atem

„Die Polizei betreibt einen enormen Aufwand für die Sicherheit rund um Fußballspiele. Die Zahl der Einsatzstunden steigt – aber es lohnt sich: Es gibt weniger Krawall und weniger Verletzte.“

Online-Artikel, 12.06.2015
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.innenminister-zieht-bilanz-fussball-haelt-polizei-in-atem.8c7daad9-27c7-4fa4-9cf9-d1ac53aff196.html

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten Schweiz Urteil verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Luzern: Rayonverbote, Bussen und Geldstrafen bis zu 12’000 Franken für fünf Fussballrandalierer

Symbolfoto
Symbolfoto

Die Staatsanwaltschaft Luzern hat fünf Fussballrandalierer zu Geldstrafen und Bussen verurteilt. Zudem hat die Luzerner Polizei für alle Verurteilten  Rayonverbote verfügt. Die Randalierer hatten sich im August 2014 nach einem Fussballspiel vom FC Luzern gegen den FC Zürich an Ausschreitungen beteiligt.

Am 16. August 2014 kam es in der Stadt Luzern nach dem Fussballspiel vom FC Luzern gegen den FC Zürich zu Ausschreitungen zwischen den beiden Fangruppierungen. Fünf Polizisten wurden dabei verletzt (wir berichteten hier). Zudem entstand an diesem Abend ein Sachschaden von über 30’000 Franken.

Die Staatsanwaltschaft Luzern hat die Untersuchung gegen fünf Männer abgeschlossen, welche sich an den Ausschreitungen beteiligt hatten. Sie sind 20, 21, 22, 37 und 38 Jahre alt und stammen aus der Schweiz (3), Portugal und  Bosnien und Herzegowina. Die Männer wohnen in den Kantonen Luzern (1), Zürich (2) und Nidwalden (2).

Sie wurden von der Staatsanwaltschaft je nach Verhalten wegen Landfriedensbruch, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte und des missbräuchlichen Verwendens von Pyrotechnik schuldig gesprochen. Sie wurden mit bedingten Geldstrafen zwischen 2’500.- bis 12’000.- Franken bestraft. Zudem müssen die Randalierer Bussen bis zu 3’000 Franken und die Untersuchungskosten bezahlen. Die Urteile sind rechtskräftig.

Zudem hat Ihnen die Luzerner Polizei entsprechende Rayonverbote ausgesprochen.

PM der Staatsanwaltschaft Luzern vom 28.05.2015

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Augsburg – München: Fußballspiele mit polizeilicher Verlängerung Landes- und Bundespolizei ermitteln sechs Tatverdächtige

Symbolfoto (Bildquelle: Bundespolizei München)
Symbolfoto (Bildquelle: Bundespolizei München)

Während am kommenden Wochenende die letzten Spieltage der Fußball-Lizenzligen anstehen, befindet sich die Münchner Bundespolizei noch in der Verlängerung vorangegangener Begegnungen.

Am Samstag (9. Mai) war es in der An- und Abreise von zwei Fußballspielen der ersten und der vierten Liga zu zehn Straftaten im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei gekommen. Zu sechs Taten, darunter vier Körperverletzungsdelikte, konnten nun – nach Auswertung der Videoaufzeichnungen – schnell Tatverdächtige ermittelt werden. Diese werden in den kommenden Tagen zur Anzeige gebracht.

Anlass der „Verlängerung“ waren zwei Begegnungen zwischen dem FC Bayern München und dem FC Augsburg (15:30 Uhr, Allianz Arena) in der ersten sowie zwischen dem FC Augsburg II und dem TSV 1860 München II (14:00 Uhr, Rosenaustadion) in der vierten Liga, der Regionalliga Bayern.

Begonnen hatten die ersten Differenzen zwischen Bayern- und Augsburger Fans am Mittag gegen 12:30 Uhr im Bereich des Marienplatzes beim Umsteigen von der S- zur U-Bahn. Rund 150 FCA-Fans waren von der Bundespolizei vom Haupt-bahnhof begleitet und am Marienplatz in die Zuständigkeit der Bayerischen Landespolizei übergeben worden. Als die FCA-Fans in die U-Bahn einstiegen, kam es mit FCB-Fans zu körperlichen Zusammenstößen. Nur dem starken Polizeiaufgebot war es zu verdanken, dass sich die Situation schnell beruhigte.

Als die Erstligabegegnung abgepfiffen war und die Augsburger Fans sich auf den Rückweg machten, kam es gegen 19:00 Uhr im Hauptbahnhof zu Zwischenfällen. Ursächlich hierfür war zunächst die verbale Provokation einer Frau aus dem Fanlager des TSV 1860. Sie hatte von der Empore herunter Augsburger Fans, die sich am Querbahnsteig befanden, bepöbelt und beleidigt. Bundespolizisten hinderten daraufhin mehrere FCA-Fans am Sturm der Empore und sorgten für eine sichere Verbringung der Frau aus dem Hauptbahnhof.

Danach warteten gegen 19:20 Uhr etliche, dem Ultralager zuzurechnende FCA-Fans am Bahnsteig 16/17 auf den ankommenden Zug, mit dem sie als RE 57191 heim fahren wollten. Im aus Augsburg kommenden Zug befanden sich sechs, verspätet von der Regionalliga Bayern-Begegnung heimkehrende 1860-Fans.

Als die 1860-Fans den Zug verließen, provozierten sie die FCA-Fans am Bahnsteig. Sofort entwickelte sich eine körperliche Auseinandersetzung. Dabei wurden auch Flaschen geworfen, die am Boden zu Bruch gingen. Polizeibeamte mussten die Kontrahenten trennen. Nur durch gemeinsames Eingreifen von Bundes- und Landespolizei konnte die Situation am Bahnsteig beruhigt und die Augsburger Fans anschließend in den Zug gedrängt werden. Durch den Vorfall erhielt der Regionalexpress rund 30 Minuten Verspätung.

In Augsburg war es nach Ankunft des RE 57120 zu Angriffen von FCA-Fans auf Bundespolizisten gekommen (wir berichteten hier). Hierzu konnten vier Tatverdächtige in der Innenstadt festgenommen werden.

Bei den Auseinandersetzungen mit den Polizeikräften am Abend im Münchner Hauptbahnhof kam es am Bahnsteig zu zehn strafrechtlich verfolgbaren Delikten (sechs Gefährlichen Körperverletzungen, zwei Körperverletzungen sowie zwei Beleidigungen). Diese konnten nunmehr durch Videoaufnahmen jeweils unterschiedlichen Tätern zugeordnet werden konnten. Dabei wurden bislang zwei Täter, jeweils von unterschiedlichen Körperverletzungsdelikten, einer vom TSV 1860 und einer vom FCA, identifiziert. In vier weiteren Fällen (dreimal Gefährliche Körperverletzung und einmal Beleidigung) sind die Bildaufnahmen so gut, dass die ermittelnde Bundespolizei davon ausgeht in den kommenden Tagen vier weitere Straftäter aus der Augsburger Ultraszene identifizieren zu können.

PM der BPOLI München vom 22.05.2015

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Duisburg (Nordrhein-Westfalen): Polizei ermittelt Bengalowerfer – Polizistin wohlauf

Symbolfoto
Symbolfoto

Bereits am Samstagabend nahmen Polizisten nach Auswertung der vorhanden Bilder den Mann in Meiderich fest, der nach dem Platzsturm Feuerwerkskörper in den Gästeblock geworfen hatte. Es handelt sich bei dem 27 Jahre alten Duisburger um einen der Rädelsführer einer Duisburger Fangruppierung. Ihn erwartet jetzt eine mehrjährige Haftstrafe unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung. Der verletzten Polizeibeamtin der Wuppertaler Einsatzhundertschaft geht es den Umständen entsprechend gut.

PM des PP Duisburg vom 18.05.2015

Hier der Link zum Text der ersten Pressemitteilung dazu.

Allgemein Fußball

radiobremen: Einsatz beim Risikospiel – Bremen will weitere Rechnung an DFL schicken

Bremen plant, eine weitere Rechnung für zusätzliche anfallende Polizei-Einsatzkosten an die Deutsche Fußball-Liga (DFL) zu schicken. Weil die Fußball-Bundesliga-Begegnung zwischen Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach am übernächsten Samstag als „Risikospiel“ eingestuft wurde, soll die DFL für die zusätzlich angeforderten Polizisten zahlen.“

Online-Artikel, Radio Bremen, 08.05.2015
http://www.radiobremen.de/politik/nachrichten/weitere-rechnung100.html

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

shz.de: Krawalle beim Nordderby – Polizei hält an Rechnung fest

Am Rande des brisanten Nordderbys zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV sind vier Beamte bei Krawallen gewaltbereiter Fans verletzt worden. Dies teilte die Polizei Bremen mit.“

Online-Artikel, shz.de, 20.04.2015
http://www.shz.de/sport/fussball/bundesliga/krawalle-beim-nordderby-polizei-haelt-an-rechnung-fest-id9503851.html

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten

Osnabrück / Münster – Ermittlungen zur Begegnung Preußen Münster – VfL Osnabrück dauern noch an

Die polizeilichen Ermittlungen zum Fußballspiel Preußen Münster – VfL Osnabrück, das am 07.02.2015 stattfand, dauern unverändert an. Die Polizeidienststellen in Münster und Osnabrück sind damit beschäftigt, verschiedene Straftaten aufzuklären. Bereits mit Spielbeginn wurde im Gästeblock durch Osnabrücker Pyrotechnik eingesetzt. Unmittelbar nach Spielende wurden die im Gästefanblock stehenden Ordner durch Osnabrücker Fußballfans körperlich angegriffen. Dem polizeilichen Videomaterial ist zu entnehmen, dass das Ordnungspersonal durch eine Vielzahl von Tätern massiv angegangen und geschlagen wurde. Daraufhin kam es schließlich zu körperlichen Attacken auf einschreitende Polizeikräfte. Diese wurden unter anderem mit Bierbechern, Flaschen, zwei Mülltonnen und einer abgerissenen Holzlatte beworfen. Darüber hinaus kam es zu einem gezielten Wurf mit einer brennenden bengalischen Fackel in Richtung der eingesetzten Polizeibeamten. Die Bengalfackel schlug inmitten der Beamten auf, worunter sich auch ein unbehelmter Polizeibeamter befand. Einer Polizeibeamtin schlug die Bengalfackel gegen das Visier des Einsatzhelms (leicht verletzt). Die Tat wurde von den Osnabrücker Ermittlern geklärt. Der Täter steht fest. Die Ausschreitungen der Osnabrücker konnten lediglich durch den Einsatz von Polizeikräften und Pfefferspray sowie einer Räumung des Blockes beendet werden. Bislang wurden 25 Strafverfahren gegen Osnabrücker, darunter sechs unbekannte Täter, eingeleitet.

PM der PI Osnabrück vom 09.04.2015

Allgemein Kritik

tz.de: Unverhältnismäßig und hilflos – Polizei rüstet sich für Amateur-Derby: Kommentar

„Am Montag steht in Giesing das Amateur-Derby an. Im Vorfeld hat die Polizei große Härte angekündigt. Das wirkt unverhältnismäßig und hilflos, kommentiert Merkur-Redakteur Felix Müller.“

Online-Artikel, tz, 01.04.2015
https://www.tz.de/sport/1860-muenchen/polizei-ruestet-sich-amateur-derby-kommentar-4875461.html

 

Gerne wird ja im Nachgang von Großeinsätzen erklärt, was die Polizei mal wieder alles falsch gemacht hat. Dieser Herr hier erklärt es gerne auch schon mal im Vorfeld, damit es im Nachgang bloß nicht vergessen wird…

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten

WAZ: Die Schlägerkarriere eines Düsseldorfer Hooligans

„Polizisten nach Fortuna-Spiel attackiert: Im Mai muss sich der Düsseldorfer Hooligan Christian P. (23) wegen versuchten Totschlags verantworten.“

Online-Artikel, WAZ, 29.03.2015
http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/die-schlaegerkarriere-des-eines-duesseldorfer-hooliogans-id10511594.html#plx1011999038

Allgemein Fußball Urteil

NDR: Polizei darf Daten von Problem-Fans speichern

„Dürfen persönliche Daten von Problem-Fans im Fußball gespeichert werden? Ja, zumindest grundsätzlich. Das hat das Verwaltungsgericht in Hannover … in einem Urteil entschieden…“

Online-Artikel, NDR.de, 26.03.2015
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Polizei-darf-Daten-von-Problem-Fans-speichern,fandaten102.html

Allgemein

Berliner Kurier: Fanbeirat des BFC widerspricht Polizei

Der Artikel setzt ein mit „Jetzt wird es albern!“

Online-Artikel, Berliner Kurier, 21.03.2015
http://www.berliner-kurier.de/bfc-dynamo/derby-randale-fanbeirat-des-bfc-widerspricht-polizei,27904404,30185942.html

Falsch. Es ist schon lange albern, in welchem Ausmaß unsere Polizei den Kopf für Randale bei Fußball hinhalten muss.

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten Schweiz Urteil

Luzern: 14’300 Franken Geldstrafe und 1‘500 Franken Busse für Luzerner „Fussballchaot“

Symbolfoto
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Die Staatsanwaltschaft Luzern hat einen 27-jährigen Fussballchaoten wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden, Landfriedensbruch und Widerhandlung gegen das Vermummungsverbot zu einer Geldstrafe von 14’300 Franken verurteilt. Zudem hat er eine Busse von 1’500 Franken und amtliche Kosten von 1’210 Franken zu bezahlen. Das Urteil ist rechtskräftig.   

Am 16. August 2014 kam es in der Stadt Luzern nach dem Fussballmatch FC Luzern gegen den FC Zürich zu Ausschreitungen zwischen den beiden Fangruppierungen. Fünf Polizisten wurden dabei verletzt (siehe Medienmitteilung vom 18.8.2014). Zudem entstand an diesem Abend ein Sachschaden von über 30’000 Franken.

Die Staatsanwaltschaft Luzern hat die Untersuchung gegen den 27-jährigen Randalierer aus der Stadt Luzern abgeschlossen. Der Verurteilte hat sich vor dem  Luzerner Fanlokal „Zone 5“ im Pulk der Hooligans aufgehalten und diese zum Teil koordiniert.

Der Mann wurde vom zuständigen Staatsanwalt wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden, Landfriedensbruch und Widerhandlung gegen das Vermummungsverbot zu einer Geldstrafe von 14’300 Franken verurteilt (davon 4’400 Franken unbedingt).  Zudem muss er eine Busse von 1’500 Franken und amtliche Kosten von 1’210 Franken bezahlen. Das Urteil ist rechtskräftig. Der 27-jährige Verurteilte ist mehrfach einschlägig vorbestraft.

Die Luzerner Strafuntersuchungsbehörden führen aktuell noch drei Untersuchungen gegen mutmassliche Täter, welche an den Ausschreitungen vom 16.8.14 beteiligt waren. Weitere Abklärungen zur Identifikation der Randalierer laufen.

PM der StA Luzern vom 17.02.2015

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten

Welt: Schwere Hooligan-Randale – „Das sind Barbaren!“

Ein Fall außerhalb des deutschsprachigen Raumes, den ich aber auch für uns interessant finde.

Anhänger des niederländischen Fußballvereins Feyenoord randalierten in der italienischen Hauptstadt Rom. „13 italienische Polizisten und fünf Niederländer wurden verletzt. 19 Hooligans wurden wegen Verletzung von Sicherheitskräften, Verwüstungen und Widerstand gegen die Polizei im Schnellverfahren zu Haftstrafen bis zu 16 Monaten und zu Geldstrafen bis zu 45.000 Euro verurteilt.“

Diese Schnellverfahren finde ich nicht uninteressant.

Dem Artikel lässt sich an anderer Stelle entnehmen, dass einige der Niederländer in den Niederlanden selbst Stadionverbot haben, in Rom aber problemlos Eintrittskarten kaufen konnten.
Ist das bei uns auch so?

Quelle und mehr:
Artikel in Online-Ausgabe der Welt vom 20.02.2015
http://www.welt.de/sport/article137654659/Schwere-Hooligan-Randale-Das-sind-Barbaren.html

Allgemein Fußball Urteil verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

NDR.de: Polizisten-Klage gegen Hansa Rostock abgelehnt

Ein Polizist wurde im November 2011 bei einem Hansa-Rostock-Spiel durch einen Böller verletzt, der seiner Aussage nach aus dem Hansa-Block geflogen kam. Davon hat er einen Tinnitus zurückbehalten.
Er wollte von Hansa-Rostock Schadenersatz. Das Landgericht Rostock entschied, dass der Verein seiner Pflicht zur Überwachung in ausreichendem Maße nachgekommen sei.

Quelle und mehr:
Online-Artikel auf ndr.de vom 22.01.2015
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Polizisten-Klage-gegen-Hansa-Rostock-abgelehnt,hansa6028.html

Ich persönlich wünsche dem Polizisten sehr viel Kraft. Ich weiß sehr genau, was er durchmacht. Das kann auch niemand nachvollziehen, der keinen Tinnitus hat, also wäre es gut, wenn jene, die nicht unter einem solchen leiden, sich jetzt dumme Sprüche darüber dass „so ein kleiner Mann im Ohr doch gar nicht so schlimm“ sei, sparen könnten.

In Hinblick auf die in diesem Urteil geklärte Rechtslage habe ich persönlich keine Meinung. Ich finde es allerdings mal wieder ziemlich schade, zu welchen Verrenkungen man in diesem Land greifen muss, wenn man im Dienst an diesem Land Verletzungen mit dauerhaften Folgen erleidet.

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten Urteil

Augsburger Allgemeine: Krawall vor FCA-Spiel: Fußballfan aus Hannover verurteilt

Als im März Hannover 96 in Augsburg spielte, gab es Vorfeld Krawall. Ein 23-Jähriger stand jetzt unter anderem wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung vor Gericht.

Der 23-jährige Angeklagte war der Polizei aufgefallen, als er mit einer Fangruppe auf den Rathausplatz wollte. Auf einer Schulter trug er mehrere abgebrochene, scharfkantige Fahnenstangen. Als mehrere Beamte versuchten, ihn festzunehmen, wehrte er sich, indem er sich immer wieder um die eigene Achse drehte.

Das Gericht verurteilte ihn schließlich zu einer Geldstrafe von 1800 Euro, 120 Tagessätze zu 15 Euro. Damit ist er vorbestraft. „Sie haben billigend schwere Verletzungen in Kauf genommen“, …

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe der Augsburger Allgemeinen vom 17.12.2014
http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Krawall-vor-FCA-Spiel-Fussballfan-aus-Hannover-verurteilt-id32367467.html

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Ermittlungen wegen Ausschreitungen im Zusammenhang mit dem Fußballspiel 1. FC Kaiserslautern gegen Karlsruher SC am 4. Oktober 2014

Fussball_Gewalt_ferdschDurch die Ermittlungen zu Straftaten im Zusammenhang mit dem Fußballspiel 1. FC Kaiserslautern gegen Karlsruher SC am 04.10.2014 (wir berichteten hier) sind bislang in 14 Verfahren 16 Beschuldigte identifiziert worden. Die Ermittlungen dauern an. Die Identifizierung weiterer mutmaßlicher Täter ist zu erwarten. Gegen die Beschuldigten werden jeweils verschiedene Vorwürfe erhoben. Diese lauten auf Landfriedensbruch, Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Verstoß gegen das Vermummungsverbot bei Versammlungen, Beleidigung bzw. Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel. Die Ermittlungen gegen 6 der identifizierten Beschuldigten wurden bereits abgeschlossen. Gegen 5 Beschuldigte hat die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern beim Amtsgericht Kaiserslautern Anträge auf Erlass eines Strafbefehls gestellt. In 2 dieser Fälle sind die Strafbefehle bereits erlassen worden und rechtskräftig geworden. In einem Fall hat die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern nach einer Ermessensvorschrift von der Verfolgung der Tat abgesehen, da diese auch erhebliche Verletzungen des Beschuldigten selbst nach sich gezogen hat.

PM der StA Kaiserslautern vom 16.12.2014

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten Urteil verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Bielefeld (Nordrhein-Westfalen): Ermittlungen der Bundespolizei führen zu massiven Verurteilungen in der Fußballszene

Mit gelben Regenponchos verkleidete Dresdener "Fußballfans" bei der Ankunft im Hauptbahnhof Bielefeld (Bildquelle:  Bundespolizei)
Mit gelben Regenponchos verkleidete Dresdener „Fußballfans“ bei der Ankunft im Hauptbahnhof Bielefeld (Bildquelle: Bundespolizei)

Genau vor einem Jahr, am 06.12.2013, kam es am Hauptbahnhof Bielefeld anlässlich der Spielbegegnung Arminia Bielefeld – Dynamo Dresden zu massiven gewalttätigen Ausschreitungen sogenannter Dresdener „Fußballfans“ gegenüber eingesetzten Polizeibeamten der Bundespolizei.

Durch die Bundespolizeiinspektion Münster und die Staatsanwaltschaft Bielefeld wurden insgesamt 31 Ermittlungsverfahren gegen identifizierte Täter aus der Dresdener „Fußballszene“ geführt. Mittlerweile sind durch das Amtsgericht (AG) Bielefeld 21 Täter rechtskräftig verurteilt worden. Es wurden seitens des AG Bielefeld Strafbefehle in Höhe von 300,00 Euro bis zu 2700,00 Euro erlassen. Ein Dresdener Fußballstörer wurde rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten auf drei Jahre zur Bewährung verurteilt. Vier Verfahren sind zum Teil noch bei anderen Staatsanwaltschaften anhängig.

Die akribischen Ermittlungen der Bundespolizei haben insgesamt zu einem großen Schlag gegen Fußballstörer und sogenannte „Fußballfans“ geführt.

PM der BPOLD Sankt Augustin, BPOLI Münster vom 05.12.2014

Hier der Link zum Text der damaligen Pressemitteilung des PP Bielefeld vom 07.12.2014.

Allgemein Angriff Fußball Gewalt_gg_Polizisten

Dortmund (Nordrhein-Westfalen): Tatverdächtiger nach Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Galatasaray Istanbul stellt sich

Fussball_Gewalt_ferdschWie bereits auf der Pressekonferenz am 05.11.2014 mitgeteilt, wurden im Anschluss an das Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Galatasaray Istanbul am 04.11.2014 im Signal-Iduna-Park aus dem Oberrang der Nordtribüne durch mehrere Personen Sitzschalen auf die unten stehenden Polizeibeamten und Ordner geworfen. Polizei und Staatsanwaltschaft suchten daraufhin mit Lichtbildern nach einem der unbekannten Werfer. In diesem Zusammenhang meldete sich jetzt ein 22-jähriger Bottroper und gab an, die gesuchte Person auf den Fotos zu sein.

Der nicht vorbestrafte Beschuldigte wurde heute im Beisein seines Verteidigers vernommen. Er gab an, dass er eine Sitzschale aus der Verankerung getreten und diese anschließend geworfen habe. Er habe zuvor jedoch nach unten geschaut und nicht in Richtung der unten stehenden Beamten gezielt. Er habe niemanden verletzen wollen, sondern sei lediglich sauer über den Ausgang des Spiels gewesen. Der Beschuldigte wurde mangels Haftgründen nicht festgenommen, zumal auch nach den Videoaufzeichnungen nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich zu diesem Zeitpunkt niemand mehr im Gefahrenbereich befand.

Die Ermittlungen zu den weiteren unbekannten Tätern wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts dauern an. Die Auswertungen der Videoaufzeichnungen haben ergeben, dass insbesondere die ersten geworfenen Sitzschalen in unmittelbarer Nähe zu den unten stehenden Ordnern und Polizeibeamten aufgekommen sind. Zu diesem Zeitpunkt waren die betroffenen Kräfte noch nicht auf den Angriff vorbereitet.

PM des PP Dortmund vom 24.11.2014

Hier der Link zum Text der damaligen Pressemitteilung des PP Dortmund.

Allgemein Fußball

welt.de: Was Hooligans und Ultras voneinander unterscheidet

„Lange war es ruhig um die Hooliganszene, aber nun erstarken die gewaltbereiten Schläger. Die Demonstration in Köln könnte erst der Anfang gewesen sein. Auch die Ultrabewegung ist alarmiert.“

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe der Welt vom 29.10.2014
http://www.welt.de/sport/fussball/article133754316/Was-Hooligans-und-Ultras-voneinander-unterscheidet.html?wtrid=socialmedia.socialflow….socialflow_facebook

Allgemein Fußball

radiobremen: Bremen fordert Kosten für Polizeieinsätze von DFL

Das Bundesland Bremen fordert künftig die Kosten für Polizeieinsätze bei sogenannten Risiko-Fußballspielen im Weser-Stadion von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zurück. Das haben die Abgeordneten der Bremischen Bürgerschaft mit den Stimmen von SPD und Grünen beschlossen.

Quelle und mehr:
Artikel auf radiobremen.de vom 22.10.2014
http://www.radiobremen.de/politik/nachrichten/buergerschaft-polizeikosten102.html

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Hannover (Niedersachsen): Ermittlungen zum Bundesligaspiel Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig weitgehend abgeschlossen

Fussball_Gewalt_ferdschNach fast einem Jahr sind die umfangreichen Ermittlungen bezüglich der Ausschreitungen rund um das Niedersachsenderby vom 08.11.2013 nahezu abgeschlossen. Die Bilanz: 272 Strafverfahren und 105 ermittelte Tatverdächtige.

Aufgrund der Vielzahl von Straftaten rund um das Spiel war bereits im November 2013 die Ermittlungsgruppe „Derby“ eingerichtet worden. Die Beamten konzentrierten sich überwiegend auf die Aufklärung „fußballtypischer“ Straftatbestände wie Sachbeschädigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Landfriedensbruch, Körperverletzung und Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz (Abbrennen von Pyrotechnik). Es wurden insgesamt 22 Durchsuchungsbeschlüsse (17 in Hannover und fünf in Braunschweig) vollstreckt. Dabei konnte umfangreiches Beweismaterial – Computer, Bekleidung, pyrotechnische Gegenstände und Graffitizubehör – beschlagnahmt werden. Die Tatverdächtigen – ein Großteil Sympathisanten von Hannover 96 – haben neben den strafrechtlichen Konsequenzen auch mit erheblichen zivilrechtlichen Forderungen seitens des Vereins Hannover 96 zu rechnen. Zudem wurden im Zusammenhang mit den geführten Ermittlungen 14 Stadionverbote verhängt, weitere mögliche Stadionverbote werden seitens des Vereins geprüft.

Die gewonnen Erkenntnisse der EG „Derby“ ergaben einen Einblick in die Fanstrukturen. Diese intensiven Ermittlungsmaßnahmen führten nach polizeilicher Einschätzung auch dazu, dass die aktive Fanszene von Hannover 96 die Bundesligaspiele derzeit meidet. Auch in Zukunft werden intensive Maßnahmen durchgeführt, um Gewalt und Straftaten im Zusammenhang mit Fußballspielen zu verhindern und Gewalttäter zu ermitteln.

Gemeinsame Pressemitteilung der StA Hannover und der PD Hannover vom 21.10.2014

Pressemitteilung der PD Hannover vom 09.11.2013

Pressemitteilung der BPOLI Hannover vom 09.11.2013

Pressemitteilung der PD Hannover vom 13.11.2013

Gemeinsame Pressemitteilung der StA Hannover und der PD Hannover vom 31.01.2014

Gemeinsame Pressemitteilung der StA Hannover und der PD Hannover vom 02.04.2014

 

Allgemein Fahndung Fußball Gewalt_gg_Polizisten verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Fahndung nach unbekannten Fußballgewalttätern – Polizei Rostock bittet um Mithilfe

Am 26.04.2014 kam es während des Fußballspiels des F.C. Hansa Rostock gegen RB Leipzig zu gewalttätigen Ausschreitungen im Stadion. Dabei zerstörten Anhänger von Hansa Rostock Sanitäranlagen im Bereich der Südtribüne und nutzten sowohl die zerschlagenen Sanitäreinrichtungen, wie z. B. aus Metall bestehende Toilettenpapierspender, Toilettendeckel sowie herausgerissene Sitzschalen und Glasflaschen als Wurfgeschosse.

In Zusammenarbeit mit der Landesbereitschaftspolizei nahm die Polizeiinspektion Rostock unmittelbar nach dem Spiel Ermittlungen wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung auf. Im Verlauf der bisherigen Ermittlungen konnte bereits eine Vielzahl der Tatbeteiligten identifiziert werden.

Auf Beschluss des Amtsgerichtes Rostock fahndet die Rostocker Polizei jetzt nach zwei noch unbekannten Tatverdächtigen mit Bildern der Videoaufzeichnung. Beide warfen Gegenstände in Richtung der Sicherheitskräfte und verletzten Polizeibeamte.

1.Person – Personenbeschreibung:

   - ca. 180 cm bis 190 cm groß und ca. 20 - 25 Jahre alt
   - kurze dunkelblonde Haare
   - sogenannter "Tunnel" im linken Ohrläppchen

2.Person – Personenbeschreibung:

   - ca. 180 cm groß und  25 - 30 Jahre alt
   - kurze dunkelblonde Haare
   - zahlreiche Tattoos am rechten Oberarm sowie am linken Ober- und 
     Unterarm
   - auffälliges "Stern" Tattoo im rechten Halsbereich

Zur Identifizierung der beiden Tatverdächtigen bittet die Polizei dringend um Mithilfe der Bevölkerung. Wer kennt die hier abgebildeten Personen oder weiß, wo diese sich aufhalten?

Link zu den Fotos

Hinweise nehmen der Kriminaldauerdienst der Polizei Rostock, Blücherstr. 1-3 unter der Telefonnummer 0381/652-6224, jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de entgegen.

PM der PI Rostock vom 17.10.2014

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten Urteil verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Bielefeld (Nordrhein-Westfalen): Dresdner Fußballfans zu empfindlichen Strafen verurteilt

Symbolfoto
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Das Amtsgericht Bielefeld verurteilte gewalttätige Fußballfans von Dynamo Dresden zu empfindlichen Geldstrafen.

Am 6. Dezember 2013 kam es bei der Anreise zum Zweitligaspiel bei Arminia Bielefeld zu erheblichen Angriffen durch Anhänger von Dynamo Dresden gegen die eingesetzten Polizisten (wir berichteten hier). Aus der gewalttätigen Menschenmenge heraus wurden Straftaten wie Landfriedensbruch, (versuchte) gefährliche Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigungen und verbotene Vermummung begangen.

Die ermittelnde Bundespolizeiinspektion Münster konnte auf erstellte Video-/Fotoaufzeichnungen zurückgreifen. Diese dienten als Fahndungshilfen auf deren Grundlage zahlreiche Täter identifiziert und einem Strafverfahren zugeführt werden konnten. Hierzu haben auch zahlreiche Hinweise aus der Öffentlichkeitsfahndung in den Printmedien und Wohnungsdurchsuchungen beigetragen.

In den vergangenen neun Monaten sind 20 Strafbefehle mit insgesamt rund 16.000 Euro ergangen. Teilweise wurden die Täter per Strafbefehl zu über 90 Tagessätzen verurteilt, so dass sie ab sofort als vorbestraft gelten. Die Urteile sind rechtskräftig. In bisher drei Ermittlungsverfahren ist vor Gericht Anklage erhoben worden, hier stehen die Hauptverhandlungen noch aus. Mit weiteren Verfahren ist zu rechnen. Weiterhin wurden noch 14 Stadionverbote gegen Gewalttäter ausgesprochen.

Die strategische Zielsetzung der Bundespolizei, durch gute Foto- und Videoaufnahmen eine nachhaltige Strafverfolgung zu erwirken, kam bei diesem Einsatz erfolgreich zum Tragen.

Im Hinblick auf das erneute Aufeinandertreffen der Mannschaften am Samstag (04.10.2014) hofft die Bundespolizei auf eine friedliche An- und Abreisephase der Fußballfans, damit dem sportlichen Gedanken Rechnung getragen wird.

PM der BPOLD Sankt Augustin, BPOLI Münster und BPOLI Dresden vom 30.09.2014

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten Urteil

Mittelbayerische.de: Nackter Po: Ein Erfurt-Fan muss zahlen

Am 26. Oktober (2013) fand das Drittligaspiel SSV Jahn gegen den FC Rot-Weiß Erfurt statt. Einer der thüringer Fans, die von der Bereitschaftspolizei nach dem Spiel begleitet wurden, ließ plötzlich seine Hose fallen und zeigte den Polizeibeamten hinter ihm seinen nackten Po. Eine erste Warnung vor den Konsequenzen schlug er in den Wind, streckte den Polizisten seine Zunge heraus, beleidigte einen mit den Worten „Du Lappen“ und wiederholte das Entblößen seines Gesäßes. Seine Personalien wollte er nicht preisgeben, gegen das Mitgehen zum Streifenwagen wehrte er sich.

Das Regensburger Amtsgericht verurteilte ihn zu über 4.500 Euro.

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe der Mittelbayerischen vom 10.09.2014
http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/artikel/nackter-po-ein-erfurt-fan-muss-zahlen/1118328/nackter-po-ein-erfurt-fan-muss-zahlen.html

Allgemein Angriff Fußball Gewalt_gg_Polizisten Urteil

Münster (Nordrhein-Westfalen): Gerichtsurteile gegen zwei gewalttätige „Fußballfans“ bei der Partie Preußen Münster – Hansa Rostock

Symbolfoto
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Das Amtsgericht Münster hat Urteile gegen zwei gewalttätige Fußballfans gefällt. Anlass war das zurückliegende Fußballspiel des SC Preußen Münster gegen FC Hansa Rostock vom 01.11.2013.

Während der Abreisephase wurden durch die Bundespolizei insgesamt 27 Ermittlungsverfahren gegen Rostocker Fans eingeleitet. In drei Fällen konnten die Täter vor Ort noch zur Person festgestellt werden. In weiteren zehn Fällen erfolgte die Identifizierung von Tatverdächtigen durch die Auswertung von Videomaterial. Die restlichen Fälle wurden gegen Unbekannt der Staatsanwaltschaft Münster vorgelegt.

Es handelte sich in allen Einzelverfahren um tätliche Angriffe in Form von Flaschenwürfen durch Rostocker Fans auf die Einsatzkräfte der Bundespolizei und in zwei Fällen um Widerstandshandlungen bei der Festnahme in Münster vor Ort. Die Verfahren wurden überwiegend wegen Landfriedensbruch und versuchter gefährlicher Körperverletzung bzw. Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte geführt.

Zwei der Täter, die u. a. bei ihrer Festnahme Widerstand leisteten, wurden jetzt per Strafbefehl durch das Amtsgericht Münster zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen a 10,- Euro sowie 80 Tagessätzen a 20,- Euro verurteilt. Mit weiteren Urteilen ist zu rechnen.

PM der BPOLD Sankt Augustin, BPOLI Münster, vom 03.09.2014

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Baden-Württemberg: Positive Bilanz zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2014

Bei 35 großen Public-Viewing-Veranstaltungen in Baden-Württemberg haben hunderttausende von Fußballanhängern ihre Mannschaften überwiegend friedlich gefeiert. Das sagte Innenminister Reinhold Gall am Dienstag, 15. Juli 2014, in Stuttgart. Außer den großen Fußballfesten hätten auch unzählige kleinere Veranstaltungen mit zigtausend weiteren Teilnehmern stattgefunden.

„Das meist besonnene Verhalten der Fußball-Fans, die enge Zusammenarbeit mit Sicherheitspartnern, die polizeiliche Präsenz an bekannten Treffpunkten und das konsequente Einschreiten, aber auch das Vorgehen mit dem richtigen Augenmaß haben zum friedlichen Gesamtverlauf beigetragen“, sagte der Innenminister. 17.169 Beamte seien 82.309 Stunden im Dienst gewesen.

Wo viel Licht sei, gebe es auch Schatten. Leider seien auch bei dieser Weltmeisterschaft negative Begleiterscheinungen nicht ausgeblieben.
Während der Weltmeisterschaft habe die Polizei 88 verletzte Personen gezählt, darunter 26 Polizeibeamte. 282 Personen seien fest- und 79 Personen in Gewahrsam genommen worden. 614 Straftaten seien aufgenommen worden, an der Spitze 195 Körperverletzungsdelikte, die oft unter Alkoholeinwirkung begangen worden seien. An zweiter Stelle seien 160 Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz durch missbräuchliche Verwendung von Pyrotechnik registriert worden. „Dieses Abbrennen von Pyrotechnik ist bei öffentlichen Jubel- und Siegesfeiern in Menschenmengen absolut unakzeptabel“, betonte Gall.

Zurück im „Ländle“ sei der Szenenkundige Polizeibeamte (SKB) Patrick Amann vom Polizeipräsidium Freiburg. Als Mitglied des SKB-Teams Deutschland sei er bei Spielen der Deutschen Nationalmannschaft in Brasilien eingesetzt worden und habe in Brasilien dazu beigetragen, dass auch dort die deutschen Fans nicht über die Stränge geschlagen hätten.

„Wir alle haben eine fantastische Weltmeisterschaft mit großartigen Spielen und einem weltmeisterlichen Ausgang erleben können. Ich danke allen, die ihren Anteil zum erfolgreichen Gesamtverlauf beigetragen haben“, sagte Innenminister Gall.

Gravierende Vorfälle:

In Reutlingen sind sechs Polizeibeamte durch Knalltraumata verletzt worden. Sie waren dabei, eine Person in Gewahrsam zu nehmen und wurden von einer circa 200 köpfigen Personengruppe lautstark verfolgt und mit Pyrotechnik beworfen.

Tragisch endete der spektakuläre Halbfinalsieg der Deutschen Nationalmannschaft gegen Brasilien für einen 19-jährigen Fußballfan in Göppingen. Beim Versuch zu seinen Bekannten in einem Autokorso zu gelangen, wurde er im Gegenverkehr von einem Fahrzeug erfasst und lebensgefährlich verletzt.

Die Polizei musste bei 824 Autokorsos mit teilweise annähernd 2.000 Fahrzeugen 56 weitere Unfälle aufnehmen, bei denen 13 Personen verletzt wurden.

Pressemitteilung des IM Baden-Württemberg vom 15.07.2014

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten

General Anzeiger: Werder fürchtet Zusatzkosten bei Risikospielen

„Den klammen SV Werder Bremen trifft die umstrittene Entscheidung des Bremer Senats besonders hart, sollte die Deutsche Fußball Liga (DFL) zukünftig an Polizeieinsätzen bei Risikospielen im Weserstadion beteiligt werden.“

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe des General-Anzeigers vom 23.07.2014
http://www.general-anzeiger-bonn.de/thema/1-bundesliga/news/Werder-fuerchtet-Zusatzkosten-bei-Risikospielen-article1410436.html#plx1313098536

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten

General Anzeiger: Fußball soll für Risikospiele zahlen

„Bremen. Als erstes Bundesland will Bremen den Fußball für Polizeieinsätze bei Hochsicherheitsspielen zur Kasse bitten.“

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe des Bonner Generalanzeigers vom 22.07.2014
http://www.general-anzeiger-bonn.de/thema/1-bundesliga/news/Fussball-soll-fuer-Risikospiele-zahlen-article1409825.html#plx1567198635
Allgemein

Fußballrausch – bitte mit „Fairplay“!!

Fussball_Gewalt_ferdschSonntag ist es soweit – Deutschland hat die Chance, zum vierten Mal Fußball-Weltmeister zu werden. Ein Ereignis, das schon jetzt den gesamten Kreis Gütersloh in aufgeregte Feier- und Jubellaune versetzt!! Private Feiern werden geplant, Verabredungen zu Public Viewing Veranstaltungen getroffen.

Auch die Polizei im Kreis fiebert mit und begleitet die zahlreichen Public Viewings und sich anschließenden Autokorsos. Diese blieben bisher ganz überwiegend friedlich und fröhlich. Nur in Harsewinkel kam es am Rand des Autokorsos nach dem Viertelfinalspiel Deutschland gegen Frankreich zu einem folgenschweren Angriff gegen zwei Polizeibeamte (siehe hier).

Zum anstehenden Finale bittet die Polizei im Kreis Gütersloh nochmals alle Fußballfreunde, sich bei Fußballfeiern und Autokorsos friedlich zu verhalten.

Gerade bei einem Autokorso kann es zu Situationen kommen, die für Fahrzeuginsassen, aber auch für Unbeteiligte gefährlich werden können. Bei aller Freude – Ein Autokorso setzt die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung nicht außer Kraft!

Grundsätzlich hat sich auch hierbei jeder Verkehrsteilnehmer so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird. Zuwiderhandlungen sind Ordnungswidrigkeiten und werden grundsätzlich mit einem Bußgeld geahndet.

Stoppschilder, Ampeln und andere Verkehrszeichen gelten auch bei einem Autokorso uneingeschränkt. Weiterhin müssen der Fahrer und alle Beifahrer, auch auf der Rückbank, den Sicherheitsgurt anlegen! Bereits bei sehr geringen Geschwindigkeiten drohen beim Herauslehnen aus dem Fenster oder Stehen im geöffneten Schiebedach im Falle eines Unfalls schwere Verletzungen.

Die Sicht des Fahrers darf durch wehende Fahnen oder ähnliches nicht beeinträchtigt werden.

Selbstverständlich sollte sein, dass der Fahrer nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln steht. Jeder sollte sich gut überlegen, ob er sich als nüchterner Fahrer für eine alkoholisierte Gruppe zur Verfügung stellt. Als Fahrzeugführer muss er nämlich eventuell für das Tun seiner Freunde geradestehen. Fällt beispielsweise ein betrunkener Mitfahrer aus dem Auto, kann der Fahrer unter Umständen für den Unfall und dessen Folgen haftbar gemacht werden.

Weiterhin sind eventuelle Unfallschäden bei Teilnahme an einem Autokorso durch Ihre Versicherung möglicherweise nicht gedeckt.

Die Polizei will kein Spielverderber sein, wird jedoch da konsequent einschreiten, wo Regeln nicht beachtet werden sowie Leib und Leben bzw. Sachgüter von Fans oder unbeteiligten Bürgerinnen und Bürgern gefährdet werden.

Denken Sie auch daran: Nicht jeder ist Fußballfan und muss zudem am Montag nach dem Finalspiel wieder früh zur Arbeit! Beeinträchtigungen für Unbeteiligte müssen zumutbar bleiben!

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist die fairste der acht Viertelfinalisten der Weltmeisterschaft in Brasilien! Ein ebenso faires Verhalten wünscht sich die Polizei auch von den Fans im Kreis Gütersloh.

Wir wollen, dass alle friedlichen Fußballfans und Bürgerinnen und Bürger im Kreis Gütersloh ein fröhliches und sicheres Fußballfest erleben können!

Viel Spaß – und Daumen drücken!!!

PM der KPB Gütersloh vom 11.07.2014

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten Urteil

Soest (Nordrhein-Westfalen): „Fußballfan“ wegen Beleidigung eines Bundespolizisten verurteilt

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Das Amtsgericht Soest hat nun einen 31-jährigen „Fußballfan“ des FC Rot-Weiß Erfurt wegen Beleidigung zum Nachteil eines 34-jährigen Bundespolizisten zu einer Geldstrafe in Höhe von 20 Tagessätzen a 20,00 Euro verurteilt.

Der Beschuldigte reiste am Samstag (15.02.2014) in einer Gruppe von ca. 150 bahnreisenden Fußballanhängern mit verschiedenen Zügen zum Auswärtsspiel des RW Erfurt gegen MSV Duisburg nach Duisburg. Begleitet wurden sie von Einsatzkräften der Bundespolizei Pirna. Im Zug zwischen Soest und Hamm fiel der Beschuldigte den Einsatzkräften durch das Tragen eines auffälligen und provozierenden T-Shirts mit dem Aufdruck „A.C.A.B.“ auf und zeigte diesen gezielt in Richtung der eingesetzten Bundespolizisten.

„A.C.A.B.“ All Cops Are Bastards steht für eine Geisteshaltung, die nicht mit den gesellschaftlichen Normen übereinstimmt. Die Bezeichnung Cops als Bastard ist sowohl in der englischen, wie auch in der deutschen Sprache objektiv ehrverletzend und trägt dazu bei, das Bild der Polizei in der Öffentlichkeit negativ zu beeinflussen. Mit dem Tragen der Buchstabenkombination „A.C.A.B.“ bringt der Beschuldigte seine Abneigung gegenüber den eingesetzten Polizeivollzugsbeamten, sowie allen Angehörigen des Polizeivollzugsdienstes zum Ausdruck.

Der 31-jährige Beschuldigte aus Leinatal/Thüringen wurde wegen Beleidigung zur Anzeige gebracht und das getragene T-Shirt beschlagnahmt.

In seiner Aussage bestritt er den Tatvorwurf der Beleidigung und berief sich auf sein Recht zur freien Meinungsäußerung und gab zu seiner Entlastung zusätzlich an, dass T-Shirts mit derartigen Aufschriften frei käuflich zu erwerben seien.

Die Staatsanwaltschaft Arnsberg und das Amtsgericht Soest folgten der Auffassung des Beschuldigten nicht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde durch das Amtsgericht Soest am 09.05.2014 ein Strafbefehl in Höhe von 400,00 Euro erlassen, der seit dem 29.05.2014 Rechtskraft erlangt hat.

PM der BPOLD Sankt Augustin vom 22.06.2014

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten Urteil verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Nordkurier: Urteil nach Ausschreitungen Krawallbrüder müssen schon fürs Mitlaufen zahlen

Nach den massiven Ausschreitungen im Oktober 2013 in Rostock (acht verletzte Beamte, sechs beschädigte Einsatzfahrzeuge, weitere Sachbeschädigungen…) wurden vom Amtsgericht zwei Angeklagte zu je einer Geldstrafe verurteilt (40 Tagessätze zu je 50 Euro, 90 Tagessätze à 45 Euro).

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe des Nordkurier vom 01.07.2014

Zur Erinnerung an die Vorfälle hier ein Link zur damaligen Pressemitteilung der PI Rostock.

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten Urteil

svz.de: HANSA-KRAWALLFAN : Bewährung nach Steinwurf auf Polizeibeamte

„Das Amtsgericht Rostock sprach gestern das Urteil gegen einen 19-jährigen Fan des FC Hansa Rostock. Nach Krawallen beim Spiel gegen den Halleschen FC bekam Jan F. neun Monate Haft, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Der Grund: schwerer Landfriedensbruch, versuchte gefährliche Körperverletzung, Verstoß gegen das Vermummungsverbot. Zusätzlich darf der Abiturient zehn Monate lang kein Hansa-Spiel besuchen und muss die Bannmeile von zwei Kilometern zur DKB-Arena einhalten.“

Quelle und mehr:
Online-Artikel auf svz.de vom 19.06.2014
http://www.svz.de/sport/fussball/hansa-rostock/bewaehrung-nach-steinwurf-auf-polizeibeamte-id6889246.html

Allgemein Fußball

meine-stadt.de: Mainzer Polizist bei WM in Brasilien im Dienst

Quelle und mehr:
http://aktuell.meinestadt.de/sinzig/2014/05/21/mainzer-polizist-bei-wm-in-brasilien-im-dienst/

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten Österreich

Standard.at: 47 Rapid-Fans angeklagt

„Die Anklageschrift spricht von „einzigartiger Aggressions- und Gewaltbereitschaft der Täter“ bei Testspiel gegen Nürnberg im September 2013.

Nach dem Match war es am 7. September 2013 im und vor dem Hanappi-Stadion zu tumultartigen Szenen gekommen, die, wie Staatsanwältin Stefanie Schön schreibt, „offensichtlich aus blankem Hass gegen die Einsatzkräfte der Polizei bzw. ‚Spaß an der Teilnahme von gewalttätigen Ausschreitungen'“ stattfanden.“

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe des Standard vom 22.05.2014
http://derstandard.at/2000001468026/47-Rapid-Fans-angeklagt?ref=rss

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten

Gewalttätige Fußballfans ausgeforscht

Am 5. Oktober 2013 kam es durch Fußballfans zu szenetypischen gewalttätigen Ausschreitungen. Szenekundige Beamte der Landespolizeidirektion Steiermark forschten zehn Verdächtige aus und brachten sie zur Anzeige.

Um 19.00 Uhr fand ein Spiel zwischen einem Salzburger und einem Grazer Fußballverein in einem Stadion in Grödig statt. Im Auswärtssektor des Stadions befanden sich etwa 400 aus der Steiermark angereiste Fans.

Gegen 19.30 Uhr provozierten offensichtlich einheimische Fans von einer nebenliegenden Tribüne die Auswärtsfans, woraufhin diese den Trennzaun zu überklettern versuchten, um zu den Provokateuren zu gelangen. Beamte der Einsatzeinheit Salzburg wurden entsandt, um das Überklettern und gewalttätige Konfrontationen zu verhindern.

Als die Auswärtsfans die Polizeibeamten wahrnahmen, begannen sie sogleich, diese zu beschimpfen und mit Stößen und Fußtritten sowie Schlägen mit Händen und Fahnenstangen zu attackieren.

Die Polizeibeamten, die zwischen den aggressiven Fans und dem Sektorentrennzaun eingekesselt waren, wurden von der Menge zum Rückzug gezwungen und mussten sich mit Pfefferspray zur Wehr setzen. Auf dem Rückzug wurden sie von den Fans weiter verfolgt und attackiert. Ein Fan kickte dabei eine bengalische Fackel in Richtung der Einsatzkräfte, wobei aufgrund der hohen Temperatur der Fackel eine schwere Verletzung von Beamten sicherlich in Kauf genommen wurde.

Etwa 40 bis 50 Fans attackierten die Einsatzkräfte auch während des Schließens des Tores. Dieses konnte nur unter großer Kraftanstrengung und neuerlichem Pfeffersprayeinsatz geschlossen werden. Die Einsatzkräfte wurden mit verschiedensten Gegenständen beworfen, außerdem versuchten die Fans, einzelne Beamte aus der Sperrkette zu zerren.

Die angeführten Vorfälle wurden von der Stadionkamera und der Einsatzdokumentation der Polizei aufgezeichnet. Szenekundige Beamte der Landespolizeidirektion Steiermark werteten in Zusammenarbeit mit der Einsatzdokumentation Steiermark das Bildmaterial aus und forschten zehn verdächtige Steirer im Alter von 18 bis 25 Jahren aus.

Die nicht geständigen Verdächtigen wurden wegen des Verdachtes des Widerstandes gegen die Staatsgewalt und der versuchten schweren Körperverletzung an die Staatsanwaltschaft Graz angezeigt.

PA der LPD Steiermark vom 13.05.2014

Allgemein Fußball

svz.de: Teure Fan-Randale in Schwerin

Hubschrauber-Einsatz gegen Chaoten auf Bahnhof kostet 192 000 Euro. 60 Hansa-Anhänger gingen auf 250 Herthaner los

Quelle:
Artikel in der Online-Ausgabe der svz.de vom 05.05.2014
http://www.svz.de/mv-uebersicht/teure-fan-randale-in-schwerin-id6460071.html

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten Urteil

Fußballgewalttäter verurteilt – Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Rostock und der Polizeiinspektion Rostock sowie des F.C. Hansa Rostock

Ein 23-jähriger Mann, der an den Ausschreitungen nach dem Spiel des F.C. Hansa Rostock gegen den Halleschen FC beteiligt war, wurde wegen schweren Landfriedensbruchs, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Vermummungsverbot durch das Amtsgericht Rostock zu einer 8-monatigen Freiheitsstrafe, ausgesetzt auf zwei Jahre Bewährung, verurteilt.

Zusätzlich muss der aus Gadebusch stammende Mann 1200 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.

Dieser ersten Verurteilung könnten weitere folgen. Die Rostocker Staatsanwaltschaft hat bislang im Zusammenhang mit den gewalttätigen Ausschreitungen während des Spiels des FC. Hansa Rostock gegen den Halleschen FC im Oktober vergangenen Jahres  21 Anklagen erhoben.

Weiterhin wurde der Erlass von 11 Strafbefehlen mit zum Teil erheblichen Geldstrafen beim zuständigen Amtsgericht beantragt.

Die jetzigen Verfahren sind Ergebnis sehr aufwändiger, polizeilicher Ermittlungsarbeit. So wurden mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei mehrere Stunden Videomaterial ausgewertet. Dabei konnten bisher 107 Personen identifiziert und konkrete Straftaten zugeordnet werden, u.a. Landfriedensbruch, Körperverletzung und Vermummung. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft sind noch nicht vollständig abgeschlossen.

Der Leiter der Polizeiinspektion Rostock, Michael Ebert, macht deutlich: „Wer sich im Stadion vermummt begeht eine Straftat nach dem Versammlungsgesetz, wer anderen Fans einen Fanschal raubt, ein Verbrechen das mit einer Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr bestraft wird. Wer Steine und Flaschen auf Polizeibeamte wirft oder aus einer Gruppe heraus agiert, begeht einen schweren Landfriedensbruch. Wer sich aus einer gewalttätigen Gruppe nicht entfernt, Deckungsmasse bietet oder deren Verhalten unterstützt, muss sich die Taten im Einzelfall zurechnen lassen.“

Rainer Friedrich, Vorstand für Stadionmanagement und Prävention sowie Stadionverbotsbeauftragter beim F.C. Hansa Rostock erklärt: „Wir arbeiten bei der Aufklärung von Straftaten sehr eng mit der Polizei und der Staatsanwaltschaft zusammen. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit den Konsequenzen leben – wir werden auch in Zukunft mit Hilfe unserer Sicherheitspartner rigoros gegen Straftäter vorgehen und diese aus den Fußballstadien verbannen. Wir haben bis jetzt 21 Stadionverbote ausgesprochen. Weitere sechs Personen erhielten Auflagen, wie z.B. die Mitarbeit bei sozialer Arbeit des Vereins.“

Staatsanwalt Holger Schütt, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Rostock, führt aus: „Die Staatsanwaltschaft Rostock wird weiterhin konsequent Straftaten im Zusammenhang mit Ausschreitungen bei Fußballspielen verfolgen. Aus diesem Grund ist bei der Staatsanwaltschaft Rostock ein Sonderdezernat für diese Straftaten eingerichtet worden, wodurch eine zügige Aufklärung und rasche Anklageerhebung bei hinreichenden Tatverdacht gewährleistet wird.“

PM der PI Rostock vom 07.05.2014

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten Kritik Möchte_man_nicht_erleben

München (Bayern): Nachtrag zum Regionalligaspiel FC Bayern München II / 1. FC Schweinfurt 05

BayernWie bereits berichtet, fand am Samstag, 12.04.2014, um 14.00 Uhr, im Stadion an der Grünwalder Straße das Regionalligaspiel zwischen dem FC Bayern München II und dem 1. FC Schweinfurt 05 statt.

Nach Spielende kam es hierbei zu Übergriffen von einigen Schweinfurter Anhängern gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten. Dabei bugsierte eine Schweinfurterin ihren 9-jährigen Sohn während der Einsatzstockmaßnahme direkt vor die Polizeikette.

Mittlerweile liegen die schriftlichen Stellungnahmen der bei dem Einsatz unterstützenden Polizeibeamten aus Schweinfurt vor. Auch sie schildern das Verhalten der Gästefans an der Polizeikette als äußerst aggressiv. Eine Kommunikation mit diesen Anhängern war nicht mehr möglich.

Zwischenzeitlich erstatteten sieben Schweinfurt-Fans Anzeige gegen eingesetzte Polizeibeamte wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt. Zwei der Anzeigenerstatter sind im Zusammenhang mit Gewalttaten bei Sportveranstaltungen bereits in Erscheinung getreten. Die Anzeigen werden zuständigkeitshalber für weitere Ermittlungen dem Bayerischen Landeskriminalamt übergeben.

Bereits bei dem Regionalligaspiel zwischen dem SV Heimstetten und dem 1. FC Schweinfurt 05 in Kirchheim am 19.10.2013 musste die Münchner Polizei einschreiten, als einige Schweinfurter ein Bandenwerbungsschild aus der Verankerung rissen. Nach dem Spiel meldete sich auch hier eine Mutter, die angab, ihr neunjähriges Kind wäre bei diesem Einsatz von Polizeibeamten gegen eine Bande gedrückt und verletzt worden. Diese Strafanzeige ist beim Bayerischen Landeskriminalamt noch in Bearbeitung.

Im Zusammenhang mit den Vorfällen nach dem Spiel am vergangenen Wochenende hat die Polizei bereits Kontakt mit dem Präsidenten vom 1. FC Schweinfurt 05 aufgenommen, um ihn über den Stand der Ermittlungen zu informieren und die weiteren Maßnahmen abzustimmen.

PM des PP München vom 15.04.2014

 

Erste Pressemitteilung des PP München vom 13.04.2014

Am Samstag, 12.04.2014, um 14.00 Uhr, fand im Stadion an der Grünwalder Str. das Regionalligaspiel zwischen dem FC Bayern München II und dem 1. FC Schweinfurt 05 statt. Etwa 1250 Zuschauer waren dabei, als die Heimmannschaft 2:1 gewann.

Während des Spiels mussten 3 Gästefans aus Unterfranken in Gewahrsam genommen werden. Dies geschah in zwei Fällen wegen des Versuchs den Außenzaun zu übersteigen und in einem Fall wegen des Nichtbefolgens eines Platzverweises.

Nach Spielende leerte sich das Stadion rasch. Die Schweinfurter Fans sollten durch Polizeikräfte in Richtung Candidplatz zum dort abgestellten Reisebus oder zum U-Bahnhof begleitet werden. Eine etwa 70-köpfige Gruppe dieser Zuschauer versuchte jedoch, die Polizeiabsperrung äußerst aggressiv zu durchbrechen, um in Richtung des Mannschaftsbusses des FC Bayern München zu gelangen, der in Höhe des Spielausganges in der Volckmerstr. abgestellt war. Dabei wurde die zur Sicherung errichtete Polizeikette massiv bedrängt. Die dortigen Beamten wurden getreten und geschlagen. Die Einsatzkräfte setzten sich mit dem Einsatzstock zur Wehr und drängten diese Gruppe in Richtung Innenraum des Stadions zurück. Im weiteren Verlauf wurden die Polizisten aus der Menge heraus bespuckt, mit brennenden Zigaretten und mit Bierbechern beworfen und weiterhin geschlagen und getreten. In dieser Situation kam es zu einem besonders bemerkenswerten Vorfall: Eine Schweinfurterin schubste ihren 9-jährigen Sohn während der Einsatzstockmaßnahme in die Polizeikette. Der betroffene Beamte konnte dabei gerade noch rechtzeitig seinen Einsatzstock wieder zurückziehen. Zu einer Berührung kam es nicht. Nach Einschätzung der Kollegen schubste die Frau das Kind in der Absicht, eine Verletzung zu provozieren. Mutter und Sohn wurden anschließend aus dem Gefahrenbereich gebracht. Die Frau wird wegen ihres Verhaltens zur Anzeige gebracht.

Nachdem sich die Lage beruhigt hatte, wurde der Gästefanbus durch uniformierte Kräfte zur Volckmerstr. gelotst. Die Schweinfurter Busreisenden stiegen zu und fuhren in Richtung Heimat. Sie wurden den Einsatzkräften des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord übergeben. Eine weitere Gruppe von Gastfans wurde zur U-Bahn und weiter zum Hauptbahnhof begleitet, wo sie der Bundespolizei übergeben wurde. Zu Sicherheitsstörungen auf der Heimreise kam es nicht.

Bei dem Zwischenfall nach dem Spiel wurden vier Gastfans verletzt. Sie wurden auf die Möglichkeit einer Anzeigenerstattung hingewiesen. Nach derzeitigem Sachstand verzichteten diese Personen auf eine Anzeige gegen die Polizeibeamten. Auch sechs Polizeibeamte wurden durch Tritte und Schläge verletzt.

Die Ermittlungen wegen Landfriedensbruch und weiterer Delikte dauern an.

PM des PP München vom 13.04.2014

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten Kritik

WAZ: Schalke – Justiz ermittelt nach Schalke-Spiel gegen 23 Polizisten

„Gut sieben Monate nach dem umstrittenen Polizeieinsatz am Rande des Champions-League-Qualifikationsspiels gegen PAOK Saloniki in der Schalker Arena ermittelt die Justiz jetzt gegen mehrere Polizisten und Besucher im Stadion. Darüber informierte der Innenminister am Donnerstag den Landtag NRW.“
Übrigens auch gegen 40 Schalke-Anhänger, wie man dem Artikel aber erst deutlich weiter unten entnehmen kann….

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe der WAZ vom 03.04.2014
http://www.derwesten.de/sport/fussball/s04/justiz-ermittelt-nach-schalke-spiel-gegen-23-polizisten-id9198581.html

Allgemein Fußball verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Ermittlungsergebnis zur Bundesligabegegnung FC Bayern München – 1. FC Nürnberg vom 13.04.2013

Am 13.04.2013, um 15.20 Uhr, fand die Bundesligabegegnung FC Bayern München – 1. FC Nürnberg in der Allianz Arena in München statt. Bereits vor dem Spielbeginn kam es in der Zeit von ca. 12.45 Uhr bis 13.00 Uhr, im Umfeld der Allianz Arena zu einem Landfriedensbruch mit 122 beteiligten Personen. Zur Klärung der Straftaten wurde beim Kommissariat 23 eine Ermittlungsgruppe „Nürnberg“ gegründet. Diese konnte folgenden Tatablauf rekonstruieren.

Am Spieltag, gegen 10.00 Uhr, begaben sich ca. 100 Bayernfans vom Odeonsplatz mit der U-Bahn zur Allianz Arena. Dort trafen sie am Streetwork-Bus, der am Parkplatz Süd steht, auf weitere Bayernfans (Ultras). Insgesamt haben sich hier 120 Ultras versammelt. Parallel dazu haben sich ca. 50 bis 60 weitere Bayernfans (Ultras) auf einem in der Nähe gelegenen Baumarktparkplatz in der Mutmannstraße in Fröttmaning heimlich versammelt.

Zeitgleich kamen ca. 400 Nürnbergfans beim U-Bahnhof Fröttmaning an. Diese Gruppierung wurde durch Polizeikräfte in Richtung Stadion begleitet. Als die Nürnbergfans die Brücke an der Maria-Goeppert-Mayer-Straße erreicht hatten, begannen die Bayernfans am Streetwork-Bus auf Kommando eines bekannten Führungsmitgliedes der Ultras in Richtung Nürnbergfans zu laufen. Ein Aufeinandertreffen konnte allerdings von den eingesetzten Polizeikräften verhindert werden. Vermutlich durch Absprache der Bayern Ultras griff parallel dazu die zweite Gruppe aus Richtung Baumarktparkplatz die Nürnberger von der anderen Seite an. Als die Nürnbergfans die zweite Gruppe der Bayernfans erkannte, rannte ein Teil von ihnen in Richtung Bayernfans. An der Leitplanke zwischen Hang und Autobahnzufahrt kam es nun zu vereinzelten körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den Nürnberger und den Münchner Fangruppierungen.

Die Nürnberger Fans, die sich noch auf der Brücke befanden, wurden durch eine Polizeikette angehalten und am Weitergehen gehindert. Nachdem diese jedoch die Auseinandersetzung am Autobahnzubringer sahen, durchbrach ein Teil von ihnen gewaltsam die Polizeikette und rannte ebenfalls den Hügel entlang in Richtung der auseinandersetzenden Fangruppierungen. Unmittelbar danach zogen sich die Bayern Ultras zurück und nun kam es am Hügel und auf der Brücke zu massiven Ausschreitungen seitens der Nürberger Fans gegenüber der Polizei. Mehrfach wurden die Beamten mit Händen und Füßen, Ästen und anderen Gegenständen geschlagen. Zudem kam es zu einer Vielzahl von Stein- und Flaschenwürfen gegen die eingesetzten Polizeibeamten. Hierbei wurden mehrere Beamte zum Teil erheblich verletzt. Dank der schnellen Zuführung zusätzlicher Polizeikräfte wurde die Situation etwas beruhigt und die gesamte Nürnberger Fangruppierung auf die Brücke zurückgedrängt. Bei den Nürnbergfans wurden Personalienfeststellung sowie zwanzig vorläufige Festnahmen durchgeführt. Sie konnten im Anschluss ohne weitere Zwischenfälle zum Stadion begleitet werden.

Von den Bayernfans wurden insgesamt 29 Gewahrsamnahmen durchgeführt. Zudem wurden vier vorläufig festgenommen. Diese wurden ebenfalls nach der kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung wieder entlassen.

Insgesamt haben sich 122 Personen des Landfriedensbruches schuldig gemacht. 66 davon haben noch weitere Straftaten, wie Körperverletzungsdelikte und Widerstandshandlungen begangen.

Durch die weiterführenden Ermittlungen konnten 65 Täter ermittelt werden. Weitere 57 Täter sind bisher noch unbekannt.
Bei den Auseinandersetzungen haben sich insgesamt 17 Polizeibeamte verletzt.

Das Ermittlungsergebnis wurde der Staatsanwaltschaft München I übersandt.

PM des PP München vom 28.03.2014

Hier der Link zum Text der damaligen Pressemitteilung des PP München.

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten Urteil verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Westfälische Nachrichten: Polizist bekommt Schmerzensgeld von Preußen-Fan

Die 2. Strafkammer des Landgerichts Osnabrück verurteilte einen 23-Jährigen Preußen Münster-Fan zu einem Schmerzengeld in Höhe von 5000 Euro, zahlbar an einen 58-jährigen Polizisten, der durch eine Sprengkörperexplosion einen Hörschaden erlitt und bis heute unter einem Tinnitus leidet sowie ein Hörgerät tragen muss.

Mitte April beginnt ein Zivilverfahren, in dem insgesamt sechs durch diese Explosion verletzte Polizeibeamte zwischen 4.000 und 6.000 Euro Schmerzengeld fordern.

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe der Westfälischen Nachrichten vom 24.03.2014
http://www.wn.de/Muensterland/Explosion-bei-Preussen-Osnabrueck-Derby-Polizist-bekommt-Schmerzensgeld-von-Preussen-Fan

Allgemein Fußball

Berlin: Durchsuchungen nach den Ausschreitungen anlässlich eines Fußballspiels des Djurgardens IF und dem 1. FC Union in Stockholm am 25.01.2014

Intensive Ermittlungen des Landeskriminalamts Berlin und der Staatsanwaltschaft Berlin führten zur Namhaftmachung von 32 Personen, die im Verdacht stehen, am 25. Januar 2014 bei den Ausschreitungen in einem Fußballstadion in Stockholm beteiligt gewesen zu sein. Heute früh haben unter der Leitung des LKA 71 ca. 130 Beamte mit entsprechenden Durchsuchungsbeschlüssen insgesamt 31 Objekte in Berlin und Brandenburg durchsucht. Hierbei wurden umfangreiche Beweismittel (u.a. Speichermedien und Kleidungsstücke) gesichert und beschlagnahmt. Bei insgesamt 20 Tatverdächtigen wurden erkennungsdienstliche Maßnahmen durchgeführt.
Gegen alle Verdächtigen wird wegen des Verdachts des besonders schweren Landfriedensbruchs ermittelt.

Quelle: PM der Polizei Berlin vom 27.02.2014

Allgemein Fußball

Ingolstadt (Bayern): Ausschreitungen im Zusammenhang mit Zweitliga-Spiel

Alle Hände voll zu tun hatten am Freitag die Beamten und Beamtinnen der Polizeiinspektion Ingolstadt mit starken Unterstützungskräften im Zusammenhang mit der Zweitliga-Begegnung FC Ingolstadt 04 gegen den TSV 1860 München.

Bereits bei der Ankunft von mehreren hundert Gästefans am Nachmittag mit dem Zug aus München am Ingolstädter Hauptbahnhof wurden mehrere Böller und sogenannte Bengalische Feuer gezündet. Auf der Fahrt zum Stadion wurden bei insgesamt drei Shuttle-Bussen die Scheiben eingeschlagen und Nothämmer entwendet. Mehrere Tatverdächtige konnten identifiziert und festgenommen werden. Bei den Einlasskontrollen wurden bei zahlreichen Fans pyrotechnische Gegenstände sichergestellt.

Trotzdem wurden während des Spiels wurden im Gästeblock mehrmals Rauchtöpfe und Bengalische Feuer gezündet. Insgesamt vier Täter konnten identifiziert und vorläufig festgenommen werden. Auch wurden zahlreiche Gegenstände auf das Spielfeld geworfen. Das Spiel wurde vom Schiedsrichter für mehrere Minuten unterbrochen.

Während und nach dem Spiel kam es in der Ingolstädter Innenstadt noch zu mehreren Auseinandersetzungen mit insgesamt vier Körperverletzungs- und zwei Beleidigungsdelikten.
Drei Fußballfans mussten die Nacht in Haftzellen der Polizeiinspektion Ingolstadt verbringen, sie wurden zwischenzeitlich wieder entlassen.

Insgesamt kam es in Ingolstadt zu 17 Festnahmen wegen Sachbeschädigung, Diebstahls, Körperverletzung, Beleidigung und Verstoß gegen das BtMG und 9 Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Führens oder der Zündung von pyrotechnischen Gegenständen.

Bei Petershausen musste in den Abendstunden ein von Kräften der Bundespolizei begleiteter Zug Richtung München mit mehreren hundert Fans angehalten werden, weil zahlreiche Fahrgäste in den Abteilen randalierten.

Quelle: PM des PP Oberbayern Nord vom 15.02.2014

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Bisher 14 Tatverdächtige identifiziert – Bundespolizei ermittelt wegen Vorfällen bei der Rückreise der Fußballfans von Ingolstadt

626px-Bundespolizei-Logos1Die Vorfälle bei der Zug-Rückreise von Fußballfans des TSV München von 1860 am vergangenen Wochenende (wir berichteten hier ) werden für mehrere Personen strafrechtliche Konsequenzen haben.

14 Tatverdächtige im Alter von 19 bis 49 Jahren hat die Bundespolizei in Zusammenarbeit mit der Landespolizei bereits identifizieren können.

In der Nacht vom 14./15. Februar 2014 war es in der Regionalbahn von Ingolstadt nach München, am Bahnhof Petershausen und am Hauptbahnhof in München zu Straftaten gekommen. Bei gewalttätigen Ausschreitungen waren elf Polizeibeamte und zwei Bahnsicherheitsmitarbeiter verletzt worden.

Die Bundespolizei in München hat noch am Samstag (15. Februar) strafrechtliche Ermittlungen aufgenommen. Seit Montag (17. Februar) befasst sich eine eigene Ermittlungsgruppe der Bundespolizei mit der Aufklärung der Vorfälle. Die Beamten haben umfangreiches Videomaterial ausgewertet, in den betreffenden Zug-Wagen Spuren gesichert und kriminaltechnische Untersuchungen vorgenommen.

Auch wenn die Täter sich teilweise vermummt hatten, konnten bisher bereits 14 Tatverdächtige identifiziert werden. Bei den Straftaten handelt es sich um verschiedene Formen von Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Bedrohung. Zwölf Verdächtigen konnten Taten im Zug bzw. am Bahnsteig in Petershausen zugeordnet werden, zwei weiteren Taten am Starnberger Flügelbahnhof in München.

Die Wohnsitze der Tatverdächtigen im Alter von 19 bis 49 Jahren liegen überwiegend in München.

Durch die noch laufenden Videoauswertungen konnten darüber hinaus bisher acht Beleidigungen und neun gefährliche Körperverletzungen, allesamt Flaschenwürfe gegen Polizeibeamte, festgestellt werden. Hierzu dauern täterbezogene Ermittlungen und Fahndungsmaßnahmen noch an. Mehrere der Taten konnten aufgrund der Video-aufnahmen bereits Personen zugeordnet werden. Sobald diese Tatverdächtigen identifiziert worden sind, werden auch gegen sie in Absprache mit den zuständigen Staatsanwaltschaften Strafverfahren eingeleitet.

Zusätzlich wurden im Rahmen der Spurensicherung im betreffenden Zug 35 Sachbeschädigungen festgestellt. Dabei handelt es sich größtenteils um eingeschlagene Deckenverkleidungen, Beschmierungen und eine zerstörte Toilettentür.

Über die Höhe verursachter Sachschäden im Zug liegen der Bundespolizei bisher noch keine Angaben vor.

Zur Unterstützung der Ermittlungen bittet die Bundespolizei insbesondere Reisende, die sich in der entsprechenden Regionalbahn RB 59107 befunden haben, um sachdienliche Hinweise zu beobachteten Straftaten. Die Bundespolizeiinspektion München ist telefonisch erreichbar unter 089-515550-0.

Quelle: PM der BPOLI München vom 21.02.2014

Allgemein Fußball Kritik

Ahlen (Nordrhein-Westfalen): Null Toleranz bei Fußballrandale

Die Polizei erteilt randalierenden Fußballanhängern eine klare Absage. Am Sonntag, 16.02.2014, wurden während des Oberligaspiels zwischen Rot-Weiß Ahlen und Westfalia Herne 14 Personen in Gewahrsam genommen. Gegen diese Personen wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, Hausfriedensbruch, Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und Beleidigung eingeleitet.

Vorwürfe, die Gefährdungslage falsch eingeschätzt zu haben, weist die Polizei Warendorf zurück. Es lagen keine konkreten Informationen vor, die einen Großeinsatz der Polizei gerechtfertigt hätten. Gleichwohl war die Polizei mit Einsatzkräften vor Ort.

Mit den zur Verfügung stehenden Kräften wurde im Vorfeld des Spiels eine Gruppe von Randalierern, die den Anhängern von Westfalia Herne zuzurechnen waren, im Ahlener Osten festgestellt. Wegen der Aggressivität und der starken Alkoholisierung dieser Personen wurde sofort die Bereitschaftspolizei zur Unterstützung angefordert.

Anlass für den weiteren Einsatz der Polizei war, dass während des Spiels Anhänger der Gastmannschaft aus Herne den das Spielfeld umgebenden Zaun überwunden und auf das Spielfeld liefen. Sie provozierten die Ahlener Anhänger auf der Südtribüne und rissen eine am Zaun aufgehängte Fahne herunter. Einige Ahlener „Ultras“ lieferten sich daraufhin mit den Provokateuren Auseinandersetzungen auf dem Spielfeld. Wenige Minuten später gelang es den Kräften der Bereitschaftspolizei, die Lager zu trennen und einige Gewalttäter zu identifizieren. Die Polizei ist zuversichtlich, mit vorhandenem Videomaterial weitere Straftäter identifizieren zu können.

Die Polizei weist darauf hin, dass innerhalb des Stadions grundsätzlich dem Veranstalter die Pflicht zur Sicherung obliegt. Die Polizei schreitet erst ein, wenn wie hier der Ordnungsdienst die Sicherheit nicht mehr gewährleisten kann.

Die Polizei Warendorf bedauert, dass das Fußballspiel unterbrochen werden musste. Unter den gegebenen Umständen war dies jedoch unvermeidlich. Die Strafverfahren gegen die identifizierten Randalierer werden konsequent geführt. Auch künftig werden vor jedem Heimspiel von Rot-Weiß Ahlen die vorliegenden Erkenntnisse geprüft und bewertet. Diese Bewertung ist Grundlage für den Einsatz der Polizei.

Quelle: PM der KPB Warendorf vom 17.02.2014

Allgemein Fußball

Ahlen (Nordrhein-Westfalen): Ausschreitungen bei Fußballspiel

Am Sonntag, 16.02.2014, fand in Ahlener Wersestadion das Fußballspiel der Oberliga zwischen Rot-Weiß Ahlen und Westfalia Herne statt.

Zu diesem Spiel reiste auch eine Gruppe von etwa 30 – 40 Gästefans an, die bereits erheblich alkoholisiert in Ahlen eintrafen. Diese Personengruppe zog grölend durch die Ahlener Innenstadt in Richtung Wersestadion. Aus dieser Gruppe wurden Flaschen geworfen. Durch eingesetzte Polizeikräfte wurden die Person zum Stadion begleitet.

Während des Spiels entzündeten Fans im Gästeblock einen Knallkörper. Gegen 15:20 Uhr stürmten Fans beider Lager auf das Spielfeld. Das Spiel musste für etwa 30 Minuten unterbrochen werden.

Nur durch das Einschreiten von starken Polizeikräften, die auch aus anderen Behörden zur Unterstützung angefordert worden waren, gelang es weitere Ausschreitungen zu verhindern.

Es wurden 14 Personen in Gewahrsam genommen. Gegen alle Personen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das Spiel konnte um 15:50 Uhr wieder angepfiffen werden und wurde ohne weitere Vorkommnisse zu Ende geführt.

Quelle: PM der KPB Warendorf vom 16.02.2014

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten Urteil verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Hünfelder Zeitung: Jugendlicher Fußballstörer wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt

60 Sozialstunden sowie 900 Euro Schmerzensgeld. Dazu wurde ein jugendlicher Offenbacher vom Jugendschöffengericht verurteilt, nachdem er einen Bundespolizisten mit einem pyrotechnischen Knallkörper verletzt hatte.

Im November 2012 war die Einheit des Bundespolizisten (Bundespolizei Hünfeld) bei dem Spiel Wehen Wiesbaden gegen Kickers Offenbach (3. Liga) eingesetzt. Der Verurteilte zündete einen Knallkörper, warf diesen auf die Bundespolizisten. Ein Polizist erlitt einen Hörschaden und musste nach medizinischer Versorgung durch Sanitäter ins Krankenhaus.

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe der Hünfelder Zeitung vom 13.02.2014
http://www.fuldaerzeitung.de/artikelansicht/artikel/1856431/regional+hunfeld/jugendlicher-fuballstorer-wegen-gefahrlicher-korperverletzung-verurteilt

Allgemein Fußball

Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen): Ermittlungserfolg der Polizei nach den Krawallen beim letzten Derby Schalke gegen Dortmund am 26.10.2013

Einen großen Ermittlungserfolg vermeldet die Gelsenkirchener Polizei nach den massiven Ausschreitungen beim letzten Revierderby vom 26.10.2013 in der Veltins Arena.

Die umfangreichen und intensiv durchgeführten Ermittlungen der eigens eingerichteten 10-köpfigen Kommission „GE 1530“ unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Berthold Kunkel führten zu insgesamt 69 identifizierten Straftätern.

Trotz ihrer Vermummung konnten 55 Dortmunder Randalierer zweifelsfrei durch die Ermittlungskommission identifiziert werden. Dies gelang insbesondere dank der konstruktiven Zusammenarbeit mit szene- und fachkundigen Beamten der Polizeipräsidien Dortmund und Gelsenkirchen. Das vorhandene Videomaterial wurde dabei lückenlos ausgewertet.

Aber auch 14 randalierende Schalker, die nahezu zeitgleich in aggressiver Art und Weise die Absperrungen zum Gästeblock zu durchbrechen versuchten, konnten durch die Kommission überführt und namentlich zugeordnet werden.

Gegen die identifizierten Straftäter, denen jeweils individuelle Tathandlungen nachgewiesen werden können, wurden Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs, Verstoßes gegen das Versammlungs- und Sprengstoffgesetz sowie Sachbeschädigung eingeleitet. Die Strafverfahren wurden zum größten Teil abgeschlossen und an die Staatsanwaltschaft Essen weitergeleitet. Außerdem wurde gegen zwei Schalker eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Mitführens von Vermummungsmaterial gefertigt.

Die Wohnsitze der tatverdächtigen Dortmunder Ultras erstrecken sich über das gesamte Bundesgebiet. Die 14 ermittelten Schalker kommen allesamt aus Nordrhein-Westfalen. Die Personalien aller identifizierten Tatverdächtigen wurden in Absprache mit der Staatsanwaltschaft dem Verein FC Schalke 04 mit dem Vorschlag eines bundesweiten Stadionverbotes gemeldet. Auch die Namen der 514 Dortmunder Ultras, unter denen sich auch die 55 identifizierten Tatverdächtigen befinden, die sich am Morgen des 26.10.2013 konspirativ am Bahnhof Essen-West getroffen hatten, um ohne Polizeibegleitung zur Veltins-Arena zu kommen, sind dem Verein auf Anfrage mitgeteilt worden. Die tatsächliche Entscheidung zur Erteilung von Stadion- oder Betretungsverboten obliegt allein dem Verein.

Zur Zeit laufen noch immer Ermittlungen gegen zu identifizierende Straftäter. Insgesamt wurden knapp 100 Ermittlungsverfahren durch die Kommission bearbeitet. Außerdem wurden fünf richterlich angeordnete Durchsuchungsbeschlüsse in verschiedenen Bundesländern vollstreckt. Dabei wurde bei einem Tatverdächtigen der Dortmunder Ultras ein größerer Posten nicht zugelassener Pyrotechnik, die üblicherweise von Ultragruppierungen im Stadion benutzt wird, sichergestellt. Gegen ihn wurde nun ein weiteres Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet.

Quelle: PM des PP Gelsenkirchen vom 14.02.2014

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Stadionverbote und Strafverfahren für Meppener Fussballfans

Ein Nachspiel hat das Hallenturnier vom 10. Januar in Bielefeld für die Fans des SV Meppen. Nach einer von der Polizei Bielefeld und Beamten aus Meppen gemeinsam vorgenommenen Videoauswertung, wurden gegen 17 Fans des SV Meppen Strafverfahren unter anderem wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, versuchter Gefangenenbefreiung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet. Die jungen Männer im Alter zwischen 18 und 32 Jahren hatten beim Spiel gegen den VFL Osnabrück durch ihr aggressives Verhalten für eine Spielunterbrechung gesorgt und waren im Anschluss gegen die eigenen Ordnern und die Polizei vorgegangen. Einige der jetzt auffällig gewordenen Personen wurden bereits beim Spiel des SV Meppen gegen den VFB Oldenburg am 16. September 2012 von der Polizei in Gewahrsam genommen. Gegen 10 der 17 Personen wird der DSC Arminia Bielefeld ein bundesweites Stadionverbotsverfahren betreiben. Die Zahl der bundesweiten Stadionverbote für Fans des SV Meppen erhöht sich damit auf 20.

Quelle: PM der PI Emsland/Grafschaft Bentheim vom 10.02.2014

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Hamburger Morgenpost: Verfassungsschutz-Chef über Davidwachen-Angriff – Es waren St. Pauli-Hooligans

St. Pauli-Fans waren an der ersten Attacke auf die Davidwache am 20. Dezember beteiligt – das ist die Kernaussage von Verfassungsschutz-Chef Manfred Murck. Die MOPO sprach mit ihm über die brutalen Angriffe auf Beamte, die Krawall-Demo am 21.12. und die Rote Flora.

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe der Hamburger Morgenpost vom 09.01.2014
http://www.mopo.de/nachrichten/verfassungsschutz-chef–ueber-davidwachen-angriff-es-waren-st–pauli-hooligans,5067140,25831404.html

 

Allgemein Gewalt_gg_Polizisten verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Main-Spitze: Weniger Gewalt in Hessens Fußballstadien – aber mehr verletzte Polizisten

„Die Sicherheitslage in hessischen Fußballstadien hat sich verbessert. Bei Ausschreitungen „sogenannter Fans“ seien deutlich weniger Menschen verletzt worden als ein Jahr zuvor, die Einsatzbelastung der Polizeibeamten sei ebenso zurückgegangen wie die Einsatzkosten pro Spiel, sagte Innenminister Boris Rhein (CDU) am Freitag bei der Vorlage einer Bilanz für die Saison 2012/2013.

Eine „alarmierende Entwicklung“ nannte Rhein die zunehmende Gewalt gegen Polizeibeamte bei Fußballspielen.

…“

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe von Main-Spitze vom 03.01.2013
http://www.main-spitze.de/politik/hessen/weniger-gewalt-in-hessens-fussballstadien-aber-mehr-verletzte-polizisten_13753507.htm

 

Allgemein Fußball Kritik

Bielefeld (Nordrhein-Westfalen): Vorwürfe gegen Polizeibeamte von Fürther Fans werden überprüft

Die Polizei Bielefeld erhielt am 18.12.2013 durch Medienberichterstattungen Kenntnis von in einer Stellungnahme veröffentlichten Vorwürfen der Fürther Fußballanhänger gegen Polizeibeamte. Die Vorwürfe beziehen sich auf einen Einsatz anlässlich des Fußballspiels DSC Arminia Bielefeld gegen SpVgg Greuther Fürth am 15.12.2013.

Beim Polizeipräsidium Bielefeld liegen bislang diesbezüglich von Betroffenen oder Dritten keine Strafanzeigen gegen Polizeibeamte vor.

In Absprache mit der Staatsanwaltschaft wurde der Vorgang zur Überprüfung der in der Stellungnahme veröffentlichten Vorwürfe an das für Beamtendelikte zuständige Kriminalkommissariat im Polizeipräsidium Bielefeld weiter geleitet.

Quelle: PM des PP Bielefeld vom 19.12.2013

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Bielefeld (Nordrhein-Westfalen): EK „Dresden“ liegen bereits circa 80 Strafanzeigen gegen Dresdner Fans vor

Die Ermittlungskommission (EK) „Dresden“ arbeitet weiterhin mit Hochdruck an der Erhebung und Aufklärung aller im Zusammenhang mit dem Fußballspiel DSC Arminia Bielefeld gegen Dynamo Dresden stehenden Straftaten. Mittlerweile liegen der EK circa 80 Strafanzeigen gegen Dresdner Fußballanhänger wegen Abbrennen von Pyrotechnik, Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Beleidigungen und Bedrohungen vor. Die eingesetzten Beamtinnen und Beamten aus vier Einsatzhundertschaften aus NRW haben der EK mittlerweile Strafanzeigen und Videomaterial übersandt. Auch Medienvertreter, die von Dresdner Fußballanhängern bedroht und beleidigt wurden, haben mittlerweile bei der EK Strafanzeige erstattet. Die Auswertung des Videomaterials und die Identifizierung von Straftätern anhand dessen werden noch mindestens zwei Wochen in Anspruch nehmen. Die Arbeit der EK erfolgt in enger Abstimmung mit dem eigens für Fußballeinsätze zuständigen Staatsanwalt.

Quelle: PM des PP Bielefeld vom 19.12.2013

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten Möchte_man_nicht_erleben verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist Widerliches

Bielefeld (Nordrhein-Westfalen): Polizeipräsidentin und Einsatzleiter äußern sich zum Fußballeinsatz

NRW_kleinDer größte Fußballeinsatz der Polizei in Bielefeld der letzten Jahre bleibt auch am Montag, 09.12.2013, unter dem Eindruck des extrem aggressiven und gewalttätigen Verhaltens der Dresdner Fußballanhänger ein Thema.

Polizeieinsatzleiter Dirk Butenuth zeigte sich fassungslos bei dem Ausmaß an Gewalt, das in dieser außergewöhnlichen Form trotz umfangreicher Vorbereitung so nicht vorhersehbar war: „Die Aggressivität und Respektlosigkeit der gewalttätigen Besucher gegenüber der Polizei zeigte sich bei den vielfältigen Angriffen auf eingesetzte Beamtinnen und Beamte, zum Beispiel als ein Steinwurf einen Beamten im Gesicht verletzte oder einem anderen Beamten von einer Treppe im Stadion auf den Kopf uriniert wurde.

Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere äußert sich nach dem Geschehen betroffen und besorgt: „Derartige Gewaltexzesse von Fußballanhängern auch schon auf dem Weg zum Stadion und somit in der Stadt und in aller Öffentlichkeit sind nicht weiter hinnehmbar. Die Polizei tut jetzt schon ihr Möglichstes, um Ausschreitungen zu verhindern. Wenn aber nicht einmal mehrere hundert Polizisten ausreichen, um die Sicherheit rund um eine Sportveranstaltung zu gewährleisten, sind andere Verantwortungsträger gefragt. Vereine und Verbände sind gefordert, sich von Gewalttätern eindeutig zu distanzieren, diese gegebenenfalls auch empfindlich zu sanktionieren und den friedlichen Sportinteressierten einen sicheren Stadionaufenthalt zu ermöglichen.“

Die Polizeipräsidentin und der Einsatzleiter loben in diesem Zusammenhang die enge Zusammenarbeit mit dem Verein und aller sonstigen für Sicherheit Verantwortlichen und teilen die Auffassung des DSC-Geschäftsführers Markus Uhlig, solch kriminelle Fans vom Fußball auszuschließen.

Quelle: PM des PP Bielefeld vom 09.12.2013

 

Hier der Link zum Text der ersten Pressemitteilung zu diesem Thema.

 

Einem Menschen auf den Kopf urinieren? Wo lebe ich eigentlich? wp-monalisa icon

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

kicker.de: Arminia-Geschäftsführer will Dynamo-Ausschluss diskutieren

„Das Kellerduell zwischen Arminia Bielefeld und Dynamo Dresden (1:1) ist am Freitagabend von Ausschreitungen überschattet worden. Die Polizei Bielefeld vermeldete am Samstag nach Auseinandersetzungen mit Dynamo-Anhängern 22 Strafanzeigen und 17 verletzte Beamte. Der Klub distanzierte sich von den Krawallmachern – der Geschäftsführer der Arminia will indes sogar darüber sprechen, Dresden aus der Liga auszuschließen.“

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe des Kicker vom 07.12.2013
http://www.kicker.de/news/fussball/2bundesliga/startseite/596225/artikel_arminia-geschaeftsfuehrer-will-dynamo-ausschluss-diskutieren.html

Allgemein Fahndung Fußball

Neustadt; Kaiserslautern; Mannheim; Bad Dürkheim; Deidesheim; Ludwigshafen; Landau: Körperverletzung nach Fußballspiel – Bundespolizei sucht Zeugen

Drei unbekannte Tatverdächtige verletzten am Samstagabend, gegen 18.10 Uhr, nach dem 2. Ligafußballspiel des 1. FC Kaiserslautern einen 42 – jährigen Geschädigten im Hauptbahnhof Neustadt a.d.W. Täter und Opfer nutzten nach Spielende die S – Bahn Linie 1 von Kaiserslautern nach Neustadt und gerieten aus bislang unbekannten Gründen in Streit. Beim Halt des Zuges in Neustadt stießen – nach Zeugenaussagen – die drei Tatverdächtigen das Opfer aus dem Zug, so dass dieser auf den Bahnsteig Gleis 3 fiel. Im Anschluss schlugen und traten sie den 42 – Jährigen am Boden liegend. Vor Eintreffen der Bundespolizei flüchteten die Täter mit dem Zug weiter nach Mannheim. Die Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen. Hinweise bitte unter der Tel. 0631/34073 – 0, der kostenfreien Servicenummer der Bundespolizei – Tel. 0800 6 888 000 oder über das Internet www.bundespolizei.de.

Quelle: PM der BPOLI Kaiserslautern vom 26.11.2013

Ja, wieder mal ein trauriges Beispiel dafür, wie bösartig die Polizei gegen Fußballfans ist… *Sarkasmus Ende*

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten Kritik

Kaiserslautern (RLP)/Berlin: Bundespolizei weist Kritik am Einsatz in Kaiserslautern zurück

Manfred Lohrbach, Präsident der Bundespolizeidirektion Koblenz weist die in den Medien geäußerte Kritik am Einsatz der Bundespolizei anlässlich der Spielbegegnung 1. FC Kaiserslautern gegen 1. FC Union Berlin, bei dem fünf Bundespolizisten verletzt wurden, deutlich zurück. „Ich kann diese Kritik an meinen Mitarbeitern weder nachvollziehen noch so akzeptieren. Unser Einsatz war erforderlich, weil leider Fußballrandalierer die Bahnhöfe und Züge als „rechtsfreien Raum“ missbrauchten. Wir werten zurzeit vorliegendes Bild- und Videomaterial aus und werden auf dieser Grundlage alle erkennbaren Straftaten konsequent verfolgen. Sofern Anhänger des 1. FC Union Berlin der Auffassung sind, dass gegen sie Straftaten verübt worden sind, sollen sie diese ebenso zur Anzeige bringen. Deshalb halte ich es an dieser Stelle für verfrüht und absolut unverantwortlich, bereits jetzt die Schuldfrage zu diskutieren. Ich weise die pauschale Verurteilung meiner Mitarbeiter auf das Schärfste zurück.“ Im Nachgang der am Samstag stattgefunden Spielbegegnung des 1. FC Kaiserlautern gegen den 1. FC Union Berlin kam es im Hauptbahnhof Kaiserslautern zu Ausschreitungen. Die Bundespolizei ist hierbei eingeschritten, als Fans von Union Berlin mit Anhängern des 1. FC Kaiserslautern eine Schlägerei begonnen hatten und dabei auch Sicherheitskräfte verletzten. Bereits in der Anreisephase des 1. FC Union Berlin wurden Polizeibeamte der Bundes- und Landespolizei gezielt mit Flaschen beworfen und beleidigt.

Quelle: PM der BPOLD Koblenz vom 25.11.2013

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten

Bundespolizeipräsidium Potsdam: Ausschreitungen von Fußballstörern in Kaiserslautern

Am 23. November 2013 haben etwa 110 gewaltsuchende Anhänger des 1. FC Union Berlin im Anschluss an die verlorene Zweitligapartie gegen den 1. FC Kaiserslautern im Hauptbahnhof Kaiserslautern eingesetzte Beamte der Bundespolizei massiv angegriffen. Dabei verletzten einzelne Berliner Fußballstörer unvermittelt durch Schläge, Tritte und Flaschenwürfe fünf Bundespolizisten. Zwei Beamte mussten daraufhin im Krankenhaus behandelt werden.

Nur durch den Einsatz von Pfefferspray und Diensthunden konnten die Ausschreitungen in Kaiserslautern beendet werden. Aufgrund der Kräftesituation waren hier weiterführende Maßnahmen jedoch nicht möglich. Um die Strafverfolgung der Gewalttäter dennoch sicherzustellen, stellte die Bundespolizei anschließend bei der Ankunft der Anhänger des 1. FC Union Berlin am Berliner Hauptbahnhof deren Personalien fest.

Insgesamt kam es im Rahmen dieser Spielbegegnung zum Einsatz von 597 Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei.

Aus Sicht des Bundespolizeipräsidiums ist es bedauerlich, dass Handlungen einzelner Störer auch immer – teilweise gravierende – Auswirkungen auf die Mehrzahl der friedlichen Fans haben. Gleichwohl zeigt der aktuelle Vorfall erneut, dass der massive und konsequente Einsatz der Bundespolizei im Zusammenhang mit dem bundesweiten Fußballfanreiseverkehr – leider – notwendig ist.

Quelle: PM des BPOLP Potsdam vom 25.11.2013

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten Kritik

Volksstimme.de: Aus Angst vor Fußballfans aus Leipzig: Polizei schließt 300 Kinder im Theater ein

„Die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Fußballspiel Magdeburg gegen Leipzig sind auch zu Lasten von friedvollen Theaterbesuchern gegangen. Die Polizei hielt nach Vorstellungsende 300 Kinder und ihre Eltern vorübergehend im Alten Theater fest, weil draußen Lok-Leipzig-Fans vorbeizogen.“

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe der Volksstimme vom 25.11.2013
http://www.volksstimme.de/nachrichten/deutschland_und_welt/deutschland/1182493_Aus-Angst-vor-Fussballfans-aus-Leipzig-Polizei-schliesst-300-Kinder-im-Theater-ein.html

Jetzt fehlt ja nur noch Gemecker aus Leipzig und Reutlingen, dann hat die Polizei mal wieder bundesweit die Arschkarte als Dank für die Verletzten.

Also ich komme auch langsam zu dem Punkt, an dem ich nicht mehr einsehe, warum ich für solch einen Mist Steuern zahlen soll.

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Hannover (Niedersachsen): Vorläufige Bilanz zum Bundesligaspiel Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig

Nach dem Niedersachsenderby am 08.11.2013 zieht die Polizeidirektion (PD) Hannover eine vorläufige Bilanz. Das Konzept der Polizei zur Trennung rivalisierender Gewalttäter ist aufgegangen. Ein Aufeinandertreffen der Problemgruppen beider Clubs konnte konsequent verhindert werden. Bei dem Einsatz am Freitagabend hat es sich um den größten Fußballeinsatz in der Geschichte der Landeshauptstadt gehandelt. Einer der wesentlichsten Bestandteile des Einsatzkonzeptes – strikte Trennung der rivalisierenden Gewalttäter beider Clubs – ging auf. Problemgruppen beider Vereine trafen nicht aufeinander. Anlässlich des Spiels hatten sich am vergangenen Freitag auf beiden Seiten jeweils etwa 1 000 gewaltbereite Personen auf den Weg zur HDI-Arena gemacht. Schon auf der Anreise herrschte eine äußerst aggressive Stimmung. Vor dem Spiel kam es auf dem Nordvorplatz zwischen gewalttätigen Anhängern von Hannover 96 und der Polizei und auf der Stadionbrücke zwischen ebenso gewalttätigen Anhängern von Eintracht Braunschweig und den Einsatzkräften zu erheblichen Auseinandersetzungen. Aufgrund von Zwangsanwendungen der Polizei im Nord- und Südbereich der Arena ist davon auszugehen, dass es eine bislang unbekannte Anzahl von Verletzten auf Seiten der Angreifer gibt. Entsprechende Meldungen liegen der Behörde jedoch nicht vor. Insgesamt registrierte die Polizei nach Abschluss des Einsatzes 14 leicht verletzte Polizeibeamte und mit Stand heute einen leicht verletzten Mitarbeiter eines Ordnungsdienstes sowie sieben weitere Personen mit ebenfalls leichten Verletzungen. Neben Körperverletzungen und elf beschädigten Streifenwagen verzeichneten die Polizisten eine Vielzahl von Straftaten – insbesondere Sachbeschädigungen und Widerstände gegen Beamte. Ab dem 13. November wird in der Polizeiinspektion West die Ermittlungsgruppe „Derby“ eingerichtet, die die weitere Bearbeitung der Straftaten übernehmen wird. Zurzeit können noch keine abschließenden Angaben zu der Anzahl von Strafverfahren gemacht werden. Unter anderem muss in den nächsten Wochen umfangreiches Videomaterial gesichtet und ausgewertet werden. Einerseits aus dem Stadion – hier war es in beiden Fanblöcken mehrfach zum Abbrennen von Pyrotechnik gekommen, andererseits von Ausschreitungen, die von den im Stadtgebiet eingesetzten Polizeieinheiten dokumentiert wurden. Während des gesamten Fußballeinsatzes gab es fünf Festnahmen wegen Widerstandes gegen Polizeibeamte sowie gefährlicher Körperverletzung. „Massenhafte Festnahmen waren lediglich zugunsten der Lagebewältigung und insbesondere zum Schutz der friedlichen Fans unterblieben.“, so der Gesamteinsatzleiter, Guido von Cyrson. Nach dem Spiel begleiteten Polizisten die Fans von Eintracht Braunschweig ohne weitere Zwischenfälle zu ihren Sonderzügen. Etwa 700 Anhänger von Hannover 96 zogen nach dem Abpfiff gemeinsam in die Innenstadt, wo es zu weiteren Auseinandersetzungen mit der Polizei und zu Sachbeschädigungen kam. Polizeipräsident Volker Kluwe zog dennoch ein positives Resümee zu dem Einsatzkonzept: „Unser Konzept zur Trennung rivalisierender Gewalttäter ist aufgegangen. Wir konnten ein Aufeinandertreffen der gewalttätigen Problemgruppen beider Vereine unterbinden und somit Schlimmeres verhindern. Damit haben wir insbesondere auch unbeteiligte Dritte vor dieser Gewalt geschützt und letztlich damit den friedlichen Fans den Besuch im Stadion ermöglicht.“

Von der Gewaltbereitschaft gegenüber Polizeibeamten zeigte er sich betroffen und besorgt: „Es ist unfassbar, dass Randalierer ein Fußballspiel als Plattform für Sachbeschädigungen und für Gewaltexzesse gegen Polizeibeamte nutzen. Ich habe nichts gegen leidenschaftliche Fans, ich toleriere aber keine Leiden schaffenden Gewalttäter“, so Kluwe weiter.

Quelle: PM der PD Hannover vom 13.11.2013

Allgemein Fußball Gewalt_gg_Polizisten Kritik Urteil

nordbayern.de: Prügel gegen Club-Fans: Polizisten gehen in Berufung

„Nach der Verurteilung zweier Nürnberger Polizisten wegen eines Schlagstock- und Pfefferspray-Einsatzes gegen Fußball-Fans im April wollen die Beamten in Berufung gehen.

Das Urteil des Amtsgerichts Nürnberg vom Mittwochttp://kggp.de/Blogosphere/wp-admin/post.php?post=6876&action=edith berücksichtige nicht angemessen, dass sein Mandant von Fußballfans angegriffen und mit Gegenständen beworfen worden sei, sagte der Erlanger Anwalt Thomas Skapczyk. Die Beamten hätten ohne Helm und Schutzschild einer unberechenbaren Menge gewaltbereiter Fans gegenübergestanden.

…“

Quelle und mehr:
Online-Artikel auf nordbayern.de vom 07.11.2013
http://www.nordbayern.de/region/prugel-gegen-club-fans-polizisten-gehen-in-berufung-1.3266110

 

„Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt: Zwei Polizisten sollen nach einem Heimspiel des 1. FC Nürnberg gegen den Hamburger SV im April vergangenen Jahres Club-Fans geschlagen und mit Pfefferspray besprüht haben. Jetzt wurden sie vom Amtsgericht zu Bewährungsstrafen verurteilt.

„Solche Polizisten und solche Einsätze wollen wir nicht sehen!“ Helga Kastner, Vorsitzende des Schöffengerichts am Amtsgericht findet deutliche Worte in der Urteilsbegründung – und dies auch im Namen der beiden Laienrichter.

Polizisten müssen sich nicht als Prügelknaben behandeln lassen, so die Anwälte der Beamten, Holger Zebisch und Thomas Skapczyk. Aus ihrer Sicht könne höchstens von Körperverletzung in einem minder schweren Fall die Rede sein.

Polizeiintern genügte das Video bereits für eine vorläufige Suspendierung der beiden Männer, nun wird gerichtlich geklärt, ob sie im Polizeidienst bleiben.“

Quelle und mehr:
Online-Artikel auf nordbayern.de vom 07.11.2013
http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/polizisten-wegen-prugelattacke-auf-club-fans-verurteilt-1.3264645

„“Wir wurden angegriffen, als Scheißbullen und Arschlöcher betitelt. Wir haben Platzverweise ausgesprochen, denen die Ultras nicht nachkamen.“ (Angeklagter Polizist vor dem Amtsgericht Nürnberg)“

Quelle und mehr:
Online-Artikel auf BR.de vom 07.11.2013
http://www.br.de/nachrichten/mittelfranken/polizisten-prozess-nuernberg-100.html

 

 

Allgemein Fußball verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Kaiserslautern (RLP): Polizei beim Fußballeinsatz gefordert

Keinen Grund sich über mangelnde Arbeit zu beklagen hatten die Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Westpfalz und der Bereitschaftspolizei am Samstagnachmittag beim Zweitligaspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen den FC St. Pauli (4:1) im Fritz-Walter-Stadion.
Gut 35.000 Zuschauer wollten das Match sehen, darunter etwa 3.000 Anhänger des Kultclubs vom Kiez, die aus Hamburg und dem gesamten Bundesgebiet in die Westpfalz kamen. Sie reisten mit Bussen, Privatfahrzeugen oder der Deutschen Bahn an.
Im Vorfeld der Begegnung gelang es den Einsatzkräften einen angekündigten Bus mit gewaltbereiten Anhängern frühzeitig zu erkennen und aus dem Verkehr zu ziehen. Er wurde mit 28 Insassen bis nach Spielende bei der Autobahnpolizei abgestellt. Mit dieser Maßnahme konnte die Polizei möglicherweise größere Auseinandersetzungen schon im Keim ersticken.
Nach dem Spiel kam es im Bereich Messeplatz zu einem kurzfristigen Einsatz von Pfefferspray, als rivalisierende Fangruppen aneinander geraten waren. Dabei erlitt ein Beamter leichte Verletzungen.
Trotz vorhandenem Gewaltpotenzial auf beiden Seiten, konnten die Beamtinnen und Beamten mit ihrer Präsenz weitere größere Vorfälle verhindern.
Die Verkehrsregelungskräfte sorgten in bewährter Manier für einen reibungslosen An- und Abreiseverkehr – es kam zu keinen nennenswerten Behinderungen.
Allgemein Angriff Fußball Gewalt_gg_Polizisten Urteil

Bundespolizei.de: Nach Angriff auf Bundespolizisten – Hohe Geldstrafe für Fußballstörer

„Das Amtsgericht Leipzig hat gegen einen Anhänger aus der Ultraszene des Drittligisten Halleschen FC eine empfindliche Geldstrafe in Höhe von insgesamt 14.700 Euro (210 Tagessätzen á 70 Euro) verhängt.“

Quelle und mehr:
Online-Artikel auf der Homepage der Bundespolizei vom 26.09.2013
http://www.bundespolizei.de/DE/00Aktuelles/_News/2013/09/130926_geldstrafe.html?nn=841186

Allgemein Kritik

Spiegel-online.de: Polizeieinsatz im Stadion: Schalke räumt Fehler ein

Der FC Schalke gibt zu, dass die Kritik am Polizeieinsatz in der Partie gegen Saloniki zu scharf war. Der Club ist sich mit dem Innenminister Nordrhein-Westfalens nun auch über eine Zusammenarbeit einig – die Polizei sichert weiterhin den Innenbereich der Schalker Arena.

In der Folge war ein Streit zwischen Polizei und Club ausgebrochen. Peters hatte sich nach der Partie sogar mit den Worten zitieren lassen: „Dieser Einsatz war völlig unverhältnismäßig. Wir können dies absolut nicht gutheißen und bringen dafür nicht das geringste Verständnis auf.“ Peters ließ allerdings unerwähnt, dass Schalker Fan- und Sicherheitsbeauftragte die Anhänger mehrfach darauf gedrängt hatten, die Flagge abzunehmen.“

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe des Spiegel vom 14.09.2013
http://www.spiegel.de/sport/fussball/fc-schalke-04-raeumt-fehler-bei-kritik-an-polizeieinsatz-ein-a-922227.html

Manchmal klappt es eben doch nicht, dass man sich allgemeinen Applauses sicher sein kann, wenn man auf der Polizei herumhackt. Und das ist auch gut so.

Allgemein Fußball

Spiegel-Online: Umstrittener Einsatz in der Fankurve: Polizeiprotokoll bringt Schalke in Bedrängnis

Der Polizeieinsatz auf Schalke beim CL-Spiel gegen Saloniki bekommt immer neue Wendungen. Aus einem Vermerk geht nun hervor, dass der Sicherheitsbeauftragte des Clubs über das geplante Einschreiten der Beamten informiert gewesen sein soll. Das hatte der Verein bislang bestritten.

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe des Spiegel vom 12.09.2013
http://www.spiegel.de/sport/fussball/notiz-fuer-innenministerium-schalke-wusste-von-polizeieinsatz-a-921976.html

Ei da schau her….

Allgemein Fußball

Rheinische Post: Streit mit Innenminister eskaliert – Polizei zieht sich aus Schalke-Arena zurück

Die Polizei zieht sich vorläufig aus der Schalker Fußball-Arena weitgehend zurück und wird die Ordnungskräfte des Vereins nicht mehr unterstützen. Das kündigte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Donnerstag in Düsseldorf an.

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe der Rheinischen Post vom 12.09.2013
http://www.rp-online.de/sport/fussball/bundesliga/polizei-zieht-sich-aus-schalke-arena-zurueck-1.3671638

 

Zur Beurteilung der Angelegenheit sollte man auch nicht außer Acht lassen, dass Arenen eigentlich Privatgelände sind, die Polizei jedoch die öffentliche Sicherheit garantiert. Die „Ich zahl aber Steuern“-Karte sticht hier also nicht.

Allgemein Angriff Fußball Gewalt_gg_Polizisten verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

WAZ.de: Schweizer Hooligan muss nach Attacke auf Essener Polizisten nicht ins Gefängnis

„Der Schweizer Hooligan, der einem Polizisten von hinten eine volle Bierflasche auf den Kopf geschlagen hatte, wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Die Tat ereignete sich am Essener Hauptbahnhof am Rande des Derbys zwischen RWE und Wuppertal. Der 26-jährige Ultra entschuldigte sich tränenreich.

Tränenreich bekannte er sein Fehlverhalten und entschuldigte sich beim verletzten Polizeibeamten. Der 41-Jährige nahm die Entschuldigung zwar nicht an: „Was Sie gemacht haben, geht gar nicht. Punkt. Aus.“ Den Urteilsspruch akzeptierte er aber gegenüber dieser Zeitung: „Das Urteil ist angemessen, er ist ja ein junger Mann.“
Die Aussage des verletzten Polizisten nahm einiges an Schärfe aus der Verhandlung. Hatte die Anklage noch davon gesprochen, dass der Beamte bewusstlos zu Boden gegangen sei, stellte er klar: „Ich war nicht bewusstlos. Ich spürte einen Schlag, später sagten Kollegen, dass ich am Kopf blute.“ Vier Wochen lang war er dienstunfähig,…“

 

Allgemein Fußball Kritik

Antwort des Einsatzleiters auf den offenen Brief des BvB-Fanclubs „Borussenstern“

In einem offenen Brief an die Dortmunder Polizei äußert der BVB-Fanclub „Borussenstern“ Kritik am polizeilichen Einsatz am 18.08.2013 zur Fußballbegegnung BVB 09 gegen Eintracht Braunschweig.

Zum Vorwurf der erhöhten polizeilichen Präsenz, die vom Autor als Machtdemonstration und auf Aggression ausgelegt dargestellt wird, stellt der Einsatzleiter fest:

Die Dortmunder Polizei hat diese Fußballbegegnung als Spiel mit hohem Risiko eingestuft und sich von daher in ihrer Einsatzkonzeption auf Auseinandersetzungen unter Fans und Gewalttaten gegen Polizeibeamte eingerichtet. Dazu gehören auch ein erhöhter Kräfteansatz und das Tragen von Schutzkleidung durch die Einsatzkräfte. Diese Bekleidung dient ausschließlich dem Schutz der Beamten vor Verletzungen und ist kein Mittel der Machtdemonstration oder Provokation.

Zur Bewertung als Risikospiel führte das Verhalten von Braunschweiger „Fans“ im Mai und August 2013. Am 19.05.2013 kam es zu Ausschreitungen von Braunschweiger Gewalttätern in der Braunschweiger Innenstadt bei der Aufstiegsfeier ihres Vereins. Neben erheblichen Sachbeschädigungen und Zünden von Pyrotechnik durch Randalierer wurden insgesamt 29 Polizeibeamte im Rahmen des Einsatzes gegen die Gewalttäter zum Teil schwer verletzt.

Am 04.08.2013 kam es im Rahmen des DFB-Pokalspiels Arminia Bielefeld / Eintracht Braunschweig zu Auseinandersetzungen zwischen Einsatzkräften und sogenannten Fans aus Braunschweig, die die Beamten mit Fahnenstangen angriffen. Die Auseinandersetzung zwischen gegnerischen Fans konnte die Polizei hier nur durch den Einsatz des Schlagstockes verhindern.

Der Beschwerdeführer bemängelt die Aufstellung von Einsatzfahrzeugen der Polizei im Zugangsbereich des Südost-Eingangs des Stadions. Die Darstellungen sind richtig, die beschriebene Positionierung der Dienstkraftfahrzeuge im Zugangsbereich zur Südost-Tribüne war unpassend, allerdings nicht sicherheitsgefährdend.

Die Fahrzeuge werden üblicherweise im Bereich hinter den Zugängen zum Stadion abgestellt. Das Abstellen am relevanten Einsatztag erfolgte durch ortsunkundige Kräfte. Zukünftig wird sichergestellt, dass die Fahrzeuge in diesem Bereich nicht geparkt werden.

 

Der Verfasser des offenen Briefes führt an, dass die Kontrolle von Ultragruppierungen vor dem Spiel ohne erkennbaren, aktuellen Anlass erfolgte.

Der Polizeiführer stellt dazu klar:

Die Kontrollmaßnahmen von Angehörigen der Desperados waren zu gefahrenabwehrenden Zwecken zur Verhinderung von Straftaten vorgesehen und sollten im Zugangsbereich des Stadions erfolgen. Nach den Bestimmungen der Stadionordnung dürfen fremdenfeindliche, Gewalt verherrlichende, diskriminierende oder rechts- und/oder linksradikale Inhalte im Stadion nicht gezeigt werden. Dabei kommt es im Übrigen auf eine strafrechtliche Relevanz aufzufindender Gegenstände nicht an. Bei Kontrollmaßnahmen auf öffentlichen Wegen oder Plätzen sind die Vorschriften des Polizeigesetzes zu beachten.

Grundlegend für die Maßnahmen sind verschiedene Ermittlungsverfahren aus der jüngeren Vergangenheit, denen das Zeigen von Transparenten mit strafrechtlich relevantem Inhalt im Bereich der Südtribüne durch Ultragruppierungen zu Grunde liegt. Der Beschwerdeführer führt in diesem Zusammenhang zutreffend die Spielbegegnung gegen die TSG 1899 Hoffenheim auf. Auch wenn dieses Ereignis einige Zeit zurückliegt, so war diese Begegnung doch die Letzte der abgelaufenen Saison. Deshalb war das Spiel gegen Eintracht Braunschweig die erste Möglichkeit in der neuen Saison, die Überprüfungsmaßnahmen überhaupt durchzuführen, zumal die Supercupbegegnung gegen Bayern München von Ultragruppierungen boykottiert wurde. Insgesamt kann das in Rede stehende Vorgehen nicht als willkürlich bezeichnet werden.

Der durch den Verfasser beschriebene Umstand, dass keine Gegenstände gefunden wurden, die strafbar sind oder zur Begehung von Straftaten benutzt werden können, ist zutreffend, ist jedoch im Vorfeld der Durchführung einer derartigen Maßnahmen nicht absehbar.

Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die durchgeführten Maßnahmen im Sinne der Stadionordnung und allgemeingültiger rechtlicher Bestimmungen erfolgt sind. Sie liegen damit auch im allgemeinen Interesse aller Unbeteiligter.

Die Polizei ist überrascht über eine derartige Reaktion auf Seiten der Ultragruppierungen, da die Kontrollmaßnahmen nur wenige Minuten in Anspruch nahmen und alle Personen danach ihren Weg ins Stadion fortsetzen konnten. Einzig die zeitweise vorhandene Verweigerungshaltung der Betroffenen hat dazu geführt, dass diese für eine gewisse Dauer an Ort und Stelle verblieben sind.

Personalienfeststellungen, erkennungsdienstliche Maßnahmen oder Speicherungen in der Datei Gewalttäter Sport waren nicht vorgesehen und erfolgten auch nicht. Das Mitführen von Trommeln und anderen Fanutensilien wurde von der Polizei nicht unterbunden.

Quelle: PM des PP Dortmund vom 21.08.2013

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Duisburg (NRW): MSV gegen Chemnitz: Verletzte Beamtin – Tatverdächtiger ermittelt

Die Polizei hat einen 40-jährigen Dinslakener als Tatverdächtigen ermittelt, der die Polizeibeamtin beim Fußballspiel MSV gegen Chemnitz schwer verletzt hatte. Von der Polizei aufgenommenes Bildmaterial hat den Täter überführt. Ihn erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

Quelle: PM des PP Duisburg vom 28.08.2013

Hier der Link zum Text der ersten Pressemitteilung zu diesem Thema.

Hier der Link zu einer Pressemitteilung darüber, dass es der Beamtin besser geht.

Und last but not least ein Artikel aus der Online-Ausgabe der WAZ, der sehr umfassend über den Vorfall und die gesundheitlichen Folgen für die Beamtin informiert.

„Gewalt -Täter nach Angriff auf Polizistin bei MSV-Spiel ist ermittelt“, Artikel in der Online-Ausgabe der WAZ vom 28.08.2013
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/taeter-nach-angriff-auf-polizistin-bei-msv-spiel-ist-ermittelt-id8371408.html

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Duisburg (NRW): Verletzte Polizistin auf dem Weg der Besserung

Nach einer komplizierten Operation gestern Abend ist die 25-jährige Polizistin auf dem Weg der Besserung. Da es neben den Frakturen (Elle, Speiche, Handgelenk) auch noch Knochenabsplitterungen gab, musste eine Platte eingesetzt werden. Die Polizei wird jetzt ihre Videoaufzeichnungen auswerten, um die Schläger zu identifizieren.

Quelle: PM des PP Duisburg vom 25.08.2013

Hier der Link zum Text der Pressemitteilung zu dem Vorfall, bei dem die Polizisten verletzt wurde. Gute Besserung weiterhin nach Duisburg. wp-monalisa icon

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„Fußballfan“ weiterhin in Untersuchungshaft

Ein vermutlich der „Ultra-Szene“ zuzurechnender, einer gefährlichen Körperletzung dringend verdächtiger „Fußballfan“ verbleibt in der Untersuchungshaft. Das hat der 5. Strafsenat des Oberlandesgerichts Hamm mit Beschluss vom 18.07.2013 unter Zurückweisung der Haftbeschwerde des 24-jährigen Beschuldigten aus Bern entschieden.
Der Beschuldigte soll der „Ultra-Szene“ des schweizerischen Fußballvereins Young Boys Bern angehören, die Kontakt zu Ultra-Gruppierungen des Wuppertaler SV unterhalten soll. Zwischen den Ultra-Szenen der beiden Vereine soll es Absprachen geben, nach denen man sich wechselseitig zu Derbys und brisanteren Spielen begleitet, wobei tätlichen Auseinandersetzungen mit gegnerischen Gruppierungen nicht ausgewichen werden soll. Aus Anlass des Fußballspiels Wuppertaler SV gegen Rot-Weiß-Essen soll sich der Beschuldigte am 10.05.2013 mit Anhängern des Wuppertaler SV am Essener Hauptbahnhof aufgehalten haben. Dort soll er einen Polizeibeamten, der einen Wuppertaler „Fan“ nach einer Sachbeschädigung vorläufig festnehmen wollte, von hinten mit einer gefüllten Bierflasche gezielt auf dem Hinterkopf geschlagen haben, so dass diese zerbrach. Dabei soll der Beamte bewusstlos zu Boden gefallen und eine große Platzwunde erlitten haben.
Wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und der Fluchtgefahr ist gegen den Beschuldigten noch am Tattage Haftbefehl erlassen und Untersuchungshaft angeordnet worden.
Der 5. Strafsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat die Anordnung der Untersuchungshaft bestätigt und die (weitere) Haftbeschwerde des Beschuldigten zurückgewiesen. Gegen den Beschuldigten bestehe der dringende Tatverdacht u.a. einer gefährlichen Körperverletzung. Im Ermittlungsverfahren vernommene Zeugen hätten das Tatgeschehen beobachtet, das auch durch Lichtbilder und Videoaufnahmen bestätigt werde. Es bestehe der Haftgrund der Fluchtgefahr. Eine gefährliche Körperverletzung sei mit einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 10 Jahren zu bestrafen. Innerhalb dieses Strafrahmens drohe dem Beschuldigten im Falle seiner Verurteilung eine erhebliche, vollstreckbare Freiheitsstrafe. Dabei dürfte nach Ansicht des Senats zu berücksichtigen sein, dass die Tat dem besonders ahndungswürdigen Bereich der Gewaltanwendung durch „Hooligangruppierungen“ zuzuordnen sei. Die Straferwartung begründe einen beträchtlichen Fluchtanreiz. Dieser werde durch einen festen Wohnsitz, die berufliche Stellung als Bankangestellter und famliäre Bindungen des Beschuldigten in der Schweiz nicht beseitigt. Durch einen Fluchtversuch und massiven gewaltsamen Widerstand bei seiner Festnahme habe der Beschuldigte gezeigt, dass er im Grunde nicht bereit sei, sich dem Strafverfahren in Deutschland zu stellen.
Beschluss des 5. Strafsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 18.07.2013 (5 Ws 245 u. 266/13)
Hier der Link zum damaligen Zeugenaufruf der Mordkommission.
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Deutsche Welle: Gewalt im Fußball – Vor 15 Jahren: der Überfall auf Daniel Nivel

„Vor 15 Jahren wird der Polizist Daniel Nivel bei der Fußball-WM in Frankreich von deutschen Hooligans brutal zusammengeschlagen. Der DFB reagiert mit Fan- und Präventionsarbeit.“

Online-Artikel auf der Homepage der Deutschen Welle vom 21.06.2013
http://www.dw.de/vor-15-jahren-der-%C3%BCberfall-auf-daniel-nivel/a-16897810

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Polizei durchsuchte Wohnungen nach Fußballkrawallen in Braunschweig – Zeugenaufruf

Zeitgleich durchsuchten Einsatzkräfte der Sonderkommission „Neue Straße“ am Mittwochmorgen sechs Wohnungen im Stadtgebiet von Braunschweig und in angrenzenden Gemeinden.

Hintergrund sind die Ermittlungen nach den gewalttätigen Krawallen in der Nacht zum 20. Mai in der Braunschweiger Innenstadt.

Eine große Gruppe Randalierer hatte im Anschluss nach der Aufstiegsfeier von Eintracht Braunschweig gezielt und äußerst gewaltbereit Polizisten angegriffen und 29 von ihnen zum Teil so schwer verletzt, dass diese noch immer dienstunfähig sind. Zudem wurden zahlreiche Sachbeschädigungen begangen.

Die Beamten hatten daraufhin die Personalien von einer Vielzahl von Personen festgestellt und Ermittlungen unter anderem wegen Schweren Landfriedensbruch, Gefährlicher Körperverletzung und Widerstand eingeleitet.

Die eigens mit sechs Beamten eingerichtete Sonderkommission hat bisher 34 Beteiligte identifiziert, darunter auch die, bei denen jetzt durchsucht wurde.

Die Ermittler gehen davon aus, dass im Rahmen der Auswertung von zur Verfügung stehendem Bildmaterial noch weitere Beschuldigte festgestellt werden.

Soweit diese nicht identifiziert werden können, sind seitens der Staatsanwaltschaft Braunschweig Anträge zur Öffentlichkeitsfahndung beabsichtigt.

Zur Unterstützung der Ermittlungen bittet die Polizei weiterhin um Zeugenhinweise, insbesondere auch Bildmaterial, das die Ausschreitungen dokumentiert (Tel. 0531/476 3315).

Quelle: PM der PD Braunschweig vom 19.06.2013

Hier der Link zum Text der ersten Pressemitteilung dazu.

Allgemein Bravo Fußball

Dortmunder Hooligans nach Randale in London festgesetzt

Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Dortmunder und Londoner Polizei im Rahmen des Champions-League-Finales führte dazu, dass heute Nachmittag eine ca. 50-köpfigen Gruppe randalierender Dortmunder Hooligans durch die Londoner Polizei festgesetzt wurde. Die Gruppe war über den Tag bereits durch Schlägereien und Randalierereien aufgefallen.

Einen besonderen Schatten auf das Ansehen Dortmunds in London warf zusätzlich, dass aus dieser Gruppe heraus zuvor in der Nähe des Wembley-Stadions ein Transparent mit der Aufschrift „30 Jahre Borussenfront Dortmund“ entrollt worden war.

Den entscheidenden Hinweis auf die Gruppe erhielten die englischen Kollegen von den szenekundigen Beamten der Dortmunder Polizei, die sich zurzeit in London aufhalten und in den polizeilichen Einsatz eingebunden sind.

Über den weiteren Umgang mit dieser Personengruppe entscheidet die Londoner Polizei nach britischem Recht.

Quelle: PM des PP Dortmund vom 25.05.2013

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Allgemein Angriff Fußball Gewalt_gg_Polizisten verletzte Polizeibeamten / verletzter Polizist

Braunschweig (NDS): Polizeivizepräsident verurteilt Verhalten von Randalierern – Zeugenaufruf

Nach den Ausschreitungen einer größeren Gruppe Randalierer in der Braunschweiger Innenstadt gegenüber der Polizei, bei denen 25 Beamte verletzt wurden, kündigte Polizeivizepräsident Roger Fladung eine konsequente Aufklärung an.

Fladung stellt klar:“ Randalierer und Straftäter, die vorgeben, Eintrachtfans zu sein, in Wahrheit jedoch dem Verein, der Stadt Braunschweig und dem Fußballsport insgesamt nur schaden, haben keine Toleranz von der Polizei zu erwarten. Ich verurteile, dass Polizeibeamte attackiert und teilweise schwer verletzt worden sind. Wir werden dafür sorgen, dass die Randalierer strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Von den echten, friedlichen Fußballfans erwarte ich eine eindeutige Distanzierung und eine Ächtung solcher Verhaltensweisen. Falsch verstandene Solidarität zu diesen Gewalttätern ist fehl am Platz!“

Die Polizeiinspektion Braunschweig hat umgehend eine Sonderkommission eingesetzt, die die Ermittlungen unter anderem wegen schweren Landfriedensbruch, schwerer Körperverletzung und Sachbeschädigungen aufgenommen hat.

Die Beamten werden zunächst das vorhandene Bildmaterial auswerten.

In diesem Zusammenhang bitten die Ermittler weitere Zeugen, sich zu melden und möglicherweise vorhandene Videosequenzen oder Bilder zur Verfügung zu stellen.

Die Sonderkommission „Neue Straße“ ist telefonisch unter 0531/476 3315 erreichbar.

Fahndungsaufrufe sind auch auf der Facebook-Seite der Polizei Braunschweig nachzulesen. Unter www.onlinewache.polizei.niedersachsen.de sind auch anonyme Hinweise möglich.

Quelle: PM der PD Braunschweig vom 21.05.2013

Allgemein Demo Fußball

BR.de: Anti-Rassismus-Demo – München steht heißer Samstag bevor

Unsere besten Wünsche gehen heute nach München und zu den dort eingesetzten Polizeibeamten. Wir drücken die Daumen, dass diese schwierige Einsatzlage (Demonstration zeitgleich mit Fußballspiel) gut bewältigt werden kann.

Mehr Infos im Online-Artikel auf der Homepage des Bayerischen Rundfunks vom 13.04.2013
http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/anti-nazi-demo-muenchen-nsu-100.html
Natürlich vergessen wir dabei nicht alle anderen Einsatzkräfte der Republik. :-)