Berlin: Polizist räumte Diebstahl ein

Wegen Verdachts des Diebstahls ermittelt die Krimnalpolizei gegen einen Kollegen. Der Beamte hatte heute Vormittag in der Schierker Straße mit weiteren Polizisten an einer richterlich angeordneten Durchsuchung wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz teilgenommen.
Zum Ende der Maßnahmen beschwerte sich der Beschuldigte, ihm sei Geld gestohlen worden. Zur Klärung des Vorwurfs wurden vom Teamführer gegen 12 Uhr 30 Beamte einer anderen Dienststelle hinzugezogen, die nunmehr die am ursprünglichen Einsatz beteiligten Polizisten durchsuchen sollten. Daraufhin räumte ein Beamter die Tat sofort ein, leerte seine Taschen und legte das zuvor entwendete Geld vor.
Über gegebenenfalls zu treffende dienstliche Konsequenzen wird noch entschieden. Zunächst wurde der Beamte von der weiteren Dienstausübung entbunden.

Quelle: PM der Polizei Berlin vom 21.09.2011

Das ist einer meiner 2%. Und ich habe gerade verdammt Mühe, meine scharfe Zunge im Zaum zu halten, aber ich muss ja meine eigenen Spielregeln einhalten.

Ich fühle mich von so etwas persönlich  angepisst…

 

6 Comments

  • 21. September 2011 - 22:00 | Permalink

    Sowas geht in so einer Vertrauensposition überhaupt nicht

    Immerhin hat er die Tat selbst eingeräumt. Ich hoffe es war das erste und einzige mal. Tröstlich zu wissen, dass er erstmal von der weiteren Dienstausübung entbunden wurde.

    Solche Meldungen sind natürlich bei vielen Leuten ein gefundenes Fressen. Sie werden sich in ihren teilweise sehr unüberlegten Vorurteilen nur bestätigt fühlen.

    Trotzdem freue ich mich über die restlichen 98 %.

    • 22. September 2011 - 06:23 | Permalink

      Ja, ich freue mich auch über die 98%… ;-)

      Aber erst dann, wenn ich den heutigen Spießrutenlauf im Job hinter mir habe, wo ich wegen der 2% wieder zu hören bekomme: “Schau mal an, was in Berlin passiert ist. Und für solche Leute setzt Du Dich ein?” Natürlich werde ich antworten: “Schau Dir an, was in Mönchengladbach passiert ist und in Borna… ja, für solche Leute setze ich mich ein.”
      Trotzdem könnte ich auf den ersten Teil dieses Dialogs blendend verzichten… ;-)… und deswegen werde ich auch weiterhin anprangern, wenn einer von denen, für die ich mich einsetze, solch einen Mist baut.

  • friederike
    22. September 2011 - 16:59 | Permalink

    Für Dich muss das wirklich unangenehm sein.
    Aber seien wir realistisch:
    Es gibt Pfarrer, die KInder missbrauchen,
    Sozial-Pädagogen, die dasselbe tun,
    Feuerwehrleute, die Feuer legen,
    Psychotherapeuten, die sich Übergriffe auf ihre Patient/innen erlauben,
    Kommunalpolitiker, die Haushaltsgelder verzocken,
    Professoren, die Doktortitel verkaufen,
    Banker, die mit dem anvertrauten Geld Wetten abschließen,
    und, und, und ….
    warum soll nicht auch mal ein Polizist lange Finger machen oder in eine persönliche Schlägerei verwickelt werden?
    Deshalb sind nicht alle Pfarrer, Pädagogen, Feuerwehrleute, Psychotherapeuten, Kommunalpolitiker, Professoeren, Banker usw. schlecht.
    Wer das nicht einsehen kann, sondern mit Häme auf Dein Engagement reagiert, der ist etwas schwach im Kopf. (War das eine Beleidigung, die Du löschen wirst?)

  • 22. September 2011 - 17:09 | Permalink

    Das mit den Spießrutenläufen kenne ich. Die erlebte ich von einem besten Freund. Inzwischen ist er auch nur noch ein Bekannter von mir. Sowas in einer gut geglaubten Freundschaft zu erleben ist schmerzhaft.

    Wer sich durch eine solche Zeitungsmeldung zu Vorurteilen gegen alle Polizisten bestätigt fühlt, hat meiner Meinung nach ein ernsthaftes Problem mit seinem Intellekt und sollte sich vielleicht mal ein wenig besser über die Polizei informieren.

    Ich finde es völlig in Ordnung, dass du solch gravierende Fehler anprangerst. Es zeigt nämlich, dass du dir Gedanken darüber machst und das nicht ausblendest.

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