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Mannheim (BW): Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte gestiegen

2012 wurde eine erhebliche Steigerung an Widerstandshandlungen gegenüber den Vorjahren registriert

Im vergangenen Jahr 2012 registrierte das Polizeipräsidium Mannheim eine deutliche Steigerung von Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte gegenüber den Vorjahren. Waren in den Jahren 2009, 2010 und 2011 jeweils 73 Fälle von Widerstandshandlungen gegenüber Polizeibeamten verzeichnet worden, stieg die Zahl im Jahr 2012 auf 104 Fälle. 12 mal waren die Widerstandhandlungen von weiblichen Personen begangen worden. Anlässe für das Widersetzen bei Amtshandlungen waren überwiegend durchgeführte Gewahrsam- oder Festnahmen (90 Fälle = 85,7 %).

Hierbei sind 73 Beamtinnen und Beamte verletzt worden. In 13 Fällen trat Dienstunfähigkeit ein. Das aggressive Vorgehen/Verhalten der Täter bzw. Tätergruppen ist in 90 Fällen auf Beeinflussungen durch Alkohol, Drogen oder psychische Erkrankungen zurückzuführen.

Die den Beamten bei Amtshandlungen entgegengebrachten Widerstände (71 Fälle = 68,3 %) fanden insbesondere in den Dienstbezirken der Polizeireviere Innenstadt, Neckarstadt und Neckarau statt. Der überwiegende Teil der Täter war zwischen 18 und 30 Jahre alt (54 Fälle = 51,9 %).

Im Anschluss sind einige Beispielsfälle aus dem Monat Mai beigefügt:

1.)  Am 09.05.13, gegen 01.50 Uhr, sollte ein 35-jähriger Mannheimer in Mannheim-Jungbusch nach vorrausgegangenen Streitigkeiten und einem danach nichtbefolgten Platzverweis durch eine Streifenbesatzung in Gewahrsam genommen werden. Hierbei trat und schlug er gegen die Polizeibeamten. Der 35-jährige hatte einen Atemalkoholwert von 1,8 Promille.

2.)  Ebenfalls am 09.05.13, gegen 05.30 Uhr wurden Beamte des Polizeireviers Mannheim-Käfertal zu einer Schlägerei gerufen. Vorausgegangen war, dass ein 35-jähriger, ein 38-jähriger und ein bislang unbekannter Mann auf der Straße lautstark herumgeschrien hatten. Ein 20-jähriger Geschädigter erbat sich daraufhin Ruhe. Nachdem er auf das Übelste beleidigt wurde ging er aus der Wohnung zu dem Trio auf die Strasse und bat nochmals um Ruhe. Daraufhin wurde er u.a. mit einer Bierflasche ins Gesicht geschlagen. Der 20-Jährige flüchtete daraufhin in die Wohnung zurück. Er erlitt durch den Vorfall Verletzungen am Kopf und am Oberkörper. Die eintreffenden Streifenbesatzungen wurden von dem 35- und dem 38-Jährigen sofort massiv beleidigt. Der 35-Jährige trat zudem einen geparkten Roller um, trat und schlug gegen die Polizeibeamten und versuchte zu flüchten. Beide Personen wurden vorläufig festgenommen, der Atemalkoholwert betrug bei beiden über 1,1 Promille.  

3.)  Am 13.05.13, gegen 18.30 Uhr, wurde eine Streife des Polizeireviers Mannheim-Neckarstadt zum Alten Messplatz gerufen. Dort lag eine nicht ansprechbare Frau. Die Frau war, wie sich herausstellte, erheblich betrunken. Bei der Befragung zu ihren Personalien entriss sie zunächst einem Beamten das Funkgerät.  In ihrer Tasche fand man dann neben dem Ausweis der 25-Jährigen auch einen Schlagring und eine Flasche Hochprozentiges, was aufgrund ihres Zustandes einbehalten wurde. Daraufhin wollte sie auf die Polizeibeamten losgehen, so dass ihr die Handschließen angelegt werden mussten. Ein Atemalkoholtest ergab den Wert von 3,1 Promille.

4.)  Am 17.05.13, gegen 09.30 Uhr, betrat ein 46-Jähriger die Wache des Polizeireviers Mannheim-Innenstadt und lief drohend auf die Beamten zu. Als sich eine Beamtin ihm in den Weg stellte, fasste er sie am Oberarm und schubste sie auf die Seite, so dass sie dabei verletzt wurde. Durch einen weiteren Polizeibeamten, der ebenfalls leicht verletzt wurde, konnten der Mann schließlich festgehalten und in Gewahrsam genommen werden. Nach Untersuchung durch einen Polizeiarzt wurde der 46-Jährige in eine fachärztliche Klinik eingewiesen.

Quelle: PM des PP Mannheim vom 23.05.2013

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Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundes 2012 – Gewalt gegen Polizeibeamte

Die Polizeiliche Kriminalstatisitk 2012 des Bundes ist da. Seit 2011 werden darin gewalttätige Übergriffe gegen Polizeivollzugsbeamte gesondert erfasst.
In 2012 gab es insgesamt 60.294 gewalttätige Übergriffe gegen Polizeibeamte in Ausübung ihres Dienstes (2011 waren es noch 53.379).

Zitat aus dem beim BKA herunterladbaren Kurzbericht:
“Im Vergleich zum Vorjahr wurden 5.451 mehr Polizeivollzugsbeamtinnen/-beamte Opfer von Straftaten (+9,9 Prozent). Schwerste Gewaltdelikte wie Mord, Totschlag oder Raub machen weiterhin nur einen sehr geringen Anteil bei der Opfergruppe Polizeivollzugsbeamtinnen/-beamte aus.

Bei den übrigen Straftatengruppen waren folgende Anstiege zu verzeichnen:
Gefährliche und schwere Körperverletzung +12,9 % (2011: 3.326)
(Vorsätzliche leichte) Körperverletzung +7,9 % (2011: 11.308)
Bedrohung +11,8 % (2011: 2.942)
Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte +10,9 % (2011: 35.636)”

Quelle und mehr:
Kurzbericht IMK-Bericht:
http://www.bka.de/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/pks__node.html

Soweit zum Thema, es gebe keine steigende Gewalt gegen Polizeibeamte.

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Anstieg von rechter und linker Gewalt/ Polizeidirektion Göttingen veröffentlicht Zahlen zur Politisch motivierten Kriminalität

“2012 gab es im Vergleich zum Vorjahr 12 Politisch motivierte Straftaten mehr im Bereich der Polizeidirektion (PD) Göttingen.” Das erklärte der Göttinger Polizeipräsident Robert Kruse anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen zur Politisch motivierten Kriminalität. Hierzu zählen alle Straftaten, bei denen anzunehmen ist, dass Triebfeder der Tatbegehung die politische Einstellung der Täter ist. Entgegen dem Landes- und Bundestrend, der jeweils einen deutlichen Rückgang verzeichne, stiegen die Fallzahlen im Göttinger Direktionsgebiet weiterhin leicht an. Beachtlich sei nach Kruses Einschätzung, dass unter die 579 Straftaten 86 Gewaltdelikte fallen, im Jahr zuvor waren es noch 55 von insgesamt 567 Straftaten. Das sei der höchste Wert seit 2005. “Auch wenn aufgrund der insgesamt geringen Fallzahlen diese Steigerung keinen Anlass zur Dramatisierung gibt, müssen wir die Entwicklung im Auge behalten. Die Bereitschaft einiger, ihre politischen Vorstellungen auch mit Gewalt durchzusetzen, ist offenbar ungebrochen.”

Politisch rechtsmotivierte Straftaten stagnieren – deutlich mehr Gewalttaten

Mehr als die Hälfte aller Straftaten der Politisch motivierten Kriminalität waren im Jahr 2012 rechtsmotiviert. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen 323 derartige Straftaten verübt. Mit nur einem Delikt weniger als im Jahr 2011 stagniert die Politisch motivierte Kriminalität ‘rechts’ – allerdings auf hohem Niveau. Beide Jahre bilden die Spitzenwerte der letzten zehn Jahre. Diese Entwicklung betrachtet Kruse mit Sorge: “Das zeigt mir, dass die Niedersächsische Landesregierung mit der entschlossenen Bekämpfung des Rechtsextremismus im Koalitionsvertrag einen richtigen Schwerpunkt gesetzt hat.” Bei 52 Prozent der Straftaten handelt es sich um sogenannte Propagandadelikte, also insbesondere dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Die Anzahl der rechtsmotivierten Gewalttaten ist von 17 Delikten im Jahre 2011 auf 28 im folgenden Jahr gestiegen. Besonders auffallend sei laut Kruse die Entwicklung im Bereich der Polizeiinspektion (PI) Nienburg/Schaumburg. “Allein dort zählen wir 146 der rechtsmotivierten Delikte. Die restlichen 177 Straftaten verteilen sich nahezu gleichmäßig auf die anderen vier Inspektionen Göttingen, Northeim/Osterode, Hameln-Pyrmont/Holzminden und Hildesheim.” Zurückzuführen sei dieser überproportionale Anstieg in Nienburg/Schaumburg auf einen bereits länger andauernden Konflikt zwischen jungen rechts- und linksmotivierten Personen in Bückeburg und dem jährlich stattfindenden “Trauermarsch” der rechten Szene in Bad Nenndorf, erläutert der Polizeipräsident den Sachverhalt. Noch deutlicher werde dies bei Betrachtung der rechtsmotivierten Gewaltkriminalität: 18 der insgesamt 28 Gewaltdelikte des gesamten Bezirks wurden im Brennpunkt Bückeburg verübt. Das sind 17 Prozent aller rechten Gewalttaten in Niedersachsen. “Diesem Konflikt zwischen den gegnerischen Gruppen werden wir auch zukünftig mit intensiven polizeilichen Maßnahmen vor Ort begegnen”, so Kruse.

Politisch linksmotivierte Kriminalität auf Vorjahresniveau – Anstieg von Gewalttaten

36 Prozent aller Politisch motivierten Straftaten sind dem linken Täterspektrum zuzuordnen. Die 211 verzeichneten Delikte entsprechen exakt dem Vorjahreswert. Doch auch hier ist ein Anstieg der Gewalttaten zu verzeichnen. Während sich die Zahl linker Gewaltdelikte auf Landesebene mit 150 Fällen mehr als halbiert hat, ist die Zahl dieser Delikte im Bereich der PD Göttingen von 36 auf 54 gestiegen. Ein Schwerpunkt linker Straftaten habe sich nach Angaben des Polizeipräsidenten im Zuständigkeitsbereich der Inspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden herausgebildet. Das sei laut Kruse den inzwischen zahlreichen, leider nicht immer friedlich verlaufenden versammlungsrechtlichen Aktionen in Emmerthal am Kraftwerk Grohnde, insbesondere im Rahmen der Transporte radioaktiver Brennelemente, geschuldet. Weitere Anlässe zur Straftatenbegehung seien die Gegendemonstrationen anlässlich des “Trauermarsches” in Bad Nenndorf sowie der bereits genannte, weiterhin schwelende ideologisch begründete Konflikt zwischen links- und rechtsmotivierten Straftätern in Bückeburg. In Bezug auf die Stadt und den Landkreis Göttingen erklärte Kruse, dass dieser Bereich nach wie vor einen regionalen Brennpunkt linksmotivierter Straftaten in Niedersachsen darstelle. Zwar hat die Gesamtzahl der Delikte von 112 im Jahre 2011 auf 96 im Jahre 2012 abgenommen. Dennoch ist dies landesweit im Vergleich der höchste Wert aller Polizeiinspektionen. Selbst in der Großstadtregion Hannover wurden mit 67 Straftaten deutlich weniger linksmotivierte Delikte als in Göttingen begangen. Hauptsächliche Motivation zur Straftatenbegehung linksmotivierter Täter sind nach den Feststellungen der Polizeiinspektion Göttingen der sogenannte Antifaschismuskampf, die Konfrontation gegen Rechts und gegen Burschenschaften sowie die Auseinandersetzung mit der Polizei. Für Kruse ist besonders erwähnenswert, dass von den insgesamt 96 linksmotivierten Straftaten im Bereich der Polizeiinspektion Göttingen allein 17 Delikte im Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz bei der Veranstaltung des RCDS mit dem damaligen niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann im Januar 2012 in der Universität Göttingen stehen. Insgesamt hat der Einsatz 17 Strafverfahren gegen Demonstrationsteilnehmer nach sich gezogen, von denen fünf zu Verurteilungen führten. Auch gegen Polizeibeamte dieses Einsatzes sind sieben Strafanzeigen wegen Körperverletzung im Amt erstattet worden. Alle diese Ermittlungsverfahren sind jedoch eingestellt worden. “Öffentlichkeit und Medien hatten den Polizeieinsatz intensiv und kontrovers diskutiert. Zudem hatten sowohl der Rat der Stadt Göttingen als auch der Kreistag Resolutionen verabschiedet, mit der sie diesen Polizeieinsatz missbilligten”, erklärte der Polizeipräsident. “Rückblickend ist aber festzuhalten: Die juristische wie auch parlamentarische Überprüfung des Einsatzes durch die hierfür zuständigen Institutionen haben zu keinen Beanstandungen geführt. Das bestätigt, dass das Einschreiten durch die Polizei bei dieser Veranstaltung rechtmäßig und geboten war und hinsichtlich der Intensität und der Anzahl der Adressaten erforderlich und angemessen.”

Polizeipräsident Kruse bekräftigte, dass die Polizeidirektion Göttingen weiterhin ihren gesetzlichen Auftrag zur Sicherheitsgewährung wahrnehmen wird. Dies beinhaltet auch in Zukunft das konsequente Vorgehen gegen alle politisch motivierten Straftäter unabhängig von ihrer jeweiligen weltanschaulichen Ausrichtungen.

Quelle: PM der PD Göttingen vom 08.05.2013

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RP Online: Gewalt in Nordrhein-Westfalen Alle 90 Minuten Angriff auf Polizist

Die Gewalt gegen Respektspersonen in NRW nimmt zu. Auch Rettungskräfte, Schiedsrichter und Lehrer werden zunehmend Opfer von Übergriffen. Rot-Grün plant eine “Woche des Respekts”.

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe der Rheinischen Post vom 05.05.2013
http://www.rp-online.de/politik/nrw/alle-90-minuten-angriff-auf-polizist-1.3375986

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Gewalt gegen Polizeibeamte im Landkreis Karlsruhe

Ein in den letzten Jahren immer mehr im Fokus stehendes Problem ist die zunehmende Gewalt gegen Polizeibeamte. Ging die Anzahl der Widerstände gegen Polizeibeamte ohne Gewalteinwirkung 2012 von 123 auf 108 Fälle (- 12,2  Prozent) zurück, so nahmen Gewaltdelikte gegen Polizeibeamte (einfache / gefährliche Körperverletzung u.a.) im gleichen Zeitraum von 227 auf 236 Fälle (+ 4,4 Prozent) weiter zu. Dabei wurden vier Polizeibeamte schwer und 119 leicht verletzt. Zum Schutz seiner Beamten hat das Polizeipräsidium seine Schulungsmaßnahmen wie auch das Einsatztraining auf diese Entwicklung abgestimmt und noch intensiviert.

Quelle: PM des PP Karlsruhe vom 19.04.2013

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PKS der Polizeistation Haag in Oberbayern

Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte musste im Jahr 2012 in insgesamt fünf Fällen erstattet werden, im Jahr davor war diesbezüglich kein einziger Fall zu verzeichnen gewesen.

Quelle: PM der PSt Haag vom 15.04.2013

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Auszug aus der PKS der PD Bad Segeberg (Schleswig-Holstein)

Widerstände gegen Polizeivollzugsbeamte hat es im Kreis Segeberg in 73 Fällen gegeben (2011: 66). Gewalt gegen Polizeibeamte ist ein Thema, das in diesem Jahr in der gesamten Polizei besonders betrachtet werden will, denn nicht selten werden Beamte auch angegriffen.

Quelle: PM der PD Bad Segeberg vom 05.04.2013

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Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt – Polizisten werden immer öfter angegriffen

“Ingesamt 1290 Angriffe auf Polizeibeamte gab es im letzten Jahr. Somit ist die Zahl der Angriffe um 102 gestiegen. Besonders stark nahm der „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ zu.”

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe der Mitteldeutschen Zeitung vom 01.04.2013
http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/sachsen-anhalt-polizisten-werden-immer-oefter-angegriffen,20641266,22249694.html

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Gewalt gegen Polizeibeamte im Bereich der PI Neubrandenburg

Zunahme der Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte

Die Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte haben sich im Bereich der Polizeiinspektion Neubrandenburg von 72 (2011) auf 77 (2012) Delikte erhöht. Die Aufklärungsquote liegt wie bereits im Vorjahr bei 100 Prozent.

(erfasste Fälle 2012 / 2011: MÜR = 16 / 12, DM = 22 / 15, MST = 15 / 25)

Die Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte haben sich im Bereich Neubrandenburg  selbst von 20 (2011) auf 24 (2012) Delikte erhöht. Die Aufklärungsquote liegt wie bereits im Vorjahr bei 100 Prozent.

Quelle: PMs der PI Neubrandenburg vom 28.03.2013

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Gewalt gegen Polizeibeamte im Regierungsbezirk Tübingen

Im vergangenen Jahr wurde im Regierungsbezirk wiederum ein Anstieg der Gewalt gegen Polizeibeamte um 15,6 Prozent auf 520 Fälle registriert. 272 Beamtinnen und Beamte wurden verletzt, beispielsweise durch Nasenbeinbrüche oder gebrochene Finger. Eine Gefährdung drohe nicht nur bei besonderen Einsätzen oder Ausschreitungen im Rahmen von Demonstrationen und Fußballspielen, sondern gerade bei vermeintlichen Routineeinsätzen im täglichen Dienst.

Auch die Zahl der Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte ist 2012 im Regierungsbezirk um 42,6 Prozent auf 221 Fälle angestiegen. Die Zahl der dabei unter Alkoholeinwirkung stehenden Tatverdächtigen stieg um 26 Prozent auf 155 an.

Quelle: PM der PD Tübingen vom 26.03.2013

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Gewalt gegen Polizeibeamte im Landkreis Ludwisburg

Diese Entwicklung (steigende Gewaltkriminalität, Anm. der Verf.) spiegelt sich auch beim aggressiven Verhalten gegenüber Polizeibeamten wider. Die registrierten Fälle, bei denen Personen aus ganz unterschiedlichen Situationen heraus Polizeibeamte angreifen oder sich gewalttätig polizeilichen Maßnahmen widersetzen, haben erneut zugenommen.
Rund zwei Drittel der Tatverdächtigen stand bei der Tatbegehung unter Alkoholeinwirkung.
Im Juni wurde selbst ein 33-jähriger Polizeibeamter, der sich privat auf einer Veranstaltung in Kornwestheim aufgehalten hatte, zum Opfer einer Messerattacke durch einen alkoholisierten 19-Jährigen. Er hatte den jungen Mann auf sein ungebührliches Verhalten angesprochen und war daraufhin unvermittelt durch einen Messerstich schwer verletzt worden.
Der 19-Jährige wurde mittlerweile wegen versuchten Totschlags zu einer dreieinhalbjährigen Jugendstrafe verurteilt.

Gewalt gegen Polizeibeamte

Nach Zunahmen in den Jahren 2010 und 2011 ist die Zahl der Gewaltdelikte gegen Polizeibeamte in Land Baden-Württemberg auch im Jahr 2012 um 7% gestiegen. Eine ähnliche Entwicklung dieses Kriminalitätsphänomens ist auch für den Kreis Ludwigsburg festzustellen.
Hier sind die Fallzahlen von 95 auf 102 (+7,4%) weiter angestiegen und werden maßgeblich geprägt von Körperverletzungen und Widerstandshandlungen. Während die Körperverletzungsdelikte von 52 auf 50 Fälle (-3,8%) nur unwesentlich zurückgegangen sind, haben die Fälle des Widerstands gegen Polizeivollzugsbeamte eine deutliche Zunahme von 34 auf 43 Fälle (+26,5%) erfahren.
Landesweit haben die Widerstandshandlungen eine Steigerung um 5,2% von 1415 auf 1489 Delikte erfahren.
Zu den Gewaltdelikten gegen Polizeivollzugsbeamte wurden 102 (88) Tatverdächtige ermittelt. Dabei handelte es sich um 81 Erwachsene, 11 Heranwachsende und 10 Jugendliche. 13 von ihnen waren weiblich (12,7%). Nach wie vor ist der Anteil der alkoholisierten Tatverdächtigen mit 63,7% (64,8%) sehr hoch.
Von den 102 erfassten Gewaltdelikten waren insgesamt 181 Polizeibeamte betroffen. Einer von ihnen wurde dabei schwer und 40 weitere leicht verletzt. In der überwiegenden Zahl der Fälle waren die Polizisten Schlägen und Tritten ausgesetzt.
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Auszug aus der PKS der PD Sigmaringen

Erfreulich ist auch der Rückgang der Rohheitsdelikte von 1000 auf 726 Straftaten. Dazu zählen beispielsweise Raub sowie gefährliche und schwere Körperverletzung. Bei diesen Delikten spielt nach wie vor Alkohol als Gewaltkatalysator eine wesentliche Rolle. Alkoholbedingte Enthemmung ist auch häufig Auslöser von Aggressionen gegen Polizeibeamte. „Vor allem lebensältere Beamte im Streifendienst empfinden das Einschreiten gegen alkoholisierte, gewaltgeneigte Personen als belastend“, erklärte Stiefel. In 47 Fällen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet, weil gegen Polizeibeamte Widerstand geleistet wurde, weil sie beleidigt, bedroht oder verletzt wurden.

Quelle: PM der PD Sigmaringen vom 22.03.2013

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Gewaltdelikte – Polizeiliche Kriminalstatistik des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Erfreulich ist die Tatsache, dass die Gewaltkriminalität, zu der unter anderem Tötungsdelikte, Körperverletzungen und Raubstraftaten, aber auch jede Vergewaltigung und jede sexuelle Nötigung gehören, in der Tendenz seit 2008 weiterhin rückläufig ist. Im vergangenen Jahr verringerte sich die Fallzahl um 6,7 % (- 259) auf 3.617 derartige schwere Straftaten. Die rückläufige Entwicklung trifft dabei insbesondere auch für die schweren und gefährlichen Körperverletzungen zu. Im öffentlichen Raum wurden im vergangenen Jahr 1.526 schwere und gefährliche Körperverletzungen begangen. Ein Jahr zuvor waren es über 100 Fälle mehr (2011: 1.640).

Nicht im Einklang dazu steht die Entwicklung bei gegen Polizeivollzugsbeamte und gegen Angehörige von Rettungsdiensten gerichteten Gewaltstraftaten. Hier stieg die Zahl der gegen Polizeibeamte gerichteten Widerstandsdelikte von 384 auf 437 Straftaten. Aber auch Angehörige von Feuerwehr und Rettungsdiensten sind Angriffen während der Ausübung ihres Dienstes ausgesetzt. Die Zahl der diesbezüglichen Straftaten blieb im vergangenen Jahr mit 18 Fällen gegenüber den 17 aus dem Jahre 2011 zwar nahezu unverändert. Dies dokumentiert aber trotzdem, dass auch Menschen, die anderen helfen, von Gewalttaten nicht ausgenommen sind.

Quelle: PM des Ministeriums für Inneres und für Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern vom 19.03.2013

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Gewaltdelikte – Polizeiliche Kriminalstatistik des PP Neubrandenburg

Zu den Gewaltdelikten zählen neben den Mord- und Totschlagsdelikten die gefährliche und die schwere Körperverletzung, Körperverletzung mit Todesfolge, Raubdelikte und Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung.

Die Anzahl der Gewaltdelikte hat sich mit 40 weniger erfassten Fällen von 1.599 im Jahr 2011 auf 1.559 im Jahr 2012 etwas reduziert. Die Aufklärungsquote hat mit 83,71 % im Vergleich zum Vorjahr mit 84,62 % nach wie vor ein gleichbleibend hohes Niveau.

Im Jahr 2012 wurden im Polizeipräsidium Neubrandenburg drei Mordfälle und 18  Totschlagdelikte bearbeitet, die alle aufgeklärt werden konnten. Im Jahr 2011 waren es noch sechs Mordfälle und 19 Totschlagdelikte.

 

Ein gegenteiliger Trend ist hingegen bei den Gewaltdelikten gegen Polizeivollzugsbeamte festzustellen. Im vergangenen Jahr wurden präsidiumsweit 206 Fälle konstatiert. Dies bedeutet eine Steigerung im Vergleich zum Jahr 2011 um 12,65% (plus von 23 Fällen). Erst gestern kam es im Bereich Malchin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte zu einer erheblichen Widerstandshandlung bei der Vollstreckung eines Haftbefehls. Dabei wurde ein Polizeivollzugsbeamter durch einen Messerstich schwer verletzt.

Im Jahr 2012 sind insgesamt 40 Gewaltdelikte weniger festgestellt worden, wobei alle Tötungsdelikte aufgeklärt werden konnten!

Die Gewaltdelikte gegen Polizeivollzugsbeamte sind hingegen deutlich angestiegen!

Quelle: PM des PP Neubrandenburg vom 20.03.2013

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Auszug aus der Kriminalitätsstatistik der PD Friedrichshafen

Sorge bereite dagegendie weiter zunehmende Aggression und Gewalt gegeneingesetzte Polizeibeamte.
Nicht nur landesweit, sondern auch im Bodenseekreis sind Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte und damit Gewalt gegen Polizeikräfte angestiegen. Während 2011 noch 16 Delikte registriert wurden, waren es im zurückliegenden Jahr bereits 20 derartiger Straftaten, bei denen insgesamt 24 Polizeibeamtinnen und –beamte (Vorjahr: 27) verletzt wurden.
„Es ist jedoch nicht nur die körperliche Aggression, sondern es sind auch die Verbalattacken und Beleidigungen der ‚besonderen Art’, die so nicht hingenommen werden können“, unterstrich Wolfsturm.
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Widerstandshandlungen Frankfurt / Main

Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte nahmen im Vergleich zu den beiden Vorjahren von 370 auf 424 Fälle auffallend zu (14,6%). Zu den 424 Widerstandshandlungen wurden statistisch 845 Opfer gezählt, darunter 134 Frauen. Diese Entwicklung ist besorgniserregend und ist Ausdruck für Respektlosigkeit gegenüber Polizeibeamten und ihrer Dienstausübung.

Doch trotz der relativ hohen Zahl an Widerstandshandlungen gegen eingesetzte Polizeibeamte, lässt sie auch die Sichtweise zu, dass – trotz der Großdemonstrationen und Lagen sowie den ca. 75.000 Kontrollen – von umsichtigem und deeskalierendem Verhalten und Vorgehen zu sprechen ist, sonst wäre die Zahl der tatsächlichen Widerstände wesentlich höher.

Quelle:
Polizeiliche Kriminalstatistik Frankfurt / Main für 2012
http://www.polizei.hessen.de/icc/internetzentral/binarywriterservlet?imgUid=0dc7012d-530b-7d31-0508-6012ef798e7b&uBasVariant=11111111-1111-1111-1111-111111111111

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Bayern: Interne Ermittlungen dem Landeskriminalamt unterstellt

Interne Ermittlungen dem Landeskriminalamt unterstellt -Innenminister Joachim Herrmann zur Neuregelung: Professionelle Aufklärung von Vorwürfen gegen die Polizei – Personelle Verstärkung der internen Ermittler – Bürgertelefon für Beschwerden

+++ Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat heute in München die Details zur Neuregelung der internen Ermittlungen bei der Bayerischen Polizei vorgestellt. Ab 1. März werden die beiden ‘Zentralen Ermittlungsstellen für interne Ermittlungen’ dem Bayerischen Landeskriminalamt (BLKA) unterstellt. Zukünftig übernimmt ein neues Dezernat 13 mit zwei Sachgebieten für München und Nürnberg zentral die Ermittlungen gegen Polizeiangehörige. “Durch die größere Distanz zum Einsatzgeschehen beugen wir jeglichem Anschein von Befangenheit vor”, fasste Herrmann die Neuorganisation der internen Ermittlungsdienststellen zusammen. “Auch zukünftig werden wir weiterhin jeden Vorwurf gegen Polizeiangehörige professionell und sorgfältig aufklären.” +++

Ein Beamter des höheren Dienstes soll das neue Dezernat im BLKA leiten. Die derzeitigen internen Ermittler der Polizeipräsidien München und Nürnberg werden zunächst zum BLKA abgeordnet. Zudem sollen in einem ersten Schritt vier zusätzliche Beamte das Dezernat verstärken. “Den Aufbau und die Arbeitsabläufe habe ich in die Verantwortung von BLKA-Vizepräsidentin Petra Sandles gestellt”, erläuterte Herrmann und verwies auf die besonderen Erfahrungen und Kompetenzen von Sandles für diese Aufgabe. “Mit dieser hochrangigen Zuordnung der Verantwortung für die polizeiinternen Ermittlungen will ich zugleich nach innen und außen deutlich machen, wie wichtig mir dieses Thema ist.” Das BLKA übernimmt dabei auch das Bürgertelefon für Beschwerden, das sich in der Vergangenheit bereits gut bewährt hat (siehe auch www.polizei.bayern.de/wir/organisation/index.html/152661).

Zu den Hintergründen der Umorganisation sagte Herrmann, dass er von der Professionalität und absoluten Unabhängigkeit der internen Ermittler im bisherigen Kriminalfachdezernat 11 in München und im Kommissariat 47 in Nürnberg nach wie vor überzeugt sei. “Allerdings wurde in der aktuellen Diskussion deutlich, dass es unsere Bürgerinnen und Bürger für problematisch halten, wenn Polizeibeamte gegen Kollegen im eigenen Präsidium ermitteln müssen”, begründete der Innenminister die Entscheidung, die internen Ermittlungsstellen in die Hände des BLKA zu geben. Der Forderung nach einer externen Ermittlungsstelle erteilte Herrmann eine klare Absage: “Es gibt klare und bewährte bundesgesetzliche Regelungen zum Ablauf strafrechtlicher Ermittlungsverfahren. Kein Bundesland plant derzeit, etwas daran zu ändern.”

Herrmann wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Staatsanwaltschaft auch bei Strafsachen gegen Polizeiangehörige ‘Herrin des Ermittlungsverfahrens’ ist. Die internen Ermittler werden dabei im Auftrag oder auf Ersuchen der sachleitenden Staatsanwaltschaft tätig. “Auch damit ist sichergestellt, dass die Ermittlungen gegen Polizeibeamte unabhängig geführt werden”, so Herrmann. In diesen Ermittlungsverfahren seien häufig andere Polizeibeamte die wichtigsten Zeugen. “Mir ist daher wichtig, dass Polizeibeamte, die schwere Fehler eines Kollegen klar benennen, intern nicht als Nestbeschmutzer oder Denunzianten diffamiert werden”, betonte Herrmann. “Der Schaden für das Ansehen der Polizei entsteht nicht durch solche Zeugenaussagen, sondern durch etwaige Verfehlungen der Polizeikollegen.” Wie der Innenminister weiter ausführte, kann Fehlverhalten von Polizisten neben strafrechtlichen Schritten auch disziplinarrechtliche Konsequenzen haben. Beispielsweise wurden 2011 17 Gehaltskürzungen ausgesprochen und zwei Polizeibeamte aus dem Dienst entfernt.

Zwar sei laut Herrmann bei über 40.000 Beschäftigten bei der Bayerischen Polizei Fehlverhalten Einzelner nie gänzlich auszuschließen. “Der weit überwiegende Teil unserer Polizistinnen und Polizisten leistet aber eine hervorragende Arbeit”. Der Innenminister verwies darauf, dass es statistisch nur bei etwa jedem tausendsten Einsatz zu einer Beschwerde käme. Die Bevölkerung habe nicht umsonst ein sehr hohes Vertrauen in die Bayerische Polizei, die ein Höchstmaß an Innerer Sicherheit garantiere. Gewähr dafür bieten eine umfassende Ausbildung und ständige Fortbildung, so Herrmann weiter. Im Mittelpunkt stehe eine professionelle Situationsbewältigung mit kommunikativen Fähigkeiten und größtmöglicher Bürgernähe.

Quelle: PM des Bayerischen Staatsministeriums des Innern vom 28.02.2013

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shz.de: 1315 Straftaten – Gewalt gegen Polizisten nimmt zu

“Am Donnerstag stellt die Polizei ihre Kriminalstatistik für 2012 vor. Schon zuvor ist durch eine Kleine Anfrage von FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki eine Zahl öffentlich geworden: Im vergangenen Jahr gab es 1315 Gewaltdelikte gegen Polizisten – der höchste Wert der vergangenen zehn Jahre.”

Quelle und mehr:
Online-Artikel auf shz.de vom 06.03.2013
http://www.shz.de/nachrichten/schleswig-holstein/panorama/artikeldetail/artikel/gewalt-gegen-polizisten-nimmt-zu.html

Oha, offenbar darf kein Artikel zu dem Thema mehr ohne einen Einwand von Prof. Behr rausgehen…

Gibt es eigentlich sonst keine Kriminologen in der Republik?

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Weniger Widerstände, mehr häusliche Gewalt – Duisburger Polizei legt Einsatzbericht von 2012 vor

757 mal rückten im vergangenen Jahr Streifenwagen aus, um Streitigkeiten in Fällen häuslicher Gewalt zu schlichten. Damit ist die Zahl solcher Einsätze in Duisburg gegenüber dem Vorjahr um 78 Fälle gestiegen (2011: 679). Meistens haben die Ordnungshüter Lebensgefährten oder Ehemänner aus der Wohnung verwiesen.

Die Anzahl der Widerstände gegenüber Polizistinnen und Polizisten nahm um 21 Fälle ab und sank auf 209 Ereignisse (230). Dabei reduzierte sich auch die Zahl verletzter Ordnungshüter auf 57 Beamtinnen und Beamte (104). Bei den Randalierern handelt es sich überwiegend um erwachsene, männliche Einzeltäter, die alkoholisiert sind und zumeist nicht zum ersten Mal mit der Polizei zu tun haben.

240.800 Anrufe gingen im vergangenen Jahr auf der Leitstelle der Duisburger Polizei ein -daraus ergaben sich 155.694 Einsätze (318 weniger als im Vorjahr). Bei den Anrufen ist der Anteil der über die Notrufnummer “110″ eingehenden Meldungen mit 60 Prozent konstant, allerdings war nicht jeder tatsächlich ein Notruf. Leider wählen immer noch viele “110″, weil sie beispielsweise eine Auskunft benötigen – dadurch können echte Notrufe blockiert werden. Erneut zeichnet sich eine Konstante bei der Verteilung der Einsätze zwischen den Polizeiinspektionen Nord und Süd ab: Wie im Vorjahr lag der Anteil der Einsätze nördlich der Ruhr (einschließlich Homberg) bei 48 Prozent, südlich davon (einschließlich Rheinhausen und Rumeln-Kaldenhausen) bei 52 Prozent. Da die gesamte Innenstadt südlich der Ruhr liegt, ist hier das Einsatzaufkommen etwas höher. Im Schnitt waren die Streifenwagen in weniger als sechs Minuten am Tatort, wenn die Leitstelle “Täter am Ort” meldete. Bei Verkehrsunfällen mit Verletzten brauchten die Polizisten durchschnittlich weniger als neun Minuten. Zu 1863 Alarmauslösungen rückte die Polizei bei Einbrüchen und Überfällen aus – 73 mal mehr als im Jahr zuvor (1790). Auch die Suche nach vermissten Personen ist um rund 180 auf mittlerweile 1.247 Fälle angestiegen. 2.782 Personen kamen nach vorläufiger Festnahme in polizeilichen Gewahrsam – deutlich weniger als im Vorjahr (3.491). Dabei konnten 55 Tatverdächtige durch Diensthundeführer und ihre vierbeinigen Kollegen gestellt werden. Großeinsätze, wie Aufzüge zur Kurdenproblematik, Rechts-/ Linksdemonstrationen, ein Großbrand in Krefeld und der Besuch des Bundespräsidenten in Duisburg forderten neben wiederkehrenden Einsatzanlässen, wie Bundesliga-Spielen und Karnevalumzügen, einen hohen Personalaufwand.

Hinzu kamen umfangreiche Kontroll- und Präsenzmaßnahmen im Rotlicht- und Rockermilieu. Die Ansiedlung einer international agierenden Rockergruppierung aus den Niederlanden (Satudarah) in Rheinhausen erhöht seit Juni 2012 die Spannungen zwischen konkurrierenden Clubs. In mehreren Projekten (Marxloh, Raserszene L1 in Hamborn, Hochfeld) verstärkte die Polizei durch vermehrte Präsenz an Brennpunkten die Sicherheit. Hierfür wendete die Behörde über 61.000 Personalstunden auf. Bei diesen Einsätzen war häufig die Duisburger Hundertschaft eingebunden, die darüber hinaus mit knapp 64.000 Mannstunden auch noch an zahlreichen anderen Einsätzen in Nordrhein-Westfalen und im Bundesgebiet beteiligt war. Die Anzahl der offiziell an die Polizei gerichteten Beschwerden ist von 52 auf 57 gestiegen – im Verhältnis zur Einwohnerzahl (487.000) und den knapp 156.000 Einsätzen damit allerdings sehr gering. Das bestätigt Umfragen, wie zum Beispiel die Forsa-Studie “Bürgerbefragung öffentlicher Dienst 2011″. Demnach akzeptiert die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung die Arbeit der Polizei, erkennt sie an und vertraut ihr in hohem Maße. Zu recht: Auch in Zukunft wird die Polizei schnell und kompetent Hilfe leisten und rund um die Uhr für die Menschen erreichbar sein. Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich in Duisburg sicher fühlen.

Quelle: PM des PP Duisburg vom 06.03.2013

Ich möchte ja nicht stänkern, aber da fehlen die versuchten Körperverletzungen gegen Polizeibeamte.

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Gewalt gegen Polizeibeamte – Polizeiliche Kriminalstatistik der PI Celle

Ein ganz andere Qualität erreichen die Delikte bei den Polizeibeamte Opfer von Straftatgen werden. Hier liegen die Zahlen wider dem Landestrend und steigen deutlich an. Auch die Zahl der verletzten PolizeibeamtenInnen ist mit 34 deutlich gegenüber dem Vorjahr gestiegen (14). Im Anschluss an körperliche Angriffe waren im Jahr 2012 insgesamt 19 Beamte dienstunfähig (2011/3) und führten so zu 325 Fehltagen der betroffenen PolizistenInnen.

Das erreichte Maß der Aggression gegenüber PolizistennInnen ist in den meisten Fällen erschreckend. Anzahl und Qualität der gewalttätigen Übergriffe sind besorgniserregend. Festzustellen ist auch, dass bei den Rohheitsdelikten die Täter häufig alkoholisiert sind.

Mit speziellen Trainings in einem eigens dafür eingerichteten Trainingsraum und auch persönlicher Ausstattung bereiten sich die Mitarbeiter auf solche Situationen vor.

Quelle: PM der PI Celle vom 15.02.2013

Wieso wider dem Landestrend? Die anderen Stellen vermelden doch ähnliches?

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Gewalt gegen Polizeibeamte – Polizeiliche Kriminalstatistik der PD Göttingen

“Respektlosigkeit und Aggressivität gegenüber Polizeibeamtinnen und -beamten nehmen weiter zu und haben mittlerweile ein besorgniserregendes Ausmaß erreicht. Im Jahr 2012 wurde im Bereich der Polizeidirektion Göttingen im Durchschnitt täglich ein Polizeibeamter Opfer einer Widerstandshandlung oder Gewalttat”, erklärt der Vizepräsident die 367 Fälle, in denen ein Polizist Opfer einer Straftat wurde. Darunter sind 254 Widerstandsdelikte, 66 Körperverletzungen und 25 Bedrohungen. Insgesamt sind das 19 Fälle mehr als im Vorjahr. Der Respekt vor der Polizei schwinde nach Wiesendorfs Ansicht zunehmend. “Es wird beleidigt, bespuckt, bedroht, geschlagen und getreten – das Ausmaß ist erschreckend.”

Quelle: PM der PD Göttingen vom 15.02.2013

Wieso Widerstandshandlung ODER Gewalttat? Widerstand gemäß §113 StGB IST Gewalt…

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Rohheitsdelikte gegen Polizeibeamte – Polizeiliche Kriminalstatistik der PD Hannover

Die Anzahl der registrierten Rohheitsdelikte gegen Polizeibeamte – hierbei handelt es sich vorwiegend um Körperverletzungen und Bedrohungen – hat sich im letzten Jahr deutlich erhöht. Waren es im Jahr 2011 noch 222 Taten, steigerte sich die Zahl im Jahr 2012 um 83 Fälle auf 305 (+ 37,38 Prozent). Auch im Bereich der Widerstände gegen Vollstreckungsbeamte stiegen die Zahlen im letzten Jahr um 37 Fälle auf 416 Taten an (Vorjahr: 379). “Das ist eine schlechte Entwicklung. Zum Teil ist das von den Tätern gezeigte Maß an Aggressivität gegenüber der Polizei wirklich erschreckend“, machte Polizeipräsident Brockmann deutlich.

Quelle: PM der PD Hannover vom 15.02.2013

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Gewalt gegen Polizeibeamte in der Polizeilichen Kriminalstatistik 2012 der PI Braunschweig

Gewalt gegen Polizeibeamte bleibt leider Alltag. Besorgnisserregend ist die zunehmende Brutalität der Täter, mit der Polizisten in Ausübung ihres Dienstes konfrontiert werden. Bundeweit in die Schlagzeilen geriet der Anschlag eines 38-Jährigen auf das Polizeikommissariat Süd in Braunschweig. Der Mann war am 1. Juli mit seinem Auto mit hoher Geschwindigkeit gegen die Außenwand des Gebäudes gerast. Die Beamten der Dienststelle hatten den Betrunkenen in der Nacht mit seinem Fahrrad gestoppt und eine Blutprobe veranlasst.

Quelle: PM der PI Braunschweig vom 14.02.2013

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Widerstandsdelikte im Bereich der PD Lüneburg gesunken

Die Widerstandsdelikte gegen Polizeivollzugsbeamte sind in der PD Lüneburg im vergangenen Jahr um 97 Taten auf 261 Fälle gesunken (2011: 358). Dabei wurden 536 Polizeivollzugsbeamte Opfer einer Straftat. Im Vorjahr belief sich diese Zahl noch auf 735 Opfer. Die AQ im Jahr 2012 beträgt 98,47 Prozent (2011: 97,49).

Quelle: PM der PD Lüneburg vom 12.02.2013

Und was ist mit den Körperverletzungsdelikten zu Lasten von Polizeibeamten? Wäre ja schön, wenn die Gewalt gegen Polizeibeamte gesunken wäre…

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Der Westallgäuer: Gewalt gegen Polizisten – Beamte im Landkreis Lindau fühlen sich im Stich gelassen

Ein Zitat aus dem nachfolgend verlinkten Artikel:
“Dienstunfallfolgen würden erst nach jahrelangen Verfahren beglichen, dabei bekämen nicht alle Kollegen Rechtsschutz. Der Minister solle sich dafür einsetzen, dies schnell zu ändern. Bartlmäß sagt: „Wir sind es leid, dass mit trauriger Miene Zahlen den Medien vorgestellt werden, Taten aber nicht folgen.“”

Quelle:
Artikel in der Online-Ausgabe des Westallgäuers vom 23.08.2012
http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/weiler/Weiler-landkreis-polizei-politik-Gewalt-gegen-Polizisten-Beamte-im-Landkreis-Lindau-fuehlen-sich-im-Stich-gelassen;art2792,1187418

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Gewalt gegen Polizeibeamte – auch in Niederbayern ein Thema

Am Dienstag stellte der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann die Statistik zur Gewalt gegen Polizeibeamte im Rahmen eines “Lagebildes 2011″ vor. Auch in Niederbayern ist dies heuer wiederum ein Thema: 80 Polizeibeamte wurden im Jahr 2011 im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Niederbayern tätlich angegriffen und dabei verletzt, drei von ihnen sogar schwer. Diese Aggression führte letztlich insgesamt zu 305 Dienstausfalltagen. Polizeipräsident Josef Rückl zeigte sich angesichts der Zahlen besorgt und stellte klar, dass die unversehrte Heimkehr vom Einsatz hohe Priorität genieße.

 

Im Regierungsbezirk Niederbayern, der identisch mit dem Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Niederbayern ist, leben derzeit rund 1,2 Mio. Menschen. Etwa 2.000 Beamtinnen und Beamte auf 40 Dienststellen sorgen rund um die Uhr für die Sicherheit. Auch im eher ländlich strukturierten Niederbayern werden aber vermehrt Polizeibeamte Opfer von Aggression und Gewalt. Die Zahlen des Lagebildes für das Jahr 2011 zeigen dies auf:

491 mal (2010: 382 mal = + 28,5 %) wurden im letzten Jahr Fälle von Gewalt erfasst, 187 mal waren dies Beleidigungen, dazu kommen 116 Widerstandshandlungen und 134 Körperverletzungen. Meist waren es öffentliche Wege oder Plätze (216) bzw. Häuser und Wohnungen (106), wo dies passierte, meist bei Tageslicht (297). Das Lagebild wertet eine ganze Reihe von polizeilichen Einsatzlagen aus, in Niederbayern kam es 2011 229 mal bei Festnahmen bzw. Gewahrsamnahmen zu Attacken gegen die Polizei, aber auch bei Identitätsfeststellungen (109) und verbalen oder tätlichen Auseinandersetzungen (102) gingen Personen auf Polizeibeamte los.

Zur Art und Weise der Angriffe ist festzustellen, dass dies in 115 Fällen heftige verbale Angriffe waren, in 105 Fällen wurde gegen die Polizisten mit Hand oder Faust geschlagen und 97 mal auch getreten. Von den bekannten Tätern waren 390 Männer und in 104 Fällen Jugendliche (14 – 18 Jahre) oder Heranwachsende (18 – 21 Jahre). Dass bei Gewalt gegen die Polizei auch der Faktor Alkohol eine erhebliche Rolle spielt, zeigen die Zahlen ebenfalls: 287 mal standen die ermittelten Täter unter Alkoholeinfluss. 308 der später angezeigten Täter waren polizeilich bereits vorher in Erscheinung getreten.

Besonders gefährdet sind auch in Niederbayern die Beamtinnen und Beamten im Wach- und Streifendienst: von insgesamt 1.001 (2010: 727) geschädigten Beamtinnen und Beamten waren 850 in eben diesem Wach- und Streifendienst. 80 (2010: 106) Polizeibeamte wurden durch Angriffe verletzt, drei von ihnen sogar schwer, allesamt fielen sie 305 Tage (2010: 167) für die Dienstverrichtung aus.

Die Fallzahlen in den Städten und Landkreisen waren zum Teil unterschiedlich: Landshut und Straubing als Städte stehen aber mit 93 und 71 Fällen an der (negativen) niederbayerischen Spitze. Es folgen der Landkreis Deggendorf (68), die Landkreise Kelheim und Landshut (je 40) sowie der Landkreis Passau (37).

Polizeipräsident Josef Rückl mahnte anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen für den Regierungsbezirk Niederbayern, dass die gesamte Bevölkerung das Einsatzengagement und die Sicherheitsarbeit der Polizei schätzen und schützen möge.

Quelle: PM des PP Niederbayern vom 08.08.2012

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Gewalt gegen Polizeibeamte im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West für das Jahr 2011

Nachdem im vergangenen Jahr erstmals ein Lagebild für den Bereich Gewalt gegen Polizeibeamte (Gewa Pol) erstellt worden war, erfolgte am 07.08.2012 die Vorstellung der Fallzahlen 2011.

 

Die Gesamtzahl der Fälle Gewa Pol für den Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West liegt mit 514 Fällen weiterhin auf hohem Niveau (2010: 530 Fälle). Von diesen Fällen waren 1.186 Polizeibeamte betroffen. Statistisch wurden somit deutlich mehr als die Hälfte aller Polizeibeamten im Schutzbereich mit entsprechenden Straftaten konfrontiert. Hierbei wurden 134 Beamte/-innen verletzt. Insgesamt konnten 414 Tatverdächtige ermittelt werden. Analog dem vergangenen Jahr ist der mit annähernd 75 % weiterhin hohe Anteil von Tatverdächtigen unter Einfluss von Alkohol und Drogen auffällig.

Die Belastung durch Gewalt gegen Polizeibeamte liegt im bayerischen Schnitt mit 55 Fällen je 100.000 Einwohner. Bei einer detaillierteren Betrachtung wird jedoch eine starke Belastung im Bereich der Mittelstädte festgestellt. So liegt die Zahl der Fälle hochgerechnet auf 100.000 Einwohner für die Stadt Memmingen bei 168 und damit nur geringfügig unter dem Niveau von Augsburg. Ebenfalls hoch belastet sind darüber hinaus die Städte Neu-Ulm, Kempten und Kaufbeuren.

Quelle: PM des PP Schwaben Süd/West vom 07.08.2012

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Zunehmende Gewalt gegen Oberfrankens Polizisten

„488 Attacken gegen oberfränkische Polizisten im Jahr 2011 beweisen erneut, dass Polizeibeamtinnen und -beamte vermehrt in das Visier von Gewalttätern geraten“, so Oberfrankens Polizeivizepräsident Werner Mikulasch zum aktuell veröffentlichten Lagebild ‚Gewalt gegen Polizeibeamte’. „Im Vergleich zu 2010 bedeutet dies für Oberfranken eine besorgniserregende Steigerung um 30 Prozent, mit einer Bilanz von 133 zum Teil schwer verletzten Kollegen“, so Mikulasch weiter. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sprach am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz zur Vorstellung des im Jahr 2010 geschaffenen Lagebildes von bayernweit 6.909 Fällen, was zum Vorjahr eine Steigerung um 10 Prozent entspricht.

 

Mit umgerechnet etwa zehn Fällen pro Woche veranschaulichen diese Zahlen eindrucksvoll, welchen Gefahren die Polizeibeamtinnen und -beamten tagtäglich ausgesetzt sind. Die Auswertung des Lagebildes zeigt erneut, dass das massive Aufbegehren gegen polizeiliche Maßnahmen bereits bei geringfügigen Eingriffen wie Identitätsfeststellungen beginnt und mitunter bei Platzverweisen, Gewahrsamnahmen oder Festnahmen eskaliert. Oft liefern Maßnahmen im Zusammenhang mit kleineren Bagatelldelikten gewaltbereiten Bürgern bereits Anlass genug, ihrer Aggression und Respektlosigkeit freien Lauf zu lassen.

Knapp die Hälfte der Übergriffe finden auf öffentlicher Straße statt, gefolgt von Privatwohnungen und Grundstücken sowie innerhalb der Polizeidienststelle. Eher seltener stellen Gaststätten, Discotheken sowie Fußballplätze die Tatorte dar.

Bei den 488 Attacken im Jahr 2011 in Oberfranken (2010: 375) waren 1.026 Beamte und damit rund jeder zweite oberfränkische Polizist betroffen. Während zwar der Großteil dieser Polizisten die Attacken körperlich unbeschadet überstanden, zogen sich dennoch 133 Beamte (2010: 76) bei körperlichen Übergriffen zum Teil schwere Verletzungen zu. Das Resultat dieser Verletzungen waren insgesamt fast 250 krankheitsbedingte Ausfalltage. Dies entspräche umgerechnet dem Ausfall eines Polizeibeamten für ein ganzes Jahr.

 

Schwerpunkte in den Städten

 

Obgleich sich die Mehrzahl der bayernweit registrierten Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte in den größeren Städten ereignete, blieb 2011 auch der ländliche Raum nicht verschont. Meist handelte es sich bei den betreffenden Straftaten um Widerstandshandlungen, Beleidigungen, Körperverletzungsdelikte und Bedrohungen.

Im Vergleich zu den registrierten Übergriffen auf Polizeibeamte in den Landkreisen (Lkr. Bamberg: 31 Fälle, Lkr. Bayreuth: 16 Fälle, Lkr. Coburg: 28 Fälle, Lkr. Forchheim: 44 Fälle, Lkr. Hof: 14 Fälle, Lkr. Kronach: 13 Fälle, Lkr. Kulmbach: 43 Fälle, Lkr. Lichtenfels: 28 Fälle, Lkr. Wunsiedel/Fichtelgebirge: 30 Fälle), war auch in Oberfranken eine Häufung der Angriffe in den Mittelzentren Bayreuth (55 Fälle), Bamberg (81 Fälle), Coburg (47 Fälle) und Hof (57 Fälle) zu verzeichnen.

Die sogenannte Häufigkeitszahl, die angibt, wie viele dieser Straftaten je 100.000 Einwohner begangen werden, liegt in Oberfranken bei 45, bayernweit bei 55.

 

Alkoholisierte Täter zur Nachtzeit

 

Die Erhebungen für das Jahr 2011 lassen auch in Oberfranken den Schluss zu, dass das Kriterium Alkohol bei gewaltsamen Übergriffen auf Polizeibeamte den Aggressionsverstärker Nummer 1 darstellt.

Bei fast 65 Prozent der Fälle standen die polizeilichen Widersacher mehr oder weniger stark unter Alkoholeinfluss. Dabei nehmen Beleidigungen gegenüber Polizeibeamten mehr als ein Drittel der Gesamtdelikte ein und sind mittlerweile neben ganz konkreten Bedrohungen schon der Normalfall auf der Tagesordnung. Mehr als die Hälfte aller Angriffe gegen Polizisten ereigneten sich in den Nachtstunden von 20 Uhr bis 4 Uhr früh, insbesondere an den Wochenenden.

Als Tatverdächtige traten vorwiegend Leute der Altersgruppe zwischen 20 und 35 Jahren auf. Dabei handelte es sich überwiegend um deutsche Staatsbürger.

 

Null Toleranz gegenüber Gewalt

 

Auf Grundlage des Lagebildes „Gewalt gegen Polizeibeamte“ setzen die Behörden die gewonnenen Erkenntnisse für Einsatzstrategien und –konzepte effektiv um, damit diesem Phänomen adäquat begegnet werden kann. Auch zukünftig wird die Oberfränkische Polizei in eine bedarfsgerechte Schutzausrüstung für die Polizeibeamten investieren und das Einsatz-Equipment ständig und angepasst verbessern. Ferner werden die Beamten in bislang bewährter Weise im Rahmen von Aus- und Fortbildungsmodulen beim polizeilichen Einsatztraining (PE-Training) durch spezielle Trainer geschult. Konflikte im Umgang mit dem polizeilichen Gegenüber sollen nach Möglichkeit mit Mitteln der Kommunikation gelöst werden. Gleichwohl trainieren alle Vollzugsbeamten regelmäßig für den Ernstfall einer Attacke, denn die Statistik zeigt, dass die bevorzugte kommunikative Lösung des Konflikts leider nicht immer die Zustimmung des Gegenübers erfährt.

Quelle: PM des PP Oberfranken vom 07.08.2012

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Bayern: Zunehmende Gewalt gegen Polizisten

Innenminister Herrmann stellt neues Lagebild 2011 vor: “Statistisch jeder dritte Beamte betroffen – umfangreiche Maßnahmen zum Schutz und konsequente Verfolgung der Gewalttäter notwendig”

+++ “Die Intensität der Gewalt gegenüber Polizistinnen und Polizisten ist nach wie vor erschreckend”, fasste der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann heute in Nürnberg die Ergebnisse des bayerischen Lagebildes ‘Gewalt gegen Polizeibeamte 2011′ zusammen. “Der Trend zu immer häufigeren und schwerwiegenderen Übergriffen auf die Polizei setzte sich im vergangenen Jahr leider verstärkt fort.” Für den Innenminister sind daher umfangreiche Maßnahmen zum Schutz sowie zur konsequenten und schnellen Verfolgung der Gewalttäter notwendig. Herrmann betonte: “Schützen wir mit aller Entschlossenheit die Sicherheit derer, die uns schützen – im Interesse der Sicherheit unseres Landes!” +++

In Bayern ereigneten sich im Jahr 2011 6.909 Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und –beamte. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um zehn Prozent. 14.645 Polizistinnen und Polizisten waren 2011 von psychischer und physischer Gewalt betroffen, 13,4 Prozent mehr als im Vorjahr. “Statistisch gesehen wurden damit in Bayern jede dritte Kollegin und jeder dritte Kollege in Ausübung ihres Dienstes beleidigt, bespuckt, bedroht, geschlagen oder getreten”, verdeutlichte Herrmann. Dabei wurden 1.918 Polizistinnen und Polizisten verletzt (+ 17,1 Prozent), davon 21 schwer. Weit mehr als zwei Drittel aller Tatverdächtigen (72 Prozent) standen erkennbar unter Rauschmitteleinfluss.

Laut Herrmann werden die Ergebnisse des neuen Lagebilds eingehend analysiert, um weiterführende Maßnahmen zum Schutz der Polizistinnen und Polizisten treffen zu können. Dazu gehöre für Herrmann unter anderem die Weiterentwicklung von Einsatzkonzeptionen und Leitlinien sowie eine Anpassung der Aus- und Fortbildung. Besonderen Stellenwert habe für den Innenminister auch die weitere Verbesserung der Ausstattung: “Wir werden beispielsweise die ballistischen Überziehschutzwesten um einen Oberarm- und Schulterschutz erweitern und den Schutz durch einen ballistischen Helm vervollständigen.”

Bereits letztes Jahr wurden vielfältige Maßnahmen getroffen, um Polizistinnen und Polizisten vor Gewalt zu schützen. So wurde aufgrund einer bayerischen Bundesratsinitiative der Strafrahmen beim Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte von zwei auf drei Jahre Freiheitsstrafe angehoben und die Verwendung von bestimmten gefährlichen Werkzeugen zum besonders schweren Fall qualifiziert. Zudem wurde im Nachtragshaushalt 2012 eine Million Euro für die Verbesserung der Schutzausstattung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurde die Kriminologische Forschungsgruppe der Bayerischen Polizei mit einer eingehenden Untersuchung des Gewaltphänomens beauftragt und spezielle Arbeitsgruppen zur Erarbeitung von Schutzmaßnahmen eingesetzt. Unter anderem wurde der Umgang mit aggressiven Personen in Polizeilichen Einsatztrainings näher aufgearbeitet.

Die genauen Ergebnisse des bayerischen Lagebilds ‘Gewalt gegen Polizeibeamte 2011′ können Sie der Präsentation im Anhang entnehmen.
Quelle: PM des Bayerischen Staatsministeriums des Innern vom 07.08.2012

Link zur Präsentation:
http://www.stmi.bayern.de/melin/1344328173725/praesentation.pdf

Allgemein Schmunzeln

Frankenthal (RLP): Grober Unfug – polizeiliche Mediation sonntags morgens um 4 Uhr

Wo? – 67227 Frankenthal (Pfalz), Wormser Straße
Wann? Sonntag, 24.06.2012, 06:03 Uhr -> 24.06.2012, 06:03 Uhr

(Original aus dem Tätigkeitsbericht des Nachtdienstes übernommen!)

Nachdem sie um 04.00 Uhr das Schnellimbissrestaurant wegen der Schließzeiten verlassen mussten, fühlten sich ein 17-  und ein 18-jähriger Frankenthaler genötigt, ihre unausgefüllte Freizeit mit “Steine werfen spielen” zu verbringen. Hierbei trafen sie einige willkürliche Ziele, deren schepperndes Wehklagen vom Mitteiler, der eigentlich schlafen wollte, erhört wurde. Nachdem er aus seinem Anwesen in der Nähe auf die Uhrzeit und auf seinen nun nicht mehr vorhandenen Schlaf aufmerksam machte, gingen die beiden Steinwerfer zwar ein paar Schritte weiter, fanden dann aber neue Munition und neue Ziele. Da in der Nähe Autos parkten, entschloss der in seiner Nachtruhe gestörte dann, uns (die Polizei) ins Spiel zu holen. Da zunächst von möglicherweise mutwilliger Sachbeschädigung auszugehen war, wurde die Tatörtlichkeit zügig angefahren – die beiden „großen kleinen Jungs“ waren sichtlich über unser spontanes Auftauchen überrascht. Es konnte dann vor Ort geklärt werden, dass es bislang zu keinerlei Sachbeschädigungen an den getroffenen Schildern gekommen war und auch nicht hätte kommen sollte. Nach einer (freundlichen) Belehrung über das soziale Miteinander am frühen Sonntagmorgen (wahlweise späten Sonntagnacht) gaben beide unverzüglich an, sämtliche Wurfgeschosse aufzulesen und danach schnellstmöglich leise ins Bettchen zu spazieren… Der Mitteiler schien hierüber erfreut, bedankte sich und legte sich doch noch einmal zum Schlafen  darnieder.

Quelle: PM der PD Ludwigshafen vom 26.06.2012

Sach noch einer, Behördenberichte wären trockener Lesestoff….

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Auszug aus der Pressemitteilung zur PKS des PP Oberfranken

Polizeieinsätze werden immer gefährlicher. Enthemmung durch Alkohol, gesteigerte Aggressivität Einzelner und festzustellender Werteverlust führen immer wieder zu Widerstandshandlungen gegen rechtmäßige Eingriffe von Vollstreckungsbeamten. Der Trend in den vergangenen Jahren hat sich auch 2011 fortgesetzt.

Quelle: PM des PP Oberfranken vom 08.03.2012

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Auszug aus der PKS des PP Duisburg

Der kontinuierliche Anstieg solcher Aggressionsdelikte zeichnet sich auch bei den Angriffen auf die Polizisten selbst ab: Bei 230 Widerständen wurden insgesamt 332 Polizistinnen und Polizisten des Streifendienstes verletzt. Die Mehrzahl der Täter (57 Prozent) war dabei alkoholisiert, männlich, erwachsen und polizeibekannt. In einer aktuellen Umfrage tragen die nordrhein-westfälischen Polizisten derzeit ihre Erfahrungen zusammen, die Aufschluss über dieses Gewaltphänomen und seine Ursachen geben können.

Quelle: PM des PP Duisburg vom 02.03.2012

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Polizeiliche Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Celle für das Jahr 2011

Zusammengefasst sind für den Bereich der PI Celle insgesamt die Straftaten rückläufig und die Aufklärungsquote steigt.

“Nachdenklich stimmte Polizeirätin Reinert der Umstand, dass im zurückliegenden Jahr insgesamt 43 Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt gezählt wurden, und daraus resultierend von den 116 beteiligten Beamten insgesamt 14 verletzt wurden und längerfristig dienstunfähig waren. Die Anzahl der damit oft einhergehenden Beleidigungen hat sich fast verdoppelt.”

Quelle: PM der PI Celle vom 21.02.2012

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Auszug aus der PKS der PD Göttingen

Gewalt gegen Polizeibeamte

2011 wurden in der PD Göttingen insgesamt 293 Widerstandshandlungen gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte registriert. Das sind 53 Fälle mehr (plus 22,1%) als im Vorjahr. Seit 2010 wird der “Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte” in der PKS gesondert erfasst und ausgewiesen. Damit wird erstmalig ein Blick auf die Delikte eröffnet, die ausschließlich gegen Polizeivollzugsbeamte in Ausübung rechtmäßiger Maßnahmen begangen worden sind. Insoweit sind die statistischen Zahlenwerte bis 2009 nur bedingt vergleichbar, da bis 2009 alle Vollstreckungsbeamte erfasst wurden. Gleichwohl lässt sich feststellen: “Das Risiko für die Beamtinnen und Beamten bei einem alltäglichen Einsatz angegriffen bzw. verletzt zu werden, ist unverändert hoch. Alkoholkonsum ist dabei ein wesentlicher auslösender Faktor”, so Polizeipräsident Kruse.

87 Prozent der Taten (255 Fälle) wurden von Männern begangen. In 73% der Widerstandsdelikte (213 Taten) standen die Tatverdächtigen unter Alkoholeinfluss.

Kruse verdeutlichte in dem Zusammenhang, dass diese Statistik trotzdem nur ein Indikator dafür sei, welchen verbalen und körperlichen Attacken sich Polizeibeamtinnen und -beamte in Ausübung ihres Dienstes tagtäglich ausgesetzt sehen würden. Delikte wie Bedrohung, Beleidigung oder zum Beispiel auch Körperverletzung zum Nachteil von dienstausübenden Beamten würden unter den jeweiligen Straftaten erfasst und insoweit durch diese Daten nicht abgebildet.

Quelle: PM der PD Göttingen vom 17.02.2012

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Auszug aus PKS der Polizei Stade

Mit Sorge betrachtet die Polizei die Widerstandshandlungen gegenüber den einschreitenden Beamten. Im Jahr 2011 mussten 45 Anzeigen wegen dieses Deliktes gefertigt werden. Im Fünfjahresvergleich ist dieses der höchste Wert und im Vergleich mit dem Vorjahr sogar eine Zunahme von 20 Prozent.

Quelle: PM der PI Stade vom 17.02.2012

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Auszug aus der PKS der PD Braunschweig

Ungebrochen ist die Zunahme der Rohheitsdelikte (Raub, Körperverletzung, Nötigung und Bedrohung) von 3.322 Taten in 2007 auf 3.865 Taten in 2011. (2010 – 3.749 Taten) Dabei haben Körperverletzungen mit 2.972 Taten den größten Anteil (2010 – 2.844 Taten). Die Vernetzung verschiedener Institutionen (Jugendamt, Polizei, Schulen, Staatsanwaltschaft und Beratungsstellen) zur Gewaltprävention vor allem an Braunschweiger Schulen trägt Früchte. Sie hat bewirkt, dass der Anteil jugendlichen Täter (14 bis 18 Jahre) an Körperverletzungsdelikten seit 2008 beständig zurück gegan-gen ist. Sie liegt inzwischen bei unter 10 Prozent. Die aufklärende Arbeit mit Jugendlichen dürfte der richtige Weg sein, um in Zukunft die Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft einzudämmen. Zunehmend Opfer von Gewalt werden Polizeibeamte im Dienst. Im Jahre 2011 wurde in 187 Fällen (2010 – 160 Fälle) wegen Widerstandes gegen Polizisten ermittelt. Zu beobachten ist nicht nur eine zunehmende Respektlosigkeit und Gewaltbereitschaft gegenüber den Beamten, sondern auch eine wachsende Brutalität der Täter bei den Angriffen.

Quelle: PM der PD Braunschweig vom 16.02.2012

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Bonns Polizisten bespuckt, beschimpft und geschlagen!

“Immer mehr Beamte werden beleidigt und angegriffen. 170 Gewalttaten gegen Polizisten gab es 2010 allein in Bonn.

Polizeipräsident Wolfgang Albers kämpft gegen den fatalen Trend: ‘Ich nehme das nicht hin, bringe jede Beleidigung und Angriff gegen meine Beamten zur Anzeige.’

…”

Quelle und mehr:

http://www.express.de/bonn/-hemmschwelle-ist-gesunken–bonns-polizisten-bespuckt–beschimpft-und-geschlagen-,2860,10836028.html?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

Das sind doch mal Worte eines Polizeipräsidenten, die ich gerne lese. Danke dafür!

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Gewalt gegen Oberfrankens Polizisten – kein unbekanntes Phänomen

OBERFRANKEN. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sprach bei der Vorstellung des neu geschaffenen Lagebildes „Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und –beamte“ im Rahmen einer Pressekonferenz am 1. Juni 2011 von bayernweit 6278 erfassten Fällen für das Jahr 2010.
„Fast 500 Attacken gegen Polizisten in Bayern ereigneten sich in Oberfranken mit der Bilanz von über 70 verletzten Beamten. Bei umgerechnet etwa zehn Fällen pro Woche verdeutlichen diese Zahlen eindrucksvoll, welchen Gefahren unsere Polizeibeamtinnen und -beamte tagtäglich im Umgang mit manchen Bürgern ausgesetzt sind“, so die Bewertung des oberfränkischen Polizeipräsidenten Reinhard Kunkel.

Sinnlose Gewalt aus nichtigem Anlass – 76 Polizisten verletzt

Das massive Aufbegehren gegen polizeiliche Maßnahmen beginnt in besorgniserregender Art bereits bei geringfügigen Eingriffen wie Identitätsfeststellungen und eskaliert spätestens bei Platzverweisen, Gewahrsamnahmen oder Festnahmen. Oft liefern Maßnahmen im Zusammenhang mit kleineren Bagatelldelikten gewaltbereiten Bürgern bereits Anlass genug, ihrer Aggression und Respektlosigkeit freien Lauf zu lassen.
Als Beispiel aus jüngster Vergangenheit sei hier nur ein Fall von anhaltender Ruhestörung Ende Mai durch eine überlaute Privatparty im Landkreis Kronach genannt:
„Während früher ein Anruf der Polizei für eine angemessene Mäßigung der Lautstärke sorgte oder eine Streifenbesatzung die feiernde Gesellschaft vor Ort erfolgreich zu mehr Rücksicht auf die schlafbedürftige Nachbarschaft ermahnen konnte, mussten hier letztlich insgesamt acht Polizeibeamte einschreiten, weil Gäste und Gastgeber dieser Veranstaltung auf den Versuch der Kollegen, die Personalien der Verantwortlichen aufzunehmen, mit blinder körperlicher Gewalt gegen die Beamten reagierten. Fazit dieses Einsatzes waren starke Prellungen, Platzwunden und eine demolierte Brille auf Seiten der Polizeibeamten. Dieses Ereignis ist leider kein Einzelfall und mittlerweile häufig die bittere Realität für unsere Einsatzkräfte“, so Reinhard Kunkel.

Allein in den letzten beiden Tagen kam es in Oberfranken zu drei Vorfällen, bei denen Polizeibeamte verletzt wurden. Wie sehr die Hemmschwelle gegenüber Polizisten gesunken ist, zeigt auch der Fall eines 13-Jährigen, der am gestrigen Herrentag der oberfränkischen Polizei zu schaffen machte. Nach einer Streitigkeit unter mehreren Personen trafen die Ordnungshüter den Schüler mit rund 1,2 Promille an und brachten ihn in die Obhut seiner Eltern. Zu Hause sprach der 13-Jährige gegenüber den Polizisten massive Drohungen aus und fing an zu randalieren. Dabei schlug und trat der Minderjährige mehrfach nach den Polizisten und biss einen Beamten in die Wade.

„Die oberfränkische Polizei hatte im Jahr 2010 76 verletzte Beamtinnen und Beamte zu beklagen mit dem Resultat von fast 250 krankheitsbedingten Ausfalltagen. Dies entspräche umgerechnet dem Ausfall eines Polizeibeamten für ein ganzes Jahr. Wir sind nicht bereit diese Zunahme der Gewalt gegen Polizisten sowie die Folgen daraus für die verletzten Kollegen und die gesamte Organisation hinzunehmen und werden hier energisch gegensteuern“, betont der Polizeipräsident.

Schwerpunkte in den Städten

Obgleich sich die Mehrzahl der bayernweit registrierten Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte in den größeren Städten ereignet hat, blieb 2010 auch der ländliche Raum nicht verschont. Meist handelte es sich bei den betreffenden Straftaten um Widerstandshandlungen, Beleidigungen, Körperverletzungsdelikte und Bedrohungen.
Eine Häufung der Angriffe ist auch in Oberfranken in den Mittelzentren Bayreuth, Bamberg, Coburg und Hof zu verzeichnen.
Die sogenannte Häufigkeitszahl, die angibt, wie viele dieser Straftaten je 100.000 Einwohner begangen werden, liegt in Oberfranken bei 35, bayernweit bei 50.

Wochenende – Nachtzeit – Alkoholkonsum

Die Erhebungen für das Jahr 2010 lassen auch in Oberfranken den Schluss zu, dass das Kriterium Alkohol bei gewaltsamen Übergriffen auf Polizeibeamte den Aggressionsverstärker Nummer 1 darstellt.
Bei fast 73 % der Fälle standen die polizeilichen Widersacher mehr oder weniger stark unter Alkoholeinfluss. Dabei sind Beleidigungen mittlerweile schon der Normalfall und ganz konkrete Bedrohungen an der Tagesordnung. 48 % aller Angriffe gegen Polizeibeamte ereigneten sich in den Nachtstunden von 23 Uhr bis 5 Uhr früh insbesondere an den Wochenenden.
Als Tatverdächtige traten junge Leute im Alter bis zu 30 Jahren auf. Dabei handelte es sich überwiegend um deutsche Staatsbürger.

Folgen und Konsequenzen für die Polizei Oberfranken

In den letzten Jahren wurde die Schutzausrüstung für die Einsatzkräfte stark verbessert und bedarfsgerecht angepasst.
Die konsequente Weiterentwicklung von Aus- und Fortbildungsmodulen im Rahmen des polizeilichen Einsatztrainings (PE-Training) durch speziell geschulte Trainer nimmt einen hohen Stellenwert ein und zielt auch besonders auf das gestiegene Gefahrenpotential scheinbar harmloser Einsätze ab. Konflikte im Umgang mit dem polizeilichen Gegenüber sollen nach Möglichkeit mit Mitteln der Kommunikation gelöst werden. Gleichwohl trainieren alle Vollzugsbeamten regelmäßig für den Ernstfall einer Attacke, denn die Statistik zeigt, dass die bevorzugte kommunikative Lösung des Konflikts leider nicht immer die Zustimmung des Gegenübers erfährt.
„Ein sicheres Einschreiten erfordert ein Höchstmaß an Flexibilität bei unseren Einsatzkräften im Umgang mit den Einsatzmitteln und den eigenen physischen wie psychischen Fähigkeiten und Ressourcen. Dieses Ziel ist nur mit ständigem Training zu erreichen“, konstatiert Reinhard Kunkel.
Eigens für dieses PE-Training stehen den oberfränkischen Polizeibeamten Schulungsräumlichkeiten in Bayreuth, Bamberg, Coburg und Hof zur Verfügung, die eine Simulation reeller Einsatzsituationen ermöglichen.

Fazit

Auf Grundlage des Lagebildes „Gewalt gegen Polizeibeamte“ sollen Erkenntnisse für Einsatzstrategien und –konzepte gewonnen und umgesetzt werden, um so diesem Phänomen adäquat entgegen wirken zu können.
„Selbst im ländlichen Oberfranken blicken wir mit Sorge auf die Zunahme von Gewalttätigkeiten gegen Einsatzkräfte im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen und bei Festen. Während früher Volksfeste oder Fußballspiele im Rahmen des regulären Schichtdienstes bewältigt werden konnten, erweisen sich derartige Anlässe heute zunehmend als äußerst kritische Einsatzlagen. Die Sicherheit kann bei vielen Veranstaltungen nur noch mit konzeptioneller Planung und einem erhöhten polizeilichen Kräfteansatz gewährleistet werden“, resümiert Polizeipräsident Kunkel. „Denn auch in Oberfranken gilt: Null Toleranz gegenüber Gewalt!“

Quelle: PM des PP Oberfranken vom 03.06.2011

Allgemein Angriff Gewalt_gg_Polizisten

Über 1.700 verletzte Polizisten in RLP

“Fast 1000 Angriffe auf Polizisten von der Beleidigung bis zur Körperverletzung sind laut Innenministerium im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz registriert worden. “Wir beobachten zuletzt eine verstärkte Gewalt gegen Polizisten – selbst bei Familienstreitigkeiten sind Leute geneigt, gegen die schlichtenden Beamten vorzugehen”, sagt der scheidende Innenminister Karl Peter Bruch (SPD).”

“Insgesamt kamen dabei laut Ministerium 1739 Polizisten zu Schaden – fast ausschließlich betraf es Streifenbeamte.”

Quelle und mehr:

http://www.rhein-zeitung.de/regionales_artikel,-Bruch-Gewalt-gegen-Polizisten-im-Land-nimmt-zu-_arid,248227.html

Allgemein

Wenn das mal kein guter Grund ist…

… um “Autofahrer zu ärgern”… So kommen Geschwindigkeitskontrollen ja leider allzu oft beim Bürger an. Was wirklich dahintersteckt:

“Hürth (ots) – 1.069 Verkehrsteilnehmern wurde letzte Woche bei den Begegnungen mit Polizeibeamten mitgeteilt, dass sie zu schnell waren. 238 erhielten eine Anzeige, 831 wurden mit einem Verwarnungsgeld belegt.

Polizeibeamte nehmen Verkehrsunfälle auf. Sie sehen viel Blut und hören das Schreien von Verletzten. Auch die Tränen der Angehörigen, denen sie oftmals traurige Botschaften überbringen, sind ihnen nicht fremd. Das ist ein Teil ihrer täglichen Arbeit!

Neben der professionellen statistischen Auswertung von Verkehrsunfällen und den daraus folgenden Präventionsprogrammen, fragen sich die am Unfallort tätigen Polizistinnen und Polizisten sehr häufig: “Hätte der Unfall vermieden werden können? Warum geschah er? Was kann ich als Polizeibeamter tun, um so etwas zu verhindern?”

So erklärt sich vielleicht – neben dem dienstlichen Auftrag – auch die Motivation jedes einzelnen Polizeibeamten, Geschwindigkeitskontrollen zur Prävention durchzuführen.

Übrigens: Bei elf Unfällen mit Todesfolge im Jahr 2010, war in vier Fällen überhöhte Geschwindigkeit die Ursache. Bei anderen Verkehrsunfällen sind die Unfallfolgen (Verletzungen(!), Sachschäden) deutlich massiver, je schneller die Unfallbeteiligten vor oder beim Zusammenstoß waren.

Die Polizei führte in der Woche vom 18.04.2011 – 24.04.2011 Geschwindigkeitsmessungen im Kreisgebiet durch. Es gab 1.069 “Begegnungen”, ohne körperliche Verletzungen und Blechschäden – allerdings mit finanziellen Folgen. Zum Glück aber für alle Verkehrsteilnehmer und Polizisten: Es gab zu diesem Zeitpunkt keine Verkehrsunfallopfer oder deren Angehörige, denen traurige Botschaften übermittelt werden mussten!”

Quelle:

http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/10374/2033494/polizeipressestelle_rhein_erft_kreis

Denkt mal drüber nach, liebe Mitbürger!

Gewalt_gg_Polizisten Schweiz

Schweiz: Gewalt gegen Polizisten nimmt leicht ab

“Gemäß aktueller Kriminalstatistik gingen im Jahr 2010 Gewalt und Drohungen gegen Beamte leicht zurück. Dies sei aber absolut kein Grund für Freudensprünge, betont Max Hofmann, Generalsekretär des VSPB: ‘Jeder Angriff gegen einen Polizeibeamten ist einer zuviel! … Denn Gewalt darf kein Berufsrisiko sein.’”
Quelle:
http://www.polizeibericht.ch/ger_details_33422/Verband_schweizerischer_Polizeibeamter_Aufruf_zur_Annahmeverweigerung__F%C3%A9d%C3%A9ration_Suisse_des_Fonctionnaires_de_Police__Appel_au_refus_de_traitement__FSFP_-_Appe.html