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Freischaffende Autorin (www.m-gernhardt.de) Bekennende Polizistenfreundin Bekennende Freundin des Grundgesetzes Wossi

Essen (Nordrhein-Westfalen): Brand in Mehrfamilienhaus – zwei Personen schwer verletzt

Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Holsterhausen mussten in der heutigen Nacht (30. März 2016) zwei Personen schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Gegen 1:20 Uhr wurde die Polizei in die Gemarkenstraße gerufen, da dort ein Feuer in einer Wohnung ausgebrochen sein soll. Neben den Rettungskräften der Feuerwehr begannen die dort eingesetzten Polizeibeamten, die noch im Gebäude anwesenden Personen aus dem Haus zu bringen. Nachdem ein Polizeibeamter (28) einer Rollstuhlfahrerin aus dem Obergeschoss beim Verlassen des Hauses behilflich war, wurden bei ihm Symptome einer Rauchgasvergiftung festgestellt. Er wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht, aus dem er im Verlauf des heutigen Vormittags wieder entlassen wurde. Die 36 Jahre alte Hausbewohnerin, in deren Wohnung das Feuer ausgebrochen war, wurde ebenfalls schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Das Kriminalkommissariat 11 hat die Ermittlungen aufgenommen.

PM des PP Essen vom 30.03.2016

Hamburg: Per Haftbefehl gesuchter Mann erstattet Anzeige bei der Bundespolizei und die Sache mit dem Zwillingsbruder…

Symbolfoto
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Am 30.03.2016 gegen 03.40 Uhr erschien ein Mann (m. 37) im Bundespolizeirevier am Hamburger Hauptbahnhof und wollte eine Anzeige wegen Diebstahls seines Handys erstatten. Anhand eines vorgelegten Führerscheins überprüfte ein Bundespolizist die Daten des Geschädigten. Das Ergebnis machte den Polizeibeamten stutzig, denn Foto, Geburtsdatum und Nachname des Führerscheins und eines bestehenden Haftbefehls stimmten überein, nur der Vorname war nicht identisch. Mit den Tatsachen konfrontiert gab der Mann an, dass er einen Zwillingsbruder habe und sein Bruder der gesuchte Mann sei. Um alle Zweifel auszuräumen führte der skeptische Bundespolizist eine elektronische Fingerabdrucküberprüfung durch, die blitzschnell ein positives Ergebnis lieferte. Der Zwillingsbruder laut vorgelegtem Führerschein existiert tatsächlich, aber der per Haftbefehl gesuchte Mann stand in der Wache…

Der Verurteilte wurde seit Anfang Juli 2015 mit einem Haftbefehl wegen diversen Beförderungserschleichungen gesucht. Der deutsche Staatsangehörige hatte eine geforderte Geldstrafe nicht gezahlt und sollte nunmehr eine Ersatzfreiheitsstrafe von 60 Tagen verbüßen. Aber gut, dass es die Familie gibt…

Der Gesuchte verblieb nur drei Stunden im bundespolizeilichen Gewahrsam; anschließend erschien die Schwägerin des Verhafteten und zahlte die erforderliche Geldstrafe in der Höhe von 680 Euro ein. Dem Mann blieb die Freiheitsstrafe zwar erspart, da er aber den Führerschein seines Zwillingsbruders als Ausweisdokument genutzt hatte, erwartet den 37-Jährigen jetzt eine Anzeige wegen des Missbrauchs von Ausweispapieren.

PM der BPPOLI Hamburg vom 30.03.2016

Polizeiliche Kriminalstatistik 2015 des Polizeipräsidiums Mannheim (Auszug)

Gewalt gegen Polizeibeamte: Viele Polizeibeamte werden auf Streife und bei Einsätzen immer häufiger mit Respektlosigkeit konfrontiert.

Seit Jahren ist zu beobachten, dass bedrohliche Situationen für die Beamten kontinuierlich ansteigen. Aggressionen gegenüber der Polizei beginnen häufig mit Beleidigungen und machen auch nicht vor Körperverletzungen oder Wider-ständen gegen Vollstreckungsbeamte Halt. In den meisten Fällen lässt der zum Teil enorme Alkoholkonsum die Hemmschwelle stark sinken.

Nach den lediglich geringfügigen Steigerungen der Fallzahlen in den letzten Jahren stellt das Jahr 2015 mit einer Anzahl von 382 (322) Übergriffen einen neuen Höhepunkt  dar. Das entspricht einer Zunahme von 18,6%. Das Land Baden-Württemberg weist im Vergleich betrachtet eine Zunahme in diesem Deliktsbereich von 4,3% aus (3.929 Fälle).

Untergliedert wurden in Mannheim 190 Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte (+ 17,2%), im Rhein-Neckar-Kreis 100 Fälle (+ 20,4%) und in Heidelberg 92 Fälle (+19,4%) erfasst.

Insgesamt wurden 340 Tatverdächtige ermittelt, was einer Steigerung um 22,3% entspricht. Sämtliche Altersgruppen verzeichnen zweistellige Zuwachsraten. Hier fallen die Jugendlichen mit einer Zunahme von 29,4% unangenehm auf. Von den 340 Tat-verdächtigen waren über 50% alkoholisiert. 31,4% der Tatverdächtigen waren Nicht-deutsche, 6,1% waren Asylbewerber/Flüchtlinge.

Erfreulicherweise ist die Zahl der verletzten Polizeibeamten um 7% zurückgegangen. 188 Beamte wurden leicht, 2 schwer verletzt.

Die Polizei wird diesem Phänomen auch weiterhin mit Einsatztraining, Kommunikationsstrategien und auch konsequenter Ahndung derartiger Verstöße wirksam begegnen.

PM des PP Mannheim vom 31.03.2016

Tagesanzeiger: Tatort Schrebergarten: Urteil gegen zwei Polizisten aufgehoben

„Das Bundesgericht zerpflückt ein Urteil des Zürcher Obergerichts. Es sei willkürlich und dessen Schlussfolgerungen «mit sachlichen Gründen nicht haltbar».“

Online-Artikel, 24.03.2016
http://mobile2.tagesanzeiger.ch/articles/56f3cda4ab5c37734b000001

Berliner Zeitung: Rechtsextremer nach Attacke gegen Polizei zu Geldstrafe verurteilt

So viel zur Rechts-Links-Schwäche, die uns ständig unterstellt wird…

Online-Artikel, 23.03.2016
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/brandenburg/rechtsextremer-nach-attacke-gegen-polizei-zu-geldstrafe-verurteilt-23774598?originalReferrer=&originalReferrer=https://t.co/703BurJmUB

Wetzlarer Neue Zeitung: Polizei darf kein Freiwild werden

„“3200 tätliche Angriffe auf hessische Polizisten im letzten Jahr ist ein besorgniserregender Trend, den wir nicht stillschweigend hinnehmen werden“. Das sagte Innenminister Peter Beuth beim Tag der Kriminalitätsopfer in Wetzlar.“

Online-Artikel, 18.03.2016
http://www.mittelhessen.de/lokales/region-wetzlar_artikel,-Polizei-darf-kein-Freiwild-werden-_arid,657520.html

Mitteldeutsche Zeitung: Polizist beleidigt Zeitzer muss 400 Euro Strafe zahlen

Schon ein paar Tage alt, aber irgendwie kamen wir nie dazu, es unterzubringen.

Online-Artikel, 24.02.2016
http://www.mz-web.de/zeitz/polizist-beleidigt-zeitzer-muss-400-euro-strafe-zahlen-23621078

Immerhin kostete eine Beleidigung hier auch mal Geld, auch wenn wir nicht wissen, ob dem Täter die 400 Euro weh taten.

Auf alle Fälle freuen wir von Keine Gewalt gegen Polizisten uns, dass eine Beleidigung hier auch mal Folgen hatte.

Warburg.de: Offener Brief

Am 21.03. berichteten wir über einen Polizeieinsatz in Warburg, welcher vom WDR kritisiert wurde.
Nun ist ein offener Brief des Bürgermeisters von Warburg, Herrn Michael Stickeln, veröffentlicht worden, in welchem die Art und Weise der Berichterstattung des WDR deutlich in Frage gestellt wird.
Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. finden diesen Brief sehr lesenswert. Dieser Brief zeigt auch auf, welche Information der Mitarbeiterin des WDR vorlagen aber dennoch weggelassen wurden.
Ist das wirklich die Berichterstattung wie sie stattfinden sollte?

http://www.warburg.de/index.php/item/1244-offener-brief-wdr-berichterstattung-durch-frau-najima-el-moussaoui-in-der-sendung-westpol-am-sonntag-den-20-maerz-2016

 

Siehe dazu auch:

http://kggp.de/Blogosphere/blog/2016/03/31/wdr-ermittlungen-nach-polizeieinsatz-gegen-fluechtlingsfamilie-in-warburg/

WDR: Ermittlungen nach Polizeieinsatz gegen Flüchtlingsfamilie in Warburg

„Verbale und körperliche Übergriffe durch die Polizei in Flüchtlingsheim in Warburg (Kreis Höxter), Auf Videomaterial ist zu sehen, wie ein Polizist die syrische Flüchtlingsfrau zu Boden stößt und bedroht, Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei Polizisten“

Online-Artikel, 18.03.2016
http://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/warburg-polizei-fluechtlinge-100~.html

 

Nun ist ein offener Brief des Bürgermeisters von Warburg, Herrn Michael Stickeln, veröffentlicht worden, in welchem die Art und Weise der Berichterstattung des WDR deutlich in Frage gestellt wird.
Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. finden diesen Brief sehr lesenswert. Dieser Brief zeigt auch auf, welche Information der Mitarbeiterin des WDR vorlagen aber dennoch weggelassen wurden.
Ist das wirklich die Berichterstattung wie sie stattfinden sollte?

http://www.warburg.de/index.php/item/1244-offener-brief-wdr-berichterstattung-durch-frau-najima-el-moussaoui-in-der-sendung-westpol-am-sonntag-den-20-maerz-2016

Süddeutsche Zeitung: Passanten stören immer öfter Polizeieinsätze

„Münchens Polizisten bekommen bei ihren Einsätzen immer häufiger unerwartete Schwierigkeiten durch pöbelnde Passanten.“

Online-Artikel, 11.03.2016
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-passanten-stoeren-immer-oefter-polizeieinsaetze-1.2901464

Dortmund (Nordrhein-Westfalen): Polizeiliche Untersuchungen nach Europaleaguebegegnung des BVB

Symbolfoto
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Die polizeiliche Untersuchung nach der Spielbegegnung des BVB gegen Tottenham Hotspurs am vergangenen Donnerstagabend (10.3./19 Uhr) dauert weiter an.

Die Vorwürfe, die im Rahmen der medialen Berichterstattung an die Polizei Dortmund herangetragen wurden, werden als unzutreffend zurückgewiesen. Demnach sollen Fans der Tottenham Hotspurs angeblich zu falschen Eingängen geleitet worden sein. Die Dortmunder Polizei hat keinen Grund Fanströme, mit Ausnahme von Risikogruppen, zu leiten. Der Weg zum und in das Stadion ist wie an anderen Veranstaltungsorten und wie in anderen Ländern auch den Gästefans in der Regel selbst überlassen. An größere Personenansammlungen werden Polizeikräfte herangeführt, sie werden ggf. begleitet, jedoch nicht geleitet.

Die Hinweise beider Vereine im Vorfeld frühzeitig anzureisen und so einen reibungslosen Ablauf am Stadioneinlass zu gewährleisten wurden offensichtlich seitens der Gästefans ignoriert.

Recherchen haben ergeben, dass sich ein Großteil der mitgereisten englischen Anhänger erst um kurz nach 18 Uhr aus der Innenstadt in Richtung Stadion begaben. Ein ordnungsgemäßer Einlass ohne Druck auf die Kontrollstellen war bei diesem geringen Zeitansatz bis zum Anpfiff faktisch nicht möglich.

Hinsichtlich des Einsatzes von Pfefferspray haben die bisherigen Untersuchungen dazu geführt, dass gegen einen Polizeibeamten wegen des Anfangsverdachts des unzulässigen Einsatzes von Pfefferspray ermittelt wird. Hierzu hat die Dortmunder Polizei die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

PM des PP Dortmund vom 17.03.2016

Zur Europa-League Spielbegegnung zwischen Borussia Dortmund und Tottenham Hotspur suchten insgesamt 3200 englische Gästefans die Stadt Dortmund auf. Bereits ab 11:00 Uhr sammelten sich in der Spitze ca. 1000 Anhänger des Gastvereins im Bereich der Innenstadt auf dem „Alter Markt“. Hier kam es zum Abbrand von mehreren pyrotechnischen Erzeugnissen. Einige Straftäter konnten von der Polizei identifiziert werden.

Ein Großteil der englischen Fans erreichte das Stadion erst kurz vor Spielbeginn, so dass es zu einer Druckausübung auf den Eingangsbereich Nord/Mitte kam. Hierdurch gelang es ca. 80 Anhängern von Tottenham ungehindert ins Stadion zu kommen. Nachdem durch den Ordnungsdienst zunächst die Eingangstore temporär geschlossen wurden, kam es beim anschließend erneuten Öffnen der Zugänge zu Auseinandersetzungen zwischen Gästefans und Ordnungsdienstmitarbeitern. Bedingt durch die Auseinandersetzungen mussten die Tore wiederum geschlossen werden, was nur durch Unterstützung von Polizeikräften gelang. Um ein unkontrolliertes Eindringen der Anhänger von Tottenham zu unterbinden, wurde durch die Polizei Pfefferspray und der Schlagstock eingesetzt, wodurch 17 englische Anhänger aufgrund von Augenreizungen leicht verletzt wurden. Weiterhin wurden im Zuge dieser Maßnahmen ein Polizeibeamter sowie fünf Mitarbeiter des Ordnungsdienstes verletzt.

PM des PP Dortmund vom 10.03.2016

Die Gesamtumstände der Einlasssituation – auch der Einsatz von Pfefferspray durch die Polizei – der gestrigen Spielbegegnung des BVB gegen Tottenham Hotspurs sind Gegenstand einer polizeilichen Untersuchung.

Das Ergebnis dieser Untersuchung bleibt abzuwarten. Wir werden den Sachverhalt aufklären und die Öffentlichkeit so schnell als möglich informieren.

PM des PP Dortmund vom 11.03.2016

Mainz (Rheinland-Pfalz): Kontrollstelle durchbrochen – zwei verletzte Polizisten nach Verfolgungsfahrt

Heute Nachmittag kam es im Rahmen einer Verfolgungsfahrt zu einem Verkehrsunfall, bei dem zwei Polizeibeamte verletzt wurden. Nach bisherigen Erkenntnissen führte die Mainzer Polizei eine Kontrollstelle in der Max-Hufschmidt-Straße durch, als der Fahrer eines Pkw VW-Passat die Anhaltezeichen der Polizeibeamten missachtete und in Richtung Weisenau flüchtete. Die Besatzung eines Funkstreifenwagens nahm umgehend die Verfolgung des Fahrzeugs auf. Im Rahmen dieser Verfolgungsfahrt kam es in der Friedrich-Ebert-Straße zu einem Verkehrsunfall ohne Fremdbeteiligung, bei dem die beiden Insassen des Streifenwagens verletzt wurden. Das verfolgte Fahrzeug konnte im Rahmen der Nahbereichsfahndung in unmittelbarer Nähe verlassen aufgefunden werden. Derzeit läuft die Fahndung nach den Flüchtigen. Im Einsatz sind insgesamt 20 Polizeibeamte, die Diensthundestaffel des Polizeipräsidiums Mainz und ein hessischer Polizeihubschrauber.

Die beiden verletzten Polizeibeamten wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

PM des PP Mainz vom 17.03.2016

Zusatzinformationen:

  • Der Streifenwagen krachte vor eine Hauswand – die Ursache dafür ist noch unklar.
  • Über die Schwere der Verletzungen ist nichts bekannt.
  • Die beiden Flüchtigen wurden mittlerweile festgenommen.

Quelle: Online-Artikel, Allgemeine Zeitung, 17.03.2016
http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/zwei-polizisten-verungluecken-nach-verfolgungsjagd-in-mainz-weisenau_16735820.htm

Hannover (Niedersachsen): Nachtragsmeldung! Bundespolizist erleidet bei Kontrolle Stichverletzung

Am Freitag, 26.02.2016, hat eine 15-Jährige einen Beamten der Bundespolizei im Rahmen einer Kontrolle im Hauptbahnhof Hannover (Mitte) mit einem Messer angegriffen und verletzt. (wir haben berichtet)

Vor dem Hintergrund der aktuellen medialen Berichterstattung im Zusammenhang mit dem versuchten Tötungsdelikt zum Nachteil eines Bundespolizeibeamten im hannoverschen Hauptbahnhof am 26.02.2016 und der damit an die Polizeidirektion Hannover gestellten Anfragen wird bestätigt, dass der Behörde bereits vor der Tat Informationen aus dem familiären und schulischen Umfeld der beschuldigten 15-jährigen Schülerin vorlagen. Diese bezogen sich auf eine mögliche islamistische Radikalisierung. Die Bewertung und weitere Bearbeitung dieser Hinweise durch den polizeilichen Staatsschutz wird derzeit einer internen Prüfung unterzogen. Sollten sich hieraus Optimierungserfordernisse ergeben, werden diese umgesetzt.

PM der PD Hannover vom 15.03.2016

Nürnberg (Bayern): Polizeibeamter schwer verletzt – Tatverdächtiger wurde festgenommen

Wie am 28.02.2016 hier berichtet wurde nach dem Fußball-Derby 1. FC Nürnberg – Spielvereinigung Greuther Fürth am Freitag (26.02.2016) ein Polizeibeamter schwer verletzt. Nun konnte ein Tatverdächtiger festgenommen werden.

Am Freitagabend begleitete eine Einheit des Unterstützungskommandos der Bayerischen Bereitschaftspolizei nach dem Derby Fußballfans zur U-Bahn-Haltestelle Nürnberg-Messe. Dort warf ein bislang unbekannter, vermummter Mann ein circa 3 Kilogramm schweres Metallteil gezielt in Richtung der Einsatzkräfte. Dies traf einen Beamten am Kopf.

Obwohl der Polizeibeamte einen Helm trug verlor er aufgrund der Wucht des Aufpralls kurzzeitig das Bewusstsein und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Nach intensiven kriminalpolizeilichen Ermittlungen durch die Arbeitsgruppe „Intensivtäter Gewalt und Sport (AG IGS)“ gelang es in enger Zusammenarbeit mit Kräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei einen Tatverdächtigen zu identifizieren.

Der 20-jährige Mann wurde am Freitag (11.03.2016) in Fürth vorläufig festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wurde der Mann dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Der 20-Jährige wurde daraufhin in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

PM des PP Mittelfranken vom 14.03.2016

Burghausen (Bayern): Zivile Einsatzgruppe ermittelt Abgetauchten

Festnahme_HandschellenSeit Ende November 2015 wurde ein 33-jähriger Deutsch-Russe von der Staatsanwaltaschaft Traunstein mit Haftbefehl gesucht.

Der erheblich vorbestrafte 33-jährige wurde Mitte 2015 wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt. Der Mann tauchte jedoch nach seiner Verurteilung unter und hielt sich seither versteckt.

Umfangreiche und zeitaufwendige Ermittlungen der Zivilen Einsatzgruppe Traunstein führten nun nach Burghausen. Hier konnte der Gesuchte am Morgen des 10.03.16 von den zivilen Beamten festgenommen werden. Bei seiner Festnahme zeigte er sich völlig überrascht und fassungslos. Er fragte die Beamten mehrmals, wie man denn auf seinen Aufenthaltsort gekommen war.
Der 33-jährige wurde für die nächsten acht Monate in die JVA Amberg eingeliefert.

PM der PI Traunstein vom 14.03.2016

Polizeidirektion Bad Segeberg/Kreis Segeberg (Schleswig-Holstein): Kriminalstatistik 2015-Auszug

Erneut haben die Strafverfahren wegen Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte abgenommen. In 2015 sind 38 Fälle (2014: 43) registriert.

PM der PD Bad Segeberg vom 11.03.2016

Polizeidirektion Bad Segeberg/Kreis Pinneberg (Schleswig-Holstein): Kriminalstatistik 2015 – Auszug

Erneut haben die Strafverfahren wegen Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte abgenommen. In 2015 sind 62 Fälle (2014: 80) registriert.

PM der PD Bad Segeberg vom 11.03.2016

Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz): Festnahme nach Attacke auf Polizeibeamten

Festnahme_Handschellen-springen-aufWie bereits am 17.02.2016 berichtet, wurde am 16.02.2016, gegen 19:45 Uhr, ein Polizeibeamter bei einem Einsatz im Bereich Zedwitzpark von einem 21-Jährigen mit einem Schlagring attackiert. Der Polizeibeamte erlitt durch den Angriff eine Gehirnerschütterung und Prellungen, weshalb er elf Tage nicht dienstfähig war.

Die Staatsanwaltschaft Frankenthal erwirkte gegen den Beschuldigten einen Haftbefehl. Dieser Haftbefehl wurde am 09.03.2016 von Beamten der Kriminalinspektion Ludwigshafen vollstreckt und der 21-Jährige Ludwigshafener beim Ermittlungsrichter in Frankenthal vorgeführt. Der Richter bestätigte den Haftgrund der Fluchtgefahr. Der Tatverdächtige wurde in eine Justizvollzugsanstalt verbracht.

Gemeinsame PM der StA Frankenthal und des PP Rheinpfalz vom 10.03.2016

Merkur.de: Polizist schießt auf bewaffnete Frau

„Ein Polizist hat am Samstag auf eine Frau geschossen, die mit einer Pistole Passanten bedroht hat und in eine U-Bahnstation gelaufen ist. Die 50-Jährige wurde überwältigt – sie ist psychisch krank.“

Online-Artikel, 10.03.2016
http://www.merkur.de/lokales/muenchen/sued/schuesse-obersendling-polizist-zielte-doch-frau-6184464.html

hessenschau.de: Sicherheitslücke am Polizeipräsidium – Radmuttern an Polizisten-Autos gelockert

Das Frankfurter Polizeipräsidium muss ein Sicherheitskonzept nachbessern – und zwar das für seinen Parkplatz. Trotz Videoüberwachung kamen schon zweimal Polizisten in Gefahr, weil jemand Radmuttern an ihren Autos löste. In Wiesbaden gab es ähnliche Vorfälle.“

Online-Artikel, 08.03.2016
http://hessenschau.de/panorama/radmuttern-an-polizisten-autos-gelockert,polizei-120.html

Unfassbar!

Ich weiß auch gerade nicht, über wen ich mich am meisten ärgern soll – über jene, die sowas anderen Menschen überhaupt erst antun, über jene, die es passieren lassen, indem die Sicherheitsvorkehrungen nicht ausreichen, oder über jene, die es kleinreden, indem sie erzählen, dass sowas anderen auch passiert. Was ja nicht heißt, dass es weniger schlimm ist, wenn es anderen passiert. Aber dass es eine ganz andere Dimension annimmt, wenn es jenen passiert, die auf täglicher Basis den Kopf für uns hinhalten – traurig, dass man das überhaupt noch erläutern muss…

Merkur.de: Polizei wehrt sich gegen Vorwurf der Pegida-Sympathie

„Sachsens Vize-Regierungschef Martin Dulig (SPD) hat mit seiner Polizisten-Schelte einen Proteststurm ausgelöst. Die Polizei sieht sich wegen angeblicher Sympathien für die islam- und fremdenfeindliche Pegida-Bewegung zu Unrecht am Pranger.“

Online-Artikel, 03.03.12016
http://www.merkur.de/politik/polizei-wehrt-sich-gegen-vorwurf-der-pegida-sympathie-zr-6177813.html

Thüringische Landeszeitung: Sächsische Zustände: Nicht der einzelne Polizist ist das Problem

„Es ist bemerkenswert, wenn ein Vizeministerpräsident die Zustände in einem Ressort der Koalitionsfraktion öffentlich aufs Korn nimmt. Schon das darf als sächsischer Ausnahmezustand gelten, schreibt Gerlinde Sommer in einem Kommentar für die Thüringische Landeszeitung.“

Online-Artikel, 04.03.2016
http://www.tlz.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Saechsische-Zustaende-Nicht-der-einzelne-Polizist-ist-das-Problem-1167342954

FAZ: Polizei in Sachsen – Hand im Feuer

„Emotionale Belastung, Unkenntnis und geringes Selbstbewusstsein: Sachsens Polizei steht in der Kritik, aber auch zwischen allen Fronten. Dabei sind die Beamten gerade jetzt gefordert, die rechten Übergriffe im Land könnten noch weiter zunehmen.“

Online-Artikel, 06.03.2016
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/polizei-in-sachsen-hand-im-feuer-14107548.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

NWZ-Online: Schüsse auf 17-Jährige in Bremen – Polizist kann noch nicht zu Einsatz befragt werden

„Der Polizist hatte mehrmals auf eine Wohnungstür geschossen und eine 17-Jährige schwer verletzt. Die Ermittlungen werden sich hinziehen – auch weil der Beamte derzeit nicht vernehmungsfähig ist.“

Online-Artikel, 08.03.2016
http://www.nwzonline.de/blaulicht/polizist-kann-noch-nicht-zu-einsatz-befragt-werden_a_6,1,875074233.html

Weser-Kurier: Bremen – Schießerei: Polizist gehört SEK an

„Der Polizist, der in der Nacht zum Sonnabend mit mehreren Schüssen durch eine Tür eine junge Bremerin schwer verletzt hat, gehört dem Spezialeinsatzkommando (SEK) der Bremer Polizei an. Laut Staatsanwaltschaft hospitierte der Mann bei seinen Kollegen im Streifendienst. Der SEK-Beamte saß in einem der beiden Streifenwagen, die wegen einer Schlägerei zu dem Wohnhaus Ecke Tiefer/Balgebrückstraße gerufen worden waren.“

Online-Artikel, 08.03.2016
http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Schiesserei-Polizist-gehoert-SEK-an-_arid,1330006.html

Mir macht das alles ziemlich Bauchschmerzen…

Abendzeitung: Hat dieser Stadtrat wirklich einen Polizisten getreten?

Cetin Oraner (Die Linke) soll bei einer Demonstration einen USK-Beamten angegriffen haben. Er bestreitet das vehement. Der erste Prozesstag.“

Online-Artikel, 08.03.2016
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.gefaehrliche-koerperverletzung-hat-dieser-stadtrat-wirklich-einen-polizisten-getreten.39f65828-4e2f-45a9-8e89-8411f0009093.html

SWR: Besserer Schutz für Polizisten in Rheinland-Pfalz – Mit Schutzhauben gegen Spuckattacken

„Polizisten werden in Einsätzen oft angegangen – und immer wieder auch bespuckt. Um die Beamten in Rheinland-Pfalz davor zu schützen, sollen Festgenommene künftig ein spezielles Accessoire übergezogen bekommen.“

Online-Artikel, 09.03.2016
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/innenminister-will-polizisten-in-rheinland-pfalz-besser-schuetzen-mit-schutzhauben-gegen-spuckattacken/-/id=1682/did=17076376/nid=1682/1vj2glk/

Wir finden es gut, auch wenn auf unserer Facebook-Seite fast nur gemeckert wurde. Auf Facebook wird sowieso fast nur noch gemeckert.

Weser-Kurier: Experten warnen vor Überforderung – Wenn Polizisten auf Menschen schießen

„In drei Bundesländern haben Polizisten binnen weniger Wochen auf Menschen geschossen. Hat die deutsche Polizei ihre Finger zu schnell am Abzug? Nein, sagen die Zahlen. Experten sehen aber eine zunehmende Belastung der Beamten – Überreaktionen nicht ausgeschlossen.“

Online-Artikel, 09.03.2016
http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadtreport_artikel,-Wenn-Polizisten-auf-Menschen-schiessen-_arid,1330892.html

Duisburg (Nordrhein-Westfalen): Polizeiliche Kriminalstatistik 2015 – Auszug

Auf unverändert hohem Niveau bleibt mit 222 (219) registrierten Taten die Zahl der Widerstände gegen Polizeibeamte. „Ich bin fassungslos, dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beinahe täglich bei ihrer Arbeit angegriffen und sogar verletzt werden“, so Dr. Elke Bartels, „aber wir werden die Täter in jedem Fall nicht nur strafrechtlich, sondern auch haftungsrechtlich zur Verantwortung ziehen.“

PM des PP Duisburg vom 10.03.2016

Beleidigungen, Verunglimpfungen und Widerstand nach der Tötung eines Polizisten / Verhandlungstermine stehen fest

Polizeistern-HessenEnde Januar dieses Jahres nahm ein 33-jähriger Dillenburger den Tod eines 47-jährigen Polizisten am Bahnhof in Herborn zum Anlass zwei Beamten zu drohen. Bei seiner Festnahme leistete er zudem Widerstand. Zuvor hatte er mit einem 28-jährigen Dillenburger in der Bahnhofstraße gegen den Kotflügel eines geparkten Pkw getreten und Teile des Bauzaunes auf dem Bahnhofsvorplatz umgeworfen. Anschließend beschädigten sie die Grablichter, die auf der Treppe des Bahnhofsgebäudes zum Gedenken an den an Heiligabend getöteten Polizeibeamten aufgestellt waren. Eine Streife der Herborner Polizei stellte die beiden Männer auf dem Bahngleis zur Rede. Der 28-Jährige zeigte sich kooperativ und teilte seine Personalien bereitwillig mit. Der 33-jährige wurde sofort aggressiv und baute sich vor den beiden Polizisten auf. Anschließend wollte er sich entfernen. Ein Polizeibeamter griff nach seinem Arm, um ihn daran zu hindern. Daraufhin riss sich der Mann los und schrie die Beamten an: „Wollt Ihr das Gleiche nochmal haben?“, was offensichtlich als drohender Hinweis auf die Ermordung des Polizisten am Heiligabend vergangenen Jahres gemeint war. Weil der Mann sich weiterhin aggressiv gegenüber den Ordnungshütern zeigte, setzten diese Pfefferspray gegen ihn ein und legten ihm Handschellen an. Er musste zur Identitätsfeststellung mit auf die Wache. Sein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,73 Promille. Die anschließende Nacht verbrachte er in der Ausnüchterungszelle.

Jetzt steht der Verhandlungstermin in dieser Sache fest. Die beiden werden sich am 04.04.2016, ab 08.30 Uhr vor dem Amtsgericht in Dillenburg verantworten müssen.

Die Beleidigungen eines 38-jährigen Solmsers stehen ebenfalls im Zusammenhang mit dem Polizistenmord in Herborn.

Wegen einer Messerattacke in einer Gaststätte waren am 07.02.2016 (Faschingssonntag) Wetzlarer Polizisten auf dem Schillerplatz im Einsatz. Aus einer Gruppe Schaulustiger heraus schrie der Solmser in Richtung der Beamten: „Was wollt ihr eigentlich hier ihr Scheißbullen, ihr Bastarde, ihr seid doch alles CDU/SPD – Wähler!“ Diese Beleidigungen rief er mehrfach in Richtung der eingesetzten Polizisten. Als er von einem Beamten angesprochen und aufgefordert wurde seine Personalien zu nennen entgegnete er: „Das, was in Herborn passiert ist, war geil, das müsste öfter passieren ihr Scheißbullen“, weswegen ihm neben Beleidigung auch die Billigung von Straftaten vorgeworfen wird. Die Polizeibeamten nahmen ihn mit auf die Wetzlarer Wache, wo er im Polizeigewahrsam ausgenüchtert wurde. Ein Alkoholtest erbrachte einen Wert von 1,9 Promille.

Das Amtsgericht Wetzlar hat in dieser Sache die Hauptverhandlung auf den 22.03.2016, 11.30 Uhr terminiert.

In beiden Fällen hat Dominik Mies von der Staatsanwaltschaft Wetzlar Anklage erhoben.

Der Staatsanwalt macht deutlich: „Durch die intensiven und konsequenten Ermittlungen der Polizei konnte in beiden Fällen zügig Anklage erhoben werden. Dies ist eminent wichtig, um deutliche Zeichen zu setzen und potentiellen Tätern klarzumachen, dass sowohl tätliche als auch verbale Gewalt gegen Polizisten – die tagtäglich erheblichen Gefährdungslagen ausgesetzt sind – nicht toleriert wird und mit einer auf dem Fuße folgenden Strafe zu rechnen ist. Damit einhergehend ist sehr zu begrüßen, dass sowohl das Amtsgericht Dillenburg als auch das Amtsgericht Wetzlar die Sachen zeitnah terminiert haben. “

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Limburg – Zweigstelle Wetzlar – und der Polizeidirektion Lahn-Dill vom 10.03.2016

Passauer Neue Presse: Polizei verärgert wegen falscher Gerüchte über Flüchtlinge

„Sie bekommen angeblich Gutscheine für teure Klamotten, sollen Mädchen vergewaltigt oder Diebstähle begangen haben: Falschmeldungen über Flüchtlinge werden zurzeit zuhauf im Internet verbreitet. Die Polizei behindern solche Gerüchte bei der Arbeit. Rechtsextremen nutzen sie.“

Online-Artikel, 09.03.2016
http://www.pnp.de/nachrichten/bayern/1991080_Falsche-Geruechte-ueber-Fluechtlinge-halten-Polizei-von-der-Arbeit-ab.html

Mannheim (Baden-Württemberg): Drei Verletzte bei Zusammenstoß mit Polizeiauto

FStW_BW_kleinDrei Verletzte und hoher Sachschaden sind die Bilanz eines Verkehrsunfalls zwischen einem Funkstreifenwagen der Mannheimer Polizei und einem Pkw in der Mannheimer Innenstadt.

Am frühen Mittwochmorgen, gegen 06:45 Uhr war das Polizeiauto vom Präsidium kommend Richtung Kaiserring unterwegs und stieß an der Kreuzung L 10/M 7 mit dem von rechts kommenden Audi A5 einer Weinheimerin zusammen. Der Peterwagen befand sich auf Einsatzfahrt, das Blaulicht war eingeschaltet.

Bei dem Zusammenprall wurden sowohl die 38-jährige Frau aus dem Rhein-Neckar-Kreis als auch die beiden Polizeibeamten verletzt. Sie kamen nach medizinischer Erstversorgung vor Ort in Mannheimer Krankenhäuser. Nach derzeitigem Kenntnisstand erlitt die Audifahrerin Prellungen im Bereich der Schultern und der Brust, der 41-jährige Lenker des Einsatzwagens sowie dessen 37-jährige Beifahrerin Schleudertraumata.

Der Sachschaden wird auf mindestens 40.000 Euro geschätzt. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

PM des PP Mannheim vom 09.03.2016

Surwold (Niedersachsen): Vier Verletzte bei Unfall mit Polizeifahrzeug

Am Sonntagabend gegen 20.45 Uhr ereignete sich an der Kreuzung Papenburger Straße/ Industriestraße ein Unfall, bei dem vier Personen verletzt wurden. Nach den bisherigen Feststellungen der Polizei befuhr ein 44-jähriger Polizeibeamter mit einem Streifenwagen die Papenburger Straße in Richtung Papenburg. Im Fahrzeug befand sich noch ein 21-jähriger Polizeibeamter und ein 66-jähriger Mann, der zur Polizei nach Papenburg gebracht werden sollte. An der Kreuzung Industriestraße fuhr eine 50-jährige Frau mit einem Renault Megane in die Kreuzung ein und nahm dem Polizeifahrzeug die Vorfahrt. Es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge und der Streifenwagen kam nach rechts von der Straße ab und prallte dort gegen einen Brückenpfeiler. Alle vier Personen wurden bei dem Unfall leicht verletzt und mit Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. An den beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden.

PM der PI Emsland / Grafschaft Bentheim vom 07.03.2016

Bayernkurier: Angriffe auf Polizisten stark gestiegen

„Gewalttätigen Angriffe auf Polizisten sind erschreckend angestiegen: Allein in Berlin wurden 2015 beinahe 3000 Polizisten im Dienst verletzt. In Niedersachsen hat sich die Zahl der Angriffe seit 2011 glatt verdoppelt. Doch in Sachsen fällt der SPD-Vizeministerpräsident der eigenen Polizei mit unangemessener Kritik in den Rücken. Bayern erreicht unterdessen einen neuen Rekord an Polizisten.“

Online-Artikel, 04.03.2016
https://www.bayernkurier.de/inland/11305-angriffe-auf-polizisten-stark-gestiegen

BVZ.at: Polizist: „Zweiter Geburtstag“ nach Unfall im Einsatz

„Stefan Glauber von der Autobahnpolizei konnte sich beim Absichern einer Ölspur auf der A3 noch in Sicherheit bringen.“

Online, Artikel, 04.03.2016
http://www.bvz.at/nachrichten/lokales/aktuell/eisenstadt/top-Polizist-Zweiter-Geburtstag-nach-Unfall-im-Einsatz;art5512,717158#sthash.AxL2Qnaw.dpuf

Spiegel.de: Spontanes Ständchen von Gladys Knight: Ups, Polizeikontrolle? Happy Birthday!

Aus Sicht von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. ist das mal eine angemessene Reaktion auf eine Polizeikontrolle. Man muss ja nicht gleich singen, wenn ich das täte, wäre das auch eher im Bereich einer Menschenrechtsverletzung anzusiedeln.

Aber irgendwas anderes als Pöbeln ist immer eine gute Reaktion. wp-monalisa icon

Sehr vorbildlich, Mrs. Knight!

Online-Artikel, 04.03.2016
http://www.spiegel.de/panorama/leute/gladys-knight-singt-geburtstagslied-fuer-polizist-bei-kontrolle-a-1080575.html

Bremen: Polizeieinsatz in der Altstadt

Bei einem Einsatz in der Altstadt in einem Mehrfamilienhaus wurde eine junge Frau (17 Jahre) kurz vor Mitternacht durch die Polizei angeschossen. Nach einer Operation ist sie mittlerweile außer Lebensgefahr. Vorausgegangen waren heftige gewalttätige Streitigkeiten mehrerer Personen im Haus. Anwohner hatten die Polizei gerufen. Die Polizei ermittelt. Weitere Presseinformationen erfolgen durch die Staatsanwaltschaft Bremen.

PM der Polizei Bremen vom 05.3.2016

Märkische Allgemeine: Berlin: Jeder 6. Polizist wird angegriffen

„Polizisten in Berlin werden immer häufiger Opfer von Gewalt. Fast jeder sechste Polizist ist im vergangenen Jahr im Dienst attackiert und verletzt worden. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) schlägt deshalb Alarm und fordert einen neuen Paragrafen im Strafgesetzbuch.“

Online-Artikel, 02.03.2016
http://www.maz-online.de/Brandenburg/Berlin-Jeder-6.-Polizist-wird-angegriffen

 

Hannover (Niedersachsen): Nachtragsmeldung – Bundespolizist erleidet bei Kontrolle Stichverletzung – Zeugenaufruf!

Zeugenaufruf_NDS_kleinAm Freitag, 26.02.2016, hat eine 15-Jährige einen Beamten der Bundespolizei im Rahmen einer Kontrolle im Hauptbahnhof Hannover (Mitte) mit einem Messer angegriffen und verletzt. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes aufgenommen (wir berichteten hier).

Bisherigen Erkenntnissen zufolge waren die beiden Beamten der Bundespolizei gegen 17:00 Uhr dabei, die 15-Jährige im hinteren Bereich des Hauptbahnhofes zu kontrollieren. Völlig unvermittelt zückte die Jugendliche ein Messer und stach einem der beiden Polizisten in den Hals. Sein Kollege konnte das junge Mädchen überwältigen und festnehmen. Der verletzte 34-Jährige kam mit einem Rettungswagen zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus, konnte dies aber mittlerweile wieder verlassen.

Zur Klärung der Tatumstände hat die Polizei die Ermittlungsgruppe (EG) „Bahnhof“ gegründet. Nach jetzigem Ermittlungsstand ist das Motiv für den Angriff noch unklar. Es wird unter anderem auch geprüft, ob das Verbrechen aufgrund einer politischen oder religiösen Motivation begangen worden ist, deshalb werden auch Mitarbeiter des Landeskriminalamtes Niedersachsen in der Ermittlungsgruppe mitwirken. Polizei und Staatsanwaltschaft bitten die Bevölkerung um ihre Mithilfe.

Insbesondere ist von Interesse, wer die Beschuldigte vor der eigentlichen Tat am 26.02.2016 im Bereich des Hauptbahnhofes gesehen hat und ob sie dabei in Begleitung anderer Personen gewesen ist.

Die Beschuldigte ist 1,71 Meter groß und von schlanker Statur, sie hat lange, glatte, dunkle Haare und braune Augen. Am Tattag war sie mit einer schwarzen Jogginghose und einer schwarz-roten Trainingsjacke der Marke Nike bekleidet.

Darüber hinaus trug sie ein gemustertes Halstuch (sogenanntes Palästinensertuch), ein schwarzes Kopftuch und eine auffällige große Brille mit dunklem Gestell.

Bei ihrer Festnahme führte sie eine braunkarierte Damenhandtasche im Louis Vuitton-Stil mit sich.

Für Fahndungsbilder folgen Sie bitte diesem Link:
http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/66841/3268164

Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst der Polizeidirektion Hannover unter 0511 109-5555 entgegen.

PM der PD Hannover vom 04.03.2016

Zentrale Trauerfeier der Bundespolizei für bei Hubschrauberabsturz tödlich verunglückte Kollegen

Bildquelle: Bundespolizei
Bildquelle: Bundespolizei

Am 4. März 2016 haben Angehörige, Freunde und Kollegen auf dem Gelände der Bundespolizei in Fuhlendorf Abschied von den beiden am vorvergangenen Donnerstag bei einem Hubschrauberabsturz nahe Bimöhlen (Schleswig-Holstein) tödlich verunglückten Kollegen genommen.

Im Beisein von etwa 600 Trauergästen dankte der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Dr. Dieter Romann, den Angehörigen der Verstorbenen dafür, „dass Sie uns die Gelegenheit geben, unsere Kollegen und Kameraden auf diese Weise gemeinsam mit Ihnen verabschieden zu dürfen“. Er ging in seinen Worten auch auf den schwerverletzten Piloten ein, der ebenfalls an Bord des Hubschraubers gewesen war.

Bildquelle: Bundespolizei
Bildquelle: Bundespolizei

Romann betonte im Weiteren, dass die beiden Polizeibeamten „in Ausübung ihres Dienstes für unser Land verstorben“ seien.

Hintergrund:

Am 25. Februar 2016 war gegen 20 Uhr ein Hubschrauber der Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuhlendorf am Ortsrand von Bimöhlen (nahe Bad Bramstedt) abgestürzt. Bei dem Unglück starben zwei Beamte, ein weiterer wurde schwer verletzt. Die Unfallursache ist noch unklar. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat die Ermittlungen aufgenommen.

Bildquelle: Bundespolizei
Bildquelle: Bundespolizei

 

 

 

 

 

 

 

 

PM des BPOLP vom 04.03.2016

NDR: Polizei Hannover: Korruptionsverdacht weitet sich aus

„Der Korruptionsverdacht gegen die Polizei Hannover ist offenbar größer als bisher angenommen. 33 Mitarbeiter sollen bei einer Autowerkstatt unzulässige Rabatte für Reparaturen an privaten Fahrzeugen angenommen haben. Nach Medienberichten befindet sich auch ein leitender Beamter der Sicherheitsbehörde unter den Verdächtigen.“

Online-Artikel, 27.02.2016
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Polizei-Hannover-Korruptionsverdacht-weitet-sich-aus,vorteilsannahme104.html

Zeit-Online: Clausnitz : „Eine verheerende Botschaft“

„Die sächsischen Behörden verteidigen das Vorgehen der Polizei in Clausnitz. Polizeiforscher Rafael Behr über fehlende Empathie und das Versagen der Polizeiführung.“

Online-Artikel, 22.02.2016
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-02/clausnitz-polizei-sachsen-rafael-behr-kritik-uwe-reissmann-fluechtlinge

FAZ: Eskalation in Clausnitz Wenn nur die Polizei für den Staat einsteht

„In Situationen wie in Clausnitz ist der Staat nur noch in Person junger, übermüdeter, überforderter Polizeibeamter präsent. Den Rückzug der Demokratie können sie nicht auffangen.“

Online-Artikel, 23.02.2016
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/in-clausnitz-stand-nur-polizei-fuer-den-staat-ein-14084632.html

Blonderblog: LIEBE POLIZEI

„Gestern habe ich wieder mal einen Liebesbrief von euch erhalten.

Eine Parkbusse. 40 Stutz. Nicht, dass es mich gefreut hätte. Es hat mich GAR nicht gefreut! Ich habe mich geärgert, masslos!! Aber nicht über euch. Ich habe mich über mich selbst geärgert. Ich wusste ja, dass die Parkuhr abläuft und habe mich nicht durchgesetzt, als man mir was aufgehalst hatte. Aber darum geht es ja jetzt nicht.

Es geht darum: Ich habe mich geärgert, aber nicht über euch. Darum danke für den Brief.“

Quelle:
http://www.blonderblog.ch/liebe-polizei/

Köln (Nordrhein-Westfalen): Polizeibeamtin bei Verkehrsunfall schwer verletzt

Gestern Abend (2. Februar) ist eine Polizeibeamtin (25) bei einem Verkehrsunfall in Köln-Neuehrenfeld schwer verletzt worden. Ein sofort alarmierter Notarzt kümmerte sich noch an der Unfallstelle um die Beamtin und begleitete sie in eine Klinik.

Gegen 19.30 Uhr sicherte die 25-Jährige auf der Straße „Am Gleisdreieck“ Spuren an einem Auto von dem zuvor alle vier Reifen entwendet worden waren. Nach derzeitigem Ermittlungsstand fotografierte die Polizeikommissarin das beschädigte Fahrzeug und hielt sich dazu auf der Fahrbahn auf.

Zu diesem Zeitpunkt war ein Kölner (46) in seinem Golf auf der Straße „Am Gleisdreieck“ in Richtung der „Inneren Kanalstraße“ unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache wurde die Beamtin von dem Volkswagen erfasst. Durch die Wucht des Aufpralls wurde sie auf die Straße geschleudert und blieb dort verletzt liegen.

Für die Dauer der Verkehrsunfallaufnahme sperrten Polizisten die Unfallstelle in beiden Fahrrichtungen ab. Unter anderem war das Verkehrsunfallaufnahmeteam der Polizei Köln im Einsatz. Das Verkehrskommissariat 2 hat die Ermittlungen zum dem Unfall und dessen Ursache aufgenommen.

PM des PP Köln vom 03.03.2016

Essen (Nordrhein-Westfalen): Bundespolizisten ins Gleis gestoßen – 5.400 Euro Geldstrafe + 4 Monate auf Bewährung

Symbolfoto
Symbolfoto

Wie die Dortmunder Bundespolizei mit Pressemitteilung vom 09. Mai 2015 (17:44 Uhr) berichtete (wir berichteten hier), kam es anlässlich der Spielbegegnung in der Regionalliga West, RW Essen – KFC Uerdingen (08. Mai 2015), zu Ausschreitungen während der An- und Abreise zu der Spielpaarung.

Dabei wurde damals ein Bundespolizist in die Gleisanlagen gestoßen und konnte sich rechtzeitig vor Einfahrt eines ICE aus dem Gefahrenbereich retten. Dabei wurde er glücklicherweise nur leicht verletzt.

Dank der damals durch Bundes- und Landespolizisten gefertigten Videoaufzeichnungen konnte ein unbekannter Tatverdächtiger identifiziert werden. Anhand dieser Lichtbilder wurde durch weitere, akribische, Ermittlungen und der Vernehmung von an den Ausschreitungen beteiligten Personen, ein österreichischer Staatsangehöriger ermittelt.

Die umfangreichen Ermittlungsergebnisse konnten anschließend an die österreichischen Behörden übermittelt werden. Diese wiederum identifizierten anhand der Beweisakten, einen Fan des Grazer AK (Unterliga Mitte). Es stellte sich heraus, dass Fans des KFC Uerdingen eine Fanfreundschaft mit dem Grazer AK unterhält und sich Anhänger der Vereine, gegenseitig, regelmäßig besucht hatten. Ende Januar verurteilte das Landgericht für Strafsachen in Graz den Ingenieur, als Ersttäter, wegen schwerer Körperverletzung, zu einer Geldstrafe von 5.400 Euro (180 Tagessätze zu 30 Euro) und einer Haftstrafe von 4 Monaten auf Bewährung.

Zusätzlich wurde dem damals verletzten Bundespolizisten ein Schmerzensgeld von 1.500 Euro zugesprochen. Die ersten 300 Euro überreichte der Gewalttäter seinem Opfer noch im Gerichtssaal.

Hinweis an die Medien: In der Pressemitteilung vom 09.05.2016 wurde berichtet, dass der Bundespolizist in die Gleisanlagen getreten wurde. Dies ist nicht richtig, er wurde vom Bahnsteig gestoßen.

PM der BPOLD Sankt Augustin, BPOLI Dortmund, vom 03.03.2016

Bremerhaven (Bremen): Auszug aus der PKS

Die Gewalthandlungen gegen Polizeibeamtinnen und –beamte haben sich gegenüber dem Vorjahr erheblich gesteigert. Waren es im Jahr 2014 noch 70 Übergriffe, weist die Statistik für das Jahr 2015 92 Straftaten für diesen Deliktsbereich auf. Das entspricht einem besorgniserregenden Plus an Aggressionspotential gegenüber dem Einsatzdienst von 31,4 %.

PM der Polizei Bremerhaven vom 03.03.2016

Spendenaufruf Flugunfall Fuhlendorf (Bundespolizeistiftung)

Flugunfall

 

Hier geht es zur Homepage der Bundespolizei-Stiftung, wo auch noch einmal die Kontodaten einsehbar sind.

An dieser Stelle noch einmal unser herzlichstes Beileid den Angehörigen, Freunden und Kollegen der Verstorbenen. Dem Verletzten wünschen wir herzlichst gute Besserung.

Imsweiler (Rheinland-Pfalz): Brand einer Werkstatt mit schwerverletztem Feuerwehrmann

Brand einer Werkstatt im Felsbergerhof (Bildquelle: PP Westpfalz)
Brand einer Werkstatt im Felsbergerhof (Bildquelle: PP Westpfalz)

Aus bislang ungeklärter Ursache geriet eine Werkstatt im Felsbergerhof in Imsweiler in Brand. Den Feuerwehren von Felsbergerhof, Rockenhausen, Dörrmoschel und Teschenmoschel, welche mit 40 Kräften im Einsatz waren, gelang es, den Brand zu löschen und ein Übergreifen auf die Scheune und das Wohngebäude zu verhindern. Der beiden Hausbewohner versuchten zunächst, den Brand selbst zu löschen. Verletzt wurden sie hierbei nicht. Ein Feuerwehrmann, der bei den Löscharbeiten stürzte, wurde schwer verletzt und ins Krankenhaus verbracht. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden aufgenommen.

PM des PP Westpfalz vom 01.03.2016

Göttingen (Niedersachsen): Unfall bei Fahrradstreife – Polizeibeamter schwer verletzt

Symbolfoto
Symbolfoto

Während einer Fahrradstreife ist am Donnerstagnachmittag (25.02.16) gegen 14.10 Uhr in Grone ein Beamter der Polizei Göttingen bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt worden. Ersten Ermittlungen zufolge war der Oberkommissar mit seinem dienstlichen Pedelec in der Backhausstraße unterwegs, als er in Höhe der Heinrich-Heine-Schule aus bislang ungeklärten Gründen einen in diesem Moment rückwärts aus einer Parklücke (Queraufstellung) ausparkendem Golf touchierte.

Es wird angenommen, dass der Fahrer des Wagens den auf der Straße fahrenden Radfahrer vermutlich nicht bemerkt hat.

Der Beamte blieb ersten Informationen mit dem Lenkerende am Heck des Wagens hängen und stürzte anschließend auf die Fahrbahn. Obwohl er einen Helm trug, zog sich der 57-Jährige dabei u. a. schwere Gesichtsverletzungen zu. Er wurde mit dem Rettungswagen in eine Klinik eingeliefert und stationär aufgenommen.

An dem PKW und dem Dienstrad entstand lediglich geringer Sachschaden.

PM der PD Göttingen vom 26.02.2016

Mitteldeutsche Zeitung: Kommentar zu Angriffen auf Polizisten – Freiwild

„Hendrik Kranert-Rydzy glaubt, dass der mangelnde Respekt gegenüber der Polizei auch im Agieren der Politiker begründet ist.“

Online-Artikel, 22.02.2016
http://www.mz-web.de/meinungen/kommentar-zu-angriffen-auf-polizisten-freiwild,20641344,33832392.html#plx599136242

Tödlicher Angriff auf Polizeibeamte in Herborn an Heiligabend – Anklageschrift zugestellt

Polizeistern-HessenNach dem Messerangriff eines 27-Jährigen auf zwei Polizisten am Herborner Bahnhof verstarb an Heiligabend vergangenen Jahres ein 46-jähriger Polizeibeamter – sein 47-jähriger Kollege erlitt schwere Verletzungen. Zwei Monate nach der Tat liegt dem Landgericht in Limburg die 72-seitige Anklageschrift der Staatsanwaltschaft in Wetzlar vor. Sie wirft dem Täter unter anderem Mord und versuchten Mord vor.

Am 24.12.2015, gegen 07.00 Uhr wurden die beiden Polizisten der Polizeistation Herborn zu einem Routineeinsatz am Bahnhof gerufen. Der Zugbegleiter eines Regionalexpresses hatte die Polizei um Unterstützung gebeten, da ein Fahrgast kein Ticket vorweisen konnte und sich weigerte seine Personalien zu nennen. Welche unfassbare Tat sich kurz darauf im Zug abspielte, führt die Anklageschrift der Wetzlarer Staatsanwaltschaft aus.

Nachdem der 46-jährige Polizist den Zug betrat, stößt der 27-jährige Dillenburger ihn sofort weg, zieht ein Messer und sticht mehrfach in Schulter und Hals seines Opfers. Auf den zu Hilfe eilenden Kollegen sticht der Täter ebenfalls sofort ein und trifft ihn an Oberkörper und Oberarm. Die beiden Polizisten kämpfen um ihr Leben. Letztlich schafft es der 46-Jährige, zwei Schüsse aus seiner Dienstpistole auf den Angreifer abzugeben und stoppt so weitere – vermutlich tödliche – Messerangriffe des Dillenburgers in Richtung seines 47-jährigen Kollegen. Von zwei Kugeln getroffen bricht der Messerstecher zusammen. Der 46-jährige Polizist stirbt auf dem Bahnsteig. Sein Kollege kommt schwer verletzt in ein Krankenhaus.

Unter der Leitung von Staatsanwalt Dominik Mies übernahm das Hessische Landeskriminalamt die Ermittlungen in diesem Fall. Die Ergebnisse umfangreicher Vernehmungen und Spurenauswertungen sowie die Auswertung der Aufnahmen der Überwachungskameras im Zug liefen letztlich in der 72-seitigen Anklageschrift der Staatsanwaltschaft zusammen, die dem Landgericht in Limburg seit dem 23.02.2016 vorliegt. Darin wirft die Anklage dem Dillenburger Mord, versuchten Mord sowie unter anderem gefährliche Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vor. Zudem betont Staatsanwalt Dominik Mies, dass die Anordnung der Unterbringung in der Sicherungsverwahrung in Betracht kommt.

Die Anklageschrift wurde dem Täter heute (26.02.2016) zugestellt. Ein Termin zur Hauptverhandlung vor der großen Strafkammer als Schwurgericht am Landgericht in Limburg steht noch nicht fest.

Gemeinsame PM der StA Limburg – Zweigstelle Wetzlar, des Hessischen LKA und der PD Lahn-Dill vom 26.02.2016

Chemnitz (Sachsen): Bundespolizei vollstreckt Haftbefehl gegen 31-Jährigen, der einen Polizisten beleidigt hatte

Symbolfoto
Symbolfoto

Im März 2014 beleidigte ein damals 29- jähriger Chemnitzer Fußballfan einen zur Fanbegleitung eingesetzten Beamten nach dem Fußballspiel Rostock- Chemnitz mit einem unflätigen Wort. Das kam dem Mann teuer zu stehen. Das Amtsgericht Chemnitz verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 3000 Euro und zur Zahlung der Gerichtskosten wegen Beleidigung.

Da noch ein Restbetrag von 1500 Euro unbezahlt war, erließ die Staatsanwaltschaft Chemnitz ein Vollstreckungshaftbefehl über insgesamt 1601,75 Euro. Nach umfangreichen Recherchen konnte der aktuelle Wohnort des Mannes ermittelt werden. Dort sollte er am 11.02.2016 verhaftet werden.

Er konnte am ermittelten Wohnort jedoch nicht angetroffen werden, daher wurde der heute 31-Jährige durch Beamte der Gemeinsamen Fahndungsgruppe Landespolizei- Bundespolizei an seiner Arbeitsstelle in Mittweida aufgesucht und dort auf Grund des Vollstreckungshaftbefehles der Staatsanwaltschaft Chemnitz festgenommen.

Noch vor Ort beglich er die fällige Geldstrafe einschließlich der Kosten und konnte somit eine Einlieferung in die JVA abwenden.

PM der BPOLI Chemnitz vom 26.02.2016

Bimöhlen (Schleswig-Holstein): Hubschrauber der Bundespolizei abgestürzt – zwei Tote, ein Schwerverletzter

BPOL_TrauerIn Bimöhlen ist heute gegen 20.00 Uhr ein Hubschrauber abgestürzt. Es handelt sich hierbei nach ersten Informationen um einen Hubschrauber der Bundespolizei vom Typ Eurocopter 135. Der Hubschrauber war nach ersten Erkenntnissen mit drei Personen besetzt. Zum Gesundheitszustand liegen derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Der Hubschrauber ist am Ortsrand von Bimöhlen abgestürzt. Gebäude oder Unbeteiligte wurden vermutlich nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die Rettungsarbeiten vor Ort dauern an.

Pressemitteilung der PD Bad Segeberg vom 25.02.2016, 20:39 Uhr

Bei dem Hubschrauberabsturz kamen zwei Insassen ums Leben. Ein weiteres Besatzungsmitglied wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Eine Polizeipressesprecherin ist mittlerweile am Unglücksort eingetroffen.

Pressemitteilung der PD Bad Segeberg vom 25.02.2016, 21:35 Uhr

Die Insassen des Hubschraubers befanden sich auf einem Fortbildungsflug und waren in Fuhlendorf gestartet. Der Einsatz an der Unglücksstelle dauert an. Die Kriminalpolizei Bad Segeberg hat die Ermittlungen aufgenommen. Mitarbeiter von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung aus Braunschweig sind auf dem Weg zum Unglücksort.

Pressemitteilung der PD Bad Segeberg vom 25.02.2016, 22:40 Uhr

Bei dem Schwerverletzten handelt es sich um den 31-jährigen Piloten. Lebensgefahr kann bei ihm nicht ausgeschlossen werden. Verstorbenen sind der 33-jährige Copilot und ein 42-jähriger Mitinsasse. Es handelt sich bei ihnen um Bundespolizeibeamte der Fliegerstaffel Fuhlendorf. Am Unglücksort eingesetzt waren vier Wehren der Freiwilligen Feuerwehr mit 65 Kräften, drei RTW, zwei NEF, diverse Kräfte der Bundes- und der Landespolizei sowie ein Kriseninterventionsteam.

Die Ermittlungen dauern weiter an. Angaben zur Unglücksursache können derzeit noch nicht gemacht werden.

Pressemitteilung der PD Bad Segeberg vom 26.02.2016, 00:14 Uhr

standard.at: 992 Polizisten wurden im Vorjahr bei Angriffen verletzt

Online-Artikel, 22.02.2016
http://derstandard.at/2000031561019/992-Polizisten-wurden-im-Vorjahr-bei-Angriffen-verletzt

Kommt mir bekannt vor…

Hagen (Nordrhein-Westfalen): Polizistin bei Unfallaufnahme angefahren

Eine 34-jährige Polizistin ist bei der Aufnahme eines Verkehrsunfalls am frühen Montagabend angefahren und verletzt worden. Die Beamtin war zusammen mit einer Kollegin zur Bearbeitung eines Auffahrunfalls mit einem leichtverletzten Kleinkind im Bereich des Einmündungsbereichs Mühlenbergstraße / Stennertstraße eingesetzt. Wegen des starken Regens und der bereits eingetreten Dunkelheit trug sie eine gelbe Polizei-Regenjacke mit Reflektorstreifen. Gegen 18.00 Uhr stand die 34-Jährige an der Tür eines eingesetzten Rettungswagens, als eine 31-jährige Frau mit ihrem Mercedes an der Unfallstelle anhielt. Diese erkannte in dem Fahrer des Rettungswagens ihren Bruder und verwickelte ihn aus ihrem Wagen heraus in ein privates Gespräch. Dabei rollte der Wagen der Frau vorwärts, fuhr der Polizistin gegen den Unterschenkel und klemmte das Bein unter dem Reifen ein. Obwohl die Beamtin laut aufschrie, blieb der Vorfall für die durch das Gespräch abgelenkte 31-jährige Mercedes-Fahrerin zunächst unbemerkt. Erst als sie durch mehrere umherstehende Personen auf den Unfall aufmerksam gemacht wurde, legte sie den Rückwärtsgang ein und befreite die Beamtin. Diese musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden, konnte aber glücklicherweise nach ambulanter Behandlung nach Hause. Auf die 31-jährige Unfallverursacherin kommt nun Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung zu.

PM des PP Hagen vom 23.02.2016

Mitteldeutsche Zeitung: Landgericht Halle – Haft nach Angriff auf Polizisten

Vor dem Landgericht Halle wurde ein 39-Jähriger zu 6 Monaten Haft verurteilt, weil er nach einem Drittligaspiel aus vier Metern Entfernung eine volle Getränkedose nach einem Polizisten geworfen hatte.

Online-Artikel, 22.02.2016
http://www.mz-web.de/halle-saalekreis/landgericht-halle-haft-nach-angriff-auf-polizisten,20640778,33834096.html?dmcid=sm_em

WAZ: Tödlicher Unfall auf A44 – Bewährungsstrafe für Lkw-Fahrer

Am 2. Juli 2015 starben gegen 1 Uhr morgens auf der A44 bei Lichtenau eine Polizeibeamtin (46) und ein Polizeibeamter (51), nachdem ein LKW-Fahrer auf den Streifenwagen aufgefahren war.

Heute wurde der LKW-Fahrer zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahre und vier Monate Haft gefordert.

Dem verlinkten Artikel lassen sich weitere Informationen entnehmen. Allerdings ist der Artikel an der Stelle ungenau, an der steht „. Eine Polizistin (46) aus Olsberg-Bruchhausen und ihr Kollege (51) aus Büren verbrannten im Auto.“

Das ist korrekt, allerdings hatte das vorläufige Obduktionsergebnis vom 6. Juli 2015 ergeben, dass beide an den Unfallverletzungen starben, bevor der Wagen in Flammen aufging. Das macht sie nicht wieder lebendig, aber ich denke, es ist ein kleiner Trost zu wissen, dass sie das Feuer mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht mehr mitbekommen haben. Deshalb war es mir wichtig, darauf noch einmal hinzuweisen.

Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. wünschen den Angehörigen, Freunden und Kollegen der beiden Verstorbenen an dieser Stelle noch einmal herzliches Beileid und weiterhin viel Kraft für die Verarbeitung dieses Unfalls. Wir hoffen, dass die Tatsache, dass ein Urteil gefallen ist, auch ein wenig zur Verarbeitung beiträgt.

Online-Artikel, 23.02.2016
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-brilon-marsberg-und-olsberg/prozess-um-toedlichen-unfall-lkw-fahrer-nahm-medikamente-id11590831.html

Hier noch einmal der Link zum Text der damaligen Pressemitteilungen der Polizei Bielefeld:
http://kggp.de/…/bab-44-bei-lichtenau-nordrhein-westfalen-…/

Und hier der Link zum Text der damaligen Pressemitteilung der Polizei Bielefeld zum Obduktionsergebnis:
http://kggp.de/…/vorlaeufiges-obduktionsergebnis-zum-verke…/

Polizei Sachsen: Ermittlungsgruppe ‚Clausnitz‘ hat Arbeit aufgenommen

Die Ermittlungsgruppe „Clausnitz“ der Polizeidirektion Chemnitz hat ihre Arbeit aufgenommen. Die elf Ermittler werden im Komplex die Geschehnisse im Zusammenhang mit der Belegung einer Asylunterkunft am Donnerstagabend in Clausnitz in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Chemnitz aufarbeiten.

Bereits in der Pressekonferenz am Samstagnachmittag hatte der Leiter der Polizeidirektion Chemnitz, Polizeipräsident Uwe Reißmann, die Einrichtung einer entsprechenden Ermittlungsgruppe angekündigt.

PM der PD Chemnitz vom 22.02.2016

HNA: Polizei: Gewalt gegen Beamte in Südniedersachsen nimmt zu

„Die Gewalt gegen Polizisten nimmt zu. Der Trend ist aus Sicht der Göttinger Polizeiführung besorgniserregend. Die Beamten müssen sich außerdem mit neuen Kriminalitätsformen aus dem Internet befassen.“

Online-Artikel, 21.02.2016
http://www.hna.de/lokales/goettingen/goettingen-ort28741/polizei-gewalt-gegen-beamte-suedniedersachsen-nimmt-6138632.html

Darmstadt (Hessen): Streifenwagen verunfallt

Ein Streifenwagen des Polizeipräsidiums Südhessen ist am frühen Donnerstagabend (18.02) gegen 19.30 Uhr in der Gemarkung Darmstadt-Eberstadt auf der Kreuzung Heidelberger Landstraße/ B 3 verunfallt. Die Polizeibeamten waren unter Inanspruchnahme von Sonder-und Wegerechten im Rahmen einer Einsatzfahrt auf dem Weg zu einem schweren Verkehrsunfall in Alsbach-Hähnlein. Im Kreuzungsbereich kam es zum Zusammenstoß des Streifenwagens mit einem PKW VW Golf, welcher von einer 67-jährigen Frau aus Seeheim-Jugenheim gefahren wurde. In dem Streifenwagen wurden eine 26-jährige Polizeibeamtin schwer-, zwei 20 und 35 Jahre alte Polizeibeamte leichtverletzt, die 67-jährige Unfallbeteiligte aus Seeheim Jugenheim wurde ebenfalls leichtverletzt. Die B 3 und B 426 waren im Bereich der Unfallstelle für 1,5 Stunden voll gesperrt. Zum Zwecke der Unfallaufnahme wurde weiterhin ein Polizeihubschrauber eingesetzt.

PM des PP Südhessen vom 18.02.2016

Pfalz-Express: Bundespolizisten wollen Reservemagazine für Dienstpistolen

„Angesichts der jüngsten Anschläge – wie etwa die in Paris – behaupte nun aber der Personalrat, komme es darauf an, viele Schüsse innerhalb kurzer Zeit abgeben zu können. Zudem werde der Magazinwechsel für sogenannte Amoklagen ohnehin trainiert.“

Online-Artikel, 20.02.2016
http://www.pfalz-express.de/bundespolizisten-wollen-reservemagazine-fuer-dienstpistolen/

Polizeidirektion Chemnitz: Auswertung des Polizeieinsatzes im Zusammenhang mit der Erstbelegung der Asylunterkunft in Clausnitz

Die Polizeidirektion Chemnitz hat den Polizeieinsatz im Zusammenhang mit der Erstbelegung der Asylunterkunft in Clausnitz am Abend des 18. Februar 2016 ausgewertet. Danach stellt sich der Einsatz mit Stand heute 12 Uhr folgendermaßen dar:

Ausgangslage:

Die Polizeidirektion Chemnitz war seit dem 17. Februar 2016 vom Landratsamt Mittelsachsen darüber informiert, dass am Abend des
18. Februar 2016 die Erstbelegung einer Asylunterkunft in der Cämmerswalder Straße mit 25 Personen erfolgen soll. Unmutsbekundungen während einer vorangegangenen Einwohnerversammlung zur neuen Asylunterkunft waren bekannt. Im unmittelbaren Vorfeld der Belegung gab es keine Erkenntnisse zu geplanten Protestaktionen, mit denen die Erstbelegung verhindert werden sollte. Aus diesem Grund war von einer störungsfreien Belegung auszugehen. Eine Streifenwagenbesatzung des Standortes Sayda wurde mit deren Absicherung beauftragt.

Chronologie des Einsatzverlaufs:

19.20 Uhr:
Bei Eintreffen der Streifenwagenbesatzung befinden sich 30 bis 40 Personen im Zufahrtsbereich der Asylunterkunft. Zudem sind drei Fahrzeuge (Traktor mit Schiebeschild, Klein-Lkw und Pkw) in Form einer Blockade in der Zufahrt abgestellt. Ein Protesttransparent wird gezeigt. Die Beamten informieren das zuständige Polizeirevier Freiberg, dieses wiederum das Führungs- und Lagezentrum (FLZ). Ein Polizeieinsatz wird aufgerufen. Der Außendienstleiter des FLZ wird als Polizeiführer nach Clausnitz geschickt. Die Bundespolizei wird um Unterstützung gebeten.

ab 19.54 Uhr:
Drei Streifenwagen des Reviers Freiberg und sechs Beamte der Bundespolizei sind vor Ort. Die Gruppe der Versammelten ist inzwischen auf ca. 100 angewachsen. Der Bürgermeister und das Landratsamt werden über die Situation informiert und kommen vor Ort. Es wird Unterstützung aus der PD Zwickau angefordert. Zwei Diensthundeführer der Polizeidirektion Chemnitz sowie zwei Funkwagen des Reviers Marienberg werden aktiviert. Nach einem Lageüberblick bittet der zu diesem Zeitpunkt den Einsatz führende Beamte des Reviers die Versammelten um Ruhe und erteilt der Personengruppe einen Platzverweis. Dem leistet niemand Folge. Der Beamte erklärt die drohenden Konsequenzen des Nichtfolgens (Räumung, ggf. unter unmittelbarem Zwang). Die Versammelten reagieren mit Gelächter. Daraufhin werden die Halter der drei Blockadefahrzeuge ermittelt. An sie ergeht die Aufforderung, die Fahrzeuge wegzufahren, mit der Androhung des Abschleppens. Dies wird kurz darauf befolgt.

20.40 Uhr:
Eintreffen des Außendienstleiters der Polizeidirektion Chemnitz und Übernahme des Einsatzes. Der Bus steht unverändert ca. 50 m vor der Unterkunft.

Ab 21 Uhr:
Der Bus mit 20 Asylsuchenden wird nach Beenden der Fahrzeugblockade direkt vor den Eingang der Unterkunft gelotst. Gleichzeitig setzen sich die Versammelten in Richtung Eingang in Bewegung. Der Polizeiführer verfügt jetzt über 23 Einsatzkräfte. Aufgrund des Kräfteverhältnisses und der frei zugänglichen Örtlichkeit ist ein Fernhalten der Protestierenden vom Bus nicht möglich. Deshalb wird sich auf den unmittelbaren Eingangsbereich konzentriert. Es gibt lautstarke Protestrufe. Ein Rufer droht das Begehen einer Straftat an. Die Businsassen wollen das Fahrzeug nicht verlassen. Mit einem Dolmetscher, der die Asylbewerber bereits in der Unterkunft erwartet, versuchen die Einsatzkräfte die Ankommenden zum Aussteigen zu bewegen.
Die Lage verschärft sich, als aus dem Bus heraus die Protestierenden gefilmt werden und von einem Jungen provozierend gestikuliert wird (u.a. Zeigen des Mittelfingers). Um die Situation zu beruhigen, wird der Junge aus dem Bus in die sichere Unterkunft gebracht. Für diese Maßnahme macht sich einfacher unmittelbarer Zwang notwendig.

21.20 Uhr:
Um Angriffe gegen den Bus und die Insassen vorzubeugen, entschließt sich der Polizeiführer nach Rücksprache mit dem Vertreter des Landratsamtes, die Businsassen schnellstmöglich in die Unterkunft zu bringen. Bei zwei weiteren Ankommenden macht sich dafür ebenfalls einfacher unmittelbarer Zwang notwendig. Die anderen Asylsuchenden beziehen nach Aufforderung selbstständig ihre Unterkunft.

22 Uhr:
Die Unterstützungskräfte aus Zwickau treffen ein. Zu diesem Zeitpunkt sind alle Asylsuchenden in der Unterkunft und ihr Gepäck ist ausgeladen. Die Zahl der Versammelten reduziert sich rasch.

22.26 Uhr:
Alle Versammelten haben den Ort verlassen. Das Lagezentrum wird informiert.

22.30 Uhr
Der Einsatz wird beendet. Es gibt keine unmittelbar Verletzten und keine Sachschäden. Aufgrund gesundheitlicher Beschwerden muss eine Asylbewerberin medizinisch betreut werden. Es gibt Anzeigen gegen die drei Fahrzeugbesitzer aus Clausnitz und Frauenstein wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und Nötigung sowie gegen einen weiteren Tatverdächtigen wegen des Verdachts der Androhung von Straftaten. Die Bestreifung des Bereiches beginnt.
Polizeipräsident Uwe Reißmann:

„An diesem Einsatz gibt es nichts zu rütteln. Um die Situation nicht noch mehr zu verschärfen und damit Verletzte und Sachschäden zu riskieren, war es notwendig, die Asylsuchenden schnellstmöglich in ihre Unterkunft zu bringen. Dafür war einfacher unmittelbarer Zwang zum Schutz bei drei der Ankommenden notwendig. Für unseren mehrstündigen, hochemotionalen Einsatz, bei dem es am Ende keine Verletzten und Sachschäden gab, mit einer kurzen, losgelösten Videosequenz und ohne bisherige Kenntnis der Hintergründe öffentlich angeprangert zu werden, weise ich entschieden zurück. Ich bedanke mich ausdrücklich bei den Kollegen der Bundespolizei dafür, dass sie Unterstützung für die Landespolizei geleistet haben.“

PM der PD Chemnitz vom 20.02.2016

WAZ: NRW-Polizisten sind nur zu 75 Prozent einsatzfähig

„Unbesetzte Stellen und hoher Krankenstand: Die NRW-Polizei ist nur zu 75 Prozent einsatzfähig, kritisiert der Bund Deutscher Kriminalbeamter.“

Online-Artikel, 14.02.2016
http://www.derwesten.de/politik/nrw-polizisten-sind-nur-zu-75-prozent-einsatzfaehig-id11563024.html#plx1465245007

Peiner Allgemeine: Widerstand gegen Polizei: 1200 Euro Strafe

„Wegen Widerstandes gegen Polizeibeamte musste sich gestern ein 28-jähriger Peiner vor dem Amtsgericht verantworten. Das Urteil: Der Mann muss als Strafe 1200 Euro zahlen.“

Online-Artikel, 20.02.2016
http://www.paz-online.de/Peiner-Land/Stadt-Peine/Widerstand-gegen-Polizei-1200-Euro-Strafe

Da die Tagessätze fehlen, sagt der Betrag im Prinzip nichts aus…

PI Oldenburg Stadt / Ammerland: Polizeiliche Kriminalstatistik 2015 – Auszug

Besondere Sorge bereitet dem Leiter der Inspektion, Herrn Leitenden Polizeidirektor Eckhard Wache, die nach wie vor zunehmende Gewalt gegen Polizeibeamte. Mit allein 55 Taten so genannter Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte gab es sieben Fälle mehr als im Jahr 2014, eine Steigerung um 14,58 Prozent. In 51 von 55 Fällen war Alkohol mit ursächlich.

PM der PI Oldenburg Stadt / Ammerland vom 19.02.2016

PI Osnabrück: Kriminalstatistik 2015 – Auszug

Roheitsdelikte / Raub / Körperverletzung /Widerstand

Absolut positiv zu bewerten ist der Rückgang bei den Rohheitsdelikten. Körperverletzungen und Raubstraftaten sind ein wesentlicher Bestandteil dieses Kriminalitätsbereiches. In den Jahren 1994 – 2009 war ein fast kontinuierlicher Anstieg der Fallzahlen auf 4.874 Taten zu beobachten. Seit 2010 hat sich dann diese Entwicklung umgekehrt. Mit 4.130 Fällen liegt der Rückgang bei 265 Taten. Die Raubstraftaten gingen um 21 % (-68) auf 247 zurück. Die Aufklärungsquote von mehr als 50 % umfasst auch die erfolgreichen Ermittlungen gegen zwei Räuber, die im Herbst vergangenen Jahres mehrere Überfälle auf Tankstellen und Einzel- handelsgeschäfte im Nordkreis begangen hatten. Zu den ihnen zuzurechnenden sechs Raubstraftaten gehört unter anderem der Überfall auf einen Textildiscounter in Wallenhorst. Beide 24 und 34 Jahre alten Täter wurden festgenommen und sitzen in einer Justizvollzugsanstalt. Viele polizeilichen Einsätze drehen sich um körperliche Auseinandersetzungen. Einsätze, die oftmals im Nachtdienst und am Wochenende zu bewältigen sind. Nicht selten stehen die Täter unter Alkoholeinfluss und die Opfer müssen ärztlich versorgt werden. Um die Aggressionen zu bewältigen müssen die Polizisten entweder mit Fingerspitzengefühl und Diplomatie auftreten oder auch körperliche Gewalt anwenden, um die Schläger zu bändigen. Umso erfreulicher ist die Entwicklung in diesem Bereich. Mit 2746 Körperverletzungen weist die Kriminalstatistik die geringste Zahl der letzten zehn Jahre auf. Michael Maßmann erinnert dabei an das Projekt „Gewalt bleibt draußen“, das sich mit den Auseinandersetzungen im Diskokontext befasst. „Das Projekt, bei dem auffällige Schläger ein befristetes Betretungsverbot für festgelegte Bereiche rund um Osnabrücker Osnabrücker Diskotheken bekommen, könnte sich hier positiv ausgewirkt haben. Im letzten Jahr haben wir drei Betretungsverbote gegen Schläger ausgesprochen.“

Für die Polizei von besonderer Bedeutung ist die Zahl der Widerstände gegen Vollstreckungsbeamte. Der statistische Rückgang auf 120 (-26) Widerstandshandlungen gibt die Empfindungen der Streifenbeamten nicht wieder. Für sie ist insbesondere die Intensität der Angriffe angestiegen. Zu den Widerständen müssen 70 Taten gerechnet werden, bei denen Polizeibeamte Opfer anderer Straftaten geworden sind. Die häufigsten Angriffe auf Ordnungshüter folgten durch tretende (44) und schlagende (41) Personen. In elf Fällen wurden Hieb- und Stichwaffen gegen Beamte eingesetzt.

PM der PI Osnabrück vom 19.02.2016

PI Celle: Kriminalstatistik 2015 – Auszug

Gewalt gegen Polizeibeamte

Delikte, bei denen Polizeibeamte Opfer von Straftaten wurden, sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Die Zahl der durch diese Taten verletzten PolizeibeamtenInnen ist mit 16 deutlich gegenüber dem Vorjahr gestiegen (11). Mit speziellen Trainings in dem eigens dafür eingerichteten Trainingsraum und auch der persönlichen Ausstattung sollen sich die Beamtinnen und Beamten auch in Zukunft auf solche Situationen vorbereiten.

PM der PI Celle vom 19.02.2016

Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern): Männliche Person flüchtet vor der Polizei und stützt dabei vom Balkon eines Wohnhauses

Am 17.02.2016, gegen 20:55 Uhr, wurde die Polizei in Greifswald in die Maxim-Gorki-Straße zur Klärung eines zivilrechtlichen Streits gerufen. Der 16-jährige Anrufer gab an, dass ihm durch einen Bekannten sein Radio nicht wieder zurückgegeben wird. Durch die Polizei wurde die Wohnung des 17-jährigen Störes in der 4. Etage des Wohnhauses aufgesucht. Dort konnte der Sachverhalt geklärt werden und dem Anrufer sein Radio wieder ausgehändigt werden. Als die Polizeibeamten das Wohnhaus wieder verlassen wollten, kam ihnen der Störer hinterhergelaufen und teilte mit, dass sein 16-jähriger Bruder vom Balkon gestürzt ist. Vor dem Wohnhaus bestätigte sich der Sachverhalt. Bei dem Sturz zog sich der 16-Jährige so schwere Verletzungen zu, dass er mit einem Rettungswagen ins Universitätsklinikum Greifswald gebracht werden musste. Dort wurde er stationär aufgenommen. Die Verletzungen sind aber nicht lebensbedrohlich.

Zu den Hintergründen für den Sturz befragt, gab die Mutter des 16-Jährigen an, dass ihr Sohn sich in den nächsten Tagen in der Justizarrestanstalt in Neustrelitz melden muss. Als die Polizei zur Klärung des oben genannten Sachverhaltes die Wohnung betrat, dachte er die Polizei sei seinetwegen gekommem und versuchte über den Balkon zu flüchten. Hierbei verlor er den Halt und stürzte in die Tiefe.

PM des PP Neubrandenburg vom 18.02.2016

Jockgrim (Rheinland-Pfalz): Brand in Mehrfamilienhaus

Am 17.02.2016 um 15:45 Uhr kam es zu einer Brandentwicklung in einem Mehrfamilienhaus im Blumenring. Eine Bewohnerin verständigte die Rettungsleitstelle, da sie nach dem Auslösen eines Rauchmelders ein Feuer im Kinderzimmer festgestellt hatte. Die eintreffende Feuerwehr konnte den Brand bekämpfen, so dass kein größerer Schaden entstand. Durch die Rauchentwicklung wurden zwei Polizeibeamte durch Rauchgasinhalation leicht verletzt und mussten vorsorglich im Krankenhaus versorgt werden. Die genaue Brandursache muss noch ermittelt werden. Es wurde ein Fachkommissariat der Kriminalinspektion verständigt.

PM des PP Rheinpfalz, PI Wörth, vom 18.02.2016

Frankfurter Neue Presse: Arbeitsbelastung der Polizeibeamten – Überstunden-Alarm bei der Polizei

„Demonstrationen, Staatsbesuche, Einheitsfeierlichkeiten – die Arbeitsbelastung der Polizeibeamten in Frankfurt ist im vergangenen Jahr überdurchschnittlich hoch gewesen. Die Zahl der Überstunden kletterte um 24 560 auf einen Rekordwert.“

Online-Artikel, 17.02.2016
http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Ueberstunden-Alarm-bei-der-Polizei;art675,1857258H

Berliner Morgenpost: Silvester: Feuerball verletzte Berliner Polizistin schwer

„Eine Polizistin wurde bei einer Attacke in der Silvesternacht doch schwer verletzt. Ein 1000 Grad Celsius heißer Feuerball traf sie.“

Online-Artikel, 17.02.2016
http://www.morgenpost.de/bezirke/tempelhof-schoeneberg/article207054933/Silvester-Feuerball-verletzte-Berliner-Polizistin-schwer.html

Polizeidirektion Oldenburg (Niedersachsen): Polizeiliche Kriminalstatistik 2015 (Auszug)

Gewalt gegen Polizeibeamte

Die landesweite Entwicklung bei der Anzahl der Widerstandshandlungen und der Zahl der Körperverletzungen gegen Polizeibeamtinnen und  -beamten spiegelt sich auch in der Polizeidirektion Oldenburg wider. Betrugen die Widerstandshandlungen im Jahr 2011 noch 398 sind sie im Verlauf der letzten Jahre auf 284 in 2014 gesunken. Bei 287 Widerstandshandlungen im Jahr 2015 bewegen sie sich ungefähr auf demselben Niveau wie ein Jahr zuvor.

Einen deutlichen Anstieg hat es hingegen bei den sogenannten Rohheitsdelikten, wie zum Beispiel Körperverletzungen, gegeben. Noch im Jahr 2013 gab es nur 138 Taten. Diese sind in den letzten beiden Jahren auf 173 und zuletzt 221 angestiegen.

„Unsere Kolleginnen und Kollegen setzen sich stets mit einem ausgesprochen großen Engagement für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger auch unter schwierigen Einsatzbedingungen ein. Es ist dabei nicht immer zu verhindern, dass sie selbst bei ihren Einsätzen verletzt werden. Ich möchte mich auch an dieser Stelle ausdrücklich für die geleistete Arbeit bei ihnen bedanken“, sagt Polizeipräsident Johann Kühme.

PM der PD Oldenburg vom 18.02.2016

Es ist sicherlich korrekt, dass man Verletzungen nicht verhindern kann in dem Beruf. Man kann aber schon versuchen, die Gesellschaft zu sensibilisieren, somit die Verletzungen zu minimieren und die Anerkennung für diesen Beruf zu steigern.

Polizeikommissariat Elze (Niedersachsen): Kriminalstatistik 2015 (Auszug)

In 4 (9) Fällen waren Beamte aus dem Einsatz- und Streifendienst, die in der Regel die ersten am Tatort sind, Opfer von Angriffen – blieben aber ausnahmslos weiterhin dienstfähig. In allen Fällen wurden hier gegen 100% ermittelte Täter Widerstandsanzeigen gefertigt.

PM der PI Hildesheim vom 18.02.2016

Waiblingen (Baden-Württemberg): Frau nach Unfall mit Polizeifahrzeug schwerverletzt-Hinweise auf schwarzen Motorroller gesucht

Symbolfoto
Symbolfoto

Schwere Verletzungen zog sich eine 78 Jahre alte Spaziergängerin bei einem Unfall am Mittwochmittag zu. Die Frau war gegen 13 Uhr im Bereich des Verbindungsweges in Verlängerung der Esslinger Straße im Gewann Kostesol unterwegs, als sie von einem Zivilwagen der Polizei erfasst wurde, der von einem 23-jährigen Polizeibeamten gelenkt wurde. Nach bisherigen Feststellungen schaltete sich der 23-Jährige mit seinem Kollegen in eine aktuell laufende Verfolgungsfahrt einer anderen Streifenbesatzung mit einem flüchtenden Rollerfahrer im Bereich des Schulzentrums in der Steinbeisstraße ein. Der 23-Jährige war zum Unfallzeitpunkt in Richtung Hegnach unterwegs, während die 78-Jährige ihm auf dem geteerten Weg entgegenkam. Im Bereich einer leichten Rechtskurve kam es dann zum Zusammenstoß, bei dem die Frau schwerverletzt wurde. Die Schwerverletzte wurde durch einen sofort verständigten Notarzt sowie einer Rettungswagenbesatzung vor Ort versorgt und anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert. An dem Zivilfahrzeug entstand Sachschaden von etwa 3000 Euro. Der Verkehrsunfallaufnahmedienst des Verkehrskommissariats Backnang hat die Ermittlungen, insbesondere zum genauen Unfallhergang, aufgenommen.

In Zusammenhang mit der erwähnten Verfolgungsfahrt sucht das Polizeirevier Waiblingen um Hinweise auf einen schwarzen Motorroller mit Versicherungskennzeichen. Dessen Fahrer, der einen schwarzen Helm trug und dunkel bekleidet war, entzog sich kurz vor 13 Uhr einer Streifenbesatzung des Waiblinger Reviers im Bereich der Westumfahrung einer routinemäßig beabsichtigten Verkehrskontrolle. Der Fahrer entfernte sich dabei mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Schmidener Straße bzw. Schulzentrum Steinbeisstraße, wo er letztlich aus den Augen verloren wurde. Das Polizeirevier sucht unter Telefon 07151/950-422 Zeugen, die den Roller während der Verfolgung beobachten konnten bzw. Hinweise auf selbigen oder dessen Fahrer geben können.

PM des PP Aalen vom 17.02.2016

Berlin: Nach Angriff auf Polizeiwagen und Sachbeschädigungen Zeugen gesucht

Zeugenaufruf_Berlin_kleinNach Würfen von Steinen auf einen Funkwagen und weiteren Sachbeschädigungen in Neukölln durch bisher unbekannt gebliebene Täter sucht der Polizeiliche Staatsschutz nach Zeugen. Die Taten ereigneten sich am Samstag, dem 6. Februar 2016, gegen 23 Uhr in der Jansa- und Hobrechtstraße.

Die Ermittler haben folgende Fragen:

  • Wer hat die Täter beobachtet und kann diese beschreiben und/oder wiedererkennen?
  • Wer hat vor oder nach den Taten verdächtige Beobachtungen gemacht, insbesondere von Personen und deren Verbleib?
  • Wer kann weitere, sachdienliche Hinweise zur Ermittlung der Täter geben?

Hinweise nehmen der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes im Bayernring 44 in Tempelhof unter der Telefonnummer (030) 4664 – 952 325 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Erstmeldung Nr. 0361 vom 07.02.2016 – Einsatzwagen angegriffen
Während eines Einsatzes wurde in der vergangenen Nacht ein Funkwagen des Polizeiabschnitts 54 in Neukölln beschädigt. Die Besatzung des Streifenwagens wurde kurz nach 23 Uhr zur Hobrechtstraße gerufen, da dort eine Personengruppe von ca. 50 bis 100 teilweise vermummten Personen mehrere Sachbeschädigungen begangen haben soll. Als die Streife in die Weserstraße einbog, standen die Beamten ca. 10 bis 15 Meter vor der Gruppe. Sie fuhren danach in die Jansastraße, in der sie dann aus der Gruppe heraus mit verschiedenen Gegenständen, unter anderem mit Steinen, beworfen wurden, bevor die Angreifer weiter zogen und im Anschluss unerkannt entkamen. Beide Polizisten blieben unverletzt. Der Einsatzwagen musste auf Grund der Beschädigungen im Anschluss ausgetauscht werden. Bei der anschließenden Begehung der näheren Umgebung stellten die Polizisten in der Hobrechtstraße und in der Friedelstraße diverse Sachbeschädigungen an mehreren dort abgestellten Fahrzeugen fest. Am Reuterplatz wurde eine Scheibe des Quartiermanagements beschädigt. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

PM Nr. 456 der Polizei Berlin, Neukölln, vom 17.02.2016

Polizeidirektion Hannover: Polizeiliche Kriminalstatistik 2015 (Auszug)

Polizeibeamte als Opfer einer Straftat

Seit Beginn 2010 wird die Opfereigenschaft von Polizeibeamten erfasst und damit einhergehend ein kontinuierlicher Anstieg der Fallzahlen registriert. 2014 wurde erstmals ein Rückgang um 102 Fälle auf 683 (minus 13 Prozent) festgestellt. Dieser Trend setzte sich im vergangenen Jahr mit einem Rückgang um weitere 98 Fälle (14,35 Prozent) fort – in 585 Fällen wurde mindestens ein Polizeibeamter Opfer einer Straftat. Hinter der Zahl 585 verbergen sich u.a. Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte und Körperverletzungsdelikte.

Beide Bereiche haben Rückgänge erfahren. Die Widerstandshandlungen sind 2015 um 47 auf 251 Verfahren gesunken. Bei der leichten Körperverletzung registrierte die Behörde einen Rückgang auf 229 (minus 15), im Bereich der gefährlichen und schweren Körperverletzungsdelikte auf 64 (2014:79).

PM der PD Hannover vom 17.02.2016

Polizeidirektion Osnabrück: Polizeiliche Kriminalstatistik 2015 vorgestellt (Auszug)

Gewalt gegen Polizeibeamte: Anzahl der Fälle gesunken – Aber: Intensität der Gewalt nimmt zu

Das Phänomen Gewalt gegen Polizeibeamte ist in 2015 nach wie vor in Thema. Es gab zwar einen Rückgang der Taten um 57 auf 451 Taten. [Polizeipräsident] Witthaut: „Die Intensität und Qualität der Gewalt hat zugenommen.“

Polizisten sähen sich immer öfter bei Einsätzen einer größeren Gefahr ausgesetzt, schwere Verletzungen davonzutragen. Im Laufe des Jahres 2015 wurden 280 Beamtinnen und Beamte verletzt (2014 waren es 208).

Auffällig: Rund 74 % aller Fälle geschahen unter dem Einfluss von Alkohol bzw. anderer Drogen. Witthaut: „Der teilweise extreme Alkoholkonsum führt offensichtlich zu einem enthemmten und respektlosen Auftreten gegenüber der Polizei sowie zu gefährlichen Situationen für die einzelnen Polizeibeamten.“ Die Delikte im Bereich Gewalt gegen Polizeibeamte teilen sich überwiegend in die Straftatbestände Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzungsdelikte auf.

PM der PD Osnabrück vom 17.02.2016

Polizeidirektion Braunschweig: Kriminalstatistik 2015 veröffentlicht (Auszug)

Im Bereich der Rohheitsdelikte wurden erstmals wieder mehr Taten als in den Vorjahren begangen. Konkret stieg diese Zahl um 186 auf 10.671 Taten. Das sind 1,77 % mehr als 2014. Körperverletzungen, Nötigungen und Bedrohungen haben hier zugenommen. Das gilt auch für Körperverletzungsdelikte gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten. Während 2015 die Fälle wegen Widerstände um 14,29 Prozentpunkte zurückgegangen sind, stieg die Zahl der Beamtinnen und Beamten, die Opfer einer Körperverletzung wurden, um 22,5 %.

PM der PD Braunschweig vom 17.02.2016

kreiszeitung.de: „Polizei ist für den Bürger da – nicht gegen ihn“

„Ein Polizist wird bei einer Routinekontrolle in Herborn angegriffen und erstochen, sein Kollege schwer verwundet. 23 Polizisten werden nach einem Fußballspiel von randalierenden Fans am Gelsenkirchener Hauptbahnhof verletzt.“

Online-Artikel, 15.02.2016
http://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/weyhe-ort54198/trotzdem-steigt-auch-kreis-diepholz-zahl-attacken-gegen-beamte-6123611.html

„Nach wie vor ist die Arbeit sein Traumberuf. Nur eine Sache betrübt ihn: „Man ist ja Polizist geworden, weil man Menschen helfen möchte und wird in der Öffentlichkeit größtenteils so überhaupt nicht wahrgenommen.““ (Zitat aus dem verlinkten Artikel).

Viele Bürgerinnen und Bürger nehmen Euch so wahr – wir fallen Euch nur nicht so sehr auf wie die anderen.

Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. sind ein Verein von Bürgern für Polizeibeamte… Bürger, die Euch eben genau so wahrnehmen.

rosenheim24.de: Todesschüsse: So hat sich die Staatsanwaltschaft entschieden

„Am 25. Juli 2014 verlor André B. sein Leben – die Kugel aus der Waffe eines Zivilfahnders traf ihn tödlich in den Hinterkopf. Nach rund 19 Monaten hat die Staatsanwaltschaft über eine Anklage-Erhebung entschieden!“

Online-Artikel, 15.02.2016
http://www.rosenheim24.de/bayern/todesschuesse-burghausen-sich-staatsanwaltschaft-entschieden-5913453.html

Hessisches Landeskriminalamt nimmt vier Personen fest und beschlagnahmt 30.000EUR Falschgeld sowie 1 kg Amphetamin

Bildquelle: LKA Hessen
Bildquelle: LKA Hessen

Beamte des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main haben im Auftrag des Hessischen Landeskriminalamts am 08.02.2016 kurz nach Mitternacht zwei männliche Personen im Bereich Wiesbaden auf der A66 an der Ausfahrt Mainzer Straße kontrolliert. Einer der Fahrzeuginsassen wurde durch die Schussabgabe eines Polizeibeamten verletzt und im unmittelbaren Anschluss in ein Wiesbadener Krankenhaus eingeliefert, eine Lebensgefahr bestand jedoch nicht (wir berichteten hier). Die Staatsanwaltschaft in Wiesbaden führt derzeit die diesbezüglichen Ermittlungen.

Hintergrund der Kontrolle war ein vom Hessischen Landeskriminalamt und der Staatsanwaltschaft Darmstadt gegen eine Tätergruppierung italienischer Herkunft wegen Geldfälschung, Inverkehrbringen von Falschgeld, Urkundenfälschung sowie Betäubungsmittelschmuggel und -handel geführtes Ermittlungsverfahren. Im Rahmen der Ermittlungen fanden die Fahnder heraus, dass am 31.01.2016 eine Kurierfahrt nach Italien erfolgen sollte, bei der eine größere Menge Falschgeld beschafft werden sollte. Auf der Rückreise wurden zwei der Tatverdächtigen und ihr Fahrzeug auf der A66 einer Kontrolle unterzogen. Hierbei wurden 30.000 Euro Falschgeld in 50,- und 100,- Euro Noten, ca. 1 kg Amphetamin sowie ein gefälschter italienischer Personalausweis beschlagnahmt. Das Fahrzeug war augenscheinlich zum Schmuggel präpariert und mit zahlreichen Verstecken ausgestattet. Im Rahmen anschließender Durchsuchungsmaßnahmen konnten die eingesetzten Beamten zwei weitere Tatverdächtige, eine 37-jährige Frau aus Wiesbaden und einen 50-jährigen Mann aus Groß-Gerau, festnehmen. Am 09.02.2016 erließ das Amtsgericht Darmstadt U-Haftbefehl gegen alle vier Tatverdächtigen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

PM des LKA Hessen vom 15.02.2016

Augsburger Allgemeine: Augsburger Polizistenmörder sind am Ende

Schlusspunkt beim Augsburger Polizistenmord: Der Bundesgerichtshof beendet den Fall des getöteten Beamten Mathias Vieth. Der Sohn des Opfers trifft eine überraschende Berufswahl.“

Online-Artikel, 13.02.2016
http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Augsburger-Polizistenmoerder-sind-am-Ende-id36941017.html

Und was ist an der Berufswahl jetzt überraschend?

SWR: Hubertus Kesselheim – Freund und Helfer für die Polizei

„Die Polizei – „dein Freund und Helfer“. Nach Großveranstaltungen wie Fastnacht sind viele Beamte aber selbst am Rande ihrer Kräfte und brauchen Hilfe. Der Polizeiseelsorger genau dafür da.“

Link vom 10.02.2016
http://www.swr.de/landesschau-rp/couchgespraech/hubertus-kesselheim-freund-und-helfer-fuer-die-polizei/-/id=5661010/did=16937486/nid=5661010/1ax07u0/index.html

Kuhs (Mecklenburg-Vorpommern): Schwerer Verkehrsunfall auf der B 103

Am Freitagnachmittag kurz nach 15:00 Uhr kam es auf der B 103 zwischen der Einmündung nach Zehlendorf und Kuhs zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 61-jähriger Hyundai-Fahrer, welcher von Kritzkow in Richtung Güstrow fuhr, scherte plötzlich aus einer Fahrzeugkolonne aus und kollidierte mit einem entgegenkommenden Polizeitransporter. Der Aufprall war so stark, dass der Hyundai-Fahrer eingeklemmt und durch die Feuerwehr aus dem Fahrzeugwrack geschnitten werden musste. Nach seiner Stabilisierung vor Ort wurde er mit dem Rettungshubschrauber in das Universitätsklinikum Rostock geflogen. Auch der 57-jährige Polizeibeamte wurde wegen des Verdachts einer Wirbelsäulenprellung mit einem zweiten Hubschrauber ins Südstadtklinikum Rostock abtransportiert. Die 51- und 61-jährigen Mitfahrerinnen des Unfallverursachers wurden mit Beinverletzungen und Schmerzen im Hüftbereich mit Rettungswagen in das KMG Klinikum Güstrow gebracht. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. Die Straße war während der Rettungs- und Bergungsarbeiten und der Unfallaufnahme durch die Polizei und die DEKRA über zwei Stunden voll gesperrt.

PM des PP Rostock vom 13.02.2016

Sächsische Zeitung: Polizist in Leipzig verurteilt

„Das Leipziger Amtsgericht hat ein Urteil gegen Polizeigewalt gesprochen. Ein Beamter hat einen Fußballfan unverhältnismäßig attackiert, entschied die Kammer. Im Fokus stand ein Spiel der BSG Chemie Leipzig vor zweieinhalb Jahren.“

Online-Artikel, 11.02.2016
http://www.sz-online.de/sachsen/polizist-in-leipzig-verurteilt-3321046.html

svz.de: MEK-EINSATZ IN LUTHERAN : Schüsse mitten im Dorf

In Lutheran ist es am frühen Abend zu einem MEK-Einsatz gekommen. Bei der vom Landeskriminalamt (LKA) Hamburg geführten Aktion  wurde eine Person angeschossen und lebensbedrohlich verletzt.“

Online-Artikel, 12.02.2016
http://www.svz.de/lokales/zeitung-fuer-goldberg-luebz-plau/schuesse-mitten-im-dorf-id12724491.html

Da es nicht Vereinszweck von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. ist, sich an sinnbefreiten Spekulationen zu beteiligen, warten wir hier einfach auf die Ermittlungsergebnisse.

Thüringer Allgemeine: Demos lassen Arbeitszeiten der Polizeibeamten explodieren

„Seit Monaten stecken in Thüringen Polizeibeamte an Wochenenden in den Stiefeln. Pegida, Thügida, und noch viele weitere Aufmärsche und die in aller Regel angemeldeten Gegendemonstrationen stehen an, Fußballspiele wollen abgesichert werden.“

Online-Artikel, Datum?
http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Demos-lassen-Arbeitszeiten-der-Polizeibeamten-explodieren-1633722066

Polizeinews.ch: Verletzung vermutlich nicht von Gummischrot

„Die Staatsanwaltschaft I hat im Zusammenhang mit den Vorfällen an der „Tanz dich frei“-Veranstaltung in Winterthur das Strafverfahren wegen Amtsmissbrauchs und fahrlässiger schwerer Körperverletzung am 3. Februar 2016 eingestellt. Aufgrund der Auswertung des Bildmaterials ist es sehr unwahrscheinlich, dass die schwere Augenverletzung einer Teilnehmerin durch den polizeilichen Gummischroteinsatz verursacht wurde. Der wiederholte Einsatz von Gummischrot war zudem verhältnismässig.“

Online-Artikel, 09.02.2016
http://www.polizeinews.ch/Verletzung+vermutlich+nicht+von+Gummischrot/570351/detail.htm

Merkur: „Welche Polizei wollt ihr?“ Dorfens Polizeichef ist wütend

„Der Unsinnige Donnerstag in Dorfen ist insgesamt recht ruhig verlaufen. Eigentlich gab es keine größeren Zwischenfälle. Eigentlich. Ein Vorfall macht Dorfens Polizeichef Ulrich Milius nämlich richtig wütend.“

Online-Artikel, 06.02.2016
http://www.merkur.de/lokales/erding/dorfen/welche-polizei-wollt-ihr-dorfens-polizeichef-wuetend-nach-hemadlenzn-einsatz-6101421.html

 

Recht hat er!

Allgemeine Zeitung: Angreifer in Budenheim angeschossen – Keine Konsequenzen für Polizisten

„Der Polizeibeamte, der am Abend des 3. Januar in Budenheim mit seiner Dienstwaffe einen 28-jährigen Angreifer angeschossen und schwer verletzt hatte, muss weder dienst- noch strafrechtliche Konsequenzen befürchten.“

Online-Artikel, 04.02.2016
http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/budenheim/angreifer-in-budenheim-angeschossen-keine-konsequenzen-fuer-polizisten_16612368.htm

Wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. stehen hinter diesem Polizisten und freuen uns über dieses Ergebnis.

Wir berichteten hier über den Vorfall.

Süddeutsche Zeitung: Den Ermittlern das Vertrauen schenken

„Wurde ein Anschlag in Berlin verhindert? Oder zeigt die Razzia nur die übergroße Nervosität?“

Online-Artikel, Süddeutsche Zeitung, 04.02.2016
http://www.sueddeutsche.de/politik/terrorverdacht-in-berlin-den-ermittlern-das-vertrauen-schenken-1.2848931

Ein polizeifreundlicher Bericht in der Süddeutschen – es geschehen noch Zeichen und Wunder…

Berlin: Kollision bei Einsatzfahrt

Auf dem Weg zu einem Einsatz in Neukölln stieß in der vergangenen Nacht ein Funkwagen mit einem Taxi zusammen. Nach den bisherigen Erkenntnissen befuhr gegen 22.20 Uhr der Einsatzwagen, mit Sonder- und Wegerechten, die Lahnstraße und fuhr bei Rot in den dortigen Kreuzungsbereich. Hier kam es zum Zusammenstoß mit dem Taxi, welches auf der Karl-Marx-Straße in Richtung Buschkrugallee unterwegs war. Bei dem Aufprall verletzte sich eine 56-jährige Frau am Knie, die sich als Fahrgast im Taxi befand. Der 60-jährige Taxifahrer blieb unverletzt. Der Fahrer des Polizeifahrzeugs musste seinen Dienst beenden, seine Kollegin blieb unverletzt. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrfähig. Während der Bergungsarbeiten und Unfallaufnahme kam es bis kurz nach Mitternacht zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

PM Nr. 347 der Polizei Berlin, Neukölln, vom 06.02.2016

Rostock (Mecklenburg-Vorpommern): Polizisten von Schäferhund attackiert

Am Sonntag kamen gegen 22:00 Uhr zwei Beamte der Rostocker Polizei wegen eines alkoholisierten Mannes im Stadtteil Evershagen zum Einsatz.

Die Mutter des 44-jährigen Rostockers wandte sich hilfesuchend an die Polizei, weil ihr Sohn betrunken in der Wohnung randalierte. Sie erwartete die beiden eingesetzten Polizeibeamten bereits vor der Wohnungstür. Als sie die Tür öffnete, griff der Schäferhund des Sohnes die Beamten an und biss zu. Beide Polizisten erlitten bei der Beißattacke leichte Verletzungen und sind gegenwärtig nicht mehr dienstfähig.

Die Rostocker Kriminalpolizei hat sofort die Ermittlungen aufgenommen.

PM des PP Rostock vom 08.02.2016

Borgholzhausen (Nordrhein-Westfalen): Polizeibeamter bei Unfallaufnahme angefahren und schwer verletzt

Am Mittwochmorgen (10.02.) gegen 05.50 Uhr befuhr ein 25-jähriger Autofahrer aus Bissendorf mit einem Pkw Toyota die Bahnhofstraße aus Richtung Osnabrück kommend in Fahrtrichtung Halle.

Nach eigenen Angaben kam der Fahrer aufgrund von „Sekundenschlaf“ plötzlich nach rechts von der Fahrbahn ab und überschlug sich mit dem Fahrzeug. Der 25-Jährige wurde nicht nennenswert verletzt, der Pkw wurde total beschädigt.

Während der Unfallaufnahme fertigte ein 44-jähriger Beamter der Polizeiwache Halle Fotos von der Unfallstelle und stand dabei auf der rechten Fahrbahn der Bahnhofstraße in Fahrtrichtung Halle. Er war durch einen mit blauem Blinklicht eingeschalteten Streifenwagen abgesichert.

Ein 39-jähriger Autofahrer aus Bad Laer war auf der Bahnhofstraße mit einem Pkw Opel Vectra ebenfalls in Fahrtrichtung Halle unterwegs und fuhr links an dem Streifenwagen vorbei. Beim Wiedereinscheren erfasste der Opel-Fahrer mit der rechten Fahrzeugseite den Polizeibeamten, der zunächst auf die Motorhaube und dann gegen die Windschutzscheibe geschleudert wurde.

Der Polizeibeamte erlitt schwere Verletzungen und wurde nach Erstversorgung vor Ort zur weiteren Behandlung in ein Bielefelder Krankenhaus gebracht. Nach Auskunft der Ärzte besteht aber keine Lebensgefahr.

PM der KPB Gütersloh vom 10.02.2016

BAB 66 bei Wiesbaden (Hessen): Schusswaffengebrauch durch Polizeibeamten

Wiesbaden, Abfahrt Bundesautobahn 66 zur Mainzer Straße, 08.02.2016, gg. 00.15 Uhr

Am frühen Montagmorgen ist es in Wiesbaden zu einem Schusswaffengebrauch durch einen Polizeibeamten gekommen, bei dem ein 45 Jahre alter Mann schwer verletzt wurde. Der Kriminalbeamte war im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens eingesetzt, das beim Hessischen Landeskriminalamt geführt wird. Bei den Maßnahmen der Polizisten sollte ein Fiat im Bereich der Abfahrt von der A 66, an einer Ampel kontrolliert werden. Bei der Kontrolle machte der Kriminalbeamte aus bisher noch ungeklärter Ursache von seiner Schusswaffe Gebrauch und traf dabei den 45-jährigen Fahrer des Wagens. Sein 38-jähriger Beifahrer blieb unverletzt und wurde festgenommen. Das Polizeipräsidium Westhessen hat die Ermittlungen in diesem Fall übernommen. Am Einsatzort sicherten Spezialisten des Erkennungsdienstes die Spuren und stellten den Fiat sicher.

PM des PP Westhessen vom 08.02.2016

Wesel (Nordrhein-Westfalen): Mann (54) stirbt im Polizeigewahrsam Kripo geht von krankheitsbedingten Organversagen aus

In der Nacht zum Samstag (6. Februar) verstarb ein Mann (54) im Polizeigewahrsam der Weseler Polizei auf der Reeser Landstraße. Beamte hatten den stark alkoholisierten Mann nach einem Einsatz wegen Ruhstörung vor dem Marien-Hospital (Raucherpavillion) mitgenommen. Gegen 23.50 Uhr kam der Obdachlose in die Ausnüchterungszelle. Ein Arzt wurde gerufen, um die Gewahrsamsfähigkeit festzustellen. In dieser Zeit (rund 50 Minuten) führten die Polizisten regelmäßige Bewusstseinskontrollen bei dem Schlafenden durch. Als der Arzt mit der Untersuchung begann, hatte der Eingelieferte keine Vitalfunktion mehr. Der nachgeforderte Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Die Kriminalpolizei Duisburg hat die Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen. Nach derzeitigem Stand ist von einem krankheitsbedingten Organversagen auszugehen. Anhaltspunkte für eine Fremdschuld liegen nicht vor. Die Ermittlungen dauern an. Die Obduktion soll am Dienstag erfolgen.

PM der KPB Wesel vom 06.02.2016

Die Duisburger Kripo hat nach dem Tod eines 54-jährigen Mannes im Weseler Polizeigewahrsam die Ermittlungen übernommen. Am Dienstagmorgen (9.2.) fand die Obduktion statt. Es ergaben sich keine Anhaltspunkte für eine Fremdschuld – der Mann war an krankheitsbedingtem Organversagen gestorben. Der 54-Jährige war in der Nacht zum Samstag nach einem Einsatz wegen Ruhestörung von Polizisten mit zur Wache genommen worden. Der stark alkoholisierte Obdachlose kam in die Ausnüchterungszelle, wo er kurze Zeit später starb (s. Pressmitteilung vom 6.2.).

PM der KPB Wesel vom 10.02.2016

Luzern: Bussen und Geldstrafen bis zu 15’600 Franken für Fussballrandalierer

Die Staatsanwaltschaft Luzern hat 10 Fussballrandalierer zu Geldstrafen und Bussen verurteilt. Zudem haben alle Personen Stadion- und Rayonverbote erhalten. Die Verurteilten hatten sich im Mai 2015, nach einem Fussballspiel vom FC Luzern gegen den FC Zürich, an gewalttätigen Ausschreitungen in der Stadt Luzern beteiligt.

76% identifiziert: Hohe Aufklärungsrate von unbekannten Fussballrandalierern
Nach dem Fussballspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Zürich vom 25. Mai 2015 ist es in der Stadt Luzern zu gewalttätigen Ausschreitungen zwischen den beiden Fangruppierungen gekommen (siehe Medienmitteilung von 25.5.15). 34 unbekannte Beteiligte wurden von der Polizei gesucht. Die polizeilichen Ermittlungen und eine anschliessende Öffentlichkeitsfahndung führten dazu, dass insgesamt 26 Personen (Aufklärungsrate von rund 76%) identifiziert werden konnten. Weiterhin sind acht Beteiligte unbekannt und werden per Öffentlichkeitsfahndung gesucht (siehe: https://polizei.lu.ch/fahndung/randalierer).

Über 15’000 Franken Geldstrafe, Busse und Untersuchungskosten für Fussballrandalierer
Bisher wurden 10 Fussballrandalierer von der Staatsanwaltschaft Luzern verurteilt. Die Männer wurden u.a. wegen Landfriedensbruch, Vermummung und/oder Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte schuldig gesprochen. Sie wurden mit Geldstrafen zwischen 3’900.- bis 15’600.- Franken bestraft. Zudem müssen die Verurteilten Bussen bis zu 4’000 Franken und die Untersuchungskosten bezahlen. Die Urteile sind rechtskräftig. Den Betroffenen hat die Luzerner Polizei entsprechende Rayonverbote ausgesprochen. Zudem hat der FC Luzern auf Empfehlung der Polizei allen Verurteilten ein schweizweites Stadionverbot für drei Jahre ausgesprochen. Die Fälle von zwölf weiteren, identifizierten Randalierern wurden an Staatsanwaltschaften oder Jugendanwaltschaften von anderen Kantonen abgetreten. In weiteren vier Fällen kam es zu Einsprachen. Diese Verfahren sind noch nicht abgeschlossen.

Medienmitteilung der StA Luzern vom 10.02.2016

Erklärung des Polizeipräsidenten der Polizeidirektion Dresden

Bildquelle: Polizei-Beratung via PD Dresden
Bildquelle: Polizei-Beratung via PD Dresden

Polizeipräsident Dieter Kroll:
„Die Polizei erwartet ca. 15.000 Teilnehmer bei PEGIDA und in der Summe ca. 10.000 Gegendemonstranten. PEGIDA hält eine stationäre Kundgebung am Königsufer ab, aber der Zulauf der Teilnehmer wird aus allen denkbaren Richtungen erfolgen. Der größte Teil der Gegenprotestler wird auf dem Theaterplatz/Terrassenufer zu erwarten sein. Ein angezeigter Aufzug beabsichtigt, sich vom Hauptbahnhof auf einer festgelegten Route durch die Innenstadt bis zum Alaunpark zu bewegen.

Der Frieden in der Stadt ist darauf angewiesen, dass sich die Allermeisten bewusst sind, wie fragil damit die Sicherheitslage am Samstag im Herzen der Landeshauptstadt sein wird. Solche, sich in ihren Meinungen gegensätzlich und scheinbar unversöhnlich gegenüberstehenden Menschenmassen, ihre Bewegungen und Laufwege durch die Stadt sind nicht getrennt zu kanalisieren. Sie sind auch durch Polizeiketten und Gitter nicht zu beherrschen. Egal wie viele Beamte dafür eingesetzt würden. Es wird Begegnungen und Berührungspunkte geben – in Verkehrsmitteln, auf Parkplätzen oder auf dem Weg durch die Stadt. Unvermeidbar und gegen ihren Willen verwickelt: tausende internationale Touristen.

Das soll ein Appell an alle Demonstranten sein, sich selbst sowie das hohe Gut der Versammlungsfreiheit und unser Gemeinwesen auch vor denen zu schützen, die mit offen erklärten Gewaltabsichten anreisen. Ich meine Links- und Rechtsextremisten, die in ihren Gewaltphantasien die tausenden friedlichen Versammlungsteilnehmer „als Deckmasse“ ins Kalkül ziehen.

Wer Gewalt nicht will, muss der Gewalt Grenzen setzen! Im ganz wörtlichen Sinne heißt das für Samstag: Auf Distanz gehen! Jeder Versuch, den anderen an der Wahrnehmung seiner Grundrechte hindern zu wollen, setzt möglicherweise eine Spirale der Gewalt in Gang.

Das ist keine Bankrotterklärung der Polizei, sondern der unverzichtbare Hinweis darauf, dass der Rechtsstaat und seine Gesetze auf freie, mündige und verantwortlich handelnde Bürger setzen. Nur dann funktioniert`s.

Jedwede Betroffenheitsrhetorik „am Tag danach“, die ohne Auseinandersetzung mit der eigenen Verantwortung immer nur den „anderen“, auf jeden Fall aber immer der Stadt und der Polizei die Verantwortung zuweist, ist bestenfalls naiv oder zynisch. Sie ist insbesondere aber eines: selbstgerecht und unverantwortlich.

Das alles ist kein Spiel mit etwa nur unmaßgeblichen Folgen oder Nebenwirkungen, die davon ausgehen können. Es geht so allmählich um die Grundwerte unserer Demokratie, unseres Zusammenlebens. Der Graben, der durch die Gesellschaft geht, darf nicht noch tiefer werden!

Dafür würden wir als Polizeibeamte auch gerne selbst auf die Straße gehen! Natürlich gewaltfrei!“

PM der PD Dresden vom 04.02.2016

Frankfurt (Hessen): Zwei Jugendliche lösen größeren Polizeieinsatz aus

Bildquelle: Polizei Frankfurt / Main
Bildquelle: Polizei Frankfurt / Main

Zwei Jugendliche haben am Mittwochnachmittag in der Wiener Straße für einen größeren Polizeieinsatz gesorgt.

Gegen 15.15 Uhr beobachteten mehrere Anwohner die beiden bärtigen jungen Männer, von denen einer einen Tarnanzug trug, wie sie mit Sturmgewehren bewaffnet erst durch die Gärten der Anwesen schlichen und dann auf der Wiener Straße entlangliefen. Gleich mehrere Funkwagen wurden zum Ort des Geschehens entsandt. Die alarmierten Einsatzkräfte nahmen die Situation ausgesprochen ernst.

In der Sackgasse der Wiener Straße entdeckten sie zunächst einen der beiden Jungen (14), der einen auffälligen Scharfschützen-Tarnanzug trug und bewaffnet war. Auf Ansprache ließ er die Waffe fallen und konnte widerstandslos festgenommen werden. Kurz darauf erschien der zweite Jugendliche (15) in der Sackgasse. Eine Waffe hatte er nicht mehr bei sich. Auch er konnte widerstandslos festgenommen werden.

Das Sturmgewehr, das er zuvor versteckt hatte, konnte in unmittelbarer Nähe aufgefunden und sichergestellt werden. Bei den Waffen handelt es sich um täuschend echt aussehende Softairgewehre Modell AK 47 und G 36. Zudem hatte einer der beiden noch eine Softairhandgranate, die als Nachfüllbehältnis dient, bei sich. Auch diese wurde sichergestellt.

Lediglich dem besonnenen und umsichtigen Handeln der eingesetzten Beamten ist es zu verdanken, dass dieser Einsatz so glimpflich ausgegangen ist.

Die beiden Jugendlichen erwartet eine Ordnungswidrigkeitsanzeige. Was die Jungen dazu bewogen hat, ist noch völlig unklar. Die Polizei appelliert: Das Führen dieser sogenannten Anscheinswaffen in der Öffentlichkeit ist verboten. Die Polizei muss in einem Einsatz zunächst immer davon ausgehen, dass es sich um echte Waffen handelt. Verzichten Sie auf das Mitführen solcher Softairwaffen – am besten auch in der närrischen Zeit.

PM des PP Frankfurt / Main vom 04.02.2016