Bad Oldesloe (Schleswig-Holstein): Polizeieinsatz mit Schusswaffengebrauch

Am 07.10.2018, gegen 11:30 Uhr, kam es in Bad Oldesloe, Schützenstraße, zu einem Polizeieinsatz, in dessen Verlauf von Polizeibeamten auch die Schusswaffe gegen eine Person eingesetzt wurde.

Nach Rücksprache mit der STA Lübeck wird eine Medieninformation erst im Laufe des kommenden Tages erfolgen.

Gemeinsame PM der StA Lübeck und der PD Ratzeburg vom 07.10.2018

 

Am heutigen Sonntag (07.10.) kam es um 11.25 Uhr in Bad Oldesloe im Bereich der Schützenstraße, zu einem Polizeieinsatz, bei dem ein Beamter die Schusswaffe einsetzte. Infolge der Schussgabe wurde ein 22-jähriger in Bad Oldesloe aufhältiger Obdachloser, derart verletzt, dass er noch an dem Ereignisort verstarb.

Über Notruf war der Polizei zuvor gemeldet worden, dass sich im Bereich der Schwimmhalle in Bad Oldesloe eine Person mit einem Messer in der Hand aufhalten würde. Als die alarmierten Polizisten (zwei Streifenwagen aus Bad Oldesloe und eine weitere Streifenwagenbesatzung aus Bargteheide) dort eintrafen, trafen sie die Person nicht an. Gut 300 Meter weiter entfernt konnte im Rahmen der Suche eine Besatzung den gesuchten Mann antreffen.

Es kam zu einem Schusswaffengebrauch. Dabei wurde der 22-jährige Deutsche derart verletzt, dass er noch vor Ort verstarb.

Die Lübecker Staatsanwaltschaft, das Kommissariat 1 und die Spurensicherung (K 6) der Bezirkskriminalinspektion Lübeck, ermitteln. Sie werden von der Schutz- und Kriminalpolizei aus der Polizeidirektion Ratzeburg unterstützt.

Am Ereignisort wurde unter anderem ein Messer mit einer Klingenlänge von 18 cm aufgefunden und sichergestellt.

Zu den weiteren Ermittlung sowie den Sachverhaltsablauf werden zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben gemacht – sie sind Gegenstand der noch laufenden Ermittlungen.

Die Öffentlichkeitsarbeit wird von der Pressestelle der Polizeidirektion Lübeck übernommen. Das Büro ist zurzeit besetzt. Ein weiterer Pressesprecher befindet sich in Bad Oldesloe auf der dortigen Dienststelle des Polizeireviers Bad Oldesloe im Berliner Ring.

PM der PD Lübeck vom 07.10.2018

 

Am gestrigen Sonntag (07.10.) kam es um 11.25 Uhr in Bad Oldesloe im Bereich der Schützenstraße, zu einem Polizeieinsatz, bei dem ein Beamter die Schusswaffe einsetzte. Infolge der Schussgabe wurde ein 21-jähriger in Bad Oldesloe aufhältiger Obdachloser, derart verletzt, dass er noch an dem Ereignisort verstarb. Über den Notruf der Polizei wurde mitgeteilt, dass eine Person mit einem Messer in der Hand durch Oldesloe im Bereich der Schwimmhalle laufen würde. Aufgrund der Personenbeschreibung bestand bei den Polizeibeamten die Vermutung, dass es sich um einen amtsbekannten und psychisch kranken 21-jährigen Oldesloer handeln dürfte. Die eingesetzten Polizeibeamten trafen wenige Minuten später auf die zuvor genannte Person im Bereich der Schützenstraße. Dieser hatte ein Messer mit einer Klingenlänge von 18 cm in seiner Hand. Nach ersten Zeugenaussagen ist derzeit davon auszugehen, dass es nach der vorangegangenen Abgabe eines Warnschusses zu einer Konfrontation mit den Polizeibeamten kam, in welcher der 21-jährige Mann trotz mehrfacher Aufforderung das Messer wegzulegen und nach Einsatz eines Pfeffersprays bedrohlich und mit gegen den Oberkörper gerichteten Stichbewegungen auf die Beamten zuging. Ein Beamter des Polizeireviers Bad Oldesloe gab zwei Schüsse ab. Diese trafen den 21-jährigen im Oberkörperbereich. Der junge Mann ist noch am Einsatzort an den Folgen der Schussverletzung gestorben. Der Leichnam wurde in die Lübecker Rechtsmedizin gebracht. Eine Obduktion ist durch die Staatsanwaltschaft Lübeck angeordnet. Die Ermittlungen dauern an.

Am gestrigen Sonntag wurde in der Folgemeldung das Alter der verstorbenen Person falsch angegeben. Der Mann war 21 Jahre alt. Wir bitten diesen Irrtum zu entschuldigen.

Nachfragen zu diesem Sachverhalt sind zu richten an die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Lübeck Christian Braunwarth, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck Stefan Muhtz, Pressesprecher der Polizeidirektion Lübeck

Gemeinsame PM der StA Lübeck und der PD Lübeck vom 08.10.2018

 

Am 07.10.2018 verstarb in Bad Oldesloe ein 21-jähriger Mann infolge eines Schusswaffeneinsatzes durch einen Polizeibeamten. Zuvor waren die Beamten durch den 21-jährigen mit einem Messer bedroht worden, dessen Klingenläge 18 cm betrug. Die Rechtsmedizin in Lübeck hat den Leichnam des Verstorbenen am gestrigen Tage im Auftrag der Staatsanwaltschaft obduziert. Dabei wurde festgestellt, dass die Schussabgabe zu schwersten inneren Verletzungen vornehmlich im Bereich der Luftröhre und der Lungenarterie führte, was einen ganz erheblichen Blutverlust zur Folge hatte. Dies korrespondiert mit den Angaben aus den bisherigen Vernehmungen der weiteren an dem Einsatz beteiligten Polizeibeamten, welche unmittelbar nach der Schussabgabe an der Person des 21-jährigen Mannes waren. Aufgrund des massiven Blutverlustes überprüften die Polizeibeamten die Vitalfunktionen des Mannes und konnten bereits kurz darauf keinen Puls mehr feststellen. Der wenig später eingetroffene Notarzt konnte nur den Tod des 21-jährigen Mannes feststellen.

Die Ermittlungen dauern weiter an.

Gemeinsame PM der StA Lübeck und der PD Lübeck vom 09.10.2018

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