tagesspiegel .de: Amri-Abschlussbericht listet 32 schwere Polizei-Fehler auf

„Mehr als 250 Mängel und 32 grobe Fehler: Der Abschlussbericht der polizeiinternen Taskforce im Fall des Attentäters Anis Amri führt erhebliche Versäumnisse unter anderem bei der Observation auf.“

Online-Artikel, 27.04.2018
https://www.tagesspiegel.de/berlin/attentat-vom-breitscheidplatz-amri-abschlussbericht-listet-32-schwere-polizei-fehler-auf/21220058.html

 

Hinterher ist man halt immer schlauer. Wobei ich es durchaus gut finde, wenn man aus Fehlern lernt und seine Prozesse ständig verbessert. Aber immer dieses Gegeifere und Genöle und Zerfleischen derer, die arbeiten, ist echt würdelos. Nur wo nichts gearbeitet wird passieren auch keine Fehler.

4 Comments

  • friederike
    1. Mai 2018 - 10:08 | Permalink

    Na ja, die Informationen über die Nebenjobs des Chef des Islamismus-Dezernats Axel B. finde ich schon erschütternd. Das dürfte man Verantwortungslosigkeit nennen.

    • 1. Mai 2018 - 10:54 | Permalink

      Wie gesagt, ich bin ganz bei Dir, dass da Fehler passiert sind und auch benannt werden sollten.

      Ist Dir aber eine ähnlich ausufernde Berichterstattung bei all den Anschlägen aufgefallen, die vereitelt wurden? Und dann wundern wir uns, dass sich der Wähler immer mehr an die Ränder des Wahlspektrums bewegt, wo scheinbar einfache Lösungen propagiert werden, wenn ihm alle, die derzeit in Amt und Würden sind AUSNAHMSLOS als verantwortungslose Deppen hingestellt werden.

      Das war eigentlich mein Punkt.

      Ich habe immer gesagt, dass man über echte Fehler reden muss.

  • friederike
    1. Mai 2018 - 16:46 | Permalink

    Du kennst wahrscheinlich die Kommentare besser als ich, denn es war mir nicht bewusst, dass die Verantwortlichen „ausnahmslos“ als Deppen hingestellt werden, und der Islamismus-Dezernent hat mit seinen Seminaren sicher auch zur besseren Kenntnis der Problematik auf breiterer Basis beigetragen. Dennoch war er eben nicht ausreichend vor Ort.
    Deiner Meinung nach gibt es also ein Defizit bei der Berichterstattung über die Erfolge der Polizei beim Terrorismus. Das wäre aber doch für Journalisten auch eine Meldung wert, denn ich glaube nicht, dass ausgerechnet die Journalisten die Bevölkerung an die Ränder des Wahlspektrums bugsieren wollen.

    • 1. Mai 2018 - 20:54 | Permalink

      Ich meinte damit, dass es dem weniger reflektierten Wutbürger so vorkommt, als seien die Verantwortlichen ausnahmslos Deppen.

      Wie gesagt, es ist für mich okay, von Fehlern zu reden, aber das Thema Anis Amri und Fehler der Polizei kocht seit Monaten vor sich hin. Ich kann es einfach nicht mehr sehen. Vermutlich bin ich damit derart überfüttert, dass ich gar nichts Gutes mehr an der Berichterstattung finden kann.

      Und ja, es wäre nett, wenn auch gute Arbeit seitens der Polizei ab und an mal Erwähnung finden könnte. Mir ist aber auch klar, dass da die Nachfrager nicht zwingend mitspielen. Es hat einen Grund, dass gute Nachrichten weniger Aufmerksamkeit erregen…

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